Golf und Gottes Wort 1/2

Nur Gottes Wort vermag ein geistliches Kind in einen wahren Jünger von Jesus zu verändern. Nur Gottes Wort verwandelt einen pflegeintensiven Christen mit geringem Einfluss in einen Weltveränderer.

In dieser Predigt zieht Bayless Conley verschiedene Parallelen zwischen dem Wort Gottes und dem Golfspiel. Dabei beschreibt er, wie wichtig es ist, eine gefestigte Grundhaltung zu haben. Du erfährst, warum deine Umstände oder der Einfluss anderer Menschen niemals dazu führen sollten, dass du deinen Griff lockern und warum öffentliches Wirken seinen Anfang immer in Ihrer persönlichen Vorbereitungszeit nimmt.

Dies ist der erste Teil der Predigt, den zweiten Teil findest du hier …

Predigtmanuskript

Hallo, ich bin Bayless Conley und ich möchte Sie einladen, sich die heutige Predigt anzuhören. Ich habe dabei etwas getan, das ich noch nie getan habe: Ich habe meine Golfausrüstung mit auf die Bühne gebracht und während der Predigt einen meiner Golfschläger geschlagen. Ich spreche heute über das Golfspiel und Gottes Wort. Zwischen dem Golfspiel und unserem Leben als Christ gibt es einige ganz erstaunliche Parallelen. Das wird Sie sicher bereichern. Lassen Sie uns anfangen.

In Johannes 8:31 und 32 sagte Jesus: „Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaft meine Jünger; und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ Und in Matthäus 4 sagte Er: „Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht.“ Sein Wort ist Nahrung für unseren Geist, es erleuchtet unseren Pfad und es ist die Waffe, mit der wir den Feind unserer Seele, den Teufel, bekämpfen. Ich werde also heute über Gottes Wort und das Golfspiel sprechen. Die Golfer unter Ihnen können sich freuen!

Zwischen Golf und dem christlichen Leben gibt es tatsächlich viele Parallelen. Fangen wir mit der Grundposition an. Beim Golfen sollten Ihre Füße etwa schulterbreit auseinanderstehen. Der Fuß, der dem Ziel näher ist – bei mir der linke – sollte leicht ausgestellt sein, die Knie leicht gebeugt und ihr Gewicht sollte gleichmäßig zwischen Ihrem linken und Ihrem rechten Fuß sowie Ihren Fersen und Zehen verteilt sein. Die Haltung beim Golfen ist sehr wichtig. Aber im christlichen Leben ist sie das Wichtigste überhaupt. Wenn Sie als Christ nicht die richtige Position haben, wird Ihnen auch alles andere nichts nützen. Wir stehen fest auf dem Fels, unserem Grund, Jesus Christus. In einem alten Kirchenlied heißt es: „Auf Christus, dem starken Fels stehen wir, alles andere ist Treibsand.“ In
1. Korinther 3:11 lesen wir: „Denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“

Bitte schlagen Sie mit mir Römer 5 auf. Wir lesen die Verse 1 und 2. Da heißt es:

Römer 5:1-2
„Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir im Glauben auch Zugang erhalten haben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns aufgrund der Hoffnung der Herrlichkeit Gottes.“

Durch Glauben stehen wir in der Gnade Jesu. Mit anderen Worten: Wir stehen auf Seinem vollendeten Werk. Wir stehen nicht auf unseren persönlichen Verdiensten, unserer Güte, unseren Opfern oder unserer Großzügigkeit. Dadurch gelangen wir nicht in Gottes Gnade. Wir stehen allein darauf, was Jesus für uns getan hat. Und in dem Moment, indem Sie auf Ihre guten Werke, auf Ihre Opfer oder Ihre großzügigen Spenden sehen und glauben, das alles müsste Sie vor Gott gerecht machen, stehen Sie nicht länger auf festem Grund.

Kürzlich las ich eine faszinierende Geschichte. Sie wurde von einem Historiker geschrieben, der sich mit der Pionierzeit unseres Landes beschäftigt. Als die Pioniere in bestimmten Regionen des Landes durch die Prärie zogen, wie beispielsweise im nördlichen Landzipfel von Texas oder einigen Orten in Mexiko, gab es eines, das sie mehr fürchteten als die Indianer, Banditen und alles andere, und das waren Präriefeuer. Wenn die Prärie durch einen Blitz oder aus irgendeinem anderen Grund anfing zu brennen, breitete sich das Feuer manchmal meilenweit aus. Überall, wo das trockene Präriegras Feuer fing, waberte schwarzer Rauch. Und je nachdem, wie stark der Wind war, gab es manchmal keinen Fluchtweg mehr. In solchen Präriefeuern sind schon viele Menschen bei lebendigem Leib verbrannt. Die Geschichte, die ich las, handelte von einer Familie, die gerade durch den nördlichen Teil von Texas reiste, als sie zu ihrem Entsetzen sahen, dass in der Ferne ein Präriefeuer tobte. Der Wind blies genau in ihre Richtung. Der Vater schätzte, dass ihnen noch etwa acht oder neun Minuten blieben, bis sie von den Flammen umzingelt wären. Er rief seine Familie zum Wagen, ging auf die andere Seite und entzündete ein weiteres Feuer. Sie konnten nicht glauben, was er tat! Jetzt wurden sie aus zwei Richtungen vom Feuer bedroht. Das Feuer, das der Vater entzündet hatte, breitete sich mit dem Wind schnell nach allen Seiten aus und er sagte: „Lasst uns den Wagen und alles andere in Sicherheit bringen!“ Und während das Präriefeuer weiter auf sie zuraste, schoben sie den Wagen auf die verbrannte Erde, tränkten ihre Decken in dem wenigen Wasser, das sie noch hatten und legten sie um den Wagen herum aus. Als das Feuer sie schließlich erreichte, machte es vor dem verbrannten Boden halt, weil es dort nichts mehr zu verbrennen gab und fraß sich in einem großen Bogen um sie herum.

Auf Golgatha tobte das Feuer von Gottes Gericht über die Sünde der Menschen und dort wurde der Preis bezahlt; dort wurde die Gnade ausgegossen und das Werk getan. Wenn Sie auf einem anderen Grund stehen, werden Sie nicht überleben. Sie werden umkommen. An diesem einen Ort wird es kein Gericht Gottes mehr geben, weil es zu Ende geführt wurde. Und wir stehen auf dem verbrannten Boden, wo Jesus an unserer Stelle verurteilt wurde. Ich stehe auf Jesus, dem starken Fels. Alles andere ist Treibsand. In Epheser 2:8 und 9 heißt es: „Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“ Die Formel für unsere Erlösung lautet: aus Gnade und durch Glauben. Punkt. In dem Moment, wo Sie dem Ihre guten Werke hinzufügen oder anfangen, auf Ihre eigenen Anstrengungen zu setzen oder ein persönliches Opfer, auf etwas, das Sie aufgegeben haben oder Ihre anhaltende Großzügigkeit, kommen Sie in Schwierigkeiten. Deshalb frage ich Sie nochmals: Wie sieht Ihre Position aus? Wir stehen auf dem vollendeten Werk Jesu. Beim Golfspiel ist die Position sehr wichtig, aber im christlichen Leben ist sie das Wichtigste überhaupt.

Und das Zweite, über das ich mit Ihnen sprechen will, ist die Auswahl des geeigneten Schlägers. Das ist wichtig. Wenn ich an der Abschlagsfläche stehe und den Ball auf den Tee aufgesetzt habe, nehme ich nicht meinen Putter, um den Ball zu schlagen. Das ist der falsche Schläger. Meistens hole ich meinen Driver heraus, um ein Par-4- oder Par-5-Loch zu spielen. Die Wahl des Schlägers ist sehr wichtig.

Nehmen wir einmal an, ich spiele ein Par-5-Loch. Ich schlage den ersten Ball vielleicht 260 Meter weit, aber dann sind es immer noch über 200 Meter bis zum Green. Dann nehme ich kein Eisen 9 und kein Pitching Wedge, denn damit erreiche ich den Rasen nie. Ein guter Golfer schafft es vielleicht mit einem Eisen 4, aber ich nicht. Ich nehme wahrscheinlich ein Holz 4, um die 230 Meter zu schaffen. Für einen guten Schlag brauchen Sie den richtigen Schläger.

Und in unserem Leben geraten wir in viele schwierige Umstände und verschiedene Situationen und Sie sollten für jede von ihnen passende Bibelverse finden, die Ihnen dabei helfen, sie zu meistern. Sie sollten den Vers finden, der sich genau darum dreht, was Sie momentan durchmachen. Bitte schlagen Sie mit mir das Lukasevangelium, Kapitel 5 auf. Nein, entschuldigen Sie, Kapitel 4. Wir beginnen in Vers 16. Da heißt es:

Lukas 4:16-19
„Und er kam nach Nazareth, wo er erzogen worden war; und er ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen. Und es wurde ihm das Buch des Propheten Jesaja gereicht; und als er das Buch aufgerollt hatte, fand er die Stelle, wo geschrieben war: Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, Armen gute Botschaft zu verkündigen; er hat mich gesandt, Gefangenen Freiheit auszurufen und Blinden, dass sie wieder sehen, Zerschlagene in Freiheit hinzusenden, auszurufen ein angenehmes Jahr des Herrn.“

Beachten Sie bitte: Jesus ging in die Synagoge, wie es Seine Gewohnheit war; Ihm wurde das Buch von Jesaja gereicht und Er sagte nicht nur: „Ah, das werden wir heute lesen. Das ist gut.“ Er rollte die Schrift nicht auf und sagte: „Ene, mene, mu. Das gefällt uns alles. Okay, lasst uns heute das lesen.“ Nein, es heißt, Er rollte das Buch auf, suchte nach einer bestimmten Stelle und fand, wo sie geschrieben stand. Er fand die Stelle, wo es um Ihn ging. Und dieser Abschnitt in dem Buch drehte sich um die Zeit, in der Er sich gerade befand und die Menschen, zu denen Er sprach. Und auch Sie sollten nicht einfach sagen: „Okay, was soll ich heute lesen? Es ist alles gut.“ Nein, Sie sollten herausfinden, wo etwas über Sie geschrieben steht. Finden Sie die Verheißungen, die Gott Ihnen ganz speziell für Ihre derzeitige Situation, für diese ganz besondere Zeit in Ihrem Leben, gegeben hat.

Als Jesus in der Wüste vom Teufel versucht wurde, wehrte Er dessen Angriffe mit bestimmten Versen aus der Bibel ab. Als Satan sagte: „Hey, verwandle die Steine in Brot!“, erwiderte Jesus: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.“ Als der Teufel sagte: „Stürze dich von der Zinne des Tempels hinab!“, sagte Jesus: „Es steht geschrieben: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.“ Und als der Teufel ihm die Reiche der Welt anbot, sagte Er: „Es steht geschrieben: Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten, und ihm allein dienen.“ Er zitierte bestimmte Verse in bestimmten Situationen.

Meine schöne Frau, mit der ich jetzt 33 Jahre verheiratet bin, sitzt hier in der ersten Reihe. Ich weiß noch, wie ich sie das erste Mal sah. Das war in der Bibelschule. Dort musste jeder Student für 15 Minuten lehren. Als Janet an der Reihe war, war mein erster Gedanke: „Wie kann es sein, dass ich sie noch nie gesehen habe?“ Ich hörte nicht viel von dem, was sie sagte. Ich schmiedete Pläne. Nach dem Unterricht folgte ich ihr den Gang hinunter und sagte: „Hi, mein Name ist Bayless. Du hast das gut gemacht. Ich würde dich gern zum Mittagessen einladen.“ Sie sagte: „Ich muss darüber beten.“ Das war nicht die Antwort, auf die ich gehofft hatte. Etwa vier Tage später kam sie wieder auf mich zu und sagte: „Nein.“ Was ich nicht wusste, war, dass sie gerade eine ziemlich harte Zeit durchmachte. Sie litt unter schweren Depressionen und fühlte sich einsam und ungeliebt. Sie spielte sogar mit dem Gedanken, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Es war so schlimm, dass ihre Mitbewohnerinnen sagten: „Du musst ausziehen. Sobald du zur Tür hereinkommst, herrscht hier eine niedergedrückte Atmosphäre. Du musst dich nach einer anderen Wohnung umsehen.“

Meine Frau ist Krankenschwester und damals war sie so abgelenkt, dass sie in ihrem Job einen Fehler machte. Wäre der nicht rechtzeitig bemerkt worden, hätte dies schwere Konsequenzen nach sich gezogen. Ihre Freundinnen sagten: „Bitte geh. Wir mögen dich nicht mehr“ und nun stand auch ihr Job auf dem Spiel. Sie war total deprimiert. Aber dann fand sie einige Bibelverse, in denen von Gottes Liebe zu ihr die Rede war. Sie fand Verse, in denen stand, wie wertvoll sie in Gottes Augen war. Und sie las diese Verse wieder und wieder und das machte einen völlig anderen Menschen aus ihr. Ihre Mitbewohnerinnen sagten: „Du kannst bleiben. Du bist zu einem anderen Menschen geworden.“ Sie konnte ihren Job behalten. Und ich beschloss, sie ein zweites Mal zu bitten, mit mir auszugehen. Diesmal musste sie nicht einmal darüber beten, sie sagte nur Ja. Dann hatten wir unsere erste Verabredung und acht Monate später waren wir verheiratet. Ja.

Sie fand die Verse, in denen etwas über sie geschrieben stand. Etwa fünf Monate nach unserer Hochzeit stellte Janet fest, dass sie einige äußerst schmerzhafte Knoten in der Brust hatte. Wir beteten und gingen zum Arzt. Sie machten eine Mammografie und jede Menge anderer Tests. Aber dieser Arzt hatte keine Ahnung davon, wie man mit Kranken umgeht. Er sagte im Wesentlichen: „Das Ergebnis ist nicht gut. Es ist sogar sehr, sehr schlecht. Wie es scheint, befinden sich gleich an mehreren Stellen Ihres Körpers Krebsherde.“ Als wir zum Arzt gekommen waren, hatte Janet sich noch gut gefühlt, aber jetzt war sie voller Angst. Aber sie tat das Richtige. Sie schlug sofort Gottes Wort auf und las Verse über Heilung. Wir haben erst vor ein paar Tagen darüber gesprochen und sie sagte, einer der Verse, die sie damals am meisten beeindruckten, war jener mit den Worten, die Jesus an Jairus richtete. Er ging gerade mit Jairus zu dessen Haus, um seine Tochter zu heilen, als die Diener kamen und sagten: „Was bemühst du den Lehrer noch? Deine Tochter ist tot.“ Jesus drehte sich um, sah Jairus an und sagte: „Fürchte dich nicht; glaube nur!“ Und das hielt Janet aufrecht. Wann immer Furcht in ihr aufstieg, las sie die Verheißungen für Heilung – 1. Petrus 2:24; Matthäus 8:16 und 17; Jesaja 53:4 und 5; Psalm 103:1 bis 5; Psalm 107:20 – und sie las sie wieder und wieder, bis sie Frieden in ihrem Herzen spürte. In der Bibel heißt es: „Wir gehen in die Ruhe ein als die, die geglaubt haben.“ Und das ist eines der Zeichen dafür, dass Sie Glauben haben. Ihr Herz kommt wieder zur Ruhe. Und immer wenn sie Furcht verspürte, las sie die Verse, die auf ihre Situation passten, erneut. Und wissen Sie was? Als wir das nächste Mal zum Arzt kamen, machten sie alle Tests nochmals und sagten: „Sie sind vollständig geheilt. Sie können nach Hause gehen.“ Das war vor 25 Jahren und seither hält ihre Heilung nach wie vor an.

Beim Golfspiel müssen Sie also auf die Wahl des richtigen Schlägers achten und im Leben müssen Sie die richtigen Bibelverse auswählen. Jesus rollte das Buch auf und fand die Stelle, wo etwas über Ihn geschrieben stand.

Das Nächste, über das ich sprechen möchte, ist der richtige Griff beim Golfspiel. Er ist sehr wichtig. Darüber gibt es viel zu sagen, aber ich werde es sehr einfach halten. Es gibt zwei Hauptgriffe, einmal den Vardon-Griff, bei dem sich zwei Finger so überlappen, und dann den sehr beliebten Interlock-Griff, bei dem Ihre kleinen Finger ineinander verhakt werden. Ein Baseballgriff ist kein Golfgriff, okay? Es ist wirklich wichtig, wie Sie den Schläger halten, schließlich wollen Sie ihn fest im Griff haben.

Bitte schlagen Sie mit mir 1. Korinther, Kapitel 15 auf. 1. Korinther 15. Wir lesen die Verse 1 und 2:

1. Korinther 15:1-2
„Ich tue euch aber, Brüder, das Evangelium kund, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch steht, durch das ihr auch gerettet werdet, wenn ihr festhaltet, mit welcher Rede ich es euch verkündigt habe, es sei denn, dass ihr vergeblich zum Glauben gekommen seid.“

Er sagte: „Haltet fest an der Rede, die ich euch verkündigt habe.“ In Sprüche 4:13 heißt es: „Halte fest an der Zucht“, und in Philipper 2:16 lesen wir: „Haltet das Wort des Lebens fest.“ Und mich begeistert Hebräer 2:1 aus der King-James-Version: „Deshalb sollten wir umso ernsthafter auf die Dinge achten, die wir gehört haben, damit sie uns zu keiner Zeit entgleiten.“ Wir müssen Gottes Wort fest im Griff behalten, damit es uns nicht entgleitet.

Vor ein paar Jahren war ich in Neuseeland, um dort zu predigen und an einem freien Nachmittag ging ich mit einigen Freunden Golf spielen. Sie gaben mir ein paar Schläger, aber die Griffe waren ziemlich alt und deshalb sehr weich, sodass man sie schlecht halten konnte. Zu allem Übel fing es auch noch an zu regnen, sodass die Griffe sehr rutschig wurden. Und ich weiß noch, wie ich im Abschlagsbereich stand und auf die Schlucht blickte, über die ich den Ball schlagen musste. Mit den riesigen neuseeländischen Farnen sah sie aus wie eine Szene aus Jurassic Park. Die Schlucht war etwa 30 Meter tief und man hörte, dass sich dort unten irgendwo ein Bach entlangschlängelte. Ich holte aus und machte einen guten Abschlag, aber dann rutschte mir der Schläger aus der Hand und flog geradewegs in die Schlucht hinunter. O nein! Ich fühlte mich wie der Mann in der Bibel, der die Axt im Wasser verlor und sagte: „Ach, mein Herr, sie war doch geliehen!“ Manche von Ihnen lesen ihre Bibel nicht, deshalb wissen sie jetzt nicht, wovon ich rede. Jedenfalls musste ich durch die großen, tropfnassen Farnwedel nach unten steigen und den Schläger zurückholen. Als ich wieder oben ankam, war ich völlig durchnässt. Wenn Sie den Ball auf einem Geländeabschnitt schlagen müssen, wo das Gras nicht geschnitten wird, müssen Sie den Schläger ein wenig fester halten, sonst passiert es leicht, dass er sich im Gras verfängt und verdreht wird und dann treffen Sie den Ball nicht mehr richtig. Höheres Gras erfordert also einen festeren Griff. Und auch in Ihrem Leben gibt es Situationen, in denen Sie Ihren Griff auf Gottes Wort ein wenig verstärken müssen. Wir alle müssen manchmal unseren Weg durch schwierige Umstände finden.

Ich war der Erste in meiner Familie, der gerettet wurde. Als ich vom Evangelium hörte, war ich bereits in den Zwanzigern und als ich dann zu Gott kam, galt mein erster Gedanke meiner Familie. Ich wollte, dass auch sie Christen wurden. Ich lebte damals in Oregon, ging dann aber wieder zurück nach Kalifornien. Und in Apostelgeschichte, Kapitel 16, fand ich den Vers, wo der Kerkermeister in Philippi nach dem Erdbeben zu Paulus und Silas kam und fragte: „Was muss ich tun, dass ich gerettet werde?“ Und Paulus sagte: „Glaube an den Herrn Jesus und du wirst gerettet werden, du und dein Haus.“ Das gefiel mir und ich sagte: „Ich glaube, dass auch mein Haus gerettet wird.“ Das war vielleicht ein wenig naiv, aber ich hielt daran fest. Und ich weiß noch, wie ich von Oregon nach Kalifornien zurückfuhr und fast auf dem ganzen Weg im Geist betete und immer wieder den Vers zitierte: „Glaube an den Herrn Jesus und du wirst gerettet werden, du und dein Haus.“ Einige Christen sagten: „Bayless, so kannst du das nicht sehen. Dieser Vers galt ganz speziell für den Kerkermeister.“ Nun, vielleicht war das eine Offenbarung, die Paulus dem Kerkermeister über seine Familie gab, aber hier steht nirgends, dass sie ausschließlich für ihn bestimmt war.

Es mag sein, dass ich damals noch jung und naiv war, aber ihre Einwände bewirkten nur, dass ich noch stärker an Gottes Wort festhielt. Es gibt viele Dinge und Menschen, die Sie von Gottes Wort wegbringen oder bewirken wollen, dass es Ihnen entgleitet, aber das ließ ich nicht zu. Es gab noch andere, sicher wohlmeinende Menschen, die sagten: „Bayless, ich habe gehört, wie du den Vers über deine Familie ausgesprochen hast. Aber das kannst du so nicht machen!“ Aber ich hielt trotzdem daran fest. Ich sagte: „Ihr könnt es vielleicht nicht, aber ich kann es.“ Dann wurde meine Schwester gerettet. Ich nahm sie und einen Freund mit zu einem Konzert in der Calvary Chapel, wo auch Mustard Seed Faith spielte und sie und der Freund gingen nach vorn und vertrauten ihr Leben Jesus an. Dann wurde meine Mama gerettet. Mein Vater war der härteste Brocken. Ich übertrieb es ein bisschen mit meinem Gerede über Jesus und eines Tages sagte er: „Ich mochte dich lieber, als du noch auf Drogen warst.“ Aber inzwischen hat auch er sein Herz dem Herrn anvertraut und wurde mit dem Heiligen Geist erfüllt. Die ganze Familie dient jetzt Gott. Halten Sie an Gottes Wort fest. Tragen Sie es in Ihrem Herzen und auf Ihren Lippen und lassen Sie es nicht los.

Wenn Sie je die Gelegenheit haben, das Tagebuch von Georg Müller zu lesen, sollten Sie das tun. Bevor er gerettet wurde, war er ein wilder Kerl, genau wie ich früher. Aber dann gründete er in Bristol, England, ein Waisenhaus, wo er Tausende von Waisenkindern kleidete und ernährte und ihnen eine christliche Erziehung ermöglichte. Aber das Herausragendste an seinem Leben waren sein Gebetsleben und sein Glaube. Er bekam wunderbare, übernatürliche Antworten auf seine Gebete! Eines Tages bat ihn ein Freund, für die Rettung seines Sohnes zu beten. Georg willigte ein und betete 50 Jahre lang für seine Erlösung. Dann starb Georg Müller. Die ganzen Jahre über war der Sohn nicht zu Jesus gekommen, aber auf Georgs Beerdigung kniete er nieder und vertraute Jesus sein Leben an. Der Glaube reicht auch über das Grab hinaus. Lassen Sie Gottes Verheißungen nicht los.

Manche von Ihnen sind heute hier, weil einer Ihrer Verwandten an den Verheißungen Gottes festgehalten hat. Und sein Glaube reichte über das Grab hinaus und hat sie in Gottes Reich gezogen. Halten Sie an Gottes Wort fest.

Im Januar letzten Jahres hatte ich einen furchtbaren Bootsunfall. Und ich weiß, dass ich jetzt hier bin, weil die Gemeinde im Gebet an den Verheißungen Gottes festgehalten hat. Ich bin hier aufgrund Seiner Gnade und Ihrer Gebete.

Der nächste Punkt im Hinblick auf das Golfspiel ist der Fokus. Sie müssen Ihren Blick auf den Ball gerichtet halten. Ich hatte einen Freund, der jetzt im Himmel ist. Er gab mir ein paar Tipps für das Golfen. Er sagte: „Du musst den Ball hypnotisieren. Wirf ihm einen bösen Blick zu.“ Das hat mir geholfen. Sie müssen sich konzentrieren.

Sie kennen die Geschichte, wo Petrus und die anderen Jünger in einem Boot auf dem See Genezareth waren. Es tobte ein Sturm und Jesus kam auf dem Wasser zu ihnen. Sie schrieen auf, weil sie Ihn für einen Geist hielten und Petrus sagte: „Herr, wenn du es wirklich bist, befiehl mir, auf dem Wasser zu dir zu kommen.“ Was hätte Jesus darauf sagen sollen? „Nein, ich bin es nicht“? Petrus war dabei, sich in Schwierigkeiten zu bringen. Jesus sagte: „Gut, komm.“ Petrus stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser zu Jesus, aber die Bibel sagt, dann sah er auf den Wind und die Wellen, fürchtete sich und begann zu sinken. Solange er seinen Fokus auf Jesus gerichtet hielt, geschah ein Wunder, doch in dem Moment, als er sich ablenken ließ, begann sein Glaube zu schwinden. Der Fokus ist wichtig. Halten Sie Ihren Blick auf Jesus und die Verheißungen gerichtet.

Ich hoffe, die heutige Sendung hat Ihnen gefallen und Sie haben etwas daraus mitgenommen. Ich bete, dass Sie auch nächstes Mal wieder mit dabei sind, um den zweiten Teil dieser Predigt zu hören. Aber bevor ich mich für heute verabschiede, möchte ich Ihnen noch sagen: Sie sind wertvoll in Gottes Augen. Sie sind kein Fehler und kein gesichtsloser Mensch in der Masse. Gott kennt Sie durch und durch, Er liebt Sie von Herzen und Er möchte in Ihrem Leben wirken. Ich glaube nicht, dass es Zufall ist, dass Sie mir gerade zuhören. Ich glaube, dass es einen Gott im Himmel gibt, der Ihren Namen kennt, der Ihre Umstände kennt und der Ihnen helfen will. Er hat den Schrei Ihres Herzens gehört. Und auch wenn sich das ein wenig verrückt anhört – Er will Ihnen sagen: „Ich liebe dich und ich möchte dir helfen.“ Öffnen Sie Ihm Ihr Herz. Rufen Sie Ihn im Namen Seines Sohnes Jesus an. Er wird Sie nicht enttäuschen.

 

Ein Kommentar

  • ursula kolar sagt:

    im namen des herrn danke ich euch von herzen für die frohen weihnachtsgrüsse,stärkende worte zum grossartigen fest unserem jesus
    seid gesegnet und danke vielmals für all die wunderbaren bibel botschaften

    mit lieben gedanken wünsche ich euch innige festtage es grüsst u.kolar

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