Können wir Heilung erwarten?

Heilt Gott nur dann, wenn er es gerade für richtig hält? Oder können wir fest mit Heilung rechnen und sie im Glauben für uns beanspruchen? Diese Frage beantwortet Bayless Conley in dieser Predigt.

Bayless erklärt anhand der Bibel, dass Heilung sowohl ein Segen Gottes als auch ein Rechtsanspruch ist, der seit dem Opfer von Jesus am Kreuz besteht. Anhand von vier Schritten zeigt Bayless, wie sich Gottes Verheißungen im Hinblick auf Heilung in deinem persönlichen Leben verwirklichen können.

Predigtmanuskript

Haben Sie schon einmal einen Vers, den Sie schon viele Male gelesen haben, plötzlich ganz neu entdeckt? Wir wollen uns heute eine Geschichte ansehen, die Sie sicher schon kennen, aber ich glaube, Sie werden dabei einiges hören, über das Sie bisher noch nicht nachgedacht haben.

 

Man sagt, Heilung ist eine Gnade Gottes und das ist natürlich wahr. Aber ist sie wirklich nur das? Ist Heilung etwas, das Gott nach Seinem Gutdünken dem einen gewährt, während Er sie dem anderen vorenthält? Oder haben wir ein Recht auf Heilung, weil sie für uns erkauft wurde? Hat Christus ebenso für unsere Heilung gelitten, wie Er gelitten hat, um uns von der Sünde zu befreien? Wir wollen uns dazu einige Geschichten ansehen. Wir beginnen in Johannes, Kapitel 5, Vers 1:

 

Johannes 5:1-13

„Danach war ein Fest der Juden, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem. Es ist aber in Jerusalem beim Schaftor ein Teich, der auf Hebräisch Bethesda heißt und der fünf Säulenhallen hat. In diesen lag eine große Menge von Kranken, Blinden, Lahmen und Abgezehrten, welche auf die Bewegung des Wassers warteten. Denn ein Engel stieg zu gewissen Zeiten in den Teich hinab und bewegte das Wasser. Wer nun nach der Bewegung des Wassers zuerst hineinstieg, der wurde gesund, mit welcher Krankheit er auch geplagt war. Es war aber ein Mensch dort, der 38 Jahre in der Krankheit zugebracht hatte. Als Jesus diesen daliegen sah und erfuhr, dass er schon so lange Zeit [in diesem Zustand] war, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden? Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser bewegt wird; während ich aber selbst gehe, steigt ein anderer vor mir hinab. Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm deine Liegematte und geh umher! Und sogleich wurde der Mensch gesund, hob seine Liegematte auf und ging umher. Es war aber Sabbat an jenem Tag. Nun sprachen die Juden zu dem Geheilten: Es ist Sabbat; es ist dir nicht erlaubt, die Liegematte zu tragen! Er antwortete ihnen: Der mich gesund machte, der sprach zu mir: Nimm deine Liegematte und geh umher! Da fragten sie ihn: Wer ist der Mensch, der zu dir gesagt hat: Nimm deine Liegematte und geh umher? Aber der Geheilte wusste nicht, wer es war, denn Jesus war weggegangen, weil so viel Volk an dem Ort war.“

 

Es war Jesus, der die Heilung dieses Mannes bewirkte. Der Mann kam weder zu Jesus noch suchte er den Herrn. Er hatte offensichtlich schon sehr, sehr lange darauf gewartet, dass der Engel kam und das Wasser bewegte. Und am Anfang der Geschichte heißt es, dass nicht nur ein paar kranke Menschen an dem Teich waren, sondern eine große Menge. In Vers 3 ist die Rede von Blinden, Lahmen und Abgezehrten und sicher waren dort noch viele andere. Da war eine große Menge kranker Menschen, als Jesus kam. Aber Er sprach nur mit diesem einen Mann, Er heilte ihn und zog sich dann wieder zurück.

 

Wir haben jetzt nicht die Zeit, das zu lesen, aber im weiteren Text erklärte Jesus die Heilung dieses Mannes damit, dass Er stets nur das tat, was Er den Vater tun sah. Das bedeutet also, Jesus befolgte den Willen Gottes, Seines Vaters, der Ihn in dieser bestimmten Situation durch Seinen Heiligen Geist leitete, nur diesen einen Mann zu heilen.

 

Bitte schlagen Sie das Markusevangelium, Kapitel 5 auf. Wir beginnen mit Vers 24. Jaïrus, der Vorsteher der jüdischen Gemeinde, bat Jesus, in sein Haus zu kommen, weil seine Tochter im Sterben lag. Jesus stimmte zu, doch auf dem Weg dorthin passierte etwas, das sie aufhielt. Eine Frau, die an starken Blutungen litt, drängte sich durch die Menge und berührte den Saum von Jesu Gewand. Markus, Kapitel 5, ab Vers 24:

 

Markus 5:24-34

„Und er ging mit ihm; und es folgte ihm eine große Menge nach, und sie bedrängten ihn. Und da war eine gewisse Frau, die hatte seit zwölf Jahren den Blutfluss, und sie hatte viel erlitten von vielen Ärzten und all ihr Gut aufgewendet, ohne dass es ihr geholfen hätte – es war vielmehr noch schlimmer mit ihr geworden. Als sie nun von Jesus hörte, kam sie unter dem Volk von hinten heran und rührte sein Gewand an. Denn sie sagte sich: Wenn ich nur sein Gewand anrühre, so werde ich geheilt! Und sogleich vertrocknete der Quell ihres Blutes, und sie merkte es am Leib, dass sie von der Plage geheilt war. Jesus aber, der in sich selbst erkannt hatte, dass eine Kraft von ihm ausgegangen war, wandte sich sogleich inmitten der Menge um und sprach: Wer hat mein Gewand angerührt? Da sprachen seine Jünger zu ihm: Du siehst, wie das Volk dich drängt, und sprichst: Wer hat mich angerührt? Und er sah sich um nach der, die das getan hatte. Aber die Frau kam mit Furcht und Zittern, weil sie wusste, was an ihr geschehen war und warf sich vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit. Er aber sprach zu ihr: Tochter, dein Glaube hat dich gerettet! Geh hin im Frieden und sei von deiner Plage gesund!“

 

Er sagte: „Dein Glaube hat dich gerettet.“ Hier tat die Frau den ersten Schritt, nicht Jesus. Da war eine große Menschenmenge. Sie bedrängten Ihn. Im Griechischen heißt es hier, sie pressten sich von allen Seiten an Ihn, sodass Er kaum noch Luft bekam. Sie prallten gegen Ihn und viele berührten Ihn. Aber plötzlich spürte Er eine Berührung, die anders war. Das hatte Jesus nicht erwartet. Er hielt an und fragte: „Wer hat mein Gewand angerührt?“ Und die Jünger sagten: „Herr, sieh doch nur die Menge. Jeder berührt dich! Wie kannst du das fragen?“

 

Manche berührten Ihn sicher aus reiner Neugier. Manche drängten sich vielleicht auch nur zu Ihm durch und berührten Ihn, weil Er berühmt war. Jeder ist gern in der Nähe berühmter Menschen. Andere wurden einfach von der Menge auf Ihn geschubst. Aber Jesus spürte, dass Kraft von Ihm ausgegangen war. Und die Bibel sagt, Er sah sich nach der Person um, die das getan hatte.

 

Es ging also nicht um die bloße Berührung, denn wie auch die Jünger Ihm sagten, berührten Ihn in dem Gedränge sehr viele Menschen. Aber diese eine Berührung hatte Ihm Kraft entzogen – heilende Kraft – und Er sah sich um und suchte die Person, die das getan hatte. Da kam die Frau zu Ihm und erzählte Ihm die ganze Geschichte und Er sagte: „Meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen.“

 

Ich erinnere mich noch an eine Frau, die vor vielen Jahren hier in Cottonwood war. Ich stand nach dem Gottesdienst an der Tür und verabschiedete die Leute. Wenn ich mich recht entsinne, war es das erste Mal, dass ich diese Frau traf. Sie hatte eine Gehhilfe mit drei Füßen und sie bewegte sich sehr auffällig und ich sagte: „Hi.“ Und sie sagte: „Ich komme heute Abend wieder.“ Zu dieser Zeit lehrten wir jeden Sonntagabend über Heilung. Das machten wir ganze 24 Jahre lang. Jeden Sonntagabend lehrten wir in Cottonwood über göttliche Heilung. Und ihre Tochter sagte: „Hi. Das ist meine Mutter. Ich habe sie hergebracht.“ Und dann erzählte mir die Mutter mit der Gehhilfe, dass sie einen Autounfall gehabt hatte. Sie sagte: „Mein Arm ist steif. Ich kann ihn schon seit Jahren nicht mehr heben. Seit ich in diesen Unfall verwickelt wurde, ist er steif. Deshalb brauche ich auch diese Gehhilfe.“ Dann sah sie mich an und sagte: „Aber ich werde heute Abend wiederkommen und dann werde ich geheilt.“ Ich sagte: „Okay!“ und sie ging mit ihrer Gehhilfe und ihrem steifen Arm davon. Als sie am Abend in den Gottesdienst kam, wurden ihr die Hände aufgelegt. Die Gehhilfe flog in die eine Richtung und ihre beiden Hände nach oben und sie begann, Jesus anzubeten. Ihre Schulter war wieder beweglich und sie war komplett geheilt. Am darauffolgenden Sonntag hatten wir einen Gastredner. Bevor er auf die Bühne kam, sagte ich: „Wir haben hier eine Frau, die am letzten Sonntagabend eine wunderbare Heilung erlebt hat.“ Ich bat sie aufzustehen. Sie ging dort hinauf. Und, wissen Sie, die Ordner sind hier sehr nett. Normalerweise helfen sie den Damen die Stufen hinauf. Aber sie schlug seinen Arm weg. Normalerweise helfen sie den Damen die Stufen hinauf. Aber sie schlug seinen Arm weg. Sie sagte: „Ich musste mir lange genug helfen lassen. Gehen Sie weg!“ Sie schlug seinen Arm weg und marschierte auf die Bühne, um ihre Heilung zu bezeugen. Sie sagte: „Ich musste mir lange genug helfen lassen. Gehen Sie weg!“ Sie schlug seinen Arm weg und marschierte auf die Bühne, um ihre Heilung zu bezeugen. Sie hatte ihre Heilung angestoßen. Sie sagte: „Ich komme und werde geheilt.“

 

Die Frau mit dem Blutfluss sagte: „Wenn ich nur sein Gewand anrühre, so werde ich geheilt!“ Sie machte den Anfang und Jesus sagte: „Meine Tochter, dein Glaube hat dich gerettet.“

 

Was also ist Heilung – ein besonderer Segen von Gott oder ein erkauftes Recht? Beides. Gott kann souverän handeln, weil Er Gott ist. Und aufgrund dessen, was Jesus Christus für uns getan hat, können wir im Glauben empfangen. Die Tatsache, dass Jesus etwas für alle zugänglich gemacht hat, tut der Souveränität Gottes keinen Abbruch.

 

Lassen Sie uns zusammen ein paar Verse ansehen. Sie werden sie wahrscheinlich kennen, aber ich möchte kurz über sie sprechen. Bitte schlagen Sie 1. Petrus, Kapitel 2 auf. 1. Petrus, Kapitel 2, Vers 24. Da heißt es:

 

  1. Petrus 2:24

„Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib getragen auf dem Holz, damit wir, den Sünden gestorben, der Gerechtigkeit leben mögen; durch seine Wunden seid ihr heil geworden.“

 

Wir alle wissen, dass der erste Teil dieses Verses wahr ist. Jesus hat unsere Sünden auf Sich genommen, damit wir in Gerechtigkeit leben können. Aufgrund dessen, was Jesus getan hat, leben wir im Sieg über die Sünde. Er hat die Macht der Sünde gebrochen.

 

In meinem Leben hat sich das noch nicht zu hundert Prozent verwirklicht. Hin und wieder stolpere ich. Aber wissen Sie was? Ich bemühe mich, meine Erfahrungen an das anzupassen, was Jesus für mich erkauft hat, indem Er ans Kreuz gegangen und für mich gestorben ist. Und wenn der erste Teil dieses Verses wahr ist, ist auch der zweite Teil wahr: Durch Seine Wunden hat Jesus uns geheilt. Genauso wie wir durch das Erlösungswerk von Jesus Freiheit von der Sünde haben, haben wir auch Freiheit von Krankheit. Vielleicht habe ich noch keine hundert Prozent erreicht, aber ich bemühe mich, meine Erfahrungen an das anzupassen, was ich haben kann. Man kann nicht einfach sagen: „Der erste Teil dieses Verses ist wahr, aber den zweiten glaube ich nicht.“ Durch das Werk am Kreuz ist aus dem Blickwinkel Gottes auch der zweite Teil eine vollendete Tatsache. Das Werk wurde getan. Es gibt nichts, was man ihm noch hinzufügen könnte.

 

Lassen Sie uns jetzt Jesaja, Kapitel 53 ansehen. Hier finden wir eine Prophetie über das Kreuz.  Jesaja starb viele hundert Jahre bevor Jesus auf die Erde kam, aber der Heilige Geist sprach durch ihn über den Retter. Sehen wir uns ein paar Verse an. Jesaja 53, Vers 3:

 

Jesaja 53:3-5

„Verachtet war er und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut; wie einer, vor dem man das Angesicht verbirgt, so verachtet war er, und wir achteten ihn nicht. Fürwahr, er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen; wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt. Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden.“

 

Vers 5 gibt uns die vollständige Erlösung für den ganzen Menschen. Sie sind ein geistliches Wesen; Sie haben eine Seele; sie leben in einem Körper. Ihre Seele besteht aus Ihrem Verstand, Ihrem Willen und Ihren Gefühlen. In Vers 5 heißt es: „Er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen.“ Hier geht es um meinen Geist. Das ist der Preis dafür, dass mein Geist von neuem geboren werden kann und ich wieder mit Gott vereint bin. Und weiter heißt es: „Die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten.“ Okay, das bedeutet Frieden für meinen Verstand. Und dann lesen wir: „Durch seine Wunden sind wir geheilt worden.“ Das ist der Preis für Heilung.

 

Wenn Sie eine gute Bibelübersetzung oder eine gute Bibel-App auf Ihrem Smartphone haben, gehen Sie doch mit mir zurück zu Vers 4, wo es heißt: „Fürwahr, er hat unsere Krankheit getragen.“ Das Wort Krankheit ist die wörtliche Übersetzung des hebräischen Wortes, das hier verwendet wurde. In anderen Übersetzungen heißt es hier Leiden. Und dann heißt es: „… und unsere Schmerzen auf sich geladen.“ Auch das Wort Schmerz ist die exakte Entsprechung des hebräischen Grundtextes. Es heißt also: „Fürwahr, er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen.“ Und wie tat Er das? Er tat es stellvertretend durch Sein Erlösungswerk. Sehen wir uns im selben Kapitel noch Vers 11 an:

 

Jesaja 53:11

„Nachdem seine Seele Mühsal erlitten hat, wird er seine Lust sehen und die Fülle haben; durch seine Erkenntnis wird mein Knecht, der Gerechte, viele gerecht machen und ihre Sünden wird er tragen.“

 

Frage: Wie hat Jesus unsere Sünden getragen? Er tat es als unser Stellvertreter. Das Wort tragen hier in Vers 11 ist dasselbe Wort, das im Hinblick auf unsere Krankheiten verwendet wurde. Es bedeutet nicht das eine in Vers 11 und etwas anderes in Vers 4. Vers 12:

 

Jesaja 53:12

„Darum will ich ihm die Vielen zum Anteil geben, und er wird Starke zum Raub erhalten, dafür, dass er seine Seele dem Tod preisgegeben hat und sich unter die Übeltäter zählen ließ und die Sünde vieler getragen und für die Übeltäter gebetet hat.“

 

Frage: Jesus, wie hast Du unsere Sünde getragen? Du bist zu unserem Stellvertreter geworden. Du hast unseren Platz eingenommen.

 

Das ist exakt dasselbe hebräische Wort wie in Vers 4, wo es heißt: „Er hat… getragen.“ Es ist das Wort „sabal“. Es bedeutet tragen im Sinne von die Strafe eines anderen auf sich nehmen. Es bezeichnet einen Stellvertreter. Das kann man nur so interpretieren, wie dass Er zur selben Zeit und auf dieselbe Weise, wie Er unsere Sünden getragen hat, auch unsere Krankheiten getragen hat. Dieses Wort hat nicht in einem Vers die eine Bedeutung und in einem anderen eine andere. „Durch seine Wunden sind wir geheilt worden.“ Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Und das alles erfüllt sich auch heute noch im Leben der Menschen. Es bedeutet nicht an einer Stelle das Eine und an einer anderen etwas Anderes. Heilung ist das erkaufte Recht jedes Christen. Nicht weil Er so gut ist, sondern aufgrund dessen, was Christus getan hat. Die Frage ist: Was muss ich tun, um geheilt zu werden? Ich gebe Ihnen vier Worte mit „A“.  Das erste A ist das Aufnehmen der Wahrheit. In Sprüche 23:23 heißt es: „Kaufe Wahrheit und verkaufe sie nicht, Weisheit und Unterweisung und Einsicht!“ In der Living Bible steht hier: „Beschaffe dir um jeden Preis die Tatsachen und halte daran fest.“ Sie sehen, Sie müssen hören.

 

Glaube kommt durch Hören und Hören durch das Wort Gottes. Füllen Sie sich mit der Bibel, vor allem im Hinblick auf Themen, die so wichtig sind wie göttliche Heilung. Nehmen Sie die Wahrheit auf. Studieren Sie sie. Verbringen Sie Zeit in Gottes Wort.

 

Ich bin ehrlich überrascht, dass so viele Menschen geheilt werden, denn es gibt so wenig Lehre über dieses Thema. In Psalm 107:20 heißt es: „Er sandte sein Wort und machte sie gesund und ließ sie aus ihren Gräbern entkommen.“ Aber Sein Wort muss gehört und angenommen werden. Hosea sagte: „Mein Volk geht zugrunde aus Mangel an Erkenntnis.“ Nehmen Sie die Wahrheit auf. Studieren Sie die Bibel. Sehen Sie sich das Leben von Jesus an. Lesen Sie die Evangelien. Und wenn Sie von Jesus lesen, denken Sie daran: Er ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Die Art und Weise, wie Jesus mit den Kranken umging, ist eine Offenbarung vom Willen des Vaters für die Kranken und Leidenden. Nehmen Sie diese Wahrheit auf.

 

Das zweite A steht für Akzeptieren. Akzeptieren Sie die Wahrheit statt dagegenzureden, auch wenn Sie sie nicht verstehen. Ordnen Sie sich ihr unter. In Amos 3:3 heißt es: „Gehen auch zwei miteinander, ohne dass sie übereingekommen sind?“

 

Eines der klügsten Dinge, die Sie je tun können, ist, die Wahrheit Gottes in Seinem Wort anzunehmen, auch wenn sie noch nicht mit Ihren Erfahrungen übereinstimmt. Wir müssen unseren Glauben darauf gründen, was Gott sagt, nicht auf unsere Erfahrungen. Wir sollten nicht den Fehler machen, unseren Glauben an unsere Erfahrungen anzupassen.

 

Als ich heute Morgen aufwachte, fühlte ich mich schrecklich. Wenn mein Glaube darauf gegründet wäre, wie ich mich fühle, hätte ich Ihnen heute wahrscheinlich gesagt, dass Gott tot ist. Ich hatte einen bizarren Traum und als ich aufwachte, fühlte ich mich elend. Aber wenn ich gesagt hätte: „Meine Erfahrung ist, dass ich Gott nicht spüren kann“, wäre das dumm gewesen, oder? Ich will meinen Glauben nicht darauf gründen, was ich fühle oder was ich jeden Tag erlebe, sondern auf die Wahrheit.

 

In Psalm 119, Vers 128 sagte der Psalmist: „…darum halte ich alle deine Befehle in allem für recht.“ Aber bedenken Sie: Wenn Sie die Wahrheit erst einmal akzeptiert haben, geht damit die Verantwortung einher zu glauben. Und ich weiß, dass das manche Menschen nicht wollen. Sie wollen alles unter dem Aspekt von Gottes Herrschaft betrachten und alles was passiert, wird ganz automatisch zum Willen Gottes erklärt. Und wenn etwas nicht passiert, brauche ich nichts zu unternehmen. Ich muss nicht studieren; ich muss Gott nicht suchen. Ich weiß, dass die Bibel sagt, wenn ihr Ihn von ganzem Herzen sucht, wird Er sich finden lassen; klopft an und es wird euch aufgetan, sucht und ihr werdet finden. Aber ich will das nicht tun. So, wie es jetzt ist, liegt alles bei Gott und ich habe keine Verantwortung. Aber so geht das nicht. Das ist wie ein Mann, der mit einer Frau zusammenlebt. Er will nicht heiraten, weil er keine Verantwortung tragen will. Er will keine Verpflichtung eingehen, denn so kann er immer noch abhauen, wenn er unter Druck gerät oder was auch immer. Sie sollten sich der Wahrheit verpflichten. Halten Sie entschlossen daran fest. Lassen Sie Ihre Lippen und Taten mit dem Wort Gottes übereinstimmen. Ich wünschte, ich würde mehr Amen hören, aber das ist okay. Ich mache weiter.

 

Das bringt mich zum dritten A: Aktion gemäß der Wahrheit. Glaube ist Aktion. In Jakobus, Kapitel 2, Vers 17 heißt es, Glaube ohne Taten ist tot.

 

In der Weymouth-Übersetzung steht hier: „Glaube ohne entsprechende Taten ist tot.“ Er hat kein Leben in sich. Glaube drückt sich durch Taten aus. Im Glauben baute Noah die Arche. Petrus hatte die ganze Nacht gefischt und nichts gefangen. Und da kam der Zimmermann und sagte: „Danke, dass ihr mir euer Boot geliehen habt. Fahrt jetzt nochmals hinaus. Ihr werdet einen großen Fang machen.“ Petrus hätte sagen können: „Das hat doch keinen Sinn. Das ist idiotisch. Ich bin doch hier der Fischer. Wir haben die ganze Nacht nichts gefangen. Wir fischen nicht am Tag. Das Wasser ist zu klar. Die Fische sehen das Netz. Deshalb fischen wir nachts und wir haben die ganze Nacht nichts gefangen. Wir waren an den besten Stellen und haben nicht einen einzigen Fisch gefangen. Jesus, du warst früher Zimmermann und bist ein wunderbarer Prediger, aber überlass doch das Fischen den Fischern.“ Das ergab für Petrus absolut keinen Sinn. Aber er sagte: „Meister, wir haben die ganze Nacht hindurch gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort hin will ich das Netz auswerfen!“ Und das tat er.  Und sie fuhren hinaus, warfen die Netze aus und bald waren beide Boote so voll mit Fischen, dass sie drohten zu sinken.

 

Es mag für Sie keinen Sinn ergeben, aber Sie müssen irgendwie reagieren. Glaube bedeutet Handeln. Auch wenn Sie nur Ihre Hände heben und Gott für die Antwort danken. Denken Sie nach, schmieden Sie Pläne, handeln Sie. Tun Sie etwas. Vielleicht haben Sie ein Problem, das Sie ziemlich lähmt.

 

Okay, lassen Sie für sich beten. Vielleicht können Sie keine 50 Meter sprinten. Dann sprinten Sie nur 10. Aber tun Sie etwas. Jesus sagte zu dem Mann auf der Matte: „Steh auf. Du bist schon 38 Jahre hier. Das macht keinen Sinn. Steh auf.“ Und ich weiß, was passierte. Als er anfing sich zu bewegen, war das, als würde man ein brennendes Streichholz in einen Benzinkanister werfen. Plötzlich fuhr die Kraft Gottes in seinen Körper und er konnte aufstehen. Aber er musste handeln. Glaube ohne Taten ist tot.

 

Und das letzte A steht für Anbetung. Beten Sie den Gott der Wahrheit an. Beten Sie Ihn an und loben Sie Ihn für Seine Güte. Danken Sie Ihm für Seine Gnade und Seine Versorgung, noch bevor Sie sie sehen.

 

Ich mag die Geschichte vom Aussätzigen, der vor Jesus niederfiel und Ihn anbetete, noch bevor er den Segen erfuhr, geheilt zu sein. Tatsächlich fiel er nieder und betete Jesus an, noch bevor er überhaupt um Heilung bat. Und ich glaube, das ist die Herzenshaltung, die Einstellung, die wir annehmen müssen: „Gott, ich bete Dich an, noch bevor ich überhaupt irgendeinen Segen von Dir bekomme.“  Wir müssen den Gott der Wahrheit anbeten. Das öffnet die Tür zum Glauben. Man kann nicht gleichzeitig Glauben und ein undankbares Herz haben. Glaube und Dankbarkeit sind eng verknüpft. Und ich sage Ihnen: Gott ist gut zu Ihnen. Ich weiß, dass einige Menschen hier sind, die große Fragezeichen in ihrem Leben haben. Das ist okay. Gott liebt ehrliche Fragen. Er liebt Menschen, die ehrlich sind und mit ihren Fragen zu Ihm kommen. Die Bibel sagt, David schüttete seine Klage vor Gott aus. Manche Psalmen sind sehr lyrisch. Das wären die besten Texte für einen Blues, die man je finden könnte. Da heißt es: „Gott, wo bist Du? Der Feind triumphiert! Aber Du hast doch auch in den Tagen unserer Vorfahren große Dinge getan. Wo bist Du jetzt?“ Und wir sehen immer wieder, dass David sehr ehrlich war. Aber auch all die Psalmen, in denen er klagte und Gott sein Herz ausschüttete, enden ausnahmslos mit den Worten: „Ich preise dich Gott, denn du bist gut. Du wirst mich retten.“ Er besinnt sich immer wieder auf seinen Glauben zurück. Wenn Sie also ein großes Fragezeichen in Ihrem Leben haben, ist das in Ordnung. Seien Sie ehrlich gegenüber Gott. Reden Sie mit Ihm. Aber seien Sie ein Anbeter. Seien Sie dankbar. Abraham war hundert Jahre alt, Sarah war neunzig und sie hatten kein Kind. Und in Römer, Kapitel 4, heißt es, Abraham lobte Gott für Seinen Segen, noch bevor er ihn bekam. Manche von uns müssen einfach eine Haltung des Glaubens und der Anbetung annehmen.

 

Jesus ist nicht nur das „Was“, sondern der „Wer“, den Sie suchen. Er wird den leeren Platz in Ihrem Herzen füllen. Schieben Sie es nicht auf. Öffnen Sie Ihm Ihr Leben gleich jetzt. Bekennen Sie Ihn als Herrn. Er möchte Sie zu Seinem Vater bringen, der auch Ihr Vater sein will. Rufen Sie heute Seinen Namen an. Sie werden es nicht bereuen.

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