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Bin ich bereit für Neues? 1/4

Wir können uns darum bemühen, die Art wie wir denken und handeln aus uns heraus zu verändern. Doch genauso wie bei Neujahrsvorsätzen werden diese Änderungen nicht lange halten. Nur Gott schafft nachhaltige Veränderung!

In dieser Predigt spricht Bayless Conley von Gottes Leidenschaft, uns von innen heraus erneuern zu wollen. Du erfährst, dass Gottes Neuschöpfung in dir mit dem Geschenk des neuen Lebens beginnt, gefolgt von einem veränderten Denken und erneuerten Körper.

Stell Gott dein Leben zur Verfügung. Finde Frieden in deinen Gedanken. Lass dich ermutigen, deinen Lebensstil, deinen Umgangston und deine Beziehungen zu verändern.

Dies ist der erste Teil der Predigt, den zweiten Teil findest du hier …

Predigtmanuskript

Hallo und herzlich willkommen zu unserer Sendung. Heute beginnen wir mit einer Predigtreihe mit dem Titel „Bin ich bereit für Neues? Veränderung ist möglich“. Wenn ich mit Christen in meiner Gemeinde und weltweit spreche, stelle ich oft fest, dass viele nicht verstanden haben, dass echte Veränderung tatsächlich möglich ist. Jesus hat durch Seine rettende Tat am Kreuz mehr getan als vielen bewusst ist. Nehmen wir die Bibel, beschäftigen wir uns mit Gottes Wort und entdecken wir, wie echte Veränderung möglich wird. In Psalm 8 fragt der Psalmist: „Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst?“ Das ist eine gute Frage. Was ist der Mensch? Nun, der Mensch ist definitiv ewig und geschaffen als Ebenbild Gottes. Um das umfassender zu beantworten, schauen wir uns 1. Thessalonicher, Kapitel 5 an. Schlagen Sie das doch mit mir auf. Was ist der Mensch? Ich hoffe, Sie lesen gern in Ihrer Bibel. Wir werden heute nämlich viele Verse betrachten. 1. Thessalonicher, Kapitel 5, Vers 23. Das ist ein Gebet, ein Wunsch. Da steht: 1. Thessalonicher 5:23 „Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch völlig; und vollständig möge euer Geist und Seele und Leib untadelig bewahrt werden bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus!“ Möge euer Geist, Seele und Leib untadelig bewahrt werden, bis unser Herr Jesus Christus wiederkommt. „Untadelig“ bedeutet „unversehrt“ und „unbeeinträchtigt“. Freunde, Sie sind Geist, Sie haben eine Seele und Sie leben in einem Körper. Was ist der Mensch? Der Mensch ist ein dreieiniges Wesen. Er ist mehr als das, was man mit bloßem Auge sieht. Sie sehen mich hier stehen. Ich habe mein gutes blaues Hemd an. Wenn ich die Ärmel hochkremple und die Kamera ranzoomt, sehen Sie die Sommersprossen auf meinen Armen. Keine Ahnung, warum ich die habe, aber ich habe sie. Aber die Wahrheit ist: Sie können mich nicht sehen. Sie sehen mein blaues Hemd oder vielleicht meine Sommersprossen oder meine braunen Augen, aber Sie sehen nicht mich. Das ist nur meine Hülle. Ich bin Geist. Durch diese Fenster schaue ich nach draußen. Ich bin nicht der Körper, in dem ich lebe. Der ist nur eine Hülle. Sie sind nicht Ihr Körper. Er ist nur Ihre Hülle. Ihr Gewissen ist die Stimme Ihres Geistes. Die Vernunft ist die Stimme Ihrer Seele. Empfindungen sind die Stimme Ihres Körpers. Als Adam im Garten Eden sündigte, hatte das Folgen für alle drei Bereiche: Körper, Geist und Seele. Und die Erlösung durch Jesus Christus verändert uns grundlegend in Körper, Geist und Seele. Jesus starb, um den ganzen Menschen ganz zu erneuern. Schlagen Sie mit mir kurz Jesaja im Kapitel 53 auf. Jesaja 53 betrachten viele als das große Erlösungskapitel des Alten Testaments. Hier ist von dem Opfer die Rede, das Jesus brachte, als Er am Kreuz starb. Hunderte von Jahren, bevor es geschah, wurde schon aufgeschrieben, warum dieser Opfertod sein musste und was Sein Leiden bewirkte. In Jesaja 53, ab Vers 5, steht über den stellvertretenden Tod von Jesus: Jesaja 53:5 „Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.“ Hier ist von einer dreifachen Rettung die Rede. „Er wurde für unsere Vergehen durchbohrt und wegen unserer Sünden zerschlagen.“ Das bezieht sich auf das, was durch Adams Sünde mit unserem Geist geschah. Es bezieht sich auf die Erbsünde, die dadurch auf den Menschen kam. „Die Strafe für unseren Frieden lag auf ihm“ - also das, was notwendig war, damit wir Frieden bekommen. Hier geht es um unsere Seele. „Durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.“ Hier geht es um den Körper. Ganzheitliche Erneuerung für den ganzen Menschen. Ich möchte heute über die Erneuerung des Geistes sprechen. Schlagen Sie doch mit mir 1. Mose, Kapitel 1 auf. 1. Mose, das allererste Kapitel, ab Vers 26. 1. Mose 1:26-27 „Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen in unserm Bild, uns ähnlich! Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alle kriechenden Tiere, die auf der Erde kriechen! Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie.“ Gott schuf den Menschen nach Seinem Bild, Ihm ähnlich. Haben Sie gewusst, dass das Geschlechtsregister in Lukas 3 bei Jesus beginnt und dann zurückgeführt wird bis auf Adam? Sie wissen schon: Soundso war der Sohn von Soundso und der war der Sohn von Soundso. Und als Allerletztes steht da: „Und Adam war der Sohn Gottes.“ Kennen Sie die Geschichte, als Jesus in Johannes 4 mit der Frau aus Samaria spricht? Die Frau fängt an Fragen zu stellen: „Die Juden sagen, man soll Gott in Jerusalem anbeten. Wir sagen, man soll auf diesen Berg gehen. Was sagst denn du dazu?“ Und Jesus antwortet ihr darauf: „Gott ist Geist, und die, die ihn anbeten, sollen ihn in der Wahrheit und im Geist anbeten.“ Wenn Gott Geist ist und der Mensch nach dem Bild Gottes geschaffen wurde, dann ist auch der Mensch Geist. Gott ist Geist und wir sind nach Seinem Vorbild geschaffen. Lesen Sie mit mir 1. Mose 2:7 „… da bildete Gott, der Herr, den Menschen, aus Staub vom Erdboden und hauchte in seine Nase Atem des Lebens; so wurde der Mensch eine lebende Seele.“ Unser Körper ist aus dem Staub der Erde gemacht. Wenn wir sterben, wird unser Körper wieder zu Erde. Aber wenn wir physisch sterben, hören wir nicht auf zu existieren. Gottes Geist ist ewig und Ihrer auch. Sie mögen Ihre Hülle verlassen, aber Sie werden nicht aufhören zu leben. Lange nachdem die Sterne vom Himmel gefallen sind und das Universum zusammengerollt und zusammengefaltet ist, werden Sie irgendwo in der Ewigkeit noch da sein. Sie sind nach dem Bild Gottes geschaffen. Gott hauchte den Körper an, den Er aus Erde geformt hatte und der Mensch wurde ein lebendiges Wesen. Gott blies den Geist in diesen Körper und der machte den Körper lebendig. Im Jakobusbrief steht: „Wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.“ Wenn man den Geist aus dem Körper nimmt, stirbt der Körper. Aber das Wesen, das im Körper war, das wahre Ich, das ewige Ich, das ändert nur seinen Standort. Sie gehen in die Ewigkeit und Sie werden die Ewigkeit irgendwo verbringen. Sie hören nicht auf zu existieren. Sie werden nicht einfach verschwinden und aufhören zu denken. Ewig. Spannender Gedanke, wenn man sich das mal genau überlegt. Gott schuf also Mann und Frau nach Seinem Bild als geistliche Wesen, steckte sie in einen Körper und stellte sie in einen wunderschönen Garten, der ihr Zuhause sein sollte. Aber dann geschah etwas. Kapitel 2, ab Vers 15: 1. Mose 2:15-17 „Und Gott, der Herr, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und ihn zu bewahren.“ - Er sollte darin arbeiten und ihn beschützen. - „Und Gott, der Herr, gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du essen; aber vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon darfst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du sterben!“ Ganz schön heftig, oder? Der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. Gott sagt ihnen praktisch: „Das erkläre ich zu meinem alleinigen Recht. Ich sage, was Gut und Böse ist, was Richtig und Falsch, was Sünde und was nicht. So lange ihr euch unter meine Herrschaft unterordnet, ist alles in Ordnung. Dieser eine Bereich ist als einziger tabu. Alles andere im Garten, der Baum des Lebens und alles andere, gehört dir, Adam. Ich gebe dir die Herrschaft und die Gewalt über alles. Nur diesen einen Bereich nicht. Und wenn du diese Regel verletzt, wirst du sterben.“ Wir alle kennen die Geschichte. Aber ich will sie trotzdem noch einmal lesen. 1. Mose 3, ab Vers 1. Übrigens: Als Gott Adam diese ganzen Anweisungen gab, war Eva noch nicht geschaffen. Nirgends in der Bibel steht, dass Gott das alles zu Eva gesagt hätte. Wie es aussieht, war Adam dafür verantwortlich, das alles an seine Frau weiterzugeben. Und wenn wir weiter lesen, sehen wir, dass er das wohl nicht ganz richtig gemacht hat. Im Neuen Testament steht, Eva wurde getäuscht. Aber Adam wurde nicht getäuscht. Er ging mit offenen Augen in das Ganze hinein. Er wusste, was er tat. Nur Eva wurde getäuscht. Kapitel 3, ab Vers 1: 1. Mose 3:1-3 „Und die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott, der Herr, gemacht hatte; und sie sprach zu der Frau: Hat Gott wirklich gesagt: Von allen Bäumen des Gartens dürft ihr nicht essen? Da sagte die Frau zur Schlange: Von den Früchten der Bäume des Gartens essen wir; aber von den Früchten des Baumes, der in der Mitte des Gartens steht, hat Gott gesagt: Ihr sollt nicht davon essen und sollt sie nicht berühren, damit ihr nicht sterbt!“ Sekunde! Gott hatte nichts über das Anfassen gesagt. Woher hatte sie diese Information? Ich habe keine Ahnung. Vielleicht hatte Adam gesagt: „Schau, Eva, siehst du den Baum da drüben? Halt dich von ihm fern. Fass ihn nicht einmal an. Wenn du ihn anfasst, wirst du sterben.“ Klarer Fall von Fehlkommunikation. Das ganze Leid der Menschheit fing im Garten Eden damit an, dass der Mann Kommunikationsprobleme hatte. Und alle Frauen sagen jetzt: „O ja.“ Autsch, autsch, autsch! Vers 4 „Da sagte die Schlange zur Frau: Keineswegs werdet ihr sterben!“ Das widerspricht genau dem, was Gott gesagt hatte. Gott sagte: „Wenn ihr davon esst, werdet ihr sterben.“ Die Schlange sagte: „Ihr werdet nicht sterben.“ Der Teufel ist der Vater der Lüge. Weiter ab Vers 5-6 „Sondern Gott weiß, dass an dem Tag, da ihr davon esst, eure Augen aufgetan werden und ihr sein werdet wie Gott, erkennend Gutes und Böses. Und die Frau sah, dass der Baum gut zur Speise und dass er eine Lust für die Augen und dass der Baum begehrenswert war, Einsicht zu geben; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab auch ihrem Mann bei ihr, und er aß.“ Adam stand also mit offenen Augen daneben. Er wusste, was da geschah. Aber er tat nichts dagegen. Gott stellte ihn in den Garten, um darin zu arbeiten und ihn zu schützen. Und er tat es nicht. Er beschützte weder seine Frau noch sein Zuhause. Er ließ den Feind herein. Adam lehnte sich ganz bewusst auf. Ab Vers 7-9 „Da wurden ihrer beider Augen aufgetan, und sie erkannten, dass sie nackt waren; und sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze. Und sie hörten die Stimme Gottes, des Herrn, der im Garten wandelte bei der Kühle des Tages. Da versteckten sich der Mensch und seine Frau vor dem Angesicht Gottes, des Herrn, mitten zwischen den Bäumen des Gartens. Und Gott, der Herr, rief den Menschen und sprach zu ihm: Wo bist du?“ Und da sagte Adam: „Ich habe dich gehört, und ich hatte Angst, deswegen haben wir uns versteckt.“ Interessant, oder? Gott fragt: „Wo bist du?“ Gott hatte es sich anscheinend angewöhnt, in der Kühle des Tages mit ihnen spazieren zu gehen. So hatte Gott sich das gedacht. Das war Gottes Familie. Adam war Gottes Sohn. Sie versteckten sich und Gott fragte: „Adam, wo bist du?“ Wer von Ihnen glaubt, dass Gott sie zwischen den Bäumen sehen konnte? Ich weiß noch, wie es war, als unsere Kinder klein waren und wir Verstecken gespielt haben. Oder heute mit unseren Enkeln. Sie rennen los und verstecken sich hinter dem Vorhang. Ich sehe ihre Füße unter dem Vorhang und frage: „Wo ist Rebekka?“ Und Rebekka steht hinter dem Vorhang und hält ihn fest und man sieht, wie er wackelt. Man hört sie kichern und sieht, wie sich ihre Füße bewegen. Und ich frage: „Janet, siehst du Rebekka irgendwo?“ „Nein, ich frage mich, wo sie steckt!“ Aber natürlich wissen wir, wo sie ist. Und natürlich wusste Gott, wo Adam war. Gott fragte Adam zuliebe. „Adam, wo bist du geistlich? Ist dir klar, was passiert ist?“ In Kapitel 2:17 sagt Gott: „An dem Tag, da du davon isst, musst du sterben.“ Beim Weiterlesen stellen wir aber fest, dass sie an diesem Tag nicht starben. Adam und Eva lebten noch mehrere Hundert Jahre lang. Hatte Gott unrecht? Hat Gott gelogen? Nein, das hat Er nicht. Im Originaltext steht, wie Gott sagte: „Wenn du beschließt, das zu tun, wirst du an dem Tag sterbend sterben.“ Das Wort „sterben“ steht zwei Mal da. „Adam, du wirst zweifach sterben.“ Im Hebräischen heißt es: „Du wirst sterbend sterben.“ Adam starb an diesem Tag. Er starb geistlich. Das bedeutet nicht, dass er aufhörte zu existieren. Als Ebenbild Gottes war Adam ein ewiges Wesen. Aber nun war er von Gott getrennt. Er war von der Beziehung zu Gott abgeschnitten. Die Sünde hatte seinen Geist, sein wahres Ich, beschmutzt. In seinem Inneren wurde es finster. Er war tot für Gott. Er war tot für eine Beziehung mit Gott. Und als Folge davon starb er auch physisch. Das hatte Gott ursprünglich nicht eingeplant. Manche fragen: „Warum sind wir traurig, wenn ein Christ stirbt und in den Himmel kommt? Eigentlich sollten wir uns doch freuen. Aber trotzdem ist es schwer für uns. Warum?“ Weil es ursprünglich nicht so geplant war. Etwas in uns rebelliert gegen den Gedanken an den Tod. Die Bibel sagt, er sei der letzte Feind. Tief drin in unserer DNA spüren wir, dass es nicht so geplant war. Deswegen wehren wir uns gegen den Tod und wollen ihn wegschieben. Adam starb geistlich. Er wurde von einem Leben mit Gott getrennt und von Gott abgeschnitten. Es wurde dunkel in seinem Inneren. Es geschah. Sterbend starb er. Aber was hat das mit uns zu tun? Alles! Schauen Sie doch mit mir in das Neue Testament. Römerbrief, Kapitel 5. Von Adam und Eva stammen alle Menschen ab. Sie sind die Urahnen des Menschen.  Mit ihnen fing alles an. Von ihnen ging alles aus. Schlagen wir den Römerbrief in Kapitel 5 auf, Vers 12. Hier geht es um Adam. Römer 5:12. Da steht: Römer 5:12 „Darum, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und so der Tod zu allen Menschen durchgedrungen ist, weil sie alle gesündigt haben.“ Mit diesem Tod ist der geistliche Tod gemeint und als Folge davon irgendwann einmal der physische Tod. Dieser Tod hat sich auf alle Menschen ausgebreitet. Als Urahnen des Menschen haben Adam und Eva die gesamte Schöpfung mitgerissen. Und das ist nicht alles. Wir haben nicht nur eine schlechte Ausgangslage, weil wir von Anfang an keinen reinen Geist hatten. Wir haben auch selbst Entscheidungen getroffen und gesündigt. Bevor ich Christ wurde, war mir sehr bewusst, dass etwas in mir sehr schlecht ist. Und ich wusste, dass ich das von mir aus nicht ändern konnte, so sehr ich das auch versuchte. Bei mir drückte sich das dann so aus, dass ich von Zeit zu Zeit etwas wegwarf. Das sollte symbolisch für einen Neuanfang stehen.  Einmal habe ich mein ganzes Drogenzubehör weggeworfen. Oder ein altes Paar Turnschuhe. Ich habe sie weggeworfen und mir gesagt: „Ich fange ein neues Kapitel an. Ich bin ein neuer Bayless.“ Das hielt dann immer eine Zeit lang an, manchmal ein paar Stunden, manchmal ein paar Tage. Ich glaube, einmal war es sogar eine Woche. Aber das Kernproblem war damit nie gelöst. Vielleicht, nein, nicht nur vielleicht, sondern ganz sicher gibt es sehr viele Menschen auf dieser Welt, die mehr Willenskraft haben als ich. Sie ändern ihr Leben und schlagen ein neues Kapitel auf. Sie werfen das Alte weg und schaffen es durch reine Willenskraft, das wirklich durchzuziehen. Aber das Problem ist damit trotzdem nicht gelöst. Die große Leere in ihrem Inneren ist immer noch da. Das Kernproblem ist noch da. In Vers 12 haben wir gelesen: „Der Tod ist zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben.“ Römer 3:9-10 „Was nun? Haben wir einen Vorzug? Durchaus nicht!“ Römer 3, Vers 9. „Denn wir haben sowohl Juden als auch Griechen vorher beschuldigt, …“ Mit „Griechen“ sind hier alle gemeint, die keine Juden sind. „… wir haben sowohl Juden als auch Griechen vorher beschuldigt, dass sie alle unter der Sünde seien, wie geschrieben steht: Da ist kein Gerechter, auch nicht einer.“ Und unten in Vers 19: „Wir wissen aber, dass alles, was das Gesetz sagt, es denen sagt, die unter dem Gesetz sind, damit jeder Mund verstopft werde und die ganze Welt dem Gericht Gottes verfallen sei.“ Es ist einfach eine Tatsache, dass die ganze Welt vor Gott schuldig ist. Die ganze Welt ist durch die Sünde beschmutzt. Vers 23: Vers 23 „Denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes.“ Alle! Aber es gibt gute Nachrichten! In Römer 3:23 steht: „Denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes.“ Und es geht noch weiter. Lesen wir Vers 24 „… und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist.“ Gerechtfertigt bedeutet gerecht gemacht. Das meint unseren Geist. Ja, wir sind alle schuldig. Ja, der geistliche Tod hat sich auf alle Menschen ausgebreitet. Ja, die Menschheit war von Gott getrennt. Aber Gott sei ewig Dank für das, was Jesus vollbracht hat! Wenn ich das für mich annehme, bin ich gerechtfertigt. Mein Geist wird gerechtfertigt. Ich kann zu Gott kommen, und zwar gratis. Ich kann nichts tun. Ich kann nichts hinzufügen. Ich werde umsonst freigesprochen. Die Kirche ist kein Club, dem man beitreten kann. Sie ist die Gemeinschaft von Menschen mit einem erneuerten, gerechtfertigten Geist. Wer das nicht hat, kann zwar in einer Kirche sitzen, ist aber nicht Teil der Kirche. Er kann in einer Kirche sitzen, aber er gehört nicht zur Gemeinschaft der Christen. Mit Ihrem Geist muss etwas geschehen. Schlagen Sie mit mir Johannes 3 auf. Hören Sie auf die Worte von Jesus. Nikodemus, ein jüdischer Führer, kommt in der Nacht zu Ihm. Er stellt Jesus ein paar Fragen. Wir lesen ab Vers 3. Johannes 3:3 „Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ Es ist also nicht optional. Jesus sagt: „Man muss von Neuem geboren werden.“ Jetzt fragen Sie sich: „Was bedeutet das?“ Genau das dachte Nikodemus auch. Vers 4 „Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er etwa zum zweiten Mal in den Leib seiner Mutter hineingehen und geboren werden?“ Also ungefähr: „Was zum Kuckuck soll das heißen?“ Vers 5-6 „Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes hineingehen. Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, ist Geist.“ Wir haben hier in diesem Text zweimal das Wort „Geist“, aber es steht für zwei unterschiedliche Dinge. Zwei unterschiedliche Geister, wenn Sie so wollen. Der Geist, aus dem man geboren wird, ist der Heilige Geist. Und das, was aus dem Heiligen Geist geboren wird, ist der menschliche Geist. Wenn Jesus sagt: „Ihr müsst von Neuem geboren werden“, meint Er damit den Geist eines Menschen. Ihr müsst. Und wenn ein Mensch Jesus Christus annimmt, dann schwebt der Heilige Geist über ihm, so, wie der Geist Gottes über den Wassern schwebte und wartete, bis Gott sagte: „Es werde Licht.“ Als Gott das Wort „Licht“ sprach, da kam plötzlich Licht in die Dunkelheit. Der Heilige Geist hatte es geschaffen. Der Heilige Geist ist auch hier und schwebt über uns. Und wenn jemand sagt: „Jesus, ich glaube, dass Gott Dich von den Toten auferweckt hat und ich nehme Dich als meinen Herrn an“ und das wirklich ernst meint, dann wird er neu geschaffen. Der Geist dieser Person wird neu geboren. Und zwar nicht nur symbolisch, sondern tatsächlich. Lesen wir weiter. Vers 7-8 „Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von neuem geboren werden. Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen, aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht; so ist jeder, der aus dem Geist geboren ist.“ Wissen Sie, Wind hat etwas Geheimnisvolles. Letzte Woche war ich Golf spielen. Wir sind als Familie raus nach La Quinta gefahren, haben die Enkel mitgenommen und sind ein paar Tage dort geblieben. Und ein Freund aus der Kirche war auch da, Michael Wynn. Michael und ich gingen also Golf spielen. Die ersten neun Löcher liefen super. Es wehte kein Wind. Aber plötzlich, als hätte jemand einen Schalter umgelegt, fing der Wind mit 30, 40 Stundenkilometern an zu blasen. Manchmal fühlte es sich sogar nach noch mehr an. Und ständig drehte er sich. Da standen wir zum Beispiel am Tee und dachten: „Okay, das ist ein 200 Yard Par 3.“ Also nahmen wir einen bestimmten Schläger, weil wir wussten, dass der Wind von hinten kommt und den Ball tragen würde. Aber plötzlich drehte sich der Wind und blies genau von vorn. Also gingen wir zurück zu unserer Tasche und holten einen anderen Schläger. Dann drehte sich der Wind wieder und kam von der Seite. Es war zum Verrücktwerden! Das ist das Geheimnisvolle. Und plötzlich wurde alles still. Und auf einmal fing es wieder an. Ich wusste nicht, woher er kam. Ich wusste nicht, wo er hinging. Ich wusste nicht, was ihn verursachte. Aber ich sah die Wirkung. Ich konnte abschlagen und dachte, ich hätte genug Schwung und der Ball machte hui … biu. Oder ich schlug ab, der Wind kam von der Seite und blies meinen Ball von rechts nach links. Soll ich Ihnen etwas sagen? Auch die Neugeburt ist etwas Geheimnisvolles. Man kann sie nie vollständig erklären. Gott ist Gott. Wir werden nie begreifen, wie groß, wie wunderbar, wie hoch, wie tief und wie breit Er ist. Das ist genauso geheimnisvoll wie der Wind. Aber wissen Sie was? So, wie man die Wirkung des physischen Windes sieht, so sieht man auch die Auswirkungen, wenn der Heilige Geist in das Leben eines Menschen hinein bläst und diese Person von Neuem geboren wird. Die Sprache verändert sich. Der Lebensstil verändert sich. Die Beziehungen verändern sich. Alles beginnt sich zu verändern. Das nennt man Frucht. Und das ist das Ergebnis einer echten Bekehrung. Wenn diese Frucht nie zu sehen ist, wage ich zu fragen, ob die Bekehrung wirklich stattgefunden hat. Es ist wunderbar zu entdecken, dass Gott uns nicht wegen unserer Taten rettet. In der Bibel steht: „Aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“ Alles was ich tue, die guten Taten, das Dienen, das Helfen, das Geben, das alles macht mich nicht gerecht vor Gott. Sie sind die Antwort auf die Gerechtigkeit, die ich vor Gott durch Jesus Christus habe. Wenn es andersherum wäre, dann wäre Gott ein Tyrann, der immer mehr fordert. Sie könnten nie wissen, ob Sie genug getan haben. Und Sie wären nie gut genug. Aber Jesus ist gut genug. Er hat am Kreuz Sein Blut für Sie gegeben. Er hat für Ihre Rettung bezahlt, damit Sie Frucht und gute Werke hervorbringen können. Schalten Sie beim nächsten Mal wieder ein. Bis bald.  

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