Heilig leben in einer unheiligen Welt
Wenn sich dein Denken ändert, verändert sich dein Leben. In seiner Predigt zum 1. Petrusbrief zeigt Bayless Conley, dass „heilig leben“ nichts mit Perfektion zu tun hat, sondern mit einer inneren Veränderung, die bei unseren Gedanken beginnt. Wir sind aufgerufen, anders zu leben als die Welt um uns herum: nicht vom Zeitgeist bestimmt, sondern vom Heiligen Geist. Entdecke, wie Gottes Wort dein Denken erneuert, dein Herz stärkt und dir hilft, im Alltag ein Leben zu führen, das Gott ehrt.
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Hallo und herzlich willkommen! Wenn du eine Bibel hast, egal ob digital oder als Buch, dann nimm sie gern zur Hand. Wir wollen gemeinsam über Gottes Wort nachdenken. Heute werden wir uns einige wunderbare Wahrheiten anschauen, die uns Petrus in seinen Briefen weitergibt. Sie werden uns helfen, so zu leben, wie Gott es sich von uns wünscht und wie es ihm gefällt. Das solltest du dir nicht entgehen lassen!
1. Petrus 1,13
„Deshalb umgürtet euch und macht euch bereit! Seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch bei der Offenbarung Jesu Christi geschenkt wird!“
Mit der „Offenbarung Jesu Christi“ ist der Zeitpunkt gemeint, wenn er zurück auf die Erde kommt. Dann wird unsere Erlösung vollendet sein, und es wird alles übertreffen, das du und ich uns je ausgemalt haben. Eine Gnade, die so groß und so weit ist, dass sie sich nicht ermessen lässt, erwartet uns „bei der Offenbarung Jesu Christi“. Sie wird uns gehören, wenn Jesus allen offenbart wird. Paulus schreibt über diesen Tag in 1. Korinther 13,12:
„Jetzt sehen wir die Dinge noch unvollkommen, wie in einem trüben Spiegel, dann aber werden wir alles in völliger Klarheit erkennen. Alles, was ich jetzt weiß, ist unvollständig; dann aber werde ich alles erkennen, so wie Gott mich jetzt schon kennt.“
Die Gnade, die wir bisher schon in unserem Leben erfahren haben, wird von einer noch größeren Gnade überstrahlt, wenn Jesus wiederkommt. Friede, Freude, Kraft, Trost und Heilung sind Facetten von Gottes Gnade. Schönheit, Harmonie, Zufriedenheit, Kreativität, heilige Ehrfurcht und Staunen waren bisher nur teilweise, unklar und verschwommen zu erkennen. Aber dann wird absolute Klarheit herrschen, ohne die Grenzen und Beschränkungen dieser Welt. Was aber sollen wir tun, bis dieser Tag kommt und wir die Fülle all dessen erleben, was Gott für uns bereithält? Petrus sagt es uns in den nächsten Versen, 1. Petrus 1,14-16:
„Als Kinder des Gehorsams gebt euch nicht den Begierden hin, wie früher in eurer Unwissenheit! Wie er, der euch berufen hat, heilig ist, so soll auch eure ganze Lebensführung heilig sein. Denn es steht geschrieben: Seid heilig, weil ich heilig bin!“
Bis Jesus wiederkommt, sollen wir ein heiliges Leben führen. Heilig bedeutet: für Gott ausgesondert und geweiht. Gott sagt: „Ich bin heilig. Ihr sollt auch heilig sein.“ Kinder sollen sich wie der Vater verhalten.
Neulich saß ich am Küchentisch und arbeitete. Jemand hatte uns eine Schachtel Pralinen geschenkt und Janet las vor, was auf der Packung stand: „Bayless, die gibt es schon seit 100 Jahren!“ Natürlich erwiderte ich: „Dann sieh besser nach, ob sie verschimmelt sind.“ Janet verdrehte die Augen und sagte: „Du wirst immer mehr wie dein Vater.“ Und sie hatte recht, genau das hätte mein Vater gesagt. In den positiven Aspekten werde ich wie mein Vater. Das erkenne ich immer mehr, je älter ich werde. Hoffentlich werde ich auch meinem himmlischen Vater immer ähnlicher, je mehr ich die Gnade verstehe und die Bibel verinnerliche. Er ist heilig und wir sollen auch heilig sein. Unser Glaube und unser Verhalten müssen übereinstimmen.Warum ist es so entscheidend, dass Glauben und Verhalten im Einklang sind? Warum müssen wir dem Heiligen Geist Raum geben, uns Tag für Tag mehr in das Bild von Jesus zu verwandeln, statt dem Zeitgeist zu folgen und uns davon prägen zu lassen, wie alle Welt denkt, handelt und redet? Das deutsche Wort Zeitgeist trifft es gut: der Geist dieser Zeit, der modernen Kultur. Und dieser Zeitgeist wirkt. Der Geist der modernen Kultur setzt uns unter Druck, er lockt und drängt, uns der Welt anzupassen. Aber es gibt auch einen anderen Geist, den Heiligen Geist. Wenn du dich nicht vom Heiligen Geist leiten lässt, dann wirkt der Zeitgeist in deinem Leben. Entweder – oder: Du wirst vom Zeitgeist beeinflusst oder vom Heiligen Geist. In den nächsten Versen nennt Petrus uns Gründe, warum es so wichtig ist, ein ganz und gar für Gott abgesondertes und geheiligtes Leben zu führen. Ich lese weiter in 1. Petrus 1,die Verse 17-21:
„Und wenn ihr den als Vater anruft, der jeden ohne Ansehen der Person nach seinem Tun beurteilt, dann führt auch, solange ihr in der Fremde seid, ein Leben in Gottesfurcht! Ihr wisst, dass ihr aus eurer nichtigen, von den Vätern ererbten Lebensweise nicht um einen vergänglichen Preis losgekauft wurdet, nicht um Silber oder Gold, sondern mit dem kostbaren Blut Christi, des Lammes ohne Fehl und Makel. Er war schon vor Grundlegung der Welt dazu ausersehen und euretwegen ist er am Ende der Zeiten erschienen. Durch ihn seid ihr zum Glauben an Gott gekommen, der ihn von den Toten auferweckt und ihm die Herrlichkeit gegeben hat, sodass ihr an Gott glauben und auf ihn hoffen könnt.“
Petrus nennt uns hier zwei Gründe, und ich nehme mal den zweiten zuerst. Es ist so wichtig, dass Verhalten und Glaube übereinstimmen und wir ein für Gott geheiligtes Leben führen, weil für uns ein so hoher Preis bezahlt wurde. Wir wurden nicht mit Silber oder Gold freigekauft, sondern mit dem kostbaren Blut von Jesus.
Einfach aus Neugier habe ich kürzlich mal online nach teuren Uhren geschaut. Dabei bin ich auf eine Seite mit Rolex-Uhren gestoßen. Viele kosteten 50.000, 60.000, manche sogar 100.000, 130.000 oder 150.000 Dollar. Nur für eine Uhr! Ein paar kosteten 250.000, eine 560.000 Dollar, und es gab auch eine Rolex für 1,3 Millionen Dollar – für eine einzige Uhr! Nun würde man nicht einen so hohen Preis für eine Uhr bezahlen und sie dann in den Dreck werfen, oder? Nein. Wenn du Freunde besuchst, du klopfst, aber niemand öffnet – würdest du dann deine 1,3-Millionen-Dollar Uhr als Türklopfer benutzen? Wohl kaum!
Genauso hat Jesus sein Blut nicht vergossen, damit wir uns weiterhin im sündigen Schlamm und Dreck dieser Welt suhlen. Liebe Freunde, für euch wurde ein hoher Preis bezahlt! Dagegen ist die teuerste Uhr der Welt nur billiger Modeschmuck. Petrus nennt in diesen Versen noch einen zweiten Grund. Denn obwohl wir erlöst wurden, werden wir für unsere Taten, unseren Lebensstil, unsere Einstellung beurteilt und belohnt. Zurück zu 1. Petrus 1,17:
„Und wenn ihr den als Vater anruft, der jeden ohne Ansehen der Person nach seinem Tun beurteilt, dann führt auch, solange ihr in der Fremde seid, ein Leben in Gottesfurcht!“
Davon ist in der Bibel viel die Rede. Hier geht es nicht um das Gericht vor dem großen weißen Thron aus Offenbarung 20. Das gilt für Menschen, die nicht an Jesus glauben. Alle von uns, die zu Jesus gehören, werden eines Tages vor dem Richterstuhl von Jesus stehen und Rechenschaft über unser Leben ablegen, über unsere Motive, Beschäftigungen und Worte. Jesus sagt, wir werden am Tag des Gerichts über alles Rechenschaft geben, was wir gesagt und getan haben und warum. Paulus hat dazu in 1. Korinther 3 etwas geschrieben, aber ich möchte hier 2. Korinther 5,8-10 vorlesen:
„Ja, wir sind voll Zuversicht und würden unseren jetzigen Körper gern verlassen, weil wir dann daheim beim Herrn wären. Unser Ziel ist es deshalb, immer zu tun, was ihm gefällt, ob wir nun in diesem Körper leben oder ihn verlassen. Denn wir alle müssen einmal vor Christus und seinem Richterstuhl erscheinen, wo alles ans Licht kommen wird. Dann wird jeder von uns das bekommen, was er für das Gute oder das Schlechte, das er in seinem Leben getan hat, verdient.“
Liebe Freunde, eines Tages werden wir vor Jesus und seinem Richterstuhl stehen. Wir haben nicht ewig Zeit. Das Leben ist kurz. Ist dir aufgefallen, wie Petrus es formuliert? Er schreibt: „führt, solange ihr in der Fremde seid, ein Leben in Gottesfurcht“, denn über uns wird gerichtet werden. Wir führen unser Leben „in der Fremde“, wie bei einer Pilgerreise, es ist ein kurzer Aufenthalt an einem Ort, der nicht unsere Heimat ist. In Jakobus 4 lesen wir:
„Euer Leben gleicht doch dem Nebel am Morgen – schon nach kurzer Zeit ist er wieder verschwunden.“
Vor einigen Jahren ist mein Vater gestorben. Er hat zwischen unserem Haus und der Gemeinde gewohnt, sodass ich ihn 3-4 Mal pro Woche auf dem Heimweg besuchen konnte. Wir waren einfach zusammen und haben geredet. Noch ein ganzes Jahr lang bin ich in die Straße meines Vater abgebogen, bis mir einfiel: „Er ist fort.“ Aus Gewohnheit stieg ich ins Auto, um ihn zu besuchen, aber: „Er ist fort.“ Sieben Monate später starb meine Mutter: „Fort.“ – Viele Freunde sind fort, manche Cousins sind fort, vor nicht allzu langer Zeit starb mein Schwager. Eines Tages werdet ihr fragen: „Wo ist Bayless?“ Fort. Wir sind hier nur in der Umkleidekabine für die Ewigkeit. Petrus schreibt: „Führt, solange ihr in der Fremde seid, ein Leben in Gottesfurcht!“
Und Petrus nennt noch einen dritten Grund. Wir sollen dieses ausgesonderte, heilige Leben führen, weil die Welt uns beobachtet. Der Gedanke, dass unser Aufenthalt hier nur vorübergehend ist, setzt sich in Kapitel 2 fort. In 1. Petrus 2,11-12 lesen wir:„Geliebte, da ihr Fremde und Gäste seid in dieser Welt, ermahne ich euch: Gebt den irdischen Begierden nicht nach, die gegen die Seele kämpfen! Führt unter den Heiden ein rechtschaffenes Leben, damit sie, die euch jetzt als Übeltäter verleumden, durch eure guten Taten, die sie sehen, Gott verherrlichen am Tag der Heimsuchung.“
Das Wort für „sehen“ meint eigentlich: Sie schauen unsere Taten an und wägen gründlich ab. Sie sehen unser Verhalten und denken tief darüber nach. Die Welt schaut uns zu.
Kurz nach meiner Umkehr zu Jesus habe ich einen großartigen Christen kennengelernt. Ich glaube, er war damals 42. Für mich mit meinen 21 Jahren war er uralt. Er machte Nachtschichten in einer Gießerei und er liebte Jesus. Auch seine Frau und seine Teenagerkinder liebten Jesus. Einmal kam sein jüngerer Bruder zu Besuch. Er war schätzungsweise 39 und kein Christ. Ich weiß nicht, warum, aber mein Freund erzählte ihm meine Geschichte und auch, dass es bei mir gerade nicht so rund lief. Ich wechselte gerade den Job und hatte kaum Geld. Überraschenderweise schenkte mir der jüngere Bruder 20 Dollar. Das ist heute nicht viel, aber damals war es das. Benzin kostete nur ein paar Cents pro Liter. Meinen kleinen VW-Bus Jahrgang 1963 mit seinem 40-Liter-Tank konnte ich für weniger als 6 Dollar volltanken. Mit 20 Dollar kam ich also ziemlich weit.
Abends besuchten wir eine Evangelisation. Der Bruder kam auch mit und saß mit seiner Frau, seinen Kindern, seinem Bruder hinter mir. Als der Korb für die Kollekte rumgegeben wurde, hatte ich den Eindruck, der Heilige Geist flüstert mir zu: „Wirf alles hinein.“ Also holte ich mein Portmonee raus und warf die 20 Dollar in den Korb. Später nahm mich der jüngere Bruder beiseite und fragte: „Was hast du mit den 20 Dollar gemacht, die ich dir gegeben habe?“ – Ich fragte: „Warum?“ – „Du hast sie in den Korb geworfen, oder?“, meinte er – „Und was, wenn ja?“ Er sagte: „Ich weiß es, ich habe es gesehen.“ Ich dachte, wahrscheinlich hätte ich etwas unauffälliger sein sollen. Er sagte: „Du glaubst das alles, oder? Du bist wie mein Bruder. Er redet immer davon, dass Gott ihn versorgt und dass er Gott vertraut. Du glaubst dasselbe.“ Ich erwiderte: „Ja, das stimmt.“ Und dann überraschte er mich, indem er sagte: „Ich will das, was du hast. Kannst du mit mir beten?“ Ich betete mit ihm und zeigte ihm den Weg zu Jesus. – Ich hatte nicht gewusst, dass er mich beobachtete. Später erzählte er mir: „Ich habe dir die 20 Dollar gegeben, weil ich wusste, dass eine Kollekte eingesammelt wird. Ich wollte sehen, was du machst.“ Die Welt schaut zu. Menschen beobachten, wie wir leben und was wir tun.Aber wie machen wir das? Wie führen wir ein heiliges Leben voller Glauben, das Gott ehrt? Indem wir die Zähne zusammenbeißen und alle Willenskraft aufbringen? Nein. Unsere Willenskraft reicht bei weitem nicht dafür. So werden wir nicht gerettet, und so sollen wir auch nicht leben. In den heutigen Bibeltexten nennt uns Petrus zwei Schlüssel, wie ein solches Leben gelingt.
Erstens: Wir müssen unser Denken erneuern und Gottes Wort verinnerlichen. – Ich habe mit 1. Petrus 1,13 begonnen, wo es heißt: „Deshalb umgürtet euch und macht euch bereit!“ Umgürten bedeutete damals, sich zur Arbeit bereitzumachen. Damals trug man lange Gewänder, und für die Arbeit band man sie mit einem Gürtel hoch. Wir würden heute sagen: „Krempelt die Ärmel hoch und macht euch bereit für die Arbeit.“ Die Arbeit, um die es hier geht, hat mit unserem Denken zu tun. „Umgürtet die Lenden eurer Gesinnung“, heißt es wörtlich. Krempelt die Ärmel hoch und seid bereit, an eurem Denken zu arbeiten. Interessanterweise erwähnt Petrus erst unser Denken und danach unser Handeln. Er schreibt erst: „Arbeitet an eurem Denken.“ Und danach: „Und jetzt führt ein heiliges Leben, das für Gott ausgesondert ist.“ Zuerst geht es ihm um das Denken: „Lasst euch nicht der Welt gleichmachen; lebt nicht, wie ihr früher gelebt hat. Führt ein abgesondertes Leben.“ Das Wort für „gleichmachen“ kommt auch an anderer Stelle im Neuen Testament vor. In Römer 12,2 steht dasselbe griechische Wort:„Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern lasst euch verwandeln durch die Erneuerung des Denkens.“
„Gleich euch nicht dieser Welt an“ – ihren Prioritäten, Werten, Worten, Taten – „sondern lasst euch verwandeln.“ Das griechische Wort für „verwandeln“ ist „metamorphoō“. Unser Wort „Metamorphose“ ist davon abgeleitet. Hier bedeutet es: „das Innere nach außen dringen lassen“. Ich wurde von Neuem geboren. In meinem Geist ist Gottes Leben wirksam. In der Bibel heißt es: „Gottes Liebe ist ausgegossen in unsere Herzen.“ Gott hat jedem ein gewisses Maß an Glauben geschenkt. In mir ist Gutes. Paulus schreibt: „In meinem Innern freue ich mich am Gesetz Gottes.“ Gott hat mir all diese guten, heiligen, ewigen Dinge in mein Inneres gelegt. Wie kommen sie nach außen? Wie kann das, was Gott in mich hineingelegt hat, die Art und Weise prägen, wie ich meine Frau und meine Kinder liebe, wie ich arbeite, wie ich mit Menschen und mit meinen Feinden umgehe? Wie funktioniert das? Wie führe ich ein verändertes Leben? Durch die Veränderung meiner Gedanken, die Umgestaltung meines Denkens.
Ich will unterstreichen, wie wichtig es ist, wo ihr euch eure geistliche Nahrung holt. Was ihr euch anhört, wirkt sich auf euer Leben aus. Wenn wir unser Denken nicht kontinuierlich verändern lassen, werden die Welt, unsere alte sündige Natur und der Teufel Überstunden machen, damit wir uns ihnen anpassen. Das muss uns klar sein. Wer sich nicht verwandeln lässt, passt sich an. Entweder das eine oder das andere. Petrus schreibt: „Krempelt die Ärmel hoch. Das kostet Arbeit.“ Du brauchst eine Liebesbeziehung zur Bibel. Du musst dir Zeit für Gottes Wort nehmen. Jesus sagt: „Die Worte, die ich euch sage, sind Geist und Leben.“ In ihnen steckt übernatürliche Energie. Ohne intensive Beschäftigung mit Gottes Wort wirst du ein betreuungsintensiver und wirkungsarmer Christ bleiben, der den Geist der Welt statt Jesus widerspiegelt. Gott hat Besseres für dich im Sinn. Im Gebet hat Jesus über seine Jünger gesagt: „Sie sind nicht von der Welt, so wie ich nicht von der Welt bin.“ Wir sind in der Welt, aber nicht von der Welt. Wenn wir in einem Boot im Wasser sind, ist alles in Ordnung – aber wenn Wasser ins Boot kommt, haben wir ein Problem. Ich bin in der Welt, aber nicht von der Welt. Wenn die Welt in mich hineinkommt, habe ich ein Problem. Dann denke ich das Falsche, habe die falschen Werte, die falschen Prioritäten. Psalm 119,9 gibt uns zu bedenken:
„Wie kann ein junger Mensch in seinem Leben rein von Schuld bleiben? Indem er sich an dein Wort hält und es befolgt.“
Übrigens, liebe ältere Menschen: Das gilt nicht nur für die jungen Menschen. Wie kann ein alter Mensch in seinem Leben rein von Schuld bleiben? Indem er Gottes Wort befolgt. Gottes Wort wird uns bei der Veränderung helfen. Die Bibel sagt, wir sollen vor den „Begierden der Jugend“ fliehen. Man muss nicht jung sein, um Begierden der Jugend zu haben. Du musst weder aufgeben noch einknicken. Wir können den Kampf gewinnen. Im selben Psalm heißt es in Vers 11:
„Ich habe dein Wort in meinem Herzen bewahrt, damit ich nicht gegen dich sündige.“
Jesus betete in Johannes 17,17:
„Reinige sie und heilige sie, indem du sie deine Worte der Wahrheit lehrst.“
Und 1. Johannes 2,14:
„Ich habe euch jungen Männern geschrieben, weil ihr stark seid und Gottes Wort im Herzen tragt und weil ihr in eurem Kampf mit dem Satan gesiegt habt.“
Wir haben keine Kraft und können nicht siegen, wenn Gottes Wort nicht in unseren Herzen lebendig ist. Es ist so wichtig, dass du in Gottes Wort eintauchst und sein Wort in dich eintaucht. Das wird dein Leben verändern.
Noch ein kleiner Nebengedanke. Zurück zu 1. Petrus 1,22:„Da ihr eure Seelen durch den Gehorsam gegen die Wahrheit zur ungeheuchelten Bruderliebe gereinigt habt, so liebt einander anhaltend, aus reinem Herzen!“
Petrus schreibt von „gereinigten Seelen“. Auch hier geht es darum, ein heiliges Leben zu führen. Er schreibt über einen heiligen Lebensstil und anhaltende Liebe. Wir brauchen beides: einen heiligen Lebensstil und anhaltende Liebe. Denn Liebe ohne heilige Maßstäbe führt zu einem schlampigen Lebensstil. Ich höre ziemlich oft, dass Christen gefragt werden: „Hey, geht es bei Jesus nicht einfach nur um Liebe? Wenn ihr nicht allem zustimmt, dann liebt ihr nicht alle.“ Aber lieben heißt nicht zuzustimmen oder Sünde gutzuheißen. In 1. Korinther 13 heißt es: „Liebe freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit.“ Jesus begegnete Menschen in ihrer Sündhaftigkeit, aber er bestätigte sie nicht darin. Er ging barmherzig mit ihnen um und sagte: „Geh und sündige nicht mehr.“ Liebe ohne heilige Maßstäbe führt zu einem nachlässigen, sündigen Leben. Auf der anderen Seite führen heilige Maßstäbe ohne Liebe nur zu grausamer Gesetzlichkeit, und die ist tödlich. Wir brauchen Heiligkeit und Liebe. Wir brauchen Wahrheit und Gnade. Wir brauchen beides. Beides gibt‘s übrigens geschenkt. In 1. Petrus 1,23 heißt es:
„Denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, nämlich aus dem lebendigen Wort Gottes, das da bleibt.“
So sind wir in dieses Leben gestartet. Und 1. Petrus 2,2:
„Seid wie neugeborene Kinder, begierig nach der unverfälschten Milch des Wortes – damit ihr durch sie wachset zur Rettung.“
So entwickeln wir uns in diesem Leben weiter. Es beginnt, indem wir durch Gottes Wort von Neuem geboren werden. Wir gehen von Glauben zu Glauben, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wenn wir nach Gottes Wort leben. Also erstens: Wir müssen unser Denken erneuern lassen und unser Herz mit Gottes Wort füttern. Der zweite entscheidende Punkt: Wenn wir vor Gott ein verändertes, heiliges Leben führen wollen, das unseren Glauben widerspiegelt, dann muss Jesus der zentrale Fokus unseres Lebens sein und bleiben. Schauen wir dazu nur einmal die kurzen Verse an, die wir gelesen haben. 1. Petrus 1,13 spricht von Jesus, der wiederkommt. Vers 19 zeigt uns Jesus, der sein kostbares Blut vergossen hat. Vers 20 redet von Jesus, der vorherbestimmt war und Vers 21 von Jesus, der auferweckt und verherrlicht wurde. Dann Kapitel 2,3: Jesus, der gütige Herr. Vers 4: Jesus, der lebendige und kostbare Stein, der von Gott erwählt wurde. Vers 5: Jesus, durch den wir Gott geistliche Opfer darbringen. Vers 6: Jesus, der Eckstein. Vers 7: Jesus, der kostbar für die Glaubenden ist. Vers 8: Jesus, der Stein, über den alle stolpern, die bewusst ungehorsam sind. Vers 19: Jesus, der uns aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat. Schon in diesen paar Versen wird Jesus nicht weniger als 12-mal erwähnt. Und 1. Petrus 2,7-8: „Für euch aber, die ihr glaubt, ist er kostbar.“ So lässt sich erkennen, ob Menschen zu Jesus gehören: Jesus ist ihnen kostbar.
„Für euch nun, die ihr glaubt, ist er kostbar. Für die aber, die nicht glauben, ist er ‚der Stein, den die Bauleute verworfen haben; der ist zum Eckstein geworden‘ und ‚ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Ärgernisses‘. Sie stoßen sich an ihm, weil sie nicht an das Wort glauben, wozu sie auch bestimmt sind.“
Wenn Jesus für dich nicht kostbar ist, wird er dir ein Anstoß sein. Es gibt keinen Mittelweg.
Wenn du zu Jesus gehörst, bist du für Gott wirklich etwas Besonderes und von ihm geliebt. Er hat seinen Heiligen Geist geschickt, damit du von Neuem geboren wirst. Er hat einen Platz für dich im Himmel. Er hat dir ewiges Leben geschenkt. Ja, dadurch bist du etwas ganz Besonderes. Es ist wunderbar, Jesus statt nur Religion in unserem Leben zu haben. Es geht nicht um Liturgien oder religiöses Drumherum. Es geht nicht um Rituale, sondern um eine Beziehung mit Gott. Das ist so etwas Schönes. Im Neuen Testament wird ein Vers aus dem Alten Testament zitiert, in dem Gott sagt: „Ich will mitten unter ihnen sein und mitten unter ihnen leben. Ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.“ Das alles geschieht durch das, was Jesus Christus für uns getan hat. Zum Schluss möchte ich dir noch sagen: Du bist von Gott geliebt. Falls du dich innerlich noch nie für ihn geöffnet hast, dann tu es heute. Jetzt. Du wirst es nie bereuen.
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