In der Krise glauben – Harrison Conley

Jeder hat manchmal Probleme. Auch Menschen, die Jesus nachfolgen, sind nicht gegen Schmerz und Schwierigkeiten gefeit. Wie können wir also auf schwierige Zeiten reagieren? Harrison Conley spricht über drei verschiedene Arten, wie wir Gottes Versorgung mitten in der Krise erleben können. Lass dich ermutigen, an der Hoffnung festzuhalten und erwartungsvoll zu glauben.

Predigtmanuskript

Willkommen zu dieser Sendung. Mein Name ist Bayless Conley. Wir nennen dies die Sendung der Antworten, weil wir festgestellt haben, dass in der Bibel Antworten stehen. Wir suchen also in der Bibel nach Antworten für die Schwierigkeiten und Krisen des Lebens. Und heute haben wir etwas ganz Besonderes für Sie. Diese Predigt hält mein Sohn Harrison. Und wir lassen ihn nicht predigen, weil er mein Sohn ist. Nein, Gott hat diesen jungen Mann wirklich begabt. Sie werden es merken. Er hält eine großartige Predigt über Glauben in der Krise.

Wir wollen heute etwas über das Volk Israel lesen, die Kinder Gottes. Sie werden von König Saul und seinem Sohn Jonathan angeführt und führen gerade mit einem Nachbarvolk, den Philistern, Krieg. Israel und die Philister scheinen im Alten Testament ständig miteinander Krieg zu führen.

In 1. Samuel 13 erfahren wir, dass die Philister eine unglaublich große Armee hatten. Sie hatten 30.000 Streitwagen, 6.000 Reiter und so viele Soldaten, dass sie „wie Sandkörner am Meer“ beschrieben werden. Israel hatte im Gegensatz dazu ganze 600 Soldaten. Sie hatten mal 3000, aber die meisten bekamen Angst und waren weggelaufen. Also waren nur noch 600 übrig.

Und zudem lesen wir, dass es im Lager der Israeliten kein Schwert und keinen Speer gab außer die von König Saul und von Jonathan. Man kann also sagen, dass die Stimmung bei den Israeliten auf dem Tiefststand war. Es herrschte Krisenstimmung. Und gerade als sie dachten, es könne nicht noch schlimmer kommen, hatte Jonathan eine verrückte Idee. Ich lese es Ihnen vor.

In 1. Samuel 14,1 steht:

„Und es geschah eines Tages, dass Jonathan, der Sohn Sauls, zu dem Waffenträger sagte: Komm, lass uns hinübergehen zu dem Posten der Philister, der dort drüben ist! Seinem Vater aber teilte er es nicht mit.“

Vers 6:

„Und Jonathan sprach zu dem Waffenträger: Komm, lass uns hinübergehen zu dem Posten dieser Unbeschnittenen! Vielleicht wird der Herr etwas für uns tun, denn für den Herrn gibt es kein Hindernis, durch viel oder durch wenig zu helfen.“

Drücken wir kurz auf „Pause“. Verstehen Sie, was hier passiert? Jonathan hat auf einmal die Idee, mit seinem Waffenträger hinüberzugehen und zu zweit gegen die ganze Armee der Philister zu kämpfen. Man muss seinen Mut einfach lieben. Und mir gefällt, wie er das Ganze angeht. Er sagt: „Ich habe eine Idee. Vielleicht schenkt Gott mir Erfolg.“ Das gefällt mir.

Vers 7:

„Und sein Waffenträger antwortete ihm: Tu alles, was du vorhast! Geh nur hin! Siehe, ich bin mit dir in allem, was du vorhast.
Und Jonathan sagte: Siehe, wir wollen zu den Männern hinübergehen und uns ihnen zeigen. Wenn sie dann zu uns sagen: Halt, bis wir zu euch gelangt sind! – so wollen wir stehen bleiben, wo wir sind, und nicht zu ihnen hinaufgehen. Wenn sie aber so sprechen: Kommt zu uns herauf! – so wollen wir hinaufsteigen, denn der Herr hat sie in unsere Hand gegeben. Das soll uns zum Zeichen sein.
Und beide zeigten sich dem Posten der Philister. Da sprachen die Philister: Sieh an, Hebräer kommen aus den Löchern hervor, in denen sie sich versteckt haben! Und die Männer der Wache riefen Jonathan und seinem Waffenträger zu und sagten: Kommt zu uns herauf, so wollen wir es euch schon lehren!
Da sagte Jonathan zu seinem Waffenträger: Steig hinauf, mir nach! Denn der Herr hat sie in die Hand Israels gegeben. Und Jonathan stieg auf Händen und Füßen hinauf und sein Waffenträger ihm nach. Und sie“ – die Philister – „fielen vor Jonathan zu Boden, und sein Waffenträger hinter ihm tötete sie.“

Ab Vers 14:

„So traf der erste Schlag, den Jonathan und sein Waffenträger taten, an die zwanzig Mann, sie fielen etwa auf einer halben Furchenlänge eines Joches Acker.
Und es entstand ein Schrecken im Lager“ – der Philister – „auf dem Feld und unter dem ganzen Kriegsvolk. Auch der Posten und die Schar, die das Land verwüsten sollte, erschraken. Und die Erde erbebte, und so entstand ein Schrecken Gottes.“

Gehen wir zu Vers 23. So endet die Geschichte:

„So rettete der Herr Israel an demselben Tag. Und der Kampf zog sich bis über Bet-Awen hinaus.“

Ich empfehle Ihnen, die Geschichte noch einmal selbst ganz zu lesen. Aus Zeitgründen haben wir ein paar Verse übersprungen. Aber es ist eine typische Außenseitergeschichte. Jonathan und sein Waffenträger haben keinerlei Chance. Aber im Glauben gehen sie mitten in der Krise vorwärts und vertrauen darauf, dass Gott auf ihrer Seite ist und sie versorgt.

Ich sehe in dieser Geschichte drei verschiedene Wege, wie Gott versorgt. Und ich glaube, dass sich diese drei Dinge übertragen lassen. Mit anderen Worten: Sie müssen nicht auf diese Seiten beschränkt bleiben. Sie können auch in unserem Leben Wirklichkeit werden. Wir dürfen erwarten, dass Gott uns auf die gleiche Weise versorgt, unabhängig davon, in welcher Krise wir stecken oder vor welchen Problemen wir stehen.

Damit Sie es sich leichter merken und es besser verarbeiten können, fängt alles mit einem V an. Die drei Wege, wie Gott versorgt, sind Gottes Vollmacht, Gottes Versprechen und Gottes Volk.

Fangen wir mit dem ersten Weg an: Gottes Vollmacht. Wir sollen mitten in der Krise erwarten, dass sich Gottes Vollmacht zeigt. Gehen wir zurück zu Kapitel 14, Vers 1 und schauen wir, wie die Geschichte anfängt. Da steht: „Und es geschah eines Tages …“ Unterstreichen Sie in Ihrer Bibel die Wörter „eines Tages“. Wenn man die Details im historischen Kontext betrachtet, deutet nichts darauf hin, dass an diesem Tag etwas Übernatürliches, Gutes oder Wundersames geschehen würde. Wenn überhaupt, dann würde dieser eine Tag eher schlimmer und unheilbringender werden als alle Tage zuvor.

Überlegen wir es uns einmal allein von der Logik her. Israel ist einen Tag näher dran, vom Feind überwältigt zu werden, dass die Vorräte im Lager ausgehen und dass die restlichen 600 Mann auch noch desertieren, weil ihr Mut und ihre Standhaftigkeit aufgebraucht sind. Sie sind ihrem Tod und ihrer Versklavung durch den Feind einen Tag näher. Doch an diesem einen Tag, an dem man es am wenigsten erwarten würde, greift Gott mit seiner Versorgung und seiner Vollmacht ein und schenkt ihnen den Sieg – und zwar nicht durch Unmengen von Soldaten, sondern durch nur zwei Männer.

Ich kenne die Details der Krise nicht, in der Sie gerade stecken. Aber ich sage Ihnen: Verlieren Sie nicht den Mut. Die Grenzen der Logik gelten nicht für unseren Gott. Vielleicht denken Sie, dass Sie Ihrem Verderben einen Tag näher sind, einen Tag näher an dem Punkt, an dem die Situation sich nicht zu Ihren Gunsten entscheiden wird. Aber sehen Sie, Gottes Vollmacht ist größer als Ihre Situation. Wir dienen dem Gott, der ein Experte für Unmögliches ist. Denn so ist klar, wer in all dem die Ehre bekommt.

Ich nenne Ihnen eine Gleichung, an der wir unser Leben ausrichten können: „Gott“ plus „Nichts“ ist gleich „Alles“. Manchmal stecken wir in einer Situation und denken: „Okay, ich muss alles durchdenken. Wenn ich meine Intuition und meine Intelligenz nutze, einen Plan mache und meine ganze Kraft in diese Gleichung stecke, dann schaffe ich das.“ Freund, ich sage Ihnen: Wir dienen dem Gott, der ein Experte für Unmögliches ist. Es ist nur „Gott“ plus „Nichts“. Sie können nichts dazu beitragen. „Gott“ plus „Nichts“ ist gleich „Alles“. Wenn Gott für Sie ist, kann nichts gegen Sie sein. Wir dienen dem Gott, der ein Experte dafür ist, es an einem Tag zu drehen.

In unserer Kirche gibt es ein Ehepaar, das ich recht gut kenne. In den ersten Jahren ihrer Ehe erlebten sie viele Schwierigkeiten. Durch verschiedene Ereignisse standen sie schließlich am Rand einer Scheidung. Die Frau war gläubig. Sie ging so oft zur Kirche, wie sie konnte. Der Mann interessierte sich nicht dafür. Und menschlich gesehen gab es nicht mehr viel Hoffnung für diese Ehe. Menschlich gesehen war die Ehe vorbei.

Aber eines Tages beschloss der Mann, mit seiner Frau zum Gottesdienst zu kommen. Und dort im Gottesdienst begegnete er eindeutig dem lebendigen Gott. Sein Herz, das steinhart gewesen war, wurde weich und er gab sein Leben Jesus. In diesem Moment, an diesem einen Tag, wurde alles anders. Auf einmal veränderte sich sein Verhalten. Er behandelte seine Frau anders. Seine Haltung wurde anders. Sein Blick auf das Leben veränderte sich. Und Gott machte eine kaputte Ehe wieder heil. Heute, einige Jahre später, führen sie eine der gesündesten Ehen, die ich kenne. Sie sind eine der liebevollsten Familien, die ich kenne. Wenn man sich diese Geschichte anschaut, fragt man sich: Was ist da passiert? Nun, mitten in der Krise begegneten sie der Vollmacht Gottes.

Ich kenne einen anderen Mann, der hoffnungslos von Drogen und Alkohol abhängig war. Er suchte nach Antworten, aber an den falschen Orten. Durch seine Süchte und sein Verhalten hatte er sich von seiner Familie entfremdet und befand sich auf einem sehr zerstörerischen Weg. Doch dann kam eines Tages in einem Park ein zwölfjähriger Junge zu ihm und erzählte ihm von Jesus. Und das führte ihn auf einen Weg, der in einer Straßenmission in Medford, Oregon, endete, wo er sein Leben Jesus anvertraute. Innerhalb eines Augenblicks wurde er von Drogen- und Alkoholsucht befreit. Er konnte nach Hause gehen und sich mit seiner Familie versöhnen.

Er ging zur Bibelschule, heiratete und gründete eine Kirche namens Cottonwood Church. Und so sitzen wir 35 Jahre später alle hier. Vielleicht fragen Sie sich, was ich damit sagen will. Ich will damit sagen, dass es keine Situation oder Krise gibt, die außerhalb von Gottes Reichweite liegt. Seine Vollmacht ist mehr als fähig, zu heilen, wiederherzustellen und zu befreien – ganz gleich, wie es um uns herum aussehen mag.

Die Frage ist: Wie kann ich diese Vollmacht nutzen? Nun, indem wir die Angst zurückweisen und uns für den Glauben entscheiden. Wie sieht das praktisch aus? Das kann ganz unterschiedlich sein. Aber wenn wir den Anfang unserer Geschichte anschauen, fällt eines ganz besonders auf.

Schauen wir uns Kapitel 14, Vers 3 an. Da steht, dass Jonathan das Lager verließ und die Leute nicht wussten, dass er gegangen war. Das scheint mir wichtig zu sein. Es ist der Schlüssel zu der ganzen Geschichte. Jonathan trennt sich von der Negativität und der schlechten Stimmung im Lager. Er will nicht mit den anderen 600 Männern vor Angst zitternd im Lager sitzen.

Sehen Sie, Angst ist selbsterhaltend. Mit anderen Worten: Sie nährt sich von sich selbst. Je länger man sie mit sich herumträgt, desto größer wird sie. Und wenn wir zulassen, dass sie größer wird als unser Glaube, dann erstickt sie ihn. Ich bin überzeugt davon, dass wir die Macht Gottes nur erleben werden, wenn wir wie Jonathan sind und lernen, uns von der Angst zu trennen. Weisen Sie die Angst zurück.

Manchmal denke ich, dass es in einer Krise das Beste und Klügste ist, uns von den anderen Stimmen zu entfernen und allein vor Gott zu treten. Richten wir unsere Aufmerksamkeit und Konzentration dorthin, wo sie hingehören – auf seine Stimme. Und wenn ich auf seine Stimme höre, dann führt er mich und schenkt mir seine Gedanken und seinen Frieden, der auf meiner Seele ruht.

Das bedeutet nicht, dass ich meinen Kopf in den Sand stecke und so tue, als wäre meine Situation nicht so, wie sie ist. Nein, es bedeutet, dass ich auf den Einen schaue, der größer ist als meine Situation. Ich lasse die anderen Stimmen hinter mir und höre auf die Stimme, die in die Dunkelheit hineinsprach und Licht schuf. Ich verbringe Zeit in seiner Gegenwart und er offenbart mir neu seine Liebe. „Denn seine vollkommene Liebe treibt die Angst aus“, heißt es in der Bibel. Wenn ich neu erkenne, wie sehr er mich liebt, erinnere ich mich daran, dass Gott mir keinen Geist der Furcht gegeben hat, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. Wenn ich im Gebet mit Gott allein bin, rede ich mir die Last von der Seele und tausche meinen Schmerz und meine Verwirrung gegen seinen Frieden ein. Sein Friede ruht in meinem Herzen und hält Herz und Gedanken in Jesus fest. Manchmal ist dies das Beste, das wir tun können. Lassen wir den Lärm hinter uns und gehen wir allein zu Gott. So weisen wir die Angst zurück und halten uns am Glauben fest.

Und noch etwas passiert, wenn wir mit Gott allein sind. Wenn wir anfangen, auf seine Stimme zu hören, erinnert er uns an seine Versprechen. Und das ist die zweite Art, wie er uns versorgt: Er gibt uns immer ein Versprechen.

Ich will Ihnen etwas zeigen. In Vers 1 redet Jonathan zum ersten Mal mit seinem Waffenträger. Er sagt: „Komm, wir gehen zum Lager der Philister. Es liegt auf der anderen Seite.“ In Vers 6 redet er das nächste Mal mit seinem Waffenträger und sagt etwas Ähnliches, aber anders. Er fügt noch etwas hinzu. Schauen wir uns Vers 6 an. Da sagt er: „Komm, wir gehen zum Lager dieser Unbeschnittenen.“ Und dann fügt er hinzu: „Niemand kann dem Herrn vorschreiben, ob er durch viele oder wenige retten soll.“

Was tut Jonathan, indem er diese neuen Sätze hinzufügt? Er bezeichnet die Philister als „Unbeschnittene“. Damit wiederholt er ein Versprechen Gottes. Er erinnert sich und seinen Waffenträger daran, dass sie einen Bund mit Gott haben, den ihre Feinde nicht haben. Er zitiert das Versprechen, dass Gott für sein Volk kämpfen wird. Das steht im Buch Josua und ist ein Versprechen von Gott an Josua. Hören Sie zu. In Josua 23,9 sagt Gott:

„Und der Herr hat große und starke Nationen vor euch vertrieben. Ihr aber – niemand hat vor euch standgehalten bis zum heutigen Tag.“

Und dann heißt es:

„Ein Mann von euch jagt tausend.“

Vielleicht ist Jonathan deswegen auf die Idee gekommen ist, allein gegen die ganze Armee zu kämpfen. „Ein Mann von euch jagt tausend, denn der Herr, euer Gott, kämpft für euch, wie er es versprochen hat.“

Was ist der Unterschied zwischen dem Jonathan in Vers 1 und dem in Vers 6? Das Versprechen. Irgendwo zwischen Vers 1 und Vers 6 hat Jonathan gelernt, die Sprache des Glaubens zu sprechen. Er hält sich an dem Versprechen fest. Und ich vermute: Er konnte sich an dem Versprechen festhalten, weil er die Männer hinter sich gelassen und allein vor Gott gekommen ist, um seine Stimme zu hören.

Wenn Sie anfangen wollen, die Angst zurückzuweisen, den Glauben zu ergreifen und Gottes Versprechen zu erleben, dann verbringen Sie Zeit mit Gott und hören Sie auf seine Stimme. Ja, Gott hat eine Stimme. Und sie klingt ziemlich ähnlich wie die Bibel.

Wenn der Heilige Geist zu mir spricht, ist das meistens ein Hinweis auf die Bibel. Gottes Stimme klingt wie sein Wort. Wenn Sie ein Versprechen für einen Bereich Ihres Lebens brauchen, schlagen Sie die Bibel auf. Wenn Sie ein Versprechen für finanzielle Versorgung brauchen, lesen Sie Philipper 4,19: „Mein Gott aber wird alles, wessen ihr bedürft, erfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.“ Nicht nach unseren Bedürfnissen, sondern nach seinem Reichtum in Herrlichkeit.

In Psalm 5,13 steht ein anderes Versprechen: „Denn du segnest den Gottesfürchtigen, Herr, und umgibst ihn schützend mit deiner Güte.“ Brauchen Sie eine Zusage für Heilung? Schlagen Sie die Bibel auf. Psalm 107,20: „Er sprach ein Wort, und sie wurden gesund – so rettete er sie an der Schwelle des Todes.“ Jesaja 53,5: „Doch wegen unserer Vergehen wurde er durchbohrt, wegen unserer Übertretungen zerschlagen. Er wurde gestraft, damit wir Frieden haben. Durch seine Wunden wurden wir geheilt!“ Sie brauchen eine Zusage für Ihr Kind, das sich von Gott entfernt hat? In 2. Timotheus 1,12 schreibt Paulus: „… denn ich weiß, wem ich geglaubt habe, und bin überzeugt, dass er mächtig ist, mein anvertrautes Gut bis auf jenen Tag zu bewahren.“ Vertrauen Sie Ihr Kind Gott an. Das ist ein Versprechen. Er kann es bewahren und beschützen. Was Sie auch brauchen – finden Sie ein Versprechen.

Sprechen Sie es aus. Lassen Sie jedes Gespräch davon geprägt sein. Lassen Sie die Versprechen Gottes am Morgen das Erste und am Abend das Letzte sein, das aus Ihrem Mund kommt. Wenn wir diese Versprechen aussprechen, fängt die übernatürliche Macht Gottes an, zu wirken. Sein Wort lebt und atmet und ist schärfer als jedes zweischneidige Schwert. Seine Macht kehrt nicht leer zurück. Wenn wir Gottes Wort aussprechen, geschieht in unserem Inneren etwas Übernatürliches. Unser Glaube wird stärker, denn Glaube kommt durch Hören und Hören durch das Wort Gottes. Halten Sie sich an dem Versprechen fest und sprechen Sie es laut aus.

Vor einigen Jahren kam nach dem Gottesdienst eine Frau zu mir, die für sich beten lassen wollte. Das war nichts Besonderes. Ich bete oft nach dem Gottesdienst für Leute. Ich fragte: „Was brauchen Sie? Wofür kann ich beten?“ Sie sagte: „Ich brauche Heilung. Die Ärzte haben Krebs im Endstadium festgestellt.“ Und wenn jemand um Gebet bittet, dann schlage ich oft die Bibel auf und wir lesen zusammen ein paar Bibelstellen. Ich erinnere uns daran, dass Gott nicht nur die Macht hat, zu heilen, sondern dass er auch heilen will. Es ist sein Wille, dass wir gesund und heil sind.

Überlegen Sie sich das einmal. Wenn Heilung nicht Gottes Wille wäre, dann wäre es Sünde. Dann wäre es falsch, wenn wir geheilt werden wollen. Aber Heilung und Gesundheit sind Gottes Wille für unser Leben. Er möchte das. All das sagte ich zu ihr. Aber sie unterbrach mich und sagte: „Sie müssen mir das nicht sagen. Ich weiß das alles.“ Und dann sagte sie: „Ich habe schon eine Verheißung. Ich bin heute zu Ihnen gekommen, weil ich mir in den letzten Wochen diese Verheißung immer wieder gesagt habe. Jetzt bin ich bereit für das Gebet.“ Ich sagte: „Ach so. Was soll ich beten?“ Und sie schlug in ihrer Bibel Hesekiel 16 auf. Ich werde es nie vergessen, weil es so eine unbekannte Verheißung war. Ich hätte nicht einmal gewusst, dass es sie gibt. Hesekiel 16,6. Da sagt Gott: „Da ging ich an dir vorüber und sah dich in deinem Blut zappeln; und zu dir in deinem Blut sprach ich: Bleibe leben!“ Sie sagte: „Pastor, das ist meine Verheißung. Ich möchte, dass Sie das über mir beten.“

Es war das einfachste Gebet meines Lebens. Ich brauchte etwa eine halbe Sekunde, um genug Glauben für dieses Gebet aufzubringen. Ihr Glaube ging auf mich über. Ich dachte „Können Sie für mich beten?“ Ich betete für sie und Gottes Gegenwart war da. Ich sagte „Amen“, sie umarmte mich und ging.

Erst einige Monate später sah ich sie wieder und fragte sie: „Wie geht es Ihnen? Wir haben vor ein paar Monaten miteinander gebetet. Was macht Ihre Gesundheit?“ Und sie fing an zu lachen und sagte: „O Pastor, ich habe wohl vergessen, es Ihnen zu sagen. Vielen Dank, dass Sie für mich gebetet haben. An dem Abend, als Sie für mich gebetet haben, wurde ich geheilt.“ Ich sagte: „Das ist toll! Es geht Ihnen also gut?“ Und sie sagte: „Ja, ich hatte in der Woche darauf einen Arzttermin. Aber weil ich wusste, dass ich geheilt war, nachdem Sie gebetet hatten, ließ ich mir Zeit damit. Ich fühlte mich so gut, dass ich erst ein paar Wochen später hinging. Und als ich in die Praxis kam, waren alle überrascht, weil sie dachten, ich wäre gestorben und deswegen nicht zu meinem Termin gekommen. Doch da kam ich herein und sagte, dass ich mich gut fühlte. Der Arzt sagte: „Machen wir ein paar Untersuchungen.“ Sie machten die Untersuchungen und es gab keine einzige Spur von Krebs mehr in ihrem Körper. Wie kann so etwas passieren? Indem man sich an einem Versprechen festhält.

Sind Sie nicht auch dankbar für Gottes Verheißungen? Sie verbinden uns mit seiner Macht. Wenn uns unsere Situation zu viel wird und uns die Krise zu überwältigen droht, hält uns seine Verheißung aufrecht. Sie hilft uns, vorwärtszugehen und am Glauben festzuhalten. Finden Sie also eine Zusage Gottes, denn durch seine Verheißungen versorgt uns Gott in schwierigen Zeiten.

Die dritte Art von Gottes Versorgung in unserer Geschichte ist, dass Gott uns durch sein Volk versorgt – durch seine Leute. Erwarten Sie, dass Gott Menschen gebraucht, um Ihnen in schweren Zeiten zu helfen.

In Vers 7 sagt Jonathan zu seinem Waffenträger: „Ich habe einen verrückten Plan. Ich habe hier eine Verheißung. Was meinst du?“ Und ich liebe die Antwort des Waffenträgers in Vers 7. Er sagt: „Tu, was du vorhast. Ich bin bei dir in allem, was du vorhast.“ Mir gefällt besonders, wie dieser Vers in der Gute-Nachricht-Bibel übersetzt wird. Er antwortet: „Ich bin dabei. Du kannst dich auf mich verlassen.“ Und das waren nicht nur leere Worte. Denn ein paar Verse weiter, in Vers 12 und 13, steht der Waffenträger zu seinen Worten. Er steht Jonathan zur Seite und sie kämpfen gemeinsam.

Wenn Sie einen Freund brauchen, Menschen, die an Ihrer Seite stehen und auf die Sie sich verlassen können, dann suchen Sie nicht außerhalb der Kirche danach. Isolierte Menschen kommen in schweren Zeiten nie gut zurecht. In Psalm 20,2 steht:

„Der Herr erhöre dich, wenn du in Not zu ihm rufst, der Name des Gottes Jakobs schütze dich.“

Vers 3:

„Er sende dir Hilfe aus dem Heiligtum, von Zion aus gebe er dir Beistand.“

Wir wissen, dass das Heiligtum in Zion ein Bild für die Kirche ist. Dort finden Sie solche Beziehungen. Gott sendet Ihnen Hilfe aus dem Heiligtum, wenn Sie in Not sind.

Im Januar sind fünf Jahre seit dem Unfall von Pastor Bayless vergangen. In dieser Nacht waren wir im Krankenhaus. Und am Tag nach dem Unfall klopfte es gegen halb elf Uhr vormittags an die Tür. Es waren Freunde – ein Ehepaar, das etwa zwei Stunden entfernt wohnt. Sie standen da und sagten: „Wir wissen, dass wir nicht gefragt haben. Wir haben euch nicht einmal gesagt, dass wir kommen. Aber jetzt sind wir da. Was braucht ihr? Wir können bei euch bleiben. Wir können uns auch ein Hotelzimmer suchen. Sollen wir euch von all dem hier ein bisschen ablenken? Sollen wir mit euch beten oder euch ermutigen? Ihr sollt einfach wissen, dass wir da sind. Ihr könnt euch auf uns verlassen.“

In der Nacht, als der Unfall passierte, gegen drei Uhr morgens, wusste ich nicht, was ich tun sollte. Also rief ich einen Freund an, der in einem anderen Bundesstaat lebt. Er ist Pastor. Und er ging um drei Uhr morgens ans Telefon. Wer tut schon so etwas? Ich erzählte ihm, was passiert war und er betete sofort mit mir und machte mir Mut. Und außerdem meldete er sich in den folgenden zwei Wochen jeden Tag bei mir, um mich zu ermutigen, mit mir zu beten und mir Rat zu geben, was die nächsten Schritte sein könnten. Das war seine Art zu sagen: „Ich bin ganz für dich da. Ich werde mit dir kämpfen. Du musst da nicht allein durch.“ Gott versorgt uns durch Menschen aus seinem Volk.

Ohne Freunde, die an meiner Seite gestanden, mit mir gekämpft und ganz für mich da gewesen sind, wäre ich heute nicht hier und ich wäre nicht der, der ich bin. Gibt es solche Menschen in Ihrem Leben? Das ist eine Form von Gottes Versorgung. Gott wird Ihnen Leute schicken. Aber er wird auch Sie zu anderen Leuten schicken. Das ist die andere Seite der Medaille – dass Sie für andere so ein Mensch sind.

Wie bin ich das? Wie kann das aussehen? Im Grunde sind es zwei Dinge. Erstens, indem wir aufmerksam sind und zweitens, indem wir dazu bereit sind. Seien Sie dem Heiligen Geist gegenüber aufmerksam. Ich habe festgestellt, dass der Heilige Geist mich an jemanden denken lässt oder mir jemanden ans Herz legt, ohne dass ich das abschütteln kann. Ich muss einfach an denjenigen denken. Und wenn ich heute an jemanden denke, dann bete ich immer gleich für denjenigen. Und dann schreibe ich ihm eine Nachricht: „Hey, ich habe gerade an dich gedacht und für dich gebetet. Schön, dass es dich gibt.“ Ich kann Ihnen nicht sagen, wie oft ich schon zur Antwort bekommen habe: „Vielen Dank! Du hast ja keine Ahnung, wie sehr ich das gebraucht habe.“

Gott versorgt uns also in der Krise auf drei Arten. Erstens durch seine Vollmacht. Nichts ist für ihn zu schwer. Denken Sie an unsere Gleichung: „Gott“ plus „Nichts“ ist gleich „Alles“. Verstehen wir die Macht des einen Tages. Leben wir mit der Erwartung, seine Güte in unserem Leben zu sehen und zu schmecken.

Die zweite Art, wie Gott uns versorgt, ist durch seine Verheißungen. Lesen Sie in der Bibel und prägen Sie sich seine Verheißungen ein. Sprechen Sie sie laut aus. Glaube kommt durch Hören und Hören durch das Wort Gottes. Auf welche Verheißung vertrauen Sie gerade? Wenn Sie jetzt denken: „Ich habe nicht wirklich eine. Ich weiß nicht, wo ich eines finde,“ dann schlagen Sie die Bibel auf. Aber ich will Ihnen eine nennen, die jedes Bedürfnis abdeckt. Epheser 3,20. Wir sehen es auf der Leinwand. Wenn Sie keine Verheißung haben, dann nehmen Sie diese. Schreiben Sie sie auf den Spiegel. Dann ist es das Erste, das Sie morgens und das Letzte, das Sie abends sehen. „Dem aber, der über alles hinaus zu tun vermag, über die Maßen mehr, als wir erbitten oder erdenken …“ Das ist der Gott, dem wir dienen. Der Gott, der über alles hinaus zu tun vermag, versorgt uns in der Krise durch seine Verheißungen.

Und als Letztes: Er versorgt uns durch sein Volk. Beziehungen sind unsere größte Ressource. Haben wir umfassende, Leben spendende, in Jesus wurzelnde Beziehungen? Haben Sie Leute um sich herum, auf die Sie sich verlassen können? Sind Sie bereit, das für andere zu sein? Wir können in der Krise auf Gottes Vollmacht, auf seine Verheißungen und auf sein Volk zählen.

 

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