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Was ist dein höchstes Ziel im Leben?

Was macht jemanden in Gottes Augen zu einem echten Star? Bayless Conley spricht in dieser Sendung über sieben Merkmale von Menschen, die in Gottes Reich leuchten. Dabei zeigt er, dass wahre Größe aus einer Haltung kommt, die Gott ehrt und das Leben anderer verändert. Wer so lebt, macht Gottes Herz sichtbar und entdeckt, dass echte Bedeutung nicht von Applaus kommt, sondern von einem Leben, das ihm gehört.

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  • Ich freue mich so sehr, dass du dabei bist. Beim letzten Mal haben wir eine Predigt mit dem Titel „Willst du ein Star sein?“ begonnen. Ich lebe hier in Südkalifornien. Das ist mein Hauptmissionsfeld. Hier ist unsere Cottonwood Church. Aber Südkalifornien ist auch für etwas anderes bekannt, nämlich Hollywood. Seit vielen Jahren kommen Tausende von Menschen nach Kalifornien, weil sie entdeckt und ein Star werden wollten – ein Filmstar oder eine Fernsehberühmtheit. Aber die meisten, die aus diesem Grund hierherkommen, werden nie entdeckt. Sie werden nie ein Star. Trotzdem ist diese Erwartung immer noch da. Und seit es die sozialen Medien gibt, ist „Influencer“ einer der begehrtesten Berufe. Menschen wollen bekannt werden. Sie wollen ein Star in den sozialen Medien sein, auch wenn das heisst, immer wieder etwas Gefährliche zu tun. Oder etwas Dummes. Es gibt Videos von Leuten, die sich als Pflanzen verkleiden und andere erschrecken, damit sie viele Likes bekommen und bekannt werden. Menschen wollen Stars sein. Und auch in Gottes Reich gibt es Stars. Das ist eine etwas andere Predigt, aber wir schauen uns verschiedene Merkmale von jemandem an, der in Gottes Reich ein Star ist. Und ich möchte dir auch Mut machen, den ersten Teil anzusehen. Ich fasse ihn hier kurz zusammen, aber es steckt noch viel anderes darin und es lohnt sich, sich das immer wieder anzuhören. Wir haben letztes Mal herausgefunden, dass das erste Merkmal eines Stars in Gottes Reich ist, zwar Teil von etwas Grösserem zu sein, Teil einer grossen Menge, aber dass sich Stars in Gottes Reich bewusst sind, dass Gott sie ganz nah und persönlich mit Namen kennt. Mein Freund, Gott sieht dich und kennt dich. Du bist nicht nur eine Zahl auf einer endlosen Liste. Du bist nicht nur ein Lichtpunkt am Himmel unter zahllosen anderen Sternen. In der Bibel steht, dass Gott die Sterne erschaffen hat. Er kennt ihre Anzahl und er kennt jeden von ihnen mit Namen. Er kennt deinen Namen. Als Zweites haben wir herausgefunden, dass Stars in Gottes Reich wissen, dass ihre wichtigste Aufgabe darin besteht, ihren Schöpfer anzubeten. In Psalm 148 steht, dass die Sonne und die Sterne Gott loben sollen, denn er hat sie geschaffen. Unsere wichtigste Aufgabe ist, unserem Schöpfer Lob, Ehre und Anbetung zu bringen. Und das dritte Merkmal, das wir letztes Mal über Stars in Gottes Reich herausgefunden haben, ist, dass die Stars in seinem Reich dienen. Wir sind zum Dienen berufen. Viele wollen Gott dienen, aber nur in beratender Funktion. Nein, mein Freund. Wir sollen unser Leben hingeben und die gleiche Haltung haben wie Jesus. Er goss sich aus und kam in diese Welt. Er erniedrigte sich und nahm Menschengestalt an. Er war gehorsam bis zum Tod, damit er uns erheben kann. In der Bibel steht, dass Gott die erhöht, die sich erniedrigen. Aber wer sich selbst erhöht, den wird Gott erniedrigen. Stars in Gottes Reich wissen, dass sie zum Dienen berufen sind. Kommen wir zum vierten Merkmal. Und hier betreten wir neues Gebiet. Die Stars in Gottes Reich sind Kämpfer. Sie sitzen nicht untätig am Rand. Sie sind keine Sofafussballer, wie man manchmal so sagt. Sie beteiligen sich aktiv am Kampf gegen Gottes Feinde. Sie sind nicht passiv. Und sie bleiben nicht neutral. In Richter 5 finden wir das Lied von Debora. Debora war eine Richterin in Israel. Sie war eine Prophetin. Sie war die oberste politische und religiöse Persönlichkeit ihrer Zeit. Der Name ihres Mannes war Lapidot, was irgendetwas mit Kerzenherstellung zu tun hat. Er stand ein Stück weit im Hintergrund und Debora war diejenige an der Front. Durch sie ermutigte Gott einen der Anführer Israels und er kämpfte nur gegen einen Feind, wenn Debora dabei war. Zusammen erzielten sie einen grossen Sieg gegen Sisera, den Befehlshaber über das kanaanäische Heer, das Gottes Volk kämpfte. Ich möchte Richter 5,19-20 lesen. Da heisst es: „Könige kamen und kämpften, die Könige von Kanaan kämpften in Taanach bei den Quellen von Megiddo, doch sie trugen kein Silber vom Schlachtfeld. Die Sterne kämpften vom Himmel aus. Sie kämpften auf ihrer Bahn gegen Sisera.”

     

    Sehr interessant. Die Sterne kämpften auf ihrer Bahn gegen Sisera. Vielleicht ist damit ein plötzlicher Sturm gemeint, der zur Niederlage von Siseras Heer beigetragen hat. Auf jeden Fall hat sich der Himmel gemeinsam gegen diesen feindlichen Heerführer gestellt. Wenn du ein Star in Gottes Reich sein willst, dann musst du kämpfen, wenn die Zeit dafür da ist. Du darfst dem Kampf nicht aus dem Weg gehen. Der Apostel Paulus schreibt in 1. Timotheus 6,12: „Kämpfe den guten Kampf des Glaubens.“

    In der obigen Geschichte war Israel besetzt. Sie wurden zwanzig Jahre lang von den Kanaanitern beherrscht. Sisera, der Heerführer der Kanaaniter, war ein Bild für den Teufel. Er hielt Gottes Volk gefangen und hielt sie von ihrem rechtmässigen Erbe fern. Nachdem er vom Schlachtfeld geflohen war, ging Sisera in das Zelt einer Frau. Sie gab ihm Ziegenmilch zu trinken. Und er war erschöpft. Er legte sich hin und fiel in einen tiefen Schlaf. Und sie trieb einen Zeltpflock durch seine Schläfe. Sisera starb durch einen Nagel in seinem Kopf. Der Satan wurde durch die Nägel in den Händen und Füssen unseres Retters besiegt. Es ist unsere Aufgabe, standzuhalten, gegen den Teufel Widerstand zu leisten und uns auf Gottes Zusagen zu berufen. In einem alten Gedicht heisst es: „Der Herr wacht über seinem Wort und sein Wort wird er tun. Auf diesem Worte ruht mein Herz mitten in jedem Sturm.“ Kämpfen wir den guten Kampf des Glaubens. Und in Verbindung damit steht, dass es im Leben eines Christen klar definierte Grenzen von Richtig und Falsch geben muss. Es gibt Gutes und es gibt Böses. Und als Nachfolger von Jesus musst du bereit sein, für das aufzustehen, das richtig ist. Wenn du Angst davor hast, jemanden zu verärgern oder Staub aufzuwirbeln und deswegen gar nichts sagst, tust oder bist, wozu ist dein Christsein dann nütze? Jesus sagt: „Wenn sie mich verfolgen, werden sie auch euch verfolgen.“ Der Apostel Paulus sagte: „Wenn ich die Beschneidung predigen und einfach bestätigen würde, was alle sagen – nämlich, dass ihr das Gesetz halten müsst – dann hätte das Kreuz keine Bedeutung. Dann würde ich nicht verfolgt werden. Aber ich predige die Wahrheit, und deswegen werde ich verfolgt.“ Manche werden dir vorwerfen, du seist engstirnig und stur. Aber hör zu, lieber Freund. Es gibt absolute Grenzen und Wahrheiten. Es gibt Falsch und Richtig. Jesus sagt: „Schmal ist der Pfad, der zum Leben führt, und nur wenige finden ihn.“ Ja, ich bin engstirnig. Jesus ist der einzige Weg. Gottes Wort hat für mich die oberste Autorität in Bezug auf Gewissen und Lebensweise. Und wenn du Jesus nachfolgst, sollte das für dich auch gelten. Manche haben so grosse Angst davor, nicht politisch korrekt zu sein, dass sie eher einem menschlichen Chamäleon gleichen als einem echten Nachfolger von Jesus. In ihrem Wesen steckt keine echte Substanz, kein echter Charakter, keine echte Faser, denn je nachdem, in welcher Gruppe sie sich gerade befinden, ändern sie sich komplett, um nur keinen zu verärgern. Aber wenn du für Gott ein Star sein willst, darfst du keine Angst davor haben, recht zu haben und für das einzustehen, das richtig ist, auch wenn du dich damit unbeliebt machst und Menschen dich ausschliessen oder versuchen, dich mundtot zu machen. Ja, sogar, wenn es dich das Leben kostet. In der Bibel steht: „Sie haben den Teufel überwunden durch das Blut des Lammes und das Wort ihres Zeugnisses, und sie haben ihr Leben nicht geliebt bis hin zum Tod.“ Mit anderen Worten: Das Evangelium war es ihnen wert, dafür zu sterben. Mein Freund, Sterben ist unser Gewinn. Der Apostel Paulus sagt: „Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn.“ Es ist besser, ein Märtyrer für Jesus zu sein und im Himmel den Lohn zu empfangen, als auf dieser Erde ein Feigling zu sein und nicht für das einzustehen, was richtig ist und was Jesus bedeutet. Echte Stars in Gottes Reich sind bereit, sich unbeliebt zu machen, ausgeschlossen zu werden und um der Wahrheit willen verfolgt zu werden. Es gibt bei uns Leute – und ich weiss, dass diese Sendung auf der ganzen Welt zu sehen sein wird, aber ich glaube, Politik ist überall ziemlich ähnlich – es gibt Politiker, die für ein Amt kandidieren und sagen: „Ich werde dies tun. Ich werde für jenes stehen.“ Aber sobald sie im Amt sind, werfen sie ihre ganzen Werte über Bord. Es gab schon Leute, die ich oder meine Freunde gewählt haben, weil sie sagten: „Eine Ehe gibt es nur zwischen Mann und Frau, und ich glaube an diese und jene biblischen Prinzipien.“ Aber sobald sie gewählt waren, machten sie eine Kehrtwende und verfolgten eine Politik und unterstützten Gesetze, in denen genau das Gegenteil von dem passierte, was sie im Wahlkampf versprochen hatten. Für manche sind sie vielleicht Stars, aber sie sind keine Stars in Gottes Reich. Es braucht Mut, um für das einzustehen, das richtig ist und sich dem entgegenzustellen, das falsch ist. Aber wenn wir das tun, gibt es immer einen, der zu uns steht. Und das ist der Herr Jesus Christus. Der Apostel Paulus sagt: „Bei meiner ersten Verhandlung hat mir keiner beigestanden, aber es soll ihnen nicht angerechnet werden. Doch der Herr hat mir beigestanden.“ Freund, auch wenn keiner zu dir steht, Jesus ist an deiner Seite. Und er ist genug. Ich habe einmal die Geschichte von Hugh Latimer gelesen. Er war erst Katholik und gegen die Reformation. Aber Gott erreichte ihn und Latimer verstand die Wahrheit der Rettung durch Gnade und allein durch Glauben, ohne die Werke des Gesetzes. Und er wurde ein grosser Prediger der Rettung. Er wurde gerufen, um vor Henry VIII. zu predigen, und er hielt vor dem König eine kühne Predigt über Rettung und Busse. Danach sagte man ihm, dass der König schwer beleidigt war und er besser eine andere Tonart anschlagen solle. Einige Wochen später wurde Latimer wieder gerufen, um vor dem König zu predigen. Man warnte ihn: „Mach es lieber richtig. Das letzte Mal hast du den König beleidigt.“ Und Latimer fing seine Predigt so an: „Ich weiss, dass ich vor einem König stehe, der mir das Leben nehmen kann. Aber ich weiss auch, dass ich vor einem stehe, der grösser ist als dieser irdische König. Und der kann meine Seele in die Hölle werfen.“ Danach hielt er genau die gleiche Predigt, die er das letzte Mal vor dem König gehalten hatte, aber dieses Mal noch unerschrockener. Mein Freund, die Welt ist solcher Menschen nicht würdig. Wir sollen bereit sein, für das einzustehen, was richtig ist. Wir sollen für die Gerechtigkeit kämpfen, widerstehen, den guten Kampf des Glaubens kämpfen und klar definierte Grenzen von Gut und Böse und Falsch und Richtig haben. Machen wir weiter. Meine Zeit ist begrenzt. Punkt Fünf. Das fünfte Merkmal von Stars in Gottes Reich ist, dass sie seine Botschaft verbreiten. Ich möchte Offenbarung 1,16 lesen und dann Vers 20. Hier geht es um Jesus, und da heisst es: „Er hielt sieben Sterne in seiner rechten Hand, und aus seinem Mund kam ein scharfes zweischneidiges Schwert. Und sein Gesicht strahlte wie die Sonne in ihrer ganzen Pracht.“

    Vers 20: „Das ist die Bedeutung der sieben Sterne, die du in meiner rechten Hand gesehen hast, und der sieben goldenen Leuchter: Die sieben Sterne sind die Engel der sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter sind die sieben Gemeinden selbst.“

    Wir haben hier sieben Sterne, die der Herr in seiner rechten Hand hält. Und er sagt: „Das ist die Bedeutung: Die sieben Sterne sind die Engel dieser Gemeinden.“ Das Wort bei „Engel“ ist einfach das griechische Wort für „Bote“. Wenn dieses Wort im Griechischen vorkommt, sind damit meistens Engel gemeint. Aber nicht immer. In den Evangelien wird es für Johannes den Täufer verwendet. Dort steht in Markus 1,2: „Im Buch des Propheten Jesaja steht: Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her. Er wird dir den Weg bereiten.“

    Johannes war also ein Bote, der eine Botschaft brachte. Es ist das gleiche Wort wie für „Engel“. Aber er war kein richtiger Engel vom Himmel. Er war ein Mensch. Und doch wird das Wort für Johannes verwendet. Es wird auch für die Jünger benutzt, die Jesus vor sich hersandte, um alles vorzubereiten. Das steht in Lukas 9,52. Mit den Engeln hier in Offenbarung 1,16 und 20 sind also sehr wahrscheinlich die Pastoren dieser Gemeinden gemeint und nicht Engel in dem Sinne, wie wir es verstehen. Wie gesagt: Das griechische Wort heisst „Bote“ und beschreibt sowohl menschliche als auch himmlische Boten. Ganz allgemein ist ein Bote jeder mit einer Botschaft. Stars in Gottes Reich haben für die Welt eine Botschaft der Errettung. Gottes Kindern bringen sie die Botschaft von Trost und Hoffnung. Und sie können erwarten, von seiner Hand geführt zu werden. Siehst du, wo die sieben Sterne sind? Jesus sagt: „Sie sind in meiner Hand.“ Wenn du dich dazu verpflichtet hast, ein Bote des Herrn Jesus Christus zu sein, wird er dich führen. Ob das auf dem Markt ist, in der Kirche, in der Schule, auf dem Sportfeld oder auf dem Platz, wo du spielst – ganz gleich: Gott wird dich so führen, dass du die Botschaft der Rettung und die Botschaft seiner Liebe weitergeben kannst. Und vor allem sollen wir diese Botschaft den Leuten in der Welt bringen, die verloren sind. Jesus wurde nicht am Altar einer Kirche zwischen zwei Kerzen gekreuzigt. Er wurde draussen auf den Neben- und Hauptstrassen der Menschheit gekreuzigt. Wir sind dazu berufen, in die ganze Welt hinauszugehen und zu predigen und der ganzen Schöpfung das Evangelium zu bringen. Mach einfach den Mund auf. Gott gebraucht Torheit, um die Weisen zu beschämen. Du musst nicht besonders redegewandt sein. Du musst nicht ganze Kapitel der Bibel auswendig aufsagen können. Erzähl einfach, was Jesus für dich getan hat. Und das bringt uns zum nächsten Merkmal von Stars in Gottes Reich. Stars führen Menschen zu Christus. Das ist das sechste Merkmal. Die weisen Männer aus dem Osten folgten dem Stern. Er führte sie schliesslich dorthin, wo das Kind war und blieb dort stehen. Er brachte sie zu Jesus. Auch wir sollen Wegweiser sein, die zu Jesus führen. Ein Zeichen sagt nicht: „Schau mich an.“ Es sagt: „Schau dorthin.“ Unser Leben soll ein Wegweiser sein, der auf Jesus hinweist. Möchtest du ein Leben mit Bedeutung führen? Nun, in „Bedeutung“ oder „bedeutsam“ steckt das Wort „deuten“. Ein bedeutsames Leben ist ein Leben, das auf Jesus hindeutet. Und es kommt dabei nicht darauf an, wozu du berufen bist. Vielleicht bist du Geschäftsmann und Gott hat dich zum Verwalter von Millionen gemacht. Vielleicht hast du Hunderte oder sogar Tausende Angestellte und dir stehen Millionen Dollar zur Verfügung. Das ist wunderbar. Aber wenn dein Leben wahre Bedeutung haben soll, deine Arbeit und dein Vermögen ein Wegweiser sein. Dein Vermögen macht dich nicht bedeutsam. Deine Leistungen machen dich nicht bedeutsam. Vielleicht tun sie das in den Augen der Menschen, aber nicht in den Augen des Himmels. In den Augen des Himmels bist du bedeutsam, wenn du deine Gaben und Ressourcen nutzt. Wenn du deine Stimme, deine Persönlichkeit nutzt. Wenn du nutzt, wer du bist und was du hast, um Menschen auf Jesus hinzuweisen. Wie gesagt: Stars in Gottes Reich sagen nicht: „Schau mich an“, sondern: „Schau auf Jesus“. In Daniel 12,3 steht: „Die Klugen werden so hell strahlen wie die Sonne und diejenigen, die andere auf den Weg der Gerechtigkeit geführt haben, werden für alle Ewigkeit funkeln wie die Sterne.“

    Mit unseren Worten, unserem Leben und unserer Haltung sollen wir Menschen, die im Meer des Lebens treiben, helfen, Kurs auf Gott zu nehmen. Ich möchte dir etwas aus dem Buch Judas vorlesen. Es gibt da nur ein Kapitel. Und es geht um Betrüger, die in die Kirche gekommen sind. In Judas 1,12 steht: „Sie sind Schandflecken bei euren Liebesmahlen …“

    Bei dem Wort „Schandflecken“ steht hier „spilos“. Es bedeutet wörtlich „unterirdische Riffe, die man nicht sehen kann“, Riffe, auf denen Schiffe auflaufen können. Hier haben Menschen die Kirche unterwandert, die wie unterirdische Riffe bei euren Liebesmahlen sind. Sie kommen, wenn ihr Gemeinschaft miteinander habt und miteinander esst. Und in Judas 1,12 steht: „… prassen mit euch ohne Scheu; sie weiden sich selbst; sie sind Wolken ohne Wasser, vom Wind umhergetrieben …“

    Sie sind Wolken. Sie versprechen Erfrischung, aber bringen keine. „Vom Wind umhergetrieben.“ Im Neuen Testament ist vom „Wind der Lehre“ die Rede, wörtlich: die Lehre der Dämonen. Sie werden von bösen Geistern angetrieben. Sie werden von bösen Geistern beeinflusst. Das bedeutet diese Metapher. In Judas 1,12 steht, sie sind „… kahle, unfruchtbare Bäume, zweimal abgestorben und entwurzelt.“

    Nur ein kleiner Gedanke: „Wie stürmische Wellen …“ Das ist Vers 13. In Vers 12 steht: „Sie sind kahle, unfruchtbare Bäume, zweimal abgestorben und entwurzelt.“ In der King-James-Version heisst es: „Sie sind Bäume, deren Frucht verdorrt.“ Sie bringen keine Frucht. Sie sind zweimal abgestorben und entwurzelt. Das ist eine Entwicklung. Sie haben Frucht getragen, aber die ist verdorrt. Dann tragen sie keine Frucht mehr. Und dann sind sie zweimal gestorben. Man kann nicht zweimal sterben, wenn man nicht zweimal lebendig war. Sie waren also tot in Übertretungen und Sünden und sind zu Jesus gekommen, wurden wiedergeboren und lebendig. Doch aus irgendeinem Grund sind sie wieder davon abgefallen. Und das ist immer ein Prozess. In der Bibel wird gesagt, dass sich das Gewissen verhärtet. Sünde verspricht immer, uns zu dienen und uns glücklich zu machen. Aber am Ende nimmt sie gefangen und beherrscht. Wer diesen Weg geht, stellt bald fest, dass er sich immer weiter von Gott entfernt. Und dann kommt er an den Punkt, dass er es gar nicht mehr anders will. Er will nicht mehr zur Gemeinde oder Gottes Familie gehören. Aber wenn deine guten Werke dich nicht hineinbringen können, werden dich auch keine bösen Taten hinausbringen. Um hineinzukommen, war eine Entscheidung aufgrund von Glauben nötig. Und mit einer Entscheidung verlässt man sie auch wieder. Ich weiss nicht, wann dieser Punkt im Leben eines Menschen kommt. Ich denke, dass es sehr schwer ist, überhaupt zu diesem Punkt zu kommen. Aber hier haben wir solche Leute. Und diese Leute haben die Gemeinde unterwandert. Sie versuchen, Menschen in die Irre zu führen. Sie haben einmal Frucht gebracht, aber diese Frucht ist verdorrt. Ohne Frucht und zweimal tot. Sie waren tot in Übertretungen und Sünden, sind lebendig geworden, aber haben dann beschlossen: „Ich will wieder raus.“ Hier steht, sie sind entwurzelt. Und „zweimal abgestorben“ ist im Griechischen etwas, das man sich selbst antut. „Entwurzelt“ ist etwas, das mit einem gemacht wird. Das hat Gott mit ihnen gemacht. Wenn jemand die Macht der zukünftigen Welt und die Gnade Gottes kennengelernt hat, aber dann trotzdem durch seine Entscheidungen und ein verhärtetes Gewissen an den Punkt kommt, dass er sagt: „Ich will hier raus“, dann wird Gott ihn nicht zwingen, die Ewigkeit mit ihm zu verbringen. Lesen wir weiter. In Judas 1,13 steht über sie: „wilde Wellen des Meeres, die ihre eigene Schande ausschäumen, umherirrende Sterne, für die dunkelste Finsternis aufbewahrt ist in Ewigkeit.“

    Hier steht, sie sind umherirrende Sterne. In der Antike orientierten sich Reisende an den Sternen. Sie planten ihre Routen über das Meer und zu Land anhand der Sterne. Aber hier ist von umherirrenden Sternen die Rede, die andere in die Irre führen und schliesslich in der dunkelsten Finsternis landen. Genau das versuchen diese Menschen zu tun. Sie sind selbst in der Finsternis. Und sie wollen auch andere in die Finsternis führen. Als Nachfolger von Jesus und Stars in seinem Reich sollte unser Leben standfest sein. Wir sollen ein stetiges Zeugnis für unseren Retter sein. Und damit meine ich keine sündlose Perfektion. Aber ob wir gerade gute Zeiten erleben oder eine Zeit der Anfechtung und Schwierigkeiten in unserem Leben durchmachen – unser Leben soll immer auf Jesus hinweisen. Selbst wenn wir sagen: „Ich habe Mist gebaut, aber ich komme in Demut und fürchte mich nicht davor, es zuzugeben. Ich brauche Gottes Barmherzigkeit“, kann das Menschen auf Jesus hinweisen. Ob es dir gefällt oder nicht: Manche werden sich auf ihrer Suche nach Gott an dir orientieren. Sei ein fester Stern. Und nun noch ein letzter Gedanke. Stars in Gottes Reich wissen, dass es nur einen Superstar gibt, und sein Name ist Jesus. In Offenbarung 22,16 steht: „Ich, Jesus, habe meinen Engel geschickt, um euch diese Botschaft für die Gemeinden zu bezeugen. Ich bin der Ursprung Davids und zugleich sein Nachkomme. Ich bin der glänzende Morgenstern.“

    Es gibt nur einen Superstar, der uns alle überstrahlt. Und sein Name ist Jesus. In Offenbarung 22,17 steht: „Der Geist und die Braut sagen: Komm! Und wer sie hört, soll sagen: Komm! Wer durstig ist, der komme. Wer will, soll kommen und umsonst vom Wasser des Lebens trinken!“

    Verspürst du einen solchen Hunger und Durst? Vielleicht hast du das, wonach du suchst, nie in zwischenmenschlichen Beziehungen gefunden. Du hast viele Freundinnen gehabt. Du hast viele Freunde gehabt. Vielleicht hast du einige Ehemänner oder Ehefrauen gehabt. Aber du bist immer leer geblieben. Du hast gedacht, dass dich dieser Eine glücklich machen wird, aber du bist nicht glücklich. Du hast viel Geld verdient, aber du bist nicht glücklich. Vielleicht betreibst du Extremsport. Aber du bist nicht glücklich. Vielleicht bis du in viele Länder gereist. Aber trotzdem fehlt dir etwas. Ich sage dir: Jesus ist die Antwort. Du bist dazu geschaffen, mit Gott unterwegs und im Gespräch zu sein. Die Sünde steht zwischen uns und Gott. Er ist heilig. Wir sind sündig. Wir können nicht zu ihm kommen. Darum hat er seinen Sohn gesandt, um für unsere Sünden zu sterben und dieses Hindernis aus dem Weg zu räumen. Wenn du umkehrst und zu ihm kommst, kannst du durch seinen Sohn Jesus Christus eine Beziehung zu Gott haben. Bete. Bitte ihn, in dein Herz zu kommen. Am besten jetzt gleich.

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