7 Arten des Glaubens 3/4

Welche Arten des Glaubens kennst du? Kannst du auch ohne Gefühle, Zeichen und Wunder glauben? Bayless Conley zeigt anhand von Beispielen aus dem Neuen Testament, wie wir uns allein auf Gottes Wort stellen können. Entdecke, wie du deinen Glauben immer mehr entwickeln kannst und was Beharrlichkeit und Selbstlosigkeit damit zu tun haben.

Dies ist der dritte Teil der Predigt, den ersten Teil findest du hier …

Predigtmanuskript

Hallo und willkommen zu der heutigen Sendung. Ich heiße Bayless Conley und wir beschäftigen uns gerade mit sieben verschiedenen Arten des Glaubens. In dieser Sendung werden wir uns einen großen Glauben anschauen. Das ist interessant: Jesus sagt nur zwei Mal im Neuen Testament, dass jemand einen großen Glauben hat. Und wissen Sie was? Beide Male waren diese Menschen keine jüdischen Gläubigen. Sehr interessant. Schauen wir uns die Sendung an.

 

Das ist die Fortsetzung der Predigt vom letzten Wochenende mit dem Titel „7 Arten des Glaubens“. Wir haben vier verschiedene Arten von Glauben angeschaut. Die letzte war Kleinglaube. Und wir haben herausgefunden, dass man Kleinglauben an vier Merkmalen erkennt. Erstens: Kleinglaube macht sich Sorgen. Zweitens: Kleinglaube gerät in Panik, wenn Sturm aufkommt. Drittens: Kleinglaube beschäftigt sich mehr mit den Umständen als mit dem Retter. Und als Letztes haben wir festgestellt, dass Kleinglaube vergesslich ist.

 

Heute kommen wir zur fünften Art Glauben. Schlagen wir die Bibel im Matthäusevangelium auf. Matthäus 8. Wir wollen über einen großen Glauben sprechen. Und so, wie es vier Merkmale eines kleinen Glaubens gibt, gibt es auch vier – und sicher noch mehr – Merkmale, die einen großen Glauben kennzeichnen.

 

Gehen wir zum Matthäusevangelium. Wir lesen ab Vers 5 aus Matthäus 8. Da steht:

 

„Als er aber nach Kapernaum hineinkam, trat ein Hauptmann zu ihm, der ihn bat und sprach: Herr, mein Diener liegt zu Hause gelähmt und wird schrecklich gequält.

Und Jesus spricht zu ihm: Ich will kommen und ihn heilen.

Der Hauptmann aber antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht würdig, dass du unter mein Dach trittst; aber sprich nur ein Wort, und mein Diener wird gesund werden. Denn auch ich bin ein Mensch unter Befehlsgewalt und habe Soldaten unter mir; und ich sage zu diesem: Geh hin!, und er geht; und zu einem anderen: Komm!, und er kommt; und zu meinem Knecht: Tu dies!, und er tut es.

Als aber Jesus es hörte, wunderte er sich und sprach zu denen, die nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch, bei keinem in Israel habe ich so großen Glauben gefunden.“

 

Sagen wir alle „großen Glauben“.

 

Soweit ich weiß, wunderte sich Jesus in den Evangelien nur über zwei Dinge. Das eine war Unglaube. In einem Vers steht, dass er sich über ihren Unglauben wunderte. Und das andere war ein großer Glaube. Wenn er sich über mich wundert, dann soll er sich über meinen großen Glauben wundern und nicht über meinen Unglauben.

 

Das erste Kennzeichen eines großen Glaubens ist, dass ihm das Wort Gottes als Beweis genügt. Ihm genügt das Wort Gottes als Beweis.

 

Der Hauptmann sagte zu Jesus: „Sprich nur ein Wort. Das genügt. Sprich nur ein Wort, Jesus.“ Ein Wort von Jesus ist der einzige Beweis, den ein großer Glaube braucht. Großer Glaube erkennt die Autorität von Jesu Worten an. Der Hauptmann sagt: „Herr, ich habe es verstanden. Ich habe selbst Befehlshaber über mir und Männer stehen unter meinem Befehl. Wenn ich etwas sage, dann gehorchen sie mir. Ich habe verstanden, dass du über Krankheiten gebieten kannst. Sag nur ein Wort, Jesus. Das ist alles, was ich brauche.“

 

Wir sollen sagen: „Herr, nur ein Wort zu meiner finanziellen Situation. Ich brauche nur ein Wort, Herr, zur Rettung meiner Lieben. Ich brauche nur ein Wort, damit mein Körper gesund wird. Ich brauche kein Zeichen. Ich brauche kein Gefühl. Ein großer Glaube braucht nur ein Wort. Mehr brauche ich nicht. Ich brauche nur dein Wort.“

 

Ich kann Ihnen nicht sagen, wie oft ich nach dem Gottesdienst mit Menschen gesprochen habe, die mir eine theologische Frage gestellt haben und ich dachte: „Ehrlich gesagt habe ich jetzt keine 45 Minuten Zeit, um diese Frage zu beantworten.“ Manchmal würde es sogar länger dauern, um so eine Frage zu beantworten – eine gute Frage, eine tiefgründige Frage, manchmal eine sehr wohlüberlegte Frage. Aber ich hatte gerade eine Predigt hinter mir und musste nach Hause zu meiner Familie wie alle anderen auch. Und vielleicht wollten auch noch andere Leute mit mir reden oder wollten, dass ich für sie bete. Ich hatte in diesem Moment ehrlich gesagt keine 45 Minuten oder Stunde Zeit, um mich mit ihnen hinzusetzen und eine Bibelarbeit zu machen. Und deswegen sage ich dann oft: „Das ist eine großartige Frage, aber ich habe ehrlich gesagt gerade nicht die Zeit, um Ihnen eine zufriedenstellende Antwort zu geben. Aber ich habe schon einmal darüber gepredigt. Ich weiß, was wir machen.“ Und dann nehme ich einen Zettel, schreibe den Namen der Predigt oder Predigtreihe darauf und sage: „Gehen Sie damit zum Buchladen und geben Sie ihnen das.“ Dann setze ich meine Unterschrift darunter und schreibe: „Gebt bitte Soundso die Predigtreihe über das Sprachengebet“ oder was es auch ist. Und dann unterschreibe ich mit meinem Namen.

 

Und dann geht die Person zum Buchladen an die Kasse und sagt: „Geben Sie mir bitte die-und-die Predigt zu dem-und-dem Thema.“ Der Mitarbeiter an der Kasse hat sicher schon manchmal gefragt: „Wie bitte? Ich soll Ihnen die einfach geben?“ – „Ja. Pastor Bayless hat das gesagt. Er hat es mir versprochen. Hier steht es.“ Und dann bekommt derjenige diese Predigt.

 

Ob wir Heilung brauchen oder worum es auch gehen mag – wir müssen nur sagen: „Gott hat es gesagt. Ich habe sein Wort. Mehr Beweise brauche ich nicht.“ Und dann zeigen wir auf 1. Petrus 2,24: „Durch seine Wunden sind wir geheilt.“ Oder: „Wenn zwei von euch auf der Erde übereinkommen, irgendeine Sache zu erbitten, so wird sie ihnen von meinem Vater im Himmel gegeben werden. Was wir bitten, wird geschehen. Das ist mein Beweis – Matthäus 18,19.“

 

Wenn ich mich mies fühle und der Teufel mich mit Verdammnis überhäuft, weil ich versagt habe, obwohl ich Gott meine Sünden bekannt habe, dann kann ich sagen: „Vielleicht habe ich nicht das Gefühl, dass mir vergeben ist, aber mir ist vergeben. Das kostbare Blut Jesu hat mich reingewaschen. In 1. Johannes 1,9 steht: Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht und vergibt uns unsere Schuld und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. Das ist mein Beweis. Er ist mit dem Blut Jesu unterzeichnet.“ Mehr Beweise brauche ich nicht. Ich brauche keine Gefühle. Einem großen Glauben genügt Gottes Wort als Beweis.

 

Schlagen wir gemeinsam Matthäus 15 auf. Das zweite Merkmal eines großen Glaubens ist, dass er hartnäckig ist. Er gibt nicht auf. In Matthäus 15, ab Vers 21 heißt es:

 

„Und Jesus ging von dort weg und zog sich in die Gegenden von Tyrus und Sidon zurück; und siehe, eine kanaanäische Frau, die aus jenem Gebiet herkam, schrie und sprach: Erbarme dich meiner, Herr, Sohn Davids! Meine Tochter ist schlimm besessen.

Er aber antwortete ihr nicht ein Wort.

Und seine Jünger traten hinzu und baten ihn und sprachen: Entlass sie! Denn sie schreit hinter uns her.

Er aber antwortete und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.

Sie aber kam und warf sich vor ihm nieder und sprach: Herr, hilf mir!

Er antwortete und sprach: Es ist nicht schön, das Brot der Kinder zu nehmen und den Hunden hinzuwerfen.

Sie aber sprach: Ja, Herr; doch es essen ja auch die Hunde von den Krumen, die von dem Tisch ihrer Herren fallen.

Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: Frau, dein Glaube ist groß. Dir geschehe, wie du willst! Und ihre Tochter war geheilt von jener Stunde an.“

 

Jesus sagte, sie habe einen großen Glauben.

 

Interessant. Die Menschen, über die Jesus sagte, dass sie einen großen Glauben hatten, gehörten beide nicht zu der „Gemeinschaft der Gläubigen“. Es waren keine Juden. Manchmal trifft man jemanden, der nicht einen Haufen religiöses Denken aufarbeiten muss und Gott deswegen sehr schnell vertraut. Oder manchmal brauchen die Leute, die viel falsches religiöses Denken im Kopf haben, etwas länger, um die Gnade zu begreifen, die uns umsonst angeboten wird. Jesus sagte, dass diese Frau einen großen Glauben hatte.

 

Ein großer Glaube gibt nicht auf, wenn es so wirkt, als würde der Himmel schweigen. Die Frau ruft: „Herr, meine Tochter! Hilf mir!“ Doch da steht: „Er antwortete ihr nicht ein Wort.“ Sie wusste, dass Jesus es konnte. Und sie gab nicht auf, bis sie ihr Wunder bekam.

 

Unsere Tochter Rebecca ist jetzt 31 Jahre alt. Ich erinnere mich oft daran, wie sie als kleines Mädchen war. Sie akzeptierte nie ein „Nein“. Es war der Wahnsinn. Ich war mit etwas beschäftigt und sie sagte: „Papa?“ Ich gab keine Antwort. „Papa? Papa? Papa?“ – „Okay, Rebecca, was?“ – „Papa, du musst das-und-das machen.“ – „Schatz, Papa ist müde. Ich will das jetzt nicht machen.“ – „Bitte, Papa. Bitte. Papa, bitte!“ – „Becky, Schatz, nicht jetzt.“ – „Och bitte, Papa. Bitte!“ Und irgendwann sagte ich: „Na gut.“ Sie machte mich wahnsinnig. Sie war einfach unerbittlich.

 

Aber hören Sie: Bei Gott geht es nicht darum, seinen Widerwillen zu überwinden. Er will uns helfen. Manche geben einfach zu früh auf.

 

Es ist so, als würde man in ein Segelboot steigen und sagen: „Ich segle rüber nach Catalina Island.“ Und dann segelt man los. Man hisst alle Segel. Aber nach sechs, sieben Kilometern kommt auf einmal eine Flaute. Es geht nicht mehr weiter. Und dann sagt man: „Es funktioniert nicht“, packt den kleinen Motor aus, hängt ihn hinten an das Segelboot, wendet es und tuckert zurück in den Hafen.

 

Ich sage: Wenn eine Flaute kommt, bleiben Sie dran! Der Wind Gottes wird kommen. Er kommt und weht die Heilung zu Ihnen. Er treibt Ihre Familienmitglieder in die Familie Gottes hinein. Er bläst die Dinge, die Sie brauchen, zu Ihnen hin. Der Wind des Geistes kommt. Geben Sie nicht auf. Ein großer Glaube ist hartnäckig.

 

Die Frau weigerte sich aufzugeben.

 

Manche Leute sagen: „Ich habe für mich beten lassen und es hat nicht funktioniert. Ich habe keine Antwort bekommen. Also habe ich aufgegeben.“ Ein großer Glaube gibt nicht auf. Schweigen ist kein Nein. Warten ist kein Nein. Wenn es aussieht, als würde der Himmel schweigen und als würden wir nicht weiterkommen, müssen wir aufstehen und Gott anbeten. Genau das tat auch diese Frau. Wenn es scheint, als würde es keinen Durchbruch geben und nichts funktioniert, dann heben Sie die Hände und loben Sie Gott. Das tat diese Frau.

 

Ich weiß, dass einige von Ihnen gerade eine schwere Zeit durchmachen. Und das Letzte, das Ihnen gerade in den Sinn kommt, ist Anbetung. Aber es ist das Wichtigste, das Sie in Ihrer Situation tun können.

 

Und die Frau sagte etwas. Sie betete Jesus an und sagte: „Herr, hilf mir.“ Vielleicht war es nur eine Erweiterung ihrer Bitte, aber vielleicht sagte sie auch: „Herr, hilf mir. Wenn ich irgendwie im Weg stehe, dann hilf mir. Wenn ich mich ändern muss, hilf mir. Hilf mir, dass ich tun kann, was ich tun muss, damit ich eine Antwort bekomme.“ Und er ist treu. Er ist treu.

 

Ich hatte einen Freund, der Prediger war. Er ist jetzt schon seit einigen Jahren im Himmel. Er war Pastor mehrerer kleiner Kirchen und machte seine Sache sehr gut. Die Kirchen blühten auf. Sie waren nicht sehr groß, aber es lief gut. Und er lebte immer im Pfarrhaus. Seine Familie war gut versorgt. Aber dann, sagte er, sprach Gott zu ihm. Und er erzählte: „Gott sagte mir, dass ich reisender Evangelist werden sollte. Aber ich wollte das nicht. Ich dachte: Was wird dann aus meiner Familie? Als Pastor einer Kirche habe ich Sicherheit. Wir haben ein Pfarrhaus. Ich habe ein kleines Einkommen, aber wir sind versorgt. Wie sollen wir zurechtkommen, wenn ich als Evangelist auf Reisen gehe?“ Das war vor vielen Jahren im Mittleren Westen. Er dachte: „Wie soll ich die Kleider und die Ausbildung meiner Kinder bezahlen? Wie die Miete? Als Pastor gehört das Pfarrhaus dazu, aber was soll ich nun machen?“ Doch er gehorchte Gott.

 

Er arbeitete ein Jahr lang auf der Straße und lebte praktisch von der Hand in den Mund. In den Versammlungen hatten sie große geistliche Erfolge, aber seine Kinder hatten keine neuen Kleider. Sie waren mit der Miete im Rückstand. Sie hatten einfach nicht genug. Er fing an, darüber zu beten und las Jesaja 1,19, wo Gott sagt: „Seid ihr willig und gehorsam, so sollt ihr das Gute des Landes essen.“ Er sagte: „Als ich diesen Vers las – Seid ihr willig und gehorsam, so sollt ihr das Gute des Landes essen – sagte ich zu Gott: Herr, du sagst hier nicht die Wahrheit. Denn ich habe das getan und esse nicht das Gute des Landes. Und wenn ich Gutes essen kann, dann kann ich auch Gutes tragen, Gutes fahren und gut leben.“ Er war nicht habgierig. Er sagte nur: „Herr, ich weiß, dass du mich versorgen kannst. Aber du hast deinen Teil der Abmachung nicht eingehalten.“

 

„Und dann“, sagte er, „sprach der Herr zu mir. Er sagte: Lies es noch einmal.“ Also las er es noch einmal. Da sagte der Herr zu ihm: „Da steht: Seid ihr willig und gehorsam …. Ja, du warst gehorsam. Aber du hast es nicht gern getan. Du hast mir gehorcht, aber nur widerwillig.“ Er sagte: „Es dauert nicht lange, damit sich ein Mensch ändert. Innerhalb eines Augenblicks hatte ich meine Einstellung geändert und sagte: Herr, du hast Recht. Ich bin willig. Ich will. Ich bin willig.“ Er änderte seine Einstellung. Und beinahe sofort, sagte er, gingen unerwartete Türen des Segens auf und es strömten mehr materielle Dinge in sein Leben, so dass er seine Familie versorgen konnte.

 

Manchmal vertrauen wir Gott, aber es scheint, als würde der Himmel schweigen. Wir kommen keinen Schritt voran. Selbst die Jünger machten der Frau keinen Mut. Sie sagten: „Herr, kannst du sie nicht loswerden?“ Wenn man die Stellen anschaut, an denen diese Geschichte erzählt wird, sieht man, dass sie eigentlich eine Pause machen wollten. Und nun ruinierte diese Frau ihren Urlaub. Also versuchten sie, sie loszuwerden. Und Jesus beleidigt sie sogar: „Es ist nicht richtig, das Brot der Kinder zu nehmen und den Hunden hinzuwerfen.“ Er meinte damit die göttliche Ordnung. Zuerst war er zu den Juden gekommen und dann zu den Heiden. Es gab vieles, von dem sie sich hätte entmutigen lassen können. Aber sie lobte ihn und sagte: „Herr, hilf mir.“

 

Wenn Sie nicht weiterkommen und keine Antworten erhalten, dann beten Sie an. Und sagen Sie: „Herr, hilf mir. Muss ich etwas ändern? Etwas anders machen?“ Wenn er es Ihnen zeigt, dann tun Sie es; wenn nicht, bleiben Sie einfach standhaft. Er ist treu, und ein großer Glaube ist hartnäckig.

 

Das dritte Merkmal eines großen Glaubens ist, dass er selbstlos ist. Beide, sowohl der Hauptmann als auch die Frau, gebrauchten ihren Glauben für andere. Das ist wichtig. Ein großer Glaube tritt für andere vor Gott. Wir müssen über unsere persönlichen Bedürfnisse und Wünsche hinausschauen und unsere geistlichen Möglichkeiten für andere nutzen.

 

Bevor ich zum vierten Merkmal eines großen Glaubens komme, will ich noch einmal zum ersten Punkt zurückgehen, dass ein großer Glaube sich allein auf das Wort Gottes stützt. Gehen wir zu Römer 4. Ich will das noch einmal betonen, bevor wir zum vierten Merkmal kommen, weil es hier im vierten Kapitel des Römerbriefes so deutlich geschrieben steht. Paulus spricht über Abraham und seinen Glauben und wie Gott Abraham und seiner Frau Sarah versprochen hat, dass sie noch in ihrem hohen Alter ein Kind bekommen werden. Vorher steht in diesem Kapitel, dass wir in den Fußstapfen unseres Vaters Abraham wandeln sollen. Er ist unser Vorbild darin, wie wir Gott in unmöglichen Situationen vertrauen sollen.

 

Und ich möchte Sie um etwas bitten. Ich werde von Vers 13 bis zu Vers 21 lesen. Und Sie sollen dabei zwei Dinge tun. Erstens: Unterstreichen Sie jede Stelle, an der „Glaube“ oder „glauben“ steht oder gemeint ist. Nur in diesen Versen. Unterstreichen Sie die Wörter „Glaube“ und „glauben“, oder wenn „glauben“ gemeint ist. Und dann kreisen Sie noch das Wort „Verheißung“ ein, wenn es genannt oder darauf Bezug genommen wird. Markieren Sie also zwei Dinge – „Glauben“ und „Verheißung“ – jedes Mal, wenn sie genannt werden oder wenn darauf Bezug genommen wird.

 

Ich möchte, dass Sie etwas erkennen. Es geht um Abraham, dessen Glauben wir nachahmen sollen. Wir lesen ab Vers 12. Da heißt es:

 

„Denn nicht durchs Gesetz wurde Abraham oder seiner Nachkommenschaft die Verheißung zuteil, dass er der Welt Erbe sein sollte, sondern durch Glaubensgerechtigkeit. Wenn nämlich die vom Gesetz Erben sind, so ist der Glaube zunichte gemacht und die Verheißung aufgehoben. Denn das Gesetz bewirkt Zorn; aber wo kein Gesetz ist, da ist auch keine Übertretung.

Darum ist es aus Glauben, dass es nach Gnade gehe, damit die Verheißung der ganzen Nachkommenschaft sicher sei, nicht allein der vom Gesetz, sondern auch der vom Glauben Abrahams, der unser aller Vater ist – wie geschrieben steht: Ich habe dich zum Vater vieler Nationen gesetzt …“ Das ist die Verheißung, die geschrieben steht.

„… wie geschrieben steht: Ich habe dich zum Vater vieler Nationen gesetzt –, vor dem Gott, dem er glaubte, der die Toten lebendig macht und das Nichtseiende ruft, wie wenn es da wäre; der gegen Hoffnung auf Hoffnung hin geglaubt hat, damit er ein Vater vieler Nationen werde, nach dem, was gesagt ist“ – das ist die Verheißung –

„So soll deine Nachkommenschaft sein. Und nicht schwach im Glauben, sah er seinen eigenen, schon erstorbenen Leib an, da er fast hundert Jahre alt war, und das Absterben des Mutterleibes der Sarah und zweifelte nicht durch Unglauben an der Verheißung Gottes, sondern wurde gestärkt im Glauben, weil er Gott die Ehre gab. Und er war völlig gewiss“ – eine andere Art zu sagen, dass er glaubte – „dass er, was er verheißen habe, auch zu tun vermöge.“

 

Ich weiß nicht, ob Sie es unterstrichen haben, aber in diesen Versen kommt das Wort „Glauben“ neun Mal vor. Und die Verheißung wird sieben Mal erwähnt oder darauf Bezug genommen.

 

Ohne Verheißungen gibt es keinen Glauben. Glaube basiert auf Verheißungen. Das lesen wir in Vers 18. Da steht: „Abraham glaubte nach dem, was gesagt ist.“ Die Verheißung.

 

Kommen wir zum vierten Merkmal. Das vierte Kennzeichen eines großen Glaubens ist, dass er Gott im Voraus lobt. Gehen wir noch einmal zu Vers 19. Da heißt es:

 

„Und nicht schwach im Glauben, sah er seinen eigenen, schon erstorbenen Leib an, da er fast hundert Jahre alt war, und das Absterben des Mutterleibes der Sarah und zweifelte nicht durch Unglauben an der Verheißung Gottes, sondern wurde gestärkt im Glauben, weil er Gott die Ehre gab.“

 

Ein starker Glaube ist das gleiche wie ein großer Glaube. „Er wurde gestärkt im Glauben, weil er Gott die Ehre gab.“ In der „Amplified Bible“ heißt es: „Er wurde stark durch seinen Glauben, als er Gott Lob und Ehre gab.“ Und in der „Living Bible“ steht: „Er lobte Gott für den Segen, bevor er ihn bekommen hatte.“

 

Ich freue mich, dass Sie heute dabei waren. Und wir sind noch nicht fertig. Schalten Sie auch nächstes Mal wieder ein. Dann geht es mit unserer Serie über sieben Arten des Glaubens weiter. Es wird aufschlussreich, herausfordernd und ermutigend.

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