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Vielleicht würdest du dich selbst nicht als „Leiter“ oder „Leiterin“ bezeichnen. Aber wenn du in deinem Umfeld Verantwortung übernimmst, dann leitest du bereits – das kann im Beruf sein oder in deiner Familie oder auch einfach, indem du dich bemühst, im Leben die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Wenn ich über Leiterschaft nachdenke, kommt mir Josua in den Sinn. An seinem Leben erkennen wir einige entscheidende Prinzipien für gute und erfolgreiche Leitung. In Josua 1,3 sagt Gott zu ihm: „Jeden Ort, den euer Fuss betreten wird, gebe ich euch, wie ich es Mose versprochen habe.“

Josua war kein erfahrener Feldherr oder fehlerloser Mann. Er war ein Mensch wie du und ich, der eine gewaltige Verantwortung trug. Und genau dort begegnete ihm Gott: mit einer Zusage und mit dem Aufruf, mutig voranzugehen.

Josua war ein Mann, an dem sich ein ganzes Volk orientierte. Je mehr ich mich mit seiner Geschichte beschäftige, desto klarer wird mir, dass vor allem eine Eigenschaft sein Leben grundlegend geprägt hat: sein Glaube.

Josuas Glaube war einerseits beständig und andererseits tatkräftig: Er hörte auf das, was Gott sagte, und richtete sein Herz und seine Worte nach Gottes Zusagen aus. Woran es vielen von uns mangelt: Josua handelte auch nach dem, was Gott gesagt hatte – selbst dann, wenn es aus menschlicher Sicht nicht einleuchtend schien.

Denken wir nur an Jericho: Die Israeliten sollten Tag für Tag schweigend um die Stadt ziehen, am siebten Tag sogar siebenmal – und dann ein lautes Geschrei anstimmen. Gottes Anweisungen entzogen sich aller menschlicher Logik. Josua nahm Gott trotzdem beim Wort und gehorchte – und Gott tat genau das, was er versprochen hatte. Das ist die Art von Glauben, auf die Gott auch heute noch antwortet.

Aber an Josuas Beispiel erkennen wir noch etwas, das alle Leiter dringend brauchen: die richtigen Freunde. Als zehn Kundschafter überzeugt waren, Israel könne das Land nicht einnehmen, sagten Josua und Kaleb übereinstimmend: „Wir können das Land sehr wohl einnehmen“ (vgl. 4. Mose 13,30).

Manchmal bedeutet Leiterschaft, in der Minderheit zu sein – aber das ist sehr viel einfacher, wenn du jemanden an deiner Seite hast. Genau deshalb empfinde ich eine so grosse Dankbarkeit all denen gegenüber, die uns darin unterstützen, die gute Nachricht vom auferstandenen Jesus an Menschen auf der ganzen Welt weiterzugeben.

Bayless Conley

Aus: Monatsbrief Juni, 2026

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