Wozu dienen uns eigentlich die Gaben des Heiligen Geistes? Ich höre diese Frage oft – und die gute Nachricht ist: Gott möchte, dass du die Antwort darauf kennst!

In 1. Korinther 12,1 steht: Über die Gaben des Geistes aber will ich euch, Brüder und Schwestern, nicht in Unwissenheit lassen. Es ist also eindeutig ein wichtiges Thema! Gott möchte, dass du weißt, wozu die Gaben des Geistes da sind.

Beginnen wir im Hebräerbrief. Der Schreiber dieses Briefes sagt, dass Gott die gute Nachricht bestätigte. „Sie wurde uns von denen bezeugt, die seine Worte hörten, und Gott selbst bestätigte die Botschaft durch Zeichen und Wunder und viele Beweise seiner Macht und durch die Gaben des Heiligen Geistes …“ (Hebräer 2,3-4). Genauso schreibt Paulus in Römer 15,18-19, dass sein Dienst unter den Nichtjuden begleitet wurde durch „Zeichen und Wunder, in der Kraft des Geistes, sodass ich von Jerusalem und ringsumher bis nach Illyrien das Evangelium des Christus völlig verkündigt habe.“

Ich möchte hier besonders zwei Dinge hervorheben. Erstens: Gott bestätigt das Verkündigen der Guten Nachricht durch die Gaben des Heiligen Geistes. Und zweitens: Paulus bezeichnet seine Verkündigung dort als völlig, wo sie von Zeichen und Wundern in der Kraft des Heiligen Geistes begleitet wurde. Aus der Sicht des Neuen Testaments besteht die Verbreitung des Evangeliums also nicht nur aus einer fundierten Lehre oder einfach dem Verkünden der Botschaft, sondern auch aus übernatürlichen Taten des Heiligen Geistes.

Das sollte uns nicht überraschen. Schließlich sagt Jesus in seinem Missionsbefehl: „Geht in die ganze Welt und verkündet allen Menschen die gute Botschaft. … Und diese Zeichen werden die begleiten, die glauben: Sie werden in meinem Namen Dämonen austreiben und sie werden in neuen Sprachen sprechen. Sie werden Schlangen anfassen oder etwas Tödliches trinken können, und es wird ihnen nicht schaden. Sie werden Kranken die Hände auflegen und sie heilen“ (Markus 16,15-18).

In allen drei Bibelstellen geht es darum, dass die Gaben des Heiligen Geistes vor allem dort sichtbar werden sollen, wo wir verlorenen Menschen das Evangelium verkünden. 

Als ich gerade gläubig geworden war, wollte ich mit Begeisterung jedem von Jesus erzählen, dem ich begegnete. Eines Tages traf ich in einem Park einen Parkpfleger und erzählte ihm von meinem Glauben. Doch er fing an, mich mit abfälligen Bemerkungen zu verspotten. In diesem Moment spürte ich, wie der Heilige Geist zu meinem Herzen sprach: „Dieser Mann ist auf dem linken Ohr taub.“ Also sagte ich: „Sie sind auf dem linken Ohr taub.“ „Woher wissen Sie das?“, fragte er mit aufgerissenen Augen. „Gott hat es mir gerade gesagt“, erwiderte ich. „Darf ich für Sie beten?“ Der Mann nahm mein Angebot nicht an und ich weiß nicht, was aus ihm geworden ist. Aber ich weiß, dass der Heilige Geist übernatürlich wirkte, um ihm ein Erlebnis zu schenken, das er nicht ignorieren konnte.

Das ist der wichtigste Zweck der Geistesgaben – in einer Welt voller Schmerz sollen sie den Menschen die Liebe, Gnade und Macht von Jesus Christus zeigen. Also richte deinen Blick auf das Erntefeld und bete dafür, dass der Heilige Geist kraftvoll durch dich wirkt, wenn du verlorenen Menschen die gute Nachricht bringst!

In Ihm verbunden,

Bayless Conley

Aus: Monatsbrief August, 2022

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