Was wir von einem königlichen Beamten lernen können 1/2 – Harrison Conley

Im Leben gibt es Höhen und Tiefen. Und doch bleibt Gottes Liebe stets treu. Er kann in jeder Phase unseres Lebens eingreifen, um etwas wirklich Gutes und Hilfreiches zu bewirken. Harrison Conley betrachtet in dieser Predigt die Geschichte des königlichen Beamten, der zu Jesus kam. Die Geschichte zeigt uns, wohin wir in schwierigen Zeiten gehen können, mit welchen Menschen wir uns umgeben sollen und wie wir den Weg dorthin zurückfinden, wo mehr Freude, Ruhe und Gedeihen herrschen.

Dies ist der erste Teil der Predigt, den zweiten Teil findest du hier …

Predigtmanuskript

Hallo Freunde, willkommen zur heutigen Sendung. Wir sehen uns gerade im Johannesevangelium die Wunder an, von denen dort berichtet wird. Aber heute haben wir etwas ganz Besonderes für Sie: Mein Sohn Harrison wird predigen. Und das nicht nur, weil er mein Sohn ist. Er ist wirklich gut. Die Hand Gottes ist auf seinem Leben und ich glaube, diese Predigt wird Nahrung für Ihren Geist sein. Was Harrison uns zu dem Heilungswunder des Sohnes des königlichen Beamten sagen wird, wird Sie in Ihrem Glauben ermutigen. Lassen Sie uns also jetzt mit Harrison Conley Gottes Wort ansehen.

Wir beginnen in Johannes, Kapitel 4. Aber bevor wir Gottes Wort lesen, werden wir beten, denn diese Woche war ziemlich hart. Hatten Sie auch schon einmal eine Woche, in der eins zum anderen kam? Wo Sie es kaum erwarten konnten, dass die nächste Woche kommt? Für mich war das so eine Woche. Und ich habe festgestellt, dass Gott uns in solchen Momenten, an solchen Tagen, auf sehr reale Weise begegnet.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht; ich kenne weder Ihre Geschichte noch Ihre Umstände und weiß nicht, wie Ihre Woche verlaufen ist, aber wenn sie so ähnlich war wie meine, können Sie heute sicher eine Berührung von Gott gebrauchen. Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass Er uns in den Momenten, wo wir Ihn suchen, wo wir hohe Erwartungen an Ihn stellen, nie enttäuscht. Wir werden also zuerst beten, denn wenn Gott diese Predigt nicht segnet, ist es sinnlos, wenn jemand sie hört, stimmt‘s? Ich möchte, dass Gott dieses Wort auf tausend verschiedene Arten für uns beleuchtet und es in unserm Herzen lebendig macht. Ich brauche Gottes Wirken in meinem Leben.

Ich möchte, dass Gott in meiner Stadt, in meiner Gemeinde und meiner Familie wirkt. Und wenn Sein Wort gepredigt wird, ist der Heilige Geist am aktivsten. Wenn Sie sich die Apostelgeschichte im Neuen Testament ansehen, werden Sie feststellen, dass die übernatürlichen Dinge fast ausschließlich passierten, während Gottes Wort gepredigt wurde. Wir müssen unsere Aufmerksamkeit also dem Wort Gottes widmen und Ihm dafür danken, dass die Kraft nicht in dem Prediger oder der Predigt, sondern im Samen Seines Wortes liegt. Lassen Sie uns beten und Gott und den Heiligen Geist einladen, diesen Raum mit Ihrer Gegenwart zu füllen und die Predigt zu segnen.

Gott, wir kommen heute demütig und voller Glauben zu Dir. Wir haben hohe Erwartungen an Dich. Wir brauchen Deine Gegenwart. Und wenn wir uns heute Dein Wort ansehen, beten wir, dass Du es uns durch Deinen Heiligen Geist erklärst; dass es eine Leuchte für unsere Füße und ein Licht auf unserem Weg ist. Wir beten wie der Psalmist: „O Gott, belebe uns gemäß deinem Wort.“ Heiliger Geist, ich bitte Dich, dass Du den Worten, die ich mit Deiner Hilfe heute sagen werde, Dein Leben einhauchst. Wir danken Dir, dass Dein Wort Kraft hat und wir vertrauen darauf, dass Deinem Wort überall, wo es hinkommt, Zeichen und Wunder folgen. Wir erwarten, dass heute Wunder geschehen – in unserem persönlichen Leben, in unserer Familie, bei unserer Arbeit und in allem, was unser Leben ausmacht. Jesus, wir brauchen Dich. Wir danken Dir schon jetzt für alles, was Du heute tun wirst. Wir wollen Dir für immer alle Ehre geben. In Jesu Namen, amen.

Johannes, Kapitel 4. Ich möchte Ihnen ein paar Verse daraus vorlesen. Johannes, Kapitel 4, wir beginnen mit Vers 46. Da heißt es von Jesus:

Johannes 4:46-54
„Er kam nun wieder nach Kana in Galiläa, wo er das Wasser zu Wein gemacht hatte. Und es war in Kapernaum ein königlicher Beamter, dessen Sohn krank war. Als dieser gehört hatte, dass Jesus aus Judäa nach Galiläa gekommen sei, ging er zu ihm hin und bat, dass er herabkomme und seinen Sohn heile; denn er lag im Sterben. Jesus sprach nun zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so werdet ihr nicht glauben. Der königliche Beamte spricht zu ihm: Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt! Jesus spricht zu ihm: Geh hin! Dein Sohn lebt. Der Mann glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm sagte, und ging hin. Aber schon während er hinabging, kamen ihm seine Knechte entgegen und berichteten, dass sein Junge lebe. Er erkundigte sich bei ihnen nach der Stunde, in der es besser mit ihm geworden sei; und sie sagten zu ihm: Gestern zur siebten Stunde verließ ihn das Fieber. Da erkannte der Vater, dass es in jener Stunde war, in der Jesus zu ihm sagte: Dein Sohn lebt. Und er glaubte, er und sein ganzes Haus. Dies tat Jesus wieder als zweites Zeichen, als er aus Judäa nach Galiläa gekommen war.“

Das ist eine ganz erstaunliche Geschichte. Und es ist eines der interessantesten Wunder, das Jesus tat. Ich sage das, weil dieses Wunder nur hier im Johannesevangelium erwähnt wird. Es gibt nicht viele Begebenheiten oder Geschichten, die wir nur in einem der Evangelien finden. Zwischen den vier Evangelien von Matthäus, Markus und Lukas herrscht eine gewisse Symmetrie; der Rhythmus und das Muster, nach dem sie verfasst sind, ähneln sich. Das Evangelium nach Johannes ist das einzige, das hiervon abweicht. Offensichtlich wollte er sich von den anderen Verfassern abheben. Im Hinblick auf den Zusammenhang ist es wichtig für uns zu wissen, dass Johannes seine ganzen Berichte unter dem Gesichtspunkt der Liebe verfasst hat. Jedes Wort, das er schrieb, zeugt von der Liebe Gottes. Johannes macht durch seine Worte deutlich, dass Jesus die persönliche Offenbarung von Gottes Herzenshaltung uns gegenüber ist. Darüber hinaus verweist Johannes in seinem Evangelium oft auf sich selbst. In seinen Erzählungen spricht er von sich als dem Jünger, den Jesus liebte. Und es hat einen Grund, dass er alle seine Berichte vor dem Hintergrund der Liebe verfasste:

Johannes möchte seine Leser zu dem Schluss bringen, dass Jesus göttlich ist; dass Er der menschgewordene Gott ist; dass wir in dem Angesicht von Jesus das Angesicht des allmächtigen, allwissenden, überweltlichen Gottes sehen. Und dieses Ziel erreicht Johannes, indem er seinen Lesern mit seinen Worten einige ausgewählte Bilder vor Augen führt. Bitte blättern Sie in Ihrer Bibel ein paar Seiten vor zu Johannes, Kapitel 20. Johannes, Kapitel 20, ab Vers 30. Dort heißt es:

Johannes 20:30-31
„Auch viele andere Zeichen hat nun zwar Jesus vor den Jüngern getan, die nicht in diesem Buch geschrieben sind. Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen.“

Johannes sagte: „Diese sind geschrieben.“ Nun, Johannes, was sind „diese“? Das Wort „diese“ bezieht sich auf acht ausgewählte Bilder oder Geschichten oder Wunder, über die Johannes in seinem Evangelium berichtet. Und heute wollen wir uns das Bild, das Wunder Nummer zwei ansehen: Die Heilung des Sohnes des königlichen Beamten. Aber bevor wir tiefer in diese Geschichte eintauchen, müssen wir uns den Zusammenhang mit Bild oder Wunder Nummer eins ansehen, über das wir letzte Woche gesprochen haben: Jesus verwandelte Wasser in Wein. Es ist wichtig zu wissen, dass sowohl Wunder Nummer eins als auch Wunder Nummer zwei in der Stadt Kana geschahen. Das ist sicher kein Zufall. Johannes will uns damit in seiner Eigenschaft als Autor auf etwas ganz Bestimmtes aufmerksam machen. Er will uns sagen, dass Jesus der Herr aller Zeiten ist. Ich weiß nicht, ob Ihnen das schon aufgefallen ist, aber das Leben besteht aus verschiedenen Zeiten. Das Leben ist unbeständig.

Es gibt gute und schlechte Momente. Es gibt Zeiten, in denen wir den Berggipfel erreichen und alles großartig läuft – unsere Gebete werden beantwortet, wir haben Geld auf der Bank, es gibt kein Drama in unserer Familie und kein Drama bei der Arbeit. Ich bin dankbar für diese Zeiten und all die guten Gaben, die von oben kommen. Doch es gibt auch Zeiten im Leben, in denen wir das Gefühl haben, durch das Tal des Todesschattens zu gehen; in denen wir Gott nicht sehen können und es scheint, als würde Er unsere Gebete nicht hören. Bei der Arbeit wie auch in unserem Zuhause spielen sich Dramen ab und unsere Beziehungen sind sehr angespannt. Das Leben ist wechselhaft. Es gibt gute und schlechte Momente. Und die erste dieser beiden Geschichten im Johannesevangelium erzählt von einer guten Zeit im Leben. Jesus verwandelt Wasser in Wein; es wird von einer Feier und von Ausgelassenheit berichtet. Alles ist gut, alles ist begeisternd und Johannes sagt uns: „Seht, Gott ist der Gott… Jesus ist der Gott der guten Zeiten. Gott ist der Gott der guten Momente.“

Aber das Wunder in der zweiten Geschichte, die wir uns heute ansehen wollen, folgt auf eine Tragödie. Ein Mann ist dabei, seinen Sohn zu verlieren. Es ist eine Zeit des Kummers und der Schwierigkeiten; eine Zeit der Prüfung, der Unsicherheit und der Furcht. Aber Johannes sagt uns: Ganz gleich was für eine Zeit wir gerade erleben – Jesus ist Herr darüber, Er ist da und wo immer Jesus ist, sollten Sie ein Wunder erwarten. Und unter diesem Aspekt möchte ich heute darüber sprechen, was wir von dem königlichen Beamten lernen können. Ich möchte einige Beobachtungen erläutern, die wir in Johannes, Kapitel 4, dem zweiten ausgewählten Bild, dem zweiten Wunder, im Johannesevangelium machen können. Wie wir gelesen haben, beginnt die Geschichte in Kana, wo Jesus nur wenige Wochen zuvor Wasser in Wein verwandelt hatte. Und wie Sie sich vorstellen können, herrschte große Aufregung in der Stadt.

Stellen Sie sich vor, wie die Menschen sagten: „Er war erst vor ein paar Wochen hier. Erinnerst du dich an Ihn? Er hat Wasser in Wein verwandelt. Ich war dort. Das war der beste Wein, den ich je getrunken habe! Und dann war Er in Jerusalem beim Passahfest und tat dort Zeichen und Wunder. Und jetzt kommt Er wieder in die Stadt!“ Die Stadt war wie elektrisiert. Die Menschen waren sehr aufgeregt und in der Bibel heißt es, als Jesus in die Gegend kam, verbreitete sich diese Neuigkeit bis in die Stadt Kapernaum, die vierzig Kilometer von Kana entfernt ist. Und hier in Kapernaum lernen wir einen Mann kennen. Sein Name wird nicht genannt, nur sein Titel. Er ist ein königlicher Beamter. Aus der ursprünglichen Sprache übersetzt bedeutet sein Titel „kleiner König“. Viele Bibelkommentatoren glauben, dass er eine bedeutende Position am Hof von König Herodes innehatte. Er war ein königlicher Beamter. Alles, was wir von ihm wissen, ist, dass sein Sohn im Sterben liegt. Ich bin mir sicher, dass er wie jeder andere Vater alles getan hätte, um seinem Sohn zu helfen. Er hätte seinen Einfluss am königlichen Hof geltend gemacht, er hätte den Reichtum, den er angesammelt hatte, dafür eingesetzt, dass Ärzte aus der ganzen Region kämen, um seinem Sohn zu helfen. Aber wie wir sehen, konnte nichts sein Problem lösen. Waren Sie auch schon einmal in der Situation, dass Sie ein Problem hatten, für das Sie keine Lösung finden konnten? Wo Sie alles getan haben, was Sie konnten, ohne dass sich etwas geändert hat? Ich kenne das. Aber wenn wir jetzt aufpassen, können wir von dem königlichen Beamten eine Lektion lernen.

Hallo Freunde, ich bin Bayless Conley. Ich wollte mich an dieser Stelle kurz einschalten, um Ihnen zu sagen, was hier vor sich geht, falls Sie den ersten Teil der Sendung nicht gesehen haben. Der junge Mann, der hier spricht, ist unser ältester Sohn Harrison. Er hat eine brillante Predigt über die Heilung des Sohnes des königlichen Beamten im Johannesevangelium gehalten. Ich fand sie so gut, dass ich sie unseren Fernsehzuschauern nicht vorenthalten wollte. Wir gehen jetzt zurück zu Harrison und seiner Predigt aus dem Johannesevangelium.

In der ersten Lektion lernen wir, an wen wir uns in schwierigen Zeiten wenden sollen. Das gefällt mir. Er geht zu Jesus. Das ist sehr einfach, aber ich hoffe, es erinnert Sie daran, dass es jemanden gibt, zu dem Sie in schwierigen Zeiten gehen können: Zu Jesus. Charles Spurgeon sagte: „Ich habe gelernt, die Welle zu küssen, die mich beständig gegen den Fels der Ewigkeit schlägt.“ Tragödien haben ihre ganz eigene Art, uns näher zu Jesus zu bringen.

Ich weiß nicht, ob Ihnen das schon aufgefallen ist, aber manchmal gebraucht Gott Tragödien oder Bedrängnisse, um uns näher zu Sich hinzuziehen. Aber verstehen Sie mich nicht falsch: Gott gebraucht Bedrängnis und Schwierigkeiten, um uns zu Sich hinzuziehen, aber Er ist nicht der Urheber Ihrer Bedrängnisse und Schwierigkeiten. Darüber sprechen wir ziemlich oft.

In Johannes 10:10 zieht Jesus eine klare Grenze. Er sagt: „Der Dieb, der Feind, der Teufel, kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu verderben. Aber ich bin gekommen, damit ihr Leben habt und es im Überfluss habt.“ Alles was stiehlt, schlachtet und verdirbt, seien es Schwierigkeiten oder Bedrängnis, kommt vom Teufel. Gott ist nicht der Urheber Ihrer Schwierigkeiten. Ganz im Gegenteil – Er ist der Urheber Ihrer Erlösung von Bedrängnis. Aber Er gebraucht Schwierigkeiten und Bedrängnis, um uns zu lehren, um uns zu Sich hinzuziehen und uns Seine Güte, Seinen Charakter und Sein Wesen zu offenbaren. Und was Schwierigkeiten angeht, müssen wir wissen, dass davon niemand verschont bleibt. Der königliche Beamte in unserer Geschichte verfügte über Reichtum und Einfluss, aber die Macht, die ihm das verlieh, konnte ihn nicht vor Schwierigkeiten bewahren, weil Bedrängnis und Schwierigkeiten ein Teil des menschlichen Lebens sind.

Davon sprach auch Jesus. In Johannes 16:33 sagte er: „In mir werdet ihr Frieden haben. Aber in der Welt werdet ihr Bedrängnis haben.“ Sie werden Schwierigkeiten haben. Die Dinge werden nicht so laufen, wie Sie es wollen. Menschen werden Sie auslachen. Sie werden nicht immer bekommen, was Sie wollen. Jesus sagte: „In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden.“ Und am Anfang dieses Verses sagte Er: „In mir könnt ihr Frieden haben.“ Er sagte also: „Ihr werdet in Bedrängnis geraten, aber ihr habt einen Ort, an den ihr in solchen Momenten gehen könnt.“ Und wenn Sie gerade jetzt in einer schwierigen Zeit stecken, bete ich, dass Sie zu Christus laufen, zu dem Einzigen, der Sie retten kann. Wir laufen so oft in viele verschiedene Richtungen. Ich kenne das von mir. Wenn sich Probleme auftun, versuche ich oft dieses und jenes und manchmal ist der letzte Ort, wo ich hinlaufe, die Gegenwart Gottes. Aber das ist das Erste, was wir tun sollten.

Am Mittwoch vor zwei Wochen sprach ich nach dem Gottesdienst mit einer Frau aus der Gemeinde. Sie erzählte mir vieles, was in ihrem Leben gerade vor sich geht. Sie macht eine schwere Zeit durch. Sie stand ein bisschen neben sich, und das zu Recht. Es waren sehr viele Dinge im Gange, für die sie nichts konnte. Ich wünschte, ich hätte sagen können: „Tu dieses und tu jenes.“ Ich bin 31 Jahre alt und habe noch nicht allzu viel Lebenserfahrung. Aber eines weiß ich: In schwierigen Zeiten gibt es einen Ort, wo wir hinlaufen können. Und so sagte ich: „Lass uns beten“ und wir beriefen uns auf die Worte, die Paulus zu Timotheus sagte: „Ich weiß, wem ich geglaubt habe, und bin überzeugt, dass er mächtig ist zu bewahren, was mir anvertraut wurde.“ Ich sagte: „Lass uns die Situation Gott hinlegen. Er weiß besser damit umzugehen als wir. Lass uns darauf vertrauen, dass Er die Macht hat, zu bewahren, was Er uns anvertraut hat.“ Wir beteten: „Gott, wir wissen nicht mehr weiter. Wir können nichts mehr tun. Aber wir vertrauen darauf, dass Du gut bist und dass Du für uns bist; wir vertrauen darauf, dass Du uns siehst und für uns wirkst.“ Als wir uns verabschiedeten, sagte ich ihr, dass ich weiter für sie beten würde. Am nächsten Tag – am nächsten Tag! – bekam ich eine SMS von ihr, in der sie schrieb: „Gott hat ein Wunder getan! Ich habe mit dem Anwalt gesprochen, und dieser sagte, hier sei ein Fehlurteil gefällt worden, aber er könne das richtigstellen. Das Haus wird mir nicht weggenommen. Und als ich ihn fragte, was mit seinem Honorar über 2500 Dollar sei, sagte er nur: Nein, das ist kostenlos. Empfehlen Sie mich einfach weiter.“ Innerhalb eines Augenblicks hatte Gott sich als treu erwiesen. Wenn wir in Schwierigkeiten stecken, haben wir einen Ort, wo wir hingehen können.

Und ich frage mich, ob jetzt nicht eine gute Zeit wäre, das zu tun. Wenn Sie gerade in einer schwierigen Situation sind, können wir sie jetzt zusammen vor Gott bringen. Halten Sie einfach Ihre geöffneten Hände hoch. Wenn es Ihnen hilft, stellen Sie sich die Schwierigkeiten oder die Bedrängnis, in der Sie gerade stecken, mit allen Details vor und dann legen wir sie gemeinsam Gott hin. Wir lassen sie los und geben sie an Gott ab, okay?

Gott, du kennst unsere Geschichte. Du kennst jedes Detail unseres Lebens. Du kennst sogar die Zahl der Haare auf unserem Kopf. Und wir vertrauen darauf, dass Du für uns bist, dass Du ein guter Gott bist und alle Details kennst. Wir legen sie Dir jetzt hin. Wir vertrauen Dir, dass Du die Dinge, die Du uns anvertraut hast, bewahrst. Gott, wir haben es satt, diese Last zu tragen und wir können es auch nicht mehr. Deshalb geben wir sie Dir und bitten Dich um einen Durchbruch. Wir bitten Dich um Deine Gnade. Gott, wir erinnern uns an David, der sagte, dass er den Mut verloren hätte, wenn er nicht daran geglaubt hätte, die Güte des Herrn im Land der Lebendigen zu sehen. Und Gott, wir schließen uns ihm an. Wir erwarten, Deine Güte zu sehen; wir erwarten, Deine Wunder in unserem Leben zu sehen. Wir vertrauen darauf, dass Du wirkst, dass Du Dich bewegst, auch wenn wir Dich nicht sehen oder fühlen können. Du bist gut, Du bist für uns und wir legen Dir unsere Schwierigkeiten hin. Wir geben sie an Dich ab und vertrauen darauf, dass Du Dich darum kümmerst, in Jesu Namen. Und wir danken Dir schon jetzt für alles, was Du tun wirst. Amen.

Er ist sowohl unsere Sicherheit als auch unser Retter. Wir haben einen Ort, an den wir in schwierigen Zeiten gehen können.

Kommen wir zur zweiten Lektion, die wir von dem königlichen Beamten lernen können: Wir können von ihm lernen, mit wem wir uns umgeben sollten. Mir gefällt Vers 47. Da heißt es, als er von Jesus hörte… Vielleicht hörte er, wie ein Diener am königlichen Hof von ihm sprach, oder ein Kollege erzählte ihm: „Hey, Jesus ist in der Gegend. Das ist der Mann, der Wasser in Wein verwandelt hat; der Mann, der Wunder tut und blinde Augen sehend machen kann. Er ist in der Stadt. Vielleicht solltest du zu ihm gehen.“ Jemand muss ihm von Jesus erzählt haben, sonst wäre er nicht zu Ihm gegangen. Hier gibt es zwei Aspekte, auf die ich in diesem Zusammenhang kurz eingehen will.

Die erste Frage, die ich Ihnen stellen möchte, lautet: Gibt es in Ihrem Umfeld Menschen, die Ihnen auf Ihrem Weg mit Jesus helfen? Wenn Sie eine schwierige Zeit durchmachen und nicht mehr weiterwissen, sind Sie dann von Menschen umgeben, die Sie auf Jesus hinweisen? Oder lassen Sie mich die Frage noch konkreter formulieren: Haben Sie Gemeinschaft mit Menschen, die Sie unterstützen und Ihnen in den schwierigen Momenten Ihres Lebens helfen? Haben Sie Menschen um sich herum, die sich für Sie freuen, wenn Sie gute Zeiten erleben? Die Sie aufrichten, wenn Ihre Seele betrübt ist? Wenn nicht, kann ich Ihnen einen guten Ort nennen, wo Sie solche Menschen finden: in der Gemeinde.

Ich gehe sehr gerne surfen. Aber ich schlafe auch sehr gerne. Das lässt sich manchmal schwer vereinbaren. Wenn nicht jemand auf mich wartet, mich anruft oder mir eine Textnachricht schickt, dass ich aufstehen und an den Strand kommen soll, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass ich morgens wieder einschlafe, bei 95 Prozent. Das ist wirklich so. Aber so ist das Leben. Dafür gibt es die Gemeinschaft. Sie existiert, damit wir einander abholen. Und wenn wir schwierige Zeiten durchmachen, besteht unsere erste Reaktion oft darin, uns aus der Gemeinschaft zurückzuziehen. Dann ist die Gemeinde oft der letzte Ort, wo wir hingehen wollen. Wir wollen nicht mit unseren christlichen Freunden zusammentreffen, weil wir denken, sie könnten uns verurteilen oder wir müssten so tun, als wären wir glücklich, obwohl wir es nicht sind.  Aber gerade in solchen Zeiten brauchen wir Freunde, die zu uns kommen, uns aus dem Bett holen, in ihr Auto packen und uns in die Gemeinde fahren. Menschen, die uns anrufen und aufwecken und sagen: „Was machst du? Denk an Jesus. Du musst in die Gemeinde kommen und das Wort Gottes hören. Wir stehen diese Zeit gemeinsam durch.“ Ich möchte mich mit Menschen umgeben, die mich ermutigen.

Wenn ich das Gefühl habe, dass ich etwas nicht schaffen kann, brauche ich Menschen um mich herum, die mich aufrichten, die mich abholen, mir Mut machen und sagen: „Lass uns in dem Plan, den Gott für dein Leben hat, vorwärtsgehen. Wir lassen dich das nicht allein durchstehen. Wir ziehen an einem Strang und helfen dir.“ Haben Sie das in letzter Zeit einmal gesagt? Vielleicht sagen Sie: „Nein, nicht wirklich. Aber ich komme in die Gemeinde.“ Gut. Darüber bin ich sehr froh. Aber das allein ist nicht genug. Sie bekommen hier nur so viel, wie Sie bekommen wollen. Wollen Sie Gemeinschaft aufbauen? Dann engagieren Sie sich. Dienen Sie. Finden Sie eine Möglichkeit, die Gaben, die Gott Ihnen geschenkt hat, einzusetzen. Dienen Sie in der Gemeinde. Hier sind einige meiner besten Freunde, die ich schon seit meiner Teenagerzeit kenne. Sie engagieren sich im Jugenddienst, im Kinderdienst und anderen Bereichen der Gemeinde. Wollen Sie Gemeinschaft aufbauen? Finden Sie eine Möglichkeit, die Gaben, die Gott Ihnen geschenkt hat, einzusetzen.

David sagte in Psalm 20: „Der Herr erhöre dich am Tag der Bedrängnis. Er sende dir Hilfe aus dem Heiligtum.“ Wenn Ihnen Unheil widerfährt, schickt Gott Ihnen Hilfe durch Seine Leute, Seine Gemeinde. Wir brauchen einander. An den Wochenenden sind wir die Serie „Von Generation zu Generation“ durchgegangen. Wir müssen uns mit den Älteren und den Jüngeren umgeben; mit jenen, die uns in den schweren Zeiten des Lebens ermutigen und auferbauen und aufrichten. Gott sendet Seine Hilfe aus Seinem Heiligtum.

Wir hoffen, dass Harrisons Predigt Sie gesegnet hat. Von mir persönlich kann ich sagen, dass sie meinen Geist genährt und mich ermutigt hat. Es ist sicher kein Zufall, dass Sie mir gerade zusehen. Es gibt einen Gott im Himmel, der Ihren Namen kennt. Er kennt Ihre Geschichte und Er liebt Sie. Wenn Sie Ihm Ihr Herz öffnen und Seinen Sohn Jesus anrufen, wird sich alles für Sie ändern. Schalten Sie auch nächste Woche wieder ein. Bis dann. Gott segne Sie.

 

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