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So kämpfst du dich mit Anbetung aus der Krise – Philipperbrief

Was tust du, wenn um dich herum alles dunkel ist? Lässt du ich von Angst überrollen? In dieser Sendung geht es um die Geschichte von Paulus und Silas, die im Gefängnis saßen, aber Gott dennoch mit Liedern anbeteten. Und ihre Anbetung ließ die Erde beben! Manche Situationen klären sich erst, wenn du dich mit Lobpreis herauskämpfst.

Bayless Conley macht Mut: Lobe Gott, auch wenn dir nicht danach ist. Bete ihn an, auch wenn du schlechte Karten hast und alles finster scheint. Denn Anbetung kann Ketten sprengen und dich aus der Krise führen.

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  • Hallo und herzlich willkommen. Wir wollen heute über etwas sprechen, das ich sehr faszinierend finde. Es geht um den Bericht in der Apostelgeschichte, wie die Gemeinde in Philippi entstanden ist. Im Neuen Testament finden wir den Philipperbrief. Oft lesen wir die Briefe an die Korinther, Epheser oder Philipper, ohne uns bewusst zu sein, was diese Gemeinden ausmacht oder wie sie entstanden sind. Wie hat die erste Person dort zu Jesus gefunden? Wie ist die Gemeinde gewachsen? In Apostelgeschichte 16 ist detailliert beschrieben, wie die Gemeinde in Philippi entstanden ist, wodurch sie geprägt wurde und wie die ersten Personen zu Jesus gekommen sind. Da lassen sich viele faszinierende Elemente und wichtige Lektionen für uns entdecken. Die Geschichte beginnt mit Paulus und seinen Gefährten. Erst wollen sie das Evangelium nach Kleinasien bringen, dann an einen Ort namens Bithynien, aber der Heilige Geist erlaubt ihnen beides nicht. Wir erfahren nicht, wie der Heilige Geist mit ihnen kommuniziert hat. Es könnte eine Prophetie gewesen sein oder ein Traum oder eine Vision. Vielleicht hat der Heilige Geist mit einem von ihnen gesprochen. Wir erfahren es nicht. Vielleicht war es auch ein klar wahrnehmbarer innerer Eindruck. In der Bibel steht: „Die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Gottes Kinder … und der Heilige Geist bezeugt unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.“ Manchmal ist da dieser innere Zeuge. Man weiss es einfach. Man spürt, dass der Heilige Geist führt oder spricht. Vielleicht war es das, aber es wird nicht direkt gesagt. Was wir erfahren, ist, dass Paulus eine nächtliche Vision hatte, in der ein Mann aus Mazedonien sagte: „Komm nach Mazedonien und hilf uns.“ So erkannten sie, dass Gott sie nach Mazedonien führen wollte. Nicht lange danach nahmen sie ein Schiff, fuhren nach Mazedonien und landeten in der Stadt Philippi. Philippi ist nach Philipp von Mazedonien benannt, dem Vater von Alexander dem Grossen. Die Stadt lag an einer strategisch wichtigen Stelle. Viele Schlachten wurden um diese Stadt geschlagen. Sie beherrschte die Strasse zwischen Europa und Asien. Wenn man so eine Vision von einem Mann bekommt, der sagt: „Komm nach Mazedonien und hilf uns“, dann könnte man erwarten, dass sich nun wunderbare Gelegenheiten auftun und man mit einer Parade auf den Strassen empfangen wird. Aber nichts davon. Die Apostel mussten sich erst einmal orientieren. Es gab offenbar nicht einmal genug Juden für eine Synagoge. Dafür brauchte man nach damaliger Tradition mindestens zehn jüdische Familien in einem Ort. Normalerweise ging Paulus in die Synagoge und predigte dort anhand der Bibel über Jesus. Aber wenn dort nicht genug jüdische Familien lebten, gingen sie an einen Fluss, lasen dort aus der Bibel und beteten Gott an. Und so trafen Paulus und seine Gefährten am Flussufer auf einige Jüdinnen und Frauen, die zum jüdischen Glauben übergetreten waren. Männer waren nicht dabei. Paulus und seine Begleiter verkündeten das Evangelium, und Gott berührte das Herz einer Frau namens Lydia. Sie gehörte zur Oberschicht, war adelig und sehr wohlhabend. Sie besass ein grosses Haus und ein lukratives Unternehmen, das mit gefärbten Purpurstoffen handelte. Sie wurde mitsamt ihrem ganzen Haus, ihren Dienern und vielen Leuten gerettet. Ihr Haus war riesig und sie bestand darauf, dass Paulus mit seinen Leuten bei ihr wohnte. Diese wohlhabende Frau war die allererste Christin in Philippi. Als sie weiterhin an den Fluss gingen, trafen sie ein Mädchen, das von Dämonen besessen war und wahrsagen konnte. Sie rief: „Das sind Diener des Allerhöchsten, die uns den Weg zur Rettung zeigen!“ Natürlich stimmte, was sie sagte, aber wer will schon, dass ein Dämon Werbung für einen macht? Ich kann mir auch vorstellen, dass sie das in einem spöttischen Tonfall sagte. Die Leute in der Gegend werden sie gekannt haben. Sie war eine Sklavin. Im Besitz von Leuten, die ihre „Gabe“ ausnutzten. Sie war von einem bösen Geist besessen, aber sie machten damit Geld, indem sie Geld für ihre Dienste verlangten. Dass das Evangelium auf diese Weise mit Okkultem in Verbindung gebracht wurde, war nicht gut. Darum heisst es in der Bibel, dass Paulus sich nach vielen Tagen betrübt umwandte und zu dem Geist sagte: „Im Namen von Jesus Christus befehle ich dir, sie zu verlassen!“ Der böse Geist kam heraus und sie wurde frei. Es wird nicht gesagt, aber ich vermute, dass sie danach Teil der Gemeinde wurde. Stell dir vor, wie es ist, dein Leben lang von dämonischen Mächten beherrscht zu werden und auf einmal frei zu sein. Ich bin sicher, dass sie sich der Gemeinde anschloss. Aber ihre Herren ärgerten sich, weil auf einmal ihre Einkommensquelle versiegt war. Wir lesen in Apostelgeschichte 16,19-24: „Als ihre Besitzer ihre Hoffnung auf sichere Einkünfte zerschlagen sahen, packten sie Paulus und Silas und schleppten sie auf den Marktplatz vor die oberste Stadtbehörde. Sie brachten sie vor die obersten Beamten der Stadt. ‚Wegen dieser Juden ist die ganze Stadt in Aufruhr!‘, riefen sie. ‚Sie reden den Leuten Dinge ein, die im Widerspruch zu den römischen Bräuchen stehen.‘ Schnell hatte sich eine grosse Volksmenge gegen Paulus und Silas zusammengetan, und die Beamten erteilten Befehl, ihnen die Kleider zu zerreissen und sie mit Knüppeln zu schlagen. Sie wurden geschlagen und anschliessend ins Gefängnis geworfen. Der Gefängnisvorsteher erhielt Anweisung, streng darauf zu achten, dass sie nicht entfliehen konnten. Aus diesem Grund liess er sie in die sicherste Zelle bringen und ihre Füsse in den Block schliessen.“

    Früher hatte die Frau wahrsagen können, aber nun nicht mehr, weil der böse Geist sie verlassen hatte. Sie war frei geworden. Ihre Besitzer packten nun Paulus und Silas und schleppten die beiden vor die obersten Beamten. Sie sagten: „Diese Männer bringen Unruhe in unsere Stadt!“ Ihnen ging es gar nicht um die Stadt. Sie waren habgierig. Sie waren diejenigen, die für Unruhe sorgten. Ihnen ging es um ihr verlorenes Einkommen. Das gibt’s überall: Wir sehen Frucht und Menschen kommen zum Glauben – aber sobald es der Brieftasche von jemandem schadet, sorgt er für Unruhe. Ich habe vor kurzem darüber nachgedacht. Wenn ich am Sonntagmorgen zur Gemeinde fahre, komme ich an einer Bar vorbei. Sie liegt an einer grossen Strasse, nicht weit von unserer Gemeinde entfernt. Wann immer ich morgens gegen kurz nach acht dort vorbeifahre, sitzen Leute draussen vor der Bar. Die Tür steht offen. Jeden Sonntagmorgen um acht Uhr sind Gäste da. Manche sieht man auch nachmittags. Sie sitzen den ganzen Tag da mit ihren Drinks, trinken, rauchen. Was passiert, wenn sie auf einmal gerettet werden und sich ihr Leben völlig verändert, so dass sie nicht mehr sonntagmorgens in der Bar sitzen und ihre Rente verjubeln? Viele sind schon ziemlich alt. Was wäre, wenn sie zum Gottesdienst kämen, statt in der Bar zu sitzen? Der Barbetreiber würde auf einmal viel Geld verlieren. Entweder wird er selbst Christ oder er wird sehr wütend. Vielleicht würde er so etwas sagen wie: „Diese Gemeinde da drüben stiftet Unruhe.“ Nun ja, du verlierst gerade einfach Geld. Stellen wir uns einmal vor, wir würden eine grosse Erweckung erleben. Ich bete dafür, dass die Kirche einen Aufbruch erlebt und es auf der Welt eine Erweckung gibt. Dass junge Leute in die Gemeinde kommen und die Bibel lesen, statt ihr Geld für die neuesten Videospiele auszugeben und ihre Zeit mit Werbung zu verschwenden. Machen wir uns auf Ärger gefasst. Paulus und Silas wurden also mit Knüppeln geschlagen und in die sicherste Gefängniszelle geworfen. Der Gefängnisvorsteher schloss ihre Füsse in den Block, damit sie nicht entkommen konnten. Wenn wir weiterlesen, was ich gleich tun werde, sehen wir, dass es ein Erdbeben gab. Paulus und Silas wurden auf übernatürliche Weise befreit und auch alle anderen Türen im Gefängnis öffneten sich. Wir lesen, dass der Gefängnisvorsteher sich das Leben nehmen wollte. Das ist wichtig für das Verständnis. Nach römischem Gesetz galt, dass man mit seinem Leben haftete, wenn ein Gefangener entkam. So funktionierte das römische System. Wenn die Gefangenen unter deiner Aufsicht entkamen, kostete es dich das Leben. Dem wollte er zuvorkommen. Paulus und Silas sind also im stinkenden Gefängnis. Ihre Füsse stecken im Block. Es gibt keine Toilette. Sie bekommen nichts zu essen. Man hat ihre Rücken mit Knüppeln blutig geprügelt. Sie sind in einer unbequemen Haltung angekettet. Es ist dreckig und dunkel. Wir lesen Apostelgeschichte 16,25-30: „Gegen Mitternacht beteten Paulus und Silas und lobten Gott mit Liedern. Die übrigen Gefangenen hörten ihnen zu.“

    Offensichtlich beteten und sangen sie so laut, dass die anderen sie hören konnten. „Plötzlich gab es ein heftiges Erdbeben, und das Gefängnis wurde bis in die Grundmauern erschüttert. Alle Tore sprangen auf und die Ketten sämtlicher Häftlinge fielen ab! Der Gefängnisvorsteher wachte auf und sah die Zellen weit offen stehen. Er nahm an, die Gefangenen seien geflohen; deshalb zog er sein Schwert und wollte sich umbringen. Doch Paulus rief ihm zu: ‚Tu dir nichts an! Wir sind alle hier!‘ Da verlangte der Gefängnisvorsteher Licht, lief in das Innere des Gefängnisses und fiel zitternd vor Angst vor Paulus und Silas auf die Knie. Dann führte er sie hinaus und fragte: ‚Ihr Herren, was muss ich tun, um gerettet zu werden?‘“

    In diesem Abschnitt möchte ich ein paar Punkte ansprechen, weil sie für die Entstehung der Gemeinde in Philippi wichtig sind. Gegen Mitternacht beteten Paulus und Silas und lobten Gott mit Liedern. Sie waren blutig geschlagen worden. Sie sassen angekettet in einer stinkenden Gefängniszelle. Alles schien schiefgegangen zu sein. Sie sangen, lobten und beteten. Es war Mitternacht. Die dunkelste Stunde. Vielleicht erlebst auch du gerade eine mitternächtliche Stunde. Alles scheint schiefzulaufen. Vielleicht hast du sogar Gott gehorcht und das hat dich in Schwierigkeiten gebracht. Vergessen wir nicht, dass Paulus und Silas in dieser Notlage steckten, weil sie dem Herrn gehorcht hatten. Sie waren der Vision gefolgt, die der Herr ihnen geschenkt hatte. Und nun steckten sie in Schwierigkeiten. Hier steht nicht: „Gegen Mitternacht sagte Silas zu Paulus: ‚Da hast du ja eine schöne Vision gehabt, Paulus. Die kann auf keinen Fall von Gott gewesen sein, sonst hätte man uns die Schlüssel zur Stadt überreicht. Aber wir haben nicht einmal die Schlüssel zu unserer Zelle. Was soll das Ganze hier? Wenn das nur zu Ärger führt, diene ich Gott nicht mehr. Was für ein Gott lässt so was zu?‘“ Genauso reagieren manche. Wenn sie auf Probleme stossen, stellen sie Gott in Frage. So wie die Jünger im Boot, als der grosse Sturm kam. Jesus schlief, und sie sagten: „Herr, kümmert es dich nicht, dass wir sterben?“ So reagieren manche auf den Sturm: „Gott, kümmert es dich nicht?“ Doch, es kümmert ihn. Und er hat immer noch die Macht, die Wellen zu beruhigen. Deswegen lobten die beiden ihn um Mitternacht. Ein kurzer Einschub. Jemand, der zuhört, muss diesen Gedanken gerade hören: Aus manchen Situationen kommst du nur heraus, indem du dich mit Anbetung herauskämpfst. An manche Orte, an die du gehörst, kommst du nur, indem du dich mit Anbetung hineinkämpfst. Lobe Gott, auch wenn dir nicht danach ist. Auch wenn du schlechte Karten hast und alles finster scheint. Bete Gott an. Paulus und Silas begannen, Gott zu loben. Und Gott schickte ein Erdbeben und befreite sie. Ich habe viel darüber nachgedacht. Im Himmel ist es ziemlich laut. Nicht im Negativen, sondern im Positiven. Im Himmel ist viel los, viele Geräusche und Stimmen. Wenn du nur Stille haben willst, wirst du im Himmel nicht glücklich werden. Lies mal die Verse, in denen es heisst: „Der Engel sprach mit lauter Stimme“ oder „Die Menge sang seinen Lobpreis mit lauter Stimme“. Sie sprachen mit lauter Stimme. Sie lobten den Herrn und das Lamm. Die Wesen und die Ältesten, die vor Gottes Thron stehen, beten ihn mit lauter Stimme an. Sie lobten ihn mit lauter Stimme. Es ist interessant, wenn man das alles liest, besonders in der Offenbarung, wo es um Gottes Thron geht und darum, was im Himmel passiert. Dort finden wir den Ausdruck „sie lobten mit lauter Stimme“ immer wieder. Im Himmel gibt es viel Lobpreis, und er ist ziemlich laut. Ich stelle mir Gott inmitten der lauten Lobgesänge im Himmel vor. Die Wesen, die Ältesten, die Engel stehen um den Thron herum. Es ist viel los, viele Geräusche und auf einmal sagt Gott: „Seid mal alle still. Ich höre mein Lied. Für einige meiner Kinder ist gerade Mitternacht. Klingt, als wäre alles schiefgegangen. Es wirkt, als hätte ich sie im Stich gelassen. Aber sie vertrauen mir. Hört, wie sie singen.“ Und der ganze Himmel verstummt. Ich weiss es nicht, aber vielleicht tippte Gott mit der Fusspitze im Takt. In der Bibel heisst es: „Der Himmel ist sein Thron und die Erde sein Fussschemel.“ Gott tippte im Takt und löste ein Erdbeben aus. Alle Ketten fielen ab, die Gefängnistüren öffneten sich und alle Gefangenen waren frei. Was ich sagen will: Bete Gott an, wenn bei dir Mitternacht ist. Das war entscheidend für die Entstehung dieser Gemeinde. Der Gefängnisvorsteher von Philippi, wahrscheinlich ein grauhaariger römischer Ex-Soldat, kam herein, rief nach Licht und fragte zitternd: „Ihr Herren, was muss ich tun, um gerettet zu werden?“ Paulus antwortete in Apostelgeschichte 16,31: „Sie erwiderten: Glaube an Jesus, den Herrn, dann wirst du gerettet, zusammen mit allen in deinem Haus.“

    „Herr“ ist dasselbe Wort wie in der Frage des Gefängnisvorstehers: „Ihr Herren, was muss ich tun, um gerettet zu werden?“ Er erkannte, dass sie über ihm standen. Sie antworteten: „Glaube an den Herrn Jesus Christus.“ Es gibt einen Herrn, der über allen anderen Herren steht und sein Name ist Jesus. Sie sagten nicht: „Wenn du gerettet werden willst, tu Gutes, geh jeden Sonntag zur Kirche, lies in der Bibel, sei nett zu Tieren, zahl deine Steuern und erzähl keine Lügen.“ Nein. Sie sagten: „Glaube an den Herrn Jesus Christus und du wirst gerettet.“ In der Bibel steht: „Aus Gnade sind wir gerettet durch Glauben, nicht aus Werken, damit sich niemand rühme.“ Gnade durch Glauben – nichts weiter. Das ist wichtig zu verstehen. Gute Taten retten uns nicht. Die erwähnte Paulus nicht. Er hat nicht gesagt: „Tu Gutes und sei ein guter Bürger.“ Er hat gesagt: „Glaube an den Herrn Jesus Christus.“

    Gutes zu tun, ist wichtig. Aber es rettet uns nicht. Gute Taten folgen aus unserer Errettung. Errettet werden wir aus Gnade durch Glauben. Innerlich. Der Mensch glaubt mit dem Herzen. In der Bibel steht: „Wenn du in deinem Herzen glaubst, dass Gott Jesus von den Toten auferweckt hat, und ihn mit deinem Mund als deinen Herrn anerkennst, wirst du gerettet.“ Das war an jemanden gerichtet, der gerade zuschaut. Du glaubst in deinem Herzen, dass Jesus Gottes Sohn ist. Du weisst, dass er mehr als nur ein Mensch war. Jetzt sind deine Lippen dran. Du hast erst die Hälfte geschafft. Glaube in deinem Herzen und bekenne mit Worten, dass er der Herr ist. „Herr“ heisst „Chef“. Wenn du Jesus als Herrn anerkennst, sagst du damit: „Ich sterbe für mein Recht auf ein unabhängiges Leben und bin bereit, dir mein Leben zu unterstellen.“ Wenn du das tust, wirst du gerettet. Genau das sagte Paulus auch zum Gefängnisvorsteher: „Glaube an den Herrn Jesus Christus und du wirst gerettet. Und auch dein Haus wird gerettet.“ Denn Gott gebrauchte ihn, um auch den Rest seines Haushalts zu erreichen. So verläuft das oft. Ja, jeder muss selbst die Entscheidung für Jesus treffen. Aber oft fängt es damit an, dass ein Familienmitglied gerettet wird. Vielleicht hast du ein wirklich schlimmes Erbe. Eine schlimme Familiengeschichte. Vielleicht gab es in deiner Familie viel Gewalt, Alkoholsucht, vielleicht Missbrauch, Untreue, vielleicht sind alle Männer fremdgegangen oder auch die Frauen. Vielleicht hast du eine wirklich dunkle Vergangenheit. Diese Geschichte kann sich mit dir ändern. Wenn du dein Leben Jesus anvertraust, kann deine Familie eine 180-Grad-Wende erleben. Ich war der Erste, der in meiner Familie gerettet wurde. Ich war über zwanzig, als ich von Jesus hörte. Damals lebte ich in einem anderen Bundesstaat und hatte meine Familie seit Jahren nicht gesehen. Als ich zurückkam, dachten sie, ich hätte den Verstand verloren. Denn ich war nicht nur ein bisschen gläubig, sondern voll dabei. Mein ganzes Leben drehte sich um Jesus. Bis heute. Meine jüngere Schwester war die Erste, die danach gerettet wurde. Ich nahm sie und ihre Freundin Bobby Sue mit zu einem christlichen Konzert. Beide gingen am Ende nach vorn, vertrauten ihr Leben Jesus an und wurden gerettet. Die nächste war meine Mutter, zuletzt kam mein Vater. Er war die härteste Nuss, die es zu knacken galt. Aber meine ganze Familie wurde gläubig. Gott gebrauchte mich, um ihnen die Wahrheit zu bringen. Und er wird auch dich gebrauchen. Weiter in Apostelgeschichte 16,32-33: „Dann verkündeten sie ihm und allen, die in seinem Haus lebten, das Wort des Herrn. Noch in derselben Stunde wusch der Gefängnisvorsteher ihnen die Wunden aus, und er und alle Mitglieder seines Hauses wurden getauft.“

    Achtet darauf, Paulus hatte gesagt: „Du und deine Familie werden gerettet.“ Aber hier lesen wir: „Dann verkündeten sie ihm und allen, die in seinem Haus lebten, das Wort des Herrn.“ Du musst trotzdem das Wort des Herrn weitersagen. „Glaube kommt durch das Hören, das Hören auf die Verkündigung des Wortes von Christus.“ Ja, die ganze Familie wurde gerettet, aber vorher erzählte Paulus davon. Sie brachten ihnen das Wort des Herrn, die Wahrheit des Evangeliums.

    In der Bibel steht: „Euer neues Leben hat keinen vergänglichen, sondern ewigen Ursprung, nämlich das lebendige und ewig bestehende Wort Gottes … Wie sollen sie an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie hören, wenn niemand verkündet? Wie soll aber jemand verkünden, wenn er nicht gesandt ist? … Der Glaube gründet in der Botschaft, die Botschaft im Wort Christi.“ Bete für deine Familienmitglieder. Bete leidenschaftlich für ihre Rettung. Bete, dass Gott ihnen die Augen öffnet, dass es ihnen wie Schuppen von den Augen fällt. Bete für deine Klassenkameraden. Bete für deine Arbeitskollegen. Bete für sie. Aber bete auch für eine Gelegenheit, mit ihnen zu reden. Paulus und Silas predigten ihnen also das Wort und alle wurden gerettet. Aber zuerst mussten sie es hören. Nach ihrer Rettung kam als Erstes die Taufe. Wenn du dein Leben Jesus anvertraust, dann lass dich taufen. Die Taufe rettet dich nicht, aber sie ist ein Zeichen, dass deine Rettung geschehen ist. Sie ist ein äusseres Zeichen für deine innere Rettung. Wenn du getauft wirst, sagst du vor Gott, den Engeln, den Dämonen, deiner Familie, deinen Freunden und der Welt: „Ich identifiziere mich vollkommen mit Jesus.“ Wenn du im Wasser untertauchst, sagst du damit: „Mein altes Leben ist gestorben.“ Wenn du wieder auftauchst, bedeutet das: „Ich führe jetzt ein neues Leben mit Jesus.“ Das ist keine Meinungssache, sondern eine klare Anweisung. Jeder Christ soll sich mit Wasser taufen lassen. Also lass dich taufen. Unsere Geschichte geht weiter in Apostelgeschichte 16,33-34: „Noch in derselben Stunde wusch der Gefängnisvorsteher ihnen die Wunden aus, und er und alle Mitglieder seines Hauses wurden getauft. Schliesslich brachte er sie zu sich und gab ihnen zu essen. Er und alle in seinem Haus freuten sich, nachdem sie nun zum Glauben an Gott gefunden hatten.“

    Überleg mal: Vorhin haben wir noch gehört, dass der Gefängnisvorsteher sich das Leben nehmen wollte, weil die Gefangenen geflohen waren und er mit seinem Leben dafür haftete. Aber Paulus rief: „Tu dir nichts an! Wir sind alle hier.“ Der Mann hatte solche Angst vor der Strafe der Römer, dass er sich lieber das Leben nehmen wollte. Und jetzt brachte er die Männer in sein Haus und ass mit ihnen. Er schämte sich nicht für das Evangelium. Wie Paulus sage auch ich, dass ich mich nicht für das Evangelium schäme. Es ist Gottes Kraft zur Rettung aller, die daran glauben. Im weiteren Verlauf der Geschichte erkannten dann die Beamten, dass Paulus Römer war, und befahlen: „Lasst sie frei.“ Der Gefängnisvorsteher sagte zu ihnen: „Ihr könnt gehen.“ Aber Paulus antwortete: „Nein. Sie haben uns als Römer ohne Urteil ausgepeitscht. Sie sollen selbst kommen und uns holen.“ Und auf einmal bekamen die Beamten der Stadt Angst, weil sie das Gesetz gebrochen hatten und nicht wussten, was mit ihnen passieren würde. Also kamen sie und baten Paulus, zu gehen. So entstand also die Gemeinde in Philippi. Denk daran, wenn du den Philipperbrief liest. Manche glauben, der Gefängnisvorsteher wurde Pastor der Gemeinde in Philippi. Wir haben also Lydia, eine Adlige aus der Oberschicht. Wir haben das ehemalige Sklavenmädchen, das von dämonischen Mächten befreit worden war. Sie kam aus der Unterschicht. Wir haben den Gefängnisvorsteher aus der Mittelschicht. Und wir haben die ganzen Angehörigen von Lydia und vom Gefängnisvorsteher. Das war das Samenkorn, aus dem die Gemeinde in Philippi entstanden ist. Sie wuchs und hatte einen grossen Einfluss auf das Evangelium in der ganzen Welt. So hat alles angefangen. Wenn ich den Philipperbrief lese, denke ich an diese Menschen. Ich denke daran, wie Gott ihr Leben verändert hat. Und er will auch dein Leben verändern. Er liebt dich. Jesus Christus ist am Kreuz für deine Schuld gestorben und am dritten Tag auferstanden, damit du gerecht gesprochen werden kannst. Schenk ihm dein Vertrauen. Du wirst es nie bereuen. Gott segne dich.

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