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Ist der christliche Glaube zu eng? – Philipperbrief

Im Leben stehen wir immer wieder vor wichtigen Entscheidungen. In dieser Sendung spricht Bayless Conley ehrlich über unsere Wahl zwischen einem Leben mit und ohne Gott. Anhand einer wahren Lebensgeschichte und Gedanken aus dem Philipperbrief zeigt er, warum die klare Entscheidung für Jesus nicht einengt, sondern Freiheit bringt. Eine ermutigende Botschaft für alle, die zweifeln, neu anfangen wollen oder gerade kämpfen. Gott hat mit dir noch nicht abgeschlossen. Der Weg mag schmal sein – aber er führt in eine Zukunft mit Hoffnung.

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  • Hallo, schön, dass du heute dabei bist. Egal, wo du bist, egal in welcher Sprache du mir gerade zuschaust – der Heilige Geist ist jetzt bei dir. Wir werden gemeinsam Gottes Wort anschauen. Ich bin überzeugt, dass du heute manches hören wirst, das dir guttut und dich weiterbringt.
    Wir beschäftigen uns gerade mit dem Philipperbrief. Heute starten wir in Kapitel 1 und gehen Vers für Vers durch. Kürzlich haben wir schon darüber gesprochen, wie diese Gemeinde entstanden ist – das kannst du in Apostelgeschichte 16 nachlesen. Paulus und Silas kamen nach Philippi. Die Gemeinde startete mitten in einer Zeit der Verfolgung. Die erste Person, die zum Glauben kam, war Lydia. Sie war die erste Christin Europas. Manche nennen sie einen Wendepunkt in der westlichen Zivilisation.

    Paulus befreite außerdem eine Wahrsagerin von einem bösen Geist. Die Bibel sagt es nicht ausdrücklich, aber vieles spricht dafür, dass auch sie gläubig und Teil dieser jungen Gemeinde wurde. Dann kam der Gefängniswärter mit seiner Familie zum Glauben und alle ließen sich taufen. Manche vermuten sogar, dass er später Pastor dieser Gemeinde wurde.
    Paulus und Silas wurden für ihre Predigt geschlagen und ins Gefängnis geworfen. Aber auch wenn sie im Gefängnis waren – das Gefängnis war nie in ihnen. Apropos Gefängnis: Rund zehn Jahre später sitzt Paulus wieder im Gefängnis, diesmal in Rom, und schreibt diesen Brief an die Gemeinde in Philippi. Er weiß, wovon er spricht. Den Brief schickt er mit Epaphroditus an die Gemeinde, an Lydia, ihre Hausgemeinschaft, den Gefängniswärter und vielleicht das von Dämonen befreite Mädchen. Die Gemeinde ist gewachsen.

    Tatsächlich gab es zu diesem Zeitpunkt mehrere Versammlungsorte. Gottes Wort verbreitet sich sehr schnell. Oft entsteht ein Dominoeffekt: Ein Familienmitglied kommt zum Glauben, dann folgen weitere. Diese führen wiederum Freunde zu Jesus und erzählen das Evangelium ihren Familien. Du kannst nie abschätzen, was passiert, wenn ein einzelner Mensch Jesus begegnet. Arbeitskollegen, Verwandte, Freunde kommen zum Glauben. Und dann hören wiederum deren Kollegen, Freunde und Familien vom Evangelium. So verbreitet sich die Gute Nachricht ganz natürlich – und manchmal erstaunlich schnell. Schlagen wir Philipper 1,1 auf:

    „Es schreiben Paulus und Timotheus, Knechte Jesu Christi, an alle Heiligen in Christus Jesus, die in Philippi sind, mit ihren Aufsehern und Diakonen.“

    Hier steht: „Paulus und Timotheus.“ Timotheus war einer von Paulus’ geistlichen Söhnen. Er war eine Art Problemlöser, ein sehr begabter Diener des Evangeliums. Es heißt, sie seien „Knechte Jesu Christi“. Das griechische Wort, das hier verwendet wird, ist doulos. Wörtlich bedeutet es Sklave und beschreibt jemanden, der von einem anderen gekauft wurde. Ein Sklave gehört weder sich selbst noch hat er das Recht zu tun, was er will, wann er will und wo er will. Genau das bedeutet es, Jesus zum „Herrn“ zu machen. Herr bedeutet Chef. Es bedeutet, dass ich mein Recht auf ein unabhängiges Leben aufgebe. Mein Leben liegt nicht länger in meiner Verantwortung – ich reagiere auf sein Wirken. Paulus schreibt hier an die Heiligen, an die Aufseher und Diakone. Alle Gläubigen sind Heilige. Du musst nicht erst sterben und warten, bis ein Komitee über dich abstimmt. Das griechische Wort für Heilige bedeutet „abgesondert, heilig, anders“. Alle, die in Jesus sind, sind Heilige. Abgesondert für Gott. Sie leben anders als alle in der Welt.

    Warum? Sie werden die „Heiligen in Christus Jesus“ genannt. Dass wir in Jesus sind, unterscheidet uns und zeigt sich in unserem Reden und in unserem Lebensstil. Wenn nicht, nun ja, dann bist du nicht in Christus. Wenn keine Frucht da ist, gibt es wahrscheinlich auch keine Wurzel. Die Wurzel ist das Vertrauen auf Jesus. Gutes tun, anders reden und andere Einstellungen sind das Ergebnis davon, dass wir Jesus angenommen haben. Wir kommen zu ihm, wie wir sind.
    Aber die Wahrheit ist: Jeder Mensch ist entweder in Jesus oder in Adam. Es gibt keinen anderen Zustand. Aus Gottes Sicht bist du entweder in Jesus oder in Adam. In 1. Korinther 15,22 heißt es:

    „Wie in Adam alle sterben, so werden in Jesus alle lebendig gemacht.“

    Jeder Mensch beginnt sein Leben in Adam, einfach weil er geboren wird. Adam ist unser fernster Vorfahre. Wir stammen alle von ihm ab.

    Wir kennen die Geschichte. Adam aß von der Frucht – zusammen mit seiner Frau Eva. Er wollte selbst bestimmen, was gut und was böse ist. Im Grunde sagte er: „Gott muss nicht meine letzte Autorität sein. Ich entscheide selbst, was richtig und was falsch ist.“ Genau diese Haltung sehen wir auch heute überall. Menschen reden von „meiner Wahrheit“. Aber, meine Lieben, es gibt nur eine Wahrheit. Es gibt nicht deine und seine und ihre Wahrheit. Es gibt die absolute Wahrheit, und Gott allein definiert sie.
    Aber hier ist Knackpunkt: Die Bibel sagt in Römer 5, dass durch Adam Sünde und Tod in die Welt kamen. Und dieser geistliche Tod, diese Trennung von Gott, wurde wegen Adams Verstoß an alle Menschen weitergegeben. Die ganze Menschheit ist somit „in Adam“ und der einzige Weg heraus und „in Christus“ hinein ist, eine bewusste Entscheidung zu treffen. In Adam sterben alle. Sie sind geistlich tot. Am Ende sterben sie dann den zweiten Tod – die ewige Trennung von Gott an einem Ort der Qual, genannt Hölle. Die Bibel nennt das den zweiten Tod. Das ist das Endziel aller, die Jesus ablehnen.

    Solange du atmest, solange du lebst, hast du die Möglichkeit zur Entscheidung. Du kannst Ja zu Gott sagen, zu seinem einzigen Weg der Rettung. Manche sagen: „Das ist mir zu eng, das empfinde ich als Zumutung.“ Nun ja – es ist, wie es ist. Wenn du im oberen Stock eines brennenden Hauses gefangen bist und ich stelle dir eine Leiter ans Fenster und rufe: „Komm runter, hier ist der Fluchtweg“, dann kannst du die Arme verschränken und sagen: „Ich glaube nicht, dass das der einzige Weg ist. Die Leiter ist mir zu schmal, das empfinde ich als Zumutung.“ Du kannst das so sehr als Zumutung empfinden, wie du willst – aber wenn du nicht herunterkommst, wirst du verbrennen. Ihr Lieben, Gott ist so voller Gnade. Er hat uns einen Ausweg aus unserer Sünde und aus dem Tod gegeben. Einen Weg hinein in seine Familie und in eine Ewigkeit mit ihm. Dieser Weg ist Jesus. Jesus sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ Du kannst das als Zumutung empfinden. Manche sagen: „Die Enge des christlichen Glaubens stößt mich ab.“

    Die Wahrheit ist: Er ist tatsächlich eng und schmal – darin war Jesus kompromisslos. Jesus hat gesagt: „Schmal ist der Weg, der zum Leben führt, und nur wenige finden ihn. Breit ist der Weg, der ins Verderben führt, und viele sind dorthin unterwegs.“ Du kannst den breiten Weg gehen und all deine Überzeugungen mitnehmen. Aber irgendwann wird auch dieser Weg schmal, denn er führt in eine enge, qualvolle Ewigkeit, aus der es keinen Ausweg gibt. Die Bibel macht ganz deutlich: Der schmale Weg durch Jesus ist schwer. Es wird Prüfungen Verfolgung, Missverständnisse geben. Wenn du in deinem Glauben standhaft bleibst, ist der Weg schmal, aber am Ende öffnet er sich zu einem unglaublichen Horizont, zu einer Weite, die Herz und Verstand kaum fassen können.

    Eins ist mir wichtig zu sagen: Jeder Mensch hat die Möglichkeit, sich zu entscheiden. Aber sobald du stirbst, ist diese Möglichkeit für immer vorbei. Du verlierst die Chance, sobald du dieses Leben verlässt. Wir müssen uns entscheiden, solange wir die Gelegenheit dazu haben, und wir müssen Menschen diese Möglichkeit klarmachen. So nett manche deiner Nachbarn und Freunde auch sein mögen – wenn sie Jesus nicht annehmen, erwartet sie eine Ewigkeit ohne ihn. Unserem Gewissen und Auftrag sind wir es verpflichtet, anderen von dieser Entscheidung zu erzählen.
    Ich weiß, es kann unangenehm sein, geistliche Themen anzusprechen und vielleicht mit einem Kollegen oder Familienmitglied über Himmel und Hölle oder über Rettung zu reden. Aber stell dir vor, du siehst Menschen im oberen Stockwerk eines brennenden Hauses. Du sagst: „Sie könnten verärgert sein, wenn ich eine Leiter an ihr Haus stelle oder wenn ich rübergehe und klopfe, um zu sehen, ob alles in Ordnung ist. Ich will sie nicht kränken.“ Wenn du das aber gegen die Ewigkeit abwägst, dann ist sie es wert, manche zu verärgern, damit sie die Wahrheit hören. Gott hat es so festgelegt: Durch die scheinbare „Torheit der Verkündigung“ rettet er die, die glauben.

    Wenn wir also das Evangelium weitergeben, dann wirkt der Heilige Geist damit und führt Menschen zum Glauben. Aber ohne Saat kannst du nicht ernten. Menschen werden neu geboren durch den unvergänglichen Samen von Gottes Wort. Darum bin ich bereit, manche zu verärgern oder in Kauf zu nehmen, dass es sich manchmal unbeholfen anfühlt und ich bei jedem dritten Wort ins Stottern komme und denke, ich hätte es richtig schlecht gemacht. Aber die Kraft liegt im Samen, nicht in einer perfekten Präsentation des Evangeliums. Sogar das kleinste Kind kann einen Samen tragen. Du erst recht. Erzähl jemandem von Jesus.

    Wir lesen hier, dass Paulus an alle Heiligen in Christus Jesus schreibt, die Ausgesonderten, die anders sind – und anders sind wir, weil wir in Christus sind. Er schreibt hier außerdem an die Aufseher und Diakone. Sie werden getrennt von den Heiligen erwähnt. Natürlich sind auch sie Heilige, weil sie an Jesus glauben, aber Aufseher meint das Amt des Pastors. Das sehen wir in 1. Petrus 5,2, wo steht: „Hütet die Herde Gottes, die euch anvertraut ist, indem ihr Aufsicht ausübt“. Das Wort „Aufsicht ausüben“ und „Aufseher“ kommen vom selben griechischen Wort. Es beschreibt den Dienst des Pastors. Das griechische Wort für Diakone ist diákonos, und es bedeutet wörtlich „Diener“. Diakone werden ausgewählt.
    In Apostelgeschichte 6 lesen wir, dass die griechischsprachigen Witwen bei der täglichen Versorgung übersehen wurden. Daraufhin entstand ein Konflikt in der jungen Gemeinde. Nichts Neues – irgendjemand ist fast immer wegen irgendetwas unzufrieden. Die Apostel sagten: „Es ist nicht richtig, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen, um Lebensmittel zu verteilen. Wir müssen uns dem Gebet und der Verkündigung widmen. Sucht euch deshalb sieben Männer aus eurer Mitte, voll Heiligen Geistes und voller Weisheit, denen wir diese Aufgabe übertragen können.“
    Sie wählten also sieben Männer, voll Heiligen Geistes und Glaubens, und setzten sie ein, damit sie dienten – also an den Tischen Essen austeilten. Das Wort „dienen“, das dort verwendet wird, ist dasselbe wie für Diakon. Ein Diakon ist jemand, der dient, Essen austeilt, Gastfreundschaft anbietet, saubermacht, Kinder betreut. Dieser Dienst war so wichtig, dass die Apostel ihnen die Hände auflegten, für sie beteten und sie offiziell dafür freisetzten. Manche, wie zum Beispiel Stephanus, benutzte Gott dafür, Wunder an den Menschen zu tun. Zu seinem Leben kam also noch etwas dazu.

    Aber ihr Auftrag als Diakone war nicht, über Menschen herrschen. Gott hat nie vorgesehen, dass Gemeinden von einem Vorstand aus Diakonen geleitet werden. Diakone sind Diener. Biblisch gesehen wurden sie ausgewählt, um Essen auszuteilen und zu dienen. Das ist keine Leitungsposition, in der sie darüber abstimmen, was der Pastor tun soll. Manche Gemeinden sind heute so organisiert, aber ich sehe dafür keine biblische Grundlage. Der Dienst eines Diakons ist aber eine hohe Berufung mit dem großen Vorrecht, alles zu tun, was den Gläubigen in Gottes Haus dient. Dann fährt Paulus in Philipper 1,2 fort:

    „Wir wünschen euch Gnade und Frieden von Gott, unserem Vater, und Jesus Christus, dem Herrn.“

    Ich mag die Formulierung „Gnade und Friede.“ Gott schreibt ihnen – durch Paulus – einen Brief und macht gleich zu Beginn klar: Er ist nicht wütend. „Wir wünschen euch Gnade und Frieden.“ Manche hätten Angst, einen persönlichen Brief von Gott zu öffnen. Aber Gott liebt dich. Er möchte dir Gnade zusprechen.
    Gnade bedeutet unverdiente Gunst. Im Englischen haben wir ein Akronym, das nicht in allen Sprachen funktioniert: Grace, Gnade: Gottes Reichtum aus Christi Erlösungswerk.Er schenkt uns unverdientermaßen seinen Segen.
    Wir haben ihn uns nicht erarbeitet. Reine Gnade. Er beruht auf Gottes Wesen und auf dem, was Jesus vollbracht hat – nicht auf unserem Wesen und unserem Werk. Paulus ist also in Gottes Gegenwart, und er beginnt diesen Brief mit den Worten: „Gnade und Frieden von Gott.“ Nicht: „Verdammnis und Gericht stehen kurz bevor. Gott steht kurz davor, euch zu zerschmettern.“ Nein – Gnade und Frieden.
    Dann schreibt er in den Versen 3 und 4:

    „Jedes Mal, wenn ich an euch denke, danke ich meinem Gott. Ich bete immer für euch und tue es mit frohem Herzen.“

    Jedes Mal, wenn Paulus an sie dachte, dankte er Gott. Er nahm sie nicht für selbstverständlich. Ich finde, das sollten wir genauso halten. Bist du gesegnet mit einer tollen Frau? Dann danke Gott, wann immer du an sie denkst. Bist du gesegnet mit einem tollen Mann? Dann danke Gott. Hast du tolle Freunde? Danke Gott für sie. Hast du eine tolle Gemeinde? Eine gute Stelle? Dann sei dankbar dafür.
    Paulus schreibt: „Jedes Mal, wenn ich an euch denke“ – jedes Mal, wenn du an sie denkst, sag Gott Danke. Jedes Mal, wenn du an deine Frau, deine Freunde, deine Gemeinde, deine Arbeit, das Dach über deinem Kopf denkst, dann sage: „Danke, Gott.“ Ich weiß, manche denken bei ihrem Ehepartner nicht „Danke, Gott“, sondern eher „Warum, Gott?“ Aber es sollte heißen: „Danke, Gott“.
    Dann schreibt Paulus weiter in den Versen 4 und 5:

    „Ich bete immer für euch und tue es mit frohem Herzen. Denn ihr habt euch vom ersten Tag an bis heute gemeinsam mit mir für die gute Botschaft eingesetzt.“

    Manche Menschen stehen aus Pflichtgefühl auf unserer Gebetsliste, bei anderen ist es eine reine Freude. Warum war es für Paulus so eine Freude, für diese Gemeinde zu beten? Weil sie von Anfang an mit ihm verbunden war.
    Seit er ihnen das Evangelium gebrachte hatte, standen sie an seiner Seite. Sie unterstützten ihn mit Gebet und finanziell. Sie halfen ihm, das Evangelium in andere Regionen und zu anderen Menschen zu bringen. Paulus schreibt: „Ihr wart meine Partner. Ihr habt von Anfang an bis heute mit mir zusammengearbeitet.“ Sie haben für ihn gebetet und ihn finanziell unterstützt.
    Es ist eine besondere Freude, an Menschen zu denken, die das ermöglichen, was man tut. Ich weiß, dass mir gerade Menschen zuhören, die unsere Arbeit unterstützen – unsere Sendungen weltweit in verschiedenen Sprachen und auf verschiedenen Plattformen. Manche schreiben und ermutigen uns. Andere von euch beten regelmäßig für uns und auch für mich. Dafür danke ich euch. Das erfüllt mein Herz mit einer Freude, die sich kaum in Worte fassen lässt.
    Manche unterstützen uns treu und großzügig, weil sie Segen erlebt haben durch die Botschaft, die wir ihnen weitergeben durften. Jetzt helfen sie mit, diese Botschaft anderen weiterzusagen. Ich sage euch: Gott wird euch dafür belohnen. Aber für uns und für das ganze Team ist es schon jetzt ein riesiger Segen zu wissen, dass Menschen hinter dem stehen, was wir tun, dass sie diese Berufung ernst nehmen und erkennen, wie wichtig diese Arbeit ist. Genau das drückt sich in einer Partnerschaft aus.
    Dann schreibt Paulus in Vers 6:

    „Ich bin ganz sicher, dass Gott, der sein gutes Werk in euch angefangen hat, damit weitermachen und es vollenden wird bis zu dem Tag, an dem Christus Jesus wiederkommt.“

    Der, der ein gutes Werk in euch begonnen hat, wird es zu Ende bringen – bis zu dem Tag, an dem Jesus wiederkommt. Wir dürfen sicher sein: Was Gott anfängt, das bringt er auch zu Ende. Er ist dabei, ein gutes Werk in dir zu vollenden. Und er ist dabei, ein gutes Werk in mir zu vollenden.
    Ich bin ein Projekt in Arbeit. Ich bin noch nicht fertig. Gott sei Dank. Gott führt immer zu Ende, was er begonnen hat. Als du gerettet wurdest, war das noch nicht die Ziellinie – in vielerlei Hinsicht war das erst der Anfang. Gott ist noch nicht fertig mit dir. Wie lange braucht dieses Werk? Bis zum Tag, an dem Jesus wiederkommt und wir vor ihm stehen.

    Und was ist dieses gute Werk, das er in uns tut? Gott formt uns, dass wir seinem Sohn ähnlicher werden. Er arbeitet von innen nach außen. Er prägt sein Wesen in unseren Charakter. Er arbeitet an unserer Ehrlichkeit, Demut, Liebe, Großzügigkeit, an unserem Mut, unserer Sanftmut, Geduld, Heiligkeit und Treue.
    Gott wirkt diese Dinge in uns, damit sie durch uns sichtbar werden. Was Gott in dir tut, möchte er durch dich weitergeben, damit du für andere zum Segen wirst. Hebräer 13,21 sagt das Gleiche: Gott bewirkt in euch das, was ihm gefällt. Interessant ist, dass dieser Ausdruck „in euch wirken“ an anderen Stellen des Neuen Testaments verwendet wird, um einen Baum zu beschreiben, der Frucht bringt, oder einen Töpfer, der Ton formt. Gott wirkt in dir und in mir, wie ein Früchte tragender Baum oder ein Töpfer bei der Arbeit, der mit seinen Händen formt. Beides beschreibt einen Prozess. Gott formt uns, schneidet zurück, gestaltet uns innerlich, damit Frucht entsteht, die seinen Namen ehrt. Gott hat dich nicht aufgegeben. Es ist nicht alle Hoffnung umsonst. Er arbeitet an dir. Denke daran: Du bist kein Versager – du bist ein Lernender.

    Ich weiß, dass ich gerade zu jemandem Bestimmten spreche. Du hast einen Fehler gemacht und denkst ans Aufgeben. Du glaubst, Gott wäre fertig mit dir und wütend auf dich. Aber Gott liebt dich. Es ist Zeit aufzustehen, meine Schwester, mein Bruder. Klopf dir den Staub ab und geh den nächsten Schritt. Gott wird weiter an dir arbeiten.
    Vielleicht hängt dein Baum noch nicht voller Frucht. Aber sei dankbar, wenn wenigstens ein paar Blüten da sind. Die Frucht wird kommen, wenn wir mit Gott zusammenarbeiten. Ich glaube sogar, dass wir Gottes Wirken beschleunigen können – durch Gebet, durch das Wort Gottes, durch Zeiten der Stille, durch Anbetung und durch Gemeinschaft mit Menschen, die Jesus lieben und für ihn brennen.
    Wir können diesen Prozess aber auch bremsen – durch geistliche Trägheit. Und wir können ihn sogar ganz stoppen, wenn wir uns weigern mitzuarbeiten. Doch die Wahrheit ist: Gott gibt Menschen nicht auf. Und wir sollten Menschen ebenfalls nicht aufgeben.

    Gott hat dich nicht aufgegeben. Er liebt dich. Du bist ihm wichtig. Und das gute Werk, das er in dir begonnen hat, wird er vollenden – so wie bei den Christen in Philippi – bis zum Tag, an dem er wiederkommt. Gib nicht auf. Lass dich nicht entmutigen. Du bist von Gott geliebt.
    Und wenn du mir gerade zuhörst und Jesus noch nie als deinen Herrn und Retter angenommen hast – dann bist du noch in Adam, aber noch nicht in Jesus. Die Bibel sagt: Wenn du in deinem Herzen glaubst, dass Gott Jesus von den Toten auferweckt hat, und wenn du mit deinem Mund bekennst, dass er Herr ist, dann wirst du gerettet. Warum nicht jetzt? Sag einfach:

    Jesus, komm in mein Leben. Ich beuge mein Herz vor dir und bekenne dich als meinen Herrn. Alles, was ich bin, und alles, was ich habe, lege ich in deine Hände, Herr Jesus.

    Er liebt dich. Und wir lieben dich auch. Wir sehen uns bald wieder.

     

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