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Den Sieg davontragen 1/2

Manchmal schlagen Schwierigkeiten und Probleme wie Pfeile in unser Leben ein. Aber wir können den Sieg über sie davontragen!

Lerne, Pfeilen wie Hass, Neid, Ablehnung, Versuchung, falschen Anschuldigungen, Verwirrung, Entmutigung und Undankbarkeit auszuweichen. Wenn du in Schwierigkeiten gerätst, ist es besonders wichtig, deine Beziehung zu Gott pflegen und dich seiner Gegenwart bewusst zu sein.

Lerne, Herausforderungen und Probleme zu besiegen!

Dies ist der erste Teil der Predigt, den zweiten Teil findest du hier …

Predigtmanuskript

Wie stehen wir wieder auf, wenn uns etwas zu Fall gebracht hat? Wie machen wir nach einem schweren Rückschlag einen neuen Anfang? Einige Menschen, die mir jetzt zusehen, haben in ihrem Leben Schreckliches durchgemacht. Vielleicht haben Sie eine falsche Entscheidung getroffen oder gesündigt oder sind in eine Situation geraten, die Sie nicht beeinflussen konnten und jetzt sind Sie in einer sehr schwierigen Lage. Ist es möglich, dass Sie wieder auf die Beine kommen? Können Sie aus dem Chaos, in dem Sie gerade stecken, herausfinden und ein gesegnetes Leben führen? Ja, das können Sie. Gott möchte Ihnen helfen. Das ist heute unser Thema - Sieg über Widrigkeiten. Am Anfang der Geschichte sind Jakob und seine Familie im Land Ägypten. Jakob ist dem Tod nahe und hat alle seine Söhne an sein Sterbebett gerufen. Seine zwölf Söhne werden die zwölf Patriarchen der Stämme Israels werden. Und er segnete nacheinander jeden Einzelnen von ihnen und weissagte über ihre Zukunft. Besondere Aufmerksamkeit möchte ich Jakobs Prophetie über seinen Sohn Josef widmen. Wir lesen ab Vers 22. Er sagte über Josef: 1. Mose 49:22-24 „Ein junger Fruchtbaum ist Josef, ein junger Fruchtbaum an der Quelle; seine Zweige ranken über die Mauer. Und es reizen ihn die Bogenschützen und schießen und feinden ihn an; aber sein Bogen bleibt fest, und gelenkig sind die Arme seiner Hände, durch die Hände des Mächtigen Jakobs, von dort, dem Hirten, dem Stein Israels…“ Der Segen oder die Prophetie, die Jakob seinem Sohn Josef gab, ist sehr interessant. In Vers 23 sagte er: „Und es reizen ihn die Bogenschützen…“ Sie schikanierten ihn buchstäblich. Sie machten ihm das Leben schwer und schossen auf ihn. Aber in Vers 24 heißt es: „… aber sein Bogen bleibt fest…“ Die Bogenschützen schossen mit ihren Pfeilen auf ihn, aber sein Bogen blieb fest. Das steht symbolisch für das, was er einsetzte, um sich zu verteidigen, zu überleben und, wie wir noch sehen werden, alle Widrigkeiten zu überwinden - es steht für seinen guten Charakter. Wenn es also heißt: „… sein Bogen bleibt fest“, steht dieser Bogen, den Josef vor allem anderen gebrauchte, um zu überwinden, sich zu verteidigen und sich selbst in eine gute und fruchtbare Situation zu bringen, für seinen guten Charakter. Und in Vers 24 heißt es: „… gelenkig sind die Arme seiner Hände, durch die Hände des Mächtigen Jakobs“ und es geht weiter mit den Worten: „… von dort, dem Hirten, dem Stein Israels.“ Darüber, wie der letzte Teil dieses Verses zu verstehen ist, gibt es drei verschiedene Ansichten. Ich weiß, dass es in vielen Übersetzungen heißt: „… durch die Hände des mächtigen Gottes Jakobs, der der Hirte, der Stein Israels ist.“ So steht es in vielen Übersetzungen, und das macht wirklich Sinn. Aber tatsächlich ist der Vers im Hebräischen ein wenig vage, wenn man ihn exakt interpretieren möchte. Und wie ich schon sagte, gibt es im Hinblick auf den letzten Teil drei Hauptmeinungen. Die erste besagt genau das - der mächtige Gott Jakobs, der der Hirte, der Stein Israels ist. Das ergibt Sinn. Andere glauben, dass dieser Vers aufgrund der Ähnlichkeiten zwischen Josef und Jesus, auf die wir später noch eingehen werden, prophetisch auf Jesus hindeutet, der der Hirte und der Stein oder der Erbauer Israels ist. Und drittens glauben viele Menschen, dass sich das auf Josef selbst bezieht, der seine Familie ernährte, schützte und unterstützte. Das Wort „Stein“ wird hier in dem Sinn verwendet, dass er etwas unterstützt; ein Stein, der im Bau verwendet wird. Alle drei Ansichten ergeben Sinn. Man könnte alle vertreten. Aber wir wollen im Moment davon ausgehen, dass hier von Josef die Rede ist, weil er buchstäblich zum Hirten, zum Förderer und zum Erbauer Israels wurde. Die Frage ist - und bitte hören Sie mir genau zu: Welche Eigenschaften besaß Josef oder welche Entscheidungen traf er, dass er nicht nur überlebte, sondern ein Überwinder wurde, der andere beschützte und unterstützte? Wie bei Josef stellt sich auch bei Ihnen heraus, welche Eigenschaften Sie besitzen, wenn Sie unter Druck geraten. Ihre Stärke zeigt sich, wenn Sie unter Druck gesetzt werden. Vor etwa eineinhalb Wochen waren Janet und ich auf einer Pastorenkonferenz. Wir übernachteten im Hotel und als wir am nächsten Morgen aufstanden, wollten wir uns Tee machen, aber es war nur ein Teebeutel da. Sie hatten alles Mögliche, um Kaffee zu machen, auch eine kleine Kaffeemaschine, in der man Wasser heiß machen konnte, aber nur einen Teebeutel. Ich sagte: „Dann mache ich meinen Tee zuerst“, weil ich meinen Tee viel stärker trinke als Janet. Ich gab also den Teebeutel in das Wasser und bekam eine Tasse schönen dunklen Tee. Dann machten wir eine zweite Tasse Tee für Janet. Der Tee war auch dunkel, aber nicht so dunkel und stark wie meiner. Aber die Stärke des Teebeutels kam erst heraus, als er in heißes Wasser gelangte. Und auch Ihre Stärken und Eigenschaften treten nur zutage, wenn Sie in heißes Wasser getaucht werden. Schwierigkeiten bringen Ihre Stärken ans Licht. Die Pfeile, die auf Josef abgeschossen wurden, offenbarten seine Stärken. Es ist interessant, dass die Pfeile erst flogen, nachdem Gott etwas in ihn hineingelegt hatte. Haben Sie einen Traum von Gott? Hat Gott im Hinblick auf Ihre Zukunft etwas in Sie hineingelegt? Wenn Sie das noch nicht verkündet haben, müssen Sie es irgendwann tun. Und es kann sein, dass die Zahl der Pfeile, die dann auf Sie abgeschossen werden, zunimmt. Lassen Sie uns ansehen, welche Pfeile die Bogenschützen auf Josef abfeuerten. Nummer eins waren die Pfeile von Hass und Eifersucht. Bitte schlagen Sie 1. Mose 37 mit mir auf. 1. Mose, Kapitel 37. Die Pfeile von Hass und Eifersucht. Wir lesen ab Vers 4. Da heißt es: 1. Mose 37:4-8 „Als aber seine Brüder sahen, dass ihr Vater ihn mehr liebte als alle seine Brüder; da hassten sie ihn und konnten ihn nicht mehr grüßen. Und Josef hatte einen Traum, den erzählte er seinen Brüdern; da hassten sie ihn noch mehr. Und er sagte zu ihnen: Hört doch diesen Traum, den ich gehabt habe: Siehe, wir banden Garben mitten auf dem Feld, und siehe, meine Garbe richtete sich auf und blieb auch aufrecht stehen; und siehe, eure Garben stellten sich ringsum auf und verneigten sich vor meiner Garbe. Da sagten seine Brüder zu ihm: Willst du etwa König über uns werden, willst du gar über uns herrschen? Und sie hassten ihn noch mehr wegen seiner Träume und wegen seiner Reden.“ Stellen Sie sich das vor. In Vers 4 heißt es, seine Brüder hassten ihn und in Vers 5 heißt es, sie hassten ihn noch mehr und in Vers 8 heißt es erneut, sie hassten ihn noch mehr. Ich meine, wir haben hier dreifachen Hass. Das ist absolut nicht gut für Josef. Gehen wir weiter zu Vers 11: 1. Mose 37:11 „Und seine Brüder waren eifersüchtig auf ihn; aber sein Vater bewahrte das Wort.“ Seine eigene Familie hasste ihn und war eifersüchtig auf ihn. Und dann schossen seine Brüder die Pfeile der Ablehnung und des Verrats auf ihn ab. Als Josef auf das Feld hinausging, wo seine Brüder mit den Herden waren, schmiedeten sie den Plan, ihn zu töten. Aber Ruben sagte: „Nein, lasst uns ihn einfach in die Zisterne werfen.“ Als dann einige ismaelitische Händler vorbeikamen, verkauften sie ihnen Josef als Sklaven. Er wurde von seinen Brüdern aufs Heftigste abgelehnt und verraten. Josef fürchtete sich und flehte sie an, ihn freizulassen, aber sein Flehen berührte sie nicht. Ihre Herzen waren kalt und verhärtet und ihr Hass gab den Ton an. Sie verkauften ihn ohne jegliche Skrupel in die Sklaverei. Sie sahen zu, wie ihr Bruder, der noch ein Teenager war, weinend und schreiend weggeführt wurde. Und wissen Sie, was sie dann taten? Sie setzten sich hin und aßen. Und dann waren da die Pfeile der Versuchung von Potifars Frau. Potifar, der Oberste der Leibwächter des Pharao, hatte Josef gekauft und ließ ihn für sich arbeiten. Josef leistete gute Arbeit, aber er war ein gut aussehender junger Mann und Potifars Frau versuchte wiederholt, ihn in ihr Bett zu locken. Das war eine sehr schwierige Zeit für Josef, aber er gab ihren Versuchen, ihn zu verführen, nicht nach. Und dann kam der Pfeil der falschen Beschuldigung. Sie behauptete, er hätte versucht sie zu vergewaltigen und ihr Mann ließ Josef ins Gefängnis werfen. Das zog die Pfeile der Fassungslosigkeit und der Entmutigung nach sich. „Gott, was passiert hier? Alles was ich je wollte, war, dir zu dienen und jetzt werde ich eines Vergehens beschuldigt, das ich nicht begangen habe und sitze im Gefängnis des Pharao.“ Wie konnte Josefs Bogen nun fest bleiben? Wie überlebte er all diese Pfeile und wie konnte er über seine Schwierigkeiten hinauswachsen und zu einer Quelle der Kraft und der Rettung für andere werden? Ich will Ihnen drei Punkte nennen. Erstens: Josef hielt seine Beziehung mit Gott aufrecht und hörte nicht auf, Ihm zu dienen. Was auch passierte, er erhielt seine Beziehung mit Gott aufrecht und hörte nicht auf, Ihm zu dienen. Obwohl er verwirrt und vom Sturm gebeutelt war, obwohl er verraten und versucht wurde, ging er nie Kompromisse ein und ließ sich in seiner Hingabe an Gott nie beirren. Das können wir zu jeder Zeit und in jeder Phase seines Lebens beobachten. Als er in Potifars Haus war, sprach er unverhohlen über Gott. Als er im Gefängnis war, sprach er unverhohlen über Gott. Als er vor Pharao stand, sprach er unverhohlen über Gott. Und sogar in der Stunde seines Todes sprach er unverhohlen über den Gott, den er anbetete. Josef betete nie die ägyptischen Götter an, weder Osiris noch Ra oder Horus; und er weigerte sich stets, Katzen oder Krokodile oder Schakale anzubeten wie der Rest des Volks. Auch wenn er nicht verstand, was Gott in seinem Leben tat oder wenn es schien, als würde alles schief laufen, blieb er Gott treu. Und, hören Sie: Josef war erst 17 Jahre alt, als er in die Sklaverei verkauft wurde. Sagen Sie mir nicht, dass ein junger Mann oder eine junge Frau nicht den festen Entschluss fassen kann, Jesus Christus nachzufolgen. Josef zeigte uns seine absolute Entschlossenheit, Gott zu dienen, was auch passierte. Allein in Ägypten diente er Gott 15 Jahre lang, bevor er wieder mit seiner Familie zusammentraf. Um ihn herum gab es keine anderen Christen. Die Menschen in diesem Land beteten Götzen an, aber er erhielt seine Beziehung mit Gott 15 Jahre lang aufrecht. Zweitens: Josef fügte sich ein. Wo immer er hinkam, fügte er sich ein. Er fügte sich ein, als er in Potifars Haus war; er fügte sich ein, als er im Gefängnis war; er fügte sich ein, als er im Palast war. Er lernte die Sprache, er lernte die Kultur und die Sitten und Bräuche. Und, bitte hören Sie mir gut zu. Das ist so wichtig: Er fügte sich nicht nur ein, damit er überlebte. Er fügte sich ein, damit er dienen konnte. Freunde, allein das ist bereits eine Auszeichnung wert! Josef fügte sich nicht nur ein, um zu überleben. Er fügte sich ein, um zu dienen. Viele Menschen fügen sich ein, passen sich an, um zu überleben, aber sie bringen anderen nie einen Nutzen. Sie suchen nur ihren eigenen Vorteil. Und das ist es, was Josef auszeichnete. Er fügte sich ein und wurde nützlich für andere. Er diente Potifar und als er im Gefängnis war, diente er dort dem Aufseher sowie dem Mundschenk und dem Bäcker. Dann wurde er in den Palast gebracht und diente Pharao. Hören Sie: Die Welt wird nicht immer so sein, wie Sie es wollen. Aber wenn Sie sich einfügen und sich nützlich machen, können Sie erfolgreich sein, wo immer Sie sind. Lassen Sie uns 1. Mose 39, Vers 2 lesen. 1. Mose 39:2. Da heißt es: 1. Mose 39:2 „Der Herr aber war mit Josef, und er war ein Mann, dem alles gelang; und er blieb im Haus seines ägyptischen Herrn.“ Gut, er arbeitet als Sklave in Potifars Haus und trotzdem sagt Gott, dass er ein erfolgreicher Mann war. Und ganz gleich, was in Ihrem Leben gerade vor sich geht, ganz gleich, wie schwierig die Umstände sind, in denen Sie gerade stecken - wenn Sie sich anpassen, Gott bitten, Ihnen zu helfen und ein Herz dafür haben, anderen zu dienen, können auch Sie erfolgreich sein. Anpassungsfähigkeit ist so wichtig. In den frühen Zwanzigerjahren wurde der berühmte Architekt Frank Lloyd Wright beauftragt, etwas Unmögliches zu tun: Er sollte das Imperial Hotel in Tokio, das bei einem Erdbeben zerstört worden war, neu aufbauen. Es gab damals kein Gebäude in der Welt, das schwieriger zu bauen war. Er stellte zunächst einmal gründliche Untersuchungen an und entdeckte, dass in zweieinhalb Metern Tiefe eine 18 Meter dicke Schlammschicht war. Da plante er das Hotel mit einem riesigen, stabilen Fundament, das weit in den Schlamm hineinreichte. Und schon bald, nachdem es fertiggestellt war - ich glaube, das war 1923 -, wurde es von dem stärksten Erdbeben, das sich in den letzten 53 Jahren in Tokio ereignet hatte, auf die Probe gestellt. Alle Gebäude um das Hotel herum stürzten in sich zusammen, aber das neue Imperial Hotel blieb unbeschädigt, weil es so gebaut war, dass es sich dem Beben der Stärke von 7,9 auf der Richterskala anpassen und es abfedern konnte. Und auch in Ihrem Leben kann es Situationen geben, die alles und jeden um Sie herum dem Erdboden gleichmachen, aber wenn Sie lernen, sich einzufügen und Gott bitten, Ihnen zu helfen, werden Sie sie überstehen. Gehen wir nochmals zu 1. Mose 39:2 zurück. Josef war ein erfolgreicher Mann. Es wurde also alles besser. Aber da kam ein weiterer Pfeil geflogen. Sehen wir uns den letzten Teil von Kapitel 39, Vers 6 an: 1. Mose 39:6 „Josef aber war schön von Gestalt und schön von Aussehen.“ Das bedeutet, er war gut gebaut und hatte ein schönes Gesicht. Okay? Josef war für die Damenwelt durchaus schön anzusehen. Ab Vers 7: 1. Mose 39:7-9 „Und es geschah nach diesen Dingen, da warf die Frau seines Herrn ihre Augen auf Josef und sagte: Liege bei mir! Er aber weigerte sich und sagte zu der Frau seines Herrn: Siehe, mein Herr kümmert sich um nichts bei mir im Haus; und alles, was er besitzt, hat er in meine Hand gegeben. Er selbst ist in diesem Haus nicht größer als ich und er hat mir gar nichts vorenthalten als nur dich, weil du seine Frau bist. Wie sollte ich dieses große Unrecht tun und gegen Gott sündigen?“ Hier ist der Pfeil der Versuchung. Aber Josef weigerte sich. Los, Josef! Er erhob seinen Schild und wehrte den Pfeil ab. Ich glaube, der Grund, warum er die Schlacht um seine Reinheit gewann, war vor allem anderen die Tatsache, dass er eine Beziehung mit Gott hatte und sich der Gegenwart Gottes sehr, sehr bewusst war. Ich meine, er sagte: „Wie sollte ich dieses Unrecht tun und gegen deinen Mann sündigen?“ Nein. Er sagte: „… und gegen Gott sündigen.“ Sie sehen also, die Augen von Potifars Frau waren nicht die einzigen, die auf Josef gerichtet waren und Josef wusste, dass Gott ihn beobachtete. Als ich noch ein kleiner Junge war, fuhren einer meiner Freunde und ich eines Tages zusammen mit dem Fahrrad in der Nachbarschaft herum. Da kamen wir an ein Haus, in dessen Garten wunderschöne Mandarinenbäume standen. Wir versteckten unsere Räder und füllten ein paar Tüten mit Mandarinen. Dann rannten wir zu unseren Rädern zurück und fuhren so schnell wir konnten zu meinem Freund. Wir stellten unsere Räder im Garten ab und schlichen ums Haus, bis wir vor seinem Zimmer standen. Es hatte ein großes Fenster. Wir stießen das Fliegengitter auf und warfen die Tüten ins Zimmer. Natürlich zerrissen sie und die Mandarinen kullerten überallhin. Wir konnten es hören. Dann kletterte er durchs Fenster und ich folgte ihm. Als ich hineinkam, stand er mitten im Zimmer. Überall waren Mandarinen und er stand mit hängendem Kopf, den Blick auf seine Füße gerichtet, reglos da. Da sah ich, dass seine Mutter in der Tür stand, ihre Hände in die Hüften gestemmt. Sie sagte kein Wort, starrte uns nur an. Sie hatte gehört, wie wir das Fliegengitter aufgestoßen hatten und dann beobachtet, wie die Mandarinen auf den Boden fielen und ihr Sohn und ich nacheinander durch das Fenster kletterten. Und sie wusste, dass ich ihren Sohn zu dieser kleinen Eskapade angestiftet hatte. Ich werde nie vergessen, wie sie mich ansah. Ihre Augen waren wie Laserstrahlen, die sich direkt in meine Seele bohrten. Aber es gibt jemand noch viel Größeren als die Mutter meines Freundes, der seine Augen auf uns gerichtet hält - unser allmächtiger Gott. Und Josef war sich dessen absolut bewusst. Vers 10: 1. Mose 39:10 „Und es geschah, obwohl sie Tag für Tag auf Josef einredete, hörte er nicht auf sie, bei ihr zu liegen, mit ihr zusammen zu sein.“ Beachten Sie, dass es heißt: Tag für Tag! Können Sie sich das vorstellen? Manchmal müssen wir täglich um unsere Reinheit kämpfen. Die Pfeile hören einfach nicht auf. Aber Josef tat zwei wichtige Dinge. Er gab ihr nicht nach und hatte keinen Sex mit ihr und zweitens sorgte er dafür, dass er auch nicht mit ihr zusammen war. Das sind zwei verschiedene Dinge. Er hörte nicht auf sie, er schlief nicht mit ihr und er war nicht mit ihr zusammen. Der zweite Punkt ist so wichtig, weil viele Menschen das rechtfertigen würden. „Hey, wir unterhalten uns doch nur. Wir haben nichts getan. Ich habe sie nicht berührt und sie hat mich nicht berührt.“ Aber wissen Sie was? Das alles zielt darauf ab, Sie so mürbe zu machen, dass Sie die Grenze schließlich doch überschreiten. Hören Sie: Körperlichem Ehebruch geht immer emotionaler Ehebruch voraus! Und hier ist heute jemand, der mit einer Kollegin zum Mittagessen geht. Hey, daran ist nichts falsch. Aber Sie haben die Grenze in Ihren Gedanken überschritten. Zwischen Ihnen und Ihrer Kollegin ist noch nichts passiert, aber Sie spüren dieses romantische Knistern, das zwischen Ihnen herrscht. Freunde, der Teufel will Sie mürbe machen und wenn Sie die Grenze emotional bereits überschritten und geistigen Ehebruch begangen haben, sind Sie nicht mehr weit davon entfernt, auch die körperliche Grenze zu überschreiten. Josef ließ sich nicht darauf ein, mit ihr zusammen zu sein geschweige denn mit ihr zu schlafen. Was für ein kluger junger Mann! Hören Sie: Ich versuche Ihnen zu helfen. Sie befinden sich in einer Gefahrenzone und Sie wissen, dass Sie gemeint sind. Als ich noch in einer anderen Gemeinde war, hatte ich dort einen Freund. Er war verheiratet und hatte zwei ganz reizende Kinder. Aber dann sah ich ihn mehrmals mit einer anderen verheirateten Frau und sie beteten immer zusammen. Ich weiß noch, wie ich einmal um die Ecke kam und sah, dass sie sich an den Händen hielten und inbrünstig beteten. Ich dachte: „Ich habe noch nie gesehen, dass du das mit deiner eigenen Frau getan hast.“ Und ein anderes Mal saßen sie nebeneinander und lasen zusammen in der Bibel. Nachdem ich sie dann drei- oder viermal zusammen gesehen hatte, nahm ich ihn beiseite und sagte: „Bruder, du solltest nicht mit dieser Frau zusammen sein.“ Er sagte: „Bayless, wir haben gebetet! Meine Frau will nicht mit mir beten und wir haben nur gebetet. Das ist alles rein geistlich.“ Ich sagte: „Unsinn! Du musst dich von ihr fernhalten. Du hast die Grenze bereits überschritten. Aber er hörte nicht auf mich. Da ging ich zum Hauptpastor und berichtete ihm davon. Er ist ein Freund von mir und ich liebe ihn. Und der Hauptpastor und ich setzten uns mit dem Mann zusammen und sagten: „Du musst dich von ihr fernhalten. Sie ist eine verheiratete Frau. Ja, ihr betet und es ist alles geistlich, aber ihr überschreitet eine Grenze. Du solltest nicht mit ihr zusammen sein. Nicht so.““ Aber er hörte nicht auf uns und schließlich landete er mit ihr im Bett. Dadurch zerbrachen ihrer beider Ehen und nicht nur ihre Ehepartner, sondern auch ihre Kinder waren am Boden zerstört. Er überschritt die Grenze. Aber bevor er sie körperlich überschritt, überschritt er sie emotional und mental. Josef ist wirklich ein Held. Er hätte Sex mit Potifars Frau haben können. Er hätte eine dauerhafte Affäre mit ihr haben können. Ihr Mann Potifar hätte es nie herausgefunden. Und Josef hätte der Herrscher des Hauses sein können. Er hätte reich sein können und mit dieser Frau und vermutlich noch mit vielen anderen Frauen an seiner Seite leben können, denn die Bibel sagt, er war ein schöner junger Mann. Aber er blieb rein. Und auch wir können durch die Gnade Gottes ein reines Leben führen. Vielleicht ist Ihre Sexualität ein Bereich in Ihrem Leben, wo Sie immer wieder sündigen oder es gibt einen anderen Bereich, in dem Sie aufgrund Ihres fleischlichen Wesens einfach schwach sind. Aber die Wahrheit ist, dass Gott uns helfen und stärken will, wo immer wir diese Hilfe und Kraft brauchen. Und es gibt ganz praktische Dinge, die wir tun können, um zu überwinden. Ich weiß nicht, in welcher Situation Sie gerade sind - vielleicht haben Sie ein riesiges Durcheinander angerichtet, vielleicht haben Sie etwas Dummes getan, für das Sie sich schämen und glauben, dass Sie es nicht verdienen, geliebt zu werden. Aber Gott liebt Sie, ganz gleich, was Sie getan oder unterlassen haben. Wenn Sie Christ sind, ist Jesus bereits für alle Ihre Sünden gestorben. Bekennen Sie sie. Er ist treu und gerecht und wird Ihnen Ihre Sünden vergeben und Sie von aller Ungerechtigkeit reinigen. Wenn Sie Jesus noch nie Ihr Herz geöffnet haben, tun Sie es jetzt. Sagen Sie einfach: „Jesus, komm in mein Leben. Ich vertraue Dir als meinem Herrn und Retter mein Leben an.“ Dann wird Er in Ihr Leben kommen, es verändern und Ihnen Kraft geben. Bis zum nächsten Mal. Gott segne Sie.  

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