So hat Jesus für dich gebetet – Harrison Conley
Stell dir vor, Jesus selbst betet für dich! Genau davon lesen wir in Johannes 17. Dieses Kapitel ist ein Gebet, in dem Jesus sein Herz öffnet wie nie zuvor. Er spricht mit dem Vater über seine Jünger, über uns – und über dich. Harrison Conley zeigt, was dieses Gebet über Gottes Liebe, über seine Sehnsucht nach Beziehung und über echte Einheit unter Christen verrät. Erfahre in dieser Sendung, wie tief Jesus dich kennt und warum sein Gebet auch heute noch Kraft in dein Leben bringt.
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Hallo, liebe Freunde. Wusstet ihr, dass in einem der Evangelien ein großartiges, ausführliches Gebet steht, das Jesus gebetet hat? Wir bekommen einen Einblick, wie er mit dem Vater spricht, und es steckt viel Wahrheit darin. Harrison Conley, unser Sohn und der Hauptpastor unserer Gemeinde, hat über dieses Gebet gepredigt. Ich sag dir, schnall dich an, sei bereit. Die Predigt hat’s in sich.
Wenn du eine Bibel hast, schlag bitte Johannes 17 auf. Eine kleine Warnung vorab: Was wir gleich lesen, ist ein ganz besonderes Kapitel. Ich würde sogar sagen, es ist in der ganzen Bibel einzigartig. Denn hier finden wir ein einziges, durchgehendes Gebet, das Jesus an den Vater richtet. Abgesehen von ein paar kurzen Aussagen und Gebeten ist das tatsächlich das einzige ausführliche, tiefgehende Gebet von Jesus, das im gesamten Neuen Testament überliefert ist. Jesus betet für drei ganz bestimmte Dinge. Erstens betet er für sich selbst. Darum geht es in den ersten fünf Versen. Zweitens betet Jesus für seine Jünger – in den Versen 6 bis 19. Danach betet er für uns – für alle, die noch kommen werden, das sind die Verse 20 bis 26. Ich liebe es. Ich werde Abschnitt für Abschnitt durchgehen, ein paar Punkte hervorheben und über das Hauptthema jedes Teils sprechen. Ich glaube, alle Themen zeigen uns etwas Spezielles über den Retter und sein Herz für sich selbst, für seine Jünger und für die Gläubigen. Im ersten Abschnitt, in den Versen 1 bis 5, lesen wir, wie Jesus für sich selbst betet. Das zentrale Thema hier ist seine Abhängigkeit vom Vater – damit der Vater seine Zusagen erfüllen kann.
In Vers 1 beginnt Jesus mit den Worten: „Vater, die Zeit ist gekommen. Die Zeit ist gekommen.“ Das bezieht sich natürlich auf Gottes Plan, die Menschheit zu erlösen – ein Plan, der schon vor der Erschaffung der Welt feststand. Der Plan war: Gott, der Sohn, sollte Mensch werden und in seine Schöpfung eintreten. Er wurde ein Mensch – Jesus –, um Menschen aus ihrer Sünde zu retten. Bis zu diesem Punkt hat Jesus immer und immer wieder gesagt: „Meine Zeit ist noch nicht gekommen“ – zum Beispiel in Johannes 2, in Johannes 7 und in Johannes 8. Aber hier, in Johannes 17, stehen wir am Wendepunkt von Gottes Erlösungsplan. In etwa zwölf Stunden wird Jesus als Stellvertreter für unsere Sünde am Kreuz hängen. Er sagt: „Hey Vater, die Zeit ist gekommen. Jetzt ist der Moment, das Werk zu vollenden, das du mir aufgetragen hast. Die Stunde ist da. Verherrliche deinen Sohn, damit er dich verherrlichen kann.“ Jesus bittet den Vater, den Sohn zu verherrlichen. Und das ist keine egoistische Bitte.
Immer wenn Jesus so spricht, schaut er auf das Kreuz und sagt im Grunde: „Gott, ich will, dass deine Herrlichkeit durch diese Tat sichtbar wird.“ Wichtig zu verstehen ist: Als Jesus betet, ist er nicht im Überlebensmodus. Er ist nicht in Panik. Er hat keine Angst vor dem, was gleich kommt. Im Gegenteil – sein Blick ist erhoben. Er sieht den größeren Plan. Er hat eine umfassendere Vision. Er sieht über das Kreuz hinaus. Und sein Ziel ist es, Gott, den Vater, dadurch zu verherrlichen. Die Welt erkennt im Kreuz nichts Herrliches – nur Schande, Tod, Niederlage und Schmerzen. Aber Jesus erkennt darin den höchsten Ausdruck von Gottes Herrlichkeit. Er weiß und versteht, dass sein Leben und seine Bestimmung in Gottes Händen liegen. Deshalb ordnet er sich völlig dem Willen und Zeitplan des Vaters unter. Darum sagt er: „Die Zeit ist gekommen.“
Lasst uns kurz darüber nachdenken und währenddessen möchte ich uns eine Frage stellen: Haben wir unser Leben auf Gottes Zeitplan ausgerichtet? Vertrauen wir ihm – auch wenn es schwierig ist? Denn Jesus hat es getan. Und noch eine Frage: Wie wichtig ist es uns in unserem Alltag – bei Entscheidungen, die wir treffen, bei dem, was wir tun –, dass Gott dadurch geehrt wird? Oder suchen wir eher unsere eigene Anerkennung? Egal, ob im Beruf, in Beziehungen oder bei persönlichen Zielen – wenn Jesus darum betete, dass der Vater in ihm verherrlicht würde, sollte das nicht auch unser Wunsch sein? Er betete: „Vater, die Zeit ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit er dich verherrlichen kann.“
Bevor wir zum zweiten Abschnitt gehen, möchte ich noch einen Vers hervorheben. In Johannes 17,3, gibt Jesus uns die klarste Definition von ewigem Leben, die wir haben können. Er betet:„Das aber ist das ewige Leben: dass sie dich, den einzigen wahren Gott, erkennen und den du gesandt hast, Jesus Christus.“
Wer von euch stimmt mir zu? Ich könnte mir zu Hause 30 YouTube-Videos anschauen, wie man bei meinem Truck das Öl wechselt und könnte mir merken, was die Mechaniker sagen. Würdest du mich dann fragen: „Harrison, weißt du, wie man das Öl wechselt?“, dann würde ich sagen: „Klar – theoretisch.“ Aber solange ich mir nicht selbst die Hände schmutzig mache, den alten Filter rausnehme, das Öl ablasse, den neuen Filter einbaue und neues Öl einfülle, solange ich es nicht selbst mit meinen Händen gemacht habe, weiß ich es eigentlich nicht. Diese Art von Wissen braucht Erfahrung.
Vielleicht sollte ich kurz innehalten und dir diese Frage stellen: Kennst du ihn wirklich? Kennst du den Vater? Kennst du seinen Sohn Jesus, den er gesandt hat? Denn du musst wissen: Wir können das ewige Leben nicht ohne Jesus erfahren. Er hat gesagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit, und das Leben. Niemand kommt zum Vater – niemand erlebt ewiges Leben – außer durch mich.“ Und wenn du ihn noch nicht kennst, dann ist mein wichtigstes Gebet für dich, dass der Heilige Geist dir durch Gottes Wort zeigt, wie sehr du einen Retter brauchst – und dass du dein Leben in die liebenden Hände von Jesus legst und ihn wirklich kennenlernst. In Prediger 3 steht, dass Gott die Ewigkeit in das Herz des Menschen gelegt hat. Weißt du, was das heißt? Tief in jedem von uns ist ein innerer Ruf – das Verlangen, erkannt zu werden, vom Schöpfer gekannt zu sein. In uns ist eine Stimme die sagt: „Es muss mehr im Leben geben als das, was vor mir liegt. Mehr als 90 Jahre über den Planeten schlendern und Luft einatmen.“ Ich sage dir: Dieses Mehr ist: Jesus zu kennen. „Das ist das ewige Leben: dass sie dich, den einzigen wahren Gott, erkennen und den du gesandt hast, Jesus Christus.“
Springen wir zum zweiten Abschnitt dieses außergewöhnlichen Gebets. Hier richtet Jesus den Blick auf seine Jünger – in den Versen 6 bis 19. Zentral ist darin die Bitte, dass der Vater die Jünger bewahren möge. Jesus betet, dass die Jünger die Versorgung, den Schutz und die Kraft des Vaters erleben. Besonders deutlich wird das in Johannes 17,15. Wenn du eine Bibel hast, schlag sie gerne auf. Jesus betet: Vater,
„Ich bitte dich nicht, dass du sie aus der Welt herausnimmst, sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst.“
Machen wir uns nichts vor, Freunde – wir haben einen Feind. Den Bösen. Den Widersacher unserer Seele – den Teufel. Die Bibel erklärt in 1. Johannes 5, dass die ganze Welt unter dem Einfluss des Bösen steht. Und wenn Jesus hier in Johannes 17 für seine Jünger betet, sagt er nicht: „Vater, hol sie aus der Welt raus.“ Er sagt nicht: „Hol sie raus, damit sie keinen Druck oder Schmerz erleben.“ Er sagt auch nicht: „Lass sie der kommenden Verfolgung entkommen.“ Nein – er sagt: „Vater, bewahre sie. Bewahre sie.“
Solange Jesus auf der Erde war, hat er selbst seine Jünger bewahrt. Aber jetzt steht er kurz davor, seine Mission zu vollenden und in den Himmel zurückzukehren. Und er weiß: Sobald er geht, wird der Feind kommen und die Seelen seiner Jünger angreifen. Deshalb betet Jesus im Voraus, dass der Vater sie bewahrt – und ihnen alles gibt, was sie brauchen, um dem Angriff standzuhalten. Jesus bittet konkret um zweierlei, dass der Vater die Jünger auf zwei Arten bewahrt. Erstens in Vers 11: „Vater, bewahre sie in deinem Namen.“ Und zweitens in Vers 17: „Reinige sie und heilige sie, indem du sie deine Worte der Wahrheit lehrst.“ Die Jünger sollen also durch Gottes Namen bewahrt werden – und durch sein Wort, durch die Wahrheit. Wenn Jesus sagt: „Bewahre sie in deinem Namen“, meint er die Person Gottes selbst – seinen Charakter, seine Eigenschaften. All das spiegelt sich im Namen Gottes wider.
Denken wir ans Alte Testament – an all die Namen, mit denen Gott sich seinem Volk offenbart hat. Namen, die seine Stärke, Macht, sein Wesen und seinen Charakter zeigen. Einige davon singen wir sogar in Liedern. Jahwe-Jireh: „der Herr, unser Versorger“. Jahwe-Rapha: „der Herr, unser Heiler“. Jahwe-Schalom: „Gott, unser Friede“. Jahwe-Zidkenu: „der Herr, unsere Gerechtigkeit“ und so weiter und so fort. All diese Namen offenbaren seine Persönlichkeit, seine Eigenschaften, seine Stärke, seinen Charakter. Jesus betet: „Vater, bewahre sie in deinem Namen. In dem, wer du bist. In dem, was du bist. In deinem Wesen. In deiner Liebe.“ Betrachten wir den Begriff „Name“ mal folgendermaßen – die Football-Saison hat ja gerade angefangen.
Egal, für welches Team du bist – jedes Team hat einen Namen. Er steht vorne auf den Spieler-Trikots. Aber: Die Spieler kommen aus ganz unterschiedlichen Regionen, haben einen unterschiedlichen Hintergrund, verschiedene Erfahrungen, Begabungen und Aufgaben im Team. Was verbindet sie? Der Name auf ihrem Trikot. Manche mögen sich vielleicht gar nicht und verbringen sonst nie Zeit miteinander. Aber auf dem Spielfeld stehen sie unter demselben Namen. Er schafft eine Einheit. Er macht sie zu einem Team. Genauso ist es in der Gemeinde von Jesus Christus. Der Feind unserer Seele, der Böse will nichts lieber als Spaltung im Leib Christi. Aber Jesus hat gebetet: „Vater, bewahre sie in deinem Namen.“ Wir kommen alle aus verschiedenen Gegenden. Wir haben unterschiedliche Erfahrungen und Hintergründe. Wir haben verschiedene Bildungsniveaus. Manche haben unterschiedliche Hautfarben. Aber wir alle tragen denselben Namen – den Namen Christus. Und dieser Name eint uns.
Der Böse hätte nichts lieber als Spaltung, oder? Dass es nicht mehr um den einen Namen Christus geht, sondern um den Namen des Einzelnen oder den Namen der Organisation. Er will Gläubige in Gruppierungen spalten. Jetzt fragst du: „Woher weißt du das?“ Schau dich um in der Welt. Der Feind spaltet Menschen – nach Rasse, nach Geschlecht, nach politischer Überzeugung oder sozialem Status. Und genau das will er auch in die Gemeinde tragen. Denn er weiß: Wenn er die Gemeinde in Gruppierungen spalten kann, wenn er den Leib Christi spalten kann, dann kann er großen Schaden anrichten. Seht ihr, was der Feind am meisten fürchtet, ist eine geeinte Gemeinde. Jünger, die in Einheit leben. Die sagen: „Was mich am stärksten definiert, ist der Name von Jesus. Mehr als meine Herkunft, mehr als meine Hautfarbe, mehr als meine politische Meinung – vor allem gehöre ich zu Jesus.“ Leider sieht man heute in der Christenheit, in der Kirche, in der weltweiten Gemeinde, dass sich das manchmal sogar umkehrt. Für manche zählt die Herkunft oder Hautfarbe oder politische Überzeugung mehr als der Name Jesus. Und genau deshalb ist es für mich so ermutigend, wenn ich auf diese Gemeinde hier blicke – auf unsere geistliche Familie – und Einheit sehe, trotz großer Vielfalt. Das ist wie ein frischer Wind. Ich sehe unsere Gemeinde und denke: „Das ist eine direkte Erfüllung von dem, was Jesus gebetet hat – ‚Vater, bewahre sie in deinem Namen.‘“
Kommen wir zum letzten Abschnitt dieses heiligen Gebets – zu den Versen 20 bis 26: Jesus schaut durch die Zeit und betet für uns. Das begeistert mich. Er betet für alle, die durch die Worte und das Vorbild der Jünger zum Glauben kommen. Wenn du diese Verse liest, mach dir klar: Er betet für dich. Und für mich. Ich weiß nicht, wie es dir geht: Für mich ist es ein großer Trost zu wissen, dass Jesus für mich gebetet hat. Das Beste ist: Der Moment, in dem Jesus im Obergemach für uns betet, war nur der Anfang, der Auftakt zu seinem Dienst der Fürbitte – einem Dienst, den er bis heute ausübt. Jesus betet immer noch für sein Volk. Genau jetzt, in diesem Moment. Er denkt an dich – und betet für dich. Er denkt an diese Gemeinde – und betet für uns. Mach dir keine falschen Vorstellungen: Jesus sitzt nicht im Himmel auf seinem Fernsehsessel mit einer Schale Nachos auf dem Schoß und schaut sich die Sonntagsspiele an. So tickt Jesus nicht!
Er sitzt, das schon, aber er sitzt zur Rechten des Vaters. Weißt du, was er dort tut? Er betet. Er betet für dich. Er betet für mich. Er tritt für sein Volk ein. Ich weiß das, weil in Hebräer 7,25 über Jesus als unseren großen Hohepriester im Himmel gesprochen wird. Da steht, dass er ewig lebt und vor Gott für seine Leute eintritt. Er lebt, um für sie zu beten. Er betet für uns. Vielleicht hast du eine Mutter oder eine Großmutter, die für dich betet – und bist Gott dafür dankbar. Vielleicht denkst du: „Ich weiß nicht, ob überhaupt jemand für mich betet.“ Dann darfst du eines ganz sicher wissen: Wenn du ein Kind Gottes bist, betet Jesus für dich. Und ich wüsste niemanden, von dem ich lieber hätte, dass er für mich betet. Wenn du wissen willst, wofür Jesus betet – wenn du sein Herz für dich verstehen willst –, dann schau dir genau an, was er in den nächsten Versen sagt. Sie geben uns einen tiefen Einblick, was er sich für seine Leute wünscht. Und das ist der zentrale Punkt seines Gebets in diesem letzten Abschnitt: Einheit. Das Hauptthema ist, dass du und ich, dass seine Gemeinde, dass sein Leib eins sind. Immer und immer wieder betet er genau darum. Es wird fast schwer zu lesen, weil er es so oft wiederholt: „Vater, ich bete, dass sie eins sind.“
In Vers 20 und 21 sagt Jesus: „Ich bete nicht nur für diese Jünger, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben werden. Ich bete für sie alle, dass sie eins sind, so wie du und ich eins sind, Vater – damit sie in uns eins sind, so wie du in mir bist und ich in dir bin, und die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.“ Meine Zeit ist fast um, aber ich möchte dir noch ein paar Gedanken mitgeben. In diesem letzten Abschnitt betet Jesus um Einheit – nicht um Einförmigkeit. Einheit, nicht Einförmigkeit.
Ich glaube, genau daran stoßen sich viele Christen. Sie schauen auf die Vielfalt innerhalb des Leibes Christi – auf die vielen Konfessionen, die unterschiedlichen Stile, die verschiedenen Lieder, die theologischen Nuancen – und denken: „Tja, dieses Gebet ist wohl gescheitert.“ Aber Moment: Was du da gerade beschrieben hast, ist nicht das Gegenteil von Einheit – es ist das Gegenteil von Einförmigkeit. Einheit heißt nicht, dass alle gleich aussehen, gleich reden und auf dieselbe Weise handeln und glauben. Das hat Jesus nicht gebetet. Er hat um Einheit gebetet.
Achte darauf, was Jesus betet: „Ich bete für sie alle, dass sie eins sind, so wie du und ich eins sind, Vater.“ Der Vater und der Sohn – zwei eigenständige Personen mit unterschiedlichen Wesen und Funktionen – und doch vollkommen eins. Das ist die Grundlage der Einheit, zu der wir berufen sind: zu Einheit mit verschiedenen Ausdrucksformen und Rollen im Leib Christi, aber mit völliger Gleichwertigkeit der Person. Wir alle stehen auf demselben Boden – am Fuß des Kreuzes. Egal, woher wir kommen oder was wir erlebt haben: Wir waren alle tot in unseren Sünden und Verfehlungen, aber wir sind zusammen lebendig gemacht worden in Jesus. Das ist unser gemeinsamer Nenner. Eine Einheit, die in der Liebe wurzelt. Eine Einheit, die aus Gottes Wesen heraus entsteht. Eine Einheit, die all die verschiedenen Ausdrucksformen des Leibes Christi miteinander verbindet. Und zum Schluss möchte ich noch auf Vers 24 hinweisen. Ich würde etwas Entscheidendes übergehen, wenn ich das auslassen würde. In Vers 24 betet Jesus: „Vater, ich möchte, dass die, die du mir gegeben hast, bei mir sind, damit sie meine Herrlichkeit sehen können. Du hast mir die Herrlichkeit geschenkt …“
Achte darauf, wie Jesus beginnt: „Ich möchte …“ Diese Worte bedeuten etwas, nämlich dass Jesus sich diesen Höhepunkt wünscht, auf den alles zuläuft. Seine Sehnsucht ist, dass sein Volk zu ihm hin gesammelt wird und im Himmel bei ihm ist. Jesus sehnt sich danach, dass alles vollendet wird. Er sehnt sich danach, dass wir ihm von Angesicht zu Angesicht begegnen. Er sagt: „Ich möchte, dass sie bei mir sind.“ Warum? „Damit sie meine Herrlichkeit sehen.“ Oft fragen mich Leute: „Harrison, wie wird es im Himmel sein?“ Ich antworte dann: „Keine Ahnung. Ich war noch nie da.“ Dann sagen sie: „Nein, nein, wir meinen: Was machen wir da? Die Ewigkeit ist ziemlich lang. Womit beschäftigen wir uns?“ Ich weiß nicht alles, aber eines weiß ich ganz sicher: Wir werden die Herrlichkeit von Jesus sehen. Und das allein wird uns vollkommen erfüllen. Dieser Gedanke sprengt meinen Verstand und berührt mich zutiefst. Wir werden Jesus von Angesicht zu Angesicht sehen. Wir werden die Narben an seinen Händen, seiner Seite und seinen Füßen sehen. Die Spuren der Dornenkrone auf seiner Stirn. Er wird der Einzige im Himmel sein, der Narben trägt – und sie werden für immer daran erinnern, was er für uns getan hat. Und wir werden ihm persönlich begegnen.
Wir werden in seine Augen blicken – in Augen voller Liebe und tiefem Mitgefühl, die so sehr für uns brennen. Im Moment erhaschen wir nur flüchtige Blicke auf seine Herrlichkeit, als würden wir durch eine trübe Scheibe blicken. Aber ich sage euch, der Tag wird kommen, an dem der Schleier weggenommen wird. Wir werden ihn erkennen, wie er ist – in seiner ganzen Herrlichkeit. Sie wird so tief, so schön und überwältigend sein, dass sie unseren Blick für alle Ewigkeit fesseln wird. Zum Schluss lese ich ein paar Verse über den Himmel – über das, was uns erwartet, wenn wir unserem Retter begegnen. Johannes, derselbe Autor, hat sie aufgeschrieben – in Offenbarung 21, ab Vers 1:
„Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde, denn der alte Himmel und die alte Erde waren verschwunden. Und auch das Meer war nicht mehr da. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen wie eine schöne Braut, die sich für ihren Bräutigam geschmückt hat. Ich hörte eine laute Stimme vom Thron her rufen: ‚Siehe, die Wohnung Gottes ist nun bei den Menschen! Er wird bei ihnen wohnen und sie werden sein Volk sein und Gott selbst wird bei ihnen sein.“
Ich liebe dieses Versprechen.
„Er wird alle ihre Tränen abwischen, und es wird keinen Tod und keine Trauer und kein Weinen und keinen Schmerz mehr geben. Denn die erste Welt mit ihrem ganzen Unheil ist für immer vergangen.‘ Und der, der auf dem Thron saß, sagte: ‚Ja, ich mache alles neu!‘“
Dieses Wort „neu“ steht in der Grundform. Es bedeutet, alles ist neu – und bleibt neu. Auch morgen ist es noch neu und übermorgen auch. Er sagte:
„‚Ja, ich mache alles neu!‘ Und dann sagte er zu mir: ‚Schreib es auf, denn was ich dir sage, ist zuverlässig und wahr!‘“
Dann lesen wir weiter in Offenbarung 21,22:
„Kein Tempel war in der Stadt zu sehen, denn der Herr, Gott, der Allmächtige, und das Lamm sind ihr Tempel. Und die Stadt braucht keine Sonne und keinen Mond, damit es in ihr hell wird, denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet die Stadt, und das Lamm ist ihr Licht.“
Wir werden seine Herrlichkeit sehen. Und dann nur eine Seite weiter – Offenbarung 22, ab Vers 3:
„Nichts wird je wieder unter einem Fluch stehen. Denn der Thron Gottes und des Lammes wird dort sein, und seine Diener werden ihn anbeten. Und sie werden sein Gesicht sehen, und sein Name wird auf ihren Stirnen geschrieben stehen. Und es wird dort keine Nacht mehr geben – man wird weder Lampen noch das Licht der Sonne brauchen –, weil der Herr, Gott, über ihnen leuchten wird. Und sie werden für immer und ewig herrschen.“
Ich liebe diese Verse aus der Offenbarung. Sie mögen etwas finster klingen, aber das sind sie nicht: Ich denke fast täglich über die Kürze des Lebens und über den Himmel nach – darüber, wie es sein wird, bei Jesus zu sein. Noch habe ich etwas Benzin im Tank – aber das Leben vergeht schnell. Wenn du deinen Frieden mit Gott noch nicht gemacht hast, wenn du das Geschenk der Rettung, noch nicht angenommen hast, das er dir so großzügig durch seinen Sohn Jesus anbietet, dann tu es heute. Öffne dein Herz für Jesus Christus. Manchmal dreht man sich nur kurz um – und schon ist ein wieder ein Jahrzehnt vergangen. Gestern erzählte mir jemand, wie traurig er ist, weil viele seiner Freunde schon gestorben sind. Auch ich habe viele Weggefährten, die diese Welt verlassen haben. Das Leben ist kurz. Die Ewigkeit ist lang. Der Himmel ist real. Die Hölle ist heiß. Gib dein Leben Jesus. Heute.
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