Gott hören 2/2

Gott hat versprochen, mit denen zu reden, die an ihn glauben. Sei es durch sein Wort oder durch seinen Heiligen Geist. Allerdings müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass es eine große Verantwortung mit sich bringt, seine Stimme zu hören.
Bayless Conley erklärt in seiner Predigt Gott hören warum unser Leben in Aufruhr geraten und unser Herz hart werden kann, wenn wir seiner Stimme nicht oder erst verspätet folgen. Je mehr wir jedoch „ja“ zu Gott sagen, umso weicher, empfänglicher und sensibler wird unser Herz und wir können uns stets sicher sein, dass der Weg, auf den Gott uns führt der beste ist, sowohl für uns als auch für andere.

Dies ist der zweite Teil einer Predigt, den ersten Teil findest du hier…

Predigtmanuskript

Ich freue mich sehr, dass Sie uns heute zusehen. Wir werden über einen der bevorzugten Wege sprechen, wie Gott uns als Seine Kinder führt. In der Bibel lesen wir, dass Jesus ganz klar sagte: „Wenn der Heilige Geist kommt, wird er euch in alle Wahrheit führen und er wird euch zeigen, was die Zukunft bereithält.“ Aber ich glaube, viele Christen verstehen nicht, dass Gott uns, abgesehen von Seinem Wort, hauptsächlich durch Seinen Geist führt. Die Bibel nennt das ein inneres Zeugnis. Der Heilige Geist selbst bezeugt uns in unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind. Und es ist so wichtig, dass jedes Kind Gottes lernt, dieses innere Zeugnis in seinem Geist zu erkennen und darauf zu hören. Gott gibt uns in unserem Geist Zeugnis durch Seinen Geist. Darüber werden wir heute sprechen. Das ist so wichtig. Nehmen Sie doch Ihre Bibel zur Hand, investieren Sie ein wenig Zeit und lernen Sie, wie Sie das innere Zeugnis des Heiligen Geistes erkennen können.

Drittens, manchmal spricht Gott durch andere Menschen zu uns. Bitte schlagen Sie die Apostelgeschichte auf. Und bitte lassen Sie sich in den nächsten Minuten nicht ablenken, denn ich möchte Ihnen etwas sagen, von dem ich glaube, dass es Ihnen sehr helfen wird. Apostelgeschichte, Kapitel 11, wir lesen Vers 27:

Apostelgeschichte 11:27-29
„In diesen Tagen aber kamen Propheten von Jerusalem herab nach Antiochia. Und einer von ihnen, mit Namen Agabus, trat auf und zeigte durch den Geist eine große Hungersnot an, die über den ganzen Erdkreis kommen sollte; diese trat dann auch ein unter dem Kaiser Claudius. Da beschlossen die Jünger, dass jeder von ihnen gemäß seinem Vermögen den Brüdern, die in Judäa wohnten, eine Hilfeleistung senden solle…“

Der Geist Gottes offenbarte ihnen also durch Agabus, was passieren würde. Aber ist Ihnen aufgefallen, dass er nichts darüber sagte, was sie tun sollten? Der Heilige Geist nahm durch Agabus keinen Einfluss auf ihr Leben. Sie überlegten selbst, wie sie darauf reagieren sollten, was Gott ihnen durch Agabus gesagt hatte. Ja, der Heilige Geist sprach, aber Er schrieb ihnen nichts vor. Er sagte ihnen nicht, was sie jetzt tun sollten. Er sagte ihnen lediglich, was passieren würde und dann entschieden sie selbst, was sie unternehmen wollten. Darauf werde ich später noch näher eingehen. Bitte behalten Sie den Gedanken einfach so lange im Hinterkopf. Gehen wir jetzt zu Apostelgeschichte, Kapitel 18. Hier geht es um Apostel Paulus und wir werden sehen, dass einige interessante Dinge passierten, als der Heilige Geist zu ihm sprach. Apostelgeschichte 18, Vers 21. Da heißt es:

Apostelgeschichte 18:21
„… sondern nahm Abschied von ihnen, indem er sprach: Ich muss…“ Sagen Sie alle: „Ich muss.“ „Ich muss unter allen Umständen das bevorstehende Fest in Jerusalem feiern; ich werde aber wieder zu euch zurückkehren, so Gott will! Und er segelte von Ephesus ab…“

Paulus sagte also: „Ich muss zu diesem Fest in Jerusalem. Ich muss nach Jerusalem.“ Die Frage ist: War das nur ein Wunsch von ihm nach dem Motto: „Da muss ich unbedingt dabei sein. Das ist wirklich cool. Dort gibt es das beste Essen und die köstlichsten Spezialitäten weit und breit!“ Oder war das etwas, das der Heilige Geist ihm ins Herz gelegt hatte? War es ein Auftrag Gottes, den er ausführen wollte? Lesen wir weiter, Apostelgeschichte, Kapitel 19, Vers 21:

Apostelgeschichte 19:21
„Nachdem aber diese Dinge ausgerichtet waren, nahm sich Paulus im Geist vor, zuerst durch Mazedonien und Achaja zu ziehen und dann nach Jerusalem zu reisen, indem er sprach: Wenn ich dort gewesen bin, muss ich auch Rom sehen!“

Es handelte sich also nicht nur um einen Wunsch von Paulus. Er nahm sich im Geist vor, nach Jerusalem und dann nach Rom zu gehen. Das hatte ihm der Heilige Geist ins Herz gelegt. Kann mir so weit jeder folgen? Ich will auf etwas Bestimmtes hinaus. Ich sage das alles nicht nur, um die Zeit zu füllen, okay? Er führte also den Willen und den Plan Gottes aus. Das war etwas, das er tun musste. Er nahm es sich im Geist vor. Bitte schlagen Sie Apostelgeschichte, Kapitel 20 auf. Vers 22. Hier hat er die Ältesten von Ephesus versammelt und spricht zu ihnen. Vers 22. Er sagt:

Apostelgeschichte 20:22-24
„Und siehe, jetzt reise ich gebunden im Geist nach Jerusalem, ohne zu wissen, was mir dort begegnen wird, außer dass der Heilige Geist von Stadt zu Stadt Zeugnis gibt und sagt, dass Fesseln und Bedrängnisse auf mich warten. Aber auf das alles nehme ich keine Rücksicht; mein Leben ist mir auch selbst nicht teuer, wenn es gilt, meinen Lauf mit Freuden zu vollenden und den Dienst, den ich von dem Herrn Jesus empfangen habe, nämlich das Evangelium der Gnade Gottes zu bezeugen. Und nun siehe, ich weiß, dass ihr mein Angesicht nicht mehr sehen werdet, ihr alle, bei denen ich umhergezogen bin und das Reich Gottes verkündigt habe.“

Paulus sagt also: „Und siehe…“ Jetzt reiste er gebunden im Geist nach Jerusalem. Gott hatte das ausdrücklich in ihn hineingelegt und er wusste, dass er Gott ungehorsam wäre, wenn er es nicht tat. Er sagte: „Aber ich weiß: In jeder Stadt, in der ich predige, werden die Leute zu mir kommen und der Geist Gottes wird durch sie zu mir reden und sie werden sagen: Sieh, Fesseln und Bedrängnisse erwarten dich. Es liegen Schwierigkeiten vor dir.“

Aber Paulus sagte: „Das kümmert mich nicht, denn es ist mein Auftrag. Das ist der Dienst, den Gott mir gegeben hat. Das ist der Weg, den ich gehen soll. Ganz gleich, welchen Preis ich dafür bezahlen muss – ich werde meinen Lauf und den Dienst, den ich vom Herrn bekommen habe, beenden.“ Das war also etwas, das er von Gott bekommen hatte und der Heilige Geist bereitete ihn darauf vor, dass er dabei auf Schwierigkeiten stoßen würde.

Ich möchte Ihnen etwas Interessantes zeigen. Lassen Sie uns Apostelgeschichte, Kapitel 21, Vers 4 lesen:

Apostelgeschichte 21:4-6
„Und als wir die Jünger gefunden hatten, blieben wir sieben Tage dort; und sie sagten dem Paulus durch den Geist, er solle nicht nach Jerusalem hinaufziehen.“ Meine Güte! „Als wir schließlich diese Tage vollendet hatten, brachen wir auf und zogen fort, wobei sie uns alle mit Frau und Kind bis vor die Stadt hinaus begleiteten; und wir knieten am Meeresstrand nieder und beteten. Und nachdem wir voneinander Abschied genommen hatten, stiegen wir in das Schiff; sie aber kehrten wieder nach Hause zurück.“

Hier gibt es offensichtlich eine Meinungsverschiedenheit. Paulus hatte sich im Geist vorgenommen zu gehen. Er war im Geist gebunden. Er sagte: „Ich muss gehen.“ Und die Leute sagten: „Nein. Der Heilige Geist sagt, du sollst nicht gehen.“ Aber sie waren trotzdem noch Freunde. Sie knieten nieder und beteten zusammen. Sie können mit anderen uneinig sein und trotzdem eine harmonische Beziehung haben. Einheit basiert mehr auf Liebe als auf Übereinstimmung. Eine der genauesten Übersetzungen, die ich von diesen Versen kenne, lässt den Einfluss des Griechischen erkennen. Da heißt es: „Aufgrund der Eindrücke, die der Geist ihnen gegeben hatte, baten sie Paulus, nicht nach Jerusalem zu gehen.“

Richtige Eindrücke, falsche Interpretation. Sie nahmen dasselbe wahr, was die Christen in jeder Stadt wahrnahmen: „Vor dir liegen Schwierigkeiten. Fesseln und Bedrängnisse erwarten dich.“ Sie hatten alle denselben Eindruck vom Heiligen Geist, aber sie interpretierten ihn falsch. Aufgrund der Eindrücke, die der Geist ihnen gegeben hatte, sagten sie: „Geh nicht!“

Erinnern Sie sich an Agabus? Er sagte: „Es wird eine Hungersnot geben“, aber er sagte ihnen nicht, was sie tun sollten. Das entschieden sie selbst. Und Paulus musste selbst entscheiden, was Gott ihm sagte. Nochmals, sie verstanden einen Teil davon richtig und einen Teil falsch. Sie sollten sehr vorsichtig sein, wenn Sie Ihre Eindrücke an andere weitergeben. Fügen Sie ihnen kein „so spricht der Herr“ hinzu, wenn es kein „so spricht der Herr“ ist. Und genauso müssen wir vorsichtig sein, wenn wir anderen Menschen zuhören.

Ich war zwei Jahre lang Hilfspastor in einer Gemeinde in Südkalifornien. Ich kannte den Pastor schon seit einiger Zeit. Nachdem ich gerettet wurde, ging ich nach Mexiko und half dort in der Missionsarbeit mit. Ich lebte da, bevor und auch noch nachdem ich Christ wurde. Wir lernten uns kennen und er lud mich ein, in dem Team in seiner Gemeinde in Südkalifornien mitzuarbeiten. Das tat ich dann einige Jahre. Aber bevor ich mich dazu bereit erklärte, sagte ich: „Du musst wissen, dass ich vorhabe, in Orange County in L. A. eine Gemeinde zu gründen. Ich weiß, dass das der Wille Gottes für mich ist, ich weiß nur nicht, wann. Wenn es also okay für dich ist, dass ich euch irgendwann wieder verlasse, komme ich.“ Er sagte: „Bayless, ich weiß das bereits. Das ist kein Problem.“ Eines Tages saß ich in einem Gottesdienst. Der Pastor predigte und mitten in seiner Predigt sprach der Heilige Geist zu mir. Er sagte: „Es ist Zeit für dich zu gehen.“ Ich dachte: „Es ist Zeit zu gehen.“ Dann malte ich eine kleine Alarmglocke auf meinen Notizblock – ich habe ihn heute noch – und schrieb den Satz darunter. Nach der Predigt kam der Pastor zu mir und sagte: „Bayless, während der Predigt hat Gott zu mir gesprochen. Er hat mir gesagt, dass es Zeit für dich ist zu gehen.“ Ich hielt ihm meinen Block hin und sagte: „Ich habe dasselbe gehört.“ Einige Tage später nahmen mich einige Gemeindemitglieder beiseite. Das waren alles Leute, die ich sehr mochte und respektierte. Sie liebten den Herrn und waren sehr geistliche Menschen. Sie sagten: „Bayless, wir müssen mit dir reden. Gott hat uns gesagt, dass du jetzt noch nicht gehen sollst, sondern erst in zwei Jahren. Du sollst gehen, aber jetzt ist es zwei Jahre zu früh. Du bist Gottes Plan zwei Jahre voraus. Du sollst noch zwei weitere Jahre hier bei uns bleiben.“ Ich sagte: „Ich liebe euch, aber ich werde gehen.“ Wir waren nach wie vor Freunde, aber vielleicht hatten sie dem Eindruck, den sie bekommen hatten, noch etwas hinzugefügt. Ich hatte bereits selbst vom Geist Gottes gehört und musste meine eigene Entscheidung treffen.

Als ich mit Janet verlobt war, prophezeiten mir ein paar Leute, die ich sehr liebte: „So spricht der Herr: Sie ist die falsche Frau. Ich habe eine andere Frau für dich, spricht der Herr. Janet ist nicht die Richtige. Heirate sie nicht.“ Ich sagte: „Danke, Leute, aber ihr liegt falsch.“

Ich hoffe, dass das hier jemandem hilft, denn es gibt eine Person, die das hören muss. Bitte schlagen Sie Apostelgeschichte 21, Vers 10 auf. Da heißt es:

Apostelgeschichte 21:10-14
„Als wir uns aber mehrere Tage dort aufhielten, kam aus Judäa ein Prophet namens Agabus herab.“ Wir haben schon von ihm gelesen. Vers 11: „Der kam zu uns, nahm den Gürtel des Paulus und band sich die Hände und die Füße und sprach: So spricht der Heilige Geist: Den Mann, dem dieser Gürtel gehört, werden die Juden in Jerusalem so binden und in die Hände der Heiden ausliefern! Als wir aber dies hörten, baten sowohl wir als auch die Einheimischen, dass er nicht nach Jerusalem hinaufziehen solle. Aber Paulus antwortete: Was tut ihr da, dass ihr weint und mir das Herz brecht? Ich bin bereit, mich in Jerusalem nicht nur binden zu lassen, sondern auch zu sterben für den Namen des Herrn Jesus! Und da er sich nicht überreden ließ, beruhigten wir uns und sprachen: Der Wille des Herrn geschehe!“

Was Agabus gesagt hatte, erwies sich als richtig. Alles geschah genau so, wie er es prophezeit hatte. Aber ist Ihnen aufgefallen, dass er Paulus keinerlei Anweisungen gab? Wenn es in Ihrem Leben jemanden gibt, den Sie als Ihren persönlichen Propheten betrachten und den Sie wegen jeder Kleinigkeit um Rat fragen, möchte ich Ihnen sagen: Hören Sie damit auf, denn das ist nicht Gottes Weg. Es kann durchaus sein, dass Gott jemanden gebraucht, um Sie zu warnen oder Ihnen zu sagen, was passieren wird, aber Sie müssen Ihre eigenen Entscheidungen treffen. Sie baten Paulus, nicht zu gehen, aber er hatte bereits von Gott gehört. Er hatte sich im Geist vorgenommen zu gehen. Er war im Geist gebunden zu gehen. Und so ging er nach Jerusalem und der Wille Gottes wurde durch sein Leben erfüllt. Obwohl sich die Bedrängnisse und Fesseln, die ihm prophezeit worden waren, tatsächlich bewahrheiteten, ging er seinen Weg. Hören Sie: Wenn Ihnen jemand prophezeit hat: „So spricht der Herr: Du sollst nach Äthiopien gehen“, ist das wunderbar. In Äthiopien werden Leute gebraucht. Möge der Herr Arbeiter in die Ernte und in dieses Land schicken. Aber wenn Sie nicht auch selbst von Gott gehört haben, sollten Sie die Person, die Ihnen das gesagt hat, lieber mitnehmen, denn sonst werden Sie dort nicht wissen, was Sie tun und wann Sie wieder nach Hause fahren sollen. Gott gebraucht Menschen, um zu bestätigen, was bereits in Ihrem Herzen ist, aber nicht, um Ihnen Anweisungen für Ihr Leben zu geben. Hier sagte Agabus: „Seht, das wird passieren“ und sie baten Paulus, nicht zu gehen, aber er tat es trotzdem, weil er das bereits wusste. Lassen Sie uns jetzt zu Kapitel 19 zurückgehen. Wir lesen Vers 29. Das ist in Ephesus und hier heißt es:

Apostelgeschichte 19:29-31
„Und die ganze Stadt kam in Verwirrung und sie stürmten einmütig ins Theater und zerrten die Mazedonier Gajus und Aristarchus, die Reisegefährten des Paulus, mit sich. Als aber Paulus unter die Volksmenge gehen wollte, ließen es ihm die Jünger nicht zu. Auch einige hohe Beamte der Provinzverwaltung, die ihm wohlgesonnen waren, sandten zu ihm und baten ihn, sich nicht ins Theater zu begeben.“

Und wissen Sie was? Paulus hörte auf sie. Ich war schon an dem Ort in Ephesus, von dem in diesen Versen die Rede ist. Dort herrschte ein Aufruhr und Paulus wollte hineingehen und zu der Menge sprechen, aber seine Freunde baten ihn, es nicht zu tun. Und wissen Sie was? Er hörte auf sie. Der Vers, in dem es heißt, wo viele Ratgeber sind, da ist Sicherheit, ist immer noch wahr. Aber letzten Endes müssen Sie selbst entscheiden, was der Wille Gottes für Sie ist. Hier baten sie ihn, nicht hineinzugehen und er hörte auf sie, aber als sie ihn nach der Prophezeiung des Agabus baten, nicht zu gehen, ging er trotzdem. Ja. Meine Predigt ist besser als Ihr Amen, aber das ist okay. Gott spricht auch durch Seinen Geist zu uns, indem Er uns Frieden gibt. Bitte schlagen Sie Kolosser, Kapitel 3 auf. Ich bin fast fertig. Er spricht auch durch Seinen Geist zu uns, indem Er uns Frieden gibt. Kolosser 3, Vers 15. Da heißt es:

Kolosser 3:15
„Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen; zu diesem seid ihr ja auch berufen in einem Leib; und seid dankbar!“

Das Wort regieren in diesem Vers bezeichnete früher auch die Tätigkeit des Schiedsrichters bei den Olympischen Spielen. Er tat dasselbe wie heute ein Schiedsrichter beim Fußball oder beim Basketball. Er pfeift ab, wenn jemand die Regeln bricht oder sich im Strafraum befindet. In der Amplified Bible lautet dieser Vers: „Und lasst den Frieden Gottes in eurem Herzen beständig als Schiedsrichter wirken. Er möge alle Fragen, die euch in den Sinn kommen, entscheiden und euch eine endgültige Antwort darauf geben.“ Nochmals: „Und lasst den Frieden Gottes in eurem Herzen beständig als Schiedsrichter wirken. Er möge alle Fragen, die euch in den Sinn kommen, entscheiden und euch eine endgültige Antwort darauf geben.“ Wenn Sie nun über etwas beten oder in eine bestimmte Richtung gehen, sollten Sie sich also fragen, ob Sie Frieden dabei haben. Oder löst sich Ihr Friede mit jedem Schritt in diese Richtung in Luft auf? Dann pfeift der Schiedsrichter vielleicht ab. Der Friede sagt: „Das ist der richtige Weg. Geh weiter.“ Aber wenn kein Friede da ist, wird der Schiedsrichter sagen: „Das geht nicht. Stopp. Geh nicht weiter.“

Ich weiß noch, wie wir schließlich das Darlehen bekamen, um das Gebäude in Sausalito bauen zu können. Damals musste ich alles machen. Ich arbeitete mit dem Architekten die Pläne aus, ich setzte mich mit den Leuten vom Stadtrat und der Polizei auseinander und sprach mit dem Bauunternehmer. Ich machte damals einfach alles. Heute tue ich das nicht mehr. Aber damals musste ich es machen. Nach einigen Verhandlungen mit den Banken wurde uns schließlich ein Darlehen über zwei Millionen Dollar bewilligt. Heute erscheint mir diese Summe nicht mehr so hoch, aber damals war sie astronomisch. Sie jagte mir Angst ein. Ich weiß noch, wie ich am Tag, bevor die Dokumente unterschrieben werden sollte, voller Furcht betete. Ich sagte: „Gott, wenn das alles nicht funktioniert, werden sie dich nicht finden, aber sie wissen, wo ich wohne.“ Ich betete und betete. Sie haben keine Ahnung… oder vielleicht auch doch. Vielleicht ist das eine enorme Summe für Sie. Für mich war sie das damals. Und ich betete. Ich schlief total unruhig, was nicht sehr oft vorkommt. Normalerweise schlafe ich wie ein Stein. Als ich ins Bett ging, betete ich: „Gott, soll ich diese Dokumente wirklich unterschreiben und zwei Millionen Schulden machen?“ Als ich am nächsten Morgen aufwachte, war das Erste, was ich spürte, der Friede Gottes in meinem Herzen. Der Schiedsrichter hatte einen Spruch gefällt. Ich ging zur Bank, unterzeichnete die Papiere und machte mir keine Sorgen mehr. Wir hatten den Kredit nach vier Jahren abbezahlt.

Ich habe die größten Entscheidungen meines Lebens und meines Dienstes einzig und allein anhand der Frage getroffen, ob ich Frieden verspürte oder nicht. „Lasst den Frieden Gottes in eurem Herzen beständig als Schiedsrichter wirken. Er möge alle Fragen, die euch in den Sinn kommen, entscheiden und euch eine endgültige Antwort darauf geben.“ Zu manchen von Ihnen hat Gott bereits gesprochen. Der Schiedsrichter hat seinen Spruch gefällt. Wir müssen lernen, darauf zu hören. Ganz gleich, wie Er zu Ihnen spricht, sei es durch eine Predigt, während Sie über Sein Wort nachdenken oder durch Seinen Geist, durch einen anderen Menschen oder Seinen Frieden – heute, wenn Sie Seine Stimme hören, verstocken Sie Ihr Herz nicht, sondern hören und gehorchen Sie. Bewahren Sie ein sanftes Herz vor Gott.

Bitte beugen Sie den Kopf und schließen Sie für einen Moment die Augen. Lassen Sie uns still werden. In der Bibel heißt es: „Seid still und erkennt, dass ich Gott bin.“ Das ist nicht die Zeit, ein Wort oder eine Prophetie weiterzugeben, sondern eine Zeit, vor Ihm still zu werden. Wir wollen uns diese Zeit jetzt nehmen, ohne uns dabei unwohlzufühlen. Manche von Ihnen werden entdecken, dass Gott bereits zu ihnen gesprochen hat. Was sagt Er Ihnen durch die heutige Predigt? Bitte halten Sie den Kopf noch einen Moment gebeugt und die Augen geschlossen. Manchmal ist es schwer, in dieser geschäftigen, schnelllebigen, chaotischen Welt einen Moment der Ruhe zu finden. Ich möchte eine Einladung aussprechen. Vielleicht sind Sie mit einem Freund, einem Familienmitglied oder allein hier und haben noch keinen Frieden mit Gott geschlossen. Der Friede in Ihrem Herzen, über den ich heute gesprochen habe, ist der Friede Gottes. Aber bevor Sie diesen Frieden erfahren können, müssen Sie Frieden mit Gott haben. Die Bibel sagt, Jesus hat diesen Frieden mit Gott durch Sein Blut am Kreuz für uns erkauft. Aber die Sünde hat uns von Gott getrennt. Jesus brachte aufgrund Seiner großen Liebe ein selbstloses Opfer und starb auf Golgatha für unsere Sünden, denn Gott ist ein gerechter Gott und es gibt keinen Weg, wie ein gerechter Gott und sündige Menschen zusammenkommen können. Deshalb schickte Gott Seinen Sohn, damit Er die gerechte Strafe für unsere Sünden trug. Jesus nahm unsere Strafe auf sich und starb am Kreuz. Damit war den Ansprüchen Gottes Genüge getan. Am dritten Tag wurde der Sohn Gottes von den Toten auferweckt. Und die Bibel sagt, wenn Sie das glauben und Jesus mit Ihrem Mund als Herrn bekennen, wird Gott Sie in eine Beziehung mit sich hineinbringen, die man Erlösung nennt. Sie werden Frieden mit Gott haben. Ich möchte Sie jetzt einladen, mit mir zu beten. Gott sieht Ihr Herz. Ich gebe Ihnen die Worte vor und wir werden zusammen beten. Aber worauf es ankommt, ist, dass Sie aufrichtig sind. Richten Sie Ihre Worte an Gott. Bitte sprechen Sie mir nach:

Lieber Gott, ich glaube von ganzem Herzen an Deinen Sohn Jesus und ich glaube, dass Er lebt. Jesus, danke, dass Du am Kreuz für meine Sünden gestorben bist. Ich glaube, dass Du von den Toten auferweckt wurdest. Bitte komm in mein Leben und mach mich rein. Sei mein Herr und Retter. Ich vertraue Dir. In Deinem Namen bete ich, amen.

In der Predigt von heute und letzter Woche haben wir über Gottes Stimme gesprochen. Wir haben uns angesehen, wie Er durch Seinen Geist zu uns spricht und was wir tun sollten, wenn wir Seine Stimme hören. Spricht Gott gerade zu Ihnen? Vielleicht, nur vielleicht hat Er etwas mit Ihnen vor. Und vielleicht gebraucht Er mich so wie Sie mich gerade in Ihrem Wohnzimmer oder wo auch immer sehen, um Ihre Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich meine, ich bin der Beweis dafür, dass Gott das Törichte gebraucht. Er sagte den Korinthern, dass Gott die Weisen mit dem Törichten beschämt. Dafür bin ich qualifiziert. Das ist einer der Gründe, warum Gott mich gebraucht. Vielleicht hat Gott das alles arrangiert, um Ihre Aufmerksamkeit zu bekommen. Er möchte an Ihrem Leben teilhaben. Er möchte Sie führen und leiten. Er möchte, dass Sie Ihm dienen. Er möchte, dass Sie Ihn so kennen, wie Er Sie kennt. Gott liebt Sie. Vergessen Sie das nie.

 

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