Nach mir die Sintflut? 1/2

Gott möchte, dass in seiner Kirche stets mehrere Generationen nebeneinander mit ihm an einem gemeinsamen Ziel arbeiten. In der Bibel finden wir immer wieder Stellen, an denen von mindestens drei Generationen die Rede ist, die zusammenarbeiten und gemeinsam mit Gott vorwärts gehen. Und doch haben viele Kirchen mit dem Generationswechsel zu kämpfen. Bayless Conley gibt praktische Tipps, wie ein Übergang zwischen den Generationen reibungslos und freudig gelingen kann, statt zu einem Konkurrenzkampf und zu Spannungen zu führen. Die Staffelübergabe, bei der eine Generation die Zügel der Leiterschaft an die andere übergibt, dauert normalerweise ein Leben lang. Wir laufen dieses Rennen gemeinsam. Nur wenn wir alle Generationen im Blick behalten, können wir das bewirken, wozu Gott uns berufen hat!

Dies ist der erste Teil der Predigt, den zweiten Teil findest du hier …

Predigtmanuskript

In der ganzen Bibel nennt Gott uns nur einen einzigen Grund dafür, dass er sich Abram, diesen Mann aus Ur in Chaldäa, ausgesucht hat, um aus seinem Geschlecht das erwählte Volk, die Juden und letztendlich den Retter der Welt hervorgehen zu lassen. Ich habe schon oft gedacht: „Gott, warum hast du dir keinen Pazifikinsulaner ausgesucht? Oder einen Inder? Einen Europäer? Einen Afrikaner? Warum hast du ausgerechnet diesen Mann erwählt?“ Wenn Sie die Antwort darauf wissen wollen, sollten Sie sich die heutige Sendung ansehen. Wir werden über die verschiedenen Generationen sprechen. Das ist eine sehr bedeutungsvolle Botschaft.

Der einzige Grund, den Gott dafür nennt, dass er Abraham erwählt hat, lautet: Er wusste, dass Abraham generationsbezogen denken und handeln würde und dass er das, was er von Gott gelernt hatte, an seine Kinder und Enkel weitergeben würde. Ich glaube, das ist Gott sehr wichtig.

Bitte schlagen Sie Psalm 71 mit mir auf. Wir werden uns dort ein paar der vielen Aussagen und Gebete in der Bibel ansehen, die sich um die Generationen drehen. Psalm 71, Vers 17. Hier finden wir ein Gebet:

„Gott! Du hast mich unterwiesen von meiner Jugend an, und bis hierher verkündige ich deine Wundertaten.
Und auch bis zum Alter und bis zum Greisentum verlass mich nicht, Gott, bis ich verkündige deinen Arm der künftigen Generation, allen, die da kommen werden, deine Macht …“

Was für ein ergreifendes Gebet! „Gott, lass mich diesen Planeten nicht verlassen, bevor ich den kommenden Generationen deine Stärke und alles, was ich von dir gelernt habe, verkündet habe. Lass mich nicht sterben, bevor ich ihnen ein Vermächtnis all dessen hinterlassen kann, o Gott.“

Bitte schlagen Sie jetzt Psalm 78 auf. Psalm 78, Vers 4. Hier geht es um Gottes Worte. Diese …

„… wollen wir nicht verhehlen ihren Söhnen und der künftigen Generation erzählen die Ruhmestaten des Herrn und seine Macht und seine Wunder, die er getan hat.
Denn er hat ein Zeugnis aufgerichtet in Jakob und ein Gesetz aufgestellt in Israel und gebot unseren Vätern, sie ihren Söhnen kundzutun,
damit die künftige Generation sie kenne, die Söhne, die geboren werden sollten, und auch sie aufständen und sie ihren Söhnen erzählten.
Damit sie auf Gott ihr Vertrauen setzten und die Taten Gottes nicht vergäßen …“

Ich weiß nicht, ob Sie das bemerkt haben, aber das war kein Vorschlag, sondern ein Gebot Gottes an sein Volk. Er gebot den Menschen, das, was sie gelernt hatten, an die nächste Generation, die geboren würde, weiterzugeben.

Sehen wir uns jetzt den nächsten Psalm an. Psalm 79, Vers 13:

„Wir aber sind dein Volk und die Herde deiner Weide. Wir wollen dich ewig preisen, von Generation zu Generation dein Lob erzählen!“

In anderen Übersetzungen heißt es hier „allen Generationen“.

Das Lieblingskapitel fast jedes Pastors ist Kapitel 11 aus dem Hebräerbrief. Über dieses Kapitel könnte man etwa eine Million Predigten halten. Und auch ich habe über dieses Kapitel, in denen von den Helden und Heldinnen des Glaubens die Rede ist, schon mehr Predigten gehalten, als ich mich erinnern kann.

Und obwohl ich es vorher bestimmt schon Tausende Male gelesen hatte, dämmerte mir erst vor einigen Jahren, dass Gott die Liste der Helden und Heldinnen, die im Glauben große Taten für Gott vollbrachten, in einer bestimmten Abfolge und auf die Generationen bezogen angeordnet hat. Wenn Sie sie lesen, werden Sie feststellen, dass das wahr ist. Und manche von ihnen sind sogar nach bestimmten zeitlichen Perioden gruppiert, wie zum Beispiel der Zeit der Richter.

Er sprach über Abel, über Henoch und dann über Abraham und Sara, Josef, Mose, Rahab, Gideon, Barak, Simson und so weiter. Und es hat einen Grund, warum Gott das tat, denn nachdem er über diese Menschen gesprochen hat, sagt er in Hebräer 12, Vers 1: „Deshalb lasst nun auch uns, da wir eine so große Wolke von Zeugen um uns haben, jede Bürde und die uns so leicht umstrickende Sünde ablegen und mit Ausdauer laufen den vor uns liegenden Wettlauf.“

Er schließt uns in diese Abfolge und generationenbezogene Liste der Menschen des Glaubens ein. Und dann benutzt er ein Bild der alten Olympischen Spiele und spricht über diese Menschen, als würden sie auf den Tribünen sitzen und sich aus irgendeinem Grund für unser Rennen und seinen Verlauf interessieren. Sogar der Begriff „eine ganze Wolke von Zeugen“ ist ein Bild für die Olympischen Spiele.

Wenn man im alten Griechenland auf den obersten Reihen der Tribüne saß, nannte man das „in den Wolken sitzen“. Und das Bild, das er hier benutzt, diese große Wolke von Zeugen, erstreckt sich im wörtlichen Sinn bis ganz hinauf zu den obersten Reihen. Sie beobachten uns mit angehaltenem Atem, während wir unser Rennen laufen. Aber warum sollte sie das so sehr interessieren?

Weil wir in dasselbe Rennen eingetreten sind wie sie. Es ist ein Staffellauf. Eine Generation übergibt den Stab an die nächste Generation und diese an die nächste Generation und so weiter und jetzt beobachten sie unser Rennen, in dem der Stab in unseren Händen ist. Jesus drückte das so aus: „Andere haben gearbeitet, und ihr seid in ihre Arbeit eingetreten.“ Es ist tatsächlich dasselbe Rennen.

Ich weiß, dass manche Menschen nervös werden, wenn die Rede davon ist, dass man den Stab weitergeben soll. Sie mögen das nicht, weil sie denken: „Wir haben die Hitze und die Last dieser Zeit ertragen; wir haben dieses durchgebetet und für jenes bezahlt und jetzt sollen wir zur Seite treten und den jungen Leuten eine Chance geben? Ich denke nicht.“ Aber darum geht es nicht. Stellen Sie sich die Läufer einmal bildlich vor.

Derjenige, der den Stab gerade im Besitz hat, läuft so schnell er kann und beugt sich nach vorn, während sich ihm der nächste Läufer nähert. Dieser passt sich dem Lauf des ersten Läufers an, bis sie synchron laufen, um sicherzustellen, dass die Übergabe gut funktioniert. Stellen Sie sich jetzt einmal die Übergabe des Stabs in Zeitlupe vor. Das passiert nicht an einem Tag. Es passiert nicht in einer Woche. Das dauert ein ganzes Leben. Es geht nicht darum, dass Sie beiseitetreten und inaktiv werden. Es geht darum zusammenzuarbeiten.

Das steht sogar in Maleachi, im letzten Vers des Alten Testaments. Sicher kennen Sie ihn. Hier spricht Johannes der Täufer, der den Weg für den Dienst von Jesus bereitete, und er sagte: „Ich werde das Herz der Väter zu den Kindern und das Herz der Kinder zu ihren Vätern umkehren lassen.“ Eine noch bessere Übersetzung dieses Verses lautet: „Ich werde die Herzen der Väter ihren Kindern und die Herzen der Kinder ihren Vätern zuwenden.“

Das bedeutet nicht, dass die Väter auf die Kinder und die Kinder auf die Väter sehen. Ihre Herzen wenden sich dem Herrn zu, sie alle sehen auf den Herrn und dienen ihm gemeinsam. Die Generationen arbeiten zusammen. In Kapitel 2 der Apostelgeschichte zitiert Petrus in seiner Predigt am Pfingsttag eine Prophetie von Joel: „Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, dass ich von meinem Geist ausgießen werde auf alles Fleisch, und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, und eure jungen Männer werden Gesichte sehen, und eure Ältesten werden in Träumen Visionen haben.“ Drei Generationen werden vom Heiligen Geist ermächtigt.

Der Heilige Geist wurde auf drei Generationen ausgegossen, die zusammenarbeiteten und in seinen Gaben wirkten. Und natürlich läuft alles darauf hinaus, was Petrus kurz danach zitiert: „Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird gerettet werden.“ Und Gottes Idee in diesen letzten Tagen – in der Zeit, in der wir leben, in dieser Generation, an die der Staffelstab übergeben wurde –, ist, dass drei Generationen, die durch den Heiligen Geist ermächtigt wurden, zusammenarbeiten und die große Endzeiternte einbringen.

Und wenn wir eine dieser Generationen wegnehmen, haben wir nicht mehr die nötige Effektivität, um die verlorene Welt zu erreichen. Abraham stattete Isaak aus, Isaak entsandte Jakob und Jakob verehrte Abraham. Es ist die Idee Gottes; der Plan Gottes und seine effektivste Methode, dass drei Generationen zusammenarbeiten, um die Welt zu erreichen.

Wir wollen uns jetzt einige Beispiele aus der Bibel ansehen, wo der Staffelstab zu Boden fiel; wo die Übergabe des Staffelstabs zwischen den Generationen nicht funktioniert hat und welche Folgen das hatte. Und dann werden wir uns ein Beispiel ansehen, wo der Stab erfolgreich weitergegeben wurde. Bitte schlagen Sie das Buch der Richter, Kapitel 2 auf. Hier geht es um Josua, einen der großen biblischen Helden des Glaubens. Richter, Kapitel 2, wir beginnen mit Vers 7. Da heißt es:

„Und das Volk diente dem Herrn alle Tage Josuas und alle Tage der Ältesten, die nach Josua noch länger lebten, die das ganze große Werk des Herrn gesehen hatten, das er für Israel getan hatte.
Dann starb Josua, der Sohn des Nun, der Knecht des Herrn, 110 Jahre alt.
Und sie begruben ihn im Gebiet seines Erbteils, in Timnat-Heres auf dem Gebirge Ephraim, nördlich vom Berg Gaasch.
Und auch jene ganze Generation wurde zu ihren Vätern versammelt. Und eine andere Generation kam nach ihnen auf, die den Herrn nicht kannte und auch nicht das Werk, das er für Israel getan hatte.
Da taten die Söhne Israel, was böse war in den Augen des Herrn, und dienten den Baalim.
Und sie verließen den Herrn, den Gott ihrer Väter, der sie aus dem Land Ägypten herausgeführt hatte, und liefen anderen Göttern nach, von den Göttern der Völker, die rings um sie her lebten, und sie warfen sich vor ihnen nieder und reizten den Herrn zum Zorn.“

Eine ganze Generation war verloren. Eine ganze Generation! Und das so schnell! Ich meine, diese Generation war aus dem Land Ägypten gekommen. Sie hatten die Zeichen und Wunder gesehen. Und nach ihnen kam eine Generation, die Gott komplett den Rücken kehrte und sich dem Götzendienst, dem Heidentum und den Praktiken des Landes, in dem sie lebte, hingab. Und ich glaube, der Schlüssel ist in Vers 7, wo wir angefangen haben. Hier geht es um Josua und die Ältesten, die zu seiner Zeit lebten. Um jene, die die Werke des Herrn gesehen hatten, die seine Kraft erfahren hatten und Gott dienten.

Aber die Generation, die danach kam, wusste von alledem nichts. Und irgendwie gelang es Josua und den Ältesten um ihn herum nicht, den Staffelstab weiterzugeben. Und was ich damit sagen will, ist: Es ist wunderbar, eine großartige Technik und coole Musik zu haben. Junge Leute begeistert das. Aber das ist nicht genug, um sie zu halten. Sie müssen die Kraft Gottes erfahren und sie müssen unseren Wunder wirkenden, auferstandenen Jesus aus eigener Erfahrung kennen.

Es reicht nicht aus, wenn sie nette Treffen und gute Musik haben und alles bekommen, was ihnen gefällt und was die Kultur ihnen bietet. Das ist alles großartig, aber die junge Generation braucht auch eine Dosis von der altmodischen Geh-auf-die-Knie-und-bete-die-Kraft-Gottes-vom-Himmel-herunter-Erfahrung. Meine Erlösung fand mitten in einem Sturm aus göttlicher Heilung und dem übernatürlichen Wirken Gottes statt. Das ist eines der Dinge, die mich geprägt und zu dem gemacht haben, der ich bin.

Ich weiß noch, wie Harrison hier oben stand und darüber sprach, wie seine Mutter ihm als kleiner Junge „Wie groß du bist“ vorsang. Und als unsere Tochter Rebekah noch ein Kind war, sagte sie: „Mom, eines Tages werde ich auf Missionsreise gehen. Ich werde aus meinem Rucksack leben und in einem Zelt schlafen und ich werde ein Jahr lang weg sein und auch kein Handy mitnehmen.“ Und das tat sie auch. Wenn Sie Ihre Kinder lehren Gott und die Welt zu lieben, sollten Sie besser vorsichtig sein. Das könnte den Wunsch in ihnen wecken loszuziehen und die Welt zu verändern.

Etwa ein Jahr lang lebte sie nacheinander in elf verschiedenen Ländern und an einigen Orten, vor deren Besuch unsere Regierung und unsere Botschaften warnen. Sie erzählte den Menschen dort vom Evangelium und betete für sie. Sie setzte das Evangelium praktisch um. Und das begeistert mich an Gott. Er ist so gut! Wir konnten Rebekah nie dazu bringen ihr Bett zu machen und der erste Ort, wo sie hinkam, war eine abgelegene Gegend in Neuseeland und es war ihre Aufgabe, jeden Tag 400 Betten zu machen. Gott ist so gut!

Als sie in Kenia waren, hielten sie sich für einige Tage in der Nähe eines kleinen Dorfs auf. Dort lebte auch eine gelähmte Frau und Rebekah und die anderen Teilnehmer der Missionsreise besuchten diese Frau und beteten für ihre Heilung. Zunächst schien es, als gebe es keinerlei Veränderung. Aber was glauben Sie, wem sie begegneten, als sie am nächsten Tag wieder in das Dorf kamen? Genau dieser Frau, doch diese war nicht mehr gelähmt, sondern lief umher.

Sie umarmte sie und weinte. Das war eine große Neuigkeit in diesem kleinen Dorf! Solche Dinge werden Sie prägen, Freunde. Und ihr jungen Leute, hört: Es geht nicht nur um gute Musik und gute Predigten, auch wenn wir beides brauchen. Es geht um einen mächtigen Gott, der in unserer Mitte lebt, der unser Leben berühren und durch uns wirken will, um auch das Leben anderer Menschen zu berühren.

Gut, bitte schlagen Sie mit mir 1.Samuel, Kapitel 8 auf. Wir werden uns jetzt einen weiteren großen Helden aus der Bibel ansehen, aber leider gehört er zu denjenigen, denen es misslang, den Staffelstab an die nächste Generation weiterzugeben. 1.Samuel, Kapitel 8, Vers 1:

„Und es geschah, als Samuel alt geworden war, da setzte er seine Söhne als Richter über Israel ein.
Der Name seines erstgeborenen Sohnes war Joel und der Name seines zweiten Abija; sie waren Richter in Beerscheba.
Aber seine Söhne wandelten nicht in seinen Wegen und sie suchten ihren Vorteil und nahmen Bestechungsgeschenke und beugten das Recht.
Da versammelten sich alle Ältesten von Israel und kamen zu Samuel nach Rama.
Und sie sagten zu ihm: Siehe, du bist alt geworden, und deine Söhne wandeln nicht in deinen Wegen. Nun setze doch einen König über uns, damit er über uns Richter sei, wie es bei allen Nationen ist!“

Samuel war ein großer Mann. Er war ein Seher, ein Prophet, Richter in Israel und einer der erstaunlichsten und herausragenden Charaktere der ganzen Bibel. Und es gibt keinen Hinweis darauf, dass er seine Söhne in irgendeiner Weise bevorzugte, als es darum ging, einen Nachfolger für sich zu finden. Aber irgendwie reichte er den Staffelstab nicht an sie weiter.

Die Folge davon war, dass Israel, das immer ein Gottesstaat mit Gott als König gewesen war, zu einer Monarchie mit einem menschlichen König wurde. Und das war kein Fortschritt. Es war ein großer Schritt zurück und von diesem Punkt an ging es abwärts mit dem Volk. Zuerst nur langsam, aber ein paar Generationen später dann ziemlich schnell.

Ich habe mich oft gefragt: „Samuel, warum nur? Deine Söhne sind schließlich geworden wie die bösen Jungen, mit denen du aufgewachsen bist.“ Sie kennen die Geschichte von Samuel. Seine Mutter, Hanna, war unfruchtbar und versprach Gott: „Wenn du mir einen Sohn schenkst, werde ich ihn dir zurückgeben.“ Und Gott öffnete ihren Leib, sie wurde schwanger und gebar einen Jungen, den sie Samuel nannte. Als er entwöhnt war, brachte sie ihn zu Eli in den Tempel und weihte ihn Gott. Und so lebte er fortan in Elis Haus. Aber Eli hatte zwei böse Söhne, Hofni und Pinhas.

Ich weiß nicht, wer seine Söhne so nennen würde, denn der Name des einen bedeutet wörtlich Faustkämpfer und der andere Schlangenmaul. Aber so hießen sie nun mal und so handelten sie auch. Sie nahmen Bestechungsgelder an, schikanierten die Menschen und stahlen Opfer aus dem Tempel; sie waren unmoralisch und schliefen im Tempel mit Frauen. Das führte dazu, dass die Menschen in Israel das Opfer des Herrn verachteten und mit Gott nichts mehr zu tun haben wollten.

In diesem Haus lebte Samuel also als kleiner Junge. Das waren seine Vorbilder – diese zwei älteren Stiefbrüder. Das war die Umgebung, in der er aufwuchs. Wie sollte es ihm unter diesen Umständen gelingen, zu einem rechtschaffenen Menschen zu werden? Aber er schaffte es. Trotz allem folgte Samuel Gott nach, er war ihm gegenüber sensibel und wurde von Gott gebraucht, um eine Nation zu verändern und zu führen.

Samuel besaß eine herausragende Eigenschaft, die ihn durch all das hindurchtrug und wahrscheinlich die stärkste Kraft in seinem Leben war: Er besaß die Fähigkeit, die Stimme Gottes zu hören und zu erkennen. Das begann, als er noch ein kleiner Junge war. Der Herr sagte: „Samuel“ und er lief zu Eli und fragte: „Hast du mich gerufen?“ Eli sagte: „Ich habe dich nicht gerufen. Geh wieder ins Bett und weck mich nicht noch mal auf.“

Dasselbe wiederholte sich mehrere Male. „Samuel.“ – „Eli, hast du mich gerufen?“ – „Nein, ich habe dich nicht gerufen.“ Schließlich dachte Eli: „Es muss Gott sein, der zu diesem Kind redet.“ Er sagte: „Wenn du die Stimme das nächste Mal hörst, sage: „Sprich, Herr, dein Diener hört.“ Und auch Eli lernte Gottes Stimme zu erkennen. Und ich frage mich: Eli, hast du das an deine eigenen Söhne weitergegeben?

Erinnern Sie sich noch, was der Psalmist sagte? „Und auch bis zum Alter und bis zum Greisentum verlass mich nicht, Gott, bis ich verkündige deinen Arm der künftigen Generation …“ Ich glaube, der Arm, die Kraft Gottes, in welcher Form auch immer wir sie erfahren haben, muss unser Vermächtnis an die nächste Generation sein.

Samuel erfuhr die Kraft Gottes mehr als alles andere dadurch, dass er Gottes Stimme hörte und ihr folgte. Bei Ihnen mag das vielleicht Heilung sein oder Gebet oder irgendetwas anderes. Das sollten Sie an die nachfolgende Generation weitergeben.

Ich erinnere mich noch daran, wie ich Harrison, als er noch klein war, lehrte, auf Gottes Stimme zu hören. Eines Abends knieten wir in seinem Zimmer nieder. Er war noch ein kleiner Lümmel. Und ich sagte: „Okay, Sohn, wir werden für deine Mutter, deinen Lehrer und deine Geschwister beten.“ Das taten wir dann eine Weile. Ich sagte: „Und jetzt schließ die Augen. Lass uns still werden und hören, ob der Heilige Geist etwas in unser Herz flüstert. Vielleicht will Gott, dass wir für etwas beten, an das wir noch nicht gedacht haben.“

Wir waren also eine Weile still und ich schielte heimlich zu ihm hinüber. Ich sagte: „Sohn, hast du das Gefühl, dass der Heilige Geist in dein Herz spricht?“ Er sagte: „Ja, Dad. Ich glaube, er hat gesagt, dass wir für die Eichhörnchen beten sollen.“ Ich sagte: „Wie bitte?“ Er sagte: „Ja, wir müssen für die Eichhörnchen beten. Ich sagte: „Okay.“ Also beteten wir, dass die Eichhörnchen genug Nüsse fanden und es im Winter warm hatten.

Am nächsten Tag knieten wir wieder nieder und ich sagte auch dieses Mal: „Lass uns still werden und sehen, ob Gott etwas zu uns sagt.“ Plötzlich verzog er das Gesicht und sagte zu sich selbst: „Schon wieder Eichhörnchen?“ Offensichtlich lernte er und war schon ein bisschen besser geworden. Aber es ist ein Prozess. Und das ist eines der Dinge, die in meinem Leben stark sind und deshalb glaube ich, dass ich es an die kommenden Generationen weitergeben muss.

Samuel jedoch gab nicht weiter, was er von Gott bekommen hatte, und sehen Sie, was passierte: Ein Gottesstaat wurde zur Monarchie.

Freunde, geben Sie das, was stark in Ihnen ist, die Kraft Gottes, die Sie erfahren haben und die für Sie zur Realität geworden ist, an die kommende Generation weiter. Säen Sie Ihren Samen aus. Geben Sie weiter, was Sie haben. Manche von Ihnen, die mir jetzt zuhören, wissen viel über die Gnade Gottes, weil er sehr freundlich und barmherzig zu Ihnen ist. Sie wissen um Gottes Kraft in Zeiten der Schwäche. Geben Sie das an andere weiter. Säen Sie Ihren Samen in andere aus und tun Sie es bewusst. Ich weiß, manchmal tun wir das auch unbewusst, aber wenn wir es bewusst tun, sind wir weit effektiver darin.

Die nächste Sendung mit Teil 2 von „Nach mir die Sintflut?“ sollten Sie nicht verpassen. Dieses Thema ist so wichtig. Es ist wie Feuer, eingeschlossen in meine Gebeine. Bis dahin.

Als Pastor bin ich von Menschen umgeben, die mich lieben und wahrscheinlich ihr Leben für mich geben würden. Ich habe eine wunderbare Familie und viele Freunde. Jesus wird mich nie verlassen noch im Stich lassen. Ich habe viel Segen, für den ich mir die Zeit nehmen muss ihn zu zählen. Und auch wenn wir schwierige Zeiten durchmachen, ist es wichtig, dass wir das Gute betonen und Gott dafür danken, statt uns auf das Schlechte zu konzentrieren.

Manchmal stehen wir vor finanziellen Herausforderungen. Das hat jeder Pastor einer Gemeinde und fast jeder, den ich kenne, schon einmal durchgemacht. Auch bei uns gab es Zeiten der Not, in denen wir Gott vertrauen mussten. Es ging nicht um Luxus oder darum, mehr zu haben, als wir brauchten. Wir vertrauten Gott von Monat zu Monat. Und er war immer treu. Und Jesus sagte: „Ich werde meine Gemeinde bauen.“ Daran müssen wir immer denken. Wenn er nicht baut, will ich es nicht.

Und in der Bibel heißt es: „Wir gehen in die Ruhe ein als die, die geglaubt haben.“ Selbst in Zeiten des Aufruhrs, in denen wir den größten Teil der Nacht betend verbrachten, kam eine überwältigende Ruhe in unser Herz, weil wir wussten, dass Gott sich um das Werk, zu dem er uns berufen hat, kümmern wird. Jemand sagte einmal: „Was Gottes Wille ist, das lässt er auch gelingen.“ Darin steckt eine Menge Wahrheit. Und wenn er nicht der Wind in Ihren Segeln ist, sollten Sie auf ihn sehen. Dadurch haben wir die finanziellen Schwierigkeiten und vieles andere überwunden.

Seit ich Pastor bin, stehe ich vor meiner größten Herausforderung. Es war die größte Herausforderung in meinem Dienst, sie ist es noch und ich glaube, sie wird es immer sein. Und das bin ich! Ich muss mich frisch erhalten und die richtige Herzenshaltung vor Gott bewahren. Wenn wir nicht am Ball bleiben, passiert es leicht, dass wir im Hinblick auf die geistlichen Dinge in eine Art Routine verfallen und kein Feuer mehr haben. Jesus sagte im Buch der Offenbarung zu einer der Gemeinden:

„Du hast vieles richtig gemacht, aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast.“ Er sagte also: Kehrt nun um und tut die ersten Werke. Und ich denke, das ist ein Wort für uns alle: Wir müssen wieder ganz neu anfangen, Jesus zu lieben und rein und demütig bleiben und unser Leben mit ihm einfach halten. Das ist eine Herausforderung für mich, aber ich tue jeden Tag mein Bestes, um meine Beziehung mit Jesus frisch und ehrlich zu halten. Und er hilft mir dabei und er wird auch Ihnen helfen!

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