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Heilig leben in einer unheiligen Welt

Wenn sich dein Denken ändert, verändert sich dein Leben. In seiner Predigt zum 1. Petrusbrief zeigt Bayless Conley, dass „heilig leben“ nichts mit Perfektion zu tun hat, sondern mit einer inneren Veränderung, die bei unseren Gedanken beginnt. Wir sind aufgerufen, anders zu leben als die Welt um uns herum: nicht vom Zeitgeist bestimmt, sondern vom Heiligen Geist. Entdecke, wie Gottes Wort dein Denken erneuert, dein Herz stärkt und dir hilft, im Alltag ein Leben zu führen, das Gott ehrt.

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  • Hallo und schön, dass du heute wieder dabei bist! Wenn du eine Bibel elektronisch oder als Buch hast, dann nimm sie am besten zur Hand. Wir wollen gemeinsam über Gottes Wort nachdenken. Heute werden wir uns einige wunderbare Wahrheiten und wichtige Dinge anschauen, die uns der Apostel Petrus in seinen Briefen mitteilt. Sie werden uns helfen, so zu leben, wie Gott es sich von uns wünscht und wie es ihm gefällt. Das solltest du dir nicht entgehen lassen! 1. Petrus 1,13 „Darum umgürtet eure Lenden und stärkt euren Verstand, seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch dargeboten wird in der Offenbarung Jesu Christi.“

    Dort ist von der Offenbarung Jesu die Rede, von dem Zeitpunkt, wenn er zurück auf die Erde kommt. Dann wird unsere Erlösung vollendet sein, und es wird alles übertreffen, das du und ich uns je ausgemalt haben. Eine Gnade, die so gross und so weit ist, dass sie sich nicht ermessen lässt, erwartet uns „in der Offenbarung Jesu Christi“. Sie wird uns gehören, wenn Jesus allen offenbart wird. Paulus schrieb über diesen Tag in 1. Korinther 13,12. Dort heisst es: „Jetzt sehen wir die Dinge noch unvollkommen, wie in einem trüben Spiegel, dann aber werden wir alles in völliger Klarheit erkennen. Alles, was ich jetzt weiss, ist unvollständig; dann aber werde ich alles erkennen, so wie Gott mich jetzt schon kennt.“

    Die Gnade, die wir bereits in unserem Leben erfahren haben, wird in einer noch grösseren Gnade aufgehen, wenn Jesus wiederkommt. Friede, Freude, Kraft, Trost und Heilsein sind alles Facetten von Gottes Gnade. Schönheit Harmonie, Zufriedenheit, Kreativität, heilige Ehrfurcht und Staunen sind bisher nur unvollständig, trüb und undeutlich. Doch dann und dort wird es absolute Klarheit geben, ohne die Begrenzungen, Einschränkungen oder Barrieren, die wir in dieser Welt erleben. Aber was sollen wir tun, bis jener Tag kommt und wir die Fülle all dessen erleben, was Gott für uns bereithält? Petrus sagt es uns in den nächsten Versen, 1. Petrus 1,14-16: „Als gehorsame Kinder gebt euch nicht den Begierden hin, in denen ihr früher in eurer Unwissenheit lebtet; sondern wie der, der euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel. Denn es steht geschrieben: ‚Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.‘“

    Bis Jesus wiederkommt, sollen wir ein heiliges Leben führen. Heilig, das bedeutet: für Gott ausgesondert und geweiht. Gott sagt: „Ich bin heilig. Ihr sollt auch heilig sein“, als gehorsame Kinder. Wir sollten uns wie unser Vater verhalten. – Neulich sass ich in der Küche und arbeitete, und Janet stand da mit einer Schachtel Süssigkeiten in der Hand, die uns jemand geschenkt hatte. Und sie las mir vor, was auf der Packung stand. „Bayless, diese Süssigkeiten gibt es schon seit 100 Jahren!“ Und natürlich erwiderte ich: „Hoffentlich ist das Zeug nicht verschimmelt.“ Janet verdrehte die Augen und sagte: „Du wirst immer mehr wie dein Vater.“ Denn genau so etwas hätte mein Vater gesagt. Ich antwortete: „Stimmt!“ In vielen positiven Aspekten werde ich wie mein Vater, und das erkenne ich immer mehr, je älter ich werde. Hoffentlich werde ich auch meinem himmlischen Vater immer ähnlicher, je mehr ich in der Gnade wachse und sein Wort kennenlerne. Er ist heilig; wir sollen auch heilig sein. Unser Glaube und Verhalten müssen in die gleiche Richtung laufen. Also warum ist es so enorm wichtig, dass unser Verhalten im Einklang mit unserem Glauben steht? Warum müssen wir dem Heiligen Geist gestatten, uns täglich in das Bild Jesu hineinzugestalten – damit der Zeitgeist uns nicht der Welt gleichgestaltet und wie sie denkt und sich verhält und redet? Zeitgeist, diese schöne deutsche Wort – der Geist des Zeitalters, der Geist der modernen Kultur. Und dieser Zeitgeist wirkt. Es gibt einen Geist der modernen Kultur, der uns unter Druck setzt, uns lockt und uns drängt, uns der Welt anzupassen. Doch es gibt noch einen anderen Geist, den Heiligen Geist. Wenn du dich nicht dem Heiligen Geist hingibst, wird der Zeitgeist in deinem Leben wirken. Es wird entweder das eine oder das andere passieren. Du wirst vom Zeitgeist beeinflusst oder vom Heiligen Geist. In den nächsten Versen nennt Petrus uns einige Gründe, warum es so wichtig ist, dass wir ein ganz und gar für Gott abgesondertes und geheiligtes Leben führen. Ich lesen weiter, 1. Petrus 1,17-21: „Und da ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person einen jeden richtet nach seinem Werk, so führt euer Leben in Gottesfurcht, solange ihr hier in der Fremde weilt; denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem nichtigen Wandel nach der Väter Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes. Er ist zwar zuvor ausersehen, ehe der Welt Grund gelegt war, aber offenbart am Ende der Zeiten um euretwillen, die ihr durch ihn glaubt an Gott, der ihn von den Toten auferweckt und ihm die Herrlichkeit gegeben hat, sodass ihr Glauben und Hoffnung zu Gott habt.“

    Petrus nennt uns hier zwei Gründe, und ich möchte zuerst über den zweiten sprechen. Der eine Grund, weshalb es so wichtig ist, dass bei uns Verhalten und Glaube übereinstimmen und dass wir ein für Gott geheiligtes Leben führen, liegt darin, dass ein solch hoher Preis für uns bezahlt wurde. Wir wurden nicht mit Silber und Gold freigekauft, sondern mit dem kostbaren Blut Jesu. Neulich war ich mal neugierig und habe online nach teuren Uhren geschaut. Dabei bin ich auf eine Seite mit Rolex gestossen. Viele der Uhren kosteten 50.000 oder 60.000 Dollar; manche sogar 100.000, 130.000 oder 150.000 Dollar. Nur für eine Uhr! Ein paar kosteten 250.000 Dollar, eine 560.000 Dollar, und eine gab es für 1,3 Millionen Dollar – eine einzige Uhr! Nun würde man nicht einen so hohen Preis für eine solche Uhr bezahlen und sie dann in den Schlamm werfen, oder? Nein. Oder wenn wir unsere Freunde besuchen und an die Tür klopfen, und niemand kommt – nehmen wir dann unsere 1,3-Millionen-Dollar Uhr und benutzen sie als Türklopfer? Wohl eher nicht! Genauso hat Jesus sein Blut nicht vergossen, damit wir uns weiterhin im sündigen Schlamm dieser Welt suhlen. Liebe Freunde, für euch wurde ein hoher Preis bezahlt! Dagegen ist die teuerste Uhr der Welt nur billiger Modeschmuck. Aber Petrus nennt in diesen Versen noch einen zweiten Grund. Denn obwohl wir erlöst wurden, werden wir für unsere Taten, unseren Lebensstil, unsere Einstellung beurteilt und belohnt. Zurück zu 1. Petrus 1,17: „Und da ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person einen jeden richtet nach seinem Werk, so führt euer Leben in Gottesfurcht, solange ihr hier in der Fremde weilt.“

    Davon ist in der Bibel übrigens viel die Rede. Hier geht es nicht um das Gericht vor dem grossen weissen Thron aus Offenbarung 20; das ist für Menschen, die nicht an Jesus glauben. Jeder, der zu Jesus gehört, wird eines Tages vor Christus als Richter stehen und Rechenschaft über sein Leben ablegen, über seine Motive, über das, womit er sich beschäftigt hat, und über seine Worte. Jesus sagt, wir müssen am Tag des Gerichts Rechenschaft über jedes Wort ablegen, über unsere Taten und unsere Beweggründe dafür. Paulus schrieb darüber in 1. Korinther 3, aber ich möchte hier 2. Korinther 5,8-10 vorlesen: „Ja, wir sind voll Zuversicht und würden unseren jetzigen Körper gern verlassen, weil wir dann daheim beim Herrn wären. Unser Ziel ist es deshalb, immer zu tun, was ihm gefällt, ob wir nun in diesem Körper leben oder ihn verlassen. Denn wir alle müssen einmal vor Christus und seinem Richterstuhl erscheinen, wo alles ans Licht kommen wird. Dann wird jeder von uns das bekommen, was er für das Gute oder das Schlechte, das er in seinem Leben getan hat, verdient.“

    Eines Tages werden wir vor Jesus als Richter stehen. Wir haben nicht ewig Zeit. Dieses Leben ist kurz. Achte einmal darauf, wie Petrus es ausdrückt. Er sagt, wir müssen unsere Zeit „in der Fremde“ hier auf der Erde mit Ehrfurcht vor und einem tiefen Bewusstsein für Gott führen, weil über uns gerichtet werden wird. Wir müssen unseren Aufenthalt hier in Ehrfurcht vor Gott gestalten. „In der Fremde“, wie bei einer Pilgerreise . Ein kurzer Aufenthalt an einem Ort, der nicht unsere Heimat ist. In Jakobus 4 lesen wir: „Euer Leben gleicht doch dem Nebel am Morgen – schon nach kurzer Zeit ist er wieder verschwunden .“

    Vor einigen Jahren starb mein Vater. Er wohnte zwischen unserem Haus und der Gemeinde. Also besuchte ich ihn 3-4 Mal pro Woche auf meinem Heimweg. Wir verbrachten einfach Zeit miteinander und redeten. Noch ein ganzes Jahr nach seinem Tod fuhr ich an seinem Haus vorbei – und dann fiel es mir ein: „Er lebt nicht mehr.“ Aus Gewohnheit wollte ich ihn besuchen, aber: „Er lebt nicht mehr.“ Sieben Monate später starb meine Mutter. – Viele meiner Freunde leben nicht mehr. Einige meiner Cousins und Cousinen leben nicht mehr. Vor nicht allzu langer Zeit starb mein Schwager. Eines Tages werdet ihr fragen: „Wo ist denn Pastor Bayless?“ Und ich werde tot sein. Wir befinden uns hier nur im Ankleidezimmer der Ewigkeit. Petrus sagte, wir müssen unsere Zeit hier in der Fremde mit einem tiefen Bewusstsein für und einer tiefen Ehrfurcht vor Gott betrachten. Und Petrus nennt noch einen dritten Grund. Wir sollen dieses ausgesonderte, heilige Leben führen, weil die Welt uns beobachtet. Der gleiche Gedanke, dass unser Hiersein nur vorübergehend ist, setzt sich in Kapitel 2 fort. 1. Petrus 2,11-12: „Ihr Lieben, ich ermahne euch als Fremdlinge und Pilger: Enthaltet euch von fleischlichen Begierden, die gegen die Seele streiten, und führt ein rechtschaffenes Leben unter den Völkern, damit die, die euch als Übeltäter verleumden, eure guten Werke sehen und Gott preisen am Tag der Heimsuchung.“

    Das Wort für „sehen“ hier bedeutet eigentlich: Sie schauen unser Leben an und wägen es sorgfältig ab. Sie sehen unser Verhalten und denken eingehend darüber nach. Die Welt schaut uns zu. – Kurz nach meiner Bekehrung freundete ich mich mit einem anderen Christen an, ein wunderbarer Mann. Ich glaube, er war damals 42, und für mich mit meinen 21 war er uralt . Er arbeitete Nachtschichten in einer Giesserei. Er liebte Jesus. Seine Frau und seine Teenagerkinder liebten Jesus. Einmal kam sein jüngerer Bruder zu Besuch, der ungefaehr 39 Jahre alt war. Dieser Bruder war kein Christ. Ich weiss nicht, warum, aber der ältere Bruder erzählte seinem jüngeren Bruder meine Geschichte. Er erzählte ihm auch, dass ich gerade eine etwas schwierige Zeit durchmachte – ich war gerade arbeitslos und hatte kaum Geld. Der jüngere Bruder schenkte mir 20 Dollar, und ich war total überrascht. 20 Dollar sind heute nicht viel Geld, damals aber schon. Benzin kostete nur ein paar Cents pro Liter, und mein kleiner alter Minibus hatte einen 40-Liter-Tank. Ich konnte für weniger als 6 Dollar tanken; mit 20 Dollar kam ich also ziemlich weit. An einem Abend gingen wir zu einer Evangelisation. Der Bruder kam mit, und sie sassen hinter mir. Ich war mit anderen Leuten da. Also, die ganze Familie, inklusive Kinder und Bruder, sass hinter mir. Als die Kollekte eingesammelt wurde, hatte ich den Eindruck, dass der Heilige Geist mir zuflüsterte: „Leg alles hinein.“ Also zog ich die 20 Dollar aus der Brieftasche und gab sie in die Kollekte. Später nahm der Bruder des Mannes mich beiseite und fragte: „Was hast du mit den 20 Dollar gemacht, die ich dir gegeben habe?“ – „Warum?“ – „Du hast sie in die Kollekte gegeben, oder?“ – „Und was, wenn es so war?“ Er sagte: „Ich weiss, dass es so war. Ich habe dich gesehen.“ Ich dachte, vielleicht hätte ich ein wenig diskreter sein sollen. Er sagte: „Du glaubst das alles, oder? Du bist wie mein Bruder. Er redet immer davon, dass Gott ihn versorgt und dass er Gott vertraut. Du glaubst auf die gleiche Art und Weise.“ Ich erwiderte: „Ja, das stimmt.“ Und dann überraschte er mich. Er sagte: „Ich will das, was du hast. Kannst du mit mir beten?“ Ich betete mit ihm und zeigte ihm den Weg zu Jesus. – Ich wusste nicht, dass er mich beobachtete. Später erzählte er mir: „Ich habe dir die 20 Dollar gegeben, weil ich wusste, dass es eine Kollekte geben würde. Ich habe sie dir genau deswegen gegeben, weil ich sehen wollte, was du damit machst.“ Die Welt schaut uns zu. Die Menschen beobachten, wie wir leben und was wir tun. Aber wie machen wir das? Wie führen wir ein heiliges Leben voller Glauben, das Gott ehrt? Indem wir die Zähne zusammenbeissen und alle unsere Willenskraft anstrengen? Nein. Unsere Willenskraft allein reicht nicht aus. Sie ist kläglich unzureichend. So werden wir nicht gerettet, und so sollen wir auch nicht leben. In den heutigen Bibeltexten nennt uns Petrus zwei Aspekte, wie ein solches Leben möglich ist. Erstens: Wir müssen unser Denken erneuern und unser Herz mit Gottes Wort nähren. – Am Anfang, in 1. Petrus 1,13, schrieb Petrus: „Darum umgürtet eure Lenden und stärkt euren Verstand …“ Die Lenden umgürten war ein Ausdruck aus jener Zeit dafür, dass man sich bereit zur Arbeit machte. Die Menschen damals trugen lange Gewänder, und wenn sie sich an die Arbeit machten, banden sie sie mit einem Gürtel hoch, damit sie sich frei bewegen konnten. Wir würden sagen: „Krempelt die Ärmel hoch und macht euch bereit für die Arbeit.“ Und die Arbeit, von der Petrus redet, hat mit unserem Denken zu tun. „Gürtet die Lenden eures Verstandes.“ Krempelt die Ärmel hoch und fangt an, an eurem Denken zu arbeiten. Es fällt auf, dass Petrus von unserem Denken redet, bevor er unser Handeln anspricht. Er sagte: „Arbeitet an eurem Denken.“ Und danach: „Fang an, ein heiliges Leben zu führen, das für Gott ausgesondert ist.“ Zuerst kümmerte er sich um das Denken: „Lasst euch nicht der Welt gleichmachen; lebt nicht, wie ihr früher gelebt hat. Führt ein abgesondertes Leben.“ Dieser Ausdruck kommt noch an anderer Stelle im Neuen Testament vor; vielleicht erkennt ihr es. Römer 12,2. Dort steht das gleiche griechische Wort. „Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes“

    „Stellt euch nicht dieser Welt gleich“ – ihren Prioritäten, ihren Werten, ihrem Reden, ihrem Handeln – „sondern ändert euch“. Das Wort für „ändern“, das hier im Griechischen steht, ist „metamorphoō“. Unser Wort „Metamorphose“ ist davon abgeleitet. Wörtlich übersetzt bedeutet es „zulassen, dass das, was innen ist, nach außen dringt“. Ich wurde von Neuem geboren, ich habe Gottes Leben in meinem Geist erhalten. Die Bibel sagt, dass die Liebe Gottes in mein Herz ausgegossen ist. Gott hat jedem Menschen ein gewisses Mass an Glauben geschenkt. In mir liegen deshalb gute Dinge. Der Apostel Paulus schrieb: „ich habe Freude an Gottes Gesetz nach dem inwendigen Menschen .“ Gott hat diese guten Dinge, diese heiligen Dinge, diese ewigen Dinge in mein Herz gelegt. Wie bekomme ich nun das, was innen ist, nach aussen? Wie nehme ich das, was Gott in mich hineingelegt hat, und lasse davon die Art und Weise durchdringen, wie ich meine Frau und meine Kinder liebe, wie ich arbeite, wie ich mit Menschen umgehe, wie ich meine Feinde behandele? Wie geschieht das? Wie führe ich ein verändertes Leben? Indem ich mein Denken ändere. Liebe Freunde, es ist wichtig, wo ihr euch eure Nahrung holt. Das, was ihr euch anhört, wirkt sich auf euer Leben aus. Denn wenn wir nicht beständig in diesem Prozess der Veränderung unseres Sinnes bleiben, werden die Welt, unsere alte sündige Natur und der Teufel Überstunden machen, um uns dazu zu bringen, dass wir uns ihnen anpassen. Das muss uns klar sein. Wenn wir uns nicht verändern lassen, werden wir angepasst. Es wird auf jeden Fall das eine oder das andere geschehen. Und Paulus sagt: „Krempelt die Ärmel hoch. Das kostet Arbeit.“ Ihr braucht eine Liebesbeziehung zur Bibel, ihr müsst euch Zeit für Gottes Wort nehmen. Jesus sagt: „Die Worte, die ich euch sage, sind Geist und Leben.“ Sie sind geladen mit übernatürlicher Energie. Ohne intensive Beschäftigung mit Gottes Wort wirst du ein betreuungsintensiver und wirkungsarmer Christ bleiben, der den Geist der Welt widerspiegelt statt Jesus. Gott hat etwas Besseres für dich. Jesus sagte im Gebet über seine Jünger: „Sie sind nicht von der Welt, so wie ich nicht von der Welt bin.“ Wir sind in der Welt, aber nicht von der Welt. Wenn wir mit einem Boot im Wasser sind, ist alles in Ordnung – aber wenn Wasser ins Boot kommt, haben wir ein Problem. Wenn die Welt in mich hineinkommt, habe ich ein Problem. Ich werde falsch denken, die falschen Werte und Prioritäten haben. Psalm 119,9 gibt uns zu bedenken: „Wie kann ein junger Mensch in seinem Leben rein von Schuld bleiben? Indem er sich an dein Wort hält und es befolgt.“

    Übrigens, liebe ältere Menschen: Das gilt nicht nur für die jungen Menschen. Wie kann ein alter Mensch in seinem Leben rein von Schuld bleiben? Indem er Gottes Wort befolgt. Gottes Wort wird uns bei der Veränderung helfen. Die Bibel sagt, wir sollen vor den „Begierden der Jugend“ fliehen. Du musst nicht aufgeben. Du muss nicht nachgeben. Wir können den Kampf gewinnen. Der Psalmdichter sagt einige Verse später, in Vers 11: „Ich habe dein Wort in meinem Herzen bewahrt, damit ich nicht gegen dich sündige.“

    Jesus betete in Johannes 17,17: „Reinige sie und heilige sie, indem du sie deine Worte der Wahrheit lehrst.“

    Und 1. Johannes 2,14: „Ich habe euch jungen Männern geschrieben, weil ihr stark seid und Gottes Wort im Herzen tragt und weil ihr in eurem Kampf mit dem Satan gesiegt habt.“

    Wir werden keine Kraft haben und nicht siegen können, wenn Gottes Wort nicht in unseren Herzen bleibt. Es ist wichtig, dass wir in Gottes Wort eintauchen und dass sein Wort in uns eintaucht. Es wird unser Leben verändern. Nur als kleiner Nebengedanke. Zurück zu 1. Petrus 1,22: „Habt ihr eure Seelen gereinigt im Gehorsam der Wahrheit zu ungeheuchelter Bruderliebe, so habt euch untereinander beständig lieb aus reinem Herzen.“

    Petrus spricht hier von „gereinigten Seelen“. Auch hier ist der Gedanke dahinter, ein heiliges Leben zu führen. Also spricht er von einem heiligen Lebensstil und brennender Liebe. Nicht nur eines, sondern beides. Wir brauchen einen heiligen Lebensstil, aber wir brauchen auch brennende Liebe. Denn Liebe ohne heilige Massstäbe führt zu einem nachlässigen Lebensstil. Ich höre das ziemlich oft, dass Menschen Christen angehen und sagen: „Hey, geht es bei Jesus nicht einfach nur um Liebe? Ihr liebt nicht alle, weil ihr nicht allen zustimmt.“ Aber lieben heisst nicht, allen zuzustimmen, und auch nicht, Menschen in ihrer Sündhaftigkeit zu bestätigen. Jesus begegnete Menschen in ihrer Sündhaftigkeit, aber er bestätigte sie nicht darin. Er ging barmherzig mit ihnen um und sagte: „Geh und sündige nicht mehr.“ Wenn wir also einfach Liebe ohne heilige Massstäbe haben, führt das zu einem nachlässigen, sündigen Leben. Andererseits führen heilige Massstäbe ohne Liebe nur zu grausamer Gesetzlichkeit, und die ist tödlich. Wir brauchen Heiligkeit und Liebe. Wir brauchen Wahrheit und Gnade. Wir brauchen beides. Und das gibt es übrigens geschenkt. Im nächsten Vers heisst es, 1. Petrus 1,23: „Denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, nämlich aus dem lebendigen Wort Gottes, das da bleibt.“

    So begann dieses Leben für uns. Und 1. Petrus 2,2: „So wie ein Säugling nach Milch schreit, sollt ihr nach der reinen Milch – dem Wort Gottes – verlangen, die ihr benötigt, um im Glauben zu wachsen.”

    So werden wir reifer und so kommen wir in diesem Leben voran. Es beginnt, indem wir durch Gottes Wort von Neuem geboren werden. Wir gehen von Glauben zu Glauben, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wenn wir nach Gottes Wort leben. Also erstens: Wir müssen unser Denken erneuern lassen und unser Herz mit Gottes Wort nähren. Der zweite wichtige Punkt: Wenn wir vor Gott ein heiliges Leben führen wollen, das unseren Glauben widerspiegelt, dann muss Jesus der zentrale Fokus unseres Lebens sein und bleiben. Schauen wir dazu nur einmal die kurzen Verse an, die wir gelesen haben. Kapitel 1,13 spricht von Jesus, der wiederkommt. Vers 19 zeigt uns Jesus, der sein kostbares Blut vergossen hat. Vers 20 redet von Jesus, der vorherbestimmt war und Vers 21 von Jesus, der auferweckt und verherrlicht wurde. Dann Kapitel 2,3: Jesus, der gütige Herr. Vers 4: Jesus, der lebendige und kostbare Stein, der von Gott erwählt wurde. Vers 5: Jesus, durch den wir Gott geistliche Opfer darbringen. Vers 6: Jesus, der Eckstein. Vers 7: Jesus, der kostbar für die Glaubenden ist. Vers 8: Jesus, der Stein, über den alle stolpern, die bewusst ungehorsam sind. Vers 19: Jesus, der uns aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat. In diesen kurzen Versen wird Jesus nicht weniger als 12-mal erwähnt. Und schauen wir auch noch in 1. Petrus 2,7-8: „Für euch aber, die ihr glaubt, ist er kostbar.“

    Das ist eine Möglichkeit zu erkennen, dass Menschen zu Jesus gehören: Jesus ist für sie kostbar. „Für euch nun, die ihr glaubt, ist er kostbar. Für die aber, die nicht glauben, ist er ‚der Stein, den die Bauleute verworfen haben; der ist zum Eckstein geworden‘ und ‚ein Stein des Anstosses und ein Fels des Ärgernisses‘. Sie stossen sich an ihm, weil sie nicht an das Wort glauben, wozu sie auch bestimmt sind.“

    Wenn Jesus für dich nicht kostbar ist, wird er dir ein Anstoss sein. Es gibt keinen Mittelweg. Wenn du zu Jesus gehörst, bist du für Gott wirklich etwas Besonderes und von ihm geliebt. Er hat seinen Heiligen Geist geschickt, damit du von Neuem geboren wirst. Er hat einen Platz für dich im Himmel. Er hat dir ewiges Leben gegeben. Ja, dadurch bist du etwas ganz Besonderes. Es ist wunderbar, Jesus in unserem Leben zu haben und nicht nur Religion. Es geht nicht um Zeremonien oder religiöses Drumherum. Es geht nicht um Rituale, sondern um eine Beziehung mit Gott. Das ist wunderbar. Im Neuen Testament wird ein Vers aus dem Alten Testament zitiert, in dem Gott sagt: „Ich will mitten unter ihnen sein und mitten unter ihnen leben. Ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein .“ Das alles geschieht durch das, was Jesus Christus für uns getan hat. Deshalb möchte ich dir zum Ende sagen: Du bist von Gott geliebt. Und falls du Jesus noch nicht dein Herz geöffnet hast, dann ist heute ein guter Tag dafür. Schieb es nicht auf. Du wirst es nicht bereuen.

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