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Geh mutig im Glauben voran!

Welcher nächste Schritt im Glauben ist für dich dran? In dieser Sendung blickt Bayless Conley in die biblischen Berichte über Josua und zeigt dir, wie Josua zu einem Vorbild für deinen Glauben werden kann: Mit welchen Menschen solltest du dich umgeben? Was hilft dir, um nach einem Scheitern wieder aufzustehen? Entdecke, wie du dranbleiben und starke Schritte im Glauben gehen kannst!

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  • Eine der wichtigsten Personen im Alten Testament ist Josua. Aus seinem Leben können wir enorm viel lernen. Er hat manchen Fehler gemacht, aber auch vieles richtig. In dem, was uns die Bibel über Josua berichtet, stecken eine Menge Lektionen. In dieser Predigt geht es um die Zeit, als das Volk das Verheißene Land eingenommen hat. Wenn du Stift und Papier griffbereit hast, dann schreib gern mit. Schauen wir uns Josua an.

     

    Josua war ein Mann, der sein Leben lang mit seinem Einfluss dafür sorgte, dass ein ganzes Volk Gott treu blieb. Denn nachdem Josua und die Ältesten seiner Generation gestorben waren, wandte sich das Volk als Ganzes von Gott ab. Josua hatte einen so großen Einfluss, dass er das Volk auf Kurs hielt. Beim Nachdenken über sein Leben und sein Wirken fielen mir fünf Worte auf. Über sie möchte ich jetzt sprechen. Das erste Wort lautet: Festhalten an Gott. Josua hielt mit großem Glauben an Gott fest. Sein Glaube lässt sich in drei Punkten beschreiben: Erstens: Er hörte hin. Zweitens: Er stimmte zu. Drittens: Er handelte. Er hörte hin, er stimmte zu und er handelte. Ich möchte dich ermutigen: Wenn du das wirklich verstehst und annimmst, wird es dein Leben verändern. Zuerst also: Er hörte hin.

    „Der Glaube kommt durch das Hören der Botschaft, die Botschaft aber kommt von Christus.“

    Römer 10,17. Zuerst hörte Josua hin. Er fand heraus, was Gott zugesagt hatte. Er machte sich klar, was Gott versprochen hatte. Zweitens: Mit Herz und Mund stimmte er dem zu, was Gott versprochen hatte. Römer 10, Verse 9 und 10:

    „Wenn du mit deinem Mund bekennst, dass Jesus der Herr ist, und wenn du in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden. Denn durch den Glauben in deinem Herzen wirst du vor Gott gerecht, und durch das Bekenntnis deines Mundes wirst du gerettet.“

    Das Wort „bekennen“ bedeutet im Griechischen wörtlich: „dasselbe sagen“. Herz und Mund müssen im Einklang stehen – und sie müssen dasselbe sagen wie Gott. Im Kontext dieser Verse geht es darum, mit Gott im Reinen zu sein und um Sündenvergebung. Das Wort „gerettet“ hier steht für das griechische Wort sozo. Es wird im Neuen Testament verwendet, um körperliche Heilung zu beschreiben, aber auch die Befreiung von Fesseln und Mächten der Finsternis. Es kann beschreiben, dass jemand wieder klar denken kann, körperlich geheilt wird und Vergebung empfängt. Manchmal wird dasselbe Wort im selben Kapitel für all diese Bereiche verwendet. Und Glaube wirkt in all diesen Bereichen nach demselben Prinzip: Herz und Mund müssen übereinstimmen. Glaube funktioniert nicht, wenn wir das Gegenteil von dem sagen, was Gott versprochen oder verkündet hat. Das funktioniert nicht.

    Drittens: Josua setzte Gottes Wort um. Er handelte – auf das hin, was Gott zugesagt hatte. Irgendwann müssen deine Füße mit deinem Herzen und deinem Mund in Einklang kommen, damit der Glaube wirksam wird. In Jakobus 2,18 heißt es: „Ich kann dir durch mein Handeln meinen Glauben zeigen.“ Josuas Glauben zu beschreiben ist einfach: Er hörte hin. Er erkannte, was Gott versprochen und gesagt hatte. Er stimmte mit Herz und Mund zu – und dann handelte er danach. Glaube ist ziemlich einfach. Seit Abrahams Zeiten hatte Gott seinem Volk ein Land „verheißen“, also versprochen – daher der Ausdruck „das Verheißene Land“. Durch die Propheten hatte Gott diese Zusage immer wieder bekräftigt, von Generation zu Generation, bis zu Israels Auszug aus Ägypten. Diese Generation war dazu bestimmt und berufen, das Verheißene Land endlich einzunehmen. Josua gehörte dazu. Hier sind ein paar Aussagen von Gott über die Einnahme dieses Landes zu Josuas Zeiten. Noch ist das Volk in Ägypten, und Gott gibt Mose Anweisungen. In 2. Mose 6, Verse 6 bis 8 sagt Gott zu Mose:

    „Richte deshalb den Israeliten aus: ›Ich bin der HERR; ich werde euch aus der Sklaverei in Ägypten führen und aus der Zwangsarbeit retten. Ich werde euch mit großer Macht befreien und die Ägypter hart bestrafen. Ich werde euch zu meinem Volk machen, und ich werde euer Gott sein. Und ihr sollt erkennen, dass ich der HERR, euer Gott, bin, der euch aus der Sklaverei in Ägypten führt. Ich werde euch in das Land bringen, das ich Abraham, Isaak und Jakob mit erhobener Hand versprochen habe, und es euch als Besitz geben. Ich bin der HERR!‹“

    Er führte die Israeliten also mithilfe all dieser Wunder aus Ägypten heraus. Sie waren in der Wüste und es ist nur noch ein kurzer Weg bis zur Grenze des Verheißenen Landes. Und wieder gab Gott Mose Anweisungen, diesmal unterwegs in der Wüste. 4. Mose 33, die Verse 51 bis 53:

    „Sag den Israeliten: ,Wenn ihr über den Jordan ins Land Kanaan zieht, sollt ihr alle Bewohner des Landes vertreiben. Ihr sollt alle ihre in Stein gemeißelten und gegossenen Götzenbilder zerstören und alle ihre Kulthöhen vernichten. Nehmt das Land in Besitz und lasst euch darin nieder, denn ich habe es euch gegeben, damit ihr es erobert.‘“

    Ist dir aufgefallen, dass Gott hier in der Vergangenheitsform spricht? „Ich habe es euch gegeben.“ Im Neuen Testament heißt es, dass Gott ins Dasein ruft, was vorher nicht war. Wenn Gott etwas in die Vergangenheitsform setzt, gibt er dir damit die Autorität, es ebenfalls so zu sagen. All das kam Josua zu Ohren. Außerdem 5. Mose 7, Verse 17 bis 21:

    „Vielleicht denkt ihr bei euch: ,Wie können wir es jemals schaffen, diese Völker, die so viel größer sind als wir, zu vertreiben?‘ Habt keine Angst vor ihnen! Denkt daran, was der HERR, euer Gott, mit dem Pharao und allen Ägyptern gemacht hat. Und denkt auch an die Plagen, die ihr doch mit euren eigenen Augen gesehen habt, und an die Zeichen und Wunder, an die große Macht und die gewaltigen Taten, mit denen er euch aus Ägypten führte. Mit derselben Macht wird der HERR, euer Gott, gegen die Völker vorgehen, die euch jetzt Angst einflößen. Und schließlich wird er Angst und Schrecken über sie kommen lassen, durch die auch noch die Überlebenden umkommen, die sich vor euch verstecken! Nein, ihr müsst vor diesen Völkern keine Angst haben, denn der HERR, euer Gott, ist mitten unter euch, und er ist ein großer und Ehrfurcht gebietender Gott.“

    Gott hatte all das immer wieder gesagt. Und das sind nur zwei Beispiele – wir könnten noch viele weitere anführen. „Ich habe euch das Land gegeben. Jeder Ort, den eure Fußsohlen betreten, gehört euch.“ Dann kamen sie an die Grenze des Verheißenen Landes. Von jedem der zwölf Stämme wurde ein Anführer ausgewählt. Zwölf Männer wurden ausgesandt, um das Land auszukundschaften: „Wie gehen wir das am besten an?“ Sie durchzogen das Land gründlich und sagten bei ihrer Rückkehr: „Es ist genau so, wie Gott gesagt hat – ein Land, in dem Milch und Honig fließen.“ Sie brachten Früchte mit – die waren beeindruckend. Aber dann sagten sie: „Aber …“ Zehn der Kundschafter sagten: „Es ist alles, wie Gott gesagt hat – aber es gibt Riesen und befestigte Städte.“ Dann meldete sich Kaleb zu Wort. Er und Josua waren zwei von den Zwölfen. In 4. Mose 13,30 heißt es:

    „Kaleb aber brachte das Volk vor Mose zum Schweigen und sprach: Lasst uns hinaufziehen und das Land einnehmen, denn wir können es überwältigen.“

    Wenn es heißt, er „brachte das Volk zum Schweigen“, stelle ich mir keine höfliche Bitte vor. Ich denke, er hat gerufen: „Stopp! Stopp! Stopp! Hört auf! Jetzt reicht’s! Wir können das schaffen! Lasst uns sofort hinaufziehen und das Land einnehmen!“ Er stellte sich völlig auf Gottes Seite. Er hatte dieselben Riesen gesehen. Dieselben Mauern. Dieselben Waffen der Kanaaniter. In den Versen 31 bis 33 heißt es:

    „Aber die anderen Spione wandten ein: ,Wir können nicht gegen sie in den Kampf ziehen, denn sie sind stärker als wir.‘ Und sie stellten den Israeliten das Land, das sie erkundet hatten, negativ dar: ,Das Land, durch das wir gezogen sind, um es zu erkunden, verschlingt seine Bewohner. Die Menschen, die wir dort gesehen haben, sind sehr groß. Sogar die Riesen, die Anakiter, haben wir gesehen. Wir kamen uns neben ihnen wie Heuschrecken vor, und in ihren Augen waren wir das auch.‘“

    Und es wurde noch schlimmer. 4. Mose 14,1 bis 4:

    „Da schrien alle Israeliten laut auf und weinten die ganze Nacht hindurch. Sie murrten gegen Mose und Aaron und klagten: ,Wären wir doch bloß in Ägypten oder hier in der Wüste gestorben! Ach, wären wir doch schon tot! Warum hat uns der HERR in dieses Land gebracht? Etwa nur, damit wir hier in der Schlacht getötet werden und unsere Frauen und Kinder als Sklaven verschleppt werden? Wäre es da nicht das Beste für uns nach Ägypten zurückzukehren?‘ Und sie sagten zueinander: ,Lasst uns einen Anführer wählen und nach Ägypten zurückkehren.‘“

    Jetzt waren es also nicht mehr nur die zehn Kundschafter, die sich dem widersetzten, was Gott immer und immer wieder klar zugesagt hatte. Jetzt war es das ganze Volk. Die Leute warfen Gott vor, sie dorthin geführt zu haben, um sie umzubringen – sie selbst, ihre Frauen und ihre Kinder. Sie sagten: „Es wäre besser gewesen, wir wären hier draußen gestorben.“

    Gott sagte: „Dann dreht jetzt eure Runden um den Berg Sinai.“ Vierzig Jahre lang zog die gesamte Generation umher – alle im wehrfähigen Alter. Die Jüngeren machte Gott nicht verantwortlich. Von den Älteren starben in der Wüst alle außer Josua und Kaleb. Vierzig Jahre um den Sinai, vierzig Jahre in der Wüste. Sie bekamen genau das, was sie gesagt hatten. Josua bekam, was er gesagt hatte, und die anderen ebenfalls. Was vierzig Jahre später passierte, lesen wir in Josua 1,1 bis 3:

    „Nachdem Mose, der Diener des HERRN, gestorben war, sprach der HERR mit Josua. Dieser war ein Mitarbeiter von Mose und ein Sohn Nuns. ,Mein Diener Mose ist jetzt tot. Geh nun zusammen mit meinem Volk über den Jordan in das Land, das ich den Israeliten gebe. Ich sage dir zu, was ich schon Mose versprochen habe: ›Wohin ihr auch geht, werdet ihr Land betreten, das ich euch geschenkt habe.‹‘“

    Gott sagt dasselbe wie vierzig Jahre zuvor. Er hat sich kein Stück geändert. Seine Zusagen bleiben gleich. Er sagt exakt dasselbe wie vierzig Jahre zuvor – und wie vierhundert Jahre zuvor zu Abraham. Er hat sich nicht verändert. Dass manche Menschen die Zusage für sich nicht angenommen haben, hat die Zusage nicht aufgehoben. Gott ist derselbe geblieben. Josua steht an der Grenze des Verheißenen Landes, bereit hineinzugehen. Der einzige Grund dafür ist, dass er vierzig Jahre lang mit Gott im Einklang geblieben war. Lass das mal sacken. Aber es gab Hindernisse auf der anderen Seite des Jordans, im Verheißenen Land. Das erste war die Stadt Jericho. In Josua 6,2 lesen wir:

    „Da sagte der HERR zu Josua: ,Ich habe Jericho, seinen König und dessen starke Krieger in deine Hand gegeben.‘“

    Wieder spricht Gott in der Vergangenheitsform. Er sagt: „Ich habe Jericho in deine Hand gegeben.“ Dann gibt er Anweisungen, und zwar ziemlich ungewöhnliche. Er sagt: „Josua, nimm alle Krieger mit, genauso die Bundeslade und die Priester mitsamt ihren Widderhörnern und Trompeten. Marschiert einmal um die Stadt und kehrt dann ins Lager zurück. Ohne ein Wort zu sagen. In absoluter Stille.“ Wahrscheinlich denkt Josua: „Okay … und dann?“ Gott sagt: „Am zweiten Tag tut ihr dasselbe.“ – „Alles klar.“ – „Am dritten Tag dasselbe. Am vierten Tag auch. Kein Wort. Am fünften Tag nochmal. Am sechsten Tag wieder. Alle marschieren einmal um die Stadt. Niemand sagt etwas. Am siebten Tag blasen die Priester dann die Hörner, und dann soll das ganze Volk laut schreien, und die Mauern werden einstürzen.“ Josua sagt: „Okay, ich bin dabei.“ Ist dir klar, wie unsinnig das klingt? Wie seltsam das ist? Aber Josua stimmt zu und setzt es um. Und dann der siebte Tag. In Josua 6,16 steht:

    „… als die Priester ins Horn bliesen, befahl Josua dem Volk: ,Schreit! Denn der HERR hat die Stadt in eure Hand gegeben!‘“

    Er sagt genau das, was Gott gesagt hat, und setzt es in die Vergangenheitsform, genau wie Gott. Denkt mal kurz darüber nach. Gott hatte gesagt: „Ich werde euch das Land geben. Fürchtet euch nicht. Ihr werdet sie vertreiben. Sie werden sich euch nicht widersetzen können. Ich bin mit euch.“ Und jetzt sagt Josua: „Der Herr hat uns das Land gegeben. Fürchtet euch nicht vor ihnen. Wir werden sie vertreiben. Ihr Schutz ist von ihnen gewichen, und der Herr ist mit uns.“ In allem sagt Josua genau das, was Gott gesagt hat. Er nimmt Gottes Worte in den Mund. Vor Jericho sagt Gott: „Jubelt, denn ich habe euch die Stadt gegeben.“ Josua sagt: „Jubelt, denn der Herr hat euch die Stadt gegeben.“ Der Glaube hört hin, was Gott sagt, und stimmt mit Herz, Mund und Füßen zu.

    Josua war ein Mann, der unerschütterlich an Gott festhielt. Das zweite Wort, das mir bei seinem Leben in den Sinn kommt, ist Freundschaft. Josua hatte Kaleb. Als sie von der Erkundung des Landes zurückkamen, standen sie zu zweit gegen die Zehn. Die Zehn sagten: „Wir können das nicht.“ Josua und Kaleb sagten: „Doch, wir können es. Lasst uns hinaufziehen. Wir haben dasselbe gesehen wie ihr. Aber ihr Schutz ist gewichen, denn Gott hat es gesagt.“ Dann waren es nicht mehr nur zwei gegen zehn, sondern Josua und Kaleb gegen das ganze Volk.

    Du brauchst Kalebs in deinem Leben, die dir beistehen und dich ermutigen, Gott in schweren Zeiten zu vertrauen. Hast du solche Kalebs in deinem Leben? Wähle deine Freunde sorgfältig, denn du wirst werden wie sie. In Sprüche 27,17 steht:

    „Eisen schärft Eisen, ebenso schärft ein Mensch einen anderen.“

    Wenn deine Freunde dich nicht schärfen, stumpfen sie dich wahrscheinlich ab. Und das braucht niemand.

    Das dritte Wort – und das ist wichtig – lautet hier: Fehler. Josua lernte aus Fehlern – aus eigenen und aus den Fehlern anderer. Zuerst war da Moses Fehler. Mose flehte Gott an, in das Verheißene Land ziehen zu dürfen, aber Gott ließ es nicht zu. Mose durfte nicht hinein und nahm das zugesagte Erbe nicht in Besitz. Aber Josua gab nicht auf, nur weil sein Mentor versagt hatte.

    Wenn jemand Fehler macht, zu dem du aufblickst, nimm es nicht als Ausrede zum Aufgeben. Lass das kein Grund sein, dich von Gott abzuwenden oder vom Weg abzukommen. Vielleicht war dein Vater Pastor, aber ist fremdgegangen. Vielleicht war er auf der Kanzel brillant und zu Hause ein Tyrann. Es tut mir leid, wenn du das erleben musstest. Aber du hast deine eigene Beziehung zu Jesus. Josua hat nicht aufgegeben, als Mose das Verheißene Land nicht betreten durfte – und das solltest du auch nicht.
    Dann lesen wir von einem weiteren Fehler: Nach dem Sieg über Jericho kam die kleinere Stadt Ai an die Reihe. Sie schickten nur eine kleine Einheit hin und dachten: „Dafür brauchen wir nicht die ganze Armee, das wird ein leichter Sieg.“ Aber es war eine völlige Niederlage. Sie wurden vernichtend geschlagen von den Soldaten in Ai. Damit hatten sie überhaupt nicht gerechnet. Wir lesen weiter in Josua 7, Vers 5 bis 12:

    „Die Israeliten waren vor Angst wie gelähmt und ihr Mut schmolz dahin. Josua und die Anführer Israels zerrissen ihre Kleider, streuten sich Staub ins Haar und warfen sich bis zum Abend vor der Lade des HERRN zu Boden. Josua rief: .Ach, Allmächtiger HERR, warum hast du uns über den Jordan gebracht, wenn du uns nun von den Amoritern töten lassen willst? Wären wir doch nur damit zufrieden gewesen, auf der anderen Seite des Jordan zu bleiben! Ach, HERR, was soll ich sagen, nun, da Israel vor seinen Feinden geflohen ist? Wenn die Kanaaniter und die anderen Völker, die in diesem Land leben, davon hören, werden sie uns umzingeln und unser Volk vernichten. Was willst du dann für die Ehre deines großen Namens tun?‘ Da sagte der HERR zu Josua: .Steh auf! Warum liegst du vor mir auf deinem Gesicht? Die Israeliten haben gesündigt und meinen Bund gebrochen, den ich ihnen geboten habe! Sie haben Gegenstände genommen und gestohlen, die ich für mich ausgesondert habe. Aber sie haben nicht nur gestohlen, sondern darüber hinaus auch noch gelogen und die Gegenstände zu ihren übrigen Besitztümern gelegt. Deshalb können die Israeliten vor ihren Feinden nicht bestehen und müssen vor ihnen fliehen.‘“

    „Steh auf, Josua. Steh auf.“ Durch einen Prozess fanden sie den Ursprung des Problems: ein Israelit namens Achan. Er hatte Dinge gestohlen und in seinem Zelt vergraben. Bezeichnend ist, dass sein Name „Unheil“ bedeutet. Die Lektion ist klar: Wenn wir nicht empfangen, was Gott zugesagt hat, liegt das Problem bei uns, nicht bei Gott. Josua lag auf seinem Gesicht: „Gott, warum hast du das zugelassen? Wo bist du?“ Gott sagte: „Steh auf. Das Problem liegt nicht bei mir, sondern bei euch.“ Wenn wir etwas nicht empfangen, was Gott zugesagt hat, lasst uns nicht Gott beschuldigen. Vielleicht verstehen wir es nicht, vielleicht sehen wir es nicht.

    Wir alle sind in unserer Einsicht begrenzt. Wir wachsen erst noch in Gnade, Weisheit und Verständnis. Es gibt Dinge, auf die habe ich keine Antwort. Aber ich weiß: Gott ist treu, sein Wort ist wahr. Auch wenn ich nicht erklären kann, warum etwas geschehen ist oder nicht, mache ich weiter und vertraue Gott. Ich stehe auf und klage Gott nicht an und beschuldige ihn nicht. Wenn es irgendwo hakt, dann bei uns – nicht bei Gott. Vielleicht werde ich es erst im Himmel verstehen. Manches sehe ich hoffentlich schon vorher, aber ich weiß, Gott ist wahrhaftig. Ich gehe weiter voran und vertraue auf sein Wort, konsequent. Ich kann dir nur raten, es auch zu tun. Manche von euch liegen besiegt am Boden und machen Gott dafür verantwortlich. Ich sage es so mitfühlend, wie ich kann: Es ist Zeit aufzustehen. Erheb dich. Im Himmel gab es kein Problem. Achans Ärger liegt bei uns.

    Der Punkt ist: Josua hat vieles richtig gemacht, aber es gab auch Rückschläge und Fehler. Doch er lernte daraus. Deshalb gewann er am Ende die Oberhand. Eine seiner Lektionen hat mit dem nächsten Wort zu tun. Das vierte Wort lautet: Formeln. Denkt an Jericho und Gottes verrückte Anweisungen: „Lauft sechs Tage um die Stadt und sagt nix. Am siebten Tag jubelt ihr und die Mauern fallen.“ Das ergibt doch keinen Sinn. Es ist einfach verrückt. Nachdem sie bei Ai besiegt worden waren, sagt Gott: „Jetzt versucht es noch einmal, nachdem ihr erkannt habt, dass das Problem bei euch lag und nicht bei mir, und ihr es in Ordnung gebracht habt.“ Und er gibt ihnen Anweisungen für Ai. In Josua 8,1 heißt es:

    „Der HERR sagte zu Josua: ,Hab keine Angst und lass den Mut nicht sinken. Geh und greife Ai mit dem ganzen Heer an, denn ich habe den König von Ai, sein Volk, seine Stadt und sein Land in deine Hand gegeben.‘“

    Das ist praktisch dieselbe Sprache, die Gott schon für Jericho gebraucht hatte. „Ich habe dir die Stadt und den König gegeben.“ Und diesmal machen sie es richtig. Gott sagt: „Ich habe es dir gegeben.“ Die Sache in Jericho war einzigartig, ungewöhnlich und sie war ganz und gar übernatürlich. Es war keine Formel für jede Eroberung einer Stadt. Um Ai marschierten sie nicht herum. Für Ai gab Gott ihnen natürliche Mittel, um sie zu besiegen.

    In gewisser Weise war daran nichts Übernatürliches. Es gab kein Schreien, keine Mauern, die auf wundersame Weise einstürzten. Es war eine völlig andere Vorgehensweise. Josua übertrug die „Jericho-Formel“ nicht auf eine andere Stadt.

    Du musst mit deinem Schöpfer verbunden sein. Ja, es gibt bestimmte Glaubensprinzipien, die sich auf fast jede Situation anwenden lassen. Aber Gott ist keine Formel. Das bringt mich zum fünften und letzten Wort. Das geht schnell. Dieses Wort lautet: Familie. In Josua 24,15 sagt Josua:

    „Wenn ihr aber nicht bereit seid, dem HERRN zu dienen, dann entscheidet euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Vorfahren jenseits des Euphrat dienten oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr heute lebt? Ich und meine Familie werden jedenfalls dem HERRN dienen.“

    Josua sagt: „Ich und meine Familie …“ Bist du ganz zufrieden, dass deine Familie Gott dient, aber du selbst bist nur halb dabei? Ich spreche zu einigen Männern hier. Du willst, dass deine Kinder auf eine christliche Schule gehen, dass sie in den Himmel kommen. Aber du machst dein eigenes Ding und weißt, dass du Gott nicht nahe bist. Josua sagt: „Ich und meine Familie.“ Liebe Männer, bei euch fängt es an. Gott ruft euch auf, ganze Sache zu machen. Fasse Mut. Vertrau dich mit ganzem Herzen und ganzer Seele Jesus an. Du wirst die Lektionen aus Josuas Leben nicht verinnerlichen, wenn du nicht zuallererst zu Jesus gehörst. Das ist die wichtigste Frage überhaupt.

    Gottes Hilfe zu wollen, aber Gott selbst nicht, passt nicht zusammen. „Gott, hilf mir. Hilf mir.“ Ich weiß, einige von euch sind an dem Punkt. Gott sieht dich, und sein großes, mitfühlendes Herz ist dir zugewandt. Aber zu sagen: „Wenn du mir geholfen hast und alles wieder läuft, mache ich weiter wie bisher“ – das geht nicht. Du brauchst auch Gott selbst. Wer den Sohn nicht hat, hat auch den Vater nicht. Jesus hat gesagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ Gott zu gehören, dein Leben Gott zu geben, indem du dich Jesus als Herrn unterstellst, ist die wichtigste Entscheidung, die ein Mensch jemals treffen kann. Jesus hat gesagt: „Ihr müsst von Neuem geboren werden.“ Er sprach vom menschlichen Geist – von dem eigentlichen Du, das in deinem Körper lebt. Wenn du dich Gott unterordnest und bekennst, dass Jesus dein Herr ist, macht Gott dich zu seinem Eigentum. Tu es heute.

     

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