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Die Suche nach Gott 1/2

Suchst du Gott? Der Bibel zufolge ist Gott derjenige, der sucht – und zwar dich. Entdecke, nach welchen Menschen er besonders Ausschau hält – zum Beispiel nach denen, die einfach sie selbst sind, nach denen, die verletzt worden sind oder nach denen, die noch keine Beziehung zu ihm haben. Wo auch immer du stehst, lasst dich heute von ihm finden!

Dies ist der erste Teil einer Predigt, den zweiten Teil findest du hier…

Predigtmanuskript

Wenn Sie auf der Suche nach Gott sind, dann sollten Sie die heutige Predigt unbedingt anschauen. Heute geht es nicht nur darum, wie man Gott findet, sondern auch um die Menschen, nach denen Gott sucht. Es gibt verschiedene Arten von Menschen, verschiedene Eigenschaften oder verschiedene Dinge, die Menschen tun, nach denen Gott überall auf der Welt sucht. Wollen Sie wissen, was für Menschen das sind? Bleiben Sie dran! Vielleicht haben Sie schon einmal von den klassischen Bibelversen gehört, in denen es um die Suche nach Gott geht. Zum Beispiel steht in 5. Mose 4:29: „Dann wirst du von dort aus den Herrn, deinen Gott, suchen. Und du wirst ihn finden, wenn du mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele nach ihm fragen wirst.“ Einer der letzten Ratschläge von König David an seinen Sohn Salomo war: „Wenn du ihn suchst, wird er sich von dir finden lassen.“ Im Buch der Psalmen spricht David davon, dass die jungen Löwen Hunger leiden, doch dass es denen, die nach Gott suchen, an nichts Gutem fehlen soll. Und im Hebräerbrief, Kapitel 11, Vers 6, steht, dass Gott die belohnen wird, die eifrig nach Ihm suchen. Über die Suche nach Gott wurden viele Bücher geschrieben und unzählige Predigten gehalten. Doch ich möchte Sie etwas fragen: Geht es wirklich um die Suche nach Gott oder nicht eher um einen suchenden Gott? Suchen wir nach Gott? Oder sucht nicht Gott eigentlich nach uns? In 1. Johannes 4:10 steht: „Hierin ist die Liebe: Nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als eine Sühnung für unsere Sünden.“ Er ist den ersten Schritt gegangen. Im gleichen Kapitel im Vers 19 steht: „Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.“ Gott ist der Auslöser. Ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht - wenn wir nach Ihm suchen, dann, weil Er den Anfang gemacht hat. Wenn Sie eine Bibel zur Hand haben, schlagen Sie mit mir das Johannesevangelium in Kapitel 1 auf. In Johannes 1:35 beginnt eine sehr interessante Geschichte. Da steht: Johannes 1:35-42 „Am folgenden Tag stand Johannes wieder da und zwei von seinen Jüngern; und hinblickend auf Jesus, der vorbeiging, spricht er: Siehe, das Lamm Gottes! Und es hörten ihn die zwei Jünger reden und folgten Jesus nach. Jesus aber wandte sich um und sah sie nachfolgen und spricht zu ihnen: Was sucht ihr? Sie aber sagten zu ihm: Rabbi - was übersetzt heißt: Lehrer -, wo hältst du dich auf? Er spricht zu ihnen: Kommt, und ihr werdet sehen! Sie kamen nun und sahen, wo er sich aufhielt, und blieben jenen Tag bei ihm. Es war um die zehnte Stunde. Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer von den zweien, die es von Johannes gehört hatten und ihm nachgefolgt waren. Dieser findet zuerst seinen eigenen Bruder Simon und spricht zu ihm: Wir haben den Messias gefunden - was übersetzt ist: Christus. Und er führte ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an und sprach: Du bist Simon, der Sohn des Johannes; du wirst Kephas heißen - was übersetzt wird: Stein.“ Es gab keine Vorstellung, aber Jesus kannte Petrus, als er zu Ihm kam. Diese Begegnung war von Gott geführt worden. Wir lesen, dass Andreas Simon zu Jesus brachte. Aber was meinen Sie, wer Petrus wirklich zu Jesus geführt hat? Wer hat hier wen gesucht? Andreas sagte zu Petrus: „Wir haben den Messias gefunden.“ Aber hat er den Messias gefunden oder hat der Messias ihn gefunden? Jesus kam genau in dem Moment vorbei, als Andreas, ein Mann, der später einer der zwölf Jünger werden würde, neben Johannes stand. Und Johannes sagte laut genug, dass Andreas es hören konnte: „Siehe, das Lamm Gottes.“ Und dann lud Jesus sie dorthin ein, wo Er wohnte. Freunde, das war alles geplant! Andreas sagte: „Wir haben den Messias gefunden.“ Aber in Wirklichkeit war das ganze Zusammentreffen sorgfältig von Gott geplant worden, um Andreas und den anderen Jünger, dessen Name nicht genannt wird, und auch Simon Petrus zu erreichen. Lesen Sie mit mir weiter ab Vers 43: Johannes 1:43-45 „Am folgenden Tag wollte er nach Galiläa aufbrechen, und er findet Philippus; und Jesus spricht zu ihm: Folge mir nach! Philippus aber war von Betsaida, aus der Stadt des Andreas und Petrus. Philippus findet den Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den gefunden, von dem Mose in dem Gesetz geschrieben hat und die Propheten, Jesus, den Sohn des Josef, von Nazareth.“ Philippus sagt zu Nathanael: „Wir haben Ihn gefunden.“ Aber am Anfang der Geschichte steht, Jesus habe Philippus gefunden! Und dann erzählt Philippus davon und sagt: „Wir haben Jesus gefunden.“ Nein, nein, Philippus. Jesus hat dich gefunden. In Johannes 6:44 sagt Jesus: „Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zieht.“ In Johannes 12:32 sagt Jesus: „Und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen.“ Gott zieht uns zu sich. Er macht den Anfang. Er zieht uns zu sich und versteckt sich, damit wir Ihn finden - so wie ich früher mit meinen Kindern Verstecken gespielt habe, als sie noch klein waren. Ich habe mich vor ihnen versteckt, aber nur damit sie mich finden konnten, denn ich wusste, dass sie einen Riesenspaß dabei haben würden. Jetzt tun Janet und ich das Gleiche mit unseren Enkeln. Wir verstecken uns zwar, aber wir verstecken uns an Orten, an denen sie uns ganz sicher finden werden. Und das Ganze ist ein großer Spaß für alle. Unsere Suche nach Gott muss auf dem Bewusstsein ruhen, dass Er den ersten Schritt schon gegangen ist. Sie sitzen heute in diesem Gottesdienst oder schauen oder hören diese Predigt im Fernsehen, Radio oder Internet - und ich heiße alle herzlich willkommen - weil Sie nach der Wahrheit und nach Gott suchen. Vielleicht suchen Sie nach einer tieferen Dimension von Gott. Vielleicht spüren Sie eine Leere, die Sie nicht mit anderen Dingen füllen konnten oder Sie spüren, dass in Ihrem Leben etwas fehlt. Vielleicht stellen Sie sich die großen Fragen des Lebens: Warum bin ich hier? Was passiert mit mir, wenn ich sterbe? Gibt es Dinge außerhalb der physisch erlebbaren Welt? Lieber Freund, soll ich Ihnen etwas sagen? Sie sitzen in Wirklichkeit hier, weil Gott Sie sucht. Gott sucht Sie! Ich möchte auf ein paar Dinge zu sprechen kommen, die Gott der Bibel zufolge ganz konkret sucht. Die Bibel spricht von ganz bestimmten Dingen und ganz bestimmten Menschen, nach denen Gott sucht. Erstens: Er sucht nach Menschen, die Ihn anbeten. Ich möchte Ihnen Johannes 4:23 vorlesen. Jesus sagte: „Aber die Zeit kommt, ja, sie ist schon da, wo Menschen Gott als den Vater anbeten werden, Menschen, die vom Geist erfüllt sind und die Wahrheit erkannt haben. Das sind die wahren Anbeter; so möchte der Vater die haben, die ihn anbeten.“ Gott sucht nach Menschen, die Ihn anbeten, weil sie vom Geist erfüllt sind und die Wahrheit erkannt haben. Gott sucht keine Arbeiter. Er sucht Menschen, die Ihn anbeten. Und zwar nicht, weil Er das nötig hat. Er sagt nicht: „Na los, sagt mir, wie toll ich bin! Kommt, sagt es mir noch mal! Ich brauche eure Anbetung! Los! Sagt mir, wie groß ich bin. Na los! Lauter!“ Nein, liebe Freunde, Gott hat unsere Anbetung nicht nötig. Aber in der Anbetung begegnen wir Gott. In Psalm 22 steht, dass Gott unter den Lobgesängen Seines Volkes wohnt. Und Jesaja sagt: „Gott, du begegnest denen, die freudig Gerechtigkeit üben.“ Die Anbetung ist ein Treffpunkt mit Gott. Deswegen sucht Gott nach Menschen, die Ihn anbeten, denn Er möchte uns begegnen. Bevor ich Christ wurde, führte ich ein ziemlich wildes Leben. Im Laufe dieser Predigt werden Sie noch einiges davon hören. Damals lebte ich in Südoregon. Und als ich gerade Christ geworden war, fuhr ich jeden Tag mit meinem Pick-up in die Hügel, wo ich einen besonderen Ort gefunden hatte. Ich fuhr bis zum Ende der Straße, sprang aus dem Wagen und rannte los. Das tat ich jeden Tag. Ich rannte wirklich. Ich rannte eine alte Brandschneise hinauf, die auf einer großen Lichtung endete. Auf der Lichtung lag ein riesiger Felsbrocken. Er war um die zwei Meter hoch, vielleicht sechs Meter lang und drei Meter breit. Ich kletterte jeden Tag auf den Felsen und traf mich dort mit Gott. Und ich freute mich jedes Mal unbändig darauf. Ich saß auf dem Felsen, sang Lieder und betete Gott an. Oft weinte ich dabei. Und jedes Mal konnte ich Seine Gegenwart ganz real und greifbar spüren. Als unsere Kinder noch klein waren, arbeitete ich viel fürs Fernsehen und war oft unterwegs. Und es fiel mir immer schwer, von zu Hause wegzugehen, weil meine Kinder jammerten: „Daddy, musst du wieder weg?“ Eines Abends kam Harrison - er war noch recht klein - als ich mich gerade fertig machte, legte seine Arme um mich und sagte: „Daddy, ich will dich hier haben.“ Ich war unglaublich gerührt. In diesem Moment wollte ich nichts lieber als bei meinem Sohn zu bleiben. Ich weiß noch, dass ich von zu Hause wegfuhr und als ich halb unsere Straße hinuntergefahren war, rechts ran fuhr und anfing wie ein kleines Kind zu weinen. Ich legte meinen Kopf aufs Lenkrad und schluchzte und schluchzte. Ich musste weg, die Leute im Fernsehstudio warteten auf mich, aber ich wollte nicht. Ich wollte bei meinem Kind bleiben. Und das ist nichts im Vergleich zu Gott! Wenn wir sagen: „Vater, ich will Dich hier haben“, dann beten wir Ihn an. Gott sucht nach Menschen, die Ihn anbeten. Und wenn Er uns begegnet, werden wir feststellen, dass es komplett anders ist, als wir es uns je vorgestellt oder erhofft haben. Und das Zweite, wonach Gott sucht: Er sucht die zerstreuten und verletzten Schafe. Schlagen Sie mit mir Hesekiel 34 auf. Gott sucht die zerstreuten und verletzten Schafe - die Menschen, denen durch Religion und grausame religiöse Leiter wehgetan wurde. Damit will ich niemanden konkret ansprechen, aber wir wissen ja, dass es irgendwo da draußen solche Leute gibt. Gott sucht nach denen, die verletzt und zerstreut worden sind. Die Worte Hesekiels wurden in die Situation seiner Tage hineingesprochen. Das gesamte Kapitel weist aber auch prophetisch auf Jesus Christus hin, der all diese Dinge schließlich erfüllt hat. Aber in dem Kapitel wird außerdem ein Prinzip deutlich, das uns zeigt, wie Gottes Herz für die Menschen jeder einzelnen Generation schlägt. Und das gilt ebenso für heute, denn das Herz Gottes schlägt heute noch genauso für die Menschen wie zu allen anderen Zeiten. Hesekiel 34, ab Vers 1: Hesekiel 34:1-6 „Und das Wort des Herrn geschah zu mir so: Menschensohn, weissage über die Hirten Israels, weissage und sprich zu ihnen, den Hirten: So spricht der Herr, Herr: Wehe den Hirten Israels, die sich selbst weiden! Sollen die Hirten nicht die Herde weiden? Die Milch genießt ihr, und mit der Wolle kleidet ihr euch, das fette Vieh schlachtet ihr - die Herde weidet ihr nicht. Die Schwachen habt ihr nicht gestärkt und das Kranke nicht geheilt und das Gebrochene nicht verbunden und das Versprengte nicht zurückgebracht und das Verlorene nicht gesucht, sondern mit Härte habt ihr über sie geherrscht und mit Gewalt. Und sie zerstreuten sich, weil sie ohne Hirten waren, und wurden allen Tieren des Feldes zum Fraß. So zerstreuten sich und irrten umher meine Schafe. Auf allen Bergen und auf jedem hohen Hügel und über das ganze Land hin sind meine Schafe zerstreut worden, und da ist niemand, der nach ihnen fragt, und niemand, der sie sucht.“ Weiter unten ab Vers 11: Hesekiel 34:11-12 „Denn so spricht der Herr, Herr: Siehe, ich bin es, und ich will nach meinen Schafen fragen und mich ihrer annehmen. Wie ein Hirte sich seiner Herde annimmt am Tag, da er unter seinen zerstreuten Schafen ist, so werde ich mich meiner Schafe annehmen und werde sie retten aus allen Orten, wohin sie zerstreut worden sind am Tag des Gewölks und des Wolkendunkels.“ Hesekiel 34:15-16 „Ich selbst will meine Schafe weiden, und ich selbst will sie lagern, spricht der Herr, Herr. Das Verlorene will ich suchen und das Versprengte zurückbringen, und das Gebrochene will ich verbinden, und das Kranke will ich stärken; das Fette aber und das Starke werde ich austilgen; mit meinem Recht werde ich sie weiden.“ Anfang dieses Jahres lernten Janet und ich auf einer Pastorenkonferenz einen jungen Mann kennen. Wir hatten ein gutes Gespräch mit ihm und er sagte: „Ich würde gern einmal mit euch etwas essen.“ Ich sagte: „Gern! Ruf einfach an.“ Das tat er. Und so waren wir vor ein paar Wochen gemeinsam frühstücken und er erzählte mir eine erstaunliche Geschichte. Er war in einer christlichen Gemeinde aufgewachsen, aber es war eine furchtbare Gemeinde mit einem autoritären Gemeindeleiter, der seinen Gemeindegliedern drohte und den jungen Mann, seine Frau und viele andere manipulierte. Er erzählte mir im Detail ein paar der Dinge, die sie erlebt hatten und was ihnen im Namen Gottes von diesem grausamen Hirten angetan wurde. Es war nicht leicht, sich diese Geschichte anzuhören. Doch da saß er vor mir - Gott hatte ihn gerettet, er arbeitete immer noch im Reich Gottes mit und war durch die Gnade Gottes nun selbst Pastor einer Kirche. Es war unglaublich! Gott hatte ihn in seinem verwundeten Zustand gesucht, ihn zurückgeholt und sein Leben wieder heil gemacht. Hätten Sie seine Geschichte gehört, hätten Sie schon allein darüber gestaunt, dass seine Ehe das alles überstanden hat, was die beiden erlebt hatten. Doch er saß vor mir, lebendig und stark, liebte Jesus und war kein bisschen verbittert. Es war unglaublich! Er war der Beweis dafür, dass Gott solche Menschen sucht. Ich weiß, dass einige von Ihnen noch nicht bei uns waren, als wir noch in der Katella Avenue waren. Aber bevor wir das Gebäude in Sausalito gebaut haben, in dem wir lange waren, bevor wir in dieses Gebäude hier umgezogen sind, waren wir fünf Jahre lang in einem nahe gelegenen Bürogebäude. Und damals in der Katella Avenue bekam ich einmal an einem Mittwochabend in der Bibelstunde den starken Eindruck von Gott, dass ich über Hesekiel 34 sprechen sollte. Es waren die Verse, die wir gerade gelesen haben, aber noch sehr viel detaillierter. Und ich weiß noch, dass ich dachte: „Gott, das ist ein ziemlich komisches Thema.“ Aber ich konnte den Eindruck nicht loswerden, dass Gott unbedingt wollte, dass ich über dieses Thema redete. Also sprach ich über Hesekiel 34 und sagte genau das, was wir auch gerade gelesen und was ich gesagt habe - dass Gott Seine Schafe sucht. Und unter den Zuhörern war ein Mann, der zum allerersten Mal bei uns war. Er war ein großer, stämmiger Mensch und saß in der ersten Reihe. Und gegen Ende der Veranstaltung brach er plötzlich in Tränen aus und fing an zu schluchzen. Er saß in der ersten Reihe und weinte herzzerreißend. Später erfuhr ich, dass er eine christliche Vergangenheit hatte. Er war in christlichen Kreisen aufgewachsen, hatte aber eine Zeit lang einer Gemeindebewegung angehört, die ihre Mitglieder missbrauchte und ihn sehr verletzt hatte. Wenn ich nur davon höre, zieht sich bei mir alles zusammen. Er war erst kurz zuvor in einer Gemeinde gewesen, in der er eine schwere Zeit erlebt hatte und öffentlich gedemütigt worden war. Er hatte jeden Grund, verbittert zu sein und sich von Religion und christlichen Gemeinden abzuwenden. Doch da saß er und weinte wie ein Baby. Er hätte nicht erstaunter sein können, wenn ich ihm einen nassen Fisch in den Schoß geworfen hätte. Gott sagte zu ihm: „Ich weiß, was du durchgemacht hast. Ich war dabei. Ich habe dir geholfen. Ohne mich hättest du es nicht überstanden. Und jetzt suche ich nach dir. Ich will dich heilen und dich wieder ganz mit meiner Liebe erfüllen.“ Er wurde dann unser Kinderpastor, war lange bei uns und arbeitete treu in unserer Gemeinde mit, bis Gott ihn an einen anderen Platz stellte. Ich weiß - und das ist keine prophetische Eingebung, sondern einfach Logik - dass hier heute Abend Menschen sitzen, die so eine Geschichte nur zu gut kennen. Sie haben Schweres erlebt und hätten eigentlich jeden Grund der Welt, verbittert zu sein und Kirchen abzulehnen. Man kann es als kleines Wunder ansehen, dass Sie überhaupt hier sind. Ich möchte Ihnen sagen, dass Gott Sie liebt und dass Er für diese schrecklichen Dinge nicht verantwortlich ist, die geschehen sind oder für die Dinge, die man an Ihnen versäumt hat. Er sucht nach Ihnen und Er will Sie mit Seiner Liebe ausfüllen, Sie heilen und wieder an den richtigen Platz stellen. Er möchte, dass Sie dem Plan folgen, den Er für Ihr Leben hat. Sie haben eine Aufgabe. Es gibt einen Grund, warum Sie hier sind. Schlagen Sie mit mir Jesaja 59 auf. Das bringt mich zu der dritten Sache, nach der Gott sucht. Gott sucht nach Menschen, die beten. Jesaja 59. Gott sucht nach Menschen, die beten. Und auch diese Verse haben eine mehrfache Bedeutung. Sie galten für die Zeit Jesajas, sie finden ihre Erfüllung in Jesus Christus und man kann in ihnen ein Prinzip erkennen, das heute für uns gilt. Ab Vers 14: Jesaja 59:14-15 „So ist das Recht zurückgedrängt, und die Gerechtigkeit steht ferne. Denn die Wahrheit ist gestürzt auf dem Marktplatz, und die Geradheit findet keinen Eingang. So geschieht es, dass die Wahrheit fehlt, und wer sich vom Bösen fernhält, wird beraubt…“ In anderen Worten: Der Feind greift den an, der sich vom Bösen fernhält und Gott zuwendet. Und weiter: „… und der Herr sah es, und es war böse in seinen Augen, dass es kein Recht gab.“ Denken wir einmal darüber nach. Vielleicht haben Sie auch schon erlebt, dass Sie gedacht haben: „Warum hat die Wahrheit keinen Einfluss? Wo bleibt denn da die Gerechtigkeit? Das ist doch nicht fair!“ Die Person hat sich Gott zugewandt und hält sich vom Bösen fern, aber ihr Leben ist völlig aus den Fugen geraten und alles, was falsch laufen kann, ist falsch gelaufen. Hier steht, dass der Herr es gesehen hat. Aber Er ist nicht schuld daran. Hier steht, dass Er es sah und dass es in Seinen Augen böse war. Gott ist enttäuscht über das, was geschehen beziehungsweise nicht geschehen ist. Vers 16: Jesaja 59:16 „Er sah, dass kein Mann da war, und er wunderte sich, dass es keinen gab, der Fürbitte tat. Da half ihm sein Arm, und seine Gerechtigkeit, sie unterstützte ihn.“ Der Text geht noch weiter und spricht prophetisch von Jesus Christus. In der alten aramäischen Übersetzung steht, dass es keinen gab, der aufstand und für sie betete und dass Gott sich darüber wunderte. Hesekiel stand genau vor der gleichen Situation. Er verwendet eine bildliche Sprache und sagt in Hesekiel 22: „Gott sagte: Ich suchte nach jemandem, der die Mauer schließt und für das Land in die Bresche springt, aber ich fand keinen.“ Viele von Ihnen wissen, dass ich im vergangenen Jahr einen schweren Bootsunfall hatte. Es ist ein Wunder, dass ich es überhaupt überlebt habe und heute hier stehe und predige. Mir ist sehr bewusst, dass ich nur durch die Gnade Gottes heute hier vor Ihnen stehe. Manche von Ihnen haben die Geschichte gehört und wissen, welche Wunder passiert sind. Ich freue mich, dass Sie klatschen, aber ich bin noch gar nicht fertig. Es ist wirklich spannend. Mehrere Leute sind zu mir gekommen und haben gesagt: „Pastor, am Abend Ihres Unfalls konnte ich aus irgendeinem Grund nicht schlafen. Also habe ich gebetet und ich habe für Sie gebetet.“ Ich habe mit Jim und Irene gesprochen, Freunden aus dieser Gemeinde. Sie sagten: „Pastor, am Abend von Ihrem Unfall konnten wir nicht schlafen. Wir waren die ganze Nacht wach und haben gebetet.“ Sie hatten den Eindruck, dass sie für mich beten sollten. Ich weiß genau, dass ich heute nicht hier stehen würde, wenn Gott nicht jemanden gefunden hätte, der bereit war, für mich in die Bresche zu springen und ein paar Stunden Schlaf zu opfern, um für mich zu beten, auch wenn er gar nicht wusste wofür. Der Heilige Geist gab ihnen diesen Eindruck und Gott fand jemanden, der bereit war zu beten. Gott sucht Menschen, die beten. Wenn ich an die Dinge denke, die mir in meinem Leben schon passiert sind und das, wovor ich bewahrt geblieben bin, dann bin ich mir sehr sicher, dass mir viele schlimme Dinge nur deswegen nicht passiert sind, weil irgendwo jemand auf den Knien lag und für mich gebetet hat. In der Bibel lesen wir in der Apostelgeschichte, dass König Herodes Jakobus, den Bruder von Jesus und Leiter der christlichen Gemeinde von Jerusalem, verhaften und hinrichten ließ. Danach ließ er Petrus verhaften und setzte auch seine Hinrichtung an. Aber Gott griff ein und befreite Petrus. Wenn man die Geschichten dieser beiden Männer liest, erkennt man nur einen Unterschied: Die Gemeinde betete unaufhörlich für Petrus, aber nirgends wird erwähnt, dass sie für Jakobus beteten. Vielleicht dachten sie, er sei übermenschlich und brauche keine Gebete. Gott sucht nach Menschen, die beten.  

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