Überlass es dem Heiligen Geist! 1/2

Es ist der Heilige Geist, der uns zeigt, dass wir einen Retter brauchen. Der Heilige Geist bestätigt uns auch unsere Rettung und spornt uns an, im Glauben und in unserem Charakter zu reifen.
Doch bei unseren Mitmenschen müssen wir manchmal lernen, abzuwarten und den Heiligen Geist seine Arbeit tun zu lassen.
In dieser Predigt spricht Bayless Conley daher über mehrere Situationen, in denen übereifrige Christen oft versuchen, die Aufgaben des Heiligen Geistes zu übernehmen. Du wirst lernen, das Wirken des Heiligen Geistes im Leben deiner Freunde und Familienmitglieder zu erkennen und zu unterstützen und ihm nicht im Weg zu stehen.

Dies ist der erste Teil der Predigt, den zweiten Teil findest du hier …

Predigtmanuskript

Ich bin so froh, dass der Heilige Geist mich dort abgeholt hat, wo ich war. Mein Leben war früher total
verkorkst. Ich war drogenabhängig und hatte noch viele andere schwerwiegende Probleme. In
meinem Kopf herrschte großer Lärm. Aber Gott holte mich in Seiner Gnade dort ab, wo ich war und
führte mich Schritt für Schritt zu dem Lebensstil und in den Plan hinein, den Er für mich hatte. Und das
möchte Gott für jeden Menschen tun. Und, ja, manchmal gebraucht Er dafür Menschen und lässt den
Heiligen Geist durch sie fließen. Aber leider passiert oft etwas, das wir nicht gerne sehen, nämlich
dass Menschen sich selbst zum Heiligen Geist küren und Ihm ihre eigenen Worte in den Mund legen.
Dann werden sie zum Richter eines jeden, dessen Lebensstil nicht dem entspricht, was sie für richtig
halten. Sie haben vergessen, dass Gott auch sie selbst auf eine Reise gebracht hat. Das werden wir
uns heute genauer ansehen. Das wird sicher sehr interessant für Sie sein.

Sind Sie bereit für Gottes Wort? Bitte schlagen Sie in Ihrer Bibel das Johannesevangelium, Kapitel 16,
auf. Wir werden gleich ein paar Verse daraus lesen. Johannes 16. Uh, unser heutiges Thema ist der
Heilige Geist. Ich werde heute aus einem Blickwinkel über Ihn sprechen, den ich gar nicht geplant
hatte. Als das Thema feststand, habe ich einige Wochen darüber gebetet und nachgedacht. Ich bin
die ganze Apostelgeschichte durchgegangen und habe jede Stelle, wo der Heilige Geist erwähnt
wurde, gründlich studiert und dabei einige neue Impulse bekommen. Trotzdem habe ich das Gefühl,
dass ich aus dem Blickwinkel über Ihn sprechen soll, den ich jetzt vorbereitet habe. Sie werden gleich
verstehen, worum es dabei geht.

Im Buch Sacharja passieren einige interessante Dinge. Und im Hinblick auf den Wiederaufbau des
Tempels, den viele für unmöglich hielten, sagte der Herr in Sacharja 4:6 zu ihm: „Nicht durch Macht
und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der Herr der Heerscharen.“ Mit anderen
Worten: Es wird nicht durch menschliche Anstrengungen oder menschliche Autorität geschehen,
sondern durch Seinen Geist. Und das gilt für alles, was Gott tut oder baut. Es geschieht nicht durch
menschliche Anstrengung oder menschliche Autorität, sondern durch Seinen Geist.

In seinem Brief an die Galater schrieb Paulus in Vers 3:3: „Seid ihr so unverständig? Nachdem ihr im
Geist angefangen habt, wollt ihr jetzt im Fleisch vollenden?“ Sehen Sie, keine noch so große
menschliche Anstrengung kann das Wirken des Heiligen Geistes ersetzen. Kein noch so großes
Streben im Fleisch kann die Pläne Gottes verwirklichen. Tatsächlich gibt es sogar wohlmeinende
Menschen, die das Wirken des Heiligen Geistes behindern, indem sie versuchen, Seine Aufgaben für
Ihn zu erledigen.

Einer meiner Freunde diente vor vielen Jahren in Mexiko. Dort traf er auf einen Mann, der die
Veranstaltung zusammen mit einigen anderen organisiert hatte. Dieser stellte sich als Senor Espiritu
de Santos, als Mr Heiliger Geist vor. Sein Nachname war tatsächlich Espiritu de Santos. Aber selbst
wenn Sie Espiritu de Santos heißen, sind Sie nicht der Heilige Geist. Es scheint jedoch in Gottes
Familie viele Menschen zu geben, die das Gefühl haben, der Heilige Geist persönlich zu sein. Und ich
möchte heute über einige Bereiche sprechen, in denen die Menschen versuchen, dem Heiligen Geist
Seine Aufgaben abzunehmen, Ihn durch ihr Eingreifen jedoch in Wirklichkeit daran hindern zu wirken.

Als Erstes möchte ich mit Ihnen über die Aufgabe des Heiligen Geistes im Hinblick auf die Erlösung
sprechen. Jesus sagte in Johannes, Kapitel 6, dass niemand zu Ihm kommen kann, wenn der Vater
ihn nicht zieht. Und um die Menschen zu Jesus zu ziehen, gebraucht Er den Heiligen Geist. Lassen
Sie uns Kapitel 16 im Johannesevangelium ansehen. Wir beginnen in Vers 7. Jesus sagte:

Johannes 16:7
„Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch nützlich, dass ich weggehe, denn wenn ich nicht
weggehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; wenn ich aber hingehe, werde ich ihn zu euch
senden.“

Er spricht hier natürlich vom Heiligen Geist. Vers 8-9:

Johannes 16:8-9
„Und wenn er gekommen ist, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und von
Gericht. Von Sünde, weil sie nicht an mich glauben…“

Das ist die Sünde, die eine Beziehung zwischen der Welt und Gott verhindert – die Sünde, nicht an
Jesus zu glauben. Und der Heilige Geist überzeugt die Welt von Jesus und der Notwendigkeit, Ihm zu
vertrauen. Sie können nichts tun, dass jemand gerettet wird oder Erkenntnis erlangt. Genau das tat ich
früher – ich versuchte die Menschen mit Argumenten zu überzeugen und sie in ihre Erlösung
hineinzureden. Ich war so voller Eifer und wünschte mir so sehr, dass sie erlebten, was ich erlebt hatte,
dass ich regelrecht Druck auf sie ausübte. Aber dabei vergaß ich, durch welchen Prozess der
Erkenntnis Gott mich geführt hatte, bis ich an den Punkt gelangte, wo ich begriff, dass Jesus
tatsächlich lebt, dass Er der Sohn Gottes ist und dass ich Ihm vertrauen muss. Es war ein Prozess,
durch den Gott mich hindurchführte. Aber als ich diesen beendet hatte, war mir trotz allem nicht klar,
dass möglicherweise auch andere Menschen diesen Prozess durchlaufen mussten.

Was viele „Zeugnis geben“ nennen, wäre mit „geistlicher Übergriff“ weitaus treffender betitelt. Ein paar
Christen tun sich zusammen und reden auf einen armen Sünder ein, fest entschlossen, ihm zu der
Erkenntnis zu verhelfen, dass er auf dem falschen Weg ist und dafür zu sorgen, dass er auf der Stelle
gerettet wird. Aber vielleicht ist er noch nicht bereit dafür und so erreichen sie in ihrem Eifer und ihrem
Streben im Fleisch nur, dass er sich weiter von Gott entfernt statt zu ihm hingezogen zu werden.

Eine Frau, die in die Gemeinde kam, wurde gerettet. Ihr ganzes Leben wurde verändert. Und sie
wollte, dass auch ihr Mann gerettet wurde. Und sie merkte es zwar nicht, aber er beobachtete sie. Er
glaubte, ihre Begeisterung würde irgendwann abflauen und das sei nur etwas Emotionales, aber er
sah, dass sich ihr Leben wirklich verändert hatte. Sie hatte eine Freude und einen Frieden, die sie
vorher nicht gehabt hatte und lebte gewissenhaft nach den Grundsätzen des Evangeliums. Und sie
wollte, dass er auch gerettet wurde, aber er lehnte es ab, in die Gemeinde zu kommen. Es störte ihn
nicht, dass sie dort hinging, aber er glaubte, das sei nichts für ihn. Da dachte sie: „Ich muss etwas tun,
dass er gerettet wird“ und lud ein paar Männer aus der Gemeinde ein, unangemeldet zu ihr nach
Hause zu kommen. Sie sollten mit ihrem Mann sprechen und dafür sorgen, dass er gerettet wurde.
Und so tauchten sie an einem Montagabend auf – ja, kurz bevor das Footballspiel begann. Er saß da
mit seinem Bier, in fünf Minuten sollte das Spiel beginnen und plötzlich läuteten zwei Fremde an der
Tür. Seine Frau sagte: „O, diese Männer sind von der Gemeinde!“ Da er ein höflicher Mann war, bat er
sie herein und sie begannen abwechselnd um seine Erlösung zu ringen. Erst redete der eine von
ihnen ein paar Minuten lang und während er neuen Atem schöpfte redete der andere. Das wiederholte
sich mehrmals. Er verpasste die gesamte erste Halbzeit des Spiels. Er hörte nicht einmal richtig zu,
was sie sagten, weil er ständig mit einem Auge auf den Fernseher schielte und dachte: „Ich wünschte,
diese Kerle würden endlich gehen!“ Und wissen Sie was? Als sie gingen, war er weiter von Gott weg
als zu dem Zeitpunkt, wo sie gekommen waren. Ich glaube, wenn seine Frau einfach eine große
Schüssel Popcorn gemacht, sich neben ihn auf die Couch gesetzt und das Spiel mit ihm angesehen
hätte, wäre er Gott nähergekommen als durch den Überfall der beiden Männer von der Gemeinde. Sie
versuchten dem Heiligen Geist Seine Aufgabe abzunehmen.

Ich habe im Lauf der Jahre einige geistliche Übergriffe mitbekommen, aber ich habe nie erlebt, dass
sich dadurch jemand Jesus zugewendet hat. Es ist nicht Ihre oder meine Aufgabe, die Menschen von
ihren Sünden zu überführen. Das tut der Heilige Geist. Das ist ein Zusammenspiel. Wir können nicht
ruhig bleiben, weil uns geboten wurde, vom Evangelium zu erzählen, aber jeder muss seinen
Aufgaben nachkommen. Und wir müssen sensibel dafür sein, wem und wann und wie viel wir davon
erzählen.

In Apostelgeschichte, Kapitel 8 wird Philippus vom Heiligen Geist aufgetragen, den Weg, der von
Jerusalem nach Gaza in die Wüste führt, hinunterzugehen. Er ging los und sah einen Wagen, auf dem
ein äthiopischer Eunuch saß. Und der Heilige Geist sagte: „Schließe dich diesem Wagen an.“ Als er
sich dem Wagen näherte, hörte er, dass der Mann im Buch des Propheten Jesaja las. Philippus fragte:
„Verstehst du, was du liest?“ Er antwortete: „Wie könnte ich, wenn mir niemand hilft? Und er lud ihn
ein, auf den Wagen zu steigen.“ Philippus erklärte ihm die Verse, die er gerade gelesen hatte, weil das
prophetische Verse über Jesus waren. Er predigte ihm Christus. Dieser Mann war absolut reif. Er kam
zu Jesus und sie fanden Wasser und er wurde getauft. Der Mann war absolut reif und der Heilige
Geist führte Philippus dazu an, ihm von Jesus zu erzählen.

Lassen Sie uns jetzt Apostelgeschichte 16 ansehen. Bitte legen Sie ein Lesezeichen hier in Johannes,
wir werden hier gleich noch mehr lesen. Apostelgeschichte, Kapitel 16. Hier sehen wir einige sehr
interessante Verse. Apostelgeschichte 16, wir beginnen mit Vers 6:

Apostelgeschichte 16:6-10
„Sie durchzogen aber Phrygien und die galatische Landschaft, nachdem sie von dem Heiligen Geist
verhindert worden waren, das Wort in Asien zu reden als sie aber in die Nähe von Mysien kamen,
versuchten sie, nach Bithynien zu reisen, und der Geist Jesu erlaubte es ihnen nicht. Als sie aber an
Mysien vorübergezogen waren, gingen sie nach Troas hinab. Und es erschien dem Paulus in der
Nacht ein Gesicht: Ein mazedonischer Mann stand da und bat ihn und sprach: Komm herüber nach
Mazedonien und hilf uns! Als er aber das Gesicht gesehen hatte, suchten wir sogleich nach
Mazedonien abzureisen, da wir schlossen, dass Gott uns gerufen habe, ihnen das Evangelium zu
verkündigen.“

Der Heilige Geist verbot ihnen, nach Kleinasien zu gehen und Gottes Wort zu predigen. Dort gab es
Menschen, die verloren waren, aber Gott hatte einen anderen Plan. Sie können nicht alles selber
machen und es gibt Menschen, die für bestimmte Dinge besser geeignet sind als Sie. Sie wollten nach
Bithynien reisen, aber der Geist erlaubte es ihnen nicht. Sie wollten dort das Evangelium Christi
verkünden! Aber dann hatte Paulus die Vision: „Das ist der Ort, wo ihr hingehen sollt, das sind die
Menschen, zu denen ihr reden sollt.“

Manchmal hält der Heilige Geist Sie davon ab, sich einem bestimmten Menschen zu nähern und führt
Sie zu jemand anderem. Wir müssen sensibel für Seine Führung und Seinen Dienst sein. Und
natürlich gingen sie nach Mazedonien, der Hauptstadt von Philippi, die nach Philip dem Großen oder
Philip von Mazedonien, dem Vater von Alexander dem Großen, benannt war und gründeten dort eine
Gemeinde. Der Philipperbrief wurde an sie geschrieben. Und eine der Personen, die dort gerettet
wurden, war Lydia, eine Purpurhändlerin, die zufällig von Kleinasien stammte und dort auch alle ihre
geschäftlichen Kontakte hatte. Sie war perfekt dafür geeignet, das Evangelium in die Region
hinauszutragen, in die Paulus nicht gehen durfte. Gott hat immer Seine Pläne. Er arbeitet immer an
etwas, auch wenn Sie es nicht verstehen und wenn ich es nicht verstehe. Wenn Sie mit jemandem
über das Evangelium reden, sollten Sie sorgfältig abwägen, was und wie viel Sie ihm sagen.
Manchmal gilt es einfach nur Samen auszusäen. Menschen werden wiedergeboren nicht aus
vergänglichem Samen, sondern aus unvergänglichem, durch das lebendige und bleibende Wort
Gottes. Manchmal geht es darum, den Samen, den ein anderer ausgesät hat, zu wässern. Manchmal
wird Gott Sie damit beschenken, dass Sie nur noch die Sichel gebrauchen und ernten müssen und
jemanden zu Jesus führen können.

Wissen Sie, ich habe aus einer Laune heraus beschlossen, das Haus, in dem wir vor unserem
jetzigen lebten, zu verkaufen. Einen Tag, nachdem Janet alles eingerichtet hatte, sagte ich: „Wir
werden das Haus verkaufen und ein anderes kaufen.“ Sie sagte: „Was?“ Ich sagte: „Ja, ich will das
machen.“ Wir beauftragten einen Immobilienmakler und sahen uns einige Objekte an, aber es war
nicht das Richtige dabei. Er fand heraus, dass ich Pastor war und wir sprachen mit ihm über Christus.
Eines Tages sagte er: „Ich kenne einen Mann und ich glaube, er ist einer von Ihnen. Er ist wie Sie und
redet über Jesus und so. Er baut gerade ein Haus. Vielleicht könnten Sie ihn treffen.“ Also trafen wir
uns mit ihm. Wie sich herausstellte, war er Christ und finanziell unabhängig. Er erzählte uns, dass Gott
ihn herausgefordert hatte. Er brauchte nicht noch mehr Geld. Er hatte genug für sein ganzes Leben.
Und Gott hatte ihn gefragt: „Willst du etwas für mich tun?“ Und so fing er an Häuser zu kaufen, ließ
diese abreißen und baute auf den Grundstücken neue Häuser, verkaufte sie und investierte den
gesamten Erlös ins Evangelium. Unser Haus ist sein drittes Projekt. Er hatte es noch nicht zum
Verkauf angeboten. Es war noch im Rohbau. Und wir trafen uns mit ihm, gaben ein Gebot für das
Haus ab und er akzeptierte es. Eines Tages sagte er: „Bayless, der Bauunternehmer, der das Haus
hier für mich baut, muss gerettet werden. Du bist doch Pastor. Du kannst doch dafür sorgen, dass er
gerettet wird.“ Ich sagte: „Wir werden sehen.“ Ich nahm also Kontakt zu dem Bauunternehmer auf und
freundete mich mit ihm an. Ich besuchte ihn auf der Baustelle und wir unterhielten uns. Und ob Sie es
nun glauben oder nicht – einige Male lieh ich ihm ein paar meiner Werkzeuge. Er hatte auf der
Baustelle keine dabei. Wir sprachen also ein paarmal miteinander und hin und wieder drehte sich
unsere Unterhaltung um geistliche Dinge. Aber ich zwang ihm das Thema nie auf. Das ging etwa drei
Monate so und in dieser Zeit sprachen wir vielleicht zwei oder drei Mal über geistliche Dinge. Als ich
eines Tages wieder auf der Baustelle war, standen wir zusammen in der Garage und kamen erneut
ins Gespräch. Ich fragte: „Würdest du Jesus gerne dein Leben anvertrauen und gerettet sein?“ Er
sagte: „Ja, Bayless. Ich bin bereit.“ Und mitten in meiner halbfertigen Garage beugte er den Kopf und
betete und lud Jesus in sein Leben ein. Aber wissen Sie was? Ich versuchte nie zu erzwingen, dass
der Baum vor der Zeit Früchte trug. Ich versuchte nicht zu ernten, bevor die Frucht reif war. Es ist die
Aufgabe des Heiligen Geistes, die Menschen von der Sünde, Jesus nicht anzunehmen, zu überführen
und sie erkennen zu lassen, dass sie Ihn brauchen.

Das bringt mich zu meinem zweiten Punkt: Es ist die Aufgabe des Heiligen Geistes, die Erlösung
eines Menschen zu bestätigen. Er bewirkt, dass ihr Herz erleuchtet wird und sie erkennen, dass sie
einen Retter brauchen und dann bestätigt Er die Tatsache, dass sie gerettet wurden. Lassen Sie uns
dazu ein paar wichtige Verse ansehen. Römer, Kapitel 8, Vers 16.

Römer 8:16
„Der Geist selbst bezeugt zusammen mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.“

Was ich in den nächsten paar Minuten sagen werde, wird für einige Menschen hier von größter
Bedeutung sein. Bitte hören Sie aufmerksam zu. „Der Geist selbst bezeugt zusammen mit unserem
Geist, dass wir Kinder Gottes sind.“

Bitte schlagen Sie 1. Johannes auf, wir beginnen in Kapitel 3. Das ist ziemlich weit hinten. Nach dem
1., 2. und 3. Johannesbrief kommt Judas und die Offenbarung. 1. Johannes 3, Vers 24. Da heißt es:

1. Johannes 3:24

„Und wer seine Gebote hält, bleibt in ihm und er in ihm; und hieran erkennen wir, dass er in uns bleibt;
durch den Geist, den er uns gegeben hat.“

Sagen Sie alle: „Hieran erkennen wir.“ Wir vermuten nicht, wir wissen es. „Hieran erkennen wir, dass
er in uns bleibt; durch den Geist, den er uns gegeben hat.“ Und in Kapitel 4, Vers 13 heißt es:

1. Johannes 4:13
„Hieran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns, dass er uns von seinem Geist gegeben
hat.“

1. Johannes 5:10
„Wer an den Sohn Gottes glaubt, hat das Zeugnis in sich; wer Gott nicht glaubt, hat ihn zum Lügner
gemacht, weil er nicht an das Zeugnis geglaubt hat, das Gott über seinen Sohn bezeugt hat.“

Aber wer glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, hat das Zeugnis in sich. In Römer 8:16 lesen wir:
„Der Geist selbst bezeugt zusammen mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.“ „Hieran
erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns.“ Die Vorstellung, ich könnte, nur weil mir jemand
gesagt hat, dass ich gerettet bin, auf meine Erlösung vertrauen und nicht, weil ich es in meinem
Herzen weiß, ist erschreckend. Der Heilige Geist gibt dem, der glaubt, Zeugnis im Hinblick auf seine
Erlösung.

Vor ein paar Jahren kam ein Mann zu mir. Wir hatten einen Termin vereinbart. Er war ärgerlich und
zynisch. Als er in mein Büro kam, glaubte ich, er würde mich schlagen. Er sagte: „Meine Frau hat mir
gesagt, dass unsere Ehe nie gut laufen wird, wenn ich nicht gerettet werde. Was also muss ich
tun?“ Ich antwortete: „Nun…“ Ich zeigte ihm einige Verse über die Erlösung. Ich sagte: „Beten Sie mit
mir.“ Und so betete er das Gebet des Sünders. Als wir fertig waren, fragte er: „War es das?“ Ich sagte:
„Ja, ich denke, das war es.“ Er sagte: „Gut, ich werde meiner Frau sagen, dass ich getan habe, was
sie wollte.“ Ich sagte diesem Mann nicht: „Bruder, du bist gerettet. Zweifle nie daran.“ Der Heilige
Geist allein wusste, was in seinem Herzen vor sich ging, aber so weit ich das beurteilen konnte, hätte
Gott ihm nicht gleichgültiger sein können. Er kam nicht, weil er gerettet werden wollte, weil er wusste,
dass er ein Sünder war oder weil er erkannt hatte, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Er kam, um der
Nörgelei seiner Frau ein Ende zu bereiten. Es ist die Aufgabe des Heiligen Geistes, den Menschen zu
bestätigen, dass sie gerettet sind.

Es gibt Menschen, deren Leben sich kein bisschen verändert hat. Sie hatten nie das Wissen, neues
Leben in Jesus zu haben und werden wahrscheinlich die Ewigkeit ohne Jesus verbringen, weil jemand
sagte: „Hey, du bist nach den richtigen Regeln getauft worden. Du bist ein Mitglied der Gemeinde. Du
kommst bestimmt in den Himmel.“ Wenn Sie dieses innere Wissen nicht haben, sollten Sie das lieber
klären. „Hieran erkennen wir.“ Wir hoffen nicht, wir vermuten nicht. Wir wissen.

Ich bin jetzt seit fast vierzig Jahren gerettet. Ich habe meine Erlösung kein einziges Mal angezweifelt.
Ich wurde kein einziges Mal vom Teufel versucht, an meiner Erlösung zu zweifeln. Aber das ist
vielleicht nicht bei jedem so. Jeder hat andere Schwächen. Aber für mich war das nie ein Thema. Ich
weiß, wann ich gerettet wurde. Ich weiß, wann der Heilige Geist mir in meinem Herzen Zeugnis
gegeben hat und wann ich in meinem Inneren verändert wurde. Und das basiert nicht darauf, ob Sie
Emotionen haben oder nicht. Wir alle sind anders gestrickt. Manche Menschen sind sehr emotional.
Ich weine leicht. Wenn wir früher in einem Disneyfilm waren, habe ich meine Kinder oft in Verlegenheit
gebracht, weil ich geweint habe. Manche Menschen sind einfach total glücklich. Andere zeigen kaum
Emotionen. Aber Tatsache ist, es muss ein inneres Zeugnis des Geistes geben. Das ist Seine
Aufgabe. Und ich werde nicht sagen: „Du bist gerettet, Bruder.“ Es ist immer ein Zusammenspiel.

Wir sollten die Menschen ermutigen, lieber auf Gottes Wort zu vertrauen als auf ihre Gefühle, denn
Gefühle ändern sich wie das Wetter. Sie sind heute so und morgen so. Aber wenn Sie Ihr Vertrauen
auf Christus setzen, wenn Sie getan haben, was die Bibel sagt und in Ihrem Herzen aufrichtig und
authentisch sind, hat Er Ihr Gebet gehört und Sie müssen darauf vertrauen, was Er gesagt hat. Aber
wir müssen den Heiligen Geist Sein Werk tun lassen. Es gibt unzählige Menschen in unzähligen
konfessionellen und unabhängigen Gemeinden, wo ihnen gesagt wurde: „Du hast alle Regeln befolgt.
Du hast A, B, C getan, also mach dir keine Sorgen!“, aber sie hatten noch nie eine Begegnung mit
dem Heiligen Geist Gottes. Jesus sagte, wenn wir ein neues Leben in Ihm haben, ist das ein Werk von
Gottes Geist. Wenn ich mir nicht wirklich sicher wäre, dass ich gerettet bin, würde ich auf die Knie
gehen; ich würde meinen Augen keinen Schlaf gönnen und die Verse über die Erlösung im
Römerbrief, Kapitel 10 lesen; ich würde mir ansehen, was Jesus in Johannes, Kapitel 3 gesagt hat, ich
würde es aufsaugen und ich würde Gott mein Herz ausschütten, bis diese Frage endgültig geklärt
wäre. Ich würde nicht jede Woche beim Altarruf im Gottesdienst die Hand heben, weil ich unsicher bin.
Sie sollten diese Frage ein für alle Mal klären. Und das ist eines der Werke des Heiligen Geistes.

Die Bibel sagt, wir können wissen, dass wir gerettet sind. Johannes schreibt in seinem Brief: „Hieran
erkennen wir, dass wir den Heiligen Geist haben. Hieran erkennen wir, dass wir ihn kennen.“ Das
Thema Erlösung ist zu wichtig, als dass wir Vermutungen darüber anstellen sollten. Sie müssen
definitiv wissen, dass Sie gerettet sind. Jesus kam, um zu suchen und zu retten, was verloren ist. Und
wenn Sie dem Schöpfer des Universums begegnet sind, wissen Sie es. Denn wenn Er in Ihr Leben
kommt, fängt Er an, die Möbel zu verrücken. Und die Erlösung ist etwas Eindeutiges. Gehen Sie nicht
von diesem Leben in das nächste, indem Sie nur hoffen, dass Sie es richtig gemacht haben. Es gibt
keine wichtigere Frage, die Sie in Ihrem Leben klären können als Ihre Erlösung. In der Bibel heißt es,
jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden. Ohne Wenn und Aber. Wenn Sie
wirklich gerettet sein und Ihm gehören wollen, demütigen Sie Ihr Herz und kehren Sie von Ihren
Sünden um. Diese innere Veränderung Ihres Herzens führt zu einem äußeren Wechsel der Richtung,
die Sie einschlagen. Kommen Sie zu Ihm und bekennen Sie Seine Herrschaft. Das bedeutet: „Jesus,
Du bist der Herr meines Lebens und ich will Dir dienen und nachfolgen.“ Wenn Sie auf dieser Basis zu
Ihm kommen, wird Ihr Name in das Lebensbuch eingeschrieben werden und Sie können wissen, dass
Sie wissen, dass Sie wissen, dass Sie Ihm gehören. Schalten Sie auch nächstes Mal wieder ein. Gott
segne Sie.

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