Wo ist Gott in schweren Zeiten? – Lektionen aus dem Jakobusbrief 2/2

Bayless Conley hat in Jakobus 1 wichtige Antworten auf die Frage entdeckt, wo Gott in schweren Zeiten ist. Forsche gemeinsam mit Bayless in der Bibel und entdecke, wie du mit Schwierigkeiten besser umgehen kannst und dein Vertrauen in Gott gestärkt werden kann.

Dies ist der zweite Teil der Predigt, den ersten Teil findest du hier …

Predigtmanuskript

Willkommen zu der heutigen Sendung und zum zweiten Teil der Predigt, mit der wir letztes Mal begonnen haben. Wir beschäftigen uns mit dem Jakobusbrief. Eines der Themen, über das wir heute sprechen wollen, ist die Tatsache, dass wir alle gleichermaßen Zugang zu Gott haben. Durch das Kreuz sind die Bedingungen für alle gleich. Sie haben genauso gut Zugang zu Gott wie ich. Gott liebt mich nicht mehr oder weniger als Sie. Beschäftigen wir uns mit dem Wort Gottes!

 

Wir kommen zum zweiten Punkt. Und das sind Perspektiven. Erst „Stolperfallen“ und jetzt „Perspektiven“. Vers 9 bis 11:

 

„Der niedrige Bruder aber rühme sich seiner Hoheit, der reiche aber seiner Niedrigkeit; denn wie des Grases Blume wird er vergehen.

Denn die Sonne ist aufgegangen mit ihrer Glut und hat das Gras verdorren lassen, und seine Blume ist abgefallen, und die Zierde seines Ansehens ist verdorben; so wird auch der Reiche in seinen Wegen dahinschwinden.“

 

Vor dem Kreuz Christi sind alle Menschen gleich. Arme haben genauso Zugang zu Gott wie Reiche und Reiche genießen nicht mehr Gunst bei Gott als Arme.

 

Viele Kommentatoren glauben, dass Jakobus hier nur die arroganten Reichen meint, die auf ihren Reichtum vertrauen und ihr Leben planen, ohne Gott überhaupt nach seiner Meinung zu fragen. Er erwähnt sie übrigens später noch einmal. Gehen wir zum 4. Kapitel. Dort greift Jakobus das Thema noch einmal auf. Jakobus 4, die Verse 13 bis 16. Da steht:

 

„Nun also, die ihr sagt: Heute oder morgen wollen wir in die und die Stadt gehen und dort ein Jahr zubringen und Handel treiben und Gewinn machen – die ihr nicht wisst, wie es morgen um euer Leben stehen wird; denn ihr seid ein Dampf, der eine kleine Zeit sichtbar ist und dann verschwindet –, statt dass ihr sagt: Wenn der Herr will, werden wir sowohl leben als auch dieses oder jenes tun. Nun aber rühmt ihr euch in euren Großtuereien. Alles solches Rühmen ist böse.“

 

Gehen wir zurück zu Kapitel 1. In Vers 12 schreibt Jakobus:

 

„Glückselig der Mann, der die Versuchung erduldet! Denn nachdem er bewährt ist, wird er den Siegeskranz des Lebens empfangen, den der Herr denen verheißen hat, die ihn lieben.“

 

 

Im Neuen Testament werden drei Siegeskränze erwähnt, die der Herr Jesus seinen treuen Nachfolgern geben wird: den Siegeskranz der Gerechtigkeit, 2. Timotheus 6,8; den Siegeskranz der Herrlichkeit, 1. Petrus 5,4 und hier den Siegeskranz des Lebens, der auch in Offenbarung 2,10 erwähnt wird. Jedes Mal werden sie eindeutig in der zukünftigen Welt gegeben und empfangen, nicht im Hier und Jetzt. In der Offenbarung, wo vom Siegeskranz des Lebens die Rede ist, sagt Jesus: „Sei treu bis zum Tod! Und ich werde dir den Siegeskranz des Lebens geben.“

 

Ein Freund von mir kannte eine Frau, die nicht viele Begabungen oder äußerlich klar erkennbare Talente hatte. Sie war ein ziemlich durchschnittlicher Mensch. Aber sie konnte beten. Und sie ging 40 Jahre lang jeden einzelnen Tag in ein kleines Zimmer in ihrem Haus, das ihr Gebetskämmerchen war. Dort hing eine Karte von den USA. Sie suchte sich eine Stadt aus und informierte sich darüber. Und wenn es keine geisterfüllte Kirche oder Pfingstgemeinde in dieser Stadt gab, dann betete sie jeden Tag mehrere Stunden lang auf den Knien dafür, bis sie erfuhr, dass dort eine geisterfüllte Kirche gegründet worden war.

 

Dann suchte sie sich eine andere Stadt aus, markierte sie auf der Karte, kniete nieder und betete. Sie flehte Gott jeden Tag mehrere Stunden lang an, bis sie hörte, dass in dieser Stadt eine Kirche gegründet worden war. Und dann suchte sie sich die nächste Stadt aus. Das tat sie 40 Jahre lang. Welcher Lohn wird sie erwarten? Ein Siegeskranz steht für Lohn und für Ehre. Was meinen Sie – was für einen Lohn wird sie im Himmel bekommen?

 

An dem Tag, an dem die Löhne verteilt werden, werden die Pastoren nach vorne gehen und sagen: „Herr, hier bin ich.“ Aber er wird sagen: „Tretet zur Seite. Komm her, Großmutter. Ich habe etwas für dich.“ Sie hat die Kirchen herbeigebetet. Ihr Gebet war die Grundlage. Alles, was die Pastoren getan haben, hätten sie ohne die treuen Gebete dieser Frau nicht tun können. Sie hat für die Ewigkeit gearbeitet.

 

Denken wir einmal kurz über etwas nach. Ich bin gleich wieder da. Denken wir einen Moment über etwas nach. Also gut. Sehen Sie diesen kleinen Abschnitt an diesem Ende des Seils? Das steht für unser Leben auf dieser Erde. Und das ist die Ewigkeit. Sie geht immer weiter und weiter und weiter und weiter … Was wir hier tun, bereitet uns auf die Ewigkeit vor. Wenn wir die ganze Zeit nur über das hier nachdenken und unsere ganze Zeit und Energie in das hier investieren, ohne an das hier zu denken, sind wir verrückt, besonders, wenn wir gläubig sind. Wir sind nur eine kurze Zeit hier. Unser Leben ist ein Rauch, der eine kurze Zeit da ist und dann verschwindet. Es ist eine Blume, die aufblüht und dann verwelkt. Und dann kommen wir in die Ewigkeit. Dieses Leben ist nur das Vorzimmer für das Leben, das auf uns wartet. Und das geht immer weiter und weiter und weiter und weiter … Das hier sind etwa 500 Millionen Jahre. Und es geht immer weiter. Ich habe gerade erst angefangen. Und weiter und weiter … immer weiter und weiter. Ja, wir leben gerade hier. Aber wir sind mehr als das. Wir sind für die Ewigkeit gemacht. Gott hat die Ewigkeit in unser Herz geschrieben. Wir müssen mehr über ewige Dinge und die Kürze des Lebens nachdenken.

 

Und dann kommen wir zum dritten Punkt und das sind Angreifer: Menschen, die Böses tun.

 

Vers 13: „Niemand sage, wenn er versucht wird …“ Das Wort „versucht“ ist im Griechischen das gleiche Wort wie in Vers 2, wo es heißt: „Haltet es für lauter Freude, meine Brüder, wenn ihr in mancherlei Versuchungen geratet.“ Wenn ihr versucht werdet. Wenn ihr in Schwierigkeiten seid. Wenn ihr Schweres durchmacht. Okay? Es geht immer noch um das gleiche Thema. Vers 13:

 

„Niemand sage, wenn er versucht wird“ – wenn er schwierige Zeiten durchmachen muss – „Ich werde von Gott versucht. Denn Gott kann nicht versucht werden vom Bösen, er selbst aber versucht niemand. Ein jeder aber wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde fortgezogen und gelockt wird. Danach, wenn die Begierde empfangen hat, bringt sie Sünde hervor; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod.“

 

Ja, Gott stellt Menschen auf die Probe. In der Bibel steht: „Der Herr prüft das Herz.“ Aber hier lesen wir, dass Gott uns nicht versuchen oder uns Böses schicken wird. Lassen Sie es mich so sagen: Gott wird Sie nie versuchen oder durch etwas auf die Probe stellen, wovon Christus Sie durch seinen Tod erlöst hat. Diesen Satz könnte man sich tätowieren lassen. Gott wird Sie nie durch etwas versuchen oder auf die Probe stellen, wovon Jesus Sie durch seinen Tod erlöst hat.

 

Ja, er wird Ihnen Anweisungen geben. Und wenn Sie gehorchen, ob es um Geben, Gehen oder Lieben geht, werden Sie wahrscheinlich auch schwierige Zeiten erleben. Aber er wird Sie nicht durch etwas auf die Probe stellen, wovon Christus Sie durch seinen Tod erlöst hat.

 

Er wurde bestraft, damit wir Frieden haben. Durch seine Wunden sind wir geheilt. Da geht es um Erlösung. Jesus zog in Johannes 10,10 eine klare Linie: „Der Dieb kommt, um zu rauben, zu morden und zu zerstören. Ich bin gekommen, um euch das Leben in ganzer Fülle zu schenken.“

 

Hier in Vers 13 steht: „Niemand sage, wenn er versucht wird: Ich werde von Gott versucht.“ Es gibt im Griechischen zwei verschiedene Worte, die mit „von“ übersetzt werden können – „hupo“ und „apo“. Wenn „hupo“ mit dem Namen einer Person wie Gott verwendet wird, bedeutet das, dass diese Person es direkt tut. Würde hier „hupo“ stehen, würde das heißen: „Sagt nicht, dass Gott direkt für die Schwierigkeiten und Probleme verantwortlich ist, die ihr erlebt.“ Aber hier steht nicht „hupo“, sondern „apo“. Und das bedeutet „indirekt“. Hier steht also: „Sagt nicht einmal, dass Gott indirekt schuld ist.“

 

Nicht ich habe das geschrieben, sondern Jakobus. Er sagt: „Werft Gott nicht vor, an dem Bösen und den Problemen schuld zu sein, die sich euch in den Weg stellen.“ Die Welt, das Fleisch, der Teufel – sie sind überall um uns herum. Und Jakobus sagt: „Gebt Gott nicht einmal indirekt die Schuld daran.“ Aber geschieht denn nicht immer Gottes Wille? – Nein. Nicht alles, was auf der Welt geschieht, ist Gottes Wille. In der Bibel steht, dass Gott nicht will, dass jemand verloren geht. Und doch gehen Menschen verloren, während wir gerade in diesem tollen klimatisierten Raum sitzen. Nein, es geschieht nicht immer Gottes Wille.

 

Nur weil Gott etwas gebrauchen kann, heißt das nicht, dass er es gewollt hat. Denken wir an Josef. Seine Brüder wurden neidisch auf ihn und warfen ihn in eine Zisterne. Hat Gott sie neidisch werden lassen? Nein. Neid ist eine Sünde. „Niemand sage, dass Gott dafür verantwortlich ist. Gott versucht niemanden mit Bösem.“ Dann verkauften die Brüder Josef in die Sklaverei und tischten ihrem Vater eine dicke Lüge auf. Sie sagten zu Jakob: „Dein Sohn ist tot.“ Sie tauchten seinen Mantel in Schafsblut und sagten: „Ein wildes Tier hat ihn zerrissen. Er ist tot.“ Es brach ihrem Vater das Herz. Und sie ließen ihn jahrelang mit dieser Lüge leben. Hat Gott sie dazu gebracht, zu lügen? Nein. Lügen ist eine Sünde. „Niemand sage, wenn er versucht wird, dass das von Gott kommt. Gott kann nicht vom Bösen versucht werden und versucht auch selbst niemanden.“ Es kam also nicht von Gott. Aber Gott hat es gebraucht, weil ihn nichts überraschen kann. Er gebrauchte es, um Josef nach Ägypten zu führen.

 

Denken wir noch einmal an den schrecklichen Unfall, den ich hatte. Gott hatte das nicht geplant. Es kam nicht von Gott. Aber er hat es definitiv gebraucht.

 

Wir hatten uns etwa sechs oder sieben Jahre lang besonders bemüht, junge Menschen in unserer Kirche zu fördern und einzubinden und mehr Menschen in die Leiterschaft zu führen. Dann kam dieser Unfall. Menschen beteten, ich überlebte auf wundersame Weise und ein langer Heilungsprozess lag vor mir. Auf einmal mussten andere meine Aufgaben übernehmen. Unser Sohn Harrison und andere mussten für mich einspringen. Vorher hatte ich 80 Prozent aller Predigten gehalten. Aber nun mussten es andere tun. Nach sechs Monaten ging es mir gut genug, dass ich wieder in die Kirche kommen konnte. Und als ich nach diesen sechs Monaten zurückkam, war die Kirche zahlenmäßig, finanziell, geistlich und in Bezug auf ihren Einfluss gewachsen. Ich dachte: „Was zum Geier?! Die brauchen mich ja gar nicht!“

 

Aber wenn ich es mir im Nachhinein anschaue, muss ich zugeben, dass ich meine Aufgaben viel zu langsam abgegeben und junge Leute dafür eingesetzt hätte. Ich bin sicher, dass Gott Gelingen geschenkt hätte, weil er gut ist. Aber ich wäre zu langsam gewesen. Nein, Gott war nicht schuld an meinem Unfall. Aber er wusste, was passieren würde und hat es gebraucht. Ihm sei alle Ehre.

 

Ich lese noch einmal Vers 14 bis 15: „Jeder wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde fortgezogen und gelockt wird. Wenn die Begierde empfangen hat, bringt sie Sünde hervor; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod.“

 

Das Ganze ist ein Prozess. Es gibt Versuchungen. Wir werden verlockt. Und die Bibel sagt: „Der Teufel ist der Versucher.“ Mein Fleisch ist noch nicht erlöst. Wenn ich sündige, ist das wie ein Same, der in die Erde gepflanzt wird. Er keimt und bildet Wurzeln aus. Wenn man ihn sich selbst überlässt, wächst er zu einem Baum heran, der Früchte trägt. Und die Frucht dieses Sündenbaums ist der Tod. Dieser Prozess geht immer weiter. Genau das passiert, wenn wir nichts dagegen unternehmen.

 

Ich denke an König David, der mit Bathseba Ehebruch beging. Ehebruch ist schlimm und verletzt viele Menschen. Es verletzt auch viele Menschen, von denen man es nicht erwartet hat. Aber es ist nicht die unverzeihliche Sünde. Das Blut des Lammes kann diese Sünde abwaschen.

 

Zuerst hatte David nur Ehebruch begangen. Doch dann ging es weiter und er ließ Bathsebas Mann ermorden. Und dann lebte David ein Jahr lang mit einer zerbrochenen Beziehung zu Gott. Er bekannte seine Sünde ein ganzes Jahr lang nicht. Der Same keimte und bildete Wurzeln, die Triebe kamen aus der Erde und schließlich brachte der Baum Frucht. Es ging so weit, dass der Prophet Nathan kommen und sagten musste: „David, du wirst die Frucht dessen ernten, was passiert ist. Und das wird dir nicht gefallen.“ Und David erlebte schreckliche Dinge. Ich bin sicher, dass David etwas hätte unternehmen können, damit es nicht so weit kommen und er die bitteren Früchte essen musste.

 

Gott hat uns etwas gegeben, mit dem wir die Sünde auf diesem Weg des Todes aufhalten können. Er hat uns eine Schaufel gegeben, mit der wir den Samen ausgraben können. Diese Schaufel heißt Buße. Sie ist ein wunderbares Geschenk Gottes. David hätte einfach niederknien und vor Gott umkehren können, statt so viel Zeit vergehen zu lassen und ein ganzes Jahr lang ohne eine Beziehung zu Gott zu leben. Hätte er Buße getan, die Schaufel genommen und den Samen ausgegraben, bevor der Baum wachsen konnte, dann wären die schlimmen Dinge nie geschehen, die auf ihn warteten und die Nathan ihm in diese konkrete Situation hinein prophezeite. Gott sei Dank für seine Barmherzigkeit und für die Buße! Lassen Sie es nicht so weit kommen, dass Sie den Zug nicht mehr aufhalten können. Gott hat uns ein großartiges Geschenk gegeben, dass wir unsere Sünden bekennen, umkehren und reingewaschen werden können.

 

Um das ganz deutlich zu machen, schreibt Jakobus noch ab Vers 16:

 

„Irret euch nicht, meine geliebten Brüder! Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist noch eines Wechsels Schatten.“

 

Alles, was gut und vollkommen ist, kommt von unserem Vater im Himmel. Und davon weicht unser liebender Vater nie ab. Jakobus schreibt: „Irrt euch nicht! Lasst euch nicht täuschen. Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab.“ Gott sei Dank bleibt es nicht dort oben. Es kommt von unserem Vater im Himmel herab. Und er weicht niemals davon ab, nicht einmal ein kleines bisschen. Unser liebender Vater ist darin sehr beständig. Wir sind für ihn nicht wie Laborratten, mit denen er experimentiert, um zu sehen, wie wir reagieren. Wir sind seine geliebten Kinder, die er schützt und versorgt.

 

Ich lese Vers 18 aus der Neues-Leben-Übersetzung.

 

Da steht:

 

„Durch das Wort der Wahrheit sind wir zu seinen Kindern geworden, weil er es so wollte. Wir sind die erste Frucht seiner neuen Schöpfung.“

 

Was nicht gut und vollkommen ist, kommt nicht vom Vater. Alles Gute und Vollkommene kommt von oben. Er versucht uns nicht mit Bösem. Er stellt uns nicht durch etwas auf die Probe, wovon Jesus uns durch seinen Tod erlöst hat. Wir singen ja auch: „Er ist ein guter Vater und ich bin von ihm geliebt.“

 

Lesen wir weiter ab Vers 19:

 

„Ihr wisst doch, meine geliebten Brüder: Jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn! Denn eines Mannes Zorn wirkt nicht Gottes Gerechtigkeit.“

 

Es geht immer noch darum, was wir tun sollen, wenn wir schwierige Zeiten erleben. Seien wir schnell zum Hören auf Gottes Weisheit, wenn er sie uns gibt, nachdem wir darum gebeten haben. Seien wir langsam zum Reden und noch langsamer zum Zorn. Denn das führt nie zu dem, das Gott will und das vor ihm gerecht ist.

 

In einer meiner Lieblingsübersetzungen steht hier: „Denn das spiegelt Gottes guten Charakter nicht wider.“ Und im Rest des Kapitels bis Vers 26 geht es um den Charakter, um ein heiliges Leben und darum, wie wir leben sollen.

 

Ich will mit Vers 27 schließen. Da heißt es:

 

„Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott und dem Vater ist dieser: Waisen und Witwen in ihrer Bedrängnis zu besuchen, sich selbst von der Welt unbefleckt zu erhalten.“

 

Damit ist nicht gemeint, dass wir einfach tun sollen, was wir wollen, solange die Welt kein Problem damit hat. Nein, es bedeutet, dass wir uns nicht vom Leben und Denken und der Philosophie der Welt anstecken lassen sollen. Gottes Wort soll unsere oberste Instanz sein.

 

Und dann schreibt er: „Besucht Waisen und Witwen in ihrer Bedrängnis.“ Wenn Sie schwierige Zeiten erleben und unter Druck stehen, wenn Sie nicht wissen, was Sie tun sollen, es aussieht, als würde Gott Ihre Gebete nicht erhören und Sie alle möglichen Probleme haben, dann denken Sie an andere, die auch Probleme haben. Denken Sie an andere. Ich verspreche Ihnen, dass es immer noch jemanden gibt, der schlechter dran ist als Sie. Immer. Wenn es uns schlecht geht, gibt es immer jemanden, neben dessen Problemen unsere im Vergleich das reinste Paradies zu sein scheinen.

 

Wenn Sie schwierige Zeiten erleben, denken Sie auch an die, denen es noch schlechter geht. Seien Sie trotzdem für andere da. Hat Jesus das nicht auch getan? In der Bibel steht, dass er das Kreuz „um der vor ihm liegenden Freude willen“ erduldete. Was für eine Freude war das, die vor ihm lag? Es waren wir. Es war die Rettung eines Drogenabhängigen namens Bayless Conley in einer kleinen Missionskirche in Medford, Oregon. Er sah, wie ich gerettet wurde und sich mein Leben von Grund auf änderte und sagte: „Dafür tue ich es.“ Er sah Sie und Sie und Sie. Als er am Kreuz auf Golgatha hing, sah er Sie und sagte: „Ich tue es für dich. Ich tue es, damit sie eine Chance hat. Ich tue es, damit er eine Chance hat.“ Er starb, während er an uns dachte und uns im Herzen trug.

 

Senken wir einen Augenblick den Kopf und schließen wir die Augen.

 

Herr Jesus, wir danken dir für deine große Liebe, die wir gar nicht wirklich erfassen können. Aber wir bitten dich um noch mehr. Herr, schenke uns Erkenntnis. Hilf uns zu begreifen, was du alles getan hast. Herr Jesus, ich bete für alle und mit allen, die heute hier sind. Wir erheben unsere Herzen zu Gott. Herr, ich weiß, dass hier Menschen sitzen, denen es so geht, wie es mir schon oft gegangen ist und die nicht wissen, was sie tun sollen. Herr, wir beten für die, die Schwierigkeiten in ihrer Familie und in ihrer Ehe haben. Manches ist die Konsequenz von Entscheidungen, die wir getroffen haben. Anderes steht einfach nicht in unserer Macht. Wir tun einfach unser Bestes, um dir zu vertrauen. Vater, wir bitten dich jetzt um Weisheit. Zeig uns, was wir tun sollen. Was ist der nächste Schritt auf dieser Glaubensreise? Zeig es uns, Herr. Zeig es uns.

 

Wenn Sie Jesus noch nie zu Ihrem Herrn gemacht haben und das tun möchten, dann können Sie jetzt mit mir beten. Ich sage Ihnen die Worte, aber Sie müssen Sie von ganzem Herzen mitbeten. Dann wird er Ihnen begegnen. Es geht nicht um Rituale oder Zeremonien. Es geht darum, mit unserem Schöpfer in Kontakt zu treten. Wollen Sie mitbeten? Sprechen wir alle laut mit. Sagen Sie:

 

Gott, ich beuge mich vor dir. Ich weiß, wie sehr ich dich brauche. Ich glaube, dass du deinen Sohn Jesus Christus gesandt hast, um am Kreuz für meine Sünden zu sterben. Er ist von den Toten auferstanden und ich lade ihn jetzt in mein Leben ein. Jesus, sei mein Herr und Retter. Alles, was ich habe und bin, lege ich in deine Hände. Führe mich. Ich will dir folgen. Du bist mein Hirte und ich werde dir gehorchen. Amen.

 

Der Jakobusbrief wird als das praktischste Buch des Neuen Testaments bezeichnet. Ich mag ihn sehr. Ich mag auch das Markusevangelium. Beide sind sehr handlungsorientiert. Und Gott will, dass wir handeln. In der Bibel steht, dass Gott „über alles hinaus zu tun vermag, über die Maßen mehr, als wir erbitten oder denken, gemäß der Kraft, die in uns wirkt“. Ich verstehe den letzten Teil so, dass wir aktiv werden sollen. Fangen Sie an und erleben Sie, wie Gott wirkt.

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