Liebe ist … 2/2

Die Bibel sagt, „Gott ist Liebe“. Doch was bedeutet das? Der Apostel Paulus schreibt, dass andere zu lieben die Summe aller Gebote Gottes ist. Er erklärt, dass Gott seine Liebe in unsere Herzen ausgegossen hat. Durch seine Liebe sind wir eng mit ihm verbunden und können sie gleichzeitig an unsere Mitmenschen weitergeben. Aber wie geht das? Bayless Conley erklärt dir, wie du dich verhalten solltest, damit Gottes Liebe in deinem Leben für andere sichtbar wird.

Dies ist der zweite Teil der Predigt, den ersten Teil findest du hier …

Predigtmanuskript

Willkommen zu unsrer heutigen Sendung. Dies ist der zweite Teil der Predigt von letzter Woche. Wir sind einfach nicht fertig geworden. Aber keine Sorge, wenn Sie beim letzten Mal nicht dabei sein konnten. Diese Predigt ist in sich selbst geschlossen. In der heutigen Predigt wollen wir über die Grenzen der Liebe sprechen. Ja, Weisheit ist eine Grenze für Liebe. Einsicht, das Wort Gottes, sagt uns, dass es Grenzen gibt, wie wir unsere Liebe weise ausdrücken können. Und damit wollen wir uns beschäftigen. Ich bin sicher, dass es Ihnen sehr helfen wird.

Unsere Liebe soll also zunehmen, aber so, wie Paulus in Philipper 1:9 für die Philipper betete: innerhalb der Grenzen ihrer Erkenntnis und Einsicht. Und Einsicht ist die Leitung durch den Heiligen Geist. Wir sollen den Menschen helfen, aber man kann nicht jedem helfen. Unsere Kirche und mich erreichen ständig Anfragen aus der ganzen Welt. Leute wollen Geld von der Cottonwood Church. Sie fragen, ob wir eine Kirche für sie bauen können. Sie wollen unseren Namen benutzen – „Kommt, wir nennen unsere Kirche Cottonwood Church!“ Und die Anfragen nehmen kein Ende! Sie kommen jahraus, jahrein. Wir beten ernsthaft über diese Dinge. Und da kommt die Einsicht ins Spiel. Man kann nicht jedem helfen. Man kann nicht alles tun. Niemand kann alles tun. Niemand kann alles sein. Wir müssen innerhalb der Grenzen unserer Berufung und in dem Bereich bleiben, in den Gott uns gestellt hat. Wenn Gott grünes Licht gibt, sind wir voll dabei; aber wenn nicht, sagen wir: „Tut uns leid. Wir haben darüber gebetet, aber haben nicht das Gefühl, dass wir uns hier involvieren sollen.“ Auf der anderen Seite denke ich, dass man nicht in die Gegenwart von Jesus kommen kann, ohne dass man verändert wird und großzügig sein möchte. Ich glaube einfach nicht, dass das möglich ist. Das kann man nicht voneinander trennen. Aber wir sollen trotzdem weise sein.

Denken wir an Zachäus. Jesus ging die Straße entlang und Zachäus, der Steuereinnehmer, saß auf einem Baum. Alle hassten ihn. Da zeigte Jesus auf ihn und sagte: „Zachäus, ich werde heute in deinem Haus essen.“ Zachäus sprang herunter und lud Jesus in sein Haus ein. Und die Begegnung mit Jesus veränderte ihn so sehr, dass er sagte: „Ich gebe die Hälfte meines Besitzes den Armen, und wenn ich etwas unrechtmäßig genommen habe, gebe ich es vierfach zurück.“ Das ist die natürliche Folge davon, wenn jemand mit dem echten Jesus in Kontakt kommt. Man will einfach geben. Man will einfach helfen. Freund, wenn Sie mit Gott unterwegs sind, dann werden Sie nicht geiziger, sondern großzügiger. Und wir lernen, weise zu sein und uns vom Heiligen Geist führen zu lassen. Wir lernen, in der Erkenntnis zu wachsen, damit wir unsere Liebe weise ausdrücken können. Aber es gehört für jeden Christen dazu, großzügig zu sein.

Ich habe einen Freund. Er war viele Jahre lang Tontechniker bei einer der berühmtesten Rock-n-Roll-Bands der Welt. Ich versichere Ihnen: Wenn ich den Namen der Band sagen würde, würden 98 Prozent von Ihnen die Band und ihre Lieder kennen. Dieser Freund bekehrte sich im Tourbus, als er ein Buch über die Endzeit las. Er sagte: „Bayless, auf dem Tisch lag ein Haufen Kokain und daneben saß eine Horde nackter Mädchen. Und ich saß da in diesem Bus, senkte meinen Kopf und nahm Jesus an.“ Er sagte: „Ich blieb noch ein paar Monate bei der Band, aber dann ging ich.“ Er wurde schließlich Pastor und wir wurden gute Freunde.  Ihm lag die Weltmission sehr am Herzen. In den frühen 80er-Jahren ging er nach Rumänien und schmuggelte Bibeln dorthin. Wenn Sie sich ein bisschen in Geschichte auskennen, dann wissen Sie, dass damals Ceausescu Diktator in Rumänien war. Es galt als eines der verschlossensten Länder der Welt. Als Ceausescu und seine Frau hingerichtet wurden, lautete eine der Anklagen gegen sie, dass sie einen Völkermord durch Hunger begangen hatten. Sie ließen ihr eigenes Volk verhungern. Und die Kirche wurde stark verfolgt. Die Menschen hungerten. Sie hatten nichts zu essen. In dieser Zeit ging mein Freund nach Rumänien und kam mit der Untergrundkirche in Kontakt. Am Anfang dachten sie, er gehöre zur Geheimpolizei und wollten nichts mit ihm zu tun haben. Aber schließlich glaubten sie ihm und luden ihn in ihren Kreis ein. Er sagte: „Bayless, wir hatten eine wunderbare Gemeinschaft. Ich sprach mit ihnen über die Bibelstellen, in denen es um Leiden und Gottes Zusagen geht. Wir verbrachten mehrere Tage miteinander und ich gab ihnen die Bibeln, die ich hatte.“ Und dann erzählt er von seinem letzten Abend dort. Ich weiß noch, dass er zu mir sagte: „Weißt du, das einzige Essen, das sie hatten, war Kohl. Das aßen sie jeden Tag. Sie hatten Wasser und Kohl. Daraus kochten sie Suppe. Das wars. Mehr gab es nicht. Aber alle Leute in der Untergrundkirche legten für meinen letzten Abend zusammen und kauften ein Stück Schweinefleisch. Das war alles, was sie sich leisten konnten. Und es reichte gerade einmal für meinen Teller. Es war ein viel zu großes Geschenk“, sagte er. „Wir saßen beim Abschiedsessen am Tisch und ich aß Kohl und Fleisch und sie aßen nur Wasser und Kohl. Sie sagten: ‚Iss, Bruder.‘“ Sie standen um ihn herum und sangen: „Wir lieben dich mit der Liebe des Herrn.“ Er sagte: „Bayless, ich fing an zu weinen. Ich konnte das nicht essen. Mir wurde klar, wie viel es sie gekostet hatte!“ Aber wissen Sie was? Liebe ist untrennbar mit Großzügigkeit verbunden. Gottes Leute sind von Natur aus großzügig.

Und dann noch viertens: Liebe ist eine drängende Kraft. Liebe ist eine drängende Kraft. Sie drängt uns dazu, für Ihn zu leben, indem wir anderen dienen. Sie ist eine drängende Kraft, die uns dazu bringt, für Ihn zu leben, indem wir anderen dienen. 2. Korinther, Kapitel 5. Schlagen Sie die Stelle mit mir auf. 2. Korinther 5. Wir fangen bei Vers 14 an.

2. Korinther 5:14-15
„Denn die Liebe Christi drängt uns, da wir zu diesem Urteil gekommen sind, dass einer für alle gestorben ist und somit alle gestorben sind. Und für alle ist er gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferweckt worden ist.“

Die Liebe von Jesus drängt uns dazu, nicht für uns selbst zu leben, sondern für Ihn. Wir haben immer ein altes Lied gesungen. Es geht so: „Die Liebe Gottes drängt mich. Sie wird in mir ganz groß. Die Liebe Gottes drängt mich, das Lied der Erlösung zu singen und den Sterbenden das Brot des Lebens zu bringen. Im Wort Gottes liegt Kraft. Es sind nicht nur Worte auf Papier.“

Paulus schreibt: „Die Liebe Christi drängt mich.“ Auf Griechisch heißt es wörtlich: „Sie hat mich fest im Griff.“ Wir finden dieses Wort auch in Lukas 8:45, als die Menge Jesus bedrängt, in Lukas 9:43, als eine Armee Jerusalem belagert und in Lukas 22:6, als die Soldaten Jesus verhafteten und festhielten. Es bedeutet also, in einem festen Griff zu stecken, aus dem es kein Entkommen gibt. Freund, aus der drängenden Kraft Seiner Liebe gibt es kein Entkommen. Sie ist unnachgiebig. Je näher wir Jesus sind, desto mehr drängt sie uns, nicht nur für unseren Vorteil zu leben oder unsere eigenen Ziele zu verfolgen, sondern Seinen Willen in unserem Leben umzusetzen.

Paulus schreibt in 1. Korinther 9:16: „Wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht verkündigte!“ Denn er war zum Predigen berufen. Es könnte auch heißen: „Wehe mir, wenn ich nicht arbeiten würde, um das Evangelium zu unterstützen!“ Es kann Erziehung, Bau, Entwicklung oder was auch immer sein – je nachdem, wozu Sie berufen sind. Tun Sie es zu Seiner Ehre; nicht für sich selbst, sondern für Ihn.

Letztes Wochenende hat Harrison eine wunderbare Predigt über die Liebe Gottes im Leben von Petrus gehalten. Während Jesus auf dieser Erde war, ist Petrus zweimal vor seiner Berufung davongelaufen. Darüber hat Harrison letzte Woche gepredigt. Jesus sagte: „Lasst uns gehen“, aber Petrus blieb zum zweiten Mal zurück. Jesus machte die Runde und predigte in verschiedenen Synagogen und dann kam Er in Lukas 5 zurück und ging zum Boot von Petrus. Petrus und seine Kollegen wuschen ihre Netze. Jesus sagte: „Fahr mich ein Stück hinaus“ und predigte. Und dann sagte Er zu ihnen: „Fahrt hinaus ins Tiefe, um zu fischen.“ Aber Petrus sagte: „Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet.“ Er wusste, wer Jesus war. Er hatte Ihn schon zweimal verlassen. „Fahrt ins Tiefe, um zu fischen.“ „Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Aber weil Du es sagst, will ich die Netze auswerfen.“ Er warf sie aus, die Fische füllten sein Boot und das der anderen und Petrus fiel auf die Knie und rief: „Geh weg von mir, Jesus. Ich bin ein sündiger Mensch! So einen wie mich willst Du nicht in Deinem Team.“ Petrus war sich seiner Unzulänglichkeit und seiner Fehler sehr bewusst: „Lass mich in Ruhe, Jesus. Ich passe nicht zu Dir.“ Jesus sagte: „Keine Angst. Von nun an wirst du Menschen fangen.“ Und Petrus war für den Rest von Jesu Dienst auf Erden treu. Aber nach Seiner Kreuzigung und Auferstehung ging Jesus den Jüngern voraus nach Galiläa. Die Engel verkündigten: „Er geht euch voraus nach Galiläa.“ Die Jünger waren aufgeregt. Schließlich stammten sie nicht aus Jerusalem, sondern waren Galiläer! Also gingen sie zurück und dachten, nun würde es wieder so weitergehen wie zuvor. Das war nach der Auferstehung! Aber als sie in Galiläa ankamen, suchten sie nach Jesus und fanden Ihn nirgends. Tag um Tag verging, aber Jesus war nicht da. Das heißt, Er war da, aber Er versteckte sich. Denn in der Bibel steht, dass Er vor ihnen nach Galiläa gegangen war. Und ganz ehrlich – ich hasse es, wenn Er sich versteckt. Aber manchmal tut Er das. Es gibt Zeiten, in denen wir Gottes Gegenwart überhaupt nicht spüren. Aber, Freunde, wenn wir in solchen Zeiten das Richtige tun, dann wachsen wir am meisten.

Ihre Freude wurde zu Kummer und Petrus sah die Männer an. Sie können die ganze Geschichte übrigens in Johannes 21 nachlesen. Er sagte: „Ich gehe fischen.“ Wenn wir das in unserer Bibel lesen, dann klingt das für uns so, als würde Petrus sagen: „Ich fange uns ein paar Fische zum Abendessen.“ Aber er sagte etwas anderes. Im Griechischen steht dieser Satz in der infiniten Verbform. Petrus sagte: „Ich gehe fischen und werde das auch in Zukunft tun. Ich werde wieder Fischer.“ Sogar nach der Auferstehung lief er noch vor seiner Berufung davon. Und natürlich arbeiteten sie die ganze Nacht und fingen wieder nichts. Am nächsten Morgen stand Jesus am Ufer: „Kinder, habt ihr etwas gefangen?“ „Nein.“ „Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus!“ Und das Netz füllte sich mit großen Fischen. Petrus sprang ins Wasser und schwamm ans Ufer; sie zogen das Netz mit 153 großen Fischen an Land. Dort hatte Jesus ein Feuer angezündet und briet Fische. Das allein ist für mich etwas Erstaunliches. Der auferstandene, siegreiche Sohn Gottes, der Hölle, Tod und das Grab besiegt hat, macht für Seine Freunde ein Feuer, kocht für sie und dient ihnen.

Sie kennen die Geschichte. Petrus saß neben Jesus und Jesus sagte: „Petrus, liebst du mich mehr als diese?“ Und dabei zeigte er nicht auf die anderen Jünger. Er zeigte auf die 153 Fische, die am Ufer zappelten. „Du hast den Dienst jetzt drei Mal verlassen und bist in deinen alten Beruf zurückgegangen. Petrus, Fischen ist in Ordnung, aber ich habe eine höhere Berufung für dich. Ich habe etwas anderes für dein Leben. Petrus, liebst du mich?“ Er sagte: „Herr, du weißt, dass ich dich liebe.“ „Dann weide meine Lämmer.“ Jesus schaute ihn wieder an und fragte: „Petrus, liebst du mich?“ „Herr, du weißt, dass ich dich liebe.“ „Weide meine Schafe.“ Ein drittes Mal: „Petrus, liebst du mich?“ Das ist die unnachgiebige, drängende Liebe Gottes, die sich in Jesus zeigt.

Jesus gab ihm nicht ein paar hinter die Ohren und sagte: „Du Idiot. Mir reicht‘s mit dir! Das war jetzt das dritte Mal. Ich suche mir jemanden, der treuer ist als du.“ Nein, die Liebe Gottes drängt ihn und bemüht sich um ihn: „Na los, Petrus. Komm schon!“ Und die Geschichte endet damit, dass der Ruf wieder ausgesprochen wird: „Folge mir nach.“

Vielleicht sitzen Sie heute hier und haben Jesus Ihr Leben nicht wirklich übergeben. Sie sind vor dem Ruf davongelaufen, Ihr ganzes Leben und Ihre Zukunft in Seine Hände zu legen. Und jetzt spricht Sein Geist wieder zu Ihnen und berührt Sie erneut.  Um ehrlich zu sein: Manchmal, wenn wir dem Ruf der Liebe gehorchen und anderen dienen, erwidern sie diese Liebe vielleicht nicht – oder zumindest nicht gleich. Schauen wir uns zwei Verse aus dem gleichen Brief an. 2. Korinther, Kapitel 12, die Verse 14 und 15:

2. Korinther 12:14-15
„Siehe, dieses dritte Mal stehe ich bereit, zu euch zu kommen, und werde euch nicht zur Last fallen, denn ich suche nicht das Eure, sondern euch. Denn die Kinder sollen nicht für die Eltern Schätze sammeln, sondern die Eltern für die Kinder. Ich will aber sehr gern alles aufwenden und mich aufopfern für eure Seelen. Wenn ich euch also noch mehr liebe, werde ich dann weniger wieder geliebt?“

Ich habe die Geschichte eines Bibelübersetzers gelesen, der im brasilianischen Dschungel unter Indianern arbeitete. Sie behandelten ihn mit Verachtung und Geringschätzung. Sie nannten ihn „den weißen Mann“ und das war bei ihnen ein Ausdruck totaler Verachtung. Sie hatten vorher nur mit Weißen zu tun gehabt, die sie ausgenutzt und betrogen hatten und so hassten sie ihn. Seine Freunde zu Hause sagten: „Warum bleibst du dort? Sie lieben dich nicht. Sie wollen dich nicht haben. Warum kommst du nicht nach Hause?“ Ich weiß noch, was er antwortete. Er sagte: „Ich bleibe, weil Jesus für sie gestorben ist und weil ich sie liebe.“ Er blieb dort und diente ihnen weiter. Er versuchte sie zu Jesus zu führen und eine Schriftsprache für sie zu entwickeln. Bald nannten sie ihn „den respektablen weißen Mann“. Er blieb und blieb. Irgendwann nannten sie ihn „den weißen Indianer“. Und dann beobachteten ihn eines Tages ein paar Stammesleute, wie er den Fuß eines Jungen säuberte. Der Junge hatte sich verletzt und sein Fuß war von Schmutz und getrocknetem Blut verkrustet und er wusch den Fuß des Jungen. Da sagten die Indianer: „Welcher weiße Mann würde so etwas tun?“ Von diesem Tag an nannten sie ihn „den Mann, den Gott geschickt hat“. Und er brachte diesem Stamm das Evangelium.

Wissen Sie was? Sie können der Mann oder die Frau sein, der oder die von Gott in die Schule geschickt wurde, in der Sie arbeiten oder die Sie besuchen oder auf die Baustelle, in die Sportwelt, in Ihre Wohngegend, in die Finanzwelt – dort, wo Ihre Begabungen und Ihre Berufung Sie hinführen. Und wenn Sie dran bleiben und der drängenden Macht von Gottes Liebe nachgeben und anderen in Seinem Namen dienen, dann, Freunde, werden Sie Ergebnisse sehen. Also noch einmal: Liebe ist eine Frucht, die wächst. Gott sei Dank sind wir nicht dort, wo wir wären und hoffentlich auch nicht mehr dort, wo wir einmal waren. Aber wenn wir gesunde, reife Früchte tragen wollen, brauchen wir gesunde Wurzeln. In Jesaja 37:31 lesen wir von einem Überrest von Gottes Volk, das nach unten wurzeln und nach oben Frucht tragen soll. Nach unten wurzeln, nach oben Frucht tragen. Zuerst die Wurzeln. In Sprüche 12:12 steht: „Die Wurzeln des Gerechten bringen Frucht.“ Wenn die Früchte von Gottes Liebe in unserem Leben wachsen sollen, müssen unsere Wurzeln tief in zwei Dingen stecken. Sagen wir „zwei Dinge“. Wenn Sie die Früchte der Liebe in Ihrem Leben tragen wollen, müssen Sie in diesen zwei Dingen verwurzelt  sein. Das Erste ist eine Beziehung zu Jesus. Ich lese Ihnen zwei Verse vor:

Kolosser 2, Vers 6 und 7: „Wie ihr nun den Christus Jesus, den Herrn, empfangen habt, so wandelt in ihm, gewurzelt und auferbaut in ihm und gefestigt im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, indem ihr überreich seid in Danksagung!“ Das sind die zwei Dinge: Ihn empfangen haben und in Ihm verwurzelt sein. Es ist eine Sache, Jesus anzunehmen; aber damit sind wir noch nicht in Ihm verwurzelt. Wenn wir Ihn annehmen, sind wir gerettet. Verwurzelt sein heißt, eine freundschaftliche Beziehung zu Ihm zu haben und Ihn kennenzulernen. Das ist mehr, als von der Sünde und ihren ewigen Konsequenzen gerettet zu sein. Es ist auch das, aber noch viel mehr. Jesus starb am Kreuz für unsere Sünden, um uns eine Beziehung zu Gott zu schenken. Wir müssen mit Ihm leben und mit Ihm reden. So werden wir in Ihm verwurzelt.

Ich habe einmal einen Baum gesehen, der durch einen Sturm umgestürzt war. In den letzten Tagen habe ich sogar mehrere gesehen. Einer davon lag in meinem Garten. Aber das Besondere bei diesem Baum war, dass er entwurzelt war und mit seinen Wurzeln einen riesigen Felsblock aus der Erde gerissen hatte, um den sich seine Wurzeln geschlungen hatten. Sie wuchsen durch den Felsblock und waren fast nicht davon zu trennen. Freunde, so sollten wir mit Jesus verbunden sein. Wir müssen eine Beziehung zu Ihm haben.

Wir wollen einen Moment den Kopf senken und die Augen schließen. Ich möchte Sie bitten, mit mir zu beten. Ob Sie allein hier sind oder mit Ihrer Familie oder Freunden – vielleicht wissen Sie, dass Gott schon lange an Ihnen arbeitet. Vielleicht hatten Sie gerade die Erkenntnis: „Wow, das mit Jesus stimmt ja wirklich!“ Ja, das tut es. Vielleicht gehören Sie auch zu denen, die immer an der Grenze unterwegs sind, mit einem Fuß an Land und mit einem Fuß im Boot stehen und Jesus noch nie ganz Ihr Leben übergeben haben. Sie haben nie ganze Sache gemacht und Ihr Leben und Ihre ganze Zukunft in Seine Hände gelegt. Aber das möchte Gott. Seine Liebe wird Sie verfolgen und nicht loslassen und ich glaube, dass Er heute hier ist und genau das tut. Wenn Sie also Jesus noch nie als Ihren Herrn und Retter angenommen haben oder gerade gefährlich weit von Ihm entfernt sind, dann möchte ich Sie einladen, mit mir zu beten. Ich kann Ihnen nur die Worte für das Gebet sagen. Aber wenn Sie es ernst meinen und die Worte mit einem ehrlichen Herzen sagen, wird Gott Ihnen begegnen. Ich möchte Sie nur noch bitten, Ihre Hand zu heben. Heben Sie Ihre Hand, wenn Sie dieses Gebet mitbeten möchten. Niemand schaut hin außer mir. Heben Sie die Hand. Lassen Sie es mich sehen. Trauen Sie sich. Schämen Sie sich nicht. Es ist großartig. Sehr gut. Sehr gut. Ich habe überall Hände gesehen. Sie können Ihre Hand wieder herunternehmen. Legen Sie nun eine Hand auf Ihr Herz und beten Sie mit mir. Sagen Sie:

Lieber Gott, danke für Deine wunderbare Liebe. Danke, dass Du Deinen eigenen Sohn nicht verschont hast. Du hast Ihn in den Tod geschickt, damit ich leben kann. Danke, Jesus, dass Du für mich die Strafe für all meine Sünden getragen hast. Ich glaube, dass Du von den Toten auferstanden bist, nachdem Du den ganzen Preis bezahlt hast. Heute treffe ich eine Entscheidung. Ich gebe Dir mein ganzes Leben. Ich möchte für Dich leben. Führe mich. Ich bin Dein. Amen. Großartig!

Vielen Dank, dass Sie eingeschaltet haben. Und ich hoffe, dass Sie mitgebetet haben, als ich in der Kirche die Einladung ausgesprochen habe. Wenn Sie das getan haben und es Ihnen ernst war, wenn Sie diese Worte mit einem ernsthaften Herzen zu Gott gesagt haben, dann versichere ich Ihnen, dass Er Sie gehört hat. Und wenn Sie unsere Sendung regelmäßig schauen, dann danke ich Gott, dass sie Ihnen zum Segen geworden ist. Ich hoffe, dass es Ihnen hilft, zu wachsen. In dem Fall würden wir gern von Ihnen hören. Schreiben Sie uns einen Brief. Schicken Sie uns eine E-Mail. Erzählen Sie uns, was in Ihrem Leben durch unsere Sendung passiert ist. Und bitte beten Sie auch darüber, ob Sie uns dabei unterstützen wollen, das Evangelium in der ganzen Welt zu verkündigen. Denn die Sendezeit, die wir für Ihre Region kaufen, ist nicht gratis. Unsere Arbeit ist nur durch treue Unterstützer wie Sie möglich. Bis zum nächsten Mal. Gottes reicher Segen sei immer mit Ihnen.

Einer unserer Zuschauer fragte uns: „Wie kann ich im Glauben stark bleiben, wenn alles schief geht und es aussieht, als würde mein Glaube versagen?“ Nun, wir alle haben das schon erlebt. Wir sind Menschen. Wir haben einen Schatz in irdenen Gefäßen. Auch die großartigen Männer und Frauen Gottes, über deren wunderbare Siege wir immer hören und lesen, haben dunkle Stunden erlebt. Das gehört zum Mensch sein dazu. Es geht nur darum, ein kleines bisschen Glauben an einen großen Gott zu haben. Wir müssen unseren Blick auf Jesus richten und Ihm stets vertrauen. Denn wir glauben nicht an ein Prinzip, sondern an eine Person. Und wenn ich mir vorstellen kann, dass Jesus Christus, der auferstandene Sohn Gottes, für mich eintritt, dann stärkt das meinen Glauben. Noch etwas, das vielleicht dabei hilft: In Römer 1:12 schreibt Paulus: „… damit wir […] durch unseren Glauben gegenseitig ermutigt werden, ich durch euch und ihr durch mich.“ Er spricht davon, sich durch Glauben gegenseitig zu ermutigen und sagt: „Wenn ich bei euch bin, werde ich durch euren Glauben ermutigt und ihr werdet durch meinen Glauben ermutigt.“ Wenn wir mit etwas kämpfen, ist es manchmal gut, die Gemeinschaft mit anderen Christen zu suchen, denn Glauben ist ansteckend. Manchmal, wenn wir gerade einen schwachen Moment haben, begegnen wir jemandem und das baut uns auf und stärkt uns. Im Buch Prediger steht: „Zwei haben es besser als einer allein… Wenn sie hinfallen, kann einer dem anderen aufhelfen.“ Suchen Sie also den Kontakt zu anderen Christen. Aber das Wichtigste ist natürlich, in der Bibel zu lesen. Römer 10:17: „Also ist der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch das Wort Christi.“ Wenn Sie das Wort Gottes lesen, darüber nachdenken und es in Ihrem Inneren hin- und her wenden, wird der Glaube ganz unbemerkt in Ihnen wachsen. Glaube entsteht durch das Wort Gottes, so wie Nässe durch Wasser entsteht. Wenn Sie ins Wasser springen, werden Sie nass. Wenn Sie ins Wort Gottes eintauchen, bekommen Sie Glauben.

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