Gib nicht auf, geh mutig weiter!

Weiterzugehen ist nicht immer einfach. Manchmal muss man sich dabei Hindernissen stellen und sie überwinden.

In seiner inspirierenden Predigt nutzt Bayless Conley das Leben des Apostels Paulus, um zu zeigen, wie das aussehen kann: Paulus überwand alle Rückschläge, um Gottes Ruf für sein Leben zu folgen und seine Berufung zu erfüllen. Lerne von Paulus, wie du ein Herz bekommst, das nicht zurückweicht oder aufgibt, sondern von jetzt an immer für Gott vorwärtsgeht!

Predigtmanuskript

Wir werden uns heute eine der erstaunlichsten Geschichten im Neuen Testament ansehen. Darin geht es um eine Gemeinde, die wie durch ein Wunder entstand und dann die ganze Welt beeinflusste. Ihr solltet keinen Moment davon verpassen!

Wir werden uns heute eine sehr tiefsinnige Geschichte aus der Bibel ansehen. Darin geht es um die Gründung einer Gemeinde in Mazedonien. Ich möchte die Geschichte in vier Abschnitte gliedern. Ich empfinde sie als sehr tiefsinnig, weil sie in vielerlei Hinsicht die Reise unserer Cottonwood-Gemeinde widerspiegelt. Genauso spiegelt sie Dinge wider, die in meinem Leben passiert sind. Die Gründung der Gemeinde in Mazedonien ging in vier Abschnitten vor sich und ich glaube, Ihr werdet euch in einem davon auch selbst wiedererkennen.

Ich möchte über den Ruf, den Rückschlag, das Lied und das Aussenden sprechen. Zunächst einmal wollen wir uns den Ruf ansehen und damit meine ich die Antworten, die Gott hungrigen Herzen schickt. Und hier finden wir den Ruf, nach Mazedonien zu kommen und das Evangelium zu verkünden. Bitte schlagt Apostelgeschichte, Kapitel 16 mit mir auf. Ich beginne mit Vers 6:

Apostelgeschichte 16:6-10
„Sie durchzogen aber Phrygien und die galatische Landschaft, nachdem sie von dem Heiligen Geist verhindert worden waren, das Wort in Asien zu reden; als sie aber in die Nähe von Mysien kamen, versuchten sie, nach Bithynien zu reisen, und der Geist Jesu erlaubte es ihnen nicht. Als sie aber an Mysien vorüber gezogen waren, gingen sie nach Troas hinab. Und es erschien dem Paulus in der Nacht ein Gesicht: Ein mazedonischer Mann stand da und bat ihn und sprach: Komm herüber nach Mazedonien und hilf uns! Als er aber das Gesicht gesehen hatte, suchten wir sogleich nach Mazedonien abzureisen, da wir schlossen, dass Gott uns gerufen habe, ihnen das Evangelium zu verkündigen.“

Und so schickt Gott sie nach Mazedonien, um der Vision, die der Apostel Paulus gehabt hatte, zu entsprechen. Ich glaube, wir müssen einfach ansprechbar für Gott sein und sagen: „Gott, hier bin ich. Sende mich.“ Und dafür braucht Ihr keine Vision zu haben. In der Geschichte gibt es noch viele andere Beispiele für die Führung des Heiligen Geistes, die zwar nicht so spektakulär, aber nicht weniger übernatürlich sind. Sie wollten nach Asien und dann nach Bithynien, aber der Heilige Geist erlaubte es ihnen nicht. Ich glaube, wenn es hier eine Vision gegeben hätte, wäre das aufgeschrieben worden. Aber das ist nicht der Fall, deshalb glaube ich nicht, dass das prophetisch war. Ich glaube, das war weit subtiler. Vielleicht wollten sie in eine Region gehen und die Umstände ließen es plötzlich nicht mehr zu. Sie erkannten, dass Gott die Tür geschlossen hatte oder sie spürten, wie sich der Frieden wie ein Vogel von ihnen hob. In der Bibel heißt es: „Alle Wege der Weisheit sind Frieden.“ Gott führt uns vor allem durch den Frieden. Auf dieser Grundlage habe ich einige der wichtigsten Entscheidungen meines Lebens getroffen. In Kolosser 3:15 heißt es in der Amplified Bible: „Lasst den Frieden Gottes beständig als Schiedsrichter in eurem Herzen fungieren. Er soll alle Fragen, die euch in den Sinn kommen, entscheiden und endgültig beantworten.“

Was tut ein Schiedsrichter? Er sagt: „Nein, der Ball war im Aus. Nein, das war in Ordnung.“ Wenn wir über etwas beten oder in eine bestimmte Richtung neigen und dabei Frieden im Herzen haben, sagt Er: „Geh vorwärts.“ Zu anderen Zeiten spüren wir jedes Mal, wenn wir einen Schritt in eine bestimmte Richtung gehen, dass uns der Frieden verlässt. Dann sagt der Schiedsrichter: „Geh nicht weiter. Denk lieber noch einmal darüber nach.“ Ich glaube, Gott kann uns auf eine Art und Weise führen, die nicht unbedingt spektakulär, aber absolut übernatürlich ist.

Als wir das Grundstück in Sausalito kaufen wollten, mussten wir ein Darlehen über zwei Millionen Dollar aufnehmen. Dieser Betrag war damals astronomisch für mich. Ich geriet in Panik. Ich dachte: „Gott, wenn das nicht funktioniert, werden sie dich nicht finden, aber sie wissen, wo ich wohne.“ Am nächsten Tag sollte ich auf der Bank die Papiere unterschreiben und drehte fast durch. Aber dann betete ich darüber, ging schlafen und wachte am nächsten Morgen mit einem tiefen Frieden auf. Ich ging zur Bank und unterzeichnete die Dokumente. Ich wusste, dass Gott zu mir sprach. Ich glaube, mehr sollten wir nicht verlangen. Vielleicht hilft Euch das. Die wichtigste Entscheidung, die wir als Menschen je treffen werden, ist die Entscheidung, Jesus Christus anzunehmen und gerettet zu werden. Diese Entscheidung entscheidet zwischen Hölle und Himmel, zwischen einer Ewigkeit mit Gott und einer Ewigkeit getrennt von Ihm. Wie wissen wir nun, dass wir hier auf der sicheren Seite sind?

In der Bibel heißt es: „Der Geist selbst bezeugt zusammen mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.“ Es ist ein inneres Wissen. Er schickt uns keine Engel mit Schriftrollen und Trompeten; Er gibt uns keine Vision oder prophetisches Reden. Gott gibt uns ein inneres Zeugnis, dass wir die wichtigste Entscheidung, die wir als Menschen je treffen werden und die den weitreichendsten Einfluss auf unser Leben hat, richtig getroffen haben. Warum sollten wir für die weniger wichtigen Entscheidungen des Lebens mehr verlangen?

In den anderen Gottesdiensten habe ich nicht so ausführlich über diesen Punkt gesprochen, aber vielleicht hat das jemand gebraucht. Wir kommen zu Vers 11:

Apostelgeschichte 16:11-12
„Wir fuhren nun von Troas ab und kamen geradewegs nach Samothrake und des folgenden Tages nach Neapolis und von da nach Philippi, das die erste Stadt jenes Teiles von Mazedonien ist, eine Kolonie. In dieser Stadt aber verweilten wir einige Tage.“

Was hier mit „geradewegs“ übersetzt wurde, ist in der griechischen Sprache ein Begriff aus der Nautik. Er bedeutet „in Windrichtung fahren“. Nachdem sie nun in Gottes Willen waren und in die richtige Richtung fuhren, scheint es, als würde sogar die Natur sie unterstützen und sie vorantreiben. Sie brauchten zwei Tage, um von Troas über Mazedonien nach Philippi zu gelangen. In der Apostelgeschichte, Kapitel 20, Vers 6, könnt Ihr lesen, dass sie zu einer anderen Zeit für dieselbe Passage fünf Tage, also mehr als doppelt so lang brauchten. Was sagt uns das? Wenn Ihr für Gott wirkt, habt Ihr manchmal Rückenwind, aber zu anderen Zeiten habt Ihr Gegenwind. Ihr müsst nur sicherstellen, dass Ihr Gottes Willen tut, dann werdet Ihr auch ankommen, wenn Ihr nicht aufgebt. Manche von Euch haben gerade Rückenwind. Freut Euch darüber. Andere scheinen gerade Gegenwind zu haben. Freut Euch darüber. Macht einfach weiter mit dem, was Gott Euch gesagt hat. Als sie angekommen waren, ruhten sie sich ein paar Tage aus. Und dann Vers 13:

Apostelgeschichte 16:13-15
„Und am Tag des Sabbats gingen wir hinaus vor das Tor an einen Fluss, wo wir eine Gebetsstätte vermuteten; und wir setzten uns nieder und redeten zu den Frauen, die zusammengekommen waren. Und eine Frau mit Namen Lydia, eine Purpurkrämerin aus der Stadt Thyatira, die Gott anbetete, hörte zu; deren Herz öffnete der Herr, dass sie acht gab auf das, was von Paulus geredet wurde. Als sie aber getauft worden war und ihr Haus, bat sie und sagte: Wenn ihr urteilt, dass ich an den Herrn gläubig sei, so kehrt in mein Haus ein und bleibt! Und sie nötigte uns.“

Normalerweise ging Paulus in jeder Stadt, die er besuchte, in die Synagoge und lehrte anhand der Bibel, dass Jesus Christus der Messias war. Aber es waren zehn Juden nötig, um eine Synagoge zu bilden. Wenn es weniger als zehn jüdische Männer in der Stadt gab, gingen sie an das Flussufer und lasen dort die Schriften und beteten Gott an. In der römischen Kolonie Philippi gab es also nicht einmal zehn jüdische Männer. Da waren nur Frauen. So ging er an das Flussufer, er las den Frauen, die dort zusammen kamen, aus der Bibel vor und lehrte sie. Und Gott öffnete Lydias Herz und daraufhin öffnete Lydia ihnen ihr Haus. Das ist Gottes Art zu wirken. Wenn das Herz offen ist, sind auch die Hände offen.

Ein interessanter Gedanke über Lydia, diese Purpurhändlerin aus Thyatira: In zahllosen Berichten über die alte Geschichte Roms wird erwähnt, dass es in Thyatira eine Zunft von Stofffärbern gab. Aus einer bestimmten Weichtierart gewannen sie den purpurnen Farbstoff, mit dem sogar königliche Gewänder gefärbt wurden. Sie waren sehr kostbar. Lydia hatte in Philippi ihr eigenes Geschäft gegründet, aber alle ihre geschäftlichen Kontakte sowie ihre Familie waren noch in Thyatira. Deshalb bezog sie ihre purpurnen Gewänder von dort. Wisst Ihr, wo Thyatira genau ist? Es liegt exakt in der Mitte der Gegend, die Paulus ansteuerte, als der Heilige Geist ihm verbot, weiterzugehen. Ihr seht, Gott wirkt nach einem Plan. Das Evangelium gelangte auch in diese Gegend, aber das geschah jetzt durch Lydia und ihre Geschäftspartner.

Niemand kann alles tun und alles sein. Sie können nicht jede Not stillen; Sie können nicht überall sein, aber Sie können Ihren Teil tun. Und wenn Sie Ihren Teil tun, wird Gott sicherstellen, dass auch die anderen Teile getan werden, auch die, um die Sie sich Sorgen machen. Paulus wollte dort hingehen, aber Gott sagte: „Nein, ich habe andere Pläne. Aber wenn du deinen Teil tust, wird alles gut.“ Und so kam das Evangelium auch dorthin. Aber das war keine Kleinigkeit. Die Stadt Philippi, die nach Philipp von Mazedonien, dem Vater von Alexander dem Großen benannt ist, war eine strategisch wichtige Stadt. Um sie wurden viele erbitterte Schlachten geführt, weil Philippi das Tor zwischen Europa und Asien war. Lydia war die erste Europäerin, die den christlichen Glauben annahm. Viele weltliche Historiker bezeichnen Lydias Bekehrung als den Wendepunkt der westlichen Zivilisation. Das ist keine Kleinigkeit. Sie war Gottes Schlüssel, um die Stadt und letztlich einen ganzen Kontinent zu erreichen. Gott wusste, dass das eine große Sache war. Und ich glaube, der Teufel spürte, dass etwas im Gange war. Damit kommen wir zu meinem zweiten Punkt: Nach dem Ruf kam der Rückschlag. Der Teufel gibt niemals kampflos Land auf – weder in Eurem persönlichen Leben noch im Hinblick auf eine Gemeinde. Sehen wir uns die Verse 16 bis 18 an:

Apostelgeschichte 16:16-18
„Es geschah aber, als wir zur Gebetsstätte gingen, dass uns eine Magd begegnete, die einen Wahrsagegeist hatte; sie brachte ihren Herren großen Gewinn durch Wahrsagen. Diese folgte dem Paulus und uns nach und schrie und sprach: Diese Menschen sind Knechte Gottes, des Höchsten, die euch den Weg des Heils verkündigen. Dies aber tat sie viele Tage. Paulus aber wurde unwillig, wandte sich um und sprach zu dem Geist: Ich gebiete dir im Namen Jesu Christi, von ihr auszufahren! Und er fuhr aus zu derselben Stunde.“

Der erste und gefährlichste Versuch des Teufels, das Werk Gottes zu sabotieren, besteht darin, dass er versucht, Gottes Volk dazu zu bringen, ein kompromisshaftes Bündnis mit ihm einzugehen. Bis zu diesem Punkt hatten in Philippi nur die Frauen das Evangelium gehört. Aber viele Männer hörten auf diese Wahrsagerin. Die Wahrsager genossen in dieser Gesellschaft großes Ansehen. Die Generäle zogen nicht ohne ein gutes Omen von ihnen in eine Schlacht. Und der Teufel hätte gesagt: „Vielleicht ist ihr Geist der falsche, aber was sie sagt, ist richtig. Es ist zu hundert Prozent korrekt. Das sind Diener des höchsten Gottes. Sie zeigen uns den Weg der Erlösung. Warum lasst ihr euch nicht von ihr repräsentieren? So werdet ihr auch die Männer überzeugen!“ Aber Paulus durchschaute das und trieb den Teufel aus der Frau aus. Da verlegte Satan sich auf seine zweite und letzte Taktik. Wenn wir uns nicht mit ihm verbünden, wiegelt er andere gegen uns auf. Als die Herren der Magd sahen, dass sie jetzt, wo der böse Geist aus ihr ausgetrieben war, keinen Profit mehr machen konnten, lösten sie einen Aufruhr aus, indem sie sagten: „Diese Männer wollen uns zu Bräuchen zwingen, die unserem Gesetz widersprechen.“ Die Vorsteher der Stadt erhoben sich, sie rissen ihnen die Kleider vom Leib, schlugen sie mit Stöcken, übergaben sie dem Kerkermeister und sagten: „Wirf sie ins Gefängnis!“ Dieser sperrte sie in den Kerker und befestigte ihre Füße im Block. Da waren sie nun, geschlagen und gedemütigt, ihr Rücken aufgerissen und blutend. Nur einige wenige Menschen hatten das Evangelium angenommen und es schien, als würde nichts funktionieren. Ein Rückschlag.

Dem Teufel mag es gelingen, Ihren Segen hinauszuzögern und Sie vorübergehend daran zu hindern, das zu tun, wozu Gott Sie berufen hat. Aber letztendlich kann er Sie nicht aufhalten, wenn Sie nicht aufgeben. Er kann nicht leugnen, was Gott Ihnen verheißen hat, wenn … Sagen Sie alle: „Wenn.“ Stoßen Sie Ihren Nachbarn an und sagen: „Wenn.“ … wenn Sie Ihr Lied behalten. Das ist der dritte Punkt. Sie müssen Ihr Lied behalten. Sie beteten Gott um Mitternacht an. Wir lesen weiter in Vers 25. Da heißt es:

Apostelgeschichte 16:25
„Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobsangen Gott; und die Gefangenen hörten ihnen zu.“

Das Wort „beten“ bedeutet nicht bitten. Das griechische Wort bedeutet „anbeten“. Sie beteten Gott an, sie lobsangen Ihm und sie taten es laut. Und die anderen Gefangenen hörten ihnen aufmerksam zu. Ich kann vor meinem inneren Auge sehen, wie sie in dem Kerker sitzen. Und es war nicht so, dass man die Hand heben und sagen konnte: „Entschuldigen Sie, Aufseher. Könnte ich bitte zur Toilette gehen.“ Nein, sie nahmen ihnen die Ketten nicht ab. Es war ein schmutziger, stinkender, ekelhafter Ort. Sie waren verletzt, sie bluteten, sie waren gedemütigt. Und was taten sie, und das – wie symbolisch! – in tiefster Nacht? Sie beteten Gott an und sangen.

Einige von Ihnen sind auch gerade in tiefster Nacht. Es scheint, als würde sich Gottes Plan in Ihrem Leben nicht verwirklichen. Es scheint, als würde sich das, was Sie in Ihrem Herzen hatten, nicht nur verzögern, sondern nie erfüllen. Freunde, haben Sie Ihr Lied behalten? Beten Sie Gott in Ihrer tiefsten Nacht an.

Die anderen Gefangenen hörten zu, aber sie waren nicht die Einzigen. Lasst uns Vers 26 lesen:

Apostelgeschichte 16:26
„Plötzlich aber geschah ein großes Erdbeben, so dass die Grundfesten des Gefängnisses erschüttert wurden; und sofort öffneten sich alle Türen, und aller Fesseln lösten sich.“

Als ich sechzehn war, kam von einem Mann namens Norman Greenbaum ein Lied mit dem Titel „Spirit in the Sky“ heraus. Für mich war das das großartigste Lied, das es je gegeben hatte. Ich erzählte meinen Freunden davon und sie sagten: „Ja, okay, Bayless. Klar.“ Sie hatten es noch nicht gehört. Kennt Ihr das Lied? „Going up to the Spirit in the sky.“ Kennt Ihr es? „It’s where I’m going to go when I die.” Ihr kommt nicht in die Hölle, weil Ihr dieses Lied singt, das verspreche ich Euch. Die Truppe von Nichtchristen, mit der ich samstagabends immer unterwegs war, sang das Lied sofort voller Begeisterung mit. Aber als ich meinen Freunden davon erzählte, waren sie völlig unbeeindruckt. Sie kannten das Lied nicht. Als wir eines Abends in meinem alten Van herumfuhren, kam es im Radio. Ich hielt an, drehte die Lautstärke auf und sagte: „Seid still! Das ist mein Lied!“ Und wir hörten es uns in meinem alten grünen Van am Straßenrand an.

Wisst Ihr was? Der Himmel ist ein ziemlich lauter Ort. Dort gibt es viele laute Geräusche. Manche von Euch denken: „Warum machst du so viel Lärm, wenn du Gott anbetest? Er ist doch nicht taub.“ Nein, Er ist nicht taub. Aber er ist auch nicht nervös. Und wenn Ihr laute Geräusche nicht mögt, wird es Euch im Himmel nicht gut gefallen. Aber ich glaube, bei all dem Lärm sagt Gott hin und wieder: „Seid mal alle still. Ich höre mein Lied.“ Da steckt jemand mitten in einer Prüfung. Alles scheint sich gegen ihn verschworen zu haben. Er ist in tiefster Nacht und er betet mich an. Könnt ihr das hören? Das ist mein Lied!“ Ich weiß nicht, ob Gott im Takt mit dem Fuß auf den Boden klopft und damit ein Erdbeben verursacht, aber ich bin mir sicher, dass Er Engel hinunterschickt und sagt: „Hilf ihm. Er singt mein Lied.“ Und es öffneten sich nicht nur die Türen des Gefängnisses, sondern auch die Tür zu einem ganzen Kontinent. Riesige geistliche Türen öffneten sich, als sie um Mitternacht sangen.

Für einige von Ihnen war es sehr wichtig, das zu hören, auch wenn es das Einzige ist, was Sie heute mitnehmen. Erheben Sie Ihre Hände, auch wenn Sie das Gefühl haben, dass schwere Gewichte daran hängen. Erheben Sie Ihre Stimme und beten Sie Gott an, wenn alles schief läuft. Beten Sie Ihn an. Dann werden sich die Dinge ändern. Es gibt Umstände, aus denen Sie nur herauskommen, indem Sie Gott anbeten. Und es gibt Orte, die Gott für Sie vorbereitet hat, an die Sie aber nur gelangen können, wenn Sie Ihn anbeten. Singen Sie Ihr Lied in tiefster Nacht.

Wir kommen jetzt zum letzten Teil, und das ist das Aussenden: Gebt etwas zurück, damit andere gesegnet werden können.

Paulus verließ Philippi und ging nach Thessalonich und dann nach Beröa. Wer hatte dafür bezahlt, dass diese Orte evangelisiert werden? Das tat diese kleine Gemeinde in Philippi. Sie gingen nach Athen. Sie gingen nach Korinth. Wer sorgte für Paulus, während er das Evangelium predigte, damit das Leben von anderen verändert wurde? Die kleine Gruppe von Philippi. Sie erkannten, dass sie eine große Verantwortung und zugleich ein großes Vorrecht hatten, anderen das Evangelium zu bringen.

Diese Frau, Lydia, war sehr reich. Sie betrieb einen florierenden Handel. Sie hatte ein großes Haus. Aber sie erkannte, dass die Antwort nicht darin bestand, noch mehr Besitz anzuhäufen. Dieser konnte den leeren Platz im Herzen nicht ausfüllen, genauso wenig wie der Umzug an einen exotischen Ort. Das wusste sie bereits.

Der Gefängnisaufseher, der die Männer im Block befestigte, war so gefühllos, dass er sich danach einfach ins Bett legte. Menschliches Leid berührte ihn nicht. Erst das Erdbeben weckte ihn auf. Seine Gefühllosigkeit verwandelte sich in Barmherzigkeit und er wusch liebevoll ihre Wunden. Er sagte: „Kommt mit zu mir nach Hause zu meiner Familie und esst mit uns.“ Er war völlig verändert!

Und ich glaube, die von Dämonen und finsteren Mächten besessene Frau, die im Namen Jesu befreit wurde, wollte, dass andere Menschen dieselbe Freiheit erfuhren, die sie erfahren hatte.

Weil sie dieses neue Leben in Christus bekommen hatten, wollten sie, dass das Evangelium verbreitet wurde und unterstützten Paulus und seinen Dienst von diesem Tag an, wo immer er hinging.

Lasst uns 2. Korinther 11 aufschlagen. Hier lesen wir, was Paulus sagte, als er in die große Metropole von Korinth kam, um das Evangelium zu verkünden. 2. Korinther 11, ab Vers 7:

2. Korinther 11:7-9
„Oder habe ich eine Sünde begangen, als ich mich selbst erniedrigte, damit ihr erhöht würdet, indem ich euch das Evangelium Gottes umsonst verkündigt habe? Andere Gemeinden habe ich beraubt, indem ich Lohn nahm zum Dienst an euch. Und als ich bei euch war und Mangel litt, fiel ich niemand zur Last – denn meinem Mangel halfen die Brüder ab, die aus Mazedonien kamen…“

Wer waren diese Brüder von Mazedonien? Das waren Lydia, eine Purpurhändlerin, ein alter Gefängnisaufseher, Lydias Familie und die Frau, die von Dämonen besessen gewesen war. Wie konnte in der großen Stadt Korinth eine Gemeinde gegründet werden? Indem diese kleine Gruppe von Mazedonien dafür bezahlte.

Bitte schlagen Sie den Philipperbrief mit mir auf. Übrigens, ich weiß nicht, ob Sie je darüber nachgedacht haben, aber wir wissen, an wen dieser Brief geschrieben wurde – natürlich an Lydia und ihre Familie, an den Gefängnisaufseher und die Frau, die von dämonischen Mächten befreit wurde. Er wurde an die Gemeinde von Philippi geschrieben. Wir haben die Geschichte dieser Menschen gerade gelesen. Seht, was Paulus ihnen sagt. Kapitel 1, ab Vers 3:

Philipper 1:3-5
„Ich danke meinem Gott bei jeder Erinnerung an euch allezeit in jedem meiner Gebete und bete für euch alle mit Freuden wegen eurer Teilnahme am Evangelium vom ersten Tag an bis jetzt.“

Das Wort „Teilnahme“ bedeutet eine Partnerschaft. „Ihr wart vom ersten Tag an meine Partner bei der Verbreitung des Evangeliums.“ Wann war dieser erste Tag? Das war der Tag, an dem Gott am Flussufer Lydias Herz öffnete, woraufhin Lydia ihr Haus öffnete. Von diesem ersten Tag an unterstützte sie die Arbeit für das Evangelium. Seht, was Paulus darüber sagt. Verse 6 und 7:

Philipper 1:6-7
„Ich bin ebenso in guter Zuversicht, dass der, der ein gutes Werk in euch angefangen hat, es vollenden wird bis auf den Tag Christi Jesu. So ist es für mich recht, dass ich dies im Blick auf euch alle denke, weil ich euch im Herzen habe und sowohl in meinen Fesseln als auch in der Verteidigung und Bekräftigung des Evangeliums ihr alle meine Mitteilhaber der Gnade seid.“

In der ursprünglichen Sprache heißt es hier: „Mitteilhaber meiner Gnade.“ Ich kenne mindestens zwei Versionen der Bibel, in denen das so übersetzt wurde. „Aufgrund eurer Unterstützung bei der Verbreitung des Evangeliums wird euch dieselbe Gnade zuteil, die Gott auf mein Leben gelegt hat.“ Glauben Sie, dass auf dem Leben des Apostels Paulus eine ganz besondere Gnade lag? Ja. Sie waren Teilhaber dieser Gnade. Die Gnade Gottes offenbart sich auf verschiedene Weise. Frieden ist eine Facette von Gottes Gnade. Stärke ist eine Facette von Gottes Gnade genauso wie materielle Versorgung und Heilung Werke von Gottes Gnade sind.

Schauen Sie, was er im vierten Kapitel ab Vers 15 zu ihnen sagt. Kapitel 4, ab Vers 15:

Philipper 4:15-17
„Ihr wisst aber auch, ihr Philipper, dass im Anfang des Evangeliums, als ich aus Mazedonien wegging, keine Gemeinde mich am gegenseitigen Geben und Empfangen beteiligt hat als nur ihr allein. Denn sogar schon, als ich in Thessalonich war, habt ihr mir nicht nur einmal, sondern zweimal für meinen Bedarf gesandt. Nicht, dass ich die Gabe suche, sondern ich suche die Frucht, die sich zugunsten eurer Rechnung mehrt.“

Er sagt also: „Ihr habt es immer wieder getan. Ihr habt das Werk, das Gott durch meinen Dienst getan hat, beständig unterstützt.“ Und er sagt: „Die Frucht – die veränderten Leben, die Menschen, die gerettet wurden, die Städte, in denen die für Jesus erweckt wurden – all das geht auf eure Rechnung.“

Was immer Sie in Gottes Reich unterstützen, dessen Frucht geht auf Ihre Rechnung. Ich möchte mich bei allen bedanken, die für uns beten und uns finanziell dabei unterstützen, die gute Nachricht von Jesus auf der ganzen Welt zu verbreiten. All die Leben, die dadurch verändert werden, gehen auf Ihre Rechnung. Gott segne Sie. Bis zum nächsten Mal.

 

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