Wege aus der Sackgasse 1/2

Hast du das Gefühl, in einer Sackgasse zu stecken? Führst du eine Ehe, in der es keine Liebe mehr gibt? Steckest du geistlich fest? Oder finanziell? Oder geht einfach nichts mehr in einer bestimmten Phase deines Lebens? Gott will dir aus dieser Sackgasse heraushelfen. Pastor Bayless Conley erklärt dir, wie dir das gelingen kann.

Dies ist der erste Teil der Predigt, den zweiten Teil findest du hier…

Predigtmanuskript

Hallo Freunde! Danke, dass Sie uns heute zusehen. Mein heutiges Thema lautet: „Wege aus der Sackgasse.“ Vielleicht führen Sie eine Ehe, in der es keine Liebe mehr gibt oder stecken in einer Phase des Lebens fest, die schon viel zu lange andauert. Sie sind gerettet, geheiligt – und stecken geblieben? Hören Sie gut zu und Sie werden herausfinden, was jetzt zu tun ist.

Über unser heutiges Thema habe ich schon länger nicht mehr gesprochen. Das dürfte schon ein paar Jahre her sein und damals habe ich es auch nicht so ausführlich behandelt, wie ich es heute tun will.

Ich will heute die Menschen ansprechen, die das Gefühl haben, in einer Sackgasse des Lebens gelandet zu sein. Vielleicht stecken Sie in einer finanziellen Krise oder scheinen geistlich keine Fortschritte zu machen und in Ihrer Beziehung zum Herrn nicht zu wachsen.

Vielleicht ist Ihre Ehe in eine Sackgasse geraten, wo sie einfach nicht mehr wächst und gedeiht. Sie ist nur noch schal und nichts geht voran. Oder Sie haben das Gefühl, in einer Phase des Lebens festzustecken, die schon viel zu lange andauert. Sie wollen weitergehen, aber wissen nicht, wie.
Wir werden uns einige Menschen aus der Bibel betrachten, die ebenfalls feststeckten, und sehen, was sie dagegen unternahmen. Ich hoffe, dass wir einiges von ihnen lernen können. Den ersten von ihnen finden wir in Johannes, Kapitel 5. Wir beginnen mit Vers 1.

„Danach war ein Fest der Juden, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem.
Es ist aber in Jerusalem beim Schaftor ein Teich, der auf hebräisch Bethesda heißt und der fünf Säulenhallen hat.
In diesen lag eine große Menge von Kranken, Blinden, Lahmen und Abgezehrten, welche auf die Bewegung des Wassers warteten.

Denn ein Engel stieg zu gewissen Zeiten in den Teich hinab und bewegte das Wasser. Wer nun nach der Bewegung des Wassers zuerst hineinstieg, der wurde gesund, mit welcher Krankheit er auch geplagt war.
Es war aber ein Mensch dort, der 38 Jahre in der Krankheit zugebracht hatte.
Als Jesus diesen daliegen sah und erfuhr, dass er schon so lange Zeit in diesem Zustand war, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden?

Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser bewegt wird; während ich aber selbst gehe, steigt ein anderer vor mir hinab.
Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm deine Liegematte und geh umher!
Und sogleich wurde der Mensch gesund, hob seine Liegematte auf und ging umher. Es war aber Sabbat an jenem Tag.“

Der Mann war schon seit 38 Jahren in diesem Zustand. Er lag schon 38 Jahre auf seiner Matte und konnte nicht aufstehen. Jesus sah ihn, und es heißt, er wusste, wie lange es ihm schon so erging.

Und ich glaube nicht, dass Jesus darüber eine Offenbarung vom Heiligen Geist bekommen hatte. Ich glaube, alles an dem Mann schrie: „Ich stecke fest.“ Sicher sprachen sein Gesichtsausdruck und seine Aura eine deutliche Sprache.

Manchmal trifft man mit Leuten zusammen und weiß einfach, dass sie irgendwo feststecken, und das schon lange Zeit. Bei diesem Mann war das offensichtlich. Was können wir nun von ihm lernen? Wie kommen wir aus der Sackgasse heraus?

Gut, Nummer eins: Wenn Sie aus der Sackgasse herauskommen möchten, müssen Sie es wirklich von ganzem Herzen wollen. Jesus stellte dem Mann in Vers 6 eine fast schon beleidigende Frage: „Willst du gesund werden?“

Was ist das für eine Frage an jemanden, der schon 38 Jahre krank ist? Schließlich lag er am Teich, oder? Das sollte Beweis genug sein. Die Menschen gingen nur zum Teich Bethesda, um geheilt zu werden. Aber Jesus war nicht überzeugt.

Es gibt viele Menschen, die behaupten, sich ändern zu wollen. Sie sagen, dass sie auf eine neue Ebene gelangen wollen. Und vielleicht tun sie rein äußerlich betrachtet auch alles dafür, ihr Ziel zu erreichen, weil sie wissen, dass das von ihnen erwartet wird.

Aber in ihrem Inneren haben sie sich an ihre Situation gewöhnt. Sie haben gelernt, in ihrem festgefahrenen Zustand zu leben. Und Tatsache ist: Wenn sich ihre Herzenshaltung und ihr Wille nicht ändern, werden sich auch ihre äußeren Umstände nicht ändern. Deshalb will ich Sie heute ganz vorsichtig fragen:

Wollen Sie gesund werden? Wollen Sie das wirklich? Oder haben Sie sich innerlich so an Ihren Zustand gewöhnt, dass Sie nicht mehr wirklich kämpfen? Wollen Sie wirklich von der Sünde befreit werden, in deren Fänge Sie so leicht geraten? Wollen Sie wirklich, dass Freude und Leidenschaft in Ihre Ehe zurückkehren? Oder haben Sie gelernt, in Mittelmäßigkeit und Eintönigkeit zu leben?

Wissen Sie, ich flog einmal in einen anderen Teil des Landes, um dort zu predigen. Am Flughafen holte mich jemand mit dem Auto ab und wir fuhren los. Nach kurzer Zeit fiel mir auf, dass es immer schlechter roch, je näher wir der Stadt kamen.

Ich sah mich im Auto um, wo außer mir noch drei weitere Männer saßen. Fast wollte ich sagen: „Leute, ich war das nicht!“ Aber niemand sagte etwas und der Geruch ging nicht weg. Schließlich wagte ich es zu fragen: „Was ist das für ein furchtbarer Gestank?“

Sie sagten: „O, daran sind wir gewöhnt. Hier in der Stadt ist eine Papierfabrik. Es riecht hier immer so, Tag und Nacht. Aber wir denken nicht mehr darüber nach. Wir sind daran gewöhnt.“ Ich war wirklich schockiert. Es stank entsetzlich!

Wissen Sie, ich glaube, manche Menschen haben gelernt, mit einem Gestank in ihrer Ehe oder einem anderen Bereich zu leben, ohne zu bemerken, dass sie ihn damit als normal akzeptiert haben.

Freunde, wenn Sie sich befreien wollen, müssen Sie sich wieder ganz neu auf Ihre Wünsche besinnen und sagen: „Ich habe jetzt endgültig genug! Es wird sich einiges ändern. Ich nehme das nicht mehr hin. “ Wenn Sie das nicht tun, bleiben Sie weiterhin stecken. Sie müssen sagen: „Jetzt ist das Maß voll!“

Ich las einmal eine Geschichte von einem jungen Geschäftsmann. Er hatte einen Tag frei und ging zum Angeln an einen See. Er ging am Ufer entlang, warf seinen Köder aus und holte die Leine wieder ein. Da sah er einen alten Mann, der auf einem Stuhl saß und ebenfalls angelte.

Als er näher an ihn herankam, erkannte er ihn. Es war ein berühmter Unternehmer, der in mehreren Industriezweigen die Richtung angab und sagenhaft reich geworden war. Er hatte einige Artikel über ihn gelesen und dachte: „Das ist meine Chance. So einen Menschen treffe ich nie wieder.“

Und so schlenderte er beim Angeln wie zufällig immer näher an ihn heran. Sobald sich die Gelegenheit dazu bot, sprach er ihn an und sagte: „Entschuldigen Sie bitte, ich will Sie nicht stören, aber ich weiß, wer Sie sind. Ich bin ein junger Geschäftsmann und habe mich nur gefragt, ob Sie wohl einen Rat für mich hätten, wie ich erfolgreich werden kann?“

Der alte Mann sah ihn von oben bis unten an und sagte: „Ja. Kommen Sie her. Nein, noch näher. “ Der junge Mann kniete sich vor ihn. Da packte ihn der Alte an seinem Kragen, drückte seinen Kopf unter Wasser und hielt ihn fest.

Der junge Mann zappelte. Er war überrascht, wie stark der alte Mann war. Er hielt ihn zehn, zwanzig, dreißig, vierzig Sekunden unter Wasser, bis er glaubte zu ersticken. Schließlich zog er ihn wieder hoch. Er spuckte, schnappte nach Luft und fragte dann: „Warum haben Sie das getan?“

Der Mann sagte: „Wenn Sie sich so sehr wünschen, Erfolg zu haben, wie Sie sich eben gewünscht haben, atmen zu können, werden Sie erfolgreich sein.“ Der erste Schritt zum Erfolg ist das Verlangen danach. Wollen Sie gesund werden? Dann fassen Sie den Entschluss, die Dinge nicht länger hinzunehmen, wie sie sind, sonst bleibt alles beim Alten. Und, zweitens, hören Sie auf, die Schuld auf andere zu schieben und sich herauszureden.

Sehen Sie sich an, was passierte, als Jesus fragte: „Willst du gesund werden?“ Das ist Vers 7:
„Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser bewegt wird; während ich aber selbst gehe, steigt ein anderer vor mir hinab.“

In anderen Worten: „Die anderen sind schuld, dass ich feststecke. Ich habe niemanden, der mich ins Wasser bringt. Ich stecke fest, weil mir niemand hilft. Das ist nicht meine Schuld. Wenn ich jemanden hätte, der das für mich tut, würde ich nicht feststecken.“ Und dann sagte er: „… während ich aber selbst gehe, steigt ein anderer vor mir hinab.“
Es ist nur wegen dem, was mir jemand angetan hat. Es ist nur wegen dem, was niemand für mich getan hat und wegen dem, was mir jemand angetan. So oder so: Es ist nicht meine Schuld.

Billy Sunday sagte: „Eine Entschuldigung ist nur eine Lüge unter dem Deckmantel einer Begründung.“ Ich las einmal von einem Baseballtrainer, der sich über einen Mittelfeldspieler ärgerte. Er hatte mehrere Fehler gemacht. Schließlich sagte er: „Setz dich auf die Bank. Ich werde dir zeigen, wie das geht.“ Dann ging er auf das Spielfeld und nahm seine Position ein.

Der erste Schlagmann schlug einen Parallelball. Der Ball hüpfte ein paar Mal auf, aber als der Trainer versuchte, ihn zu fangen, sprang er ihm direkt auf den Mund. Das war peinlich. Der Schlagmann traf den Ball ein zweites Mal. Der nächste Spieler schlug einen gewöhnlichen Flugball, aber weil die Sonne ihn blendete sah der Trainer den Ball nicht kommen und er knallte ihm gegen den Kopf.

Der nächste Schlagmann schlug den Ball ins Mittelfeld. Bei dem Versuch, ihn zu fangen, glitt er ihm zwischen den Beinen hindurch. Da ging er in den Unterstand, schnappte den Spieler am Kragen und sagte: „Du hast das Mittelfeld so durcheinandergebracht, dass ich nichts mehr tun kann!“

Ich habe hier einige Beschreibungen von Autounfällen, diese hier an die Metropolitan Insurance Company gerichtet: „Ein unsichtbares Auto kam aus dem Nichts, knallte gegen mein Auto und verschwand.“

Eine andere Erklärung lautete: „Das andere Auto kollidierte ohne Vorwarnung mit meinem.“ Und noch eine: „Ich fuhr mein Auto schon 40 Jahre, als ich hinter dem Steuer einschlief und den Unfall hatte.“

Nun, kein Wunder! Wenn man 40 Jahre Auto gefahren ist, sollte man schlafen. Hier ist noch eine: „Als ich die Kreuzung erreichte, sprang eine Hecke vor mir auf und versperrte mir die Sicht.“ Diese Hecken sind wirklich frech! Diese hier gefällt mir besonders gut: „Ich fuhr vom Straßenrand, sah meine Schwiegermutter an und raste über die Böschung.“

Und noch ein paar: „Der Fußgänger wusste nicht, in welche Richtung er gehen sollte, und so überfuhr ich ihn. “ – „Der Telefonmast kam schnell auf mich zu. Ich versuchte noch auszuweichen, aber er knallte gegen mein Auto.“ – „Der Mann war mitten auf der Straße. Ich musste ihm ein paar Mal ausweichen, bevor ich ihn erwischte.“ – „Die indirekte Ursache des Unfalls war ein kleiner Kerl in einem kleinen Auto mit einer großen Klappe.“

 

Schluss mit Entschuldigungen und Schuldzuweisungen! Es hilft Ihnen nicht, wenn Sie anderen die Schuld geben, auch wenn sie etwas nicht getan haben, das sie hätten tun sollen oder wenn sie etwas getan haben, das sie nicht hätten tun sollen. Solange Sie mit dem Finger auf andere zeigen und ihnen die Schuld für etwas geben, bleiben Sie erst recht stecken. Wir müssen damit aufhören.

Ich habe einen Freund, der aus einem anderen Land in die Vereinigten Staaten zog. Als ich ihn traf, arbeitete er für sieben Dollar pro Stunde in einem Gartencenter. Er hatte eine Familie zu ernähren und fand alles sehr schwierig. Da beschloss er, seinen eigenen Garten- und Landschaftsbaubetrieb zu eröffnen. Meine Familie erteilte ihm seinen allerersten Auftrag. Aber es war alles sehr schwierig für ihn. Er kannte unsere Sprache nicht.

Er verstand unsere Kultur nicht. Er war nicht gebildet. Aber statt die Schuld auf etwas oder jemand anderen zu schieben, nach dem Motto: „Ich habe dieses und jenes nicht“, machte er einfach weiter und hatte Erfolg. Er hatte die richtige Einstellung. Als ich vor ein paar Jahren das letzte Mal mit ihm sprach, hatte er zwei Firmen, 25 Angestellte und sieben Häuser und arbeitete nur noch, weil es ihm Spaß machte.

Er musste nicht mehr arbeiten. Er arbeitete nur noch, weil er es gern tat. Ich kenne seine Umstände und ich weiß, womit er zu kämpfen hatte. In den Augen vieler Leute hätte er mit Fug und Recht auf andere zeigen und sagen können: „Wenn dieses nicht passiert wäre und jenes nicht passiert wäre …“

Aber stattdessen tat er, was Jesus ihm sagte. Jesus sagte: „Steh auf. Und bevor du körperlich aufstehst, musst du in deinem Inneren aufstehen.“ Und ich glaube, als Jesus das sagte, sprach er genauso zu seinem geistlichen Menschen wie zu dem ganzen Rest.

Das bezog sich nicht nur auf seinen Körper. Hier sind Leute, die in ihrem Inneren auf dem Boden liegen. Aber wenn Sie innerlich nicht aufstehen, werden Sie es auch äußerlich nie tun. Das stimmt wirklich. Und der dritte Punkt: Wenn Sie aus Ihrer Sackgasse herauskommen wollen, müssen Sie tun, was immer Jesus Ihnen sagt. Vers 8:

„Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm deine Liegematte und geh umher!“
Das ergab nicht viel Sinn für einen Mann, der 38 Jahre an sein Bett gefesselt gewesen war. Es erschien lächerlich. Aber es kann auch Ihnen so ergehen. Wenn Jesus Ihnen etwas sagt, kann das für Sie einen Sinn ergeben oder auch nicht.

Aber höchstwahrscheinlich werden Sie Ihre Gedanken und Pläne aufgeben müssen, um seine zu akzeptieren. Seine Gedanken sind nicht unsere Gedanken und seine Wege sind nicht unsere Wege, und wir müssen bereit sein, unsere loszulassen, um seine anzunehmen.

Denken Sie einmal darüber nach: Dieser Mann wollte drei Dinge. Er nannte sie ganz klar. Er sagte: „Ich habe keinen Menschen, wenn der Engel kommt und das Wasser bewegt wird.“ Er wollte, dass ein Mensch kam, dass der Engel erschien und dass das Wasser bewegt wurde. So funktionierte es. Diese drei Voraussetzungen mussten erfüllt sein.

Auch heute noch sagen viele Christen: „Könnte ich doch nur auf die Veranstaltung dieses gesegneten Mannes gehen oder mit dieser gesegneten Frau sprechen. Sie ist eine besondere Dienerin Gottes.“ Oder: „Wenn ich nur in diesen Gottesdienst gehen könnte, wenn mir nur ein Engel erscheinen würde.“ Oder: „Wäre ich doch nur in dem Gottesdienst gewesen, wo sich der Heilige Geist so mächtig bewegt hat.“

Freunde, ich glaube daran, dass der Heilige Geist sich bewegt, aber manche Christen sagen: „Ich warte einfach auf seine Bewegung. Wenn ich in den Gottesdienst gehen könnte, wo diese Bewegung spürbar ist, würde sich alles ändern.“ Oder: „Wenn ich den Mann mit den gesegneten Händen träfe“ oder: „Wenn ich eine Vision hätte.“

Ich sage Ihnen: Sie brauchen das alles nicht. Jesus ist da. Er ist genug. Und Jesus sagte diesem Mann: „Das hat vielleicht in der Vergangenheit so funktioniert, aber jetzt nicht mehr. Ich bin jetzt hier. Die neue Regel lautet: Steh auf! So funktioniert das heute.“

Er musste all seine Vorstellungen über Bord werfen und etwas ganz Neues akzeptieren: „Ich weiß, dass du schon 38 Jahre in diesem Zustand bist, aber wenn du mir gehorchst, auch wenn du es nicht verstehst, wird sich bald alles für dich ändern. Dann findest du aus der Sackgasse heraus.“

Ich frage Sie: Was sagt der Herr zu Ihnen? Gehorchen Sie seiner Stimme? Oder reden Sie sich heraus? Sehen Sie, es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder Sie bleiben weiter stecken oder Sie tun, was der Herr Ihnen gesagt hat.

Sehen wir uns jetzt eine andere Geschichte an, wo wir dieselbe Wahrheit finden. 1.Könige, Kapitel 17. Wir beginnen in Vers 8. 1.Könige 17, wir lesen die Verse 8 bis 16.
1.Könige 17,8:

„Da erging das Wort des Herrn an ihn folgendermaßen:
Mache dich auf und geh nach Zarpat, das bei Zidon liegt, und bleibe dort; siehe, ich habe dort einer Witwe geboten, dass sie dich mit Nahrung versorgt!

Und er machte sich auf und ging nach Zarpat. Und als er an das Stadttor kam, siehe, da war eine Witwe dort, die Holz sammelte. Und er rief ihr zu und sprach: Hole mir doch ein wenig Wasser im Gefäß, damit ich trinken kann!

Als sie nun hinging, um es zu holen, rief er ihr nach und sprach: Bringe mir doch auch einen Bissen Brot mit!
Sie aber sprach: So wahr der Herr, dein Gott, lebt, ich habe nichts Gebackenes, sondern nur eine Handvoll Mehl im Topf und ein wenig Öl im Krug! Und siehe, ich habe ein paar Holzstücke gesammelt und gehe hin und will mir und meinem Sohn etwas zubereiten, damit wir es essen und danach sterben!

Elia sprach zu ihr: Fürchte dich nicht! Geh hin und mache es, wie du gesagt hast; doch bereite mir davon zuerst einen kleinen Brotfladen und bring ihn mir heraus; dir aber und deinem Sohn sollst du danach etwas machen.
Denn so spricht der Herr, der Gott Israels: Der Mehltopf soll nicht leer werden und das Öl im Krug nicht weniger werden bis zu dem Tag, da der Herr es auf den Erdboden regnen lassen wird!

Und sie ging hin und machte es so, wie Elia gesagt hatte. Und er aß und sie auch samt ihrem Haus viele Tage lang.
Der Mehltopf wurde nicht leer, und das Öl im Krug wurde nicht weniger, nach dem Wort des Herrn, das er durch Elia geredet hatte.“

Diese Frau steckte in einer Sackgasse, wie es auch heute viele tun. Sie steckte in ihren Umständen fest, aus denen es keinen Ausweg zu geben schien. Und der Herr bat sie, etwas lächerlich Kleines zu tun, um etwas wunderbar Großes zu erleben. Zuerst möchte ich sagen: Ich glaube, diese Frau war eine seltene Art von Mensch. Wussten Sie, dass Jesus diese Frau erwähnte?

Wussten Sie, dass er im Evangelium über diese Frau sprach? Er sagte, dass es zu dieser Zeit viele Witwen in Israel gab, aber dass Gott Elia zu ihr sandte, die Heidin war und nicht einmal der jüdischen Gemeinde angehörte. Offensichtlich war sie die Einzige, die offen genug für die drastische Maßnahme war, mit der Gott ihren toten Punkt aus Hunger und Mangel überwinden wollte.

Und obwohl es in der Gemeinde Gottes auch heute noch viele gibt, die irgendwo feststecken, glaube ich, dass nur wenige bereit sind, alles zu riskieren, loszulassen, was nicht funktioniert, und stattdessen zu tun, worum Gott sie bittet, und seinen Plan anzunehmen.

Gott hatte einen Plan, um das Leben dieser Frau aus der Sackgasse herauszuführen und auf eine neue Ebene zu bringen. Aber er konnte seinen Plan nicht ausführen, solange sie ihren eigenen Plan verfolgte und sterben wollte.

Sie hatte ihren eigenen, wohldurchdachten Plan: „Ich sammle ein wenig Holz und nehme dann das letzte Mehl und backe für mich und meinen Sohn ein paar Brote, und wenn wir sie gegessen haben, werden wir sterben.“

Das war kein sehr guter Plan, aber so lautete er. Und sie musste bereit sein, ihren Plan aufzugeben, um Gottes Plan anzunehmen. Es gab nur entweder – oder. Sie müssen erkennen: Gottes Plan, Sie zu befreien und Ihr Leben zu verändern, und Ihr eigener Plan haben überhaupt keine Gemeinsamkeiten. Lassen Sie Ihre Gedanken und Pläne los und nehmen Sie die seinen an, denn Sie können nicht Ihren Plan verfolgen und die Vorteile seines Plans genießen.

Entweder bleiben Sie dort, wo Sie sind, oder Sie sind gehorsam und tun, worum Gott Sie bittet. Sie können Ihr Alabasterfläschchen entweder zerbrechen oder es beschützen, aber dann entgeht Ihnen der Segen, den Sie bekämen, wenn Sie es zerbrechen würden.

Sie können nicht weiter mit dummen Leuten herumhängen und den Segen erwarten, der auf der Gemeinschaft mit klugen Menschen liegt. Sie können nicht in der Tiefe fischen, solange Sie am Ufer bleiben.

Sie können nicht beides haben. Jesus sagte, Sie können das Leben nicht finden, bevor Sie bereit sind, es zu verlieren. Und ich glaube, wir werden die Versorgung, die Kraft und den Frieden Gottes nicht erfahren, bis wir tun, worum er uns bittet.

Die Witwe bekam also durch den Propheten diese seltsame Verheißung Gottes, die keinen Sinn zu ergeben schien, und ließ ihren Plan fallen. Sie ließ sich auf Gottes Plan ein, und kurz darauf war sie befreit.

Ich erzähle das alles, weil ich weiß, dass heute Abend einige Menschen hier sind, die sich viele Gedanken über ihre Situation machen. Aber Gott sagt: „Schiebe deine Gedanken beiseite und hör zu, was ich zu sagen habe, denn du kannst nicht deinen und meinen Weg zugleich gehen.“

Er befreit Sie. Er bringt Sie auf eine neue Ebene – auf seine Weise, nicht auf Ihre. Ich habe festgestellt, dass Leute oft nicht deshalb irgendwo feststecken, weil Gott nicht zu ihnen gesprochen hat, sondern weil sie dem, was er gesagt hat, nicht gehorcht haben – jedenfalls meistens. Ich beobachte die Menschen jetzt schon weit über ein Vierteljahrhundert und habe gesehen, dass das sehr, sehr oft passiert.

Ich hatte einmal einen Freund, der mit seiner Frau in eine neue Gegend zog und dort sein Geschäft eröffnete. Alles war wunderbar. Die Zielgruppe und die wirtschaftlichen Verhältnisse stimmten, er machte Werbung und leistete hervorragende und pünktliche Arbeit – und plötzlich ging es rasant bergab.

Er bekam monatelang keinen einzigen Auftrag. Bald waren seine ganzen Ersparnisse aufgebraucht. Er versuchte alles, was ihm nur einfiel, und dachte: „Ich verstehe das nicht. Die Zielgruppe, der Standort, die Wirtschaftslage – alles ist perfekt. Ich leiste hervorragende Arbeit und habe gute Referenzen. Es gibt keinen Grund, warum die Firma nicht laufen sollte.“ Nach sechs Monaten begann er schließlich zu beten.

Es ist erstaunlich, wie lange wir warten, bis wir beten. Er sagte: „Gott, was ist los?“ Er erzählte mir die Geschichte persönlich. Er sagte: Bayless, als ich Gott fragte, was los sei, sagte er: ‚Erinnerst du dich noch daran, dass ich dich vor sechs Monaten bat, dem Missionar auf den Philippinen Geld zu schicken?’

Er sagte: „Ja, Herr. “ Da fragte er: „Hast du es getan?“ Er sagte: „Nein, Herr. “ Da sagte Gott: „Ich sage dir etwas. Erst gehorchst du mir und dann reden wir über deine Firma.“ Noch am selben Tag ging er auf die Bank. Es fiel ihm zu diesem Zeitpunkt sehr schwer, das wenige Geld, das noch auf seinem Konto war, wegzugeben.
Sechs oder sieben Monate vorher wäre ihm das ein Leichtes gewesen. Er stellte einen Scheck aus und schickte ihn mit der Post auf die Philippinen. Er sagte: „Als ich nach Hause kam, waren schon einige Aufträge eingegangen, und dann riefen noch drei Leute an, die mir ebenfalls Aufträge erteilten.“

Als ich das letzte Mal mit ihm sprach – das ist jetzt schon ein paar Jahre her – wurden seine Produkte in einigen der angesehensten Geschäfte der Vereinigten Staaten verkauft und er hatte einen unglaublichen Wohlstand erreicht. Es ist ganz erstaunlich, was ihm passiert ist.

Vielleicht denken Sie jetzt: „Aber was hat das mit seiner Spende für den Missionar auf den Philippinen zu tun?“ Freunde, unser Gehorsam und das Eingreifen Gottes in unser Leben und unsere Probleme sind aufs Engste verknüpft. Deshalb frage ich Sie: Wissen Sie noch, worum Gott Sie als Letztes gebeten hat? Haben Sie es getan? Und wenn nicht, warum nicht?

Freunde, ich hoffe dass Sie aus der heutigen Sendung etwas mitnehmen konnten. Wir werden diese Predigt nächste Woche fortsetzen, also schalten Sie wieder ein

Bitte setzen Sie das, was Sie heute gehört haben, in die Praxis um. Es nützt niemandem etwas, wenn wir immer mehr Informationen und Wissen anhäufen, wenn wir uns dann nur zurücklehnen und uns sagen, wie klug wir sind. Die einzige Wahrheit, die wir wirklich wissen, ist diejenige, die wir auch wirklich tun, deshalb seien Sie heute Täter des Wortes.

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