Fußspuren des Glaubens 1/2

Wenn es um das tiefere Verständnis des Glaubens geht, braucht jeder Christ einen Mentor – eine Person, die Gottes Wort versteht und seine Verheißungen für sich in Anspruch genommen und erlebt hat.

Darum gab Gott uns Abraham. In der Bibel wird er uns als ein Vorbild beschrieben, dem wir folgen sollen, wenn es um Glauben geht. Bayless Conley zeigt anhand der Lebensgeschichte Abrahams auf, wie du im Glauben leben und die Segnungen Gottes erfahren kannst!

Dies ist der erste Teil der Predigt, den zweiten Teil findest du hier …

Predigtmanuskript

Hallo und herzlich willkommen! Schön, dass Sie heute dabei sind. Das Thema unserer heutigen Sendung ist „Fußspuren des Glaubens“. Die Bibel sagt uns, wir sollen in den Fußspuren des Glaubens gehen oder den Spuren folgen, die unser Vater Abraham hinterlassen hat. Und er hat sehr deutliche Abdrücke im Sand der Zeit hinterlassen. Wenn wir seinem Glauben folgen und wie er seinen Glauben gelebt hat, wird das bei uns auch Ähnliches bewirken wie bei ihm. Das ist wichtig.

Heute möchte ich Ihnen etwas nahe bringen, das ich schon in meinem Minibuch mit dem Titel „Fußspuren des Glaubens“ geschrieben habe. Es handelt von Abraham und seinem Glauben und ich möchte mich etwas daran orientieren. Keine Ahnung, bis wohin wir heute kommen. Anfangen werden wir bei Römer 4, ab Vers 3. Schlagen Sie diese Stelle bitte einmal auf. In Römer 4:3 heißt es:

Römer 4:3.11
„Denn was sagt die Schrift? Abraham aber glaubte Gott, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet.“ – Weiter in Vers 11 im gleichen Kapitel:

„Und er empfing das Zeichen der Beschneidung als Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, den er hatte, als er unbeschnitten war…“

Hier möchte ich kurz unterbrechen. Es heißt im Text, er glaubte bereits, als er noch unbeschnitten war. Die Beschneidung war das Zeichen des Bundes mit Gott. Alle Juden waren beschnitten und Abraham war der erste. Doch bevor er dieses äußerliche Zeichen erhielt, hatte er schon eine innerliche Beziehung zu Gott. Sie war bereits vorhanden, noch bevor er das äußerliche Symbol für diese innere Beziehung erhielt. – Lesen wir also weiter in Vers 11:

„… er empfing das Zeichen der Beschneidung als Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, den er hatte, als er unbeschnitten war, damit er Vater aller sei, die im Unbeschnittensein glauben, damit ihnen die Gerechtigkeit zugerechnet werde; und Vater der Beschneidung, nicht allein derer, die aus der Beschneidung sind, sondern auch derer, die in den Fußspuren des Glaubens wandeln, den unser Vater Abraham hatte, als er unbeschnitten war.“

Ganz gleich, ob beschnitten oder nicht, ob im jüdischen Bund mit Gott oder nicht, Vater Abraham ist der Vater aller, die an Gott glauben. Und im Text ist davon die Rede, den Fußspuren des Glaubens zu folgen. Sie „wandeln in den Fußspuren des Glaubens“, den unser Vater Abraham hatte. Eine andere Bibelübersetzung schreibt es so: „Den Fußstapfen von Abrahams Glauben folgen“. Abrahams Glaube hat sozusagen im Sand der Zeit Spuren hinterlassen, denen wir folgen können.

Heute werden wir uns hauptsächlich mit Hebräer 11 beschäftigen. Dort finden wir mindestens vier deutliche Fußspuren, die Abrahams Glaube auf seiner Glaubensreise hinterlassen hat. Diese Spuren kann man in einer gewissen Reihenfolge sehen; sie bauen aufeinander auf. Es geht bei ihnen um verschiedene Elemente der Glaubensreise, die Abraham mit Gott unternahm. Und wir können jedes davon als Fußspur betrachten. Lesen wir also zunächst den Text in Hebräer 11. Schlagen Sie das bitte einmal auf. Wir fangen an bei Vers 1, wo wir eine Definition von Glauben bekommen.

Hebräer 11:1
„Der Glaube aber ist eine Wirklichkeit dessen, was man hofft, ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht.“

Beim Glauben geht es also um unsichtbare Dinge. Glaube ist eine Wirklichkeit, ein Überführtsein. – Dann lesen wir, wie verschiedene Menschen ihren Glauben auslebten und in Vers 8 finden wir unsere erste Fußspur. Ich nenne sie einmal die Fußspur des gehorsamen Glaubens.

Hebräer 11:8
„Durch Glauben war Abraham, als er gerufen wurde, gehorsam, auszuziehen an den Ort, den er zum Erbteil empfangen sollte; und er zog aus, ohne zu wissen, wohin er komme.“

Alle zusammen: „durch Glauben“. Durch Glauben gehorchte Abraham, als er gerufen wurde und zog los. Schlagen wir einmal 1. Mose 12 auf. Hier erfahren wir mit vielen Einzelheiten, wie Gott Abraham berief; und Abraham gehorchte und zog los. 1. Mose 12 und wir lesen ab Vers 1.

1. Mose 12:1-4
„Und der Herr sprach zu Abram: Geh aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde! Und ich will dich zu einer großen Nation machen, und ich will dich segnen, und ich will deinen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein! Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde! Und Abram ging hin, wie der Herr zu ihm geredet hatte, und Lot ging mit ihm. Abram aber war 75 Jahre alt, als er aus Haran zog.“

Abram ist 75 Jahre alt. Er ist kein junger Kerl mehr. In dem Alter denken manche, dass sie langsam das Ende der Reise erreichen. Abram… er wurde erst später „Abraham“ genannt… Abrams Reise und dieses Abenteuer mit Gott beginnen erst, als er 75 ist. Ich glaube, Gott ist mehr interessiert am Zustand unseres Herzens als am Alter unseres Körpers. Und vielleicht sind heute hier oder unter den Fernsehzuschauern einige, die spüren, dass sie alt geworden sind. Das geht uns allen so. Daran ist die Schwerkraft schuld. Stimmt doch, oder? Natürlich stimmt es. Ich habe doch heute schon in den Spiegel geschaut. An meinem Körper arbeitet die Schwerkraft seit fast 58 Jahren. Aber wissen Sie was? Mein Geist ist jung. Mein Geist sagt zu Gott: „Ich bin bereit für ein Abenteuer. Ich will dir gehorchen.“ Und das allein interessiert Gott. Es spielt gar keine Rolle, ob Sie vielleicht schon 85 Jahre alt sind: Sie können immer noch große Abenteuer mit Gott erleben. Ihre Geschichte ist noch nicht vorbei. Sie können noch mehr Kapitel schreiben! Und so fordert Gott Abraham auf loszuziehen. Er gibt ihm keine Landkarte und kein Ziel. Er gibt ihm nur einen Auftrag: Geh. Und Abraham gehorcht. Gott sagt: „Geh in ein Land, das ich dir zeigen werde. Ich zeige es dir nicht jetzt. Ich erwarte von dir, dass du dich in Bewegung setzt. Erst dann werde ich dir mehr zeigen.“ Und durch den Glauben gehorchte Abraham. Erinnern wir uns: Glaube ist eine Wirklichkeit dessen, was man hofft, ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht. Abraham hatte keinen detaillierten Plan, wohin und wie weit er gehen würde und wie alles werden sollte. Damit war Abraham verwundbar und damit hatte Gott alles in der Hand.

Manche Menschen mögen es nicht, verwundbar und ganz von Gott abhängig zu sein. Wann haben Sie das letzte Mal etwas getan, bei dem Sie völlig von Gott abhängig waren? Abraham ließ alles zurück, ging in ein Land, von dem er an diesem Punkt noch gar nichts wusste… er wusste nicht, wo er enden würde.

Manche Menschen wollen alles verstehen, bevor sie irgendetwas tun. Auch diese Menschen gebraucht Gott, aber nur begrenzt, denn Gott verlangt Glauben von uns. Und Glauben hat etwas mit Gehorsam zu tun. Gott sagte zu Abraham „Geh“ und Abraham ging. Ich möchte das besonders betonen. In Hebräer 11:8 heißt es, als Abraham gerufen wurde, zog er aus. Gott sagte: „Abraham, steh auf und geh. Verlass deine Familie und deine Verwandtschaft. Verlass deine Stadt und geh. Alles andere werde ich dir noch zeigen.“ Aber Abraham traf diese Entscheidung nicht allein. Er sagte nicht eines Tages: „Ich will etwas für Gott tun. Ich setze mich auf das Ende dieses Astes und fange an, ihn abzusägen; und wenn Gott mich auffängt, habe ich bewiesen, dass es Gott wirklich gibt.“

Wissen Sie, viele Menschen haben im Prinzip genau das getan. Abraham bekam eine klare Berufung von Gott und dann ging er los. Er entschied es nicht allein, sondern Gott gab den Anstoß. Aber wenn Sie von Gott hören und Er sagt: „Setz dich ganz außen auf diesen Ast und ich gebe dir eine Säge in die Hand“, dann legen Sie los! Manche Menschen handeln eigenmächtig und kindisch. Glaube gründet sich auf das, was wir von Gott hören. Und so zog Abraham los, als er eine klare Anweisung bekam – auch wenn Gott ihm keine Details nannte. Glauben heißt, in dem Licht voranzugehen, das wir haben.

Wer von Ihnen ist heute im Dunkeln hierher gefahren? Okay. Draußen wird es dunkel und man kann nichts sehen. Ich dachte gerade, ich sehe den Sonnenuntergang, aber es ist nur die Reflexion der Leinwände auf den Türen. Also vielleicht ist es doch kein schöner Sonnenuntergang. Ich dachte, der Himmel wäre so schön purpurrot. Na gut. Wahrscheinlich ist es dunkel. Und wenn Sie sich jetzt ins Auto setzen, den Motor anlassen und die Scheinwerfer anschalten, sehen Sie im Scheinwerferlicht vielleicht 20 Meter Straße. Jetzt können Sie im Auto sitzen und sagen: „Ich fahre nicht los, bis die Scheinwerfer den ganzen Heimweg beleuchten. Ich muss das Ende meines Weges sehen oder ich rühre mich nicht vom Fleck.“ Dann sitzen Sie morgen, nächste Woche und nächsten Monat immer noch im Auto. Aber fahren Sie 20 Meter und Sie werden die nächsten 20 Meter erkennen. 20 Meter fahren, 20 Meter mehr Sicht. So ist es auch mit Gott. Gott sagt: „Steh auf und geh.“ „Aber was wird passieren? Wie wird für mich gesorgt sein?“ Gott sagt: „Bitte mach Folgendes…“ Und wenn wir uns in Bewegung setzen, schenkt Gott uns Licht. Der alte Spruch stimmt schon: Selbst Gott kann kein parkendes Auto lenken. Wir müssen uns in Bewegung setzen.

Nun weiter im Text. Schlagen Sie bitte noch einmal Hebräer 11 auf. Wir kommen zur zweiten Fußspur. Die erste Fußspur war Abrahams Gehorsam durch Glauben. Die zweite Fußspur ist selbstloser Glaube. Die Fußspur des selbstlosen Glaubens. Hebräer 11, ab Vers 9:

Hebräer 11:9-10
„Durch Glauben siedelte er sich im Land der Verheißung an wie in einem fremden und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung; denn er erwartete die Stadt, die Grundlagen hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist.“

Als ich heute über diese Verse nachdachte, fiel mir etwas auf, was mir noch nie zuvor aufgefallen ist. In Vers 10 heißt es, er wartete. Manchmal wartet der Glaube. „Er wartete auf die Stadt, die einen festen Grund hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist.“ Warum heißt es hier: „die einen festen Grund hat“? Darüber habe ich bis heute auch noch nie nachgedacht. Warum heißt es nicht einfach: „Er wartete auf die Stadt, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist“? Das wäre doch schon ganz vollständig gewesen. Doch er wartete auf die Stadt, die einen festen Grund hat. Okay. Ein fester Grund oder Fundament, damit ist etwas Sicheres gemeint, etwas Dauerhaftes. Verstehen Sie, Abraham war bereit, in einem Zelt in der Wüste zu leben, weil er auf etwas wartete, das sicher war – auf etwas, das ewig war. Der Glaube weiß, dass der größte Teil unseres Erbes sich nicht auf dieser Seite der Ewigkeit befindet, sondern auf der anderen. Und für manches lohnt es sich, gehorsam durchzuhalten, weil selbstloser Glaube ein Segen für andere ist und weil es dafür eine Belohnung geben wird. Diese Belohnung ist unerschütterlich und sicher; sie ist ewig. Und in seinem Glauben hatte Abraham die Ewigkeit im Blick. Sein Glaube war sehr, sehr selbstlos. Früher hatte er in Ur in Chaldäa gelebt. Archäologen sagen, dass Ur eine der höchstentwickelten Städte des Altertums war. Dort gab es zweigeschossige gemauerte Gebäude mit Terrassen. Es gab gepflasterte Straßen. Es gab ein unterirdisches Abwassersystem. Es war ein Zentrum des Welthandels. Es hatte alles, was die Welt damals zu bieten hatte. Ur war so modern wie ein Ort auf dieser Erde nur sein konnte. Und im Glauben verließ Abraham diese Stadt und lebte in Zelten in der Wüste. Das ist eine ziemliche Veränderung: die Stadt und alle geschäftlichen Möglichkeiten und Freunde, Familie und alle Wurzeln und alles Vertraute zurückzulassen. Und dann geht man an einen Ort, den man nicht kennt, wo man nicht die vertrauten Annehmlichkeiten hat und lebt als Reisender in einem staubigen Zelt! Abraham, warum hast du das gemacht? „Ich habe es getan, weil Gott mir versprochen hat, dass er dafür meine Kinder und alle Familien auf der Erde segnen würde.“ Das ist selbstloser Glaube. Natürlich segnete Gott Abraham, keine Frage. Gott segnete ihn; er wurde ein wohlhabender, einflussreicher Mann. Doch sein Blick war letztlich auf eine Stadt gerichtet, die erst noch kommen sollte, auf eine ewige Belohnung. Abraham, dessen Glauben wir folgen sollen, sagte: „Ich bin bereit, für die kommenden Generationen Opfer zu bringen. Ich werde Gott gehorchen, auch wenn ich dazu alles Vertraute verlassen muss. Auch dann, wenn es mich in unangenehme Umstände bringt; auch wenn ich einige Dinge verliere, die ich lieb gewonnen habe, werde ich Gott gehorchen. Wenn meine Kinder und alle Generationen und Familien der Erde gesegnet werden, will ich es für sie tun.“ Und Gott sagt: „Einem solchen Glauben sollt ihr nacheifern.“ Hiskia hatte auch Glauben, aber es ist uns nicht gesagt, dass wir seinem Glauben folgen sollen – sondern dem Glauben Abrahams.

Es gibt auch Glaubenshelden der jüngeren Geschichte, so wie David Livingstone. Livingstone war ein erstaunlicher Mensch. Ich war in Afrika schon an Orten, an denen er auch war. Ich habe sein Tagebuch gelesen und es hat mich sehr inspiriert. In diesem Tagebuch erzählt er von einer Region, in der die Arbeit echt schwer war. Sie beteten und predigten und es gab alle möglichen Schwierigkeiten und nur wenige Menschen bekehrten sich. Einige Menschen konnte er für Gott gewinnen und zur Nachfolge anleiten. Und er schreibt: „Heute bringen wir Opfer, doch der Tag wird kommen, an dem hier an diesem Ort viele Menschen für Christus gewonnen werden.“ Und fast 100 Jahre später wurde an genau dem Ort eine große Evangelisation durchgeführt und 300 000 Menschen kamen zum Glauben an Jesus – dort, wo Livingstone sich so abgemüht hatte. Als er im Alter von 60 Jahren in Afrika starb, überwanden die Afrikaner, die ihn sehr liebten, jeden Aberglauben, balsamierten seinen Leichnam ein und trugen ihn monatelang zur afrikanischen Küste. Von dort aus wurde er mit einem Schiff über den Ozean gebracht und in der Westminster Abbey bestattet. Doch bevor sie ihn einbalsamierten und monatelang zur Küste trugen, nahmen sie das Herz aus seinem Leichnam und begruben es. Sie sagten: „Sein Herz gehört nach Afrika.“ Er lebte für andere.

Die dritte Fußspur des Glaubens – und weiter kommen wir heute wahrscheinlich auch nicht – ist Glaube, der Wunder hervorbringt. Hebräer 11:11: „Durch Glauben…“ Alle zusammen: „Durch Glauben“.

Hebräer 11:11-12
„Durch Glauben empfing er auch mit Sara, obwohl sie unfruchtbar war, Kraft, Nachkommenschaft zu zeugen, und zwar über die geeignete Zeit des Alters hinaus, weil er den für treu erachtete, der die Verheißung gegeben hatte. Deshalb sind auch von einem, und zwar Gestorbenen, so viele geboren worden wie die Sterne des Himmels an Menge und wie der Sand am Ufer des Meeres, der unzählbar ist.“

Okay, in Vers 11 heißt es: „Durch Glauben empfing er auch mit Sara…“ Dieses „er auch mit“ bedeutet, dass sowohl Sara als auch Abraham etwas durch Glauben empfingen. Und was war das? Sara empfing Kraft. Sara und Abraham empfingen durch den Glauben Kraft von Gott. Interessanterweise ist das Wort, das hier mit „Kraft“ übersetzt ist, genau das gleiche Wort, das überall sonst im Neuen Testament mit „Wunder“ übersetzt ist. Abraham und Sara empfingen ein Wunder. Einfach ausgedrückt, glaubte Sara, dass Gott zu Seinem Wort steht. Sie hielt den für treu, der es versprochen hatte. Das ist nicht allzu schwer. Eines möchte ich noch sagen, was Ihnen vielleicht Mut macht. Abraham und Sara bekamen dieses zuversichtliche Vertrauen auf Gott nicht über Nacht. Sie machten auch Kämpfe durch. Als Gott ihnen die Verheißung zum ersten Mal gab, hatten sie noch ein paar Glaubensprobleme. Irgendwann versuchten sie sogar das, was Gott ihnen durch den Geist versprochen hatte, aus eigener Kraft zustande zu bringen. Das Ergebnis war Ismael und dadurch kam viel Zwietracht und Kummer in die Familie. Wenn Sie das Gefühl haben, auf Ihrer Glaubensreise noch nicht am Ziel zu sein, dann sind Sie in guter Gesellschaft. Sara und Abraham kamen auch nicht über Nacht ans Ziel. Über Sara heißt es, dass sie Gott für treu hielt, der die Verheißung gegeben hatte. Doch Abraham hatte ein Geheimnis für seinen Glauben. Wer möchte wissen, was das Geheimnis an Abrahams Glauben war? Es ist das Geheimnis für einen Glauben, der Wunder hervorbringt. Römerbrief, Kapitel 4, ab Vers 17. Hier erzählt der Apostel Paulus von Gottes Versprechen an Abraham, nämlich, dass er noch im hohen Alter einen Sohn bekommen würde. Und hier erfahren wir, woran sich Abrahams Glaube zeigte, aber auch, was das Geheimnis an seinem Glauben war.

Römer 4:17
„Wie geschrieben steht: Ich habe dich zum Vater vieler Nationen gesetzt -, vor dem Gott, dem er glaubte, der die Toten lebendig macht und das Nichtseiende ruft, wie wenn es da wäre.“

Darauf möchte ich kurz eingehen. Ist das nicht seltsam? Gott ruft Dinge, die nicht existieren, als ob sie existieren. Und das trifft auch auf Ihre persönliche Situation zu, wenn Gott etwas ruft, das nicht existiert, als ob es da wäre. Gott gibt uns die Erlaubnis, das Gleiche zu tun. Gott sagte zu Josua: „Ich habe dir Jericho gegeben“, als Jerichos Mauern noch standen. Es sah noch so aus, als hätten die Soldaten auf der Stadtmauer die Waffen auf Josua gerichtet, aber Gott sprach schon in der Vergangenheitsform. Er rief, was nicht da war, als wäre es da. Und wenn Gott etwas in die Vergangenheitsform setzt, sollen wir das Gleiche tun; ob es beispielsweise um Heilung geht oder etwas anderes. Okay, ich wollte mich gar nicht lange dabei aufhalten. Wo waren wir stehen geblieben? Vers 18. Sind wir in Vers 18? Wow. Okay.

Römer 4:18
„Der gegen Hoffnung auf Hoffnung hin geglaubt hat, damit er ein Vater vieler Nationen werde, nach dem, was gesagt ist: So soll deine Nachkommenschaft sein. Und nicht schwach im Glauben, sah er seinen eigenen, schon erstorbenen Leib an, da er fast hundert Jahre alt war, und das Absterben des Mutterleibes der Sara.“

Sie war damals 90 Jahre alt. „Und zweifelte nicht durch Unglauben an der Verheißung Gottes, sondern wurde gestärkt im Glauben, weil er Gott die Ehre gab. Und er war völlig gewiss, dass er, was er verheißen habe, auch zu tun vermöge.“

„Er war völlig gewiss.“ Vers 20 gefällt mir. So äußerte sich Abrahams Glaube: „Er zweifelte nicht durch Unglauben an der Verheißung Gottes, sondern wurde gestärkt im Glauben, weil er Gott die Ehre gab.“

Er gab Gott die Ehre und sein Glaube wurde gestärkt. In einer anderen Übersetzung heißt es sehr schön: „Abraham lobte Gott für diesen Segen, noch bevor er eintraf.“ Das war eine Ausdrucksweise seines Glaubens. Er lobte Gott, schon bevor er ein Kind hatte. Noch bevor Sara schwanger wurde, lobte er Gott schon im Voraus. In Philipper 4 heißt es: „Lasst eure Bitten mit Danksagung vor Gott kundwerden.“ Wenn wir beten, müssen wir Gott auch gleichzeitig danken. „Sie meinen, auch wenn ich mich noch gar nicht anders fühle?“ Ja, und auch wenn noch nichts anders aussieht! Genau!

Wir lesen also in diesen Versen, wie Abraham seinen Glauben zum Ausdruck brachte. Doch in den vorhergehenden Versen finden wir das Geheimnis von Abrahams Glauben, der Wunder hervorbrachte. Sind Sie bereit? Es ist nämlich etwas sehr Tiefgreifendes. Ganz sicher? Es ist die Verheißung. Ohne Verheißung gab es keinen Glauben. Sie war die Quelle und die erhaltende Kraft seines Glaubens. Lesen wir es eben einmal nach. Überall dort, wo das Wort „Verheißung“ oder ein Verweis darauf auftaucht, unterstreichen Sie es bitte in Ihrer Bibel.

Vers 13: „die Verheißung“. Alle zusammen: „die Verheißung“.

Vers 14: „Wenn nämlich die vom Gesetz Erben sind, so ist der Glaube zunichte gemacht und die

Verheißung aufgehoben.“ Alle: „die Verheißung“.

Vers 16: „Darum ist es aus Glauben, dass es nach Gnade gehe, damit die Verheißung…“ Alle: „die
Verheißung“.

Vers 17: „Wie geschrieben steht: Ich habe dich zum Vater vieler Nationen gesetzt.“ Okay, das war die

Verheißung. Alle: „die Verheißung“.

Vers 18: „Der gegen Hoffnung auf Hoffnung hin geglaubt hat, damit er ein Vater vieler Nationen
werde, nach dem, was gesagt ist…“ Das, was gesagt ist, ist die Verheißung. Alle: „die
Verheißung“.

Vers 20: „Er zweifelte nicht an der Verheißung.“ Alle: „die Verheißung“.

Vers 21: „Er war völlig gewiss, dass er, was er verheißen habe …“ Alle: „die Verheißung“.

Okay, Vers 13: die Verheißung; Vers 14: die Verheißung; Vers 16: die Verheißung; Vers 17: die Verheißung; Vers 18: die Verheißung; Vers 20: die Verheißung; Vers 21: die Verheißung. Ob vielleicht eine Verheißung irgendetwas damit zu tun hatte? Abrahams Glaube entstand durch die Verheißung und war getragen von der Verheißung. Glaube kommt durch das Hören und das Hören durch das Wort Gottes. Und Abraham glaubte dem, was gesagt war; das haben wir gerade gelesen. Es war die Verheißung, die Gott über Abrahams Leben ausgesprochen hatte. Abraham glaubte nicht seinen Gefühlen oder der Tatsache entsprechend, dass Sara 90 Jahre alt und nie schwanger gewesen war. Er glaubte nicht dem Umstand zufolge, dass er, wie es in einer Übersetzung heißt, einen Fuß im Grab hatte. Er glaubte nicht der Diagnose des Arztes entsprechend; er glaubte nicht der öffentlichen Meinung entsprechend und er glaubte auch nicht dem entsprechend, was die Umstände ihm sagten. Er glaubte nicht das, was andere ihm sagten. Er glaubte nur dem entsprechend, was Gott ihm über seine Umstände gesagt hatte.

Was hat Gott zu Ihnen über Ihre Umstände gesagt? „Ja, gibt es denn eine Verheißung, die zu meinen Umständen passt?“ Das garantiere ich Ihnen! Schlagen Sie die Bibel auf und bitten Sie Gott um Hilfe. Er wird Ihnen eine Verheißung zeigen. Heutzutage können Sie sogar einfach im Internet nach den entsprechenden Worten in der Bibel suchen. Suchen Sie sich eine Verheißung, die zu Ihrer Situation passt und glauben Sie dementsprechend. Die Verheißung wird Glauben hervorbringen und Ihren Glauben tragen und Sie im Glauben stärken. Abrahams Glaube wurde gestärkt, indem er auf die Verheißung Gottes schaute. Während er sich auf die Verheißung konzentrierte, wurde sein Glaube gestärkt und getragen. Er hatte eine Verheißung!

Leider hatten wir heute keine Zeit für die ganze Predigt, sie war einfach zu lang. Also werden Sie wohl nächstes Mal wieder einschalten müssen, um Teil 2 von „Fußspuren des Glaubens“ zu sehen. Am Ende ging es darum, eine Verheißung zu finden, die zu unserer Situation passt. Ich möchte Sie ermutigen, Ihre Bibel wirklich lieb zu gewinnen.

Zum Schluss bitte ich Sie, im Gebet zu unterstützen, was wir tun. Wenn unsere Sendung Ihnen geholfen hat, wenn sie Leben und Glauben in Ihr Zuhause und Ihre Familie gebracht hat, dann fragen Sie Gott im Gebet, ob Sie nicht ein Partner unserer Arbeit werden wollen. Diese Sendung wird in über 100 Ländern der Erde ausgestrahlt und das kostet viel Geld. Wir müssen jeden Ausstrahlungsort kritisch prüfen und unsere Arbeit ist nur möglich, wenn Menschen wie Sie beten und Gott fragen: „Soll ich diese Arbeit unterstützen?“ Beten Sie einfach und tun Sie, was Gott Ihnen ans Herz legt. Ich glaube, Er wird Sie dafür segnen und es wird auch ein Segen für andere sein. Bis zum nächsten Mal!

 

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