Ein Artikel von Bayless Conley

In Hebräer 12,14 lesen wir, dass wir nach Frieden mit allen Menschen streben sollen. Vielleicht fragst du dich jetzt: Sind damit wirklich alle Menschen gemeint? Mein Nächster? Meine Familie? Sogar mein Chef?

Die Bibel lässt hier nichts offen. Ja, wir sollen nach Frieden mit allen Menschen streben. In Römer 14,19 steht: „Bemühen wir uns also um Frieden miteinander und versuchen wir, einander im Glauben zu stärken.“

Gerade heute Morgen saßen meine Frau Janet und ich an unserem Küchentisch und sprachen darüber, wie wir jemandem helfen können, der einige Personen in unserer Gemeinde verletzt hat. Wir beteten für die Situation und die Betroffenen und fragten Gott, wie wir am besten mit dieser Person umgehen und was wir sagen können, um sowohl zu korrigieren als auch hilfreich zu sein. Mir sind dabei vier praktische Schritte wichtig geworden, die uns dabei helfen können, uns um Frieden zu bemühen:

1. Bete dafür

Beim Beten stellen wir Situationen und die Herzen von Menschen unter den Einfluss des Heiligen Geistes. Es ist schön, wenn ein Gebet sofort Wirkung zeigt. Aber oft löst es auch einen Prozess aus. Wenn wir beten, fängt Gott an Herzen und Haltungen zu verändern.

2. Redet miteinander

Der erste Schritt ist das Gebet; aber bei einem Konflikt ist es oft nötig, mit der anderen Person zu sprechen. Dabei geht es nicht darum, zu beweisen, dass du im Recht bist, sondern darum, Frieden zu schließen. Achte darauf, dass du mindestens so viel zuhörst wie redest. In Sprüche 18,2 steht: „Ein Narr hat kein Interesse daran, etwas zu verstehen, er will nur seine eigene Meinung zum Besten geben.“ Versuche, das Warum hinter den Worten und Handlungen zu verstehen.

3. Beschenke den anderen

In Sprüche 21,14 steht: „Eine heimliche Gabe besänftigt den Zorn, ein verborgenes Geschenk die heftige Wut.“ Geschenke können viel bewirken. Jakob besänftigte Esaus Zorn mit einer Viehherde. Abigail brachte David Geschenke. Das brachte ihn davon ab, in seiner Wut eine schreckliche Sünde zu begehen. Damit ist nicht gemeint, das Wohlwollen eines anderen zu erkaufen oder ihn zu bestechen. Ein aufmerksames Geschenk zeigt: „Ich habe Zeit investiert, um das hier zu besorgen, weil ich dich wertschätze.“

4. Lade ihn ein

Wenn wir jemandem die kalte Schulter zeigen und ihn behandeln, als sei er unsichtbar oder abstoßend, machen wir damit alles Gute zunichte, das wir bereits auf dem Weg zum Frieden durch Gebet, Worte oder Geschenke erreicht haben. Seien wir warmherzig und freundlich und schließen wir niemanden aus. Sorge dafür, dass die Person sich als Teil deiner Welt sieht.

Und wenn der andere nicht reagiert? In Römer 12,18 steht: „Tragt euren Teil dazu bei, mit anderen in Frieden zu leben, soweit es möglich ist!“ Wir können den Frieden nicht erzwingen. Wir sind nur dazu aufgefordert, uns um Frieden zu bemühen. Manchmal lehnt die andere Person das vielleicht ab. Unsere Aufgabe ist es, unseren Teil beizutragen und den Rest Gott zu überlassen. Jage dem Frieden nach, in welcher Situation du auch immer bist. Das ist, was Gott von dir möchte. Und dann lass ihn wirken.

Aus: Bayless Conley Monatsbrief Mai 2017

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