Gott hat noch was vor mit dir – Philipperbrief
Welche Entscheidung oder konkrete Aufgabe ist für dich gerade dran? Du kannst sicher sein: Gott hat noch etwas mit dir vor. In dieser Predigt zum Philipperbrief erinnert dich Bayless Conley daran, dass es beim Vorangehen nicht um Perfektion geht, sondern um die richtige Richtung. Entdecke, was Gott dir als Nächstes zeigt – und wie du mit neuem Vertrauen weitergehst.
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Herzlich willkommen! Wir sind im Philipperbrief unterwegs – und der hat es in sich. Ich weiß nicht, ob du die bisherigen Sendungen dazu geschaut hast. Wir gehen gerade den ganzen Brief Vers für Vers durch und beschäftigen uns heute mit dem dritten Kapitel. Ich will noch ein wenig zu den Versen dort ergänzen.
Paulus schreibt im dritten Kapitel darüber, Jesus ähnlicher zu werden. Das wünschen wir uns als Christen. Wir wollen mehr und mehr wie Jesus werden. Wir wollen ihm in unseren Gedanken und in den inneren Regungen unseres Herzens immer ähnlicher werden, in den Bereichen, die nur wir selbst und Gott kennen. Wir wollen in unserem Reden wie Jesus werden. Wie reden wir, wenn wir unter Druck geraten, wenn wir uns freuen, wenn wir mit Freunden zusammen sind und wenn wir Feinden gegenüberstehen? Unsere Worte sollen immer mehr nach Jesus klingen – der übrigens immer das Wort Gottes aussprach. Er hatte die Heiligen Schriften jederzeit auf den Lippen.
Wir wollen Jesus ähnlicher werden – in dem, was wir tun, auch bei unserer Arbeit. Ich arbeite so, als würde ich alles direkt für Jesus tun. Ich bin aus vollem Herzen bei der Sache. Ich bin mit meinen Arbeitskollegen, meinem Chef, meinem Nachbarn und meiner Familie im Gespräch. Ich gehe mit Menschen um. Mein Handeln soll sich am Vorbild von Jesus orientieren.
Ich lese Philipper 3,11, wie es in der Classic Amplified Bible übersetzt wird. Das bringt meiner Meinung nach am vollständigsten zum Ausdruck, was Paulus im Griechischen formuliert. Unter Theologen wurde schon viel diskutiert, was Paulus damit meint, wenn er schreibt: „um irgendwie auch zur Auferstehung aus den Toten heraus zu gelangen.“ Es ist die einzige Stelle im Neuen Testament, an der dieser Ausdruck vorkommt. Es geht dabei nicht um die körperliche Auferstehung der Christen, wenn Jesus wiederkommt. Das meint Paulus hier nicht. Im Griechischen steht hier: „die Heraus-Auferstehung aus den Toten“. Die Amplified Bible formuliert Vers 11 so:
„Damit ich, wenn möglich, zu der [geistlichen und moralischen] Auferstehung gelange, [die mich schon in diesem Leben] aus den Toten [herausholt].“
Er spricht hier also nicht über eine zukünftige Auferstehung, sondern scheint vielmehr eine bestimmte Stufe an Reinheit, Kraft und Heiligung in Gott zu meinen, die wir in diesem Leben erreichen können. Aber das geschieht nicht durch unser Tun, sondern dadurch, dass wir Jesus nahe sind. Die nächsten Worte von Paulus werden dir vielleicht Mut machen. Er sagt in Vers 12:
„Ich will nicht behaupten, das Ziel schon erreicht zu haben oder schon vollkommen zu sein; doch ich strebe danach, das alles zu ergreifen, nachdem auch Christus von mir Besitz ergriffen hat.“
Paulus spricht über diese Ebene an Reinheit, Kraft und Heiligung in Gott. Er sagt: „Ich habe es noch nicht erreicht, aber ich arbeite darauf hin. Es gibt noch Raum zum Wachsen.“ Er schreibt nicht als jemand, der es schon geschafft hat und von oben herab auf all die unreifen, weltlichen Christen blickt und sie zurechtweist, weil ihnen noch Glaube oder Frömmigkeit fehlen. Er sagt: „Wir sind alle unterwegs. Wir leben von Glauben zu Glauben, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit.“
Mir gefällt, was mal jemand gesagt hat: „Es geht nicht darum vollkommen zu sein, sondern vorwärtszugehen.“ Wir alle wachsen in der Gnade. Eines Tages bekommen wir einen unsterblichen Körper, der seinem unsterblichen Körper gleicht. Wir treten in die Ewigkeit ein, stehen ihm gegenüber und erkennen ihn. In 1. Johannes heißt es: „Wir werden wie er sein.“
Ich bin ein geistliches Wesen. Als ich mich Jesus zugewandt habe, wurde mein Geist geheilt und vollkommen gemacht. Allerdings muss ich mit meiner Seele, meinem Verstand, meinem Willen und meinen Gefühlen noch aufholen. Jakobus schreibt: „Nehmt die Botschaft demütig an, denn sie hat die Kraft, eure Seelen zu retten.“ Und das schreibt er an Christen. Die Seele ist also erst noch dabei, gerettet zu werden. In Römer 12 geht es darum, unser Denken erneuern zu lassen. Beim Bibellesen lernen wir, wie Gott zu denken, denn es sind Gottes Gedanken. Er hat sie aufschreiben lassen, damit wir sie erfahren. Damit wir wissen, was er über Ehe, über Erziehung, über Geld oder über unser persönliches, privates Leben denkt, von dem niemand etwas weiß.
Wir erneuern unser Denken. Der Schatz steckt in irdenen Gefäßen. Eines Tages bekommen wir einen neuen Körper. Aber bis dahin, schreibt Paulus, „bezwinge ich meinen Körper, damit er mir gehorcht.“ Mein Körper drängt in die andere Richtung, weil in ihm die sündige Natur steckt. Aber wenn du dich mit Gottes Wort beschäftigst, wenn du dein Denken verändern und erneuern lässt, wenn dein Verstand deinem Geist zustimmt, der nach dem Ebenbild Gottes neu geschaffen worden ist – dann können sich dein Geist und deine Seele gegen deinen Körper verbünden und deinem Körper sagen, was er tun soll. Dann musst du dich nicht mehr von deinen Begierden dirigieren lassen wie eine Marionette. Dann kannst du deinen Körper lenken und ein geheiligtes Leben führen.
Es geht also darum vorwärtszugehen. Ich lebe von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, von Glauben zu Glauben. Und selbst der große Apostel Paulus schreibt: „Ich habe es noch nicht erreicht. Ich bin noch nicht angekommen. Aber ich will davon Besitz ergreifen, wie er von mir Besitz ergriffen hat.“ Im Grunde heißt das nachzufragen und so lange zu warten, bis Gott uns die Antwort gibt. „Herr, was soll ich tun? Was soll ich in dieser Lebensphase machen? Mein Leben gehört nicht mir. Ich gehöre dir. Ich bin ein Sklave von Jesus.“
Das griechische Wort für „Sklave“, das im Neuen Testament verwendet wird, bedeutet wörtlich: „jemand, dessen Wille vom Willen eines anderen verschluckt worden ist“. Und das ist es, was wir als Christen sagen: „Herr, was ist dein Wille, dein Plan für mein Leben? Was soll ich gerade tun? Dieser Wunsch, nach Lateinamerika in die Mission zu gehen – kommt der von dir, Herr? Soll ich das machen? Soll ich alles, was ich tue, auf Eis legen, dorthin ziehen, einer Missionsgesellschaft beitreten und eine Zeitlang oder auch für den Rest meines Lebens in der Mission arbeiten?“
Gott zeigt es dir. Jakobus schreibt: „Wenn dir Weisheit fehlt, bitte Gott, und er wird sie dir geben.“ Oder soll ich meinen Geschäftssinn nutzen, Geld verdienen und Gottes Reich, Missionsgesellschaften und die Vision meiner Gemeinde finanziell unterstützen? Vielleicht ist das gerade Gottes Plan für dich. Finde heraus, warum er dich ergriffen hat. Ja, er hat dich zu seinem Eigentum gemacht, weil er dich liebt. Er wollte, dass du gerettet und Teil seiner Familie wirst. Aber er hat dich auch zu seinem Eigentum gemacht, weil du eine Aufgabe hast.
Vielleicht denkst du: „Ich bin nur Mutter. Ich habe kleine Kinder zu Hause. Ich habe alle Hände voll zu tun. Wie sollte ich Missionarin werden?“ Ja, vielleicht ist Gottes Plan für dich gerade, dich in deine Kinder zu investieren, ihnen die Bibel nahezubringen, ihnen beizubringen, wie man betet und gelassen zu bleiben, wenn alles schiefgeht. Vielleicht sollst du ihnen einfach ein Vorbild als Christin sein. Viele lieben und dienen Jesus, weil ihre Mutter es ihnen vorgelebt hat. Das ist nicht unwichtig.
Vielleicht sollst du gerade auch nur deinen Mann lieben und deiner Gemeinde dienen. Vielleicht ist das gerade deine Aufgabe. Vielleicht bist du Lehrer an einer öffentlichen Schule und sollst deinen Einfluss auf diese Kinder für Gottes Reich nutzen, wo du kannst. Mein Rat an dich ist: Wenn Gott dir etwas sagt, tu es. Paulus sagt: „Ich habe es noch nicht erreicht. Ich bin noch nicht da.“ In Philipper 3,13 schreibt er:
„Nein, ich bilde mir nicht ein, es schon geschafft zu haben, Geschwister; aber eins steht fest: Ich vergesse das Vergangene und schaue auf das, was vor mir liegt.“
Er sagt: „Ich tue zwei Dinge. Ich vergesse die Vergangenheit und schaue auf das, was vor mir liegt.“ Man kann leicht in der Vergangenheit steckenbleiben. Manche hängen in ihren früheren Fehlern fest. Sie können Verletzungen oder Versagen einfach nicht vergessen. Sie klammern sich an die Vergangenheit und können nicht in die Zukunft blicken, weil sie immer in den Rückspiegel schauen.
Vielleicht musst du vergessen und vergeben, wo dir Unrecht getan worden ist. Vielleicht auch, wo du versagt hast. Wenn Paulus sagt: „Ich vergesse die Vergangenheit“, dann glaube ich, dass damit auch Erfolge gemeint sind. Denn man kann nicht von alten Erfolgen leben. Ich kann nicht vom Manna von gestern leben. Die Israeliten mussten jeden Tag hinausgehen und frisches sammeln. Vielleicht hast du schon große Siege errungen. Es ist gut, sich daran zu erinnern, was Gott getan hat. Aber das stillt nicht bis morgen deinen Hunger. Es hilft, aber du musst weitergehen und weiter wachsen.
Paulus sagt: „Ich blicke nach vorn. Ich laufe auf das Ziel zu, den Preis.“ Das Ziel ist natürlich der Himmel. Es ist der himmlische Lohn und die Gegenwart Gottes. Gott hat zu Abraham gesagt: „Ich bin dein Lohn. Ich bin, was du brauchst. Ich bin dein sehr großer Lohn.“ Gott sei Dank für den Himmel, der auf uns wartet. Gott sein Dank für die Herrlichkeit, die auf uns wartet. Gott sei Dank für jeden Lohn, der auf den wartet, der treu bleibt. Aber unser größter Lohn ist Jesus selbst.
Stell dir vor, wie du eines Tages in seine Augen blickst, die voller Liebe sind, in das Gesicht deines Retters. Das ist das Ziel. Paulus sagt: „Ich laufe mit aller Kraft darauf zu.“ Dahinter steht im Griechischen der Gedanke: Ich laufe innerhalb der Linien. Es gibt eine Laufbahn, die für dich bestimmt ist.
Vor vielen Jahren waren wir mit einer Gruppe Pastoren aus unserer Gemeinde in einem großen, schönen Ferienhaus in der Wüste bei Palm Springs. Es gehörte einer Organisation, die es zu einem ermäßigten Preis an Gemeinden und Pastoren vermietete, die Erholung brauchten. Wir mieteten es für drei Tage, glaube ich. Wir waren vielleicht zu fünft oder zu sechst und hatten einfach Spaß, genossen die Gemeinschaft und aßen zusammen. Es war eine schöne Zeit. Wir konnten Beziehungen pflegen und unsere Batterien wieder aufladen.
Eines Abends gingen wir in die Stadt. Als wir auf dem Rückweg noch etwa zwei Straßen vom Haus entfernt waren, sagte ich zu einem Kollegen: „Wer zuerst zu Hause ist.“ Er meinte: „Echt?“ Ich sagte: „Ja, auf drei. Eins, zwei, drei, los.“ Wir rannten los und er war viel schneller als ich. Ich hätte keine Chance gegen ihn gehabt – wäre er nicht falsch abgebogen und die falsche Straße entlang gerast. Ich hielt an und musste so lachen, dass ich kaum wieder zu Atem kam. Tja, er war nicht der Sieger, denn er lief die falsche Straße entlang.
Paulus schreibt: „Ich bemühe mich, auf meiner Bahn zu laufen.“ Und das führt zurück zu: „Herr, was soll ich gerade tun? Ich will ergreifen, wofür Jesus mich ergriffen hat. Welches Rennen soll ich gerade laufen?“ Finde es heraus und bring darin gute Frucht. Wirf anderen nicht vor, wenn sie nicht so dienen wie du. Als Pastor rede ich ja immer wieder mit Menschen.
Pastoren kennen das: Manchmal kommen Menschen mit einer Vision. „Pastor, du musst das und das unbedingt tun!“ Gerade vor Kurzem kamen Leute, die ich nicht kannte. Ich glaube nicht, dass sie sonst in unsere Gemeinde kommen. Aber sie hatten die Vision für eine Aufgabe. Es war etwas Gutes und Biblisches. Sie fragten: „Willst du das tun?“ Ich antwortete: „Wir haben gerade schon ziemlich viele Eisen im Feuer und sind gut mit dem ausgelastet, was Gott uns aufgetragen hat. Deshalb, nein, ich möchte das nicht machen.“
Sie waren enttäuscht, aber ich glaube, sie selbst haben dann auch nichts unternommen. Als Pastoren erleben wir immer wieder, dass Menschen wollen, dass wir umsetzen, was Gott ihnen aufgetragen hat. Manchmal passt das zu dem, wozu Gott uns gerade berufen hat. Aber wenn Gott dir etwas sagt, dann tu du etwas. Und wenn es eine Gebetsgruppe ist, die du startest und die dafür betet. Oder wenn du anfängst, Geld dafür zu sammeln. Tu etwas.
Und noch etwas beobachte ich als Pastor. Manche kommen zu uns und haben vielleicht ein Herz für Pflegekinder. Oder für die Missionsarbeit innerhalb einer bestimmten Gruppe oder in einer bestimmten Region. Oder für die Arbeit unter Prostituierten und dafür, Frauen und auch Männern im Rotlichtmilieu das Evangelium zu bringen. Oder Lebensmittel in ärmeren Vierteln zu verteilen. Oder ganz viel anderes.
Manchmal stelle ich fest, dass die Leute, die ein solches Anliegen haben, andere dafür kritisieren, dass sie nicht sofort auf den Zug aufspringen und sich in die Aufgabe hineinstürzen. Sie sagen: „Die engagieren sich gar nicht“ und kritisieren andere oder die Gemeinde, weil sie nicht voll ihr Projekt unterstützen. Aber wir müssen verstehen, dass jeder auf seiner eigenen Bahn läuft. Wer sich gerade nicht dafür begeistern kann, ärmeren Menschen Lebensmittel zu bringen, hat vielleicht ein Herz für Waisen und du weißt gar nicht, dass er einen beträchtlichen Teil seines Einkommens für Waisen in Lateinamerika oder Afrika oder auch hier in den USA spendet. Achten wir also darauf, andere nicht dafür zu kritisieren, wenn sie einfach auf andere Weise dienen und auf einer anderen Bahn laufen. Das einfach als praktischer Hinweis.
Und wenn du gerade nicht aus vollem Herzen läufst, dann steig wieder ins Rennen ein und leg los. Ich habe Menschen erlebt, die gut unterwegs waren, aber aufgehalten wurden. Vielleicht durch einen neuen Freund oder eine neue Freundin. Oder es ist etwas passiert. Oder sie wurden abgelenkt, weil sie dem Geld hinterhergejagt sind. Oder sie sind in der Gemeinde verletzt worden.
Sie waren gut unterwegs, aber dann wurden sie aufgehalten. Und jetzt laufen sie nicht mehr mit voller Kraft und so zielstrebig und effizient wie früher. Ich habe Menschen erlebt, die früher gut unterwegs waren, aber jetzt, gegen Ende des Rennens, immer langsamer werden und nur noch gehen. Statt geradeaus laufen sie kreuz und quer. Es braucht ein gewisses Maß an Beharrlichkeit und Gnade und viel Nähe zu Jesus, um bis zum Ende im Rennen zu bleiben. Ich wünsche dir, dass du dranbleibst und bis zum Ende läufst, bis Jesus wiederkommt. Halte deinen Blick auf ihn gerichtet und laufe mit aller Kraft. Ich weiß, dass sich jetzt jemand angesprochen fühlt.
Vielleicht stehst du im geistlichen Dienst und bist irgendwie auf der Strecke geblieben. Du nimmst geistliche Fragen nicht mehr so ernst. Hör zu: „Die Gaben und Berufungen von Gott gelten für immer. Er bereut sie nicht.“ Gott ändert seine Meinung nie. Also lauf, lauf, lauf. Lauf für Jesus. Lauf mit aller Kraft. Kommen wir zu den nächsten Versen. In Philipper 3,15-16 schreibt Paulus:
„So viele also im Glauben reif geworden sind, lasst uns darauf bedacht sein! Und wenn ihr in irgendetwas anders denkt, wird Gott euch auch darüber Klarheit geben. Auf jeden Fall sollen wir festhalten, was wir schon erreicht haben.“
Lass mich den Vers noch aus einer Übersetzung lesen, die mir sehr gefällt und die es meiner Meinung nach richtig auf den Punkt bringt:
„Lasst uns den Blick weiterhin auf das Ziel richten – wir, die wir all das wollen, was Gott für uns bereithält.“
Willst du all das, was Gott für dich bereithält? Dann richte dich auf dieses Ziel aus. Und weiter schreibt Paulus:
„Wenn jemand von euch etwas anderes im Sinn hat als absolute Hingabe, wird Gott euch klare Sicht schenken und ihr werdet das Richtige erkennen! Jetzt haben wir die richtige Bahn gefunden. Bleiben wir darauf.“
„Bleiben wir auf der richtigen Bahn.“ Darf ich dir Mut machen? Ich gehe ein paar Verse zurück. Da schreibt Paulus: „Ich habe es noch nicht erreicht, aber ich vergesse die Vergangenheit und schaue auf das, was vor mir liegt.“ Und er sagt etwas Interessantes: „Eines aber tue ich.“ Er sagt nicht: „Ich tue diese zehn Dinge.“ Er sagt nicht: „Ich tue zwölf Dinge.“ Er sagt nicht einmal: „Ich tue drei Dinge.“ Er sagt: „Eines aber tue ich: Ich wende meinen Blick weg von dem, was hinter mir liegt und konzentriere mich auf das, was Gott für mich bereit hält. Diese eine Sache tue ich.“
Als der reiche junge Mann zu Jesus kam, beschreibt die Bibel, dass Jesus ihn lieb gewann. Aber leider steht in der Bibel auch, dass der Mann Jesus nicht nachfolgte. Er ging traurig weg, weil Jesus zu ihm gesagt hatte: „Verkaufe, was du hast und gib alles den Armen. Dann wirst du einen Schatz im Himmel haben.“ Der Mann ging traurig weg, denn er hatte viel Besitz. Man könnte auch sagen: Sein Besitz hatte ihn.
Sein Geld und sein Besitz standen einer Beziehung zu Jesus im Weg. Aber Jesus leitete seine Aufforderung mit den folgenden Worten ein: „Eines fehlt dir.“ Eines. Nicht zehn. Nicht fünf. Du musst dich gerade nur auf eine Sache konzentrieren. Du musst nur eines machen, um in deiner Beziehung zu mir weiterzukommen. König David sagt in einem seiner Psalmen: „Eines gibt es, wonach mein Herz sich sehnt.“ Nicht 100, nicht 50, nicht 5. Nur eines. Nach einem sehne ich mich. Eines tue ich. Eines fehlt mir. Eines wünsche ich mir.
Ich möchte dir eine Frage stellen. Was ist das Eine bei dir? Denke einen Moment darüber nach. Ernsthaft. Besprich es mit Gott. Nimm dir einen Moment Zeit, um still zu werden und zu warten, bis Gott dir diese Frage beantwortet. Was ist das Eine, das Gott in deiner Beziehung zu ihm und in der Lebensphase, in der du gerade bist, von dir möchte? Du musst dich nicht mit einer Liste hinsetzen und fünf Dinge aufschreiben. Was ist das Eine, worum du dich gerade kümmern sollst? Was ist das Eine, das dir fehlt und mit dem du anfangen sollst? Was ist das Eine, das du tun sollst? Paulus sagt: „Ich vergesse, was hinter mir liegt und schaue auf das, was vor mir liegt.“
Was ist das Eine, nach dem du dich sehnst? Was ist das Eine? Finde es heraus und tue dieses Eine. Nicht drei, nicht zwei, nicht fünf Dinge. Eines. Wenn du das Eine tust, das der Heilige Geist deinem Herzen gerade zuflüstert, dann wird das viel in deinem Leben verändern. Es wird dich dorthin führen, wo du hingehörst. Es wird alle Unordnung aus dem Weg räumen. Vielleicht musst du überhaupt nur jemals dieses Eine tun. Vielleicht führt dich dieses Eine aber auch zum Nächsten. In der Bibel steht: „Der Herr lenkt die Schritte des Gerechten.“ Du gehst immer einen Schritt nach dem anderen. Zwei Schritte kannst du nicht gleichzeitig gehen. Geh einen Schritt nach dem anderen. Die Schritte des Gerechten sind die Schritte von jemandem, der durch das Blut von Jesus vor Gott gerecht gemacht worden ist. Seine Schritte werden vom Herrn gelenkt. Welchen Schritt sollst du als nächstes gehen? Was ist das Eine, das du tun sollst? Im nächsten Vers, Vers 17, schreibt Paulus:
„Nehmt mich als Vorbild, Geschwister; und lernt auch von denen, die unserem Beispiel folgen.“
Schau dir andere an, die es richtig machen. Paulus sagt: „Nimm mich und andere, die das umsetzen, als Vorbild. Die vergessen, was hinter ihnen liegt und sich auf das konzentrieren, was vor ihnen liegt.“ Wer im Glauben wachsen und vorankommen will, lernt von anderen. In den Sprüchen steht: „Wer mit weisen Menschen umgeht, wird selbst weise, doch wer sich auf Dummköpfe einlässt, dem geht es schlecht.“ Blicken wir also auf Jesus. Aber Paulus sagt auch: „Folgt meinem Beispiel, wie ich dem von Jesus folge.“
Wir können uns andere Christen zum Vorbild nehmen, die ihre Beziehung zu Gott wirklich ernst nehmen. Wir können von ihnen lernen und daran wachsen. Und wenn du keine Freunde hast, die Jesus ernsthaft nachfolgen, dann such dir welche. Du brauchst sie. Such dir deine Freunde sorgfältig aus, denn du wirst wie sie. Wenn du nur mit Leuten zusammen bist, die es nicht ernst meinen, denen geistliche Dinge egal sind und die nicht viel über die Ewigkeit nachdenken und wie es sein wird, einmal vor Gott zu stehen, dann such dir neue Freunde.
Du musst die alten Freunde nicht im Stich lassen. Aber du brauchst Menschen, die weiter sind als du. Nicht nur solche, die zurückbleiben und auch nicht weiterkommen wollen. Sie halten dich nur auf. Such dir Freunde, die auf dem Weg schon weiter sind als du.
Ich hätte dazu noch viel mehr zu sagen und ich werde es wieder aufgreifen. Die nächsten Verse im Philipperbrief sind großartig. In dem Vers, den wir zuletzt gelesen habe, steckt noch so viel drin. Darum geht es ein anderes Mal. Bis dahin möge Gottes reicher Segen mit dir sein. Und zum Schluss möchte ich dir noch etwas sagen, das du vielleicht nicht oft hörst: Du bist geliebt. Gott liebt dich. Er sieht dich. Er kennt dich. Und ärgert sich nicht über dich. Er liebt dich und will dir helfen. Halte den Namen seines Sohnes Jesus in Ehren. Lass zu, dass Gottes Gegenwart dein Leben überflutet. Wir sehen uns wieder. Gott segne dich.
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