Gott hören 1/2

Gott hat versprochen, mit denen zu reden, die an ihn glauben. Sei es durch sein Wort oder durch seinen Heiligen Geist. Allerdings müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass es eine große Verantwortung mit sich bringt, seine Stimme zu hören.
Bayless Conley erklärt in seiner Predigt Gott hören warum unser Leben in Aufruhr geraten und unser Herz hart werden kann, wenn wir seiner Stimme nicht oder erst verspätet folgen. Je mehr wir jedoch „ja“ zu Gott sagen, umso weicher, empfänglicher und sensibler wird unser Herz und wir können uns stets sicher sein, dass der Weg, auf den Gott uns führt der beste ist, sowohl für uns als auch für andere.

Dies ist der erste Teil einer Predigt, den zweiten Teil findest du hier…

Predigtmanuskript

Eine der erstaunlichen Fähigkeiten, die wir bekommen, wenn wir mit Jesus leben, ist, dass wir Gottes Stimme hören können. Der Heilige Geist spricht in unser Herz und führt uns. Manche Menschen fragen sich vielleicht: „Warum sollte ich tun, was Gott mir sagt? Ich habe doch meine eigenen Vorstellungen und Pläne.“ Diese Frage werden wir heute beantworten. Das wird sicher sehr aufschlussreich für Sie sein.

Der Vers, über den ich heute sprechen möchte, begleitet mich schon lange Zeit. Er ist in meinem Leben zu einer Art Stützpfeiler geworden. Ich hörte ihn zum ersten Mal, als ich gerade erst Christ geworden war. Gott hatte schon vorher zwei Mal zu mir gesprochen und ich wusste intuitiv, dass das Gott war. Solange ich denken kann, suchte ich nach der Wahrheit, sogar schon als kleiner Junge. Meine Mutter erzählte mir, dass sie sich immer sicher war, dass ich einmal Priester werden würde, weil ich ihr kaum, dass ich reden konnte, Fragen über Gott stellte… Fragen, auf die sie keine Antwort wusste. Ich probierte vieles aus, aber alles stellte sich als ausgetrocknete Quelle, als Sackgasse heraus. Ich will jetzt nicht meine ganze Geschichte erzählen, aber letzten Endes hatte ich neben einigen anderen Problemen mit Drogen- und Alkoholsucht zu kämpfen. Eines Tages traf ich in einem Park einen zwölfjährigen Jungen, der mir von Jesus Christus erzählte. Er war der erste Mensch, der mit mir über das Evangelium sprach. Ich hatte noch nie davon gehört. Und ich glaubte, er sei verrückt, weil er redete, als würde Jesus noch leben. Ich lernte ihn und seine Familie näher kennen und stellte ihnen viele Fragen, aber noch wurde ich nicht gerettet. Dann ging ich in ein anderes Land und wurde in diverse illegale Machenschaften verwickelt. Es ist wirklich erstaunlich, dass ich für das, was ich damals alles tat, nicht ins Gefängnis kam. Dann kehrte ich in die USA zurück. Ich fühlte mich innerlich total leer. Ich weiß noch, wie ich einmal in den Bergen war und mich spät in der Nacht auf die Motorhaube meines Trucks legte und Gott Fragen stellte. Aber ich bekam keine Antworten. Es war sehr frustrierend. Meine Fragen drehten sich um das Evangelium und um Jesus. Ich wollte wissen, ob das alles wahr war. In meinem Leben gab es damals ein paar Dinge, die nahezu unüberwindbar erschienen und mich daran hinderten, Jesus anzunehmen. Ich brauchte einfach ein paar Antworten, bevor ich Ihm mein Leben vorbehaltlos hingeben konnte. Am nächsten Tag sprach Gott zu mir. Ich weiß nicht, woher ich wusste, dass Gott es war, der zu mir sprach, aber ich war mir noch nie zuvor in meinem Leben einer Sache so sicher gewesen. Er sagte: „Ich will, dass du zu Ramona gehst.“ Sie war die Mutter des kleinen zwölfjährigen Jungen, der mir von Jesus erzählt hatte. Also fuhr ich dort hin. Als ich ankam, waren sie gerade im Aufbruch. Ich fragte: „Wo wollt ihr denn hin?“ Sie sagten: „Wir fahren in die Nachbarstadt“, diese hieß Medford. „Wir wollen dort in eine Missionsgemeinde gehen.“ Als ich in Ramonas Küche stand, sprach Gott ein zweites Mal zu mir. Wieder war ich mir absolut sicher, dass das Gott war. Er sagte: „Ich will, dass du mit ihnen gehst.“ Man sollte annehmen, dass jemand, der Gott zum zweiten Mal reden hört, Ihm gehorcht, aber ich sagte in meinem Inneren: „Nein, das möchte ich nicht.“ Und dann dachte ich: „Okay, Gott, wir machen einen Deal. Wenn sie mich fragen, gehe ich mit.“ Damals nannten mich alle Bay. Und kaum hatte ich den Gedanken zu Ende gedacht, drehte sich Ramona zu mir um und fragte: „Bay, willst du uns begleiten?“ Ich sagte: „Okay.“ Und an diesem Abend passierte noch einiges mehr. Es ist eine interessante Geschichte, aber das führt uns jetzt zu weit. Jedenfalls wurde ich an diesem Abend in der kleinen Missionsgemeinde in Medford, Oregon, gerettet. Ich gab mein Herz Jesus Christus. Jede Frage, die ich Gott in der Nacht zuvor gestellt hatte, wurde von den Menschen, die dort sprachen, beantwortet und ich erkannte, dass Gott sie eigens dafür gebrauchte. An diesem Abend machte ich ganze Sache mit Jesus. Das ist jetzt fast 40 Jahre her und ich habe es nie bereut.

In den Monaten, nachdem ich gerettet worden war, sprach Gott nicht mehr zu mir. Das ärgerte mich, weil ich jetzt zum ersten Mal in meinem Leben häufig mit Christen zusammen war und diese ständig Dinge sagten wie: „Der Herr hat mir dieses gesagt“, „Der Herr hat mir jenes gesagt“ und „Gott hat mir dieses gesagt und der Herr hat mir jenes gezeigt und jenes gesagt.“ Ich dachte: „Ist das euer Ernst? Das ist, als würdet ihr euch ständig mit Ihm unterhalten. Wie geht das?“ Und es ging weiter. Ich hörte sie sagen: „O ja, der Herr hat dieses gesagt und der Herr hat mir jenes gesagt“ und ich ärgerte mich. Ich meine, bevor ich Christ wurde, hatte Gott zu mir gesprochen, aber jetzt, wo ich Christ war, sprach Er nicht mehr zu mir. Da fing ich an, Gott aufrichtig darum zu bitten. Ich bat Ihn jeden Tag von morgens bis abends: „Gott, bitte rede zu mir. Gott, warum redest Du nicht zu mir? All diese Leute sagen, dass Du zu ihnen redest, aber zu mir redest Du nicht. Warum redest Du nicht zu mir? Du redest zu ihnen, aber nicht zu mir. Warum?“ So ging das Tag für Tag für Tag. „Gott, ich weiß, dass Du sie nicht mehr liebst als mich, aber warum sprichst Du zu ihnen und nicht zu mir? Bitte sprich zu mir. Sprich zu mir. Bitte! Sprich zu mir.“ Aber es passierte nichts. Ich bat und bettelte weiter, zwei Wochen lang, Tag für Tag. Ich war absolut aufrichtig. Ich war ein brandneuer Christ und verstand einfach nicht, warum die Leute sagten, dass der Herr zu ihnen sprach. Und dann sprach Er eines Tages auch zu mir und was Er sagte, war Hebräer 4:7. Sie können den Vers schon einmal aufschlagen. Wir werden ihn gleich lesen.

Ich war erst seit kurzer Zeit Christ. Ich hatte noch nicht angefangen in der Bibel zu lesen. An diesem Punkt in meinem Leben mit Gott hatte ich noch nicht erkannt, wie wichtig das ist. Ich hatte zwar einmal ein paar Worte in 1. Mose gelesen, aber ich wusste nicht viel über die Bibel. Ich nahm an, dass es dort ein Buch geben musste, das Hebräer hieß, aber sicher war ich mir nicht. Und so kaufte ich mir eine Bibel, schlug sie auf und war sehr überrascht, dass das tatsächlich der Fall war. Ich suchte Kapitel 4 und las Vers 7, wo es heißt:

Hebräer 4:7
„… so bestimmt er wiederum einen Tag, ein Heute, indem er nach so langer Zeit durch David sagt, wie es gesagt worden ist: Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht!“

Ich war sprachlos. Ich war absolut sprachlos. Das Erste, was ich begriff, als ich das Kapitel und den Vers gefunden und gelesen hatte, war, dass das Hören Seiner Stimme eine große Verantwortung mit sich bringt. Das jagte mir Angst ein und dämpfte meinen Wunsch, Ihn reden zu hören. Es war, als würde Gott sagen: „Du musst dir darüber klar werden, welches Gewicht es hat, worum du mich bittest. Das ist keine Kleinigkeit. Damit geht eine Verantwortung einher.“ Ich meine, warum sollte da die Versuchung sein, dass mein Herz verstockte, es sei denn, Er sagte etwas, das ich nicht hören oder tun wollte? Wenn Er mir nur sagte, was ich hören wollte und mir nur auftrug, was ich tun wollte, wo sollte es da ein Problem geben? Hier bestand keine Gefahr, dass mein Herz verstockte. Aber der Vers erschreckte mich. Er ließ die Furcht des Herrn in mir aufkeimen.

Der Vers steht in Zusammenhang mit den Kapiteln 3 und 4 des Hebräerbriefs. Sie handeln von den Israeliten, die Gottes Gebot, das Verheißene Land einzunehmen, zwar hörten, sich aber nicht davon überzeugen ließen, danach zu handeln. Gott hatte ganz klar zu ihnen gesprochen und ihnen gesagt, was sie tun sollten, aber sie handelten nicht danach und so verloren sie den verheißenen Segen und wurden von Gott getrennt. Ihre Rettung aus Ägypten ist ein Bild für unsere Erlösung. Ihre Durchquerung des Roten Meers ist ein Bild für unsere Taufe. Das deutet darauf hin, was wir in Jesus haben. Und genauso wie sie das gesegnete Leben, das Gott für sie geplant hatte, verloren, werden auch wir es verlieren, wenn wir Seiner Stimme nicht gehorchen. Wir müssen sensibel im Hören und schnell im Gehorchen sein.

Die Aussage aus Hebräer 4:7 finden wir erneut in den Versen 7 und 8 von Hebräer 3. Da heißt es: „Darum, wie der Heilige Geist spricht: Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht, wie in der Auflehnung, am Tag der Versuchung in der Wüste…“ und nochmals in Vers 15: „Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht, wie in der Auflehnung.“

Hier finden wir also dieselbe Aussage wie in Hebräer, Kapitel 4, und tatsächlich ist sie ein Zitat aus Psalm 95. Lassen Sie uns das lesen. Darauf stützte sich der Verfasser des Hebräerbriefs, als er sagte: „Wenn ihr heute Gottes Stimme hört, verschließt euch seinem Reden nicht!“ Psalm 95, Vers 7. Es hat einen Grund, warum wir das lesen. Da heißt es:

Psalm 95:7-8
„Denn er ist unser Gott, und wir sind das Volk seiner Weide und die Schafe seiner Hand. Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht, wie bei der Herausforderung, am Tag der Versuchung in der Wüste…“

Beachten Sie, dass hier das Bild von Gott als Hirten und Seinem Volk als Seine Schafe gebraucht wird. Kommt Ihnen das bekannt vor? Jesus machte sehr häufig Gebrauch von dieser Metapher und lehrte diese Wahrheit mit allem Nachdruck. Die einzige Verantwortung der Schafe besteht darin, auf die Stimme des Hirten zu hören und ihm zu folgen, wenn er ruft oder spricht. Das ist der Anfang und das Ende der Verantwortung der Schafe. Und ich glaube, das ist auch unsere einzige Verantwortung als Christen und gleichzeitig ist es die Lösung für jedes unserer Probleme.

Sehen wir uns jetzt ein paar Verse an, in denen Jesus dieses Prinzip lehrte. Bitte legen Sie ein Lesezeichen in das Buch der Psalmen und schlagen Sie Johannes, Kapitel 10 auf. Hier benutzt Jesus dieselbe Metapher, um uns einige Grundsätze Seiner Lehre zu vermitteln. Johannes 10, Vers 2:

Johannes:10:2-4
„Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirte der Schafe. Diesem öffnet der Türhüter und die Schafe hören auf seine Stimme, und er ruft seine eigenen Schafe beim Namen und führt sie heraus. Und wenn er seine Schafe herausgelassen hat, geht er vor ihnen her; und die Schafe folgen ihm nach, denn sie kennen seine Stimme.“

Der Hirte spricht; die Schafe folgen ihm. Der Hirte spricht; die Schafe erkennen die Stimme des Hirten und folgen ihm. Sehen wir uns jetzt Vers 27 im selben Kapitel an:

Johannes 10:27
„Meine Schafe hören meine Stimme und ich kenne sie und sie folgen mir nach…“

Okay: „Meine Schafe hören und gehorchen; sie hören und folgen.“ Das ist unsere ganze Verantwortung als Christen und es ist die Lösung für jedes Problem, das Sie vielleicht gerade haben. Vielleicht sagen Sie jetzt: „Pastor, du verstehst das nicht. Ich habe ein Problem in meiner Ehe. Sie bricht gerade auseinander.“ Ihre Verantwortung, die Lösung? Hören und gehorchen Sie. Hören und folgen Sie. Tun Sie, was Er sagt, dann wird Ihr Problem gelöst, ob Sie es nun verstehen oder nicht. „Aber ich habe ein finanzielles Problem!“ Hören und gehorchen Sie. Hören und folgen Sie. „Aber, Pastor, meine Kinder! Ich bin verrückt vor Sorge um sie! Was soll ich tun?“ Hören Sie auf die Stimme des Hirten und gehorchen Sie. Hören und folgen Sie. „Aber, Pastor, ich habe ein ernstes gesundheitliches Problem.“ Hören und folgen Sie. Hören Sie, was Er Ihnen sagt und gehorchen Sie.

Wenn Er zu uns spricht, beschreitet Gott meistens einen von zwei Wegen: Er tut es durch Sein Wort und durch Seinen Geist. Auf diese beiden Wege möchte ich im Rest der Predigt näher eingehen. Erstens, Er spricht durch Sein Wort zu uns. Er spricht durch Sein Wort zu uns, wie es gepredigt wird. Ich lese Ihnen jetzt 1. Thessalonicher 2:13 aus der Message-Bibel vor. Der Apostel Paulus schrieb hier:

1. Thessalonicher 2:13
„Und jetzt blicken wir auf all das zurück und danken Gott, eine artesische Quelle des Danks. Als ihr das Wort Gottes, das wir gepredigt haben, empfangen habt, habt ihr es nicht als bloße weitere menschliche Meinung abgetan, sondern habt es euch zu Herzen genommen als Gottes Wort für euch, das lautet: Gott selbst wirkt in euch Gläubigen.“

Gott spricht zu uns durch Sein Wort, wie es gepredigt wird. Ich erwarte, dass Gott auch heute während der Predigt zu den Menschen spricht.

Janet und ich waren im letzten Januar 33 Jahre verheiratet. Ja, das ist einen Applaus wert! Sie musste in diesen 33 Jahren mit vielem zurechtkommen. Wir waren in derselben Bibelschule. Sie war mir nie aufgefallen, aber wir hatten einen Kurs, wo jeder Schüler 15 Minuten vor der Klasse lehren musste. Als Janet an der Reihe war, saß ich da und dachte: „Warum habe ich sie noch nie gesehen?“ Nach dem Kurs ging ich ihr nach. Als ich sie eingeholt hatte, sagte ich: „Entschuldige bitte. Mein Name ist Bayless.“ Sie sagte: „Hi, ich bin Janet.“ Ich fragte: „Willst du vielleicht mal mit mir zum Essen gehen?“ Sie sagte: „Ich muss darüber beten.“ Ich sagte: „Okay.“ Eine ganze Woche lang hörte ich nichts mehr von ihr. Als ich sie dann wieder traf, sagte sie: „Nein.“ Sie erteilte mir eine glatte Absage. Was ich damals nicht wusste, war, dass sie gerade eine sehr schwere Zeit durchmachte. Sie war sehr unglücklich und bedrückt. Die Bedrückung schwebte wie eine Wolke über ihr. Das war so schlimm, dass ihre Mitbewohnerin sagte: „Du musst ausziehen. Wir ertragen das nicht mehr. Deine Depressionen vergiften hier die ganze Atmosphäre.“ Janet ist Krankenschwester und auch bei der Arbeit führten ihre Depressionen dazu, dass sie sehr unkonzentriert war, sodass sie bei einem Patienten einen Fehler machte. Gott sei Dank merkte es eine der anderen Schwestern und bügelte ihn wieder aus. Das hätte sehr gefährlich für den Patienten werden können. Nach einem strengen Verweis ihres Vorgesetzten dachte sie: „Mann, ich mache meinen Job nicht mehr richtig und meine Mitbewohner wollen, dass ich ausziehe.“ Sie sagte, dass sie sogar darüber nachdachte, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Und genau zu dieser Zeit fragte ich sie: „Willst du mit mir zum Essen gehen?“

Sie wird es mir nicht übel nehmen, dass ich Ihnen das erzähle. Sie ist heute mit ein paar anderen Frauen auf einer Konferenz, deshalb ist sie nicht hier. Aber sie erzählt das auch selbst auf öffentlichen Veranstaltungen. Und sie dachte: „Alle anderen kommen mit ihrem Leben zurecht, aber bei mir funktioniert das einfach nicht. Mein Leben ist ein Schutthaufen!“ Da lud sie jemand zu einem Vortrag ein. Eine Frau sollte predigen. Sie ging hin und hörte eine Predigt über die Liebe Gottes und diese löste irgendwie den Knoten in ihr. Ich weiß noch, wie sie mir von der Predigt berichtete. Ein Teil davon drehte sich um Noah – wie die Arche auf dem Berg aufsetzte und was Noah dann tat – er baute einen Weinberg an, dann machte er Wein und war schließlich betrunken. Und er fiel um und lag nackt in seinem Zelt. Da kam einer seiner Söhne herein. Als er seinen Vater so sah, lachte er, ging zu seinen Brüdern und sagte: „Das müsst ihr euch ansehen. Vater liegt betrunken und nackt in seinem Zelt!“ Seine beiden Brüder nahmen eine Decke und gingen rückwärts hinein, damit sie ihn nicht nackt sahen und bedeckten ihn damit.

Das ist ein Bild dafür, was die Liebe tut. Im Buch der Sprüche heißt es, die Liebe deckt viele Sünden zu. Und ich weiß noch, wie Janet mir erzählte, dass es war, als hätte sich innerhalb eines Augenblicks der Himmel über ihr aufgeklart. Ihre Mitbewohner sagten: „Du musst nicht ausziehen. Wir wissen nicht, was mit dir passiert ist, aber du bist ein völlig anderer Mensch.“ Sie war einfach glücklich, glücklich, glücklich! Einige Monate später dachte ich: „Ich werde dieses Mädchen nochmals fragen, ob sie mit mir ausgeht.“ Diesmal sagte sie Ja und acht Monate später heirateten wir. Und was ich mit all dem sagen will, ist: Gott sprach so deutlich zu ihr wie Sein Wort gepredigt wurde.

Wir sind nicht hier, weil wir nichts anderes zu tun haben. Ich stehe nicht hier oben, um Sie zu unterhalten. Wir erwarten, dass etwas Übernatürliches geschieht. Gott hat gesagt: „Durch die Torheit der Verkündigung gefiel es Gott, diejenigen zu retten, die glauben.“ In dem, was wir gerade tun, liegt große Kraft. Und zweitens, Gott spricht durch Sein Wort zu uns. Wenn wir es lesen und darüber nachdenken, redet Er durch Sein Wort zu uns. Bitte schlagen Sie Psalm 119 auf. Das ist der längste aller Psalmen und ein sehr guter! Ich werde nur ein paar Verse davon lesen, dann werden Sie sicher schon merken, worauf er hinausläuft. Wir beginnen in Vers 9:

Psalm 119:9-16
„Wie wird ein junger Mann seinen Weg unsträflich gehen? Indem er ihn bewahrt nach deinem Wort! Von ganzem Herzen suche ich dich; lass mich nicht abirren von deinen Geboten! Ich bewahre dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht gegen dich sündige. Gelobt seist du, o Herr! Lehre mich deine Anweisungen. Mit meinen Lippen verkünde ich alle Bestimmungen deines Mundes. Ich freue mich an dem Weg, den deine Zeugnisse weisen, wie über lauter Reichtümer. Ich will über deine Befehle nachsinnen und auf deine Pfade achten. Ich habe meine Lust an deinen Anweisungen; dein Wort vergesse ich nicht.“

Dieser Psalm hat 176 Verse und sie alle sagen im Grunde dasselbe aus. Jeder von ihnen verweist auf das Wort Gottes, wie wir es vorhin gelesen haben. Sehen wir uns noch ein paar weitere Verse an. Vers 97:

Psalm 119:97-102
„Wie habe ich dein Gesetz so lieb! Ich sinne darüber nach den ganzen Tag. Deine Gebote machen mich weiser als meine Feinde, denn sie sind ewiglich mein [Teil]. Ich bin verständiger geworden als alle meine Lehrer, denn über deine Zeugnisse sinne ich nach. Ich bin einsichtiger als die Alten, denn ich achte auf deine Befehle. Ich halte meine Füße fern von jedem bösen Weg, damit ich dein Wort befolge. Von deinen Bestimmungen bin ich nicht abgewichen, denn du hast mich gelehrt.“

Wie lehrte Gott? Durch das Wort. Vers 103:

Psalm 119:103-105
„Wie süß ist dein Wort meinem Gaumen, mehr als Honig meinem Mund! Von deinen Befehlen werde ich verständig; darum hasse ich jeden Pfad der Lüge. Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.“

Und so geht es immer weiter. Wenn Sie sich die Zeit nehmen, über Seine Gebote nachzudenken, aus Seinem Wort Rat zu bekommen und über Sein Gesetz zu meditieren, wird Gott Sie lehren. Er wird zu Ihnen sprechen. Wenn Sie Seine Stimme hören, sollten Sie ein weiches Herz haben und gehorsam sein. Er spricht durch Sein Wort zu uns, wenn es gepredigt wird und wenn wir uns die Zeit nehmen, darüber nachzudenken. Und zweitens spricht Er durch Seinen Geist zu uns. Bitte schlagen Sie nochmals das Johannesevangelium auf, diesmal in Kapitel 16. Vor allem spricht Er durch Seinen Geist zu uns. In Johannes 16 sprach Jesus kurz vor Seiner Gefangennahme und Seiner Kreuzigung zu den Jüngern. Er sagte:

Johannes 16:12-15
„Noch vieles hätte ich euch zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden…“ – Sagen Sie alle: „Der Heilige Geist redet.“- „… und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er nehmen und euch verkündigen. Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt, dass er von dem Meinen nehmen und euch verkündigen wird.“

Der Heilige Geist spricht direkt in unser Herz. Wenn wir uns die Zeit nehmen würden, das genauer zu untersuchen, würden wir feststellen, dass das alles auf eine Aussage von Jesus zurückgeht. Er sagte: „Jetzt ist der Geist bei euch, aber dann wird er in euch sein.“ Das bedeutet also, dass der Heilige Geist aus unserem Inneren heraus wirkt. Er wird vom Vater und dem Sohn zu uns sprechen, aber Er tut es aus unserem Inneren heraus. Er spricht zu uns und Er zeigt uns Dinge, die in der Zukunft passieren werden. Und das tut Er, weil Er von dem Moment an, in dem wir ein neues Leben durch Jesus haben, in uns wohnt. Wir sollten erwarten, dass Gott durch Seinen Geist direkt zu uns spricht.

Manchmal spricht der Heilige Geist mit einer hörbaren Stimme zu uns. Jesus sagte: „Wenn der Heilige Geist kommt, wird er zu euch reden, er wird euch zeigen, was die Zukunft bringt und euch in alle Wahrheit hineinführen.“ Das ist das Einmaleins des Christentums. Gottes Kinder sollten lernen, Seine Stimme zu erkennen und ihr sofort zu gehorchen. Verbringen Sie Zeit im Gebet und dann werden Sie still und hören Sie auf das Flüstern oder die hörbare Stimme von Gottes Geist.

 

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