Wege aus der Sackgasse 2/2

Hast du das Gefühl, in einer Sackgasse zu stecken? Führst du eine Ehe, in der es keine Liebe mehr gibt? Steckest du geistlich fest? Oder finanziell? Oder geht einfach nichts mehr in einer bestimmten Phase deines Lebens? Gott will dir aus dieser Sackgasse heraushelfen. Pastor Bayless Conley erklärt dir, wie dir das gelingen kann.

Dies ist der zweite Teil der Predigt, den ersten Teil findest du hier…

Predigtmanuskript

Willkommen zu der heutigen Sendung. Heute sehen Sie den zweiten Teil der Predigt „Wege aus der Sackgasse“. Es gibt viele Menschen, die in eine Sackgasse geraten sind. Sie führen eine Ehe, in der es keine Liebe mehr gibt, sie stecken in einer Phase des Lebens fest, die schon viel zu lange andauert, oder kommen finanziell oder geistlich nicht mehr vorwärts.

Sie wachsen nicht und gehen nicht vorwärts. Wir haben darüber gesprochen, wie wir aus einer solchen Sackgasse herauskommen. Und, wie ich in der letzten Predigt gesagt habe, ist es bei den meisten Menschen nicht so, dass sie Gottes Reden nicht hören. Die meisten wissen, was Gott ihnen sagt, aber sie handeln nicht danach.

Deshalb will ich Ihnen heute ans Herz legen, dass wir das tun sollten, worum Gott uns bittet. Die heutige Predigt beinhaltet einige wirkliche Kostbarkeiten, deshalb ermutige ich Sie, Ihre Bibel zur Hand zu nehmen, wenn Sie eine haben. Lassen Sie uns zusammen das Wort ansehen und herausfinden, wie wir uns befreien können. Gott segne Sie.

Ich habe festgestellt, dass Leute oft nicht deshalb irgendwo feststecken, weil Gott nicht zu ihnen gesprochen hat, sondern weil sie dem, was er gesagt hat, nicht gehorcht haben – jedenfalls meistens. Ich beobachte die Menschen jetzt schon weit über ein Vierteljahrhundert und habe gesehen, dass das sehr, sehr oft passiert.

Ich hatte einmal einen Freund, der mit seiner Frau in eine neue Gegend zog und dort sein Geschäft eröffnete. Alles war wunderbar. Die Zielgruppe und die wirtschaftlichen Verhältnisse stimmten, er machte Werbung und leistete hervorragende und pünktliche Arbeit – und plötzlich ging es rasant bergab.

Er bekam monatelang keinen einzigen Auftrag. Bald waren seine ganzen Ersparnisse aufgebraucht. Er versuchte alles, was ihm nur einfiel, und dachte: „Ich verstehe das nicht. Die Zielgruppe, der Standort, die Wirtschaftslage – alles ist perfekt. Ich leiste hervorragende Arbeit und habe gute Referenzen. Es gibt keinen Grund, warum die Firma nicht laufen sollte.“

Nach sechs Monaten begann er schließlich zu beten. Es ist erstaunlich, wie lange wir warten, bis wir beten. Er sagte: „Gott, was ist los?“ Er erzählte mir die Geschichte persönlich. Er sagte: Bayless, als ich Gott fragte, was los sei, sagte er: ‚Erinnerst du dich noch daran, dass ich dich vor sechs Monaten bat, dem Missionar auf den Philippinen Geld zu schicken?’

Er sagte: „Ja, Herr. “ Da fragte er: „Hast du es getan?“ Er sagte: „Nein, Herr. “ Da sagte Gott: „Ich sage dir etwas. Erst gehorchst du mir und dann reden wir über deine Firma.“ Noch am selben Tag ging er auf die Bank. Es fiel ihm zu diesem Zeitpunkt sehr schwer, das wenige Geld, das noch auf seinem Konto war, wegzugeben.

Sechs oder sieben Monate vorher wäre ihm das ein Leichtes gewesen. Er stellte einen Scheck aus und schickte ihn mit der Post auf die Philippinen. Er sagte: „Als ich nach Hause kam, waren schon einige Aufträge eingegangen, und dann riefen noch drei Leute an, die mir ebenfalls Aufträge erteilten.“

Als ich das letzte Mal mit ihm sprach – das ist jetzt schon ein paar Jahre her – wurden seine Produkte in einigen der angesehensten Geschäfte der Vereinigten Staaten verkauft und er hatte einen unglaublichen Wohlstand erreicht. Es ist ganz erstaunlich, was ihm passiert ist.

Vielleicht denken Sie jetzt: „Aber was hat das mit seiner Spende für den Missionar auf den Philippinen zu tun?“ Freunde, unser Gehorsam und das Eingreifen Gottes in unser Leben und unsere Probleme sind aufs Engste verknüpft. Deshalb frage ich Sie: Wissen Sie noch, worum Gott Sie als Letztes gebeten hat? Haben Sie es getan? Und wenn nicht, warum nicht?

Wenn die Gelegenheit oder die Zeit, es zu tun, nun schon lange vorbei ist, bitten Sie Gott um Vergebung und sagen Sie: „Gott, wie kann ich jetzt weitermachen?“ Denn wissen Sie, manche Dinge haben ein Verfallsdatum. Manche Gelegenheiten sind einfach vorbei, wenn man sie nicht sofort nützt.

Und wenn Sie nicht getan haben, worum Gott Sie gebeten hat, und es keine weitere Gelegenheit mehr dafür gibt, sagen Sie einfach: „Herr, vergib mir.“ Gott sei Dank hat uns das Blut Jesu Christi von aller Sünde befreit. Dann fragen Sie: „Gott, wie kann ich jetzt weitermachen? Was ist der nächste Schritt?“ Denn auch wenn Sie von Gottes Weg abkommen, bringt er Sie auf erstaunliche Weise immer wieder in die Spur.

Wissen Sie, das Auto meiner Frau ist ein bisschen neuer als meines. Meines hat noch kein Navigationssystem. Im Auto meiner Frau ist eines der ersten Modelle, die herauskamen. Ich finde es lustig, in ihrem Auto zu fahren, weil ich in meinem immer noch den Autoatlas benutze. Ich bin noch von der alten Schule. Aber bei ihr tippt man nur eine Nummer oder Adresse ein und es erscheint eine kleine Karte und eine freundliche Frauenstimme sagt einem, wie man fahren soll.

Sie sagt einem schon zwei Kilometer vorher, dass man rechts abbiegen muss. Und manchmal fahre ich geradeaus, wenn sie sagt: „Rechts abbiegen“, weil ich davon überzeugt bin, es besser zu wissen als sie.
Aber, wissen Sie, wenn ich ihr nicht gehorcht habe, stelle ich manchmal fest, dass sie recht hatte. Wenn ich geradeaus gefahren bin, statt rechts abzubiegen, heißt es sofort: „Die Route wird neu berechnet.“

Es wird sofort eine neue Route gesucht, und dann meldet sich die Dame zurück und sagt: „Weiter vorn links abbiegen.“ Sie bringt mich wieder auf den richtigen Weg. Das System empfängt per Satellit die Meldung: „Er ist vom Weg abgekommen. Wir bringen ihn wieder zurück.“

Und so ist Gott auch. Er sieht uns aus der Vogelperspektive und weiß es, wenn wir einen anderen Weg eingeschlagen haben als den, den er uns gesagt hat. Aber dann brauchen Sie nur seine nächste Anweisung zu befolgen und er bringt sie wieder zurück auf die richtige Route.

Wenn Sie nun aber feststecken und ehrlich sagen können, dass Sie nichts von Gott gehört haben, dann suchen Sie ihn aufrichtig und mit der Einstellung, die Maria auf der Hochzeit zu Kana in Galiläa hatte.

Sie sagte: „Was er euch sagt, das tut!“ Aber vielleicht hören Sie wirklich nichts von Gott und haben wirklich keinen Eindruck, in welche Richtung Sie gehen sollen. Vielleicht sagen Sie:

„Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich je in einem Gottesdienst saß und Gott durch sein Wort zu mir gesprochen oder versucht hat, mich irgendwie anzuleiten. Ich habe nie gehört, wie Gott sagte: Du musst Folgendes tun.“ Wenn das der Fall ist, dann fragen Sie ihn aufrichtig: „Okay, Gott, was soll ich tun?“ Aber fragen Sie ihn in der Absicht, auch wirklich zu befolgen, was er sagt.

Jesus sagte einmal etwas, das, wie ich glaube, unsere gesamte Verantwortung als Christen beinhaltet. Er sagte: „Meine Schafe hören meine Stimme, und sie folgen mir nach.“ Wenn Sie das tun, wird sich alles zum Guten wenden.

„Aber ich habe ein Eheproblem! “ Hören Sie auf seine Stimme und gehorchen Sie. „Ich habe ein finanzielles Problem.“ Hören und gehorchen Sie. „Ich kämpfe mit Depressionen.“ Hören und gehorchen Sie. Wenn Sie zuhören, was er sagt, und es befolgen, wird Ihr Problem gelöst, ob Sie das nun verstehen oder nicht. Hören und gehorchen Sie.

Und, um hier zum Ende zu kommen, zeige ich Ihnen jetzt vier Möglichkeiten, wie er uns seine Anleitung mitteilt: das Wort, das Säuseln, das Zeugnis und die Last. Das Wort, das Säuseln, das Zeugnis und die Last.

Vor allem anderen kommt das Wort, die Bibel. Hier spricht Gott zu uns. Sie ist unsere Straßenkarte für das Leben. Und wenn etwas eindeutig im Wort steht, brauchen Sie nicht mehr darüber zu beten. Sie müssen es einfach tun. Und wissen Sie was? In der Bibel gibt es für alles eine Anweisung.

Wir hatten vor vielen Jahren einmal einen Nachbarn – nun, eigentlich hatten wir einige schwierige Nachbarn, aber dieser war besonders schwierig. Wirklich extrem schwierig. Auf so eine Geschichte kann man gut verzichten.

Ich übertreibe jetzt nicht. Dieser Mensch ging mir wirklich ein paar Mal unter die Haut. Aber ich las in der Bibel nach, was Jesus darüber sagt, wie wir mit Menschen umgehen sollen, die bösartig sind und andere verfluchen. Ich musste nicht einmal darüber beten, sondern nur der Bibel gehorchen.

Wissen Sie, die Bibel sagt uns, wie ein Ehemann mit seiner Frau umgehen soll. Sie sagt uns, dass wir als Vater nicht gemein und überheblich zu unseren Kindern sein sollen, und dass ein Kind seine Eltern ehren und ihnen gehorchen soll. Es gibt Anweisungen für alles – für unsere Finanzen, für unsere Beziehungen. Zuerst kommt also das Wort, und wenn etwas im Wort steht, tun Sie es. Das bedeutet, dass Sie in der Bibel lesen müssen.

Gut. Als Zweites kommt das Säuseln. Damit meine ich das Säuseln des Heiligen Geistes. In 1.Könige 19 finden wir die Geschichte von Elia, der weglief, als Isebel drohte, ihn zu töten. Er war deprimiert und versteckte sich in einer Höhle. Und dann passierte etwas Interessantes. Es loderte ein wildes Feuer, und das ist wirklich interessant. Die Bibel sagt: „Aber der Herr war nicht in dem Feuer.“

Und dann gab es ein Erdbeben. Aber es heißt: „Der Herr war nicht in dem Erdbeben.“ Und es kam ein starker Wind auf, der Felsen zerbrach, und es heißt: „Der Herr aber war nicht in dem Wind.“ Aber dann heißt es: „… es kam die Stimme eines sanften Säuselns“ und Gott sprach durch dieses Säuseln zu Elia.

Manchmal suchen wir Gott im Feuer, in Erdbeben und im Wind. Wir suchen nach spektakulären Dingen, während das Übernatürliche die ganze Zeit direkt vor unserer Nase ist. Ein Säuseln. Werden Sie still. Jesus sagte, wenn der Heilige Geist kommt, wird er Sie in alle Wahrheit hineinführen. Er sagte, der Heilige Geist wird zu uns reden. Für Christen ist das Alltag. Aber wenn er spricht, ist es oft ein Säuseln.

Der Apostel Paulus sagte: „Denn alle, die der Geist Gottes leitet, die sind Gottes Kinder.“ Der Heilige Geist selbst spricht zu unserem Geist. Er spricht zu uns durch ein Säuseln in unserem Inneren.

Manchmal stupst er uns nur ganz leicht in unserem Inneren an. Ich habe festgestellt, dass einige der spektakulärsten Dinge, die Gott in unserem Leben tut, aus den schwächsten Eindrücken entstehen. Gott will, dass wir für dieses Säuseln, diese inneren Eindrücke des Heiligen Geistes, sensibel werden.

Und drittens gibt es das Zeugnis. Das Zeugnis anderer Menschen. Wir könnten es auch den klugen Rat von anderen nennen. Die Bibel sagt: „Wo viele Ratgeber sind, findet sich Hilfe.“ Gott gebraucht andere, um in Ihr Leben zu sprechen, und normalerweise gebraucht er dafür drei Kategorien von Menschen: Freunde, Bekannte und Feinde.

Die erste Kategorie sind Freunde. Die Bibel sagt: „Treu gemeint sind die Schläge des Freundes …“ Ein wahrer Freund sagt Ihnen die Wahrheit, wie beispielsweise: „Was machst du mit dem Kerl? Wir wissen beide, worauf er aus ist“ oder: „Hey, was passiert da in deinem Leben?“ „Treu gemeint sind die Schläge des Freundes. “ Ein Freund, dem Sie wichtig sind, scheut sich nicht, Ihnen die Wahrheit zu sagen, auch wenn Sie sich dann ärgern.

Wahre Freunde sind ehrlich zu Ihnen. Normalerweise gibt es einige Personen in Ihrem Leben, bei denen Sie sein können, wie Sie sind. Da gibt es keine Masken, man ist einfach offen zueinander. Ich habe Freunde, die mir sagen: „Bayless, du bist ein Idiot.“ Und ich schätze das! Wenn ich mich so verhalte, will ich das wissen.
Die nächste Kategorie sind die Bekannten. Sie gehören nicht zu unseren engsten Freunden, aber wir kennen sie gut und sind mit ihnen vertraut. Und wenn Gott in der ersten Kategorie niemanden findet, der zu uns sprechen kann, sucht er sich im Kreis unserer Bekannten jemanden.

Ich erinnere mich noch an einen solchen Menschen. Er war kein enger Freund von mir, aber ein Bekannter. Ich unterhielt mich des Öfteren mit ihm. Und einmal kam er auf mich zu und warnte mich vor einer bestimmten Person, die mir nahe stand.

Aber ich blies seine Warnung in den Wind. Ich glaube, wenn mir das jemand aus dem engeren Kreis meiner Freunde gesagt hätte, hätte ich auf ihn gehört, aber so dachte ich: „Gut, wie auch immer.“ Ich kann Ihnen gar nicht sagen, welchen Kummer ich durchmachte, weil ich in dem Reden dieses Bekannten Gottes Stimme nicht erkannte.

Weil dieser Mensch nicht zum Kreis meiner engsten Freunde gehörte, die mich gut kannten, hörte ich ihm einfach nicht zu. Und das hatte zur Folge, dass ich jahrelang litt. Später dachte ich: „Hätte ich doch nur auf ihn gehört!“

Ich rief ihn sogar an und sagte: „Ich muss mich bei dir entschuldigen. Du hast mich gewarnt, aber ich habe nicht auf dich gehört. Dafür habe ich wirklich bezahlt. Du hattest recht, was diese Person betraf, und es tut mir leid, dass ich nicht auf dich gehört habe.“

Und dann gibt es noch die dritte Kategorie. Wenn Gott keinen Freund und keinen Bekannten findet, wird er einen Ihrer Feinde gebrauchen, um zu Ihnen zu sprechen. Josia war einer der mächtigsten Könige Judas. Die Bibel sagt über Josia, dass er für Erweckung sorgte und dem Volk Reformen brachte. Er brachte das Volk zurück zu Gott.

Das steht in 2.Könige 23. Da heißt es: „Vor Josia gab es keinen … wie ihn, der mit seinem ganzen Herzen und seiner ganzen Seele zu dem Herrn umgekehrt wäre … Und auch nach ihm … nicht.“ Wie würde es Ihnen gefallen, wenn Gott das über Sie sagen würde?

Niemand vor ihm und niemand nach ihm kehrte mit ganzem Herzen und ganzer Seele zum Herrn um. So heißt es von Josia. Ich meine, der Mann liebte Gott! Aber eines Tages zog König Necho mit seinen Truppen durch das Land. Sie können das später in 2.Chronik 35 nachlesen. Josia legte seine Rüstung an und trat König Necho entgegen. Schließlich war der König ein Feind! Sie betrachteten die Ägypter als Feinde.

Und König Necho schickte Josia eine Nachricht, in der es hieß: „Komm mir nicht in die Quere. Ich bin auf einer Mission Gottes, und wenn du dich mir in den Weg stellst, wirst du vernichtet werden. Mach, dass du wegkommst, Junge.“

Und die Bibel berichtet weiter, dass Josia die Worte, die Gott durch den Mund von König Necho gesprochen hatte, nicht befolgte. Gott sprach, aber er sprach durch einen Feind, und Josia konnte sich nicht vorstellen, dass Gott das jemals tun würde. Deshalb weigerte er sich, danach zu handeln.

Hören Sie: Gott liebt Sie so sehr, dass er sogar durch einen Feind zu Ihnen spricht, wenn er keinen Freund oder Bekannten dafür findet. Und wenn Ihnen jemand, den Sie als Ihren Feind ansehen, etwas sagt, wägen Sie es ab. Wenn nichts dran ist, vergessen Sie es. Aber wenn Wahrheit darin liegt, reagieren Sie. Tatsache ist, dass Gott zu uns allen sprechen will.

Und dann ist da der vierte Punkt – die Last, und damit meine ich kein schweres Gepäck, sondern die innere Last. Die Last der Erkenntnis. Die unterschwellige Erkenntnis, dass Sie eine bestimmte Richtung einschlagen müssen.

Manchmal können Sie nicht ehrlich sagen, dass Gott zu Ihnen gesprochen hat. Aber wenn Sie beten und still werden, haben Sie ein ganz starkes Gefühl … da ist die Last der Erkenntnis, dass Sie etwas Bestimmtes in Ihrem Leben tun sollen, und es hört einfach nicht auf.
Sie beten und es geht nicht weg. Vielleicht geht es darum, eine bestimmte Gruppe von Menschen zu erreichen oder eine bestimmte Aufgabe für Gott zu übernehmen, vielleicht mit Kindern, und es geht einfach nicht weg.

Und es ist nicht so, dass Sie einen Traum hatten, dass Gott zu Ihnen gesprochen hat oder Ihnen ein Bibelvers besonders ins Auge gesprungen ist. Aber es geht einfach nicht weg. Ihr Herz schlägt dafür. Da ist die Last der Erkenntnis. Ich halte es für sehr wichtig, auf so etwas zu hören, denn ich glaube, dass Gott uns wirklich durch unsere inneren Erkenntnisse anleitet.

Ich habe einige Freunde, die im Lauf der Jahre über große Entfernungen hinweg mit ihrer Familie umgezogen sind, um für Gott zu wirken. Sie sagten: „Weißt du, Bayless, ich kann dir nicht ehrlich sagen, dass Gott wirklich zu mir gesprochen hat, aber ich habe das ganze letzte Jahr darüber gebetet und es ging einfach nicht weg.“

Er sagte damit: „Ich habe die Last der Erkenntnis, dass ich das tun muss.“ Offensichtlich stimmt so etwas immer mit Gottes Charakter und mit seinem Wort überein. Wenn der Heilige Geist uns führt, sei es durch eine innere Erkenntnis oder wie auch immer, wird das nie den Grundsätzen des Wortes oder Gottes Charakter widersprechen. Das ist ein kleines Sicherheitsnetz für uns, wenn Sie so wollen.

Aber ich bin davon überzeugt, dass Gott uns aus unserer Sackgasse heraushelfen will. Auch ich bin in einigen Bereichen meines Lebens schon in einer Sackgasse gelandet. Das ist nur meine persönliche Erfahrung, deshalb kann Ihnen das jetzt helfen oder auch nicht.

Mir ist klar, dass Gott mit jedem Menschen anders umgeht. Aber ich habe die Erfahrung gemacht: Wenn Gott mich auf eine neue Ebene bringen und mir einen neuen Blick oder einen neuen Horizont eröffnen will, kann es ziemlich qualvoll, ja, fast unerträglich sein, bis es so weit ist.

Da ist dieser innere Aufruhr, eine göttliche Unzufriedenheit, und ich fühle mich einfach innerlich elend. Das bedeutet nicht, dass ich mich nicht mehr an meiner Frau, meiner Familie oder meinen Aufgaben freue, aber ich muss die Sache durchbeten. Dann ringe ich nach Worten und sage schließlich: „Okay, Gott.“

Manchmal macht er das mit mir, damit ich auf die Knie gehe, weil sich in meinem Inneren etwas ändern muss, bevor Gott mich auf die nächste Ebene bringen kann. Das ist in meinem Leben immer wieder passiert. Vielleicht erleben einige von Ihnen gerade dasselbe, eine göttliche Unzufriedenheit. Reagieren Sie darauf. Gehen Sie auf die Knie. Suchen Sie Gott. Er will nicht, dass wir in Unbeweglichkeit verharren. Wir müssen vorwärtsgehen.

Und ich glaube, wenn Sie heute Abend hergekommen sind und irgendwo feststecken – vielleicht stecken Sie fest wie die Witwe oder der Mann, der 38 Jahre auf seiner Matte lag oder, wie ich vorhin sagte, in einer Ehe, wo die Liebe nicht mehr wächst und die Beziehung abgestorben ist. Aber Gott kann Ihnen da heraushelfen. Ich sage Ihnen, er kann es.

Schließen wir doch einfach für ein paar Minuten die Augen. Geben wir dem Heiligen Geist einen Moment Zeit. Vielleicht hat Gott zu Ihnen gesprochen. Was ist das Letzte, von dem Sie sicher wissen, dass er Sie darum gebeten hat? Haben Sie es getan? Bitten Sie ihn einfach, es Ihnen jetzt zu zeigen.

Herr, wir hören auf dich. Es tut uns leid, wenn wir in der Vergangenheit nicht auf dich gehört und dir nicht gehorcht haben. Wir bitten dich um Vergebung. Reinige uns mit deinem kostbaren Blut, Herr. Wir bekennen unser Versagen, unsere Sünde, unsere Schwächen, die Behäbigkeit, mit der wir auf dich reagiert haben. Es tut uns leid, dass wir unsere eigenen Pläne über deine gestellt haben.

Wir wollen nicht sein wie der Mann, der sein Leben verpfuscht und dann mit dem Finger auf dich gezeigt und dir die Schuld dafür gegeben hat. Wir wollen die Schuld nicht auf andere schieben. Herr, was sollen wir jetzt tun? Was ist der nächste Schritt? Fragen Sie den Herrn: „Was ist der nächste Schritt? Was soll ich tun? “ Danke, Herr. Wir preisen dich, Herr.
Bitte halten Sie Ihre Augen noch einen Moment geschlossen. Vielleicht sind Sie heute Abend allein hierhergekommen oder mit einem Freund, mit Ihrem Mann oder Ihrer Frau. Und ich will Sie fragen – und seien Sie bitte ganz ehrlich zu sich selbst: Wo stehen Sie gerade mit Gott?

Die Bibel sagt, ohne Christus sind wir gefangen in einem sündigen Lebensstil, aus dem es keinen Ausweg gibt. Und deshalb ist Jesus gekommen. Der Psalmist drückte das so aus: „Er hat mich herausgeholt aus Schlick und Schlamm, und er hat meine Füße auf Felsen gestellt. “

Die Sünde ist wie Treibsand. Irgendwann verschlingt sie jeden. Es gibt kein Entkommen, es sei denn, Sie ergreifen die Hand Jesu. Er ist der Einzige, der Sie herausziehen kann. Er hat am Kreuz den Preis für Ihre Sünde bezahlt. Am dritten Tag wurde er aus den Toten auferweckt. Nehmen Sie Ihn als Herrn und Retter an.

Bitte beten Sie jetzt mit mir zusammen. Vielleicht sind Sie weit von Gott entfernt und haben Jesus noch nie eingeladen, in Ihr Leben zu kommen. Aber die Bibel sagt: „Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.“ Jetzt haben Sie die Gelegenheit. Beten Sie einfach laut:

„Jesus, ich nehme dich jetzt als den Herrn und Retter meines Lebens an. Ich weiß, dass ich mich nicht selbst retten kann. Ich habe gesündigt wie alle anderen auch, und ich weiß, dass die Sünde mich von Gott trennt. Aber durch deinen Tod hast du die Kluft überbrückt. Du hast den Preis bezahlt und wurdest aus den Toten auferweckt. Ich vertraue auf dich, Jesus. Ich gebe dir mein Leben. Und von heute an will ich dir nachfolgen. Amen. Amen.“

Ich hoffe, Sie haben aus der heutigen Sendung etwas mitgenommen. Bitte schalten Sie jetzt nicht aus oder auf einen anderen Kanal, auch wenn Sie denken: „Warum sollte ich noch zuhören? Die Predigt ist doch vorbei.“

Nun, vielleicht könnte das, was ich in den verbleibenden paar Sekunden, die wir zusammen haben, sehr wichtig für Sie sein. Wissen Sie, bei der Errettung, über die wir am Ende gesprochen haben, geht es nicht um Rituale oder Zeremonien, sondern um eine wirkliche Beziehung zu Gott.

Das ist nicht immer einfach, aber es ist eine Tatsache, dass er uns nie aufgibt oder verlässt, dass er sich für uns erfahrbar macht und uns leitet und führt. Es ist einfach unbeschreiblich, dass wir mit dem Gott des Universums leben und reden können. Und in der heutigen Predigt haben wir davon gesprochen, wie wir aus unseren Sackgassen herauskommen.

Die Wahrheit ist, dass Gott Sie liebt und will, dass Sie gerettet sind und ein Teil seiner Familie werden. Er will Ihnen sowohl bei alltäglichen Dingen helfen als auch in den Bereichen Ihres Lebens, wo Sie feststecken, sei es an Ihrem Arbeitsplatz oder in einer Beziehung, einfach überall, wo Sie nicht weiterkommen und das Gefühl haben, auf Treibsand zu gehen. Gott will Ihnen helfen. Er liebt Sie. Sehen Sie auf ihn und vertrauen Sie ihm. Er wird Sie nicht enttäuschen.

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