Weisheit und Ehe 1/2 – Janet und Bayless Conley

„Bis dass der Tod uns scheidet“ mag einem manchmal wie ein schwer einzuhaltendes Versprechen erscheinen, wenn man nicht versteht, wie Gott sich die Ehe gedacht hat.

Obwohl es Gottes Plan ist, dass es Mann und Frau in der Ehe gut gehen soll, passiert das nicht einfach automatisch. An einer guten Ehe muss man arbeiten.

In dieser fünfteiligen Serie erkunden Bayless und Janet Conley, was die Bibel über die Ehe sagt und geben uns persönliche Einsichten aus ihren über 25 Jahren Erfahrung weiter. Wir lernen etwas über die spezifischen Rollen, die Gott sowohl dem Mann als auch der Frau zugedacht hat und erfahren, wie man Gottes Gebote anwenden kann, um unsere Ehen zu stärken und besser führen zu können und vieles mehr!

Predigtmanuskript

Bayless Conley: Hallo, ich bin hier mit meiner reizenden Frau Janet. Als Erstes wünschen wir Ihnen ein gutes neues Jahr.
Janet Conley: Ein gutes neues Jahr.
Wir sind heute zusammen hier, weil mich die Menschen überall, wo ich hinkomme, auf eine bestimmte Predigtreihe ansprechen, bei der wir beide mitgewirkt haben. Janet und ich sprachen über die Ehe und das ist wahrscheinlich die begehrteste Serie, die wir je gemacht haben. Aufgrund des großen Interesses wollen wir dieses Thema nun erneut behandeln. Weißt du noch, wie wir auf der Bühne saßen und über Epheser 5 sprachen, Schatz?
Janet Conley: Ja, sicher
Bayless Conley: Das war gut. Deshalb werden wir heute nochmals über einige von Gottes Grundsätzen für die Ehe sprechen. Er hat die Ehe erschaffen. Sie war Seine Idee und wenn wir unsere Ehe auf Seine Weise führen, funktioniert sie auch, stimmt’s, Liebling?
Janet Conley: Ja, das ist richtig. Und das wirkt sich auf sehr viele Bereiche unseres Lebens aus. Deshalb lohnt es sich wirklich, in die Ehe zu investieren.
Bayless Conley: Das stimmt, deshalb bleiben Sie bei uns. Wir sprechen heute über die Ehe.

Schlagen Sie mit mir Epheser, Kapitel 5, auf. Wir werden uns die Quelle der Weisheit ansehen – Gottes Wort. Wir sprechen heute über die Ehe und werden uns bemühen, Ihnen die einzelnen Punkte so praxisnah wie möglich zu vermitteln. Wir beginnen in Epheser 5:17. Da heißt es:
Epheser 5:17-21
„Darum seid nicht unverständig, sondern seid verständig, was der Wille des Herrn ist! Und berauscht euch nicht mit Wein, worin Ausschweifung ist, sondern werdet voll Geistes; redet zueinander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern; singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen; sagt allezeit Gott, dem Vater, Dank für alles, in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus; ordnet euch einander unter in der Furcht Gottes!“
Und von hier ab geht es konkret um die Ehe:
Epheser 5:22
„Ihr Frauen, ordnet euch euren eigenen Männern unter als dem Herrn…“

Und so weiter. Dann heißt es: „Ihr Männer, liebt eure Frauen…“

Es ist interessant, dass der Apostel Paulus sowohl hier als auch in den Versen, die der Lehre über die Ehe vorausgehen, über unsere Beziehung zu Gott spricht und sagt, dass wir vom Heiligen Geist und vom Wort erfüllt sein sollen. Beide Male steht die Beziehung zu Gott an erster Stelle. Und das hat einen Grund. Es ist kein Zufall, dass er an beiden Stellen, an denen er ausführlich über die Ehe lehrt, zuerst über unsere Beziehung zu Gott spricht. Denn wenn wir den Segen Gottes in unserer Ehe erfahren wollen, muss Gott in unserem Leben an erster Stelle stehen. Wenn wir voll des Wortes und voll des Geistes sind und Gott fürchten, so heißt es hier, wird das in unserer Ehe zum Segen werden. Ich fand schon vor langer Zeit heraus, dass Gott sehr konkrete Vorstellungen darüber hat, wie Männer Seine Töchter behandeln sollen.

Ich erinnere mich an eine Begebenheit in Cottonwood. Ich habe diese Geschichte lange nicht mehr erzählt. Wir waren damals ein oder zwei Jahre verheiratet und hatten einen Streit. Wir fuhren gerade in meinem kleinen Laster und ich strafte Janet mit Nichtachtung. Und, Mann, sie verdiente es. Das müssen Sie wissen. Für mich existierte sie gar nicht mehr. Ich war wütend und ignorierte sie. Da sagte der Heilige Geist klar und deutlich zu mir: „Sohn, wenn du keine Gemeinschaft mit deiner Frau hast, hast du auch keine Gemeinschaft mit mir.“ Und so sagte ich zu ihr: „Liebling, es tut mir leid.“ Wissen Sie, es ist tatsächlich so, dass die Beziehung zwischen Mann und Frau von ihrer beider Beziehung zu Gott beeinflusst wird und anders herum. Und wissen Sie was? Wenn meine Beziehung zu Gott in Ordnung ist und ich von Seinem Wort, Seiner Weisheit und Seinem Geist erfüllt bin und Gott fürchte, wirkt sich das darauf aus, wie ich mit meiner Frau umgehe. Und Gott hat ein wachsames Auge darauf, denn die Ehe war Seine Idee. Er hat sich die Ehe einfallen lassen. Sie ist keine Erfindung von Menschen. Bevor Gott eine Gemeinde hatte, hatte Er eine Braut. Das war Seine Idee. Ich meine, Gott ist großartig. Der Sex war Seine Idee. Das beweist, dass Er großartig ist. Und es heißt: „… ordnet euch einander unter in der Furcht Gottes!“ Unterordnung hat mit Anpassung zu tun. Und in der Amplified Bible heißt es im nächsten Vers tatsächlich, die Frauen sollen sich ihren Männern unterordnen und sich ihnen anpassen.

Wenn ein Mann und eine Frau zusammenkommen, müssen beide Seiten Zugeständnisse machen. Bevor es heißt, dass eine Frau sich ihrem Mann unterordnen soll und dass ein Mann seine Frau lieben soll, heißt es: „… ordnet euch einander unter in der Furcht Gottes!“

Wissen Sie, wenn zwei Menschen heiraten, werden sie eins, aber dann streiten sie den Rest ihres gemeinsamen Lebens darüber, wer sich dafür aufgeben muss. Aber Er sagt: „… ordnet euch einander unter in der Furcht Gottes!“, was Seiner Lehre, wie man sich dem Ehepartner gegenüber verhalten sollte, direkt vorausgeht. Und das ist so wichtig, denn es geht nicht nur um Sie. Es geht nicht nur um mich als Ehemann, es geht nicht nur um Janet als Ehefrau; es geht nicht um mich und was ich will und fühle. Es geht um uns beide. Es geht nicht nur um mich als Ehemann, es geht nicht nur um Janet als Ehefrau; es geht nicht um mich und was ich will und fühle. Es geht um uns beide. Aber auch nach 27 Jahren lernen wir immer noch. Ich lerne immer noch Neues über sie und ich lerne immer noch, mit ihr umzugehen. Wir sind einfach unterschiedlich gestrickt. Nicht nur als Mann und Frau, sondern auch als Janet und Bayless.

Auf diesem Planeten gibt es niemanden, der wie Janet ist und niemanden, der wie Bayless ist. Ich musste lernen, mich an die Dinge anzupassen, die sie mag. Und auch wenn sich das jetzt ein bisschen verweichlicht anhört – ich setze mich mit ihr hin, esse Crêpes, rede mit ihr und höre ihr zu… das hört sich nach weiblichem Applaus an. Hin und wieder sehe ich mir einen Frauenfilm mit ihr an. Hin und wieder. Ich schätze, meine Frau will dazu etwas sagen.

Janet Conley: Hi. Wer von Ihnen hier ist verheiratet? Oh, das sind viele. Wer von Ihnen wäre gern verheiratet? Okay. Wer von Ihnen ist verlobt? Okay, schön. Sehr gut. Nun, in Vers 21 heißt es: „… ordnet euch einander unter in der Furcht Gottes!“ Und er sagte, das gilt nicht nur für sie, sondern für sie beide, für uns beide. Und darüber hinaus geht es nicht nur um uns, sondern auch um Gott: „… in der Furcht Gottes.“

Manchmal werden wir in unserem Leben so sehr in Anspruch genommen, dass wir  unser übergeordnetes Ziel vergessen. Ich meine, wir sind erstaunlich und wunderbar gemacht. Er hat uns erschaffen. Er ist ein unglaublicher Schöpfer. Alles begann mit Ihm! Er hat uns erstaunlich und wunderbar gemacht und auf diese Erde gebracht, aber diese Erde ist nur ein Teil eines Sonnensystems, das wiederum Teil einer riesigen Galaxie ist. Und diese Galaxie ist nur ein Teil von Milliarden Galaxien, die Gott erschaffen hat. Und Er hat uns erschaffen. Er hat ein sehr persönliches Verhältnis zu uns, obwohl wir nur ein kleiner Fleck auf der Erde sind. Seine Gedanken über uns sind zahlreicher als der Sand. Er hat uns erstaunlich und wunderbar gemacht. All unsere Tage hat Er in Sein Buch eingeschrieben, noch bevor einer von ihnen da war. Deshalb geht es um Gott, um Seine Gedanken und darum, wie Er uns gemacht hat. Ich meine, ich bin ebenso kostbar für Gott wie Bayless. Sowohl Männer als auch Frauen sind unglaublich kostbar für Gott. Und, wie Bayless schon sagte: Ich bin Gottes Tochter. Ich bin wirklich etwas Besonderes. Aber wir müssen auch bedenken, dass Bayless Gottes Sohn ist und Gott sind Seine Söhne genauso wichtig wie Seine Töchter. Es begann also alles mit Gott. Und in diesem Vers heißt es: „… ordnet euch einander unter in der Furcht Gottes!“ Mich unterzuordnen bedeutet, mich selbst zurückzunehmen. Es bedeutet, dem anderen meine Wertschätzung zu zeigen. Ich nehme mich selbst zurück und achte den anderen. In unserer Ehe und auch in unseren alltäglichen Beziehungen ist es sehr wichtig, dass wir uns selbst zurücknehmen, den anderen achten und seinen Wert erkennen. Gott hat uns alle erschaffen und wir alle tragen einen Goldschatz in uns. Manche müssen ihn vielleicht ein wenig polieren, damit das Gold zum Vorschein kommt, aber in jedem von uns schlummern unglaubliche Gaben und Talente. Wir alle sind sehr kostbar und wir müssen den Wert erkennen, den Gott uns beigemessen hat und einander entsprechend behandeln. In einer Ehe ist es wichtig, dass wir nicht aus dem Blick verlieren, worum es eigentlich geht. Es geht um Gott. Er hat uns erschaffen, Er hat für jeden von uns einen Plan und wir sind beide wertvoll. Okay? In der Furcht Gottes. Ich glaube, ganz gleich, wo wir sind – sei es zu Hause hinter verschlossenen Türen, auf dem Marktplatz oder wo auch immer – es gibt jederzeit jemanden, der beobachtet, wie wir als Ehepaar miteinander umgehen. In der Furcht Gottes. Wie immer Sie Ihren Ehemann behandeln – jemand beobachtet Sie. Wie immer ich meinen Mann behandle, wie Sie Ihre Frau behandeln – jemand beobachtet Sie und eines Tages werden wir alle vor Gott stehen. Und wir können Ihn nicht hinters Licht führen. Er sieht auch das, was sonst niemand sieht. Er ist immer bei uns und Er beobachtet uns nicht nur, Er will uns auch helfen.

Wissen Sie, im Lauf der Jahre ist mir klar geworden, dass man in einer Ehe oft mit dem Finger auf den anderen zeigt und sagt: „Warum tut er das nicht? Warum macht er mir keine Komplimente mehr? Wenn er mir nur mehr Komplimente machen würde, das wäre so schön.“ Aber wissen Sie was? Ich habe gelernt, dass wir einfach noch wachsen müssen. Und, Moment mal, mache ich ihm eigentlich Komplimente? Baue ich ihn auf? Wir müssen die Verantwortung für unseren Teil übernehmen und uns der Herausforderung stellen, denn Gott beobachtet uns. Und statt zu jammern und zu klagen, müssen wir einfach wachsen, okay? Kein Schmollen mehr. Hat jemand von Ihnen in seiner Ehe schon mal geschmollt?

Als ich frisch verheiratet war, schmollte ich viel. Mir selbst war das gar nicht so bewusst, aber ich tat es. Einmal waren wir bei Leuten zu Besuch, die eine vierjährige Tochter hatten. Sie war ein reizendes kleines Mädchen, sehr lustig und sehr süß. Aber eines Tages verboten sie ihr, etwas zu tun. Da wurde sie sehr wütend und schmollte. Sie verzog das Gesicht und das sah so hässlich aus. Und dabei war sie so ein hübsches kleines Mädchen. Da dachte ich: „Wahrscheinlich siehst du genauso aus, wenn du schmollst.“ Deshalb, glaube ich, müssen wir einfach wachsen, unseren Teil tun und aufhören, mit dem Finger auf andere zu zeigen.

Es geht auch deshalb nicht nur um uns, weil unsere Kinder uns beobachten. Wir müssen wachsen, uns unseren Herausforderungen stellen und unseren Teil tun. Ich muss mir überlegen, was ich meiner Tochter vorlebe. Wenn ich mich meinen Herausforderungen stelle und meinen Teil tue, bin ich ihr ein Vorbild. Aber wenn ich jammere und klage, muss sie ohne ein Vorbild lernen, sich ihren Herausforderungen zu stellen und ihren Teil zu tun. Es geht also auch um unsere Kinder. Wir müssen in der Furcht Gottes bleiben, weil Er uns beobachtet. Und, wie Bayless sagte, wir müssen lernen, einander zu verstehen, weil jeder von uns anders ist. Jeder Einzelne hier ist ein Individuum. In der Furcht Gottes. Wissen Sie, Gott ist ein Gott der Liebe. Er liebt uns. Und ich denke, wir sollten einfach versuchen, Seinem Beispiel zu folgen. Wir sollten einander lieben statt zu sagen: „Du solltest dieses tun“ oder „du solltest jenes tun“. Wir sollten einander einfach lieben.

Ich mag den ersten Vers von Epheser 5. Ich will nur einen kleinen Teil davon aus der Message Bible vorlesen. Hier sehen wir, wie Gott uns liebt und wie wir einander lieben sollen. Seine Liebe ist verschwenderisch. Und auch wir können so lieben. Diese Liebe ist in uns, weil Seine Liebe in unsere Herzen ausgegossen wurde. Mit dieser Liebe sollen wir einander lieben. In der Message Bible heißt es in Epheser 5:1: „Beobachte, was Gott tut und tue es ihm gleich.“

Seine Liebe war nicht zurückhaltend, sondern verschwenderisch. Er liebte nicht, um etwas von uns zu bekommen, sondern um uns alles von sich zu geben. Lieben wir nur und tun wir manche Dinge nur, um etwas zu bekommen? Oder lieben wir andere nur, wenn sie uns auch lieben? Nein. Gottes Art zu lieben ist eine andere. Er liebte nicht, um etwas von uns zu bekommen, aber wir sollen lieben, indem wir anderen alles von uns geben. Er sagte: „So sollt ihr lieben.“ Lassen Sie uns also verschwenderisch lieben und uns einander in der Furcht Gottes unterordnen. Seine Augen ruhen auf uns. Stimmt’s? Du bist dran.

Bayless Conley: Im nächsten Vers, Vers 22, heißt es: „Ihr Frauen, ordnet euch euren eigenen Männern unter als dem Herrn; denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch der Christus das Haupt der Gemeinde ist; und er ist der Retter des Leibes. Wie nun die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen ihren eigenen Männern in allem.“ Es heißt hier also nochmals: „Frauen, ordnet euch euren eigenen Männern unter“ und die Amplified Bible ergänzt: „Passt euch euren eigenen Männern an.“

Es gefällt mir, dass es hier heißt: „Euren eigenen Männern.“ Meine Damen, machen Sie nie den Fehler, Ihren Mann mit dem Mann einer anderen Frau zu vergleichen. Oft scheint das Gras auf der anderen Seite des Zauns grüner zu sein, aber wenn Sie es sich aus der Nähe ansehen, werden Sie feststellen, dass es nur mit Farbe besprüht wurde und in Wirklichkeit gar nicht grüner ist. Wenn Sie wissen, dass Ihr Gras braun ist, wässern Sie es. Wenn Ihre Ehe trocken und langweilig ist, tun Sie etwas dagegen. Wissen Sie, wenn wir eine andere Frau oder einen anderen Mann sehen, denken wir manchmal: „Oh, Mann, wenn meine Frau nur wäre wie sie! Wenn ich sie zur Frau hätte, wäre ich so glücklich!“ Oder: „Wenn ich ihn zum Mann hätte…“ Aber wissen Sie, es ist nicht nur falsch, das zu denken. Das ist Begehrlichkeit. Es ist eine Sünde, die Frau oder den Mann, die Freundin oder den Freund eines anderen zu begehren. Und wissen Sie was? Wenn Sie das, von dem Sie geglaubt haben, es würde Sie glücklich machen, bekommen haben, werden Sie sich letzten Endes oft wünschen, Sie hätten das, was Sie vorher hatten. Manchmal spielt uns unsere Fantasie einen Streich. Wir bekommen nur kleine Eindrücke von jemandem – wir sehen, dass er oder sie attraktiv oder hübsch oder amüsant ist, aber in Wirklichkeit wissen wir nichts über sie. Und Gott gibt uns hier auch keine Wahlmöglichkeit. Ich habe es so satt, dass manche ihren Partner einfach gegen einen neuen eintauschen. Wir müssen an dem arbeiten, was wir haben. Es heißt: „Frauen, passt euch an. Ordnet euch euren eigenen Männern unter.“ Und in diesen Versen wird gesagt, dass der Mann wie Christus ist und die Frau wie die Gemeinde. Das sagt mir, dass die Männer in der Ehe die größere Verantwortung tragen. Tut mir leid, Männer, aber das ist so. Die Frau ist nach dieser Erklärung wie die Gemeinde. Und die Gemeinde, die ich kenne, ist alles andere als perfekt, weil ich ein Teil davon bin. Vielleicht ist das auch der einzige Grund dafür. Aber Christus ist perfekt. Er ist vollkommen in Seinem Umgang mit der Gemeinde, aber wir, die Gemeinde, sind unvollkommen in unserem Umgang mit Christus. Deshalb glaube ich, dass Gott von den Männern mehr verlangt. Und von den Frauen heißt es, sie sollen sich ihren Männern anpassen und unterordnen, weil der Mann das Haupt der Frau ist, wie Christus das Haupt der Gemeinde ist. Okay, Frauen, wie nun die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so sollen auch Sie sich Ihren Männern unterordnen. Aber wissen Sie, vor allem anderen will ich mich Jesus unterordnen. Jesus hat immer Zeit für mich. Er ist nie zu beschäftigt. Wenn ich zu Ihm komme und mit Ihm über etwas reden will, sagt Er nie: „Tut mir leid, Bayless. Du musst eine Nummer ziehen. Da sind noch 15 Millionen Menschen in China, die vor dir gebetet haben. Du musst noch warten.“ Er hat immer Zeit für mich. Er vergibt immer. Jesus hat mir noch nie einen Fehler aus der Vergangenheit unter die Nase gerieben, obwohl Er genug Auswahl hätte, wenn Er das wollte. Er ist wirklich geduldig mit mir. Wenn ich mich selbst verdamme und denke: „Bayless, du bist so ein Idiot! Wie kann Gott das hinnehmen?“, hört Gott trotzdem nicht auf, mich zu lieben. Jesus hört nicht auf, mich zu lieben. Er sorgt für meine Sicherheit und meinen Schutz und schenkt mir bedingungslose Liebe wie jedem Menschen, der Teil Seiner Gemeinde ist. Es ist nicht schwer, sich jemandem unterzuordnen, der so ist.

Ich denke oft: „Jesus, bitte sprich zu mir. Auch wenn Du mich ermahnen oder zurechtweisen willst, bitte sprich zu mir. Du bist so gut. Ich verdiene Deine Liebe nicht. Das wissen wir beide. Und, ja, ich will mich Dir unterordnen.“ Und wissen Sie was? Wenn ein Mann seine Frau liebt wie Christus die Gemeinde liebt, glaube ich nicht, dass die Sache mit der Unterordnung auch nur im Entferntesten ein Problem ist. Ich glaube, das ist nur dann schwierig, wenn ein Mann gemein, hart, egoistisch oder selbstzentriert ist. Aber nicht, wenn er ist wie Christus.

Zu der Zeit, als ich in Oregon lebte, lernte ich in einer Gemeinde ein Ehepaar kennen. In dieser Gemeinde herrschte ein sehr autoritärer Geist und sie war stark von Männern dominiert. Eines Tages kam diese Frau zu mir und weinte bitterlich. Ich fragte: „Was ist los?“ Sie sagte: „Er hat mich rausgeworfen.“ Ich fragte: „Wie meinst du das, er hat dich rausgeworfen?“ Sie antwortete: „Er sagte, ich müsse mich ihm unterordnen, und als ich mich weigerte, warf er mich hinaus.“ Er wollte, dass sie irgendetwas tat, das sie nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren konnte. Sie konnte nicht guten Gewissens tun, worum er sie bat. Aber er sagte: „Ich bin der Mann und du musst dich unterordnen.”

Ich glaube, es gibt Männer, die nur diesen einen Vers aus der Bibel kennen. Manche Frauen heiraten einen ungeretteten Mann, der so weit von Jesus entfernt ist wie man nur sein kann und er sagt: „Ich weiß vielleicht nicht viel über die Bibel, aber es steht auf jeden Fall darin, dass du dich mir unterordnen sollst.“ Okay, fangen Sie an, zu sein wie Jesus, dann ist das kein Problem. Wir bleiben noch ein bisschen bei diesem Thema. Janet will noch etwas dazu sagen, denn auch bei uns gibt es Punkte, wo unsere Wünsche und Meinungen auseinandergehen. Janet und ich sind nicht immer einer Meinung. Aber wir haben in unserer Beziehung beide den Raum, unsere Ansichten zu äußern. Manchmal streiten wir uns auch und unsere Kinder hören es. Aber wissen Sie was? Unser Ältester ist 24. Unsere Kinder bekommen manchmal mit, wie wir uns streiten, aber sie sehen auch immer, wie wir wieder Frieden schließen. Sie sehen, dass wir eine gute, ehrliche Ehe führen, auch wenn wir uns nicht immer einig sind. Aber dann reden wir darüber und setzen Jesus an die erste Stelle. Und wissen Sie, so dickköpfig, wie wir beide sein können, müssen wir daran arbeiten. Aber, wie auch immer, meine Damen, passen Sie sich Ihrem Mann an. Sie können ihn in Ketten legen oder ihm Flügel verleihen. Jemand wie ihn gibt es kein zweites Mal auf der Welt und Gott hat einzig und allein Ihnen den Schlüssel dafür in die Hand gegeben, sich ihm anzupassen, ihn zu unterstützen, ihn zu ermutigen und die Gaben freizusetzen, die Gott in ihn hineingelegt hat. Genauso haben Sie wie kein anderer Mensch auf diesem Planeten die Möglichkeit, seine Gaben zu ersticken und ihn zu zerstören. Benutzen Sie diesen Schlüssel nicht dazu, ihn einzusperren und in Ketten zu legen, sondern um ihn freizusetzen. Verleihen Sie ihm Flügel. Wir bleiben noch ein bisschen beim Thema Unterordnung, okay? Gut.

Janet Conley: Wenn Sie heiraten, leben Sie von diesem Moment an zu zweit. Wenn nun zwei Maultiere oder zwei Pferde zusammen in einem Gespann laufen und eines von ihnen in die eine und das andere in die andere Richtung zieht, kommen sie nirgendwo hin, sondern treten auf der Stelle. Dann kommen sie nirgendwo hin. Also muss sich einer dem anderen beugen. Und Gott gibt uns dazu in der Bibel eine klare Anweisung. Er ist so klug. Er sagt, dass wir Frauen es sind, die sich den Männern beugen sollen. Und dafür bin ich dankbar. Ich meine, wenn sie es sind, die die Leitung übernehmen sollen, dann hat Gott das so gemacht, damit sie uns einiges abnehmen. Es lastet nicht alles auf uns, stimmt’s? Wir können ihnen die Leitung überlassen. Und, Männer, ihr könnt das. Das ist nicht immer einfach. Vielleicht stimmen wir Frauen nicht immer damit überein, was unser Mann sagt. Aber wenn wir genug an unserer Beziehung arbeiten, können wir uns einander weit genug öffnen, dass wir in der Lage sind, darüber zu sprechen und dem anderen zuzuhören. Und dabei sollten wir wenigstens halbwegs die Ruhe bewahren. Lassen Sie den anderen ausreden. Wissen Sie, manchmal glauben wir, etwas müsste unbedingt so oder so sein, aber wenn wir dem anderen wirklich zuhören und versuchen, seinen Standpunkt zu verstehen, stellen wir vielleicht fest, dass dieser gar nicht so falsch ist. Dann können wir uns in der Mitte treffen oder kommen sogar zu dem Schluss, dass seine Lösung besser ist. Nehmen Sie sich die Zeit, miteinander zu reden und dem anderen zuzuhören, um ihn zu verstehen. Sagen Sie nicht einfach: „Du hast recht und ich habe unrecht.“ Hören Sie zu, um den anderen zu verstehen, denn schließlich lieben Sie sich, stimmt’s? Unterordnung ist also etwas Gutes.

Bayless Conley: Wir hoffen, dass Ihnen die heutige Sendung gefallen hat. Es war wunderbar, zusammen mit meiner Frau hier vor der Gemeinde in Cottonwood zu sprechen. Natürlich konnten wir in dieser einen Sendung nicht alles besprechen, deshalb schalten Sie nächste Woche wieder ein, um den zweiten Teil dieser Predigt zu sehen. Wir hatten viel Spaß dabei, und wissen Sie, wie ich am Anfang der Sendung bereits erwähnt habe, erstaunt es mich, dass überall auf der Welt, wo ich hinreise, am meisten über diese Predigtserie gesprochen wird, in der meine Frau Janet und ich über die Ehe sprechen. Diese Botschaft wird überall auf diesem Planeten gebraucht. Deshalb würde ich mich freuen, wenn Sie auch nächste Woche wieder zusehen. Und ich will Ihnen etwas sagen. Ich sage zwar viel, aber das kommt wirklich von Herzen: Es ist kein Zufall, dass Sie mir gerade zuhören. Ich glaube, dass der Gott, der Himmel und Erde erschaffen hat, Sie zu uns geführt hat, damit wir Ihr Herz berühren und Sie ermutigen können. Ja, ich spreche zu Ihnen. Vielleicht haben Sie keine Probleme in Ihrer Ehe, aber Sie müssen wissen, dass es einen Gott im Himmel gibt, der Ihren Namen kennt, der Sie liebt und Ihnen helfen will. Rufen Sie Ihn an, rufen Sie Seinen Sohn Jesus an. Jesus kann alles verändern und Er liebt Sie. Vergessen Sie nicht, nächste Woche wieder einzuschalten. Wir sehen uns.

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