Lektionen aus der Wüste 2/2

Wurden deine Hoffnungen enttäuscht? Fühlst du dich entmutigt? Hast du das Gefühl, Gott ist zu weit weg, um sich um uns zu kümmern? Finde Gottes erhaltende Kraft und deine Berufung – gerade auch auf solchen Durststrecken. Bayless Conley erklärt in dieser Predigt, wie Gott uns auch auf Durststrecken in der Wüste führt, bewahrt und versorgt. Er führt dabei durch die wichtigsten Lektionen, wie wir im Glauben weiter wachsen und unsere Berufung finden können.

Dies ist der zweite Teil der Predigt, den ersten Teil findest du hier …

Predigtmanuskript

Heute kommen wir zum zweiten Teil der Predigt über die Israeliten und ihre vielen Klagen auf dem Weg durch die Wüste. Wie wir in der Bibel lesen, wurde all das aufgeschrieben, damit wir von den Israeliten lernen können und nicht dieselben Fehler machen wie sie. Im Wesentlichen waren es drei Dinge, die sie veranlassten zu klagen: Begierde, Unglaube und Ungeduld. Heute wollen wir uns mit ihrem Unglauben beschäftigen. Ich bin sicher, das wird Ihnen helfen. Vielleicht gibt es in der Predigt nur einen Punkt, der Ihnen in Ihrem Leben zum Durchbruch verhilft. Vielleicht gibt sie Ihnen den einen Impuls, der nötig ist, damit Sie in Ihrer Beziehung mit Gott auf die nächste Ebene gelangen oder in einem anderen Bereich Ihres Lebens vorankommen. Bitte öffnen Sie Ihr Herz, fahren Sie Ihre Antennen aus und hören Sie, was Gott Ihnen mit der heutigen Predigt sagen will. Ich glaube, dass Er durch Sein Wort zu Ihnen sprechen wird. Also machen Sie sich bereit und lassen Sie uns anfangen.

Sehen wir uns ab Vers 6 an:

4. Mose 14:6-10.11
„Und Josua, der Sohn des Nun, und Kaleb, der Sohn des Jefunne, von denen, die das Land ausgekundschaftet hatten, zerrissen ihre Kleider und sagten zu der ganzen Gemeinde der Söhne Israel: Das Land, das wir durchzogen haben, um es auszukundschaften, das Land ist sehr, sehr gut. Wenn der Herr Gefallen an uns hat, so wird er uns in dieses Land bringen und es uns geben, ein Land, das von Milch und Honig überfließt. Nur empört euch nicht gegen den Herrn! Und fürchtet doch nicht das Volk des Landes, denn unser Brot werden sie sein! Ihr Schutz ist von ihnen gewichen, und der Herr ist mit uns. Fürchtet sie nicht! Und die ganze Gemeinde sagte, dass man sie steinigen solle. Da erschien die Herrlichkeit des Herrn an dem Zelt der Begegnung allen Söhnen Israel.“

Sagen Sie alle: „Oh-oh!“ Und glauben Sie mir, das hier ist wirklich heftig.

„Und der Herr sprach zu Mose: Wie lange will mich dieses Volk verachten, und wie lange wollen sie mir nicht glauben bei all den Zeichen, die ich in ihrer Mitte getan habe?“

„Sie glauben mir nicht!“ Das ist interessant. Gott hatte ihnen verheißen: „Ich werde vor euch hergehen. Ich werde die Bewohner des Landes vertreiben. Ich habe es euch gegeben. Es gehört euch! Ihr habt mein Wort.“ Aber die Einzigen, die mit Gott übereinstimmten, waren Josua und Kaleb. Sie sahen dieselben Riesen wie alle anderen; sie sahen dieselben befestigten Städte und dieselben Waffen, aber sie sagten: „Hey, ihr Schutz ist von ihnen gewichen. Sie werden unser Brot sein. Wir werden sie verschlingen! Lasst uns jetzt losziehen. Wir schaffen das, Männer.” Alle anderen sagten: „Nein, nein! Da sind Riesen! Sie sind zu groß. Das schaffen wir nicht.“ Josua und Kaleb stimmten als Einzige mit Gott überein. Alle anderen teilten die Meinung der zehn Spione.

Gehen wir jetzt etwa fünfundvierzig Jahre in die Zukunft. Die Einzigen aus dieser Generation, die es in das verheißene Land geschafft hatten, waren Josua und Kaleb. Alle anderen starben, während sie ihre Runden um den Berg Sinai drehten. Interessant. Was dann geschah, können wir im Buch Josua, Kapitel 14, nachlesen. Josua war jetzt der Anführer und sie versuchten es ein zweites Mal. Sie kamen mit einer neuen Generation, um das verheißene Land in Besitz zu nehmen und Kaleb sagte: „Hey, Josua, vor 45 Jahren habe ich berichtet, wie ich die Lage einschätze. Aber unsere Brüder stellten sie so negativ dar, dass alle den Mut verloren haben.“ Er sagte: „Aber ich weiß noch genau, was Mose gesagt hat.“ 45 Jahre später erinnerte er sich immer noch Wort für Wort an Gottes Verheißungen! Er sagte: „Josua, ich bin heute 85 Jahre alt und immer noch so stark wie mit 40. Wenn wir das Land einnehmen, gib mir den Berg mit den Riesen. Ich werde sie vertreiben. Ich werde sie aus ihren befestigten Städten verjagen. Überlass mir die Riesen!“ Josua sagte: „Okay, Kumpel.“ Und Kaleb marschierte in das Land ein, schlug alle Riesen auf dem Berg in die Flucht und nahm ihn als sein Erbe in Besitz. Sie sehen, die Herzen, die Lippen und die Taten von Josua und Kaleb standen im Einklang mit Gottes Verheißung und sie bekamen genau das, was Er ihnen gesagt hatte. Und wissen Sie was? Auch all die anderen Israeliten, die sich Josua und Kaleb entgegengestellt hatten, bekamen genau das, was sie gesagt hatten. Sehen wir uns Kapitel 14 an, ab Vers 26:

4. Mose 14:26-29
„Und der Herr redete zu Mose und Aaron und sprach: Wie lange soll es mit dieser bösen Gemeinde weitergehen, dass sie gegen mich murrt? Das Murren der Söhne Israel, womit sie gegen mich murren, habe ich gehört. Sage zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht der Herr, wenn ich es nicht so mit euch machen werde, wie ihr vor meinen Ohren geredet habt! In dieser Wüste sollen eure Leichen fallen, ja, alle eure Gemusterten nach eurer ganzen Zahl, von zwanzig Jahren an und darüber, die ihr gegen mich gemurrt habt.“

Ihre Herzen, ihre Lippen und ihre Taten sagten: „Das schaffen wir nicht. Wären wir doch hier gestorben!“ Und Gott sagte: „Ihr habt es geglaubt, ihr habt es gesagt und ihr bekommt es.“ Aber Josua und Kaleb sagten mit ihrem Herzen, ihren Lippen und ihren Taten: „Gott hat gesagt, wir können es. Die Riesen und die Stadtmauern schrecken uns nicht ab. Ihr Schutz ist von ihnen gewichen. Es spielt keine Rolle, was wir sehen, wie wir uns fühlen oder was die Mehrheit sagt. Es zählt nur, was Gott sagt.“ Gott sagte: „Ich gebe euch nur, was ihr sagt.“ Und Er sagte: „Kaleb, mein Diener, er wird das Land besitzen, weil ein anderer Geist in ihm war.“ Kaleb hatte einen Geist des Glaubens. Wenn Sie mit Gottes Wirken im Einklang stehen, wird eine große Kraft freigesetzt, die Sie nicht unterschätzen sollten.

Als unser jüngster Sohn Spencer noch klein war, sagte er einmal: „Papa, Mama, ich möchte einen Hund.“ Wir sagten: „Nein, du bekommst keinen Hund. Wir wollen keinen Hund.“ Er ließ nicht locker. „Aber ich will einen Hund. Bitte!“ Wir sagten: „Nein. Kein Hund, Spencer. Punkt. Thema erledigt.“ Einige Tage später sagte er: „Ich habe einen Hund.“ Ich fragte: „Wie meinst du das?“ Er sagte wieder: „Ich habe einen Hund.“ Ich sagte: „Nein, hast du nicht.“ Darauf er: „Doch.“ – „Nein, hast du nicht.“ – „Ich habe einen Beagle.“ -„Nein, hast du nicht!“ Da sagte er: „Doch. Ich habe Markus 11:24 gelesen. Jesus hat gesagt: Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt und es wird euch werden. Und ich habe gebetet und ich glaube, dass Gott mein Gebet erhört hat. Ich habe einen Beagle.“ Ich sagte: „Hör auf damit.“ Er sagte: „Aber es ist wahr. Ich habe einen Hund. Gott hat mein Gebet bereits erhört.“ Ich erwiderte: „Du hast keinen Hund und du bekommst auch keinen.“ Aber er beharrte: „Es ist mir egal, was du sagst. Gott hat mein Gebet gehört.“ Ich sagte erneut: „Hör auf damit!“ Aber er dankte Gott wochenlang dafür, dass er sein Gebet gehört hatte. Er dankte Gott für seinen Beagle. Er hatte sogar schon einen Namen für ihn. Ich sagte weiterhin: „Spencer, hör auf. Du bekommst keinen Hund. Wir wollen keinen Hund und können auch keinen halten. Nein.“ Aber er wiederholte hartnäckig: „Ich habe bereits einen Hund.“ Und immer, wenn ich sagte: „Nein, hast du nicht und du bekommst auch keinen. Hör auf damit“, sagte er: „Gott, danke für meinen Hund. Ich habe einen Hund. Du hast mein Gebet gehört.“ Einige Wochen später spürte ich im Gebet, wie der Heilige Geist in mein Herz sprach: „Kauf ihm einen Hund.“ Ich sagte: „Gott, nein! Wir wollen keinen Hund.“ Kurze Zeit später fuhr ich in ein Tiergeschäft und kaufte ihm einen Beagle.

Gottes Wort ändert Umstände und sogar Herzen. Die Bibel sagt, das Herz eines Königs ist in der Hand des Herrn. Wie Wasserbäche neigt er es, wohin immer Er will. Unterschätzen Sie die Kraft nicht, die freigesetzt wird, wenn Ihr Mund, Ihr Herz und Ihr Handeln mit Gottes Verheißungen in Übereinstimmung stehen. Gut, sehen wir uns 4. Mose 21 an.

Drittens, ihre Klagen entsprangen ihrer Ungeduld. Sie waren begeistert, die Generation zu sein, die das verheißene Land erben würde. Es war ein ziemlich steiler Aufstieg von Ägypten in ihr Erbe hinein. Gerade hatten sie das Land Edom erreicht, das sie durchqueren mussten. Das war kein Problem, denn die Edomiter waren mit den Israeliten verwandt. Sie kamen also an die Grenzen von Edom und dachten, alles sei bestens. Doch da trat ihnen der König von Edom mit seinem Heer entgegen und sagte: „Ihr dürft hier nicht hindurch ziehen!“ Mose sagte: „Nun kommt, wir sind doch Brüder! Wir gehen auf der Straße des Königs. Wir werden eure Früchte nicht essen und wenn wir Wasser aus dem Fluss trinken, werden wir dafür bezahlen.“ Doch der König sagte: „Nein! Wenn ihr es versucht, wird mein Heer euch angreifen.“ Und so musste Mose knapp drei Millionen Israeliten um das Land Edom herumführen. Das Ziel hatte sich nicht verändert, aber die Zeit der Ankunft verzögerte sich. Manchmal kommt es in der Wüste zu Verzögerungen. Der Teufel kann nicht leugnen, was Gott Ihnen verheißen hat, aber manchmal gelingt es ihm, Barrieren und Hindernisse aufzustellen, die den Lauf der Dinge hinauszögern. Wenn das passiert, sollten Sie vorsichtig sein. Die Bibel sagt im Buch der Sprüche: „Hingezogene Hoffnung macht das Herz krank.“ Und in 4. Mose 21, ab Vers 4, lesen wir:

4. Mose 21:4-5
„Und sie brachen auf vom Berg Hor, auf dem Weg zum Schilfmeer, um das Land Edom zu umgehen. Und die Seele des Volkes wurde ungeduldig auf dem Weg; und das Volk redete gegen Gott und gegen Mose: Wozu habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt? Damit wir in der Wüste sterben? Denn es ist kein Brot und kein Wasser da und unserer Seele ekelt es vor dieser elenden Nahrung.“ Die elende Nahrung, von der sie hier sprechen, ist das Manna. Das Wort elend drückt in der hebräischen Sprache eine tiefe Verachtung aus. Es bedeutet, das Manna ist gehaltlos und macht uns nicht satt. Was für ein starkes Wort für die Engelsnahrung! Sie mussten also um Edom herumgehen. Sie waren ungeduldig.

Vielleicht müssen auch Sie den langen Weg gehen. Vielleicht dachten Sie, Ihr Mann würde jetzt mit Ihnen in der Gemeinde sein, das Wort hören und während des Lobpreises die Hände erheben, aber der Schuft hat noch nie einen Fuß in die Gemeinde gesetzt. Sie glauben, dass er gerettet wird, aber es scheint, dass Sie dafür einen langen Weg gehen müssen. Das Ziel hat sich nicht verändert, aber die Ankunftszeit hat sich verschoben. Oder vielleicht treiben es Ihre Kinder umso bunter, je mehr Sie für sie beten. Und Sie kennen die Verheißung: Der Friede deiner Kinder wird groß sein und sie werden vom Herrn persönlich gelehrt werden. Sie kennen das Ziel, aber die Ankunftszeit, die Sie ursprünglich geplant hatten, verschiebt sich. Vielleicht haben Sie auch gesundheitliche Probleme. Sie vertrauen Gott und wissen, dass Sie durch die Striemen Jesu geheilt sind. Er hat unsere Krankheiten getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen. Sie tun alles, was Sie können, aber es scheint, als müssten Sie einen langen Weg gehen. Möglicherweise stecken Sie in finanziellen Schwierigkeiten. Sie haben geglaubt, dass Sie einen Durchbruch erzielen werden und sich neue Möglichkeiten auftun, aber es scheint, als müssten Sie dafür einen Umweg machen. Weiß irgendjemand, wovon ich rede? Wenn das passiert – wenn es zu Verzögerungen kommt, sollten Sie Ihr Herz bewahren, damit Sie nicht entmutigt werden. Die Israeliten fingen aus ihrer Entmutigung und ihrer Ungeduld heraus an, gegen Gott und Mose zu murren. Aber wenn Sie klagen, werden in Ihrem Leben Dinge passieren, die Ihnen nicht gefallen. Als Erstes werden Ihre Klagen Ihren Geist in Besitz nehmen und das ist sehr tragisch, denn Sie glauben aus Ihrem Geist heraus. Im Neuen Testament heißt es, mit dem Herzen wird geglaubt. König David sagte in Psalm 77, Vers 4: „Sinne ich nach, so verzagt mein Geist.“ Wenn Sie klagen und grübeln, lösen Sie eine Gedankenflut aus, die Ihre Seele und Ihren Geist schwer belastet. Zweitens, wenn Sie klagen, öffnen Sie dem Teufel eine Tür zu Ihrem Leben. Sehen wir uns den nächsten Vers an. In Vers 5 klagten sie und in Vers 6 heißt es:

4. Mose 14:6
„Da sandte der Herr feurige Schlangen unter das Volk und sie bissen das Volk; und es starb viel Volk aus Israel.“

Es war nicht so, dass Gott irgendwo Schlangen sammelte und sie dann auf die Israeliten losließ. Er nahm nur Seine schützende Hand von Ihnen. Die Schlangen waren bereits da. Wie wir in 5. Mose, Kapitel 8, lesen, gab es in dem Land unzählige feurige Schlangen.

Ich habe einen Artikel über die britische Armee während des Ersten Weltkriegs gelesen. Die Truppen lagerten in genau derselben Region wie damals die Israeliten und sie erlitten schreckliche Verluste aufgrund von Schlangenbissen. Dort gab es viele giftige Ottern. Das ist auch heute noch so. Aber bis zu diesem Zeitpunkt waren Millionen von Israeliten durch das Land gezogen, ohne dass auch nur einer von ihnen gebissen wurde. Sie hatten göttlichen Schutz.

Ich war einmal mit ein paar Kindern an einem Ort mit Namen Immigrant Lake in Oregon. Mit einem Kind an jeder Hand ging ich den schmalen Weg hinunter in eine Bucht. Wir hatten Angelruten dabei und wollten Fische fangen. Auf dem Weg in die Bucht fragte eines der Kinder: „Was war das?“ Ich fragte: Was meinst du?“ Wir drehten uns um und sahen, dass mitten auf dem Weg eine zusammengerollte Klapperschlange lag. Wir waren direkt über sie hinweggegangen. Unsere Füße waren nur wenige Zentimeter von ihr entfernt gewesen. Und sie lag einfach da, hob den Kopf und streckte die Zunge heraus. Das war göttlicher Schutz. Ich glaube, so war es auch bei den Israeliten. Die Schlangen versuchten sie zu beißen, aber sie konnten es nicht. Vielleicht haben die Schlangen eine Versammlung einberufen, um gemeinsam herauszufinden, was hier los war. „Kannst du das glauben? Ich hatte heute drei Gelegenheiten, einen Mann zu beißen. Er setzte sich auf einen Felsen, und sein dicker, fetter Wadenmuskel war direkt vor meiner Nase. Und dann war es, als käme ein unsichtbarer Schild dazwischen.“ Und die anderen sagten: „Wir können auch niemanden beißen!“ Aber plötzlich wurde der unsichtbare Schutz weggenommen und viele Israeliten wurden gebissen und starben.

Freunde, diese Schlangen sind vom ersten Buch Mose bis zum Buch der Offenbarung ein Bild für den Teufel. In 1. Mose taucht Satan in der Gestalt einer Schlange auf und in der Offenbarung heißt es: „… die alte Schlange, die der Teufel und der Satan ist.“ Jesus sagte: „Ich gebe euch die Autorität, auf Schlangen und Skorpione zu treten.“

Die ganze Bibel hindurch ist die Schlange ein Bild für den Teufel. Und wenn wir entmutigt werden und anfangen, gegen Gott und Seine Leiter zu murren, öffnen wir dem Teufel eine Tür und die Schlange kriecht herein. Sie wird sich nach unseren Kindern ausstrecken und ihnen Gift und Rebellion einimpfen; sie wird ihre Fänge nach unserer Ehe, unserer Arbeit und unserer körperlichen und geistigen Gesundheit ausstrecken. Vielleicht denken Sie jetzt: „Mann, ich habe gemurrt. Was soll ich jetzt tun?“ Dasselbe, was auch die Israeliten taten. Vers 7.

4. Mose 14:7-9
„Da kam das Volk zu Mose und sie sagten: Wir haben gesündigt, dass wir gegen den Herrn und gegen dich geredet haben. Bete zu dem Herrn, dass er die Schlangen von uns wegnimmt! Und Mose betete für das Volk. Und der Herr sprach zu Mose: Mache dir eine Schlange und tu sie auf eine Stange! Und es wird geschehen, jeder, der gebissen ist und sie ansieht, der wird am Leben bleiben. Und Mose machte eine Schlange von Bronze und tat sie auf die Stange; und es geschah, wenn eine Schlange jemanden gebissen hatte und er schaute auf zu der ehernen Schlange, so blieb er am Leben.“

Das Erste ist Umkehr. Wenn Sie der Sünde des Murrens und Klagens schuldig geworden sind, kehren Sie um. Bitten Sie Gott, Ihnen zu vergeben und dann sehen Sie auf die Schlange auf der Stange. Sie steht für Jesus, der gekreuzigt wurde. In Johannes, Kapitel 3, sagte Jesus: „… wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden.“ Die Schlange auf der Stange war ein Bild für Jesus am Kreuz. Aber ich frage Sie: Warum sollte man Jesus als Schlange darstellen, als etwas, das für Fluch, Sünde und die Werke des Teufels steht? Ist Er nicht das Lamm Gottes? Doch im Hinblick auf Seine Kreuzigung heißt es im Galaterbrief: „Verflucht ist jeder, der am Holz hängt!“ Und in 2. Korinther lesen wir: „Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht…“ Erinnern Sie sich daran, wie Mose und Aaron beim Pharao waren und Moses Stab zu Boden warfen? In was verwandelte er sich? In eine Schlange. Auch die Zauberer des Pharao warfen ihre Stäbe hin. In was verwandelten sie sich? In Schlangen. Aber Moses Stab verschlang ihre Stäbe. In Jesaja gibt es eine Prophetie über Jesus, die lautet: „Und ein Spross wird hervorgehen aus dem Stumpf Isais.“ Dieser Spross war Jesus. Und am Kreuz von Golgatha schluckte Er alles, was der Teufel über der Menschheit ausgeschüttet hatte. Er schluckte die Sünde, Er schluckte Unterdrückung, Er schluckte Zerbrochenheit, Krankheit und Fluch und starb an unserer Stelle. Christus hat Sein Werk vollendet – unser gesegneter Retter ist am Kreuz gestorben, um die Macht des Teufels zu brechen und am dritten Tag wurde Er von den Toten auferweckt. Jetzt hält Er die Schlüssel der Hölle und des Todes in der Hand. Sehen Sie auf Ihn – Er kann Sie aus jeder Situation befreien. Und Er wird Sie treu durch die Wüste führen. Das begeistert mich. Am Ende seines Lebens versammelte Josua das Volk Israel um sich und sagte: „Von all den guten Dingen, die Gott uns verheißen hat, ist nichts unerfüllt geblieben.“ Es gab nur hin und wieder ein paar Verzögerungen. Und wenn Sie jetzt gerade durch die Wüste gehen, wenn Sie jetzt gerade Verzögerungen erleben und nicht die Gemeinschaft, den Komfort und die Annehmlichkeiten genießen, die Sie gewohnt sind, möchte ich Ihnen sagen: Gott sorgt auch in der Wüste für Sie und Sie können auch dort einen fruchtbaren Dienst tun.

Geben Sie der Versuchung zu klagen nicht nach, denn Gott wird Seine Verheißungen erfüllen, wenn Ihr Herz, Ihr Mund und Ihre Taten damit in Einklang stehen, was Er gesagt hat. Er ist jetzt und bis in alle Ewigkeit treu. Was für ein Retter! Lassen Sie uns gemeinsam beten.

Gott, ich bete heute für Dein Volk. Ich bete für alle, die schwach und entmutigt sind. Stärke und erfrische sie, damit sie aufrecht stehen können. Ich bete, dass die Kraft Deines Heiligen Geistes in sie hineinfließt und sie mit neuem Mut, Kraft und Hoffnung erfüllt. O Gott! Mit Dir ist alles möglich. Wir wollen unsere Augen darauf gerichtet halten, was Du gesagt hast. Wir wollen unseren Mund mit Lobpreis und den Verheißungen Gottes füllen und nicht klagen. Wir preisen Dich, o Gott. Danke, dass Du in unserer Wüste bei uns bist. Danke, dass Du uns durch unsere Wüste hindurchführst. Danke, dass Du in der Wüste Wasser hervorbrechen lässt und Bäche in der Steppe, wie die Bibel sagt. Danke, dass Deine Hand auf uns liegt, o Gott. Danke, dass Du uns hilfst. Danke, dass Du uns ermutigst. Danke, Herr, dass Du diejenigen, die Du liebst, ermahnst und zurechtbringst und korrigierst. Wir kommen jetzt zu Dir, Gott. Vater, danke, dass Du uns beschützt. Danke für den Trost Deines Heiligen Geistes. Danke, dass Du nicht distanziert und gleichgültig bist. Wir danken Dir, dass Du auch an den kleinsten Details unseres Lebens interessiert bist. Vater, ich bete für jeden einzelnen Menschen, der heute zuhört; für alle, die Dich noch nicht kennen und für alle verlorenen Söhne und Töchter, die sich in ihrem Herzen von Dir entfernt haben. Danke, dass Du sie heute mit Deiner Liebe wieder zu Dir hinziehst und sie in die heilige Unterordnung unter Deine Herrschaft zurückführst.

Bitte halten Sie den Kopf gebeugt und die Augen geschlossen. Vielleicht sind Sie nicht dort, wo Sie mit Gott sein sollten. Dann beten Sie bitte mit mir. Er ist nicht ärgerlich auf Sie, aber es ist an der Zeit umzukehren und nach Hause zu kommen. Wenn Sie Jesus noch nicht zum Herrn Ihres Lebens gemacht haben, will ich Ihnen sagen: Er starb am Kreuz für Ihre Sünden und Er wurde von den Toten auferweckt, damit Sie gerecht vor Gott stehen können. Und wenn Sie das in Ihrem Herzen glauben und mit Ihrem Mund bekennen, wird Gott Sie in eine Beziehung zu sich führen, die man Erlösung nennt. Bitte beten Sie mit mir und tun Sie es mit einem aufrichtigen Herzen. Sagen Sie:

Gott, ich komme jetzt zu Dir. Ich habe nichts zu bieten, aber alles zu empfangen. Jesus, ich weiß, dass Du am Kreuz für mich gestorben bist, um meine Sünden auszulöschen. Ich danke Dir dafür. Ich empfange Erlösung. Ich empfange Vergebung. Ich empfange ein neues Leben. Ich bekenne Dich als meinen Herrn, Jesus. Ich will gehen, wo immer Du mich hinführst. Von diesem Moment an gehört mein Leben nicht mehr mir, sondern Dir, Jesus. In Deinem Namen bete ich. Amen.

Ich hoffe, dass Sie aus der heutigen Predigt etwas mitnehmen konnten und dass Sie am Ende mit uns gebetet haben. Wir alle gehen in unserem Leben mit Gott hin und wieder durch eine Wüste. Es ist nicht immer einfach; es gibt Hindernisse. Es gibt Zeiten, in denen wir uns fragen, wo Gott ist. Es scheint eine geistliche Dürre zu herrschen, aber Er ist immer bei uns, auch in den schweren Zeiten. Wenn wir in diesen Zeiten standhaft bleiben, können wir einige wertvolle Lektionen lernen, die maßgeblich zu unserem Wachstum beitragen. Tatsächlich machen wir oft die meisten Fortschritte, wenn es scheint, als würde Gott nur wenig tun. Aber möglicherweise arbeitet Er gerade dann intensiv an unserem Charakter und unserem Geist. Vielleicht machen Sie gerade eine schwere Zeit durch. Aber Gott hat Sie nicht verlassen; Er ist bei Ihnen. Sie werden Gelegenheiten bekommen, anderen zu dienen, Ihre Erfahrungen mit ihnen zu teilen und sie dadurch zu segnen, auch wenn Sie selbst durch schwere Zeiten gehen. Das erlebte auch David. Nachdem seine Feinde Ziklag niedergebrannt und alle Familien weggeführt hatten, waren alle gegen ihn und er musste sich im Herrn ermutigen. Und gerade als er die schwerste Zeit seines Lebens durchmachte, berief Gott ihn dazu, die anderen Männer anzuführen und ihnen zu dienen. Und Gott kann auch Sie dazu berufen, in das Leben eines anderen zu säen, auch wenn Sie gerade in der Wüste sind. Aber die Wüste hat ein Ende. Die Bibel sagt in 1. Petrus, dass wir für eine kurze Zeit Prüfungen verschiedenster Art durchmachen und manches Schwere erleiden müssen. Aber er spricht hier von einer „kurzen Zeit“. Solche Zeiten kommen und gehen. Vielleicht machen Sie gerade eine schwere oder trockene Zeit durch, aber auch diese Zeit wird ein Ende haben. Tun Sie einfach weiterhin, was richtig ist. Sie werden es schaffen. Mir sieht gerade jemand zu, der sich vollkommen allein fühlt. Aber ich möchte Sie ermutigen: Sie sind nicht allein. Gott sieht Sie, Er liebt Sie und Er will Ihnen helfen. Schütten Sie Ihm einfach Ihr Herz aus. Das tat auch König David. Sagen Sie Gott, was Sie bewegt, was Sie denken und fühlen. Vertrauen Sie Ihm. Er wird Ihnen helfen. Und dem Pastor, der mir gerade zusieht und so entmutigt ist, will ich sagen: Bleiben Sie treu. Lassen Sie nicht nach. Gott wird Ihre Liebesdienste nicht vergessen. Es wartet eine Belohnung auf Sie. Geben Sie nicht auf. Ich liebe Sie und auch Gott liebt Sie. Bis zum nächsten Mal.

 

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