Psalm 23 (Wie Gott sich um dein Leben kümmert) 2/2

Wir Menschen sind wie Schafe: Wir kommen von Gottes Weg ab und gehen stur unseren eigenen Weg. Uns fehlt jeder Sinn für geistliche Führung. Wir sind wie verlorene Schafe, die gefunden werden müssen.

Die gute Nachricht ist, dass Gott selbst gekommen ist, um uns zu retten, sich um unsere Bedürfnisse zu kümmern und uns an einen Ort zu führen, an dem wir uns ausruhen können und genug haben. Jesus kam als Guter Hirte auf diese Erde.

Lerne die Geschenke anzunehmen, die dir dein liebender Hirte anbietet: Führung, Versorgung, Schutz, Wiederherstellung und Erlösung.

Dies ist der zweite Teil der Predigt, den ersten Teil findest du hier …

Predigtmanuskript

Wir sprechen gerade über eins der beliebtesten Kapitel der Bibel – Psalm 23. Aber wissen Sie was? Dieser Psalm ist nicht das, wofür die Menschen ihn halten. Er ist nicht nur ein nettes, kleines Gedicht, das sich viele in kunstvoller Schrift oder als gedrucktes Poster an ihre Wand hängen. Er ist voller Kraft und Weisheit und ich glaube, Gott möchte durch diesen Psalm zu Ihnen reden. Der nächste Vers, den wir uns ansehen wollen, lautet: „Auch wenn ich wandere im Tal des Todesschattens, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir.“ Manche von Ihnen sind gerade in diesem Tal. Und der Tod ist in irgendeiner Form so nah, dass er einen Schatten auf Sie wirft. Er wirft einen Schatten auf Ihre Ehe, auf Ihre Firma, auf Ihre Gesundheit, auf Ihre Familie. Aber Gott ist mitten in diesem Tal an Ihrer Seite. Darüber und über vieles andere wollen wir heute sprechen. Also machen Sie sich bereit und lassen Sie uns zusammen Gottes Wort ansehen.

Wenn Er uns führt, wohin gehen wir dann? Lassen Sie uns Psalm 23, Vers 4 lesen:

Psalm 23:4
„Auch wenn ich wandere im Tal des Todesschattens, fürchte ich kein Unheil…“

Er wird Sie führen. Er führt Sie in Pfaden der Gerechtigkeit und diese führen offensichtlich durch das Tal des Todesschattens. Das steht für einen Ort, wo Sie die Möglichkeit haben sich zu fürchten; einen Ort, wo Ihnen der Tod in der einen oder anderen Form nah genug ist, um einen Schatten zu werfen. Vielleicht betrifft das Ihre Ehe oder eine andere Beziehung, Ihre Firma oder Ihre Gesundheit. Er repräsentiert einen Ort der Prüfung und der Bedrängnis. Würde Gott uns dort hinführen? Gott wird Sie in Seinen perfekten Willen für Ihr Leben hineinführen; in den Plan, den Er vor der Grundlegung der Welt für Sie erdacht hat. Und wenn Sie Gottes Weg gehen, werden Sie auf Widerstand stoßen. Sie werden nie in diesen Pfaden der Gerechtigkeit gehen ohne auf Widerstand zu stoßen. Vielleicht konfrontiert Gott Sie mit den Dingen, die Sie für unmöglich halten und sagt: „Tu es. Überwinde das. Nimm das Land ein.“ „Aber, Gott, da sind Riesen!“ „Ich weiß. Trete ihnen entgegen. Ich werde dir helfen.“

Ich möchte Ihnen einige Aspekte des Tals des Todesschattens nennen, die Ihnen vielleicht helfen werden. Zunächst einmal heißt es: „Und wenn ich darin wandere.“ Wir werden dort nicht für immer sein, nur für eine gewisse Zeit. Wir gehen hindurch. Wenn sich Schwierigkeiten vor uns auftun, gehen wir hindurch und kommen auf der anderen Seite wieder heraus. Als wir dieses Grundstück kauften und das Gebäude darauf bauten, hatten wir jede Menge Schwierigkeiten, genauso wie vorher in Sausalito. Ich weiß noch, wie der Bauunternehmer eines Tages zu mir kam und sagte: „Pastor Conley, ich weiß nicht, was hier los ist! Ich bin schon mein ganzes Leben in diesem Geschäft, aber ich habe noch nie einen solchen Widerstand erlebt wie auf dieser Baustelle.“ Ich sagte: „Es sind übernatürliche Kräfte, die gegen uns kämpfen.“ Er sagte: „Es ist verrückt – es ging wirklich schief, was nur schiefgehen konnte.“ Und ich sagte: „Sie haben recht. Es gibt Widerstand.“ Und ich weiß noch, wie Randy Morrison, ein lieber Freund, der als Pastor unserer Gemeinde in Minneapolis dient, zu mir sagte: „Bayless, ich weiß, ihr steckt mitten in eurem Bauprojekt. Ich habe ein Wort von Gott für dich.“ Ich sagte: „Sag es mir bitte!“ Er sagte: „Du wirst leben.“ Das war alles. Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie sehr mich das während des ganzen Prozesses ermutigt hat. Und wissen Sie was? Ich lebte.

Zweitens, es ist das Tal des Todesschattens, nicht das Tal des Todes. Ein Schatten hat keine wirkliche Substanz. Sind Sie schon mal vom Schatten eines Hundes gebissen worden? Haben Sie sich schon einmal am Schatten eines Messers geschnitten? Wurden Sie je vom Schatten einer Biene gestochen oder vom Schatten eines Autos angefahren? Nein. Neunzig Prozent der Ängste, die uns quälen, sind Schatten. Ein großer Teil unserer Qualen ist das Ergebnis von Vorstellungen und Gedanken, denen wir erlaubt haben, in unseren Sinn vorzudringen und dort eine Festung zu errichten.

Paulus schrieb in 2. Korinther 10, 4 und 5: „…  denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig für Gott zur Zerstörung von Festungen; so zerstören wir überspitzte Gedankengebäude und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, und nehmen jeden Gedanken gefangen unter den Gehorsam Christi…“ Wenn es um den geistlichen Kampf geht, sagen viele von Ihnen: „Die Waffen unseres Kampfes sind mächtig!“ Aber er sagt: „Es geht um Gedanken.“ Das Schlachtfeld ist zwischen unseren Ohren. Unsere Gedanken können sehr real erscheinen, obwohl sie völlig irrational sind und nicht auf Fakten basieren. Mark Twain sagte: „Die meisten Krisen in meinem Leben sind nie wirklich eingetreten.“ Wir sind so oft deprimiert und sorgen oder fürchten uns, weil wir einem Gedanken, den der Teufel völlig unverhältnismäßig aufgebläht hat, Glauben schenken und zulassen, dass er unser Handeln beherrscht. Die Kinder Israel wagten sich aufgrund eines Schattens nicht in das Verheißene Land. Mose sandte zwölf Spione aus, die das Land auskundschaften sollten und zehn von ihnen sagten: „Es ist alles, wie du es gesagt hast. Es fließt von Milch und Honig über, aber…“

Vor etwa 30 Jahren predigte ich einmal in einem kleinen Ort in Südkalifornien. Dort waren viele Männer aus einer Gang, die gerettet worden waren. Und neben mir saß ihr langjähriger Anführer. Er war das, was man einen Veteran nennt. Er ging am Stock. Während er schlief, war jemand in sein Haus eingedrungen und hatte ihn in den Kopf geschlossen, aber er hatte überlebt. Er war in seinen Bewegungen ein wenig eingeschränkt, aber sein Verstand funktionierte einwandfrei. Er war von oben bis unten tätowiert und hatte einige Narben. Ich fragte: „Woher kommen all diese Narben?“ Er sagte: „O, mir haben die Tattoos nicht gefallen, deshalb habe ich ein Buttermesser ins Feuer gelegt und sie entfernt.“ Ich sagte: „Okay.“ Dieser Mann war gerade erst zu Christus gekommen. Wir saßen beim Frühstück und aßen Pfannkuchen und anschließend sollte ich predigen. Und dieser Mann mit all den Narben von einem Buttermesser, der einen Schuss in den Kopf überlebt hatte und am Stock ging, sah mich an und sagte: „Hey, Prediger! Weißt du, warum das Wort Gottes kompromisslos ist?“ Er sagte es genau so. Ich sagte: „Nein. Sag es mir. Warum ist Gottes Wort kompromisslos?“ Er holte seine Bibel heraus und sagte: „Weil es in diesem Buch kein Aber gibt.“ Das ist vielleicht die beste Definition für das kompromisslose Wort Gottes, die ich je gehört habe.

Das fiel mir einfach gerade ein. Wie auch immer, zehn der Spione kamen zurück und sagten: „Es ist alles, wie Gott es gesagt hat, aber da sind Riesen in dem Land. Die Städte dort sind gut befestigt; ihre Bewohner sind stärker als wir und gut bewaffnet. Wir haben uns gefühlt wie Heuschrecken und das sind wir in ihren Augen auch!“ Sie können das in 4. Mose, Kapitel 13 nachlesen. Sie sagten: „Als sie uns sahen, dachten sie: Diese Israeliten sind nur kleine Käfer. Wir werden sie zerquetschen!“ Und wie wir in Josua, Kapitel 2 lesen, kamen aus dieser Generation nur Josua und Kaleb in das Verheißene Land und auch das erst vierzig Jahre später. Alle anderen starben vorher. Diese beiden Männer sahen dieselben Schatten wie alle anderen, aber sie weigerten sich, ihnen zu glauben.

Rahab, die Hure, brachte die Sache bereits vierzig Jahre vorher auf den Punkt: „Als wir gehört haben, dass der Herr das Wasser des Roten Meers ausgetrocknet hat und gesehen haben, was ihr in Sihon und Og jenseits des Jordan getan habt, wurde unser Herz verzagt und niemand hatte mehr Mut. Wir fürchteten uns vor euch!“ Was die Israeliten glaubten, war eine Lüge. Und diese Lüge – ein falscher Gedanke, ein Schatten – verhinderte, dass sie das Erbe bekamen, das Gott für sie hatte. Das ist ein starker Gedanke! Sie waren die Generation, die Gott auserwählt hatte, um das Verheißene Land einzunehmen! Zu Abraham sagte Er: „Du bist nur ein Besucher in diesem Land. Aber in 400 Jahren werden deine Nachkommen hierher zurückkommen und das Land in Besitz nehmen.“ Gott benannte ganz konkret die Generation, die aus Ägypten kommen und das Land erben würde. Aber obwohl Gott sagte: „Sie sind es, die ich erwählt habe“, traten sie ihr Erbe nicht an, weil sie einem Schatten, einer Lüge glaubten.

Josua und Kaleb, die beiden anderen Spione, sahen dieselben Schatten, aber sie glaubten ihnen nicht. Sie sagten: „Ihr Schutz ist von ihnen gewichen. Der Herr ist mit uns. Fürchtet euch nicht vor ihnen! Lasst uns sofort hinaufziehen!“ Und sie waren die Einzigen aus ihrer Generation, die das Land erbten. Freunde, wo Schatten ist, muss auch Licht sein. Und der große Hirte ist unser Licht und unsere Erlösung. Wir müssen nur erkennen, dass Er bei uns ist. Vers 4:

Psalm 23:4
„Auch wenn ich wandere im Tal des Todesschattens, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir…“

Josua sagte: „Der Herr ist bei uns. Fürchtet euch nicht vor ihnen!“ Machen Sie gerade Schweres durch? Der Herr ist bei Ihnen.

Die Cottonwood-Gemeinde wurde im August 1983 gegründet. Nachdem etwa sechs Monate vergangen waren, fühlte ich mich, als wäre ich in Treibsand geraten. Ich wurde von dem Gedanken geplagt, dass das, was ich predigte, nicht angenommen wurde und ich nichts damit bewirkte. Ich hatte wirklich ein Problem mit mir selbst. Eines Nachts hatte ich einen Traum. Tatsächlich war es eher ein Albtraum. Ich stand plötzlich in einer verlassenen Gegend. Es war dunkel und ein starker Wind blies mir Sand entgegen. Da merkte ich, dass mich etwas berührte und ich schreckte zurück. Als ich auf den Boden sah, waren dort lauter Häute von Klapperschlangen. Der Wind wirbelte die Häute auf, sodass sie mich trafen und ich schüttelte sie voller Panik ab. Ich wachte schweißgebadet auf. Ich ging auf die Knie und begann zu beten. Und ich spürte, wie der Heilige Geist mein inständiges Gebet unterbrach und fragte: „Bist du je von einer Schlangenhaut gebissen worden?“ „Nein.“ Ich war schon von einer Schlange gebissen worden, aber nicht von einer Schlangenhaut. Und plötzlich erkannte ich, dass all die Gedanken, mit denen ich rang, nur Schatten waren. Es waren Gedanken des Teufels und ich hatte zugelassen, dass sie unverhältnismäßig groß wurden. Ich nahm sie sofort gefangen und weigerte mich, noch länger an sie zu glauben oder nach ihnen zu handeln.

Der Herr ist bei Ihnen. Der Psalmist fuhr fort:

Psalm 23:4
„… dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich.“

Der Hirtenstab wurde zum Schutz der Schafe vor Feinden und wilden Tieren eingesetzt wie früher die Gummiknüppel der Polizisten. In der Bibel steht der Stab für Autorität. Im Osten war auch das Zepter der Könige ein Symbol für ihre Autorität und Macht. Sein Ursprung war der Hirtenstab. Er steht für Autorität, für die Kraft und den Schutz Gottes.

Jesus sagte: „Ich habe euch die Macht über die ganze Kraft des Feindes gegeben, und nichts soll euch schaden.“

Jakobus sagte: „Unterwerft euch nun Gott! Widersteht aber dem Teufel! Und er wird von euch fliehen…“

Hier ist das Bild: Ein Schaf kann sich von allen Tieren am wenigsten verteidigen. Es hat keine scharfen Zähne und keine Hufe oder Klauen, die es als Waffe benutzen kann und es ist nicht schnell. Es ist vollkommen wehrlos. Und da kommt der Feind. Der Teufel geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann. Und das kleine, wehrlose Schaf sagt: „Ich tadle dich im Namen Jesu.“ Aber hinter dem Schaf steht der Hirte mit dem Stab in der Hand und sagt: „Du hörst besser auf das Schaf, sonst knallt es.“ Er stärkt unsere Autorität im Namen Jesu.

Auch in Vers 4 heißt es: „… dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich.“

Der Stab war einen Meter fünfzig bis einen Meter achtzig lang und am Ende gebogen. Der Hirte setzt die Schafe mit einem sanften Stoß des Stabs in Bewegung und zieht sie mit der Biegung näher zur Herde. Ich glaube, das repräsentiert das Wirken des Heiligen Geistes, der uns sanft anstupst, uns näher heranzieht und auf dem richtigen Weg hält. Und Vers 5 lautet:

Psalm 23:5
„Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde…“

Es spielt keine Rolle, womit Sie gerade kämpfen oder was in Ihrem Leben vor sich geht. Gott hat Vorbereitungen für Sie getroffen. Vielleicht fühlen Sie sich, als wären Sie von Ihren Feinden umzingelt, aber Gott hat Vorbereitungen für Sie getroffen. Alles, was Sie brauchen, steht bereits auf dem Tisch: Sie brauchen Heilung – sie ist für Sie vorbereitet. Sie brauchen finanzielle Mittel, inneren Frieden, Weisheit oder Freunde – es ist alles für Sie vorbereitet und steht bereits auf dem Tisch. Und weiter heißt es:

Psalm 23:5
„… du hast mein Haupt mit Öl gesalbt…“

Das tat man in biblischen Zeiten mit guten Freunden. In Lukas 7:46 lesen wir, wie Jesus im Haus von Simon, dem Pharisäer war und sagte: „Du hast mein Haupt nicht mit Öl gesalbt, diese Frau aber hat meine Füße mit Salbe gesalbt.“ Der Punkt ist: Wir sind nicht einfach dumme Schafe für Ihn. Er behandelt uns wie geschätzte Freunde. Das ist ein erstaunlicher Gedanke! Ich bin kein dummes Schaf für Ihn. Ich bin mehr als das. Er behandelt mich wie einen Ehrengast an Seiner Tafel. Er salbt mein Haupt mit Öl. Und Er sagte: „… mein Becher fließt über.“

Fülle, Überfluss! Wir werden nicht nur mit dem Nötigsten versorgt, sondern haben mehr als genug. Der Hirte lässt meinen Becher überfließen, damit ich genug habe, um anderen zu helfen und sie zu segnen. Vers 6:

Psalm 23:6
„Nur Güte und Gnade werden mir folgen alle Tage meines Lebens; und ich kehre zurück ins Haus des Herrn lebenslang.“

Wenn Sie dem Hirten folgen, folgen Ihnen Güte und Gnade. Manche von Ihnen fürchten sich davor, dass ihre Vergangenheit sie wieder einholt. Aber wissen Sie was? Wenn Sie dem Hirten folgen, ist das Einzige, was Sie einholen wird, Güte und Gnade. Sie brauchen nur lange genug etwas langsamer zu gehen. „Nur Güte und Gnade werden mir folgen mein Leben lang.“ Und wo wird Jesus uns hinführen? In sein Haus, wo wir für immer und ewig wohnen werden; in die Gegenwart Gottes, in einen neuen Himmel und eine neue Erde.

Ich las einmal eine Geschichte über eine Familie, die einen kleinen Jungen adoptiert hatte. Er hatte ein sehr schweres Leben. Er erfuhr viel Ablehnung, wurde geschlagen und erlebte viele schlimme Dinge. Und dieses Ehepaar schloss ihn sofort in ihr Herz und so brachten sie ihn in ihr Haus, das einem Palast glich. Nach etwa einer Stunde begann der kleine Junge zu weinen und fragte: „Kann ich noch eine Weile hierbleiben, bevor ich wieder zurückmuss? Bitte!“ Und der Mann sagte: „Sohn, du verstehst das nicht. Ich bin jetzt dein Vater. Du wirst jetzt für immer hier leben.“

Das war genau wie bei mir. Ich wurde mein ganzes Leben vom Teufel geschlagen und herumgestoßen bis zu dem Abend, an dem ich in dieser kleinen Straßenmission Jesus kennenlernte und Er sagte: „Bayless, du gehörst jetzt mir, jetzt und für immer.“ Und natürlich deutet das alles auf Golgatha und das vollendete Werk Jesu hin. Ich möchte mit einigen Versen aus Johannes, Kapitel 10 schließen. Vers 7:

Johannes 10:7-11
„Jesus sprach nun wieder zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die Tür der Schafe. Alle, die vor mir gekommen sind, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe hörten nicht auf sie. Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, so wird er gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden. Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und zu verderben. Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Überfluss haben. Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.“

Aber als Er Sein Leben für die Schafe hingab, tat Er das als Schaf. Er wurde einer von uns. Er legte all Seine rechtmäßigen Privilegien und Seine himmlische Würde ab und wurde Mensch. Er war das Lamm, das geschlachtet wurde, von Grundlegung der Welt an. In Jesaja und Apostelgeschichte, Kapitel 8, lesen wir über Ihn: „Wie ein Schaf wurde er zur Schlachtung geführt, und wie ein Lamm vor seinem Scherer stumm ist, so tut er seinen Mund nicht auf.“

Jetzt habe ich ein bisschen länger gepredigt als sonst, aber ich will Ihnen noch eine Geschichte erzählen, die ich vor vielen Jahren las. Ein Hirte, der in den Bergen lebte, hatte eine Tochter, die er über alles liebte. Sie ging in die Stadt, um das College zu besuchen, doch schon bald warf sie alles hin und geriet von da an in große Schwierigkeiten. Sie brach die Beziehung zu ihren Eltern ab, fing an Drogen zu nehmen und führte ein sehr unmoralisches Leben. So ging es immer weiter bergab mit ihr. Sie wussten nicht, wo sie war. Eines Tages sagte ihr Vater zu ihrer Mutter: „Ich gehe in die Stadt. Ich werde sie finden.“ Sie fragte: „Wie willst du sie finden?“ Er sagte: „Gott wird mir helfen.“ Als kleines Mädchen war sie immer gerne mit ihrem Vater auf die Weide hinausgegangen. Er hatte eine besondere, schrille Pfeife und wenn er hineinblies, kamen all seine Schafe angelaufen. Und wenn er in der Stadt gewesen war, um Einkäufe zu erledigen, blies er manchmal auf dem Weg, der zu seinem Haus führte, in die Pfeife, um seine Rückkehr anzukündigen. Dann kam seine Tochter herausgelaufen und rief: „Daddy ist zurück!“ Er nahm sich ein Hotelzimmer im übelsten Teil der Stadt und durchkämmte eine ganze Woche lang jede Nacht sämtliche Straßen und blies dabei in seine Pfeife. Nichts. Stunde um Stunde verging, er legte sich schlafen und machte sich am nächsten Tag erneut auf die Suche. Am Ende der Woche ging er durch eine Gasse. Dort war eine kleine Kneipe, in der einige zwielichtige Gestalten saßen und er sah, dass dort ungute Dinge vor sich gingen. Er blies in seine Pfeife. Als seine Tochter, die in dieser Kneipe saß, das Pfeifen hörte, schoss ihr Kopf nach oben. Die anderen fragten: „Was ist los?“ Sie sagte: „Habt ihr das gehört?“ Sie sagten: „Wir haben nichts gehört.“ Sie sagte: „Das ist mein Vater.“ Sie lief hinaus, rannte geradewegs in seine Arme und er hielt sie einfach nur fest. Sie fragte: „Daddy, kann ich nach Hause kommen?“ Er sagte: „Ja, natürlich, mein Liebling. Lass uns gehen.“

Manche von Ihnen haben den Ruf des Hirten in ihrem Herzen gehört. Sonst wären Sie heute nicht hier. Es ist an der Zeit, dass Sie gefunden werden und Seinem Ruf folgen. Bitte beugen Sie für einen Moment Ihren Kopf und schließen Sie die Augen.

Wenn wir zu Gott kommen, verändert Er uns. Er befreit uns. Wenn Sie mit Gott Frieden schließen wollen, beten Sie jetzt mit mir. Ich werde Sie nicht bitten, die Hand zu heben, aufzustehen oder nach vorn zu kommen. Gott sieht Ihr Herz. Und der große Hirte, der mit Seinem kostbaren Blut für Ihre Erlösung bezahlt hat, möchte Sie in die Familie holen. Wollen Sie mit mir beten? Sprechen Sie jedes Wort von ganzem Herzen mit. Sagen Sie:

Gott, ich danke Dir für Deine Liebe, die Dich veranlasst hat, uns Deinen Sohn zu senden. Jesus, danke, dass Du den Himmel verlassen hast und auf die Erde gekommen bist. Danke, dass Du Dein Leben hingegeben hast, um mich zu erlösen. Ich glaube, dass Du den ganzen Preis bezahlt hast. Und heute will ich Ja zu Dir sagen, Jesus. Sei mein Herr und Retter. In Deinem Namen bete ich, amen.

Sie müssen wissen, wie wertvoll Sie für Gott sind. Es ist sicher kein Zufall, dass Sie mir gerade zuhören. Es gibt einen Gott im Himmel, der Ihren Namen kennt. Jesus sagte, nicht einmal ein Spatz fällt zur Erde, ohne dass unser himmlischer Vater es weiß. Und Sie sind wertvoller als viele Spatzen. Gott hat sogar die Haare auf Ihrem Kopf gezählt. Das zeigt uns, wie viel Er über uns weiß und wie wichtig wir Ihm sind! Sie sind ein ewiges Wesen, Sie wurden nach dem Bild Gottes erschaffen. Sie sind mehr als man mit bloßem Auge sehen kann. Ihr Körper mag ähnlich aussehen wie meiner. Ich habe recht helle Haut und viele Sommersprossen. Und ich habe grüne Augen. Aber das ist nur das Haus, in dem ich lebe. Ich bin ein geistliches Wesen, das nach Gottes Bild erschaffen wurde. Wir alle werden die Ewigkeit irgendwo verbringen. Ihr Haus mag anders aussehen als meins, aber auch Sie sind ein ewiges Wesen und brauchen einen Retter. Gott liebt Sie und deshalb hat Er Seinen Sohn auf die Erde gesandt, um Sie in Seine Familie zu holen. Jesus starb und wurde am dritten Tag von den Toten auferweckt. Rufen Sie Ihn heute an und werden Sie gerettet.

 

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