Psalm 23 (Wie Gott sich um dein Leben kümmert) 1/2

Wir Menschen sind wie Schafe: Wir kommen von Gottes Weg ab und gehen stur unseren eigenen Weg. Uns fehlt jeder Sinn für geistliche Führung. Wir sind wie verlorene Schafe, die gefunden werden müssen.

Die gute Nachricht ist, dass Gott selbst gekommen ist, um uns zu retten, sich um unsere Bedürfnisse zu kümmern und uns an einen Ort zu führen, an dem wir uns ausruhen können und genug haben. Jesus kam als Guter Hirte auf diese Erde.

Lerne die Geschenke anzunehmen, die dir dein liebender Hirte anbietet: Führung, Versorgung, Schutz, Wiederherstellung und Erlösung.

Dies ist der erste Teil der Predigt, den zweiten Teil findest du hier …

Predigtmanuskript

Psalm 23 scheint die ganze Welt zu begeistern. Die Menschen hängen ihn in kunstvoller Schrift an die Wand. In Kirchen steht er auf Gedenktafeln geschrieben. Auf dem Friedhof finden wir in Grabsteine gemeißelt die Worte: „Der Herr ist mein Hirte.“ Und er ist schön. Aber er ist noch viel mehr. Er ist voller Weisheit und Führung und baut in den Menschen, die ihn verstehen, Glauben auf. Wenn Sie sich diese und die nächste Sendung ansehen, bin ich mir sicher, dass Sie Psalm 23 mit ganz neuen Augen sehen werden. Nehmen Sie doch Ihre Bibel zur Hand und lassen Sie uns zusammen Gottes Wort ansehen. Wir haben uns Psalm 22 angesehen, wo König David tausend Jahre vorher detailliert sowohl den natürlichen als auch den geistlichen Aspekt der Kreuzigung Jesu beschrieb. Hier finden wir die Offenbarung Seiner Kreuzigung, Seiner Auferstehung und des Auftrags an die Gemeinde. Damit Sie Ihn nun als Hirten kennenlernen können, wie Er in Psalm 23 beschrieben wird, müssen Sie zuerst Sein vollendetes Werk als Retter am Kreuz in Psalm 22 annehmen. Wir lesen jetzt den ganzen Psalm 23 und sehen uns dann die einzelnen Verse genauer an. Vers 1: Psalm 23:1-6 „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er lagert mich auf grünen Auen, er führt mich zu stillen Wassern. Er erquickt meine Seele. Er leitet mich in Pfaden der Gerechtigkeit um seines Namens willen. Auch wenn ich wandere im Tal des Todesschattens, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde; du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über. Nur Güte und Gnade werden mir folgen alle Tage meines Lebens; und ich kehre zurück ins Haus des Herrn lebenslang.“ Das ist wahrscheinlich eins der beliebtesten Kapitel der Bibel. Er hat den Menschen über die Jahrhunderte hinweg mehr Trost gespendet als irgendetwas anderes, vielleicht abgesehen von Johannes 3:16. Aber wir lesen hier nicht, dass Jesus der Hirte der ganzen Welt ist und eine große Herde anführt. Das ist Er nicht. Er ist der Hirte des Einzelnen. Der Herr ist mein Hirte. Und bis Er Ihr persönlicher Hirte wird, sind Sie ein verlorenes Schaf. In Jesaja 53:6 heißt es: „Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen eigenen Weg.“ Hier ist die Rede von der gesamten Menschheit. Alle Menschen sind wie Schafe umhergeirrt. Gott hat dieses Bild nicht zufällig gewählt. Von allen Tieren hat es das Schaf am schwersten, wenn es verloren geht. Die meisten Tiere besitzen eine verblüffende Fähigkeit, den Weg zurück nach Hause zu finden, insbesondere Hunde und Katzen. Wilde Tiere entfernen sich auf ihren Streifzügen oft sehr weit von ihrem Bau, aber sie kehren immer wieder zurück. Einer meiner Freunde hatte einmal ein Problem mit Waschbären auf seinem Dach. Er fing sie ein und ließ sie acht Kilometer weiter auf der anderen Seite eines Flusses wieder frei. In der nächsten Nacht waren sie wieder da. Ein neuer Versuch brachte dasselbe Ergebnis. Da bat er einen Experten um Rat. Dieser fragte: „Wie weit haben Sie sie weggebracht?“ Er sagte: „Acht Kilometer über einen Fluss.“ Der Mann sagte: „O, Sie müssen sie mindestens 30 Kilometer weit wegbringen und selbst dann kann es sein, dass sie wieder zurückfinden.“ Aber das gilt nicht für Schafe. Sie können sich hoffnungslos verirren, selbst wenn sie ganz in der Nähe sind. Die Menschheit ist trotz all ihrer Fortschritte in Technik und Wissenschaft geistlich verloren. Wir sind auf dem Mond gelandet, wir haben alle erdenklichen Annehmlichkeiten geschaffen, aber da ist immer noch eine Einsamkeit, eine Leere in unserem Inneren, die weder von Technik noch von Wissenschaft, Philosophie, Kunst oder Literatur ausgefüllt werden kann. Auch Beziehungen zu anderen Menschen können diese Leere nicht füllen. Wir brauchen einen Hirten. Wir müssen gefunden werden. Hören Sie sich die Verse 4 bis 7 aus Lukas 15 an: „Welcher Mensch unter euch, der hundert Schafe hat und eins von ihnen verloren hat, lässt nicht die neunundneunzig in der Wüste und geht dem verlorenen nach, bis er es findet? Und wenn er es gefunden hat, so legt er es mit Freuden auf seine Schultern; und wenn er nach Hause kommt, ruft er die Freunde und die Nachbarn zusammen und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir! Denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. Ich sage euch: So wird Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die die Buße nicht nötig haben.“ Wenn ein Sünder zu Gott zurückkehrt, hat in seinem Herzen eine Veränderung stattgefunden, die sich in einem äußeren Wechsel der Richtung zeigt. Dann herrscht große Freude im Himmel und Jesus wird zu seinem Hirten. Und was tut Er, wenn Er zu meinem Hirten wird? Sagen Sie alle: „Mein Hirte.“ Grundsätzlich sind es fünf Dinge, die Er als unser Hirte tut: Erstens: Er nährt uns. Zweitens: Er führt uns. Drittens: Er schützt uns. Viertens: Er macht uns gesund. Und fünftens: Er hält uns dazu an, unsere Wolle abzugeben. Schafe wurden erschaffen, um zu geben. Dieser Prozess wiederholt sich ihr ganzes Leben lang. Ein Schaf, das nicht gibt, ist ein sehr unglückliches Schaf. In Ländern, in denen viel Schafzucht betrieben wird, werden sie Einsiedlerschafe genannt. Ein Schaf, das seine Wolle gibt, bekommt im Gegenzug Zufriedenheit und Freude, denn dafür wurde es erschaffen. Vor ein paar Jahren predigte ich auf die Bitte meines Freundes Danny Guglielmucci hin in einer großartigen Gemeinde in Adelaide, Australien. Er sagte: „Bayless, ich würde dich gern ins Haus meiner Eltern zum Essen einladen.“ Ich sagte: „Gerne, Danny. Lass uns gehen.“ Wir gingen in ihr bescheidenes Haus, wo sich auch noch einige andere Sprecher der Konferenz einfanden und sie tischten uns eine Mahlzeit auf. Sie hatten ihre eigene Wurst gemacht und selbst gezogene Oliven gepflückt. So schöne Oliven hatte ich noch nie gesehen! Es war ein sehr schönes Essen. Da lehnte Danny sich zu mir herüber und sagte: „Bayless, meine Mutter und mein Vater haben nur ein sehr geringes Einkommen. Aber sie lieben den Herrn und sie haben für all das bezahlt. Das ist ihre Art zu geben. Wenn wir Gäste in der Gemeinde haben, bestehen sie immer darauf, dass ich sie auf ihre Kosten zum Essen herbringe.“ Plötzlich erkannte ich, dass ich an einem heiligen Tisch saß. Das zeigt uns, dass wir von Gott erschaffen wurden, um zu geben, ganz gleich, wie alt wir sind und ob wir viel oder wenig haben. Im Jahr 2004 wurde ein einsames Schaf eingefangen, das weggelaufen war. Dieses Schaf ließ sich sechs Jahre lang nicht scheren. Sie gaben ihm den Spitznamen Shrek. Könnt ihr uns das Bild zeigen? Das ist Shrek. Als es schließlich geschoren wurde, waren das dreißig Kilo Wolle. Schafe wurden von Gott erschaffen, um ihre Wolle zu geben. Es kann sogar lebensbedrohlich für ein Schaf sein, wenn es das nicht tut. Wenn es umfällt, steckt es in Schwierigkeiten und in der Wolle können sich alle möglichen Parasiten und Erreger einnisten. Dieses Jahr kam in den Nachrichten, dass Shrek nicht länger den Weltrekord hält. Sie fanden ein weiteres einsames Schaf in Australien, das sie Chris nannten. Zeigt einmal das Bild. Ja! Das sah nicht gut aus. Und seine Schur erbrachte fast 45 Kilo Wolle! Das war wahrscheinlich genug, um zehn wollene Anzüge für große Männer herzustellen. Und wissen Sie was? Die Schafe waren ziemlich froh, dass sie ihre Wolle loswurden. Und wenn Jesus Ihr Hirte ist, wird Er mit Ihnen über das Geben verhandeln. Sie wurden erschaffen, um zu geben. Sie werden nie zufrieden und gesund sein, wenn Sie kein Geber sind. Wenn Sie nicht großzügig sind, öffnen Sie der Krankheit eine Tür zu Ihrer Seele. Das Geben ist ein Teil Ihres Wesens als Christ. Und es ist eines der Dinge, die der Hirte tut. Wenn Sie wollen, dass Er Ihr Hirte ist, wird Er Sie um Ihre Wolle bitten. Lassen Sie uns jetzt über die anderen vier Dinge sprechen, die der Hirte hier in Psalm 23 für Seine Schafe bereitstellt. In Vers 2 lesen wir: „Er lagert mich auf grünen Auen…“ Gut, als Zweites nährt Er mich. Und ich muss nicht durch die grünen Auen hindurchrennen und mir schnell nehmen, was ich kann. Er lagert mich dort. Und das passiert erst, nachdem die Schafe sich satt gefressen haben. Wenn sie gefressen und von den stillen Wassern getrunken haben, legen sie sich hin und ruhen sich aus und dann beginnt das Wiederkäuen. Schafe würgen alles, was sie gefressen haben, wieder hoch und kauen es erneut, während sie auf der Weide liegen. Und sie legen sich erst hin, wenn sie satt sind. Das ist ein perfektes Bild für das, was die Bibel Meditation nennt. Das hebräische Wort für „meditieren“ bedeutet, ständig etwas in sich hinein murmeln, über etwas wieder und wieder nachdenken. Und das ist eines der Elemente, die im Leben der heutigen Christen fehlen. Aber der Hirte gibt uns hier keine Wahlmöglichkeit. Er lagert uns auf grünen Auen. Er will, dass wir einen Gang herunterschalten und über die Wahrheit Seines Wortes nachdenken und meditieren. Lassen Sie uns kurz Psalm 1 ansehen, dann gehen wir gleich wieder zu Psalm 23 zurück. Psalm 1, Vers 1: Psalm 1:1-3 „Glücklich der Mann, der nicht folgt dem Rat der Gottlosen, den Weg der Sünder nicht betritt und nicht im Kreis der Spötter sitzt, sondern seine Lust hat am Gesetz des Herrn und über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht! Er ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und dessen Laub nicht verwelkt; alles was er tut, gelingt ihm.“ Gehen wir jetzt wieder zurück zu Psalm 23. Wenn Sie wie dieser robuste und fruchtbare Baum sein und Erfolg haben wollen, müssen Sie meditieren. Er hat Freude am Gesetz des Herrn, er denkt Tag und Nacht darüber nach. Planen Sie Zeit dafür ein! Wenn Sie das nicht tun, wird es nicht klappen. Das wissen wir alle. Jemand ruft an und fragt: „Hey, was hast du heute vor?“ „Nichts.“ „O, großartig! Lass uns etwas zusammen machen.“ „Nein, du verstehst mich nicht. Ich tue nichts. Es gibt einige Bibelverse, über die ich nachdenken muss und sonst plane ich nichts für den Tag. Ich werde einfach still sein, mich auf den grünen Auen lagern und über Gottes Wort nachdenken.“ D. L. Moody sagte, es ist besser, dasselbe Kapitel einen Monat lang immer wieder zu lesen als einen Monat lang willkürlich in der Bibel zu lesen. Dem stimme ich absolut zu. Sie werden viel mehr wachsen und geistlich viel gesünder sein, wenn Sie dasselbe Kapitel immer wieder lesen, wie wenn sie ein wenig hier und ein wenig dort, ein Kapitel hier und ein paar Verse dort lesen. Lesen Sie es immer wieder und nehmen Sie sich die Zeit, darüber zu meditieren. Und in Vers 3 heißt es: „Er erquickt meine Seele.“ Ein Schaf kann sich nicht selbst reinigen. Andere Tiere wie Katzen lecken ihr Fell sauber oder reinigen sich auf andere Weise. Nicht so die Schafe. In ihrer Wolle bleibt alles hängen. Alles! Vor allem an ihrem Hinterteil. Dort bleibt alles kleben, was das Schaf fallen lässt. Schmutz, Fett und Pflanzen verfangen sich in der Wolle und viele Parasiten nisten sich dort ein. Wenn das Schaf sich selbst überlassen wird, kommt es leicht zu Infektionen und sie können nichts dagegen tun. Das muss der Hirte tun. Er erquickt meine Seele. In Ländern, wo viel Schafzucht betrieben wird, gibt es Gesetze, die besagen, dass die Schafe ein- bis zweimal im Jahr in ein Bad mit Insektiziden und Fungiziden getaucht werden müssen. Und der Punkt ist: Wenn unsere Seele von den Schwierigkeiten des Lebens betrübt ist oder wir zulassen, dass sich unreine Dinge darin niederlassen, kann nur Er allein uns wiederherstellen. Manche von Ihnen brauchen dringend Wiederherstellung. Ihre Seele ist müde, sie ist belastet und furchtsam. Ich habe ein Wort für Sie: Schalten Sie einen Gang runter. Das Ausruhen auf den grünen Auen an den frischen Wassern geht der Genesung voraus. Die grünen Auen stehen für Gottes Wort. Davon nähren wir uns. Die Wasser stehen für den Heiligen Geist. Lassen Sie Gottes Wort und Seinen Geist Ihre müde Seele wiederbeleben und erfrischen. Wenn Sie gesündigt haben und etwas Unreines in Ihrer Seele ist, denken Sie an 1. Johannes 1:9: „Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.“ Wenn ich also meine Sünde bekenne, ist Er treu und gerecht und vergibt mir. Aber das ist noch nicht alles. Er vergibt mir und reinigt mich von jeder Ungerechtigkeit. Das ist nicht dasselbe. Hier muss es also einen Unterschied geben. Er tut zwei Dinge. Wenn ich meine Sünde bekenne, vergibt Er mir. Aber ich glaube, viele Menschen halten nicht lange genug inne, um gereinigt zu werden. Wenn ich mit einem Geschwür am Arm zum Arzt gehe, wird er es behandeln. Aber wenn ich danach den Ärmel eines schmutzigen Hemdes darüberziehe, wird das Geschwür wieder wuchern. Sie wurden behandelt, aber Sie müssen sich auch die Zeit nehmen, Ihre Kleider zu wechseln. Bekennen Sie Ihre Sünden, aber nehmen Sie sich auch die Zeit, Ihr Denken zu ändern. Sonst müssen Sie dasselbe bald wieder bekennen und es wird Ihnen ergehen wie einem Hamster im Rad: Sie sündigen und bekennen, sündigen und bekennen. Ich bin verdammt, ich kehre um, mir wird vergeben, ich tue Gutes… Und so geht es immer weiter! Wir müssen uns auf den grünen Auen lagern und unserer Seele vom Heiligen Geist des Hirten, von den stillen Wassern dienen lassen. Er will in uns wirken, uns reinigen und unsere Seele erquicken. Das können wir nicht selbst tun. Und die Zeit, die wir in der Gegenwart des Hirten verbringen, ist nie verschwendet. Sicher denkt jetzt jemand: Das ist großartig, aber du hast etwas übersprungen. In Vers 1 heißt es: „… mir wird nichts mangeln. Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“ Das deckt sich nicht mit meinen Erfahrungen! Lassen Sie uns das ansehen. „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“ Und in Vers 2 heißt es: „Er lagert mich auf grünen Auen, er führt mich…“ Vers 3: Psalm 23:3 „Er erquickt meine Seele. Er leitet mich in Pfaden der Gerechtigkeit um seines Namens willen.“ Um zu bekommen, was wir brauchen, müssen wir Seiner Führung folgen. Und wie führt Er uns? Er hat es uns gerade gesagt: Durch die grünen Auen und die stillen Wasser; durch Sein Wort und Seinen Geist. Wenn etwas so klar in Seinem Wort steht, brauchen Sie nicht darüber zu beten. Gehorchen Sie einfach! Manche Menschen sagen: „O Gott, führe mich.“ Lesen Sie Ihre Bibel! Er führt Sie im Hinblick auf Ihre Familie, die Erziehung Ihrer Kinder und Ihre Finanzen und Er sagt Ihnen, wie Sie mit einem Konflikt bei der Arbeit umgehen sollen. Und wenn Ihre Gesundheit leidet, gehorchen Sie Seinem Wort! Er führt mich. Ja, meine Bedürfnisse werden gestillt, aber nur, so lange ich dem Hirten folge. Und wenn wir für etwas keinen passenden Vers finden, spricht Er durch Seinen Geist zu uns. Es sind die grünen Auen und die frischen Wasser. Ich weiß noch, wie ich einmal betete, weil ich nicht wusste, welchen Weg ich einschlagen sollte. Ich fühlte mich zu einem bestimmten Weg hingezogen, aber ich war mir nicht sicher, ob es der richtige war. Da fiel mir eine ziemlich seltsame Geschichte aus dem Alten Testament ein. Das war die Einzige, die mir einfiel, die mit dem Weg, den ich überlegte einzuschlagen, Parallelen aufwies. Und während ich betete und diese seltsame Geschichte las und darüber meditierte, klingelte plötzlich mein Telefon. Normalerweise schalte ich es aus, wenn ich in der Bibel lese und bete. Es gibt Menschen, die in einem Gespräch ständig sagen: „O, nur noch einen Moment.“ Aber das ist so unhöflich! Was glauben Sie, wie Gott sich dann fühlt? Deshalb schalte ich mein Telefon normalerweise aus, aber aus irgendeinem Grund hatte ich es angelassen und sah, dass jemand eine Nachricht hinterlassen hatte. Es war einer meiner Freunde von der anderen Seite des Erdballs. Er sagte: „Ich habe gerade gebetet und musste an dich denken. Da kam mir diese seltsame Geschichte aus der Bibel in den Sinn und ich dachte, ich sollte dir das sagen.“ Es handelte sich um dieselbe Geschichte, die ich gerade gelesen hatte und er redete etwa fünf Minuten lang darüber. Als er fertig war, sagte ich: „Gott, das ist unglaublich!“ Gott führte mich durch Sein Wort und Seinen Geist und Er führte diesen Mann durch Seinen Geist. Und das Wort Gottes und der Geist Gottes werden zu Ihnen sprechen. Er wird Sie führen und Sie werden sagen können: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“ Erinnern Sie sich an Demos Shakarian? Ich glaube, Pastor Tom kannte ihn und ich hatte das Vorrecht, ein wenig Zeit mit ihm zu verbringen, bevor er in den Himmel ging. Er gründete die Vereinigung „Christen im Beruf“ und ihm gehörte Alta Dena Dairies. Als Kinder fuhren wir immer mit unseren Fahrrädern zu Knott’s Berry Farm. Damals musste man noch nichts dafür bezahlen. Zu dieser Zeit gab es den Freeway 605 noch nicht. Da war ein Ort namens Coyote Creek und von dort aus fuhren wir mit den Rädern zu Knott’s Berry Farm, wo es damals lediglich einen Beerenstand und ein kleines Geisterhaus gab. Und auf unserem Weg dorthin reihte sich ein Molkereibetrieb an den anderen. Es gab massenhaft Land, das für die Milchproduktion genutzt wurde und Demos gehörte ein ziemlich großer Teil davon. Und ich weiß noch, dass er ein ganz erstaunliches Gespür hatte, wenn es darum ging, die richtigen Stiere für seine Viehzucht auszuwählen. Eines Tages fragte ihn ein Mann, der ebenfalls im Milchgeschäft war: „Wie kommt es, dass Sie so erfolgreich sind? Die Qualität Ihrer Zucht ist geradezu legendär!“ Er fragte: „Könnte ich vielleicht einmal mit der Person sprechen, die die Stiere dafür auswählt?“ Und Demos sagte: „Ich mache Sie gern mit ihm bekannt. Lassen Sie uns zusammen Mittagessen gehen.“ Der Mann war begeistert von der Aussicht, diesen Menschen kennenzulernen. Als er zur verabredeten Zeit kam und nur Demos vorfand, fragte er: „Demos, wo ist er?“ Demos sagte: „Er ist hier.“ Er sagte: „Was meinst du?“ Er sagte: „Es ist der Heilige Geist. Ich bete einfach und der Heilige Geist zeigt mir immer, welchen Stier ich wählen soll.“ Und er führte den Mann in die Taufe mit dem Heiligen Geist. Der Heilige Geist führt und leitet uns und das sollten wir auch erwarten. Jesus sagte, wenn der Heilige Geist kommt, wird Er sprechen. Er wird uns in die ganze Wahrheit hineinführen und uns zeigen, was kommt. Wir wurden nicht als Waisen zurückgelassen. Gott hat uns den Heiligen Geist geschickt, damit Er in uns wohnt, uns Kraft gibt, uns führt und uns in Zeiten der Not hilft. Und Er ist allgegenwärtig. Er ist jetzt hier bei mir und bei Ihnen. Gott kennt unsere Nöte. Er hat die Weisheit, die wir in unserer Situation brauchen. Und in der Bibel heißt es, wenn es uns an Weisheit mangelt, können wir Gott darum bitten und Er wird sie uns geben, ohne uns Vorwürfe zu machen. Und diese Weisheit kommt durch Sein Wort und durch Seinen Heiligen Geist. Gott möchte Ihnen helfen. Sind Sie bereit für Seine Hilfe? Bitten Sie Ihn heute darum.

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