Lektionen eines Vaters 1/2

In dieser Predigt spricht Bayless Conley über sieben Dinge, die Paulus seinem geistlichen Sohn Timotheus weitergab. Sieben Dinge, die auch Eltern ihren Kindern beibringen sollten – mit Worten, aber in erster Line durch ihr eigenes Vorbild.

Sei ein gutes Vorbild für die kommenden Generationen – finde deine Berufung und folge ihr. Lebe deinen Kindern Bescheidenheit vor und warne sie vor Gefahren. Bringe deinen Kindern bei, Respekt zu zeigen, das Leben zu genießen und sich auf die Ewigkeit auszurichten.

Dies ist der erste Teil der Predigt, den zweiten Teil findest du hier …

Predigtmanuskript

Willkommen zur heutigen Sendung. Wir werden darüber nachdenken, wie wir ein Vorbild für unsere Kinder und Enkelkinder sein können. Dazu schauen wir uns an, was der Apostel Paulus an seinen Sohn Timotheus schrieb. In der Bibel gibt es nur drei Menschen, die Paulus als seine Söhne bezeichnete: Titus, Timotheus und Onesimus. Paulus führte viele Menschen zum Glauben, aber nur drei Personen bekamen diesen besonderen Titel. Paulus schreibt Timotheus Dinge, die auf alle Eltern und Großeltern anwendbar sind, die ihren Söhnen und Töchtern oder ihren Enkeln ein Erbe hinterlassen. Das ist eine sehr praktische Predigt und Sie wird Ihnen helfen.

Was aus uns wird, hängt von den Entscheidungen ab, die wir jeden Tag treffen. Denken Sie einmal darüber nach. Schlagen Sie mit mir Ihre Bibel im ersten Timotheusbrief auf. 1. Timotheus, Kapitel 1. Der Titel meiner Predigt lautet „Lektionen eines Vaters“. 1. Timotheus, Kapitel 1, Vers 2. Hier schreibt der Apostel Paulus die folgenden Worte:

1. Timotheus 1:2
„Timotheus, meinem echten Kind im Glauben: Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, dem Vater, und von Christus Jesus, unserem Herrn!“

Paulus schreibt an Timotheus als seinen Sohn im Glauben. Haben Sie gewusst, dass es nur drei Menschen im Neuen Testament gibt, die so bezeichnet werden? Ich bin sicher, dass Paulus viele andere Kinder im Glauben hatte. Schließlich schrieb er: „Auch wenn ihr zehntausend Lehrer hattet, so hattet ihr doch nicht viele Väter.“ Paulus war für viele ein geistlicher Vater. Aber er bezeichnet im Neuen Testament nur drei Männer ganz ausdrücklich als seine Söhne: Titus, Timotheus und Onesimus. Ich möchte in dieser Predigt anhand des Timotheusbriefs sieben Dinge betrachten, die Paulus an seine geistlichen Söhne weitergab. Ich bin sicher, dass jeder Vater diese Dinge an seine Kinder weitergeben sollte – im direkten Gespräch und durch Vorleben. Paulus schreibt hier über diese Dinge, spricht darüber, was er vorgelebt hat und gibt Timotheus Anweisungen – wie es in einer Mentorenbeziehung ein geistlicher Vater mit seinem geistlichen Sohn tut. Sie werden dabei auch Dinge entdecken, die man auf geistliche Leiterschaft anwenden kann. Aber außerdem – und darauf kommt es mir bei dieser Predigt an – werden wir auf Dinge stoßen, die alle Eltern – jeder Vater und jede Mutter – lernen können. Jeder, der ein Leiter ist und andere anleitet, kann daraus etwas lernen. Sie werden die Prinzipien, von denen ich spreche, in Ihrem Leben anwenden können, wenn Sie Ihre Ohren spitzen und gut zuhören. Wir beten.

Himmlischer Vater, danke für Dein Wort. Wir bitten Dich, dass Du uns zeigst, was Du uns mit Deinem Wort sagen willst. Aber wir wollen nicht nur gute Hörer, sondern auch gute Täter sein und es im Namen von Jesus auch umsetzen.

Sieben Dinge, die Paulus an seinen Sohn Timotheus weitergab:

Erstens: Paulus lebte vor, wie man seine Berufung im Leben findet und ihr folgt. Das größte Geschenk, das man seinen Kindern machen kann, ist ihnen zu zeigen, wie sie ihr Leben nach Gottes Plan leben können. Lesen Sie mit mir 1. Timotheus 1, Vers 1:

1. Timotheus 1:1
„Diesen Brief schreibt Paulus, ein Apostel Jesu Christi. Von Gott, unserem Retter, und Jesus Christus, der unsere Hoffnung ist, bin ich zum Apostel berufen.“

Schauen wir in Kapitel 2, Vers 7. Da steht:

1. Timotheus 2:7
„Und mich hat Gott zu seinem Apostel und Botschafter berufen. Das ist die Wahrheit, ich lüge nicht. Ich soll die Nichtjuden im Glauben unterweisen und ihnen Gottes Wahrheit verkünden.“

Paulus wusste, wozu er berufen war. Er lebte nach Gottes Plan. Pinguine sind für ein Leben in kaltem Wasser geschaffen. Adler sind dazu geschaffen, in die Lüfte zu steigen. Der Vogel Strauß ist für trockenes Klima und ein Leben am Boden geschaffen. Sie alle sind Vögel, aber Gott hat sie unterschiedlich gemacht. Und genauso sind auch wir unterschiedlich. Die einen sind dazu berufen, zu predigen, zu lehren und zu leiten. Andere sollen entwickeln und gestalten. Wieder andere sind dazu berufen, zu organisieren oder aufzubauen.

Ich erinnere mich an einen Film, den ich vor einigen Jahren gesehen habe. Ich glaube, er ist 2004 herausgekommen. Er hieß „Miracle – Das Wunder von Lake Placid“. Es ist eine wahre Geschichte über die Olympischen Spiele von 1980. Damals durften von den USA keine professionellen Sportler für Olympia antreten. Alle anderen Länder hatten Profisportler, nur wir nicht. Aber unser Hockeyteam war unglaublich. Sie schlugen die Sowjetunion und holten die Goldmedaille, ich glaube, von Schweden. Die ganze Welt staunte. In dem Film spielt Kurt Russell den Coach Herb Brooks. Als sie im Finale stehen, sagt er zu seinem Team – und das sagte Herb Brooks damals wirklich: „Jeder einzelne von euch wurde dafür geboren, Hockeyspieler zu werden. Ihr seid dazu bestimmt, in diesem Moment hier zu sein.“ Es ist gut, wenn man herausfindet, wozu man bestimmt ist.

Wenn Sie das tun, wofür Gott Sie geschaffen hat, werden Sie und Ihr ganzes Leben zur Predigt. Dann können Sie mit Kraft in das Leben Ihrer Kinder und das anderer Menschen hineinsprechen. Wenn ein Kind beobachtet, wie sein Vater seine Arbeit mit Begeisterung und Freude tut, ist das eine große Inspiration. Aber ein Vater, der lustlos, gelangweilt und unzufrieden auf sein Lebenswerk schaut, ist kein gutes Beispiel für seinen Sohn oder seine Tochter. Anstatt dass unsere Kinder sagen: „Meine größte Angst ist, wie mein Vater zu enden“, sollten sie lieber sagen: „Ich will so werden wie mein Vater.“ Vielleicht war er nicht berühmt, aber dafür war sein Leben voller Leidenschaft, Abenteuer und Herausforderungen. Er liebte seine Arbeit und tat sie aus ganzem Herzen. Und wenn er auf Erden auch nicht bekannt ist, so kennt man ihn ganz sicher im Himmel. Ich weiß, dass hier auch ein paar Väter und alleinerziehende Mütter sitzen, die gerade arbeitslos sind. Ihre Aufgabe ist es, eine Arbeit zu finden. Tun Sie das mit Leidenschaft. Wir müssen uns bewusst sein, dass das Leben aus verschiedenen Abschnitten besteht. Vielleicht tun Sie im Moment nicht das, wozu Sie eigentlich berufen sind. Aber auch dann sollten Sie mit Leidenschaft und Enthusiasmus tun. Für unsere Kinder sind wir immer ein Vorbild.

Lassen Sie mich einen letzten Gedanken entwickeln, bevor wir zum nächsten Punkt kommen. Bevor ein Mensch sich bekehrt, geht er manchmal – vielleicht sogar oft – unbewusst in die richtige Richtung. Der Apostel Paulus war, bevor er Christ wurde, ein religiöser Lehrer und Forscher. Das war vor seiner Bekehrung sein Beruf. Ich meine, warum war er nicht Politiker? Warum nicht Geschäftsmann? Ich denke, dass seine geistliche DNA darauf angelegt war und dass er ganz intuitiv in diese Richtung gezogen wurde, bevor er eine Beziehung zu Jesus Christus hatte. Ich denke, dass das zwar nicht bei allen, aber bei vielen Menschen so ist – ganz gleich, ob sie Schauspieler oder Lehrer sind, ob sie etwas bauen oder entwickeln, ob sie mit ihren Händen arbeiten oder andere anführen. Schon in meiner Kindheit war ich immer der Anführer. Ob wir eine Burg bauten, ein Spiel spielten, im Wald herumkrochen oder etwas anderes machten – immer war ich der Bestimmer. Und manchmal, wenn wir eine Burg bauten und ich allen Anweisungen gab, stand eines der Kinder auf und sagte: „Wer hat dich eigentlich zum Chef gemacht?“ Darauf erwiderte ich: „Keine Ahnung. Und jetzt bring das Zeug hier rüber, wir wollen fertig werden.“ Es war einfach so. Und im Rückblick muss ich sagen, dass ich eigentlich seit meiner Kindheit schon Dinge getan habe, für die Gott mich bestimmt hat. Manchmal ist es gut, unser Leben anzuschauen und uns zu fragen: „Worin finde ich Erfüllung? Wofür habe ich ein natürliches Talent? Wo fühle ich mich lebendig?“ Die Welt braucht Menschen, die lebendig sind. Und vielleicht sind Sie schon ganz unbewusst auf dem Pfad unterwegs, den Gott für Sie vorgesehen hat. Das ist wichtig und Paulus hat es vorgelebt. Finden Sie Ihre Berufung und folgen Sie ihr. Treiben Sie nicht einfach ziellos durchs Leben.

Nun zum zweiten Punkt. Das Zweite, das Paulus seinem Sohn Timotheus vorlebt, ist Bescheidenheit. Kapitel 1, ab Vers 12. Er schreibt:

1. Timotheus 1:12-15
„Ich danke Christus Jesus, unserem Herrn, der mir Kraft verliehen, dass er mich treu erachtet und in den Dienst gestellt hat, der ich früher ein Lästerer und Verfolger und Gewalttäter war; aber mir ist Barmherzigkeit zuteilgeworden, weil ich es unwissend im Unglauben getan hatte; überströmend aber war die Gnade unseres Herrn mit Glauben und Liebe, die in Christus Jesus sind. Das Wort ist gewiss und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, Sünder zu retten, von welchen ich der erste bin.“

Paulus wusste genau, welche Gaben er hatte. Aber er wusste auch, dass er alles nur Gottes Gnade zu verdanken hatte. Seine Rettung und sein Erfolg waren nicht das Resultat seiner eigenen Bemühungen oder seiner Willensstärke. Es ist wichtig, dass wir als Väter und Leiter vorleben, wie man Rettung und Erfolg in Bescheidenheit annimmt.

In unserer Kirche gibt es einen Dienst für christliche Geschäftsleute. Menschen werden in die Wirtschaft berufen, genau so, wie sie auch in andere Bereiche des Lebens berufen werden. Und daher tun wir unser Bestes, um ihnen geistliche Nahrung zu geben und sie für ihre Aufgaben zu stärken. Einmal war ich bei einem Frühstückstreffen für Geschäftsleute dabei, zu dem eines unserer Kirchenmitglieder ging. Er ist sehr erfolgreich; ihm gehören mehrere Restaurants und er ist schon sehr lange in diesem Bereich tätig. Er kennt sich mit Restaurants aus und versteht die Geschäftsprinzipien. Und er gab den anderen sehr weise Ratschläge. Aber am meisten fiel mir seine Bescheidenheit auf. Sie kam überall durch. Er betrachtete seinen Erfolg nicht als selbstverständlich. Häufig hatten andere für seinen Erfolg gesorgt. Und vor allem sah er es als Gnade Gottes an, dass er derjenige sein durfte, der er war und er in seinem Leben so viel erreicht hatte.

Alex Haley, der Autor von „Roots“ und zahlreichen anderen guten Büchern und Artikeln, hatte ein Bild in seinem Büro hängen. Es war ein sehr interessantes Bild. Auf dem Bild sitzt eine kleine Schildkröte auf einem Zaunpfahl. Haley sagte stets: „Dieses Bild soll mich daran erinnern, dankbar und bescheiden zu bleiben. Immer, wenn ich denke: ‚Wow, habe ich viel erreicht! Ich bin so erfolgreich!‘, schaue ich mir die Schildkröte an und mir fällt ein, dass es diese Schildkröte – ich – nicht selbst auf diesen Zaunpfahl geschafft hat. Irgendjemand muss ihr geholfen haben. Und dann halte ich inne und danke Gott und den Menschen, die mir geholfen haben, bis hierherzukommen.“ Wenn Sie auf einem Zaunpfahl sitzen, dann haben Sie es nicht allein dorthin geschafft. Leben Sie in Bescheidenheit.

Und der dritte Punkt: Gute Väter und Leiter machen ihren Kindern Mut, ihre Gaben zu nutzen. Ermutigen Sie Ihre biologischen und geistlichen Kinder, ihre Gaben zu entdecken und zu nutzen.

In 1. Timotheus 1:18 lesen wir:

1. Timotheus 1:18
„Dieses Gebot vertraue ich dir an, mein Kind Timotheus, nach den vorangegangenen Weissagungen über dich, damit du durch sie den guten Kampf kämpfst.“

Und in Kapitel 4, Vers 14, schreibt Paulus:

1. Timotheus 4:14-15
„Vernachlässige nicht die Gnadengabe in dir, die dir gegeben worden ist durch Weissagung mit Handauflegung der Ältestenschaft! Bedenke dies sorgfältig; lebe darin, damit deine Fortschritte allen offenbar seien!“

Also, Timotheus, vernachlässige deine Gaben nicht.

Ich habe heute meinen Vater besucht und ein wenig Zeit mit ihm verbracht. Ich bin so dankbar, dass mein Vater nie versucht hat, mich in seine Form zu pressen. Er ist Zahnarzt im Ruhestand. Aber er hat nie versucht, mich dazu zu bringen, dass ich in seine Fußstapfen trete und auch Zahnarzt oder etwas Ähnliches werde. Mein Vater ist auch der größte Footballfan, den ich weit und breit kenne. Er bekam als Footballspieler ein Vollstipendium an der Tulane-Universität. Ich weiß nicht, ob Sie wissen, wer Bear Bryant ist – das war ein bekannter Footballtrainer. Dieser Bear Bryant bat meinen Vater, für ihn zu spielen. Mein Vater weiß unglaublich viel über Football. Es ist seine größte Leidenschaft. Jahrelang, vielleicht 40 Jahre lang, kannte er jeden talentierten High-School-Footballspieler der USA. Er schrieb an die Trainer der Colleges und informierte sie über irgendwelche unentdeckten Talente. Sie schrieben sogar zurück und bedankten sich. Er machte Voraussagen über jedes Collegeteam der USA und seine Voraussagen waren zehn Mal genauer als die aller anderen. Ich will Ihnen damit nur zeigen, wie wichtig ihm Football ist. Aber mir war es das nie. Football habe ich nur manchmal mit anderen Kindern irgendwo auf einer Wiese gespielt. Ich spielte lieber Baseball und ich gehe gern angeln. Und mein Vater unterstützte mich dabei. Ich wusste, wie sehr er sich wünschte, dass ich Football spielen würde. Aber er versuchte mich nie in diese Form zu pressen. Ich sollte selbst entdecken, wo meine Gaben und Interessen lagen. Und dann unterstützte er mich dabei. Dafür bin ich meinem Vater so dankbar.

Vielleicht sagt jetzt jemand: „Aber Bayless, willst du denn nicht, dass deine Kinder auch Prediger werden?“ Nun, wenn Gott sie dazu beruft, natürlich. Aber wir haben nie versucht, unsere Kinder zu etwas zu drängen. Ich finde es schön, dass Harrison auch Prediger geworden ist. Aber wir sind nicht stolzer auf ihn als auf seinen Bruder Spencer oder seine Schwester Rebekah. Keiner weiß, was aus ihnen werden wird, wenn sie genau das tun, wozu Gott sie berufen hat. Wir wollen nur, dass sie ihre Gaben entdecken, mit denen Gott sie beschenkt hat und dass sie diese Gaben auf gute Weise und zu Gottes Ehre nutzen. Damit sind wir vollkommen zufrieden. Wir sollen unsere Kinder ermutigen, ihre Gaben zu entdecken.

Einige von Ihnen werden diesen Vers aus Sprüche 22:6 kennen, in dem steht: „Erziehe den Knaben für den Weg, den er gehen soll, so wird er nicht davon weichen, wenn er alt wird!“ In der Originalsprache steht für „Erziehe den Knaben für den Weg, der er gehen soll“ ein sehr vieldeutiger Ausdruck. Wenn man seine ganze Bedeutung erfassen will, müsste man übersetzen: „Erziehe ein Kind für den Weg, den es gehen soll und nach seinen besonderen Gaben oder Veranlagungen, dann wird es nicht davon abweichen, wenn es alt ist.“ Erziehe ein Kind seinen Gaben und Neigungen entsprechend. Wir Väter, Mütter und Leiter sollen unseren Kindern dabei helfen, ihre Gaben und Neigungen zu entdecken und sie ermutigen, diese einzusetzen.

Ich habe gerade das Gefühl, dass der Heilige Geist mir sagt, dass hier jemand sitzt, der denkt: „Pastor, je mehr Sie reden, desto miserabler fühle ich mich. Ich habe den Eindruck, vollkommen fehl am Platz zu sein. Mein Leben wurde völlig durch meinen Vater (oder durch einen anderen äußeren Zwang) bestimmt und ich habe das Gefühl, dass ich niemals etwas getan habe, wozu ich wirklich begabt bin. Ich habe immer nur gemacht, was man mir gesagt hat. Haben Sie eine Antwort für mich?“ Ich habe keine. Außer, dass es für Gott keine Überraschungen gibt. Allein die Tatsache, dass Sie heute hier sind, ist geplant und erfüllt einen bestimmten Zweck. Gott möchte nur, dass wir den nächsten Schritt gehen, den Er uns zeigt. Wo auch immer Sie gerade im Leben stehen, ob Sie einen falschen Weg eingeschlagen haben oder ob Sie das Gefühl haben, am falschen Platz zu sein – Sie müssen einfach sagen: „Gott, so und so fühle ich mich, an diesem Ort stehe ich. Was soll ich tun?“ Und dann tun Sie das, was Gott Ihnen sagt. Es ist nicht weiter schwierig. Sie müssen nicht verzweifeln. Wir alle haben schon einiges durchgemacht. Keiner von uns bekommt immer alles hin. Wir sind ein ganzer Saal voller Baustellen. Fragen Sie einfach: „Gott, was soll ich als Nächstes tun? Wo soll ich hingehen?“ Er ist treu. Er wird es Ihnen zeigen.

Gut, ich muss weitermachen, sonst werden wir nie fertig. Also Nummer vier: Wir sollen unsere Kinder vor Gefahren warnen. Das tat Paulus bei Timotheus mehrere Male sehr ausdrücklich. Er warnte ihn vor Gefahren. Damit bereiten wir Kinder auf das Leben vor. Lesen wir Kapitel 4, Vers 1 und 2:

1. Timotheus 4:1-2
„Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeiten manche vom Glauben abfallen werden, indem sie auf betrügerische Geister und Lehren von Dämonen achten, durch die Heuchelei von Lügenrednern, die in ihrem eigenen Gewissen gebrandmarkt sind.“

Wenn wir zurückblättern, sehen wir, dass er ein paar davon in Kapitel 1 auch namentlich nennt. Er nennt speziell Hymenäus und Alexander und sagt über sie: „Sie haben ein Wrack aus ihrem Glauben gemacht.“ Schlagen Sie mit mir Kapitel 6, ab Vers 3 auf:

1. Timotheus 6:3-5
„Wenn jemand anders lehrt und sich nicht zuwendet den gesunden Worten unseres Herrn Jesus Christus und der Lehre, die gemäß der Gottseligkeit ist, so ist er aufgeblasen und weiß nichts, sondern ist krank an Streitfragen und Wortgezänken. Aus ihnen entstehen: Neid, Streit, Lästerungen, böse Verdächtigungen, ständige Zänkereien von Menschen, die in der Gesinnung verdorben und der Wahrheit beraubt sind und meinen, die Gottseligkeit sei ein Mittel zum Gewinn.“

Er spricht hier über Menschen, die zur Kirche gehören. Lesen wir ab Vers 9 im gleichen Kapitel:

1. Timotheus 6:9-10
„Denn die reich werden wollen, die fallen in Versuchung und Verstrickung und in viele törichte und schädliche Begierden, welche die Menschen versinken lassen in Verderben und Verdammnis. Denn Geldgier ist eine Wurzel alles Übels; danach hat einige gelüstet und sie sind vom Glauben abgeirrt und machen sich selbst viel Schmerzen.“

In der Welt gibt es Scharlatane und Gauner. Und in der Kirche gibt es Abtrünnige und Heuchler. Fallen Sie nicht aus allen Wolken, wenn Sie ihnen begegnen. Sie gehören zur Landschaft. Ein guter Vater bereitet seine Kinder auf solche Dinge vor. Wer seine Kinder vor der Erkenntnis bewahren und beschützen will, dass das Leben auch seine unschönen Seiten und Enttäuschungen hat, tut seinem Kind keinen Gefallen.

Ich hoffe, dass Sie aus der heutigen Sendung etwas mitgenommen haben. Die Fortsetzung nächste Woche dürfen Sie auf keinen Fall verpassen. Nächste Woche komme ich zu den wirklich wichtigen Dingen, obwohl die ersten vier Punkte auch schon wichtig waren. Vergessen Sie nicht, dass Gott uns dabei helfen will, ein Leben zu führen, das als gutes Beispiel dienen kann. Dann müssen wir unseren Kindern nicht nur sagen, was sie tun und lassen sollen. Vielmehr werden sie uns beobachten und unserem Beispiel folgen. Seien Sie nächste Woche unbedingt wieder dabei. Und jetzt möchte ich Ihnen noch etwas ganz Besonderes zeigen. Ich war vor kurzem in Europa und habe auf fünf Veranstaltungen in verschiedenen Städten in den Niederlanden und in Deutschland gesprochen. Eine davon war nur für Pastoren, die anderen vier waren öffentlich. Wir haben vor vielen Menschen gesprochen, die aufgrund unserer Fernsehsendungen zu den Veranstaltungen gekommen sind und Hunderte haben sich für Jesus entschieden. Diejenigen von Ihnen, die  uns im Gebet und finanziell unterstützen, sollen wissen, dass dies Ihr Verdienst ist. Sie haben das möglich gemacht. Vielleicht suchen Sie auch noch nach einem Werk, das Sie unterstützen können und das die Menschen wirklich erreicht. Ich hoffe, dass Sie sich darüber freuen, was Sie hier sehen – das Europa-Video.

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