Neu erfrischt – Wege aus geistlich dürren Zeiten

Wir alle erleben hin und wieder eine Zeit der geistlichen Dürre. Da ist keine Bewegung in unserem Leben mit Gott, vor uns türmen sich scheinbar unüberwindbare Hindernisse auf, es fällt uns schwer zu beten, unserem Bibelstudium fehlt die Inspiration und alles scheint langweilig, unbeweglich und leblos zu sein.

In dieser Predigt erläutert Bayless Conley anhand von vier Punkten, wie wir einer solchen Dürre mit dem Leben, das Gott uns schenkt, ein Ende bereiten können.
Du musst in deinem Leben mit Gott niemals steckenbleiben oder in eine bedeutungslose Routine verfallen. Entdecke, wie du in geistlich dürren Zeiten einen Durchbruch erzielen, erfrischt werden und Gottes überreiches Leben wieder ganz neu erfahren kannst.

Predigtmanuskript

Fühlen Sie sich träge? Ausgetrocknet wie die Wüste? Einfach müde? Wie geht es in Ihrer Beziehung zu Gott weiter? Wie kann es in Ihrem geistlichen Leben vorangehen, wenn Sie eine Wüstenzeit durchmachen? Wissen Sie, wir alle erleben diese Zeiten, in denen wir uns geistlich ausgetrocknet und apathisch fühlen. Darum soll es in der heutigen Predigt gehen. Ich hoffe, sie wird Ihnen weiterhelfen. Jesus sagte: „Ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen.“ Heute möchte ich darüber sprechen, was wir tun können, wenn wir eine Wüstenzeit durchleben. Es passiert uns allen hin und wieder, dass wir uns geistlich träge fühlen. Wir haben keinen Schwung, keinen Antrieb für unser geistliches Leben. Hindernisse wirken unüberwindbar. Wir fühlen uns kraftlos und vielleicht sogar ein wenig entmutigt. Wenn wir beten, ist es nicht gerade fruchtlos, aber es fällt uns schwer. Alles ist so ausgetrocknet wie Gras in der Wüste. Das Bibellesen bringt uns keine Inspiration und wir sind unmotiviert. In unserer geistlichen Entwicklung scheint etwas blockiert zu sein. Die Dinge sind statisch, langweilig und ohne Leben. Dann brauchen wir einen Durchbruch, Erfrischung, Erneuerung, Belebung. Mir gefällt Leonard Ravenhills Definition von Erweckung: „Erweckung ist das Einströmen des Heiligen Geistes in den Körper, der droht, zum Leichnam zu werden.“ Kurz und gut, wir brauchen Leben. Es gibt Zeiten, in denen wir eine frische Dosis von Gottes Leben brauchen, in denen wir vom Strom des lebendigen Wassers berührt werden müssen. Vielleicht befinden Sie sich gerade in einer solchen Wüste. Vielleicht sind Sie geistlich etwas antriebslos, stecken geblieben und ausgetrocknet. Es ist schon lange her, seit Sie einmal ein aufrüttelndes Erlebnis mit Gott hatten. Ich glaube, von Zeit zu Zeit brauchen wir solche Erlebnisse mit Gott. Aber irgendwie ist alles nur noch ein Trott und festgefahren. Ihr geistliches Leben wirkt blockiert und muss wieder in Gang gebracht werden. Sie brauchen Leben. Deshalb möchte ich heute über vier Dinge sprechen, die uns Gottes Leben bringen, wenn wir in der Wüste feststecken. Sind Sie bereit? Als Erstes müssen wir auf Gott hören; wir müssen Ihm zuhören. Ich habe diese Geschichte schon einmal erzählt, aber vor Jahren wurde ich gegen 3 Uhr morgens wach. Ich setzte mich im Bett auf und wusste nicht genau, ob ich träume oder was passiert. Für einen Moment hatte ich das Gefühl, leise Musik zu hören. Ich rappelte mich auf, aber es war nichts zu hören und ich dachte: „Geh wieder ins Bett.“ Es kam die nächste Nacht; es wurde 3 Uhr morgens und ich schaute auf die Uhr. Ich hatte das Gefühl, dass irgendwo Musik spielt oder so etwas. Das ging wochenlang so! Irgendwann weckte ich meine Frau Janet und fragte sie: „Hast du etwas gehört?“ „Nein. Geh wieder ins Bett.“ Mit der Zeit schlief ich immer schlechter und dachte: „Ich muss herausfinden, was in aller Welt das ist!“ Es wurde 3 Uhr morgens. Ich wachte auf, hörte etwas und dann verschwand es. Ich stand auf und folgte dem Ton und zu einer Schublade. Es war eine Schublade mit allerlei Krimskrams. Ich zog sie auf und fing an, alles herauszunehmen, was darin war: alte Batterien, ein altes kaputtes Armband, ein altes kleines Adressbuch und jede Menge anderen Kram. Und ganz unten lag eine alte Zehn-Dollar-Uhr, die ich auf 3 Uhr morgens gestellt hatte - und pünktlich jeden Morgen spielte sie eine kleine Melodie. Es war der Weckton. Das Geheimnis war gelüftet. So geht es uns manchmal, wenn wir versuchen, Gottes Stimme zu hören. Sie wird von einer Menge „Kram“ in unserem Leben überdeckt: Arbeit, Fernsehen, soziale Medien, die alltägliche Geschäftigkeit. Da ist Gottes Stimme wie eine leise, schwache Musik unter all den Schichten dessen, womit unser Leben angefüllt ist. Manchmal müssen wir erst einen Teil davon entfernen. In Psalm 46:11 heißt es: „Seid still und erkennt, dass ich Gott bin.“ Es ist wichtig, dass wir uns angewöhnen, still zu werden und auf Gottes Stimme zu hören. Wenn wir hören wollen, wie Gottes Stimme in unser Leben hineinspricht, müssen wir natürlich zuallererst in die Bibel schauen. Bitte schlagen Sie einmal mit mir den 2. Timotheusbrief auf. 2. Timotheus 3. Das ist ein recht bekannter Abschnitt. 2. Timotheus 3:16 und 17. 2. Timotheus 3:16-17 „Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes richtig ist, für jedes gute Werk ausgerüstet.“ Alle Schrift... Sagen Sie das einmal laut: „Alle Schrift“. Damit ist die Bibel gemeint. „Alle Schrift ist von Gott eingegeben.“ Wörtlich steht dort im griechischen Text, dass Gott Seinen Worten Sein Leben eingehaucht hat. Darum sagte Jesus: „Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben.“ Alle Schrift ist von Gott eingehaucht und sie wird uns nützen, uns korrigieren, lehren, vervollständigen und uns mit allem ausrüsten, was wir brauchen, wie es hier heißt. Gott wird mit Seinem Wort zu uns sprechen. In Sprüche 6:22 heißt es, dass Gottes Wort uns leiten wird, wenn wir gehen, dass es uns bewahren wird, wenn wir schlafen und zu uns sprechen, wenn wir aufwachen. Ein Beispiel: Jemand von uns hat einen Konflikt bei der Arbeit, mit seinem Vorgesetzten. Der Vorgesetzte scheint immer wütend zu sein und wir beten: „Gott, bitte schenk mir ein Wort. Gott, bitte, ich brauche Weisheit. Ich weiß nicht, ob ich das noch länger ertragen kann. Ich stehe jeden Tag so unter Stress. Gott, was soll ich tun? Rede doch zu mir! Bitte gib mir ein Wort!“ Und dann lesen wir Sprüche 15:1: „Eine sanfte Antwort wendet Grimm ab.“ Gott spricht durch Sein Wort zu uns. Vielleicht erleben wir gerade eine finanzielle Durststrecke und bitten Gott um Rat. Als Erstes sollten wir in Sein Wort schauen. In den Sprüchen heißt es: „Ehre den Herrn mit deinem Besitz, mit den Erstlingen all deines Ertrages!“ Oder Lukas 6:38: „Gebt, und es wird euch gegeben werden: ein gutes, gedrücktes und gerütteltes und überlaufendes Maß wird man in euren Schoß geben; denn mit demselben Maß, mit dem ihr messt, wird euch wieder gemessen werden.“ 2. Korinther 9:6: „Wer sparsam sät, wird auch sparsam ernten und wer segensreich sät, wird auch segensreich ernten.“ Manche Menschen denken jetzt sicher: „Da gehe ich doch lieber in die Gemeinde und lasse mir vom Pastor die Hände auflegen. Das ist viel einfacher.“ Aber wir müssen in Gottes Wort schauen, ob es nun um unsere Gesundheit geht oder etwas anderes. Vielleicht haben Sie mit dunklen Gedanken zu kämpfen, die auf Sie einstürmen. Vielleicht fühlen Sie sich, als würden Sie innerlich in ein dunkles Loch hineingesaugt werden. Ich habe einen Bekannten und Kollegen, dessen Hauptschwerpunkt im Dienst es ist, Menschen zur Anbetung zu führen und über Anbetung und Lobpreis zu lehren. Er war zu einem Einsatz in Europa unterwegs, als er einen Anruf bekam und man ihm sagte: „Ihre Frau hatte einen Autounfall. Sie hat nicht überlebt.“ Er kam zurück in die USA und war am Boden zerstört. Es flossen Tränen und es herrschte Verwirrung und natürlich gibt es immer die Besserwisser, die meinen, sie hätten Antworten auf alles, die aber nicht helfen. Manchmal kann man nichts Besseres tun als einfach den Mund zu halten und jemanden in den Arm zu nehmen und liebevoll für ihn dazusein. Aber viele Menschen gaben ihm billige Antworten. Natürlich trauert man, wenn so etwas passiert, aber mein Bekannter erzählte, dass sich etwas sehr Düsteres in sein Leben einschlich und anfing ihn herunterzuziehen. Nicht nur das Leben seiner Frau war vorbei, sondern auch sein Leben. Er war so niedergeschlagen, dass er das Leben nicht mehr bewältigen konnte. Seine Arbeit war vorbei. Sein Glaube lag in Trümmern und er wurde immer tiefer in dieses dunkle Loch hineingezogen. Ein Freund, der jetzt schon im Himmel ist, sprach ihm ein Wort aus der Bibel zu, das bei meinem Bekannten ankam. Es war ein Wort aus Jesaja 61, wo es heißt, dass Gott uns anstelle eines verzagten Geistes ein Gewand des Lobes umlegt. Mein Bekannter hatte über den Vers schon oft gepredigt. Er hatte andere die Prinzipien der Anbetung gelehrt. Das war die Botschaft seines Lebens, aber das Letzte, was er jetzt hören wollte. Also beschloss er, es zu Hause ganz für sich zu tun. Er fühlte sich so verlassen und alles war so dunkel, dass seine Arme wie Blei waren und er sie kaum heben konnte. Aber er tat es trotzdem, er lief durchs Zimmer und lobte Gott... 5 Minuten, 10 Minuten, 15 Minuten... Und nach etwa 20 Minuten geschah etwas, das nur von Gott kommen konnte. Alle Dunkelheit verschwand, ihm wurden seine innerlichen Fesseln abgenommen und sein Leben war gerettet. Er konnte weiterleben und seine Arbeit und sein Leben haben seitdem schon mehrere Jahrzehnte lang viel Frucht gebracht. Ich weiß nicht, ob er je alle Antworten bekam. Manche Antworten bekommen wir erst im Himmel. Aber Gott sprach durch Sein Wort zu ihm. Und wenn Sie in der Wüste stehen, müssen Sie als Allererstes auf Gottes Stimme hören. Er wird durch Seinen Geist in Ihr Leben hineinsprechen, aber hauptsächlich durch Sein Wort. Und wenn Sie beten: „Gott, rede mit mir!“, aber nicht die Bibel aufschlagen, dann ignorieren Sie einen wichtigen Kommunikationsweg zwischen Gott und Seinen Kindern. Zweitens brauchen wir Gehorsam, und zwar schnellen Gehorsam. Wenn wir Gott hören, müssen wir gleich gehorchen. In mancherlei Hinsicht ist verspäteter Gehorsam nichts anderes als Ungehorsam, weil einige von Gottes Anweisungen ein „Verfallsdatum“ haben. Es ist wichtig, dass wir prompt, schnell und unmittelbar gehorchen. In 4. Mose 13 und 14 lesen wir, wie Kaleb und Josua und die zehn anderen Kundschafter, einer aus jedem Stamm, ins verheißene Land gehen, um es auszukundschaften. Bei ihrer Rückkehr sagen Kaleb und Josua: „Lasst uns losziehen! Gott hat uns das Land in die Hand gegeben!“ Die anderen zehn Kundschafter sagen: „Nein, das schaffen wir nicht. Dort gibt es Riesen. Es spielt keine Rolle, was Gott sagt. Wir können das nicht.“ Und das gesamte Volk stellt sich auf die Seite der zehn Kundschafter und rebelliert gegen Gott. Dann sterben die zehn Männer bei einer Seuche und Gott hat ein paar Dinge zu sagen. Am nächsten Tag sagt ganz Israel: „Wir sind bereit zu gehen!“ Und Mose sagt: „Geht nicht. Die Chance ist verstrichen. Der Herr ist nicht mit euch. Er hat doch bereits gesagt, dass wir 40 Jahre Runden um den Berg Sinai drehen werden. Die Chance hatte ein Verfallsdatum und das ist vorbei.“ Aber sie sagten: „Nein, wir gehen trotzdem!“ Und sie zogen los und mussten eine vernichtende Niederlage einstecken. Es ist wichtig, Gott schnell zu gehorchen. Ganz gleich, ob Er durch eine Predigt, im Gebet oder durch Sein Wort zu Ihnen redet: Gehorchen Sie umgehend. Ganz gleich, ob es ums Geben, um Anbetung, um einen Brief oder einen Anruf für jemanden geht: Bemühen Sie sich, umgehend Gottes Anweisung zu folgen, so schnell wie möglich. Vor langer Zeit arbeitete ich in einem mexikanischen Restaurant, erst als cocinero, dann als mesero. Ich fing als Koch an und wurde dann Kellner. Jedenfalls lernte ich den Chefkoch gut kennen. Nennen wir ihn einmal Abe, obwohl das nicht sein richtiger Name war. Ein sehr netter Kerl! Und er hatte eine sehr hübsche Freundin. Wenn sie in die Küche kam, kam alle Arbeit zum Erliegen. Der Tellerwäscher hörte auf abzuwaschen, die Köche hörten auf zu kochen und sie wusste es. Doch Abe hatte auch eine Frau und eine Familie in Mexiko. Er schickte ihnen Geld, aber er lebte auch mit dieser Freundin zusammen. Und ich erzählte ihm von Jesus. Ich drohte ihm nicht mit dem Finger und sagte, dass es falsch von ihm war, eine Freundin nebenher zu haben. Ich sagte ihm einfach, dass Jesus ihn liebt, dass Jesus am Kreuz für Seine Sünden gestorben ist und dass er sein Leben mit Gott in Ordnung bringen muss. Ich dachte mir, Gott würde sich schon um den Rest kümmern. Und das tut Er auch! Im Johannesevangelium sagt Jesus: Der Heilige Geist macht der Welt die Sünde bewusst, dass sie Jesus Christus ablehnen. Das ist das eine, was wir der Welt predigen müssen. Manche Menschen wollen lieber über den Lebensstil der Leute reden, aber darum wird Gott sich schon kümmern. - Jedenfalls standen wir eines Tages in der Küche und Abe sagte zu mir: „Bayless, ich weiß, dass du recht hast. Gott hat es mir klargemacht. Ich weiß, dass ich mein Leben Jesus anvertrauen muss. Das ist mir bewusst! Aber ich bin noch nicht bereit. Noch nicht. Noch nicht.“ Ich sagte: „Abe, komm schon!“ Er sagte: „Nein, ich weiß, dass es stimmt, aber noch nicht. Später.“ Einige Tage später nach Feierabend gab es einen bewaffneten Überfall und der Räuber kam in die Küche und erschoss Abe. Ich hoffe, dass Abe vorher seinen Frieden mit Gott gemacht hatte. Ich hoffe, dass er in der Stille seiner Wohnung gebetet hatte. Ich weiß es nicht; das werde ich erst in der Ewigkeit erfahren. Deswegen: Wenn Gott zu uns spricht, müssen wir schnell gehorchen. Das Dritte: Liebe. Schlagen Sie einmal Offenbarung 2 auf. Wenn Sie einen Weg aus der Wüste finden wollen, brauchen Sie neue Liebe zu Gott. In Offenbarung 2 spricht Jesus mit der Gemeinde in Ephesus und sagt ihnen das Folgende , wir lesen ab Vers 2: Offenbarung 2:2-5 „Ich kenne deine Werke und deine Mühe und dein Ausharren, und dass du Böse nicht ertragen kannst; und du hast die geprüft, die sich Apostel nennen und es nicht sind, und hast sie als Lügner befunden; und du hast Ausharren und hast vieles getragen um meines Namens willen und bist nicht müde geworden. Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast. Denke nun daran, wovon du gefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke! Wenn aber nicht, so komme ich zu dir und werde deinen Leuchter von seiner Stelle wegrücken, wenn du nicht Buße tust.“ Jesus spricht hier mit einer Gemeinde, in der es offensichtlich viele gute Werke gab. Sie waren geduldig, moralisch einwandfrei, urteilsfähig und arbeiteten für Gott, aber sie liebten Ihn nicht mehr. Sie liebten die Arbeit für den Herrn, aber nicht mehr den Herrn der Arbeit. Das nenne ich eine Wüste! Ich kann mir nicht vieles vorstellen, das trockener ist als rein äußerlich Christsein zu leben und Gemeindearbeit zu tun, aber nicht das Feuer einer Beziehung zum Retter zu haben. Doch genau das war die Situation der Gemeinde. Sie hatten ihre erste Liebe verlassen. Und wir wollen es nicht zu kompliziert machen; das ist ein Vergleich, den damals jeder verstand und den heute jeder versteht. Viele Ehepaare haben es selbst erlebt. Eine Beziehung, die früher voller Feuer war, ist heute abgestanden, langweilig, kalt und teilnahmslos. Man tut nur noch so „als ob“, aber die Leidenschaft und der Eifer sind nicht mehr da. Das Gegenmittel? „Buße tun“, also anhalten und umkehren. Wir dürfen nicht weiter in die eingeschlagene Richtung gehen, sondern müssen Buße tun, anhalten, umkehren und „die ersten Werke“ tun. Stellen Sie sich vor, ein Mann verliebt sich in eine Frau. Er macht ihr den Hof und bemüht sich um sie. Sie findet ein Armband besonders schön; er kauft es ihr. Jetzt muss er die nächsten zwei Tage fasten, aber es ist ihm egal. Er beschenkt sie verschwenderisch. Er will bei jeder Gelegenheit mit ihr zusammen sein und mit ihr reden. Er erzählt anderen von ihr und davon, wie wunderbar sie ist. Und sie macht das Gleiche. Ständig redet sie von ihm und möchte mit ihm Zeit verbringen. Wenn eine solche Liebe abgekühlt ist, dann muss man beginnen, die gleichen Dinge wie am Anfang der Beziehung zu tun und die Liebe wird zurückkehren. Um die erste Liebe zu Jesus zurückzugewinnen, müssen Sie auch zu den „ersten Werken“ zurückkehren. Sprechen Sie oft mit Ihm und über Ihn und erzählen Sie anderen, wie wunderbar Er ist. Manchen ist auch die Leidenschaft im Geben abhandengekommen. Früher haben sie immer verschwenderisch gegeben; jetzt ist es nur noch eine Pflicht. Aber wo unser Schatz ist, da ist auch unser Herz. Überlegen Sie, wie Sie Ihre Gemeinde unterstützen können. Früher haben Sie Ihre alte Gitarre genommen und Lieder für Jesus gesungen, obwohl Sie nur drei Akkorde kannten - aber Sie haben trotzdem Seine Gegenwart erlebt. Sie kennen doch bestimmt noch die drei Akkorde. Holen Sie die Gitarre raus und singen Sie! Wenn Sie das Feuer der ersten Liebe wiederhaben wollen, müssen Sie zu den „ersten Werken“ zurückkehren. Das ist der Weg zu einer erneuerten Liebe zu Jesus. Er sagte: „Du hast deine erste Liebe verlassen. Tu Buße, kehre um, geh zurück und tu die ersten Werke.“ Jakobus sagte es so: „Naht euch Gott! Und er wird sich euch nahen.“ Und als Letztes: Gelassenheit. Setzen Sie sich nicht unter Druck. Sie können nichts erzwingen, also geraten Sie nicht in Panik. Ja, wir müssen unseren Teil beitragen. Darüber habe ich eben gesprochen. Aber es ist immer eine Antwort auf Gottes Gnade. Wir lieben Ihn, weil Er uns zuerst geliebt hat. Paulus schrieb es in Galater 3:2-3 folgendermaßen: „Nur dies will ich von euch wissen: Habt ihr den Geist aus Gesetzeswerken empfangen oder aus der Kunde des Glaubens? Seid ihr so unverständig? Nachdem ihr im Geist angefangen habt, wollt ihr jetzt im Fleisch vollenden?“ Liebe Freunde, wir können es nicht durch menschliche Anstrengung erreichen. Wenn uns in Wüstenzeiten der Schwung und der Wind des Heiligen Geistes in den Segeln fehlt, dann sagt Gott zu uns: „Ganz ruhig. Vertraut mir.“ Ja, wir sollen unseren Teil beitragen. Wir sollen zuhören, schnell gehorchen, uns um die erste Liebe bemühen und die „ersten Werke“ tun. Aber unsere innere Haltung darf nicht von Stress bestimmt sein. Manche setzen sich viel zu sehr unter Druck. Treten Sie doch in die Gelassenheit des Glaubens ein. Auf Gott hören, Ihm umgehend gehorchen, sich um die erste Liebe bemühen und gelassen sein. Selbst unsere Rettung ist eine Antwort auf Gottes Gnade. Wir können nichts aus eigener Kraft dazu beitragen. Darüber schreibt Paulus in seinem Brief an die Galater. Wir haben die Verse eben gelesen. „Ihr glaubt, was ihr gehört habt. So hat doch alles angefangen. Und jetzt wollt ihr versuchen, das Ziel mit menschlichen Mitteln zu erreichen? Das wird nicht funktionieren! Ihr habt das Leben mit Gott nicht durch menschliche Anstrengungen begonnen und könnt es nicht mit menschlichen Anstrengungen durchziehen. Ja, unser Tun ist gefragt, aber immer als Antwort auf Gottes Gnade.“ Ich hoffe, Sie konnten etwas aus der heutigen Predigt mitnehmen. Und wissen Sie, es ermutigt mich und mein Team immer, wenn wir etwas von Ihnen hören. Also wenn Sie die Sendung gesehen haben, aber Sie haben uns noch nie geschrieben, dann tun Sie das doch einfach einmal! Erzählen Sie uns, ob sich durch uns etwas in Ihrer Welt, in Ihrer Familie, in Ihrem Leben verändert hat. Und darüber hinaus möchte ich Sie ermutigen, im Gebet darüber nachzudenken, ob Sie uns nicht auch finanziell unterstützen wollen. So können andere ebenso ermutigt werden wie Sie es auch erlebt haben. Wenn sich dadurch das Leben von Menschen ändert, ist das eine Frucht Ihres Handelns. Gott segne Sie! Bis zum nächsten Mal. Auf Wiedersehen!

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