Ein Artikel von Bayless Conley

Ich sprach einmal in einer Gemeinde, die gerade erst ein hochmodernes Kinderzentrum inklusive Tagesstätte gebaut hatte. Als ich bei der Besichtigung der Räumlichkeiten in die Küche kam, sah ich neben den großen Gasherden einige riesige Propangas-Tanks. Wie mir erklärt wurde, hatte der Bauunternehmer vergessen, die Gasleitungen zu verlegen.

Wenn es um den Segen Gottes geht, kann es sich manchmal auch so anfühlen, als würde zwischen dem, was wir über Gottes Wesen wissen, unseren Nöten und Wünschen, eine Verbindungsleitung fehlen.

In Römer 8,32 heißt es: „Er, der doch seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben hat – wie wird er uns mit ihm nicht auch alles schenken?“ Frage: Glaubst du, dass „alles“ auch wirklich alles bedeutet? Warum sollte Gott, der uns seinen eigenen Sohn nicht vorenthalten hat, uns dann seine Führung, seine Versorgung, Heilung oder seinen Frieden vorenthalten?

In Psalm 119,68 finden wir eine weitere Verheißung, die das Wesen Gottes beschreibt: „Du bist gut und tust Gutes.“ Weil er Gott ist, unterliegt er nicht dem Wandel der Zeit. Es ist nicht so, dass einige seiner Wesenszüge nur einem bestimmten Zeitabschnitt vorbehalten waren. Gottes Wesen ist und bleibt immer dasselbe.

In Psalm 145,8-9 heißt es: „Gnädig und barmherzig ist der Herr, langsam zum Zorn und groß an Gnade. Der Herr ist gut gegen alle, sein Erbarmen ist über alle seine Werke.“ Der Herr ist gnädig. Er ist barmherzig. Er ist groß an Gnade. Er ist langsam zum Zorn.

Da stellt sich die Frage: Wenn Gott so offensichtlich gut ist und uns seine Güte nicht vorenthält, warum erfahren wir dann seinen Segen nicht? Bei der Beantwortung dieser Frage kann uns 2. Petrus 1,3-4 helfen: „Alles, was für das Leben und die Frömmigkeit nötig ist, hat uns seine göttliche Kraft geschenkt durch die Erkenntnis dessen, der uns in seiner Herrlichkeit und Güte berufen hat. Dadurch hat er uns auch die kostbaren und überaus großen Verheißungen geschenkt, durch die ihr Anteil an der göttlichen Natur bekommen sollt …“

Durch Gottes Verheißungen werden wir Teilhaber seiner göttlichen Natur – und diese Natur beinhaltet Frieden, Fülle, Heilung, Sieg, Führung, Schutz und noch viele weitere Facetten seiner Güte.

Eine junge Frau kam einmal in das Leiterschaftsseminar unserer Gemeinde. Sie hatte einen soliden christlichen Hintergrund, aber sie hatte sich noch nie mit dem Thema Heilung beschäftigt. Während meines Kurses über göttliche Heilung sagte sie zu mir: „Pastor, was du über göttliche Heilung lehrst, habe ich in meinem ganzen Leben noch nie gehört. Ich habe mich wirklich gefragt, wo ich da hineingeraten bin!“

Doch sie ging jeden Abend nach Hause und las sämtliche Verse, die ich in meinen Predigten erwähnt hatte, einschließlich deren Verweisen gründlich durch und prüfte die Zusagen Gottes im Hinblick auf ihre persönliche Situation. Das hatte eine besondere Bedeutung für sie, weil erst kürzlich festgestellt worden war, dass sie einen Tumor im Hals hatte.

Eines Abends gelangte sie schließlich zu dem Entschluss, dass diese Zusagen wahr sein mussten und fing an, Gott dafür zu danken. Als sie am nächsten Tag in die Gemeinde fuhr, spürte sie ein Kitzeln in ihrem Hals. Kurz darauf musste sie husten – und sie spukte den Tumor aus.

Sie war durch ein Wunder geheilt worden. In dem Moment, in dem sie die Zusagen für sich persönlich annahm, „strömte“ Gott durch die „Leitung der Verheißung“ in sie hinein und wirkte genau dort, wo sie es brauchte.

Welche Versprechen aus der Bibel kann heute eine Leitung hin zu deiner Not werden? Ich bete, dass du Gottes Zusagen ganz neu für dich entdecken und mutig ergreifen kannst.

Aus: Monatsbrief November 2018

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