Warum ist Einheit eigentlich so wichtig?

Gott verspricht, dass wir in dieser Welt viel bewirken können. Allerdings nicht, wenn wir zulassen, dass Uneinigkeit und Zwietracht zwischen uns herrschen. Lass dich von dieser Predigt inspirieren, in der Bayless Conley beschreibt, wie sehr Gott Einheit segnet und welche Schätze schon für dich bereit liegen. Ab sofort wirst du dein Umfeld mit anderen Augen sehen!

Predigtmanuskript

Willkommen zu unserer Sendung. Wir werden heute über eine entscheidende Voraussetzung sprechen, die erfüllt sein muss, damit wir Gottes Kraft offenbart sehen. Wenn Sie sich nach Wundern sehnen, wenn Sie sehen wollen, dass sich die Hand Gottes in Ihrem Leben und Ihrer Gemeinde bewegt, bleiben Sie bei uns.

Galater, Kapitel 5, wir beginnen mit Vers 19. Da heißt es:

Galater 5:19-21
„Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit; Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen; Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden.“

Wenn es hier heißt, „die so etwas tun“, ist damit ein Lebensstil gemeint. Es ist eine wiederholte Handlung. Und er spricht über Feindschaft, Zauberei, Götzendienst und Mord und wir denken: „Natürlich!“ Das ist so, wenn jemand ein unbußfertiges Leben führt, wenn er sich nie ändert und nie zulässt, dass das Evangelium ihn ändert. Einen Baum erkennt man an seiner Frucht. Und er sagte, jene, die diese Dinge tun und nicht zulassen, dass der Geist des Herrn sie verändert, werden das Reich Gottes nicht erben. Aber ich möchte Ihre Aufmerksamkeit auf die drei Punkte in der Mitte der Liste lenken. In Vers 20 spricht er von „Selbstsucht, Zwietracht und Parteiungen.“ Und wenn diese drei Dinge auftauchen, führt eines zum anderen.

Selbstsucht ist das Verlangen nach Anerkennung, nach Macht, Geld oder Kontrolle. Zwietracht oder wörtlich: das Herbeiführen von Teilung entsteht, wenn jemand im Hinblick auf die Leiterschaft, die Gott in einer Gemeinde gesetzt hat, Unfrieden stiftet und Misstrauen schürt, um die Menschen von ihren Leitern und dem Rest der Gemeinde zu trennen. Das kann mit Gerüchten, mit Andeutungen oder sogar mit Schmeichelei beginnen. Jemand sagt zu Ihnen: „Du hast so eine große Gabe auf deinem Leben. Es ist eine Schande, dass die Leiterschaft das nicht sieht. Oder vielleicht sind sie eifersüchtig auf deine Salbung oder fühlen sich von den Gaben in deinem Leben bedroht und erkennen sie deshalb nicht an.“ Und so säen sie Samen der Zwietracht, was zum nächsten führt:

Spaltungen oder Parteiungen. Das sind Gruppen, die mit dem Rest uneins sind. Selbstsucht ist das Motiv; Zwietracht oder das Aussäen von Samen der Uneinigkeit ist die Methode und Parteiungen oder Splittergruppen sind das Ergebnis. In einer Übersetzung heißt es: „Selbstsucht, Abspaltung und das Gefühl, dass alle falsch liegen außer der eigenen kleinen Gruppe.“ Und diese drei Dinge, wie auch alle anderen auf der Liste, werden die Werke des Fleisches genannt. Normalerweise treten sie im Gewand der Geistlichkeit auf, aber Tatsache ist, dass diese Dinge fleischlich sind. In Judas, Vers 19 heißt es: „Das sind die, welche Trennungen verursachen, natürliche [Menschen]…“ In der Amplified Bible ist die Rede von Unruhestiftern, die Abgrenzung und Spaltung herbeiführen. Es heißt, sie sind nur natürliche, fleischliche, weltlich gesinnte Menschen, die weder den Heiligen Geist noch ein höheres geistliches Leben haben. In Sprüche 6, Vers 19 lesen wir sogar, dass Gott Menschen hasst, die Zwietracht unter den Brüdern säen. Es muss übel sein, auf Gottes Hassliste zu stehen. Von dem Gott, der die Welt so sehr geliebt hat, dass Er Seinen Sohn gab, heißt es, dass es sechs Dinge gibt, die Er hasst und sieben, die Ihm ein Gräuel sind. Und auf der Liste der Dinge, die Er hasst, stehen auch Menschen, die Zwietracht unter den Brüdern säen.

Lassen Sie uns zum nächsten Buch in der Bibel gehen. Epheser, Kapitel 4, die Verse 1 bis 3. Er sagte:

Epheser 4:1-3
„So ermahne ich euch nun, ich, der Gebundene im Herrn, dass ihr der Berufung würdig wandelt, zu der ihr berufen worden seid, indem ihr mit aller Demut und Sanftmut, mit Langmut einander in Liebe ertragt und eifrig bemüht seid, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens…“

Das Wort bemühen bedeutet hart an etwas arbeiten. In der Amplified Bible heißt es: „Strebt ernsthaft danach, die Harmonie und die Einheit zu schützen und zu wahren.“ Das ist etwas, an dem wir hart arbeiten müssen. Warum ist das nun so wichtig und warum ist Spaltung so zerstörerisch? Warum ist es schlecht für uns, wenn die Einheit zerbricht? Ich möchte Ihnen fünf Punkte nennen, die die Einheit mit sich bringt und die wir möglicherweise verlieren, wenn die Einheit in der Gemeinde zerstört wird; wenn durch selbstsüchtiges Streben Samen der Zwietracht ausgesät werden, so dass Splittergruppen entstehen, deren Mitglieder von der Vision und der zentralen Gemeinschaft der Gemeinde getrennt sind. Was verlieren wir? Und was können wir gewinnen? Lassen Sie uns Psalm 133 ansehen. Er hat nur drei Verse, aber diese sind so eindrucksvoll! Psalm 133, wir beginnen mit Vers 1:

Psalm 33:1-3
„Siehe, wie fein und wie lieblich ist’s, wenn Brüder in Eintracht beisammen sind! Wie das feine Öl auf dem Haupt, das herabfließt in den Bart, den Bart Aarons, das herabfließt bis zum Saum seiner Kleider; wie der Tau des Hermon, der herabfließt auf die Berge Zions; denn dort hat der Herr den Segen verheißen, Leben bis in Ewigkeit.“

Ich möchte Ihnen dazu fünf Punkte nennen. Nummer eins: Wenn Brüder in Eintracht beisammen sind, ist das fein und lieblich. Sind sie jedoch zusammen, ohne dass Eintracht unter ihnen herrscht, ist das schlecht und unangenehm. In einer Übersetzung heißt es: „Wie schön und wunderbar ist es, wenn Brüder einträchtig zusammenleben!“ In der spanischen Bibel heißt es: „Bueno y delicioso. Es ist gut und vorzüglich!“

Normalerweise sind wir zu Weihnachten bei uns oder bei meiner Schwester, aber dieses Jahr gingen wir alle zu Blair und Pastor Gene. Alle seine Enkel und Nichten und Neffen waren da und sie machten ein verrücktes Spiel mit Geleebohnen. Man bekommt Geleebohnen in fünf verschiedenen Farben. Eine Sorte davon ist braun und sie sehen alle gleich aus, aber manche von ihnen schmecken nach Wurzelbier und andere nach Hundefutter. Und dann gibt es weiße und auch die sehen alle identisch aus, aber manche schmecken nach Kokosnuss und andere nach verschmutzten Windeln. Das ist wahr! Und wieder eine andere Sorte schmeckt entweder nach Pfirsich oder nach Erbrochenem und die schwarzen entweder nach Lakritz oder nach Stinktiersekret. Es dauerte eine Weile, bis sie mich überredet hatten mitzuspielen und eine dieser Geleebohnen zu essen. Ich erwischte eine, die nach Hundefutter schmeckte. Das war unglaublich. Und es war lustig! Wir lachten so viel, dass sich ein paar unserer Familienmitglieder übergeben mussten. Ich weiß nicht, wer sich ein solches Spiel ausdenkt und Geleebohnen einen solchen Geschmack verleiht. Es war schlimm. Als jemand in eine Geleebohne biss, die nach Stinktiersekret schmeckte, breitete sich der Geruch bis ans andere Ende des Raums aus und jemand musste sich übergeben. Und aufgrund von Disharmonie und Spaltung haben einige in der Gemeinde die Erfahrung von Hundefutter und benutzten Windeln, von Erbrochenem und Stinktiersekret gemacht. Andere hingegen haben Wurzelbier, Kokosnuss und Pfirsich erwischt. Wie fein und lieblich, wie gut und vorzüglich ist es, wenn Brüder in Eintracht beisammen sind.

Der zweite Punkt ist: Wir haben die Gegenwart und die Salbung des Heiligen Geistes, wenn wir in Einheit zusammen sind. Er benutzt hier das Bild des feinen Öls, das den Bart Aarons bis zum Saum seiner Kleider herabfließt. Aaron war der erste Hohepriester. Und im Buch der Offenbarung im Neuen Testament heißt es, dass wir ein Königreich von Priestern für unseren Gott sind, dass wir Könige und Priester sind. Dieselbe Aussage finden wir in 1. Petrus und auch im Alten Testament lesen wir, dass Gott uns zu einem Königreich von Priestern machen wird. Aber vor allem anderen repräsentiert Aaron in dieser Analogie den Leib Christi. Und das Öl, das seinen Kopf hinabrann, symbolisierte, dass die Gegenwart und die Salbung des Heiligen Geistes auf ihn kommen und ihn bedecken würde. Das Öl, insbesondere das Salböl, von dem hier die Rede ist, wird in der ganzen Bibel als ein Bild für die Gegenwart des Heiligen Geistes verwendet. Und das Öl fließt nicht nur auf die Leiterschaft, nicht nur auf den Kopf, sondern hinab zu jedem einzelnen Mitglied, bis hin zu den neusten, jüngsten und schwächsten. Auch auf ihnen wird die Salbung des Heiligen Geistes liegen, wenn die Gemeinde in Harmonie lebt. Seine übernatürliche Gegenwart wird auf ihnen sein. Wenn wir einander lieben und am Leben der anderen teilhaben, ist da eine Salbung. Wo Menschen sind, die mit den Gaben und der Berufung, die Gott ihnen gegeben hat, zufrieden sind und bereit sind, ihren Bruder höher zu achten als sich selbst, ist da eine Salbung.

Und der dritte Punkt ist: Das Öl ist wie der Tau. Es bringt Erfrischung. Es wird eine Erfrischung geben. In Vers 3 sagte er: „… wie der Tau des Hermon, der herabfließt auf die Berge Zions.“

Nach diesem Gottesdienst heute werde ich morgen noch vier Mal predigen. Fünf Gottesdienste an einem Wochenende ist viel. Aber in unseren alten Räumlichkeiten waren es sogar sieben und zwei davon wurden live an einen anderen Ort übertragen. Wir hielten zwei Gottesdienste am Samstagabend ab, vier am Sonntagmorgen und einen am Sonntagabend. Zehn Jahre lang predigte ich jedes Wochenende sieben Mal. Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie oft ich körperlich und emotional so erschöpft war, dass ich mich am Sonntagabend nur noch mit Mühe in den Gottesdienst schleppte. Aber bis auf wenige Ausnahmen fühlte ich mich immer plötzlich erfrischt. Und ich glaube, der letzte Gottesdienst am Sonntagabend war stärker als alle anderen am Wochenende. Ich kann nur sagen: Gott sei Dank für Menschen, die in Einheit leben. Das ist wie der Tau, der von den Bergen herabfließt. Er bringt Erfrischung.

Und der vierte Punkt ist: Gott verheißt Seinen Segen. In Vers 3 heißt es: „… dort hat der Herrn den Segen verheißen.“ Das bedeutet, Gott verheißt Seinen Segen, wenn Sein Volk, wenn die Brüder in Einheit zusammenleben. Und der Segen ist das ewige Leben. Die Einheit führt dazu, dass die Menschen gerettet werden und ewiges Leben haben. Der größte Segen auf dem Planeten Erde besteht darin, dass Männer und Frauen Jesus annehmen und dadurch ewiges Leben erlangen. Und ich sage Ihnen: Gott gebraucht Menschen, die in Einheit zusammenleben. Wenn jedoch Uneinigkeit unter ihnen herrscht, hindert das den Heiligen Geist daran, Menschen zu Jesus zu führen.

Gut, der fünfte Punkt: Wo Einheit ist, da ist Kraft. Bitte schlagen Sie mit mir Apostelgeschichte, Kapitel 2 auf. Wo Einheit ist, da ist Kraft. Apostelgeschichte, Kapitel 2, Vers 1. Da heißt es:

Apostelgeschichte 2:1
„Und als der Tag der Pfingsten sich erfüllte, waren sie alle einmütig beisammen.“

Hier ist natürlich die Rede von den 120 Menschen in dem oberen Saal. Und weiter heißt es, der Heilige Geist wurde ausgegossen, Er zeigte sich voller Kraft und Petrus predigte und 3.000 Menschen wurden gerettet.

Ich habe schon jahrelang irgendwo in einer Kiste einen Zeitungsausschnitt, der mich sehr fasziniert. Darin geht es um zwei Brüder im Mittleren Westen, die von ihrem Vater ein großes Stück Land bekommen hatten. Dort fanden sie einen seltenen, äußerst wertvollen Edelstein und fingen an, sich darum zu streiten. „Ich habe ihn gefunden.“ „Aber das Grundstück gehört mir genauso wie dir.“ Es entwickelte sich ein großer Streit darum, wem der Stein gehörte. Schließlich hatten sie eine glänzende Idee. Sie gingen in den Schuppen und schnitten den Stein mit einer Bandsäge in zwei Hälften. Beide verkauften ihre Hälfte und bekamen jeweils etwa 60.000 Dollar dafür. Aber der Mann, der sie kaufte, fragte sie: „Warum um alles in der Welt haben sie den Stein geteilt? Als ganzer Stein wäre er nicht weniger als eine Million Dollar wert gewesen. Aber jetzt, wo Sie ihn in zwei Hälften geteilt haben, bekommen sie nur 60.000 Dollar pro Hälfte.“ Sie sehen, er hat seinen Wert, seine Effektivität, seine Kaufkraft verloren, weil er nicht vereint geblieben ist. Und genauso ist es mit der Gemeinde.

Lassen Sie uns mit dieser Geschichte im Hinterkopf 1. Korinther, Kapitel 1 lesen. Wir beginnen mit Vers 10. Paulus war hier in der Gemeinde von Korinth, wo gerade großer Unfrieden herrschte. Es hatten sich bereits Splittergruppen gebildet und sie hatten ihre Einheit verloren. Und in Vers 10 lesen wir, dass Paulus sagte:

1. Korinther 1:10-13
„Ich ermahne euch aber, ihr Brüder, kraft des Namens unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle einmütig seid in eurem Reden und keine Spaltungen unter euch zulasst, sondern vollkommen zusammengefügt seid in derselben Gesinnung und in derselben Überzeugung. Mir ist nämlich, meine Brüder, durch die Leute der Chloe bekannt geworden, dass Streitigkeiten unter euch sind. Ich rede aber davon, dass jeder von euch sagt: Ich gehöre zu Paulus! – Ich aber zu Apollos! – Ich aber zu Kephas!  – Ich aber zu Christus! Ist Christus denn zerteilt? Ist etwa Paulus für euch gekreuzigt worden, oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft?“

Und weiter sagte er: „Seht, als ich gekommen bin, habe ich nicht einmal jemanden getauft, weil ich nicht wollte, dass Splittergruppen entstehen.“ Und er sagte: „Denn wenn das passiert, verliert das Predigen des Evangeliums seine Kraft.“ Das Predigen des Kreuzes wird kraftlos, wenn die Gemeinde gespalten ist und Uneinigkeit und Unfrieden in ihr herrschen. Sie sollten später den Rest des Kapitels lesen. Er spricht sehr deutliche Worte. Aber was ich sagen will, ist: In Vers 10 bittet er sie, derselben Gesinnung zu sein, einmütig zu sein in ihrem Reden und keine Spaltungen unter sich zuzulassen. Das Wort, das er hier für Spaltungen benutzte, bedeutet wörtlich etwas zerreißen oder in Stücke reißen. Im Neuen Testament wird es für das Zerreißen von Stoff gebraucht wie beispielsweise, als der Vorhang im Tempel von oben nach unten zerriss. Jesus gebrauchte es, als Er sagte, dass man keinen Lappen von neuem Tuch auf ein altes Kleid nähen sollte, weil das den Riss noch schlimmer macht. Und der Punkt ist: Wenn zwischen uns Uneinigkeit entsteht, zerreißen wir das Kleid der Kraft. Jesus will eine kraftvolle Gemeinde, die in die Gegenwart des Heiligen Geistes gekleidet ist und Leben verändert. Aber wenn Streit und Teilung unter uns herrschen, zerreißen wir das Kleid der Kraft.

Unser jüngster Sohn Spencer wollte als kleiner Junge nie eine Jacke tragen. Das war wirklich seltsam. Wenn wir ihm eine Jacke anzogen, schlüpfte er innerhalb von zehn Sekunden wieder heraus und warf sie auf den Boden, selbst wenn es draußen schneite. Ein Teil meines Lebens als Vater bestand darin, ihm nachzulaufen und zu sagen: „Zieh deine Jacke wieder an. Spence, es ist kalt. Zieh deine Jacke wieder an.“ Aber dieses Kind tat es einfach nicht!

Ich frage mich, ob es Gott mit der Gemeinde genauso geht. „Behaltet das Kleid an. Ich habe euch in Kraft gekleidet, aber ihr zerreißt das Kleid immer wieder.“ Wir geraten in Uneinigkeit; wir zerreißen das Kleid der Kraft. Und eine Gemeinde, in der Uneinigkeit herrscht, kann in unserer sterbenden, seufzenden, weinenden Menschheit nicht das Geringste tun. In ihren Worten liegt keine Kraft, es gibt keine Überführung der Sünde, keine Wunder und keine Heilung. Gott hat nie vorgesehen, dass das Evangelium ohne Kraft gepredigt wird. Aber das muss nicht so sein. Wenn Gott unsere Gemeinde sieht, soll Er Menschen sehen, die bereit sind, ihre Differenzen beiseitezulegen, die einander lieben, einander vergeben und füreinander einstehen; Menschen, auf denen das Kleid der Kraft ruht.

Lassen Sie uns noch ein paar weitere Verse ansehen. Ich bin fast fertig. Ich möchte Ihnen aus dem Kolosserbrief noch einen Gedanken mitgeben. Kolosser, Kapitel 3, die Verse 12 bis 14. Da heißt es:

Kolosser 3:12
„So zieht nun an als Gottes Auserwählte, Heilige und Geliebte herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Langmut…“

Langmut bedeutet, dass uns etwas lange Zeit plagt. Es gibt keine Langmut, ohne dass man vorher lange von etwas geplagt wurde. Lesen wir weiter. Vers 13:

Kolosser 3:13-14
„… ertragt einander und vergebt einander, wenn einer gegen den anderen zu klagen hat; gleichwie Christus euch vergeben hat, so auch ihr. Über dies alles aber [zieht] die Liebe [an], die das Band der Vollkommenheit ist.“

In einer anderen Übersetzung heißt es: „Das Wichtigste in eurem neuen Leben ist, dass ihr einander liebt.“ Es ist die Liebe, die alles in perfekter Einheit zusammenhält. Liebe ist die Grundlage für Einheit. Sie ist noch wichtiger als Übereinkunft. Wir müssen uns in den grundsätzlichen Dingen einig sein, auch wenn es immer kleinere Punkte geben wird, in denen wir es nicht sind. Aber Erlösung kommt allein durch den Glauben an Jesus. Sein Blut ist kostbar und es ist die einzige Substanz im Universum, die den Geist eines Menschen von der Sünde reinwaschen kann.

Es gibt einige grundsätzliche Dinge, in denen wir übereinstimmen müssen. Aber im Hinblick auf die Endzeit werden nie alle einer Meinung sein. Wir wissen, dass Jesus wiederkommt. Das ist die Hauptsache. Jesus rettet, Jesus heilt, Jesus tauft im Heiligen Geist, Jesus kommt wieder. Darin können wir übereinstimmen. Ich weiß nicht, ob Er heute wiederkommt oder nächste Woche. Vielleicht glauben Sie an die Entrückung vor, in der Mitte oder nach der Drangsal. Ich weiß es nicht. Aber wir können Einheit haben.

Was tun wir nun mit jemand, der ständig Unfrieden stiftet? In Römer 16, Vers 17 heißt es dazu: „Gebt acht auf sie und meidet sie.“ Achten Sie auf Menschen, die Spaltung verursachen und meiden Sie sie. Halten Sie sich von ihnen fern und hören Sie ihnen nicht zu. Ihre Worte sind wie Sauerteig. Sie werden Sie beeinflussen, auch wenn Sie das nicht glauben. In der Bibel heißt es: „Gebt acht auf sie und meidet sie.“ Lassen Sie uns in der Cottonwood-Gemeinde danach streben, die Einheit des Geistes zu wahren und einander zu lieben. Das ist gut und angenehm und wir werden die Gegenwart, die Salbung und die Erfrischung des Heiligen Geistes erfahren. Viele in der Welt werden den Segen des ewigen Lebens haben und wir werden in Seine Kraft gekleidet sein.

Wir erreichen keine Einheit, indem wir faul herumhängen und hoffen, dass alles besser wird. Wir müssen danach streben und uns dafür einsetzen. Sie ist der Mühe wert. Und der größte Faktor, der uns in einem Geist der Einheit verbindet, ist die Liebe. Übereinkunft ist wichtig, aber die Liebe ist noch wichtiger. Deshalb lieben Sie Ihren Nächsten.

 

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