Gott zeigt dir, wie es geht

Gott möchte dir helfen, damit du dich in jeder Hinsicht vorwärts und aufwärts entwickeln kannst: spirituell, emotional und körperlich. Bayless Conley geht in dieser Predigt mehrere Möglichkeiten von Gottes Hilfe durch. Entdecke, wie man mit Gott zusammenarbeiten kann. Nicht nur, um erfolgreich zu sein, sondern ein durch und durch bedeutsames Leben zu führen.

Predigtmanuskript

Maria, Martha, Lazarus und Jesus waren so etwas wie der Single-Hauskreis im Neuen Testament. Jesus war oft bei den drei Geschwistern zu Besuch. Als Jesus einmal dort war, saß Maria zu Seinen Füßen, Jesus lehrte und Martha rannte die ganze Zeit herum. Sie stand in der Küche und ärgerte sich über Jesus und sagte zu Ihm: „Sag doch Maria, dass sie mir helfen soll!“ Aber Jesus antwortete: „Nein, Maria hat das Bessere gewählt, und das werde ich ihr nicht wegnehmen.“ Vielleicht sind Sie ebenso beschäftigt wie Martha. Nehmen Sie sich jetzt Zeit für das Ewige wie Maria. Setzen wir uns hin und hören wir gemeinsam auf Gottes Wort. Jesaja 48:17 „So spricht der Herr, dein Erlöser, der Heilige Israels: Ich bin der Herr, dein Gott, der dich lehrt zu deinem Nutzen, der dich leitet auf dem Weg, den du gehen sollst.“ Diese Aussage beschreibt sowohl Gottes Wesen als auch Seinen Wunsch für alle Menschen aller Zeiten. Er ist unser Erlöser und unser Herr und Er lehrt uns zu unserem Nutzen. Das hebräische Wort, das hier mit „zu deinem Nutzen“ übersetzt wird, bedeutet wörtlich „vorankommen und profitieren“. Ich für meinen Teil möchte in meinem Leben gern vorankommen. Ich möchte noch viel mehr von all dem empfangen, was Jesus durch Seinen Tod für mich erreicht hat. Wer von Ihnen möchte in seinem Leben mit Gott auch vorankommen? Schlagen Sie mit mir den Titusbrief  in Kapitel 3 auf. Wir wollen sehen, welchen Nutzen gute Werke haben. Titusbrief, Kapitel 3. Der Nutzen guter Werke. Ich lese ab Vers 8. Da schreibt Paulus: Titus 3:8-9 „Das Wort ist gewiss; und ich will, dass du auf diesen Dingen fest bestehst, damit die, die zum Glauben an Gott gekommen sind, darauf bedacht sind, sich um gute Werke zu bemühen. Dies ist gut und nützlich für die Menschen. Törichte Streitfragen aber und Geschlechtsregister und Zänkereien und gesetzliche Streitigkeiten vermeide! Denn sie sind unnütz und wertlos.“ Die Bibel sagt, dass wir nicht diskutieren und streiten sollen, denn das bringt niemanden Gott näher. Stattdessen sollen wir gute Werke tun, denn das ist nützlich. Gute Werke nützen den Menschen. Zum einen hat derjenige einen Nutzen davon, für den man es tut. Ob das nun der Nachbar ist, dem man eine Mahlzeit kocht oder den Rasen mäht, jemand, dem man die Einkäufe ins Haus trägt, jemand, auf dessen Kind man aufpasst oder jemand, den man tröstet. Wer auch immer es sein mag. Gute Taten haben immer einen direkten Empfänger. Aber gute Taten nützen auch der Kirche. Denn der Ruf der Kirche steigt bei den Menschen. Dann wissen die Leute: „Wenn ich Hilfe brauche, kann ich dort hingehen. In dieser Kirche wird einem geholfen. Wenn ich dort hingehe, werde ich getröstet. Wenn ich dort hingehe, finde ich Antworten.“ Deswegen profitiert auch die Kirche davon, wenn ihre Mitglieder gute Werke tun. Und es nützt Menschen, die sich gerade mit der guten Nachricht auseinandersetzen und sehen, dass Christen mehr tun als nur zu reden. Dann sehen sie nämlich, dass Christen der guten Nachricht Arbeitshosen anziehen, damit hinausgehen und gute Werke im Namen des Herrn tun. Das wird viele harte Herzen berühren, so dass diese Menschen die Botschaft der Bibel ernst nehmen und sich Gott zuwenden. Schauen wir uns an, wie oft hier von guten Werken die Rede ist. In Kapitel 2, Vers 7 lesen wir: Titus 2:7 „… indem du in allem dich selbst als ein Vorbild guter Werke darstellst! In der Lehre beweise Unverdorbenheit, würdigen Ernst,…“ Wir sind also ein Vorbild guter Werke. Und in Vers 14 heißt es: Titus 2:14 „Der hat sich selbst für uns gegeben, damit er uns loskaufte von aller Gesetzlosigkeit und sich selbst ein Eigentumsvolk reinigte, das eifrig sei in guten Werken.“ Wir sollen eifrig oder mit Leidenschaft gute Werke tun. Kapitel 3, Vers 1: Titus 3:1 „Erinnere sie, staatlichen Gewalten und Mächten untertan zu sein, Gehorsam zu leisten, zu jedem guten Werk bereit zu sein…“ Dann ist natürlich in Vers 8 von guten Werken die Rede. Und dann Vers 14 in Kapitel 3: Titus 3:14 „Lass aber auch die Unseren lernen, sich für die notwendigen Bedürfnisse um gute Werke zu bemühen, damit sie nicht unfruchtbar seien!“ Gute Werke zu tun wird hier sehr oft erwähnt. Eins muss klar sein: Wir tun nicht gute Werke, weil wir dadurch gerettet werden. Wir tun gute Werke, weil wir schon gerettet sind. Niemand wird durch gute Werke gerettet. Das lesen wir in Kapitel 3, ab Vers 5: Titus 3:5-6 „Er rettete uns, nicht aus Werken, die, in Gerechtigkeit vollbracht, wir getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit durch die Waschung der Wiedergeburt und Erneuerung des Heiligen Geistes. Den hat er durch Jesus Christus, unseren Retter, reichlich über uns ausgegossen.“ Gute Werke sind die Frucht eines neuen Lebens. Sie sind nicht der Preis für neues Leben. Das dürfen wir nicht vergessen: Gute Werke sind die Frucht. Sie sind ein natürlicher Nebeneffekt des neuen Lebens. Sie sind nicht der Preis für die Erlösung. Der einzige Preis für die Erlösung ist das kostbare Blut von Jesus Christus. Auch Jesus hat einiges über gute Werke gesagt. Sicher kennen Sie Matthäus 5:16: „So soll euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen.“ Gute Werke bringen die Menschen dazu, Gott zu loben. Gute Werke sind eine eindrückliche Predigt und die Menschen werden zuhören, indem sie beobachten. Schlagen Sie mit mir den 1. Petrusbrief auf, Kapitel 2. 1. Petrus 2. In Vers 12 steht: 1. Petrus 2:12 „Führt euren Wandel unter den Nationen gut, damit sie, worin sie gegen euch als Übeltäter reden, aus den guten Werken, die sie anschauen, Gott verherrlichen am Tage der Heimsuchung!“ Menschen, die uns gegenüber misstrauisch sind, uns anklagen oder sogar feindlich eingestellt sind, werden wir für Jesus gewinnen, wenn sie unsere guten Werke sehen. Sie beobachten uns. Ihr Verhalten wird sich ändern. Ihre Meinung wird sich ändern. Und sie werden offen sein für Gott. Ich denke da an einen Freund von mir, Jeff Perry aus St. Louis. Seine Kirchengemeinde hatte ein großes Gebäude in einem Geschäftskomplex gemietet und zu einer wunderschönen Kirche umgebaut. Sie hatten ein teures Soundsystem installiert und neue Teppiche gekauft. Und gerade als alles fertig war, brach der Damm in Chesterfield Valley und das Tal wurde überflutet. Das Wasser stand viereinhalb Meter hoch im Gebäude. Mit Ästen, Giftschlangen und Fröschen drin. Alles war hin. Es war alles kaputt! Nicht nur bei ihnen, sondern im ganzen Tal. Alle Häuser und Firmengebäude waren überschwemmt worden. Alles war voller Schlamm. Als das Wasser endlich wieder weg war, war alles ruiniert. Und Jeff entschied, dass die Gemeinde, statt sich um ihr eigenes Gebäude zu kümmern, zuerst den anderen helfen sollte. In den folgenden zwei Jahren hielten sie ihre Gottesdienste im Keller einer Adventistengemeinde oder in einer anderen Kirche. Zwei Jahre lang halfen sie als Gemeinde anderen Leuten, ihre Häuser sauberzumachen. Sie trafen sich jeden Tag, machten Häuser und Geschäftshäuser sauber und erledigten kostenlos Reparaturen. Und wissen Sie was? Der Bürgermeister der Stadt übergab ihnen weinend die Schlüssel der Stadt. Die Mitglieder des Stadtrates sagten weinend: „Ihr habt unsere Stadt gerettet!“ Und Hunderte von Menschen wurden Christen. Weil sie gesehen haben, wie die gute Nachricht praktisch wird. Es muss auch nicht immer die ganze Gemeinde sein. Manchmal reicht auch ein Einzelner. Ich kenne einen Pastor in einer der am dichtesten besiedelten Städte der Welt, wo fast jeder in einem Hochhaus lebt. Er hat eine kleine Wohnung in einem Hochhaus und ermutigt die Menschen, nach Gelegenheiten zu suchen, den anderen in ihrem Haus etwas Gutes zu tun. Also sind die Leute in ihrem Haus Fahrstuhl gefahren, nur um zu sehen, ob sie jemandem helfen können, die Einkäufe hochzubringen. Und so fanden Hunderte zu Jesus, weil ihnen jemand geholfen hatte, die Einkäufe zu tragen. Das ist nicht schwer. - Das kann sogar ich! Sie werden staunen, wie viel eine gute Tat bewirken kann. Irgendjemanden wird es immer geben, dem wir helfen können. Wir sollen eifrig und mit Leidenschaft darauf bedacht sein, gute Werke zu tun und uns bemühen, notwendigen Bedürfnissen zu begegnen. Dazu sind wir berufen. Gute Werke sind von Nutzen für diejenigen, an die sie gerichtet sind. Sie sind von Nutzen für die Kirche. Und sie sind von Nutzen für die, die zuschauen und sehen wollen, ob Ihr Christsein echt ist und nicht nur heiße Luft. Jetzt kommen wir zum zweiten Punkt. Schlagen Sie doch mit mir den 1. Timotheusbrief, Kapitel 4 auf. Hier geht es um den Nutzen der Gottseligkeit. 1. Timotheus. Der Nutzen der Gottseligkeit. Ich lese ab Vers 7: 1. Timotheus 4:7-8 „Die unheiligen und altweiberhaften Fabeln aber weise ab, übe dich aber zur Gottseligkeit; denn die leibliche Übung ist zu wenigem nütze, die Gottseligkeit aber ist zu allen Dingen nütze, weil sie die Verheißung des Lebens hat, des jetzigen und des zukünftigen.“ Gottseligkeit ist also in zwei Weisen nützlich. Mit Gottseligkeit ist gemeint, Jesus ähnlicher zu werden, der Mensch zu werden, als den Gott Sie geschaffen und zu dem Er Sie berufen hat sowie auf Ihrem Weg mit Gott voranzukommen. Wenn wir vorankommen wollen, müssen wir uns in Gottseligkeit üben. Wir müssen bereit sein, uns von Dingen zu befreien, die unser geistliches Vorankommen behindern, so wie ein Athlet der Antike alles abgelegt hat, das ein schnelles Vorankommen behindert hätte. Wissen Sie, Freunde, das Problem ist, dass die menschliche Seele wie an einer Waage hängt. Unser geistliches Leben hängt wie an einer Waage. Der Schreiber des Hebräerbriefes stellt das auch so dar. Schlagen Sie doch mit mir Hebräer 12 auf. Hebräerbrief, Kapitel 12. Im elften Kapitel geht es um die Helden und Heldinnen des Glaubens, die für Gott große Taten getan und Ihm in schwierigen Situationen vertraut haben. Und in Kapitel zwölf werden sie dann als eine große Wolke von Zeugen bezeichnet. Lesen wir ab Vers 1. Hebräer 12:1 „Deshalb lasst nun auch uns, da wir eine so große Wolke von Zeugen um uns haben, jede Bürde und die uns so leicht umstrickende Sünde ablegen und mit Ausdauer laufen den vor uns liegenden Wettlauf.“ Hier geht es darum, wie Gott uns und wir uns selbst korrigieren, wenn wir Sünde gegenüberstehen. Da steht, wir sollen „jede Bürde und Sünde ablegen“. Ich denke, die meisten von uns wissen, wo wir in unserem Leben Sünden haben, die unser Vorankommen behindern, uns fesseln und geistlich gefangen halten. Aber Bürden sind noch etwas anderes. Paulus unterscheidet hier zwischen Bürden und Sünden. Bürden sind Dinge, die an sich nicht falsch sind, die man nicht direkt als sündig bezeichnen würde. Überlegen Sie einmal, was das bei Ihnen sein könnte. In der Bibel steht, wir sollen alle Bürden ablegen. Das können ganz legale Sachen sein. Eine solche Bürde kann zum Beispiel zu viel Fernsehen sein. Tief in unserem Inneren spüren wir, dass es uns hindert, geistlich voranzukommen. Oder vielleicht ist es zu viel Essen. Vielleicht steht man zu oft vor dem Tempel „Kühlschrank“ und sitzt zu oft am Altar namens „Küchentisch“, um ein Opfer darzubringen. Vielleicht ist es auch eine bestimmte Haltung, die mich daran hindert, voranzukommen. Oder vielleicht hindern mich Menschen daran, mit Gott vorwärts zu gehen. Sicher finde ich Gründe dafür, den Kontakt zu diesen Freunden zu halten und sicher ist diese Freundschaft an sich keine Sünde. Aber tief in mir weiß ich, dass mich diese Freunde daran hindern, geistlich weiterzukommen und meiner Berufung durch Gott zu folgen. Die Bibel fordert uns auf, nicht nur die Sünde, sondern auch alles andere abzulegen, das uns behindert und uns stattdessen in Gottseligkeit zu üben. Sicher kennen wir alle solche Hindernisse in unserem Leben, die wir ablegen müssen, um besser voranzukommen und auf unserer Reise mit Gott immer weiter vorwärts zu gehen. Etwas, das viel damit zu tun hat, ist auch der Nutzen von Gottes Ermahnungen und das ist der dritte Punkt, über den ich sprechen möchte. Wir lesen weiter in Hebräer 12, ab Vers 5. Der Nutzen von Gottes Ermahnungen. Hebräer 12:5-11 „Ihr habt die Ermahnung vergessen, die zu euch als zu Söhnen spricht: Mein Sohn, schätze nicht gering des Herrn Züchtigung, und ermatte nicht, wenn du von ihm gestraft wirst! Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er; er schlägt aber jeden Sohn, den er aufnimmt. Was ihr erduldet, ist zur Züchtigung: Gott behandelt euch als Söhne. Denn ist der ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt? Wenn ihr aber ohne Züchtigung seid, deren alle teilhaftig geworden sind, so seid ihr Bastarde und nicht Söhne. Zudem hatten wir auch unsere leiblichen Väter als Züchtiger und scheuten sie. Sollen wir uns nicht vielmehr dem Vater der Geister unterordnen und leben? Denn sie züchtigten uns zwar für wenige Tage nach ihrem Gutdünken, er aber zum Nutzen…“ Sagen Sie: „zu meinem Nutzen“. „… damit wir Seiner Heiligkeit teilhaftig werden. Alle Züchtigung scheint uns zwar für die Gegenwart nicht Freude, sondern Traurigkeit zu sein; nachher aber gibt sie denen, die durch sie geübt sind, die friedvolle Frucht der Gerechtigkeit.“ Hier ist davon die Rede, dass Gott den Finger auf die Sünden und Lasten legt, die uns behindern und vielleicht sogar drohen, uns ganz und gar vom richtigen Weg abzubringen, wenn wir sie nicht ablegen. Aber die Ermahnung und Züchtigung, von der hier die Rede ist, zwingt Gott Ihnen nicht auf. Sehen Sie, hier steht: „… was ihr erduldet“. Und da steht: „Wenn ihr aber ohne Züchtigung seid…“ Mit anderen Worten, Sie haben die Wahl. Sie können die Ermahnungen Gottes zurückweisen. Sie können sich weigern, auf Ihn zu hören. Ich habe schon Leute gehört, die gesagt haben: „Der Herr hat mich krank gemacht, um mich zu züchtigen.“ Gott macht Sie nicht krank. Wenn hier auf der Erde Eltern ihre Kinder absichtlich krank machen, steckt man sie ins Gefängnis. Denn das ist Kindesmissbrauch. Gott tut das nicht. Er wird Ihnen nie etwas auferlegen, von dem Jesus Sie durch Seinen Tod befreit hat. Niemals. Aber offensichtlich korrigiert Gott Seine Kinder. Er züchtigt alle seine Kinder. Mir gefällt, was D. L. Moody einmal gesagt hat. Er erzählte, dass ihn seine Mutter als Kind mit einem Zweig vom Pfirsichbaum geschlagen hat. Er sagte: „Je weiter sie weg war, desto mehr hat es wehgetan.“ Und er sagte: „Ich habe etwas herausgefunden. Wenn ich ganz nah bei Mama stand, konnte sie nicht so gut ausholen und es tat viel weniger weh.“ Und dann sagte er: „Wenn Gott Sie züchtigt, gehen Sie ganz nah an Ihn heran.“ Ich finde, das ist ein guter Rat. Ganz einfach gesagt: Wenn Gott Sie wegen irgendetwas ermahnt, dann zahlt es sich aus, zu gehorchen. Er tut es zu Ihrem Nutzen. Wie in Vers 11 steht, ist es nicht angenehm, korrigiert und gezüchtigt zu werden. Aber wenn wir nachgeben und uns ändern, wird das von großem Nutzen sein. Das kann zum Beispiel ein junges Mädchen sein, dem Gott sagt, dass es die Beziehung zu einem jungen Mann beenden soll. Die Beziehung behindert sie und bringt sie dazu, faule Kompromisse einzugehen. Aber sie hängt sehr an dieser Beziehung und diesem Jungen. Dann ist es ganz und gar nicht angenehm für sie, wenn sie Gott gehorcht, auf Gottes Ermahnung hört und die Beziehung beendet. Oder jemand, dem Gott zeigt, dass er Situationen oder Dinge meiden soll, die ihn dazu bringen,  Kompromisse einzugehen. Oder das junge Mädchen, das ein paar Mal in der Woche mit ihren Freundinnen ausgeht. Ihre Freundinnen sind auch christlich erzogene Mädchen. Und sie gehen einfach gern als Mädels zusammen feiern. Sie gehen miteinander aus, um Spaß zu haben. Aber dann sagt Gott zu einem der Mädchen: „Hör auf damit. Erstens schadet es deinem guten Ruf. Und zweitens weißt du selbst, dass du dich dadurch in die Gefahr begibst, Kompromisse einzugehen. Schau nur mal, in welche Situationen du dich schon gebracht hast, seit du damit angefangen hast.“ Gott ermahnt sie. Und sie weiß genau, was kommen wird. Sie entscheidet sich, Gott zu gehorchen. Aber einige ihrer Freundinnen regen sich darüber auf: „Hältst du dich für etwas Besseres, Madame Superheilig?“ Was einige ihrer Freundinnen zu ihr sagen, verletzt sie sehr und es fällt ihr nicht leicht, das durchzuziehen. Aber sie gehorcht Gott und lässt sich korrigieren. Und dann stellt sich heraus, dass Gott auch eines der anderen Mädchen ermahnt hat. Dieses Mädchen kommt zu ihr und sagt: „Weißt du was? Gott hat mir vor ein paar Monaten das Gleiche gesagt, aber allein habe ich es nicht geschafft. Aber wenn du es durchziehst, dann mache ich mit und gehe mit dir in die Kirche. Ich bin weggelaufen, aber ich will wieder zurück zu Gott.“ Ihr Gehorsam nützt also sogar noch ihrer Freundin. An einem der Abende, an denen sie sonst ausgegangen ist, geht sie nun in die Bibelstunde und ihr geistliches Leben fängt an zu blühen. Das ist ihr eigener Nutzen. Und dann trifft sie in der Bibelstunde eine Frau, die sie einer bestimmten Firma vorstellt und für sie ergeben sich neue Berufschancen. Auch das nützt ihr. Und außerdem lernt sie in der Bibelstunde den jungen Mann kennen, den sie später heiratet. Gott ermahnte sie zu ihrem eigenen Nutzen. Aber es war nicht einfach und es tat weh, sich der Korrektur zu unterwerfen. Ich könnte Ihnen den ganzen Tag lang Geschichten erzählen, wie Gott mich ermahnt hat; aber eigentlich geht Sie das ja gar nichts an. Also behalte ich das im Moment mal für mich. Aber ob es nun darum geht, ein Verhalten oder eine Haltung zu ändern - lassen Sie sich von Gott korrigieren. Es ist zu Ihrem Nutzen. Schlagen Sie bitte das nächste Buch auf, den Jakobusbrief, Kapitel 2. Wir kommen zum vierten und letzten Punkt, den ich heute ansprechen möchte. Das ist der Nutzen des Glaubens und der Werke. Der Nutzen des Glaubens und der Werke. Jakobus 2:14-17 „Was nützt es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, hat aber keine Werke? Kann etwa der Glaube ihn retten? Wenn aber ein Bruder oder eine Schwester dürftig gekleidet ist und der täglichen Nahrung entbehrt, aber jemand unter euch spricht zu ihnen: Geht hin in Frieden, wärmt euch und sättigt euch!, ihr gebt ihnen aber nicht das für den Leib Notwendige, was nützt es? So ist auch der Glaube, wenn er keine Werke hat, in sich selbst tot.“ Schön ist hier die Neues-Leben-Übersetzung: „Glaube, der nicht zu guten Taten führt“. Glaube, der nicht zu guten Taten führt, ist tot. Illustriert wird das hier mit jemandem, der nichts anzuziehen und nichts zu essen hat. Anstatt ihm etwas zu geben, sagt man nur zu ihm: „Mein Bruder, meine Schwester, ich wünsche dir alles Gute. Ich wünsche dir, dass du etwas anzuziehen und zu essen findest. Gehe hin in Frieden.“ Die guten Worte nützen ihm gar nichts. O nein. Eine Mahlzeit und eine Decke würden ihm viel mehr nützen. Und so können wir auch behaupten, wir hätten Glauben, aber wenn er nicht zu guten Taten führt und unsere Hände und Füße bewegt, nützt das überhaupt nichts. Das ist ein toter Glaube. Es ist kein lebendiger Glaube. Aber ein Glaube, der zu guten Taten führt, ist von großem Nutzen. Wie oft ist es so, dass Gottes Versprechen logisch gesehen keinen Sinn ergeben. Die Rechnung geht nicht auf. Aber, Freunde, wenn wir Gott gehorchen und handeln und nicht nur darüber reden, dann wird der Glaube lebendig und bringt uns großen Nutzen. Schlagen wir gemeinsam das 5. Kapitel des Jakobusbriefes auf. Jakobus, Kapitel 5. Lesen wir ab Vers 14. Jakobus 5:14-15 „Ist jemand krank unter euch? Er rufe die Ältesten der Gemeinde zu sich, und sie mögen über ihm beten und ihn mit Öl salben im Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten…“ Das griechische Wort, das hier mit „retten“ übersetzt wird, bedeutet auch „heilen“. „… und der Herr wird ihn aufrichten, und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm vergeben werden.“ Machen Sie sich bewusst: Jesus hat für die Sünde der Menschheit bezahlt. Er macht das Ungöttliche göttlich, das Unreine rein, das Unheilige heilig und das Schmutzige sauber. Er hat Sein kostbares Blut am Kreuz vergossen, um den Preis für unsere Schuld zu bezahlen. Und am dritten Tag ist Er auferstanden. Sie können in Ihrer geheizten oder klimatisierten Kirche sitzen und sagen: „Wunderbar. Das ist schön“ und trotzdem genauso wenig gerettet sein wie die Straßenlampe vor der Tür. Es geht darum, was Sie tun! In der Bibel steht, dass der gerettet wird, der glaubt, dass Gott Jesus von den Toten auferweckt hat und Ihn mit seinem Mund als Herrn bekennt. Wir müssen bereuen und glauben. Bereuen heißt, dass wir uns innerlich verändern und sich diese Veränderung auch äußerlich zeigt. So lange ich nicht reagiere und handle, ist mein Glaube tot. Er bringt keine Frucht. Er ist nutzlos. Ich glaube, in den Kirchen in den USA und in der ganzen Welt sitzen viele, viele Menschen, die nicht wirklich gerettet sind. Man wird nicht dadurch Christ, dass man in die Kirche geht. Man ist nicht Christ, weil man in einem „christlichen Land“ aufgewachsen ist. Und eine christliche Familie macht einen auch nicht zum Christen. Jeder muss selbst auf die gute Nachricht reagieren und dementsprechend handeln. Und wissen Sie, Jesus zum Herrn seines Lebens zu machen, ist eine radikale Entscheidung. Wenn Sie Jesus als Ihren Herrn annehmen, wird nichts mehr so sein wie vorher. Ihr Leben wird sich verändern. Sie werden anders reden. Sie werden die Welt mit anderen Augen sehen. Sie werden Ihre Feinde mit anderen Augen sehen. Sie werden zu Hause ein anderer sein. Wenn Sie diese radikale Entscheidung treffen, wird sich alles ändern. Wenn Ihre Überzeugung, Ihr Handeln und Ihre Worte übereinstimmen, dann wird sich alles ändern. Sie haben jetzt die Gelegenheit, diese Entscheidung zu treffen. Neigen Sie doch kurz Ihren Kopf und schließen Sie Ihre Augen. Legen Sie eine Hand auf Ihr Herz und sagen Sie: Gott, ich komme zu Dir und ich danke Dir. Danke, dass Du mich so sehr geliebt hast, dass Du Deinen Sohn gesandt hast, um für mich zu sterben. Jesus, danke, dass Du ans Kreuz gegangen bist, um für meine Schuld zu bezahlen. Ich glaube, dass Du auferstanden bist und ich bitte Dich jetzt: Komm in mein Leben. Sei mein Herr und Retter. Ab jetzt gehöre ich nicht mehr mir selbst. Alles, was ich habe und bin, lege ich in Deine Hände, Jesus. Ich will gehen, wohin Du mich führst. Amen. Ich hoffe, dass diese Sendung ein Segen für Sie war. Und wenn Sie regelmäßig zuschauen, wenn Sie unsere Sendungen im Fernsehen schauen, via Livestream zuschalten oder sich gern die Predigten aus dem Onlinearchiv hören, dann möchte ich Sie ermutigen, etwas zu tun. Ich tue das sonst selten, aber ich bitte Sie jetzt, unsere Arbeit zu unterstützen. Das meiste wird durch meine Gemeinde getragen und es ist nicht billig, diese Sendungen zu produzieren. Beten Sie darüber, ob Sie uns regelmäßig monatlich unterstützen sollen. Auch wenn es nur wenig ist - wenn Sie uns unterstützen, helfen Sie uns und machen unsere Last ein wenig leichter. Beten Sie darüber und handeln Sie in Jesu Namen. Gott segne Sie.  

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