Jesus, der dreifache Befreier 2/2

Das Leben ohne die Hilfe von Jesus Christus zu meistern, ist schier unmöglich. Nur er ist die wahre Quelle deiner Stärke. Nur er kann dir dabei helfen, die Herausforderungen des Lebens zu bewältigen. Nur Jesus hat den Tod besiegt, um dir für dieses und dein zukünftiges Leben Hoffnung zu schenken!

In dieser Predigtserie versetzt Bayless Conley deiner Seele einen Adrenalinstoß, indem er dir hilft, deinen Blick von den irdischen Dingen abzuwenden und auf Jesus zu richten. Er erinnert dich daran, was der Tod und die Auferstehung Jesu für dich bedeuten und wie er dir helfen kann, jedes Hindernis zu überwinden, auf das du in deinem Leben triffst.

Dies ist der zweite Teil einer Predigt, den ersten Teil findest du hier…

Predigtmanuskript

Vielleicht sind Sie heute Abend hier und niemand um Sie herum ahnt irgendetwas davon, dass Ihnen manchmal unreine Gedanken durch den Kopf gehen, die Sie nicht stoppen können. Vielleicht sind Sie sehr, sehr bedrückt.

Vielleicht hören Sie auch Stimmen, die Sie dazu drängen, bestimmte Dinge zu tun. Ich sage Ihnen: Jesus Christus kann Sie befreien. Er ist der Befreier und er kann Ihnen Ihren klaren Verstand zurückgeben.

Wir sehen uns jetzt eines der großen Kapitel der Bibel an. In Markus, Kapitel 5 finden wir viele Geschichten, wie Jesus voller Mitgefühl und auf wundersame Weise im Leben von Menschen wirkt, indem er sie heilt, befreit und ihre Situation verändert.

Wir werden uns einen Mann ansehen, dessen Tochter im Sterben lag und auch tatsächlich starb, und wir werden herausfinden, wie Jesus sie rettete. In dieser Geschichte stecken einige Wahrheiten, die Sie sehen müssen.

Nun, die Geschichte geht noch weiter und sie wird noch interessanter. In Markus 5,21 heißt es: „Und als Jesus in dem Boot wieder an das jenseitige Ufer hinübergefahren war …“ Er hat jetzt das Zehnstädtegebiet verlassen, und als er „in dem Boot wieder an das jenseitige Ufer hinübergefahren war …

… versammelte sich eine große Volksmenge zu ihm; und er war am See.

Und es kommt einer der Synagogenvorsteher, mit Namen Jairus, und als er ihn sieht, fällt er ihm zu Füßen

und bittet ihn sehr und sagt: Mein Töchterchen liegt in den letzten Zügen. Komm, und lege ihr die Hände auf, damit sie gerettet wird und lebt!

Und er ging mit ihm, und eine große Volksmenge folgte ihm, und sie drängten ihn.“

Ich will einen Moment über Jairus sprechen. Er hatte eine Tochter. Im Lukasevangelium heißt es, es war seine einzige Tochter. Wir werden später sehen, dass sie zwölf Jahre alt war. Was kann herzzerreißender sein als der Schrei eines Elternteils, dessen Kind im Sterben liegt? Da bedarf es keiner weiteren Worte.

Und Jairus war Synagogenvorsteher – stellen Sie sich das vor. Er war eine Autoritätsperson, er besaß Einfluss und Macht. Er war bekannt in der Gemeinde. Er war für die Anbetungsutensilien in der Synagoge verantwortlich. Wenn man eine Frage hatte, ging man zu Jairus.

Wenn man einen Rat für seine Ehe brauchte, ging man zu Jairus. Fragen zur Bibel? Da sprach man mit Jairus. Und da kam er, der Synagogenvorsteher, zu diesem Jesus, der bei vielen von Jairus’ Freunden nicht sehr beliebt war.

Viele der religiösen Leiter mochten Jesus nicht und redeten gegen ihn. Aber Jairus ging zu ihm, und was tat er? Er fiel zu den Füßen Jesu auf sein Gesicht!

Freunde, wenn wir etwas von Gott wollen, müssen wir demütig zu ihm kommen. Als er zu den Füßen Jesu niederfiel, sagte er: „Ich habe nicht alle Antworten. Es kümmert mich einen Dreck, was die anderen hier denken.

Meine Tochter ist in großer Not!“ Wir dürfen unseren Frieden nicht von anderen abhängig machen. Wenn Sie sich Sorgen darüber machen, was jemand anders über Sie denkt, wird Sie das davon abhalten, zu den Füßen Jesu niederzufallen.

Kommen Sie einfach zu ihm und fallen Sie vor ihm nieder, wenn Sie wollen. Wen kümmert es, was andere denken?

Es war äußerst ungewöhnlich für Jairus, dass er sich hier, umgeben von der Gemeinde, der er diente, in den Schmutz legte.

Er demütigte sich vollkommen und kam zum Herrn. Jesus ging mit ihm, aber jemand hielt ihn auf.

Markus 5,25:

„Und es war eine Frau, die zwölf Jahre mit einem Blutfluss behaftet war

und vieles erlitten hatte von vielen Ärzten und alle ihre Habe aufgewendet und keinen Nutzen davon gehabt hatte; es war vielmehr schlimmer mit ihr geworden.

Als sie von Jesus gehört hatte, kam sie in der Volksmenge von hinten und rührte sein Gewand an;

denn sie sagte: Wenn ich nur sein Gewand anrühre, werde ich geheilt werden.

Und sogleich vertrocknete die Quelle ihres Blutes, und sie merkte am Leib, dass sie von der Plage geheilt war.“

In 3.Mose, Kapitel 15 lesen wir, dass eine Frau, die unter Blutfluss litt, gemäß dem Gesetz aus dem Tempel und aus der Synagoge ausgegrenzt werden musste.

Sie wurde aus der Gemeinde verbannt. Ihre Situation war sehr schwierig. Auch wenn es nicht berechtigt war, wurde man zu dieser Zeit, wenn man einen lange andauernden Blutfluss hatte wie sie, von den Leuten sehr misstrauisch beäugt,

denn die Rabbis lehrten oft, dass so etwas mit Sünde zu tun hatte. Sie behaupteten, das sei ein äußeres Zeichen für eine innere Sünde. Und da ihr Blutfluss bereits zwölf Jahre andauerte, war diese Frau in den Augen der anderen höchst verdächtig.

Sie war von ihrer Familie abgeschnitten und durfte keinen Umgang mit ihnen haben. Und die Lehre der Rabbis, auch wenn sich diese nicht auf die Bibel stützte, besagte, dass ihr Leiden ein Scheidungsgrund war.

Vermutlich war sie bereits geschieden. Sie besaß keinen Cent mehr. Sie hatte ihr ganzes Geld für die Ärzte ausgegeben. Und sie war nicht nur schwach aufgrund ihrer Krankheit. Ist Ihnen aufgefallen, dass es heißt, sie hatte vieles von vielen Ärzten erlitten? Anscheinend experimentierten die Ärzte an ihr herum.

Sie litt nicht nur an ihrer Krankheit, sondern auch an den Dingen, die einige Ärzte an ihr ausprobiert hatten. Wir lesen diese Verse manchmal so beiläufig, ohne uns klarzumachen, wie verzweifelt ihre Lage war.

Man hatte sie aus der Gemeinde verbannt, sie war von ihrer Familie und ihren Freunden getrennt, man begegnete ihr mit Misstrauen und sie war gebrochen und krank, und das schon seit zwölf Jahren. Was für ein Gegensatz.

Da war die kleine Tochter des Jairus, die zwölf Jahre voller Sonnenlicht und Lachen erlebt hatte, und auf der anderen Seite die Frau, die schon zwölf Jahre litt. Aber in Vers 27 lesen wir, dass eine Veränderung bevorstand, denn sie hatte von Jesus gehört.

Als sie von ihm hörte, kam sie. Jesus hatte bereits Tote auferweckt, Aussätzige gereinigt, Stürme beruhigt und Kranke geheilt.

Ich will Sie heute fragen: Von was für einem Jesus haben Sie gehört? Glauben kommt durch Hören und Hören durch das Wort Gottes. Man hat mir schon oft vorgeworfen: „Pastor, du solltest die Hoffnung der Menschen nicht so sehr schüren.“

Ich bekenne mich schuldig. Jedes Mal, wenn ich predige, versuche ich, den Menschen Hoffnung zu geben. Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Er heilt wirklich; er befreit wirklich; er setzt wirklich frei.

Er ist wunderbar, und es gibt nichts, das er nicht tun kann. Wenn Ihre ganze Welt zusammenbricht, kann Jesus Sie befreien. Er kann alles in einem Augenblick oder auch Stück für Stück verändern. Er kann alles herumdrehen. Er ist mächtig, er ist auferstanden, er lebt und, mein Freund, er liebt Sie.

Diese Frau hörte also von Jesus. Sie hörte von einem Wunder wirkenden Jesus. Sie hörte von einem heilenden Jesus. Sie hörte von einem barmherzigen Jesus, und so kam sie. Gott sei Dank! Wir lesen in Vers 30:

„Und sogleich erkannte Jesus in sich selbst die Kraft, die von ihm ausgegangen war, wandte sich um in der Volksmenge und sprach: Wer hat mein Gewand angerührt?

Und seine Jünger sagten zu ihm: Du siehst, dass die Volksmenge dich drängt, und du sprichst: Wer hat mich angerührt?

Und er blickte umher, um die zu sehen, die dies getan hatte.

Die Frau aber fürchtete sich und zitterte, da sie wusste, was ihr geschehen war, kam und fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit.

Er aber sprach zu ihr: Tochter, dein Glaube hat dich geheilt. Geh hin in Frieden und sei gesund von deiner Plage!“

Jesus blickte umher, um zu sehen, wer das getan hatte. Jesus sprach von Ihrem Handeln und traf dann die Aussage, die wir eben gelesen haben: „Tochter, dein Glaube hat dich geheilt.“ Nun, als Jesus fragte: „Wer hat mein Gewand angerührt?“,

sagten die Jünger: „Was? Du siehst, dass die Volksmenge dich drängt.“ Alle drückten und schoben und drängten. In der Amplified Bible heißt es, die Menge drängte so sehr zu ihm hin, dass er fast erstickte.

Jeder berührte ihn! Aber eine Berührung war anders. Sie entzog ihm Kraft. Das hatte nicht Jesus selbst bewirkt, sondern die Frau, die sein Gewand angerührt hatte. Jesus blickte umher, um zu sehen, wer das getan hatte. Er fragte nicht nur: „Wer hat mich berührt?“,

sondern „Wer hat Kraft aus mir bezogen?“ Viele Menschen hatten ihn berührt. Ich bin sicher, dass ihn manche aus reiner Neugier berührten. „Ich will nur sehen, ob etwas passiert. Ich habe so etwas gehört.“

Viele wurden einfach von der Menge zu ihm hingedrängt. Sie wollten ihn gar nicht berühren, aber sie taten es. Andere waren einfach begeistert, dass er so berühmt war. Manche lieben es, in der Gesellschaft berühmter Menschen zu sein

und sagen zu können: „Mann, ich war da. Ich habe ihn berührt.“ Aber wissen Sie was? Diejenigen, die ihn aus Neugier oder rein zufällig berührten, und die, die nur darauf aus waren, eine Berühmtheit zu treffen, bekamen nichts. Aber eine Frau wurde geheilt.

Die Menge war nur da, weil es sie interessierte, was dort vor sich ging. Aber Jesus sah sich nach dieser einen Person, die das getan hatte, um und sagte: „Tochter, dein Glaube hat dich geheilt.“

Wir müssen das einfach so annehmen, wie Jesus es sagte. Ich weiß, dass Gott manche Dinge souverän tut. Gott sei Dank! Aber wissen Sie was? Jesus sagte: „Tochter, dein Glaube hat dich geheilt.“

Nun, ich bin sicher, dass Gott hinter den Kulissen wirkte. Ich glaube, dass der Heilige Geist ihr den Gedanken eingab und Gott ihr Gebet hörte. Dem allen ging etwas voraus.

Gott war am Anfang, in der Mitte und am Ende. Ihm gebührt alle Ehre. Aber man kann nicht abstreiten, dass sie mit ihm zusammenarbeitete. Die Bibel sagt, wir sind Mitstreiter Gottes. Aber es war nicht so, dass Gott im Himmel an einer Art Glücksrad drehte.

Manche haben ja so die Vorstellung: „Hey, Gabriel, wirf das Glücksrad an.
Los geht’s!“ Es wird langsamer und langsamer … und … „Gewonnen hat die Frau mit dem Blutfluss! Heiliger Geist, heute ist ihr Glückstag!

Sei so nett und geh hinab und heile sie jetzt!“ O Wunder, es ist etwas passiert. Nein, sie ergriff die Initiative. Sie hörte. Sie kam. Sie berührte. Jesus blickte umher und sagte: „Wer war das?“ Er wusste nicht einmal, wer das getan hatte.

Und sie fiel zitternd nieder und sagte ihm die Wahrheit. Und er sagte: „Tochter, dein Glaube hat dich geheilt.“ Ja, es war Gottes Kraft; ja, hier wirkte Gott. Aber sie wirkte mit ihm zusammen.

Ich finde das toll! Sie war nicht passiv. Sie war entschlossen. Das Wort „anrühren“ bedeutet hier wörtlich „herzhaft zugreifen“. Da war nichts Passives an ihr. Ich meine, sie war aus der Gesellschaft verbannt worden.

Gemäß dem jüdischen Gesetz und gemäß der Gesellschaft durfte sie gar nicht dort sein. Aber sie kam. Sie bahnte sich ihren Weg durch die Menge. Das sagt etwas aus. Diese Frau besitzt Entschlossenheit. Sie sagte: „Wenn ich nur seine Kleider berühren kann, werde ich geheilt werden.“

Und dann setzte sie ihr Vorhaben in die Tat um. Gesagt, getan. Das ist Glaube. Glaube hat etwas damit zu tun, was wir sagen und wie wir handeln. Und sie kam durch die Menge. Sie setzte sich über all ihre Zweifel, ihre Ängste und religiöse Tabus hinweg, streckte sich aus und berührte sein Gewand.

Sie sagte nicht nur passiv: „Ich bleibe einfach zu Hause und warte. Gott weiß, wo ich wohne. Wenn es Gottes Wille ist, wird Jesus an meine Tür klopfen, er wird hereinkommen und seine Hand ausstrecken, und dann werde ich geheilt werden.“ Nein, sie verfolgte ihr Ziel!

Hören Sie, was ich sage? Glaube ist eine Handlung. Im Jakobusbrief heißt es, Glaube ohne Werke ist tot. Er ist leblos. Er kann nichts bewirken. Sie hörte von Jesus. Dienen wir demselben Jesus? Hat er sich verändert?

Ist er nicht immer noch der liebevolle Retter, derselbe gestern, heute und in Ewigkeit? Wird er nicht immer noch dieselben Dinge in unserer Mitte tun, die er in Galiläa tat? Aber was tun wir? Sitzen wir nur passiv herum und sagen: „Wenn der Herr will, dass das geschieht, wird er es tun – oder auch nicht.

Wenn Gott das Glücksrad im Himmel dreht, wird es vielleicht bei meiner Nummer anhalten.“ Jesus ist nicht nur der Befreier unseres Sinnes, er ist auch der Heiler unseres Körpers.

Ich werde nie das Mädchen vergessen, das einmal in unseren Gottesdienst kam. Die Gemeinde war damals auf der Katella Avenue. Das war noch bevor wir das Gebäude in Sausalito bauten.

Sie hatte von uns gehört und sie kam, weil sie für ihre Mutter beten lassen wollte. Und als ich für sie betete, spürte ich einen starken Geist des Glaubens bei ihr. Wir kamen ins Gespräch.

Sie hatte keine Mitfahrgelegenheit bekommen, so lieh sie sich ein Fahrrad radelte von Long Beach bis hierher, um zum Gottesdienst zu kommen. Ich dachte: „Das ist Glaube.“ Glaube findet einen Weg. Sie glaubte, dass sie eine Antwort bekommen könne.

Sie hatte gehört, dass es hier eine Gemeinde gab, die zu Jesus betete und glaubte, dass er ihre Gebete erhörte, und so nahm sie das Fahrrad und fuhr den ganzen langen Weg von Long Beach bis in die Katella Avenue, nur eine Querstraße entfernt von hier, wo wir damals unsere Gemeinderäume hatten. Danke, Jesus.

Noch eine Bemerkung, bevor ich zum Schluss komme: Jesus nannte die Frau „Tochter“. Das finde ich toll. Sie war von allen anderen ausgeschlossen worden. Jesus schloss sie ein. Er sagte: „Tochter, gehe hin in Frieden.“

Wahrscheinlich begegnete man ihr auch jetzt noch mit Misstrauen. Aber sie freute sich vermutlich so sehr darüber, geheilt zu sein, dass sie nicht sehr weit vorausdachte. Aber sie war immer noch eine Außenseiterin.

Noch wusste sie nicht, wie man sie in der Gesellschaft, in ihrer Familie und in der Synagoge empfangen würde, nachdem sie so lange eine Außenseiterin gewesen war und von jedem misstrauisch beäugt wurde.

Vielleicht lag noch ein harter Weg vor ihr. Vielleicht blieb sie eine Außenseiterin. Sie war immer noch geschieden, immer noch mittellos. Aber Jesus sagte: „Geh hin in Frieden.“ Für mich bedeutet das: „Hey, alles wird gut. Mach dir keine Sorgen. Ich kümmere mich um alles. Geh einfach. Alles wird gut.“

Und es ist wirklich so: Wenn er Sie „Sohn“ oder „Tochter“ nennt, wird alles andere nebensächlich. Ich bin sicher, dass dieses Wort von Jesus ein großer Trost für sie war. „Er hat mich Tochter genannt. Er hat mich eingeschlossen. Er liebt mich. Er wird mich nicht verlassen.

Meine Familie mag mich verlassen haben, aber jetzt ist er meine Familie. Er hat mich zum Teil seiner Familie gemacht. Er hat mich Tochter genannt. Alles andere ist nebensächlich. Ich mag eine geschiedene Frau sein, pleite und ausgegrenzt,

aber er hat mich Tochter genannt. Alles wird gut werden.“ Und es ist genug zu wissen, dass der Herr Sie in seine Familie aufnimmt.

Aber wir haben Jairus vergessen. Ich meine, seine Tochter liegt im Sterben und er fleht: „Jesus, du musst schnell kommen!“ Jesus folgt ihm, aber da wird er aufgehalten.

Da kommt diese Frau und Jesus hält an. Jairus dachte sicher: „Jesus, meine Tochter! Die Frau ist schon seit zwölf Jahren krank, da spielen ein paar Stunden jetzt auch keine Rolle mehr. Jesus, halte nicht an!“

„Jemand hat mich angerührt.“ Er unterhält sich mit den Jüngern. Schließlich gibt sich die Frau zu erkennen. Jesus spricht mit ihr und lässt sich erzählen, was passiert ist.

Und was tat Jairus in dieser Zeit? Genau. Nichts. Manchmal ist es am klügsten, wenn wir unseren Mund halten. Das ist wirklich wahr. Die Bibel sagt im Buch der Sprüche: „Tod und Leben sind in der Gewalt der Zunge.“

Das größte Problem, das manche von uns haben, liegt knapp drei Zentimeter unterhalb unserer Nase. Wirklich. Wir reden das Gegenteil dessen, was Gottes Verheißungen besagen. Wir zerreden unsere eigene Hoffnung auf das, was wir von Gott haben wollen, und machen uns selbst streitig, was durch das Opfer Christi uns gehört.

Freunde, Ihre Worte haben Auswirkungen auf Ihr Leben. Im Jakobusbrief werden sie mit einem Ruder verglichen. Ihre Worte werden bestimmen, welche Richtung Ihr Leben nimmt. Und ich liebe das. Jairus sagt einfach nichts. Das erstaunt mich! Aber er bleibt still. Jetzt gibt es schlechte Neuigkeiten.

Markus 5,35:

„Während er noch redete, kommen sie von dem Haus des Synagogenvorstehers und sagen: Deine Tochter ist gestorben, was bemühst du den Lehrer noch?

Jesus aber überhörte das Wort, das geredet wurde, und spricht zu dem Synagogenvorsteher: Fürchte dich nicht; glaube nur!

Und er erlaubte niemand, ihn zu begleiten, außer Petrus und Jakobus und Johannes, dem Bruder des Jakobus.“

Und im Lukasevangelium lesen wir, dass auch die Eltern des Mädchens mitgehen durften.

„Und sie kommen in das Haus des Synagogenvorstehers, und er sieht ein Getümmel und Weinende und laut Heulende.

Und er geht hinein und sagt zu ihnen: Was lärmt und weint ihr? Das Kind ist nicht gestorben, sondern es schläft.

Und sie lachten ihn aus. Als er aber alle hinausgetrieben hatte, nimmt er den Vater des Kindes und die Mutter und die, die bei ihm waren, mit und geht hinein, wo das Kind war.

Und er ergriff die Hand des Kindes und spricht zu ihm: Talita kum! Das ist übersetzt: Mädchen, ich sage dir, steh auf!

Und sogleich stand das Mädchen auf und ging umher; es war nämlich zwölf Jahre alt. Und sie erstaunten sogleich mit großem Erstaunen.

Und er gebot ihnen dringend, dass niemand dies erfahren solle, und er sagte, man solle ihr zu essen geben.“

Das Mädchen starb. Und Jesus sagte: „Talita kum!“ Das ist Aramäisch, nicht Hebräisch oder Griechisch, sondern Aramäisch. Und „Mädchen“ ist zwar eine richtige Übersetzung, aber was Jesus zu ihr sagte, war: „Kleines Lamm.“

Er ist der große Hirte, und es gibt kein liebevolleres Wort, das ihm hätte über die Lippen kommen können.

Die Leute verstanden nicht, was hier vor sich ging. Jesus sagte, sie schlafe. Er betrachtete den körperlichen Tod nicht wie sie von einem weltlichen Standpunkt aus. Auch als Lazarus gestorben war, sagte er seinen Jüngern: „Seht, Lazarus ist eingeschlafen.“

Aber sie verstanden es nicht und sagten: „So wird er geheilt werden.“ Da sagte er ihnen geradeheraus: „Seht! Lazarus ist gestorben.“

Und da war dieses Mädchen, ihr Geist hatte ihren Körper verlassen und Jesus sagte: „Kleines Lamm, steh auf.“ Beim Evangelisten Lukas heißt es besonders treffend: „Ihr Geist kehrte zurück.“

Ihr Geist, der in einem anderen Reich war, hörte die Worte des Herrn, er kam zurück in ihren Körper und sie setzte sich auf.

Das ist interessant: Jesus erweckte während seines Dienstes nur drei Menschen von den Toten auf. Nur drei. Da war der tote Junge in Nain. Die Bibel sagt, er war ein Einzelkind. Der zweite war Lazarus. Er war der einzige Bruder. Und dann dieses kleine Mädchen, von dem die Bibel sagt, sie war Jairus’ einziges Kind.

Sie alle waren jung, und sie alle hatten einen Einzelstatus. Jesus erweckte sie nicht um ihretwillen von den Toten auf. Hören Sie mir zu, vor allem diejenigen unter Ihnen, die einen geliebten Menschen verloren haben. Jesus holte sie um ihrer Familie willen zurück.

Die Toten kamen aus einem Land zurück, wo es keinen Kummer, keinen Schmerz, kein Leid und keinen Verrat gab. Es war nicht zu ihrem Vorteil. Er tat nicht dem kleinen Mädchen einen Gefallen, er tat nicht Lazarus einen Gefallen und auch nicht dem toten Jungen in Nain.

Er hatte Mitleid mit den beiden Schwestern des Lazarus. Er hatte Mitleid mit der Mutter in Nain und er hatte Mitleid mit den Eltern des Mädchens. Es war ihr einziges Kind.

Der Apostel Paulus sagte: „… für mich ist Christus das Leben und das Sterben ein Gewinn. … Mich verlangt danach, aufzubrechen und bei Christus zu sein, was auch viel besser wäre; aber um euretwillen bleibe ich.“ Es ist viel besser, bei Christus zu sein. Es ist ein Gewinn. Wenn ein Christ stirbt, ist das ein Feiertag für ihn.

Das geschah noch vor dem Kreuz. Und sie kamen an einen Ort, der Abrahams Schoß genannt wird. Ich kann jetzt nicht ausführlicher darauf eingehen, aber das war ein Ort, den man das Paradies nannte. Es war kein Ort des Leidens.

Jesus holte sie ins Leben zurück, aber um der Mutter, der Schwestern und der Eltern willen, nicht derer willen, die ihre irdische Hülle schon verlassen hatten. Und ich glaube, das müssen wir bei unseren Gebeten und Wünschen beachten.

Jesus ist nicht nur der Befreier des Sinnes und des Körpers der Menschen, sondern auch ihres Geistes. Er befahl ihrem Geist. Er kam, damit unser Geist wiedergeboren werden kann. Und das ist der wahre Teil von uns. Hier sehen Sie meine sterbliche Hülle. Ich weiß auch nicht,

sie haben heute eine spezielle Düse auf das Spray gesteckt, aber da kamen lauter dicke Tropfen raus. Ich habe Sommersprossen. Als Kind hatte ich noch mehr. Glauben Sie mir! Auf meinen Kinderbildern sieht man, dass ich ein sommersprossiger, rothaariger Junge war.

So sah ich aus. Mit grün-haselnussbraunen Augen. Aber Sie sehen mich nicht wirklich. Sie sehen das Haus, in dem ich lebe. Der wahre Bayless ist hier drin. Er ist ein geistliches Wesen. Mein Geist und meine Seele wirken zusammen, aber sie sind mein wahres Ich, meine Persönlichkeit, mein ewiges Ich.

Jeder von Ihnen ist ein geistliches Wesen. Sie sind jetzt in Ihrer sterblichen Hülle, aber die Ewigkeit werden Sie woanders verbringen. Jesus kam, damit unser Geist wiedergeboren werden kann. Als er im Johannesevangelium mit Nikodemus sprach, sagte er: „Nikodemus, du musst von Neuem geboren werden. Die Männer und Frauen können das Reich Gottes nicht sehen, wenn sie nicht wiedergeboren sind.“

Nikodemus sagte: „Was? Ich kann doch nicht in den Mutterleib zurückkehren und ein zweites Mal geboren werden. Das ergibt doch keinen Sinn.“

Aber Jesus sagte: „Nein, nein, nein. Was aus dem Fleisch geboren wurde, ist Fleisch. Dein Körper kommt von deinen Eltern. Aber was aus Geist geboren wird, ist Geist. Was aus dem Heiligen Geist geboren wird, ist dein menschlicher Geist.“

Wenn ein Mensch Christus annimmt, stellt der Heilige Geist ihn in seinem Inneren wieder her. Er ist wieder mit Gott verbunden und sein inneres Wesen verändert sich. Das ist ziemlich radikal.

Und wissen Sie was? Eines Tages werde ich Jesus meinen Namen rufen hören. Und dann wird mein Geist, mein wahres Ich, dort hingehen, wo er ist. Ich werde diese sterbliche Hülle hinter mir lassen. Und Sie werden in der Zeitung lesen, dass Bayless Conley gestorben ist.

Aber glauben Sie das keine Sekunde lang. Ich werde lebendiger sein als je zuvor. Das ist die Hoffnung all derjenigen, die ihr Vertrauen auf Jesus Christus setzen. Und eines Tages, hey! Auch der Körper wird auferstehen. Wir werden einen neuen Körper bekommen.

Das wird ziemlich cool! Jesus ging mit seinem auferstandenen Körper durch Wände – sogar nachdem er Fisch und Wabenhonig gegessen hatte. Ich weiß nicht, wie der Fisch und der Honig da mit hindurchgingen, aber es war so. Und eines Tages wird er auch unseren Körper neu erschaffen.

Und in der Zwischenzeit, solange wir noch in diesem Land leben, wo es Kummer, Verrat und Nöte gibt, ist er unser ständiger Begleiter. Er ist unser Führer. Er ist unser Kapitän.

Er hat uns den Heiligen Geist als Anzahlung für unsere letztendliche Erlösung geschickt. Und er tröstet, leitet und berät uns, und er wird uns nie verlassen oder im Stich lassen. Und eines Tages wird er uns zu sich in das ewige Reich holen.

Ich könnte den ganzen Tag über Jesus reden. Er ist erstaunlich. Er ist der gute Hirte. Er ist der Steuermann unserer Erlösung, das geschlachtete Lamm von Grundlegung der Welt an.

Er ist der Mittler zwischen Gott und den Menschen. Er ist das Opfer, das uns den Weg zu Gott bereitete. Er bezahlte für unsere Sünden. Die Bibel sagt: „Wie wird Gott, der seinen eigenen Sohn für uns hingab, uns mit ihm nicht auch alles schenken?“

Sie haben einen Gott im Himmel, der Ihren Namen kennt und Sie liebt, mein Freund. Er sandte seinen Sohn Jesus Christus, damit er an Ihrer Stelle am Kreuz starb. Durch sein Opfer können Sie in eine Beziehung mit Gott eintreten, die die Bibel Erlösung nennt.

Wenn Sie Jesus noch nie Ihr Herz geöffnet haben, tun Sie es heute. Dabei geht es nicht um Rituale und Zeremonien. Es geht darum, mit Gott zu leben und zu reden. Rufen Sie den Namen Jesus an.

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