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Hoffnungsvoll leben, weil Jesus wiederkommt – Harrison Conley

Wer heute Nachrichten schaut, braucht mehr als Optimismus. Harrison Conley erinnert anhand von 2. Petrus 3 daran, dass Jesus wiederkommt und Gott eine neue Welt versprochen hat. Diese Hoffnung kann dir eine Zuversicht verleihen, die nicht von Schlagzeilen abhängt – und verändern, worauf du dein Leben heute ausrichtest.

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  • Jesus hat gesagt: „Siehe, ich komme bald.“ Viele Generationen haben gesagt: „Jesus kommt bald.“ Aber keine Generation vor uns hat erlebt, dass sich so viele Zeichen und Ereignisse erfüllt haben wie unsere. Als Israel 1948 wieder ein Staat wurde, begann die Uhr der letzten Tage zu ticken. Ich persönlich glaube, dass wir in den letzten Momenten der letzten Tage leben. Unser Sohn Harrison wird gleich über die Wiederkunft von Jesus sprechen. Seine Predigt wird euch gefallen.

    In 2. Petrus 3,1–13 heißt es:

    „Dies ist mein zweiter Brief an euch, liebe Freunde, und ich habe in beiden versucht, eure Erinnerung aufzufrischen und euch damit zu einer gesunden Einstellung zu verhelfen. Ich möchte, dass ihr euch daran erinnert und versteht, was die heiligen Propheten vor langer Zeit sagten und was unser Herr und Retter euch durch eure Apostel verkündet hat. Vor allem denkt daran, dass in den letzten Tagen Spötter auftreten werden, die sich über die Wahrheit lustig machen und nur ihren eigenen Begierden folgen. Sie werden sagen: »Jesus hat doch versprochen wiederzukommen? Wo bleibt er denn? So weit ein Mensch nur zurückdenken kann, ist doch alles genauso geblieben, wie es immer schon war, seit die Welt erschaffen wurde.« Wenn sie dies behaupten, sehen sie nicht, dass Gott durch sein Wort den Himmel erschuf und die Erde aus dem Wasser hervortreten ließ und sie mit Wasser umgab. Durch sein Wort hat Gott die damalige Welt mit Wasser überflutet und vernichtet. Und Gott hat durch dasselbe Wort befohlen, dass dieser Himmel und diese Erde Bestand haben werden bis zum Tag des Gerichts. Dann werden sie vom Feuer verzehrt werden und die gottlosen Menschen werden zugrunde gehen. Und ihr sollt wissen, liebe Freunde, dass ein Tag für den Herrn wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag. Es ist aber nicht so, dass der Herr seine versprochene Wiederkehr hinauszögert, wie manche meinen. Nein, er wartet, weil er Geduld mit uns hat. Denn er möchte nicht, dass auch nur ein Mensch verloren geht, sondern dass alle Buße tun und zu ihm umkehren. Doch der Tag des Herrn wird so unerwartet kommen wie ein Dieb. Dann wird der Himmel unter schrecklichem Lärm vergehen, und alles wird sich in Flammen auflösen; und die Erde wird mit allem, was auf ihr ist, verschwunden sein. Wenn aber alles um uns her sich auf diese Weise auflösen wird, wie viel mehr solltet ihr dann ein Leben führen, das heilig ist und Gott ehrt! Ihr solltet diesen Tag erwarten und ihn herbeisehnen – den Tag, an dem Gott den Himmel in Brand setzt und die Elemente in den Flammen zerschmelzen. Wir aber erwarten den neuen Himmel und die neue Erde, die er versprochen hat. Dort wird Gottes Gerechtigkeit herrschen.“

    Dann fasst Petrus alles in den Versen 14 bis 18 zusammen:

    „Bemüht euch deshalb darum, liebe Freunde, ein reines und tadelloses Leben im Frieden mit Gott zu führen, während ihr auf dies alles wartet. Und denkt daran: Gott wartet, damit die Menschen gerettet werden. Das hat euch ja auch unser lieber Bruder Paulus mit der Weisheit geschrieben, die Gott ihm gab – und dies in all den Briefen, in denen er sich dazu äußert. Manche seiner Aussagen sind schwer zu verstehen, und unwissende, unsichere Menschen werden ihren Sinn verdrehen und entstellen. So werden sie es auch mit den anderen Schriften machen. Die Folge wird ihr eigenes Verderben sein. Ich warne euch rechtzeitig, liebe Freunde, damit ihr wachsam seid und nicht von den Irrtümern dieser Menschen mitgerissen werdet, die ohne Gesetz leben. Ich möchte nicht, dass ihr euren sicheren Halt verliert. Wachst aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus! Ihm (also Jesus) gehört alle Herrlichkeit und Ehre, jetzt und in Ewigkeit! Amen.“

    Das ist Gottes Wort. Gott sei Dank dafür. Zu Beginn möchte ich eure Aufmerksamkeit auf ein paar Formulierungen im Text lenken. Petrus beginnt dieses letzte Kapitel in Vers 1 liebevoll und zugleich mit Nachdruck: „Dies ist mein zweiter Brief an euch, liebe Freunde.“ Dann schreibt er: „In beiden habe ich versucht, eure Erinnerung aufzufrischen und euch damit zu einer gesunden Einstellung zu verhelfen.“ Genau um diese Formulierung geht es: eure Erinnerung aufzufrischen.

    In der Originalsprache ist das kein sanfter Ausdruck. Wenn wir „auffrischen“ hören, denken wir eher an einen kleinen Muntermacher – einen kühlen Schluck Wasser oder frische Luft. Aber darum geht es in diesem Wort nicht. Im Griechischen klingt das sehr eindringlich. Es bedeutet: „jemanden unsanft aus dem Tiefschlaf reißen“.

    Petrus geht es bei seiner Einleitung also nicht um einen kleinen freundlichen Stupser. Er sagt nicht: „Hey Leute, was ich hier geschrieben habe, ist nicht so wichtig, aber ich wollte euch kurz daran erinnern. Nur so als Hinweis.“ Nein, die Vorstellung, die dahintersteht, ist vielmehr: Du und ich, wir schlafen tief und fest. Dann, mitten in der Nacht, in einem Traum, geht auf dem Handy plötzlich der Alarm los – dieser grässliche Ton, der Tote wecken könnte. Mit voller Lautstärke. Du fährst hoch und wirst aus dem Schlaf gerissen.

    Genau das meint Petrus hier. Er schreibt: „Leute, ich liebe euch zu sehr, und Jesus hat einen viel zu hohen Preis für euch bezahlt, als dass ihr schlafwandelnd durchs Leben gehen könnt.“ Er schlägt Alarm und macht klar: „Gemeinde, wenn ihr gut ins Ziel kommen wollt, müsst ihr hellwach sein. Euer Herz muss rein sein. Eure Hoffnung muss darin verwurzelt sein, dass Gott seine Zusagen erfüllt. Wenn eure Gedanken abdriften, driftet auch euer Leben ab.“

    Zu Vers 1 schreibt der große Bibelausleger Matthew Henry: „Wir müssen Gottes Wort im Sinn behalten, damit wir unsere Pflicht vor Gott nicht vergessen.“ Das fasst sehr gut zusammen, was Petrus meint. In Vers 2 schreibt Petrus: „Erinnert euch, was die Propheten früher gesagt haben. Erinnert euch, was die Apostel euch weitergegeben haben.“

    Mit anderen Worten: „Gemeinde, lasst euch nicht von eigenen Meinungen bestimmen und nicht vom Zeitgeist und seinen wechselnden Strömungen hin- und herreißen. Eure Hoffnung für die Zukunft muss in Gottes unveränderlichem Wort verankert sein.“

    Petrus zeichnet hier also ein liebevolles, aber klares Bild und erinnert uns: „Gottes Zusagen sind real, und ihr müsst euch fest an sie klammern.“ Damit ist der Rahmen für die erste Hälfte des Kapitels gesetzt. In den nächsten Versen zeigt Petrus uns, welche von Gottes Zusagen wir im Blick behalten sollen. Aus Zeitgründen werde ich heute nicht auf jede einzelne eingehen, sondern sie in zwei Punkten bündeln. Ich glaube, damit ist das Wesentliche abgedeckt. Wir sprechen über diese beiden Zusagen und schauen uns dann an, wie wir im Licht dieser Zusagen leben sollen.

    Die erste Zusage, die wir laut Petrus festhalten und nicht aus den Augen verlieren dürfen, ist folgende: Jesus kommt wieder, und wenn er kommt, wird er die Welt in vollkommener Gerechtigkeit richten. Wer mitschreibt, kann das notieren. Diese Zusage finden wir in den Versen 1–7. Petrus beginnt mit der eindringlichen Erinnerung daran, weil diese Zusage bis ins Alte Testament zurückreicht.

    Er erinnert an die Propheten früherer Zeiten – Männer wie Daniel, Jesaja und Sacharja. Sie alle haben, inspiriert vom Heiligen Geist, prophetisch davon gesprochen, dass Christus eines Tages zurückkommt. Dann schreibt Petrus: „Nicht nur die Propheten, auch wir Apostel haben davon gesprochen.“ Petrus betont aus zwei Gründen so stark, dass wir an dieser Zusage festhalten sollen.
    Erstens, weil er weiß – und ehrlich gesagt wissen wir es auch: Sobald wir vergessen, dass unser König kommt, fangen wir an zu leben, als käme er nicht. Dann werden wir nachlässig in unserer Beziehung zu ihm und übernehmen nach und nach die Muster dieser Welt. Anders gesagt: Wenn wir wirklich glauben, dass Jesus heute zurückkommen könnte, müsste das unsere Lebensweise verändern. Wenn die Wiederkunft von Jesus in unserem Denken gegenwärtig ist, verändert das, wie wir mit unserem Ehepartner sprechen, wie wir unsere Kinder erziehen und wie wir tagtäglich in unserem Job arbeiten und auftreten.

    Das ist der erste Grund, warum Petrus schreibt: „Ihr müsst an dieser Zusage festhalten.“ Der zweite Grund, den Petrus nennt: „Ihr müsst daran festhalten, dass Jesus wiederkommt und Gericht bringen wird, weil Spötter und Kritiker kommen werden, die versuchen, euch davon abzubringen.“

    In den Versen 3 und 4 spricht Petrus sehr direkt über diese Spötter. Er schreibt: „In den letzten Tagen werden Spötter auftreten, die sagen: ‚Jesus hat doch versprochen wiederzukommen? Wo bleibt er denn? Alles ist doch geblieben, wie es immer war.‘“ Wenn ich das lese, denke ich: Ist das nicht genau die Art, wie die Welt redet?

    Petrus beschönigt diese Botschaft nicht. Er schreibt: „Derselbe Gott, der das Universum ins Dasein sprach, derselbe Gott, der diese Erde einmal im Gericht mit Wasser bedeckte, ist derselbe Gott, der heute alles an seinem Platz hält. Und eines Tages wird er wiederkommen und Gericht durch Feuer bringen.“

    Egal, ob dieses Feuer wörtlich zu verstehen ist oder nicht – der Punkt ist: Feuer reinigt. Und alles, was nicht aus Gottes Reich stammt, wird in der Ewigkeit keinen Bestand haben. Gemeinde, lasst euch sagen: Der König kommt wieder. Und wenn Petrus heute hier wäre, wenn er das Mikrofon in der Hand hielte, dann würde er vermutlich jeden Einzelnen von uns fragen: „Lebst du nach dieser Wahrheit? Organisierst du deinen Alltag, dein Geld, deine Beziehungen und deine Prioritäten in dem Bewusstsein, dass du sehr, sehr bald König Jesus von Angesicht zu Angesicht sehen wirst?“

    Der Bibelausleger David Guzik schreibt zu diesen Versen: „Gottes vergangenes Gericht, die Flut, und sein zukünftiges Gericht, das Feuer, zeigen beide, dass er sein Wort hält.“ Wir dürfen uns nicht von einer Welt einschläfern lassen, die augenrollend über die Wahrheit spottet. Noch einmal: Der König kommt, und mit ihm das Gericht. Das kann beängstigend klingen. Aber für uns als Gläubige ist es keine schlechte Nachricht. Es ist die beste Nachricht überhaupt, denn unsere vollständige Erlösung ist nahe.

    Neben der Zusage von Wiederkunft und Gericht steht eine schöne Wahrheit. Die Wahrheit lautet: Gottes Geduld ist kein Zeichen dafür, dass er seine Zusage nicht erfüllen könnte. Seine Geduld ist Barmherzigkeit in Aktion. Das sehen wir in den Versen 8 und 9. Petrus schreibt: „Und ihr sollt wissen, liebe Freunde, dass ein Tag für den Herrn wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag. Es ist aber nicht so, dass der Herr seine versprochene Wiederkehr hinauszögert, wie manche meinen. Nein, er wartet, weil er Geduld mit uns hat. Denn er möchte nicht, dass auch nur ein Mensch verloren geht, sondern dass alle Buße tun und zu ihm umkehren.“

    Wer so tickt wie ich, der sieht beim Blick auf die aktuelle Weltlage schnell die Zerrüttung, die Dunkelheit, die Not und den Schmerz. Man sieht Verlust, Orientierungslosigkeit und Verblendung. Bei all dem hat man das Gefühl: Irgendwann müsste es doch zum Knall kommen. Aber es scheint sich immer weiter hinzuziehen, und ich habe mich selbst schon sagen hören: „Herr, wo bist du? Ich wünschte, du würdest jetzt einfach wiederkommen.“ Doch

    Wenn ich die Worte von Petrus lese, wird mir klar: Der Grund, warum diese Erde noch Bestand hat, ist Gottes Barmherzigkeit und seine große Geduld. Er gibt Menschen noch mehr Zeit, sich zu besinnen, Zeit, ihrer Sünde den Rücken zu kehren und sich ihm zuzuwenden. Wenn ich Gott wäre – ein erschreckender Gedanke –, würde ich manches vielleicht anders machen. Meine Geduld mit dieser Welt und allem, was passiert, wäre schon ziemlich aufgebraucht. Aber, Gott sei Dank, ich bin nicht Gott. Und, Gott sei Dank, du auch nicht. Denn wir dienen einem Gott, der freundlich und geduldig ist. Sein Herzensanliegen ist, dass niemand verloren geht, sondern dass alle zu ihm umkehren. Das ist die erste Zusage, die Petrus uns gibt und die wir nicht aus den Augen verlieren dürfen: Jesus kommt wieder, und hält ein vollkommen gerechtes Gericht. Dann sehen wir die zweite Zusage. Ich liebe sie, weil Petrus unseren Blick auf diese atemberaubende Hoffnung vor uns richtet. In Vers 13 schreibt er, was nach dem Gericht geschehen wird:

    „Wir aber erwarten den neuen Himmel und die neue Erde, die er versprochen hat. Dort wird Gottes Gerechtigkeit herrschen.“

    Das ist die zweite Zusage: ein neuer Himmel und eine neue Erde, in denen Gottes Gerechtigkeit wohnt. Ich möchte eure Aufmerksamkeit auf zwei Wörter lenken. Beide stehen im Text, und beide vermitteln große Hoffnung. Das erste Wort ist neu. Und das zweite Wort ist wohnen. Wenn Petrus das Wort neu gebraucht, wenn er von einem neuen Himmel und einer neuen Erde spricht, wenn er unser endgültiges Zuhause beschreibt, das noch kommen wird, dann spricht er von etwas, das eine Verbindung zum Alten und Ursprünglichen hat und doch in seinem Wesen völlig neu ist.

    Während ich das erkläre, merke ich: Dieses Konzept ist für uns schwer zu begreifen, weil es nicht unserer Erfahrung auf der Erde entspricht. Wenn wir an „neu“ denken, denken wir an ein funkelnagelneues Spielzeug. Aber das meint Petrus nicht. Ja, es wird einen neuen Himmel und eine neue Erde geben.

    Aber hinter Petrus‘ Worten vom neuen Himmel und der neuen Erde steht die Vorstellung, dass Gott Sünde und Zerstörung endgültig beseitigen wird. Wenn er dieses neue, endgültige Zuhause für uns schafft, wird es neu bleiben. Es wird genau so bleiben, wie es sein soll. Für alle Ewigkeit. Es wird perfekt und für immer neu sein. Es wird nie verblassen, nie verschleißen, nie alt werden. Es bleibt in seiner Neuheit überwältigend.

    Versteht ihr? Petrus gibt uns also dieses Wort neu. Es ist die Zusage, dass alles, was um uns herum jetzt zerfällt, eines Tages ganz neu gemacht wird – und dann für immer neu bleibt. Dann gibt er uns dieses zweite Wort: wohnen. Auch dieses Wort vermittelt eine große Hoffnung. Petrus schreibt: „In diesem neuen Himmel und dieser neuen Erde wird Gottes Gerechtigkeit wohnen.“ Das Wort für wohnen bedeutet in der Originalsprache: sich niederlassen. Sich zu Hause fühlen.

    Das ist die Hoffnung, die wir haben dürfen: In der Welt, in der wir jetzt leben – einer Welt, die durch Sünde kaputt ist –, fühlt sich Gerechtigkeit oft an wie ein Gast auf der Durchreise. Aber im neuen Himmel und auf der neuen Erde, die Gott für sein Volk schaffen wird, wird die Gerechtigkeit zu Hause sein. Keine Korruption mehr. Kein Skandal mehr. Keine Sünde mehr, die sich in dunklen Ecken versteckt. Nur die ungefilterte Güte und Freundlichkeit von Jesus, die jeden Quadratzentimeter der Schöpfung erfüllt.

    Denkt einmal darüber nach. Wenn wir durch die Nachrichten scrollen, merken wir: Diese Welt sehnt sich nach etwas Besserem. In der Bibel steht, dass die Schöpfung seufzt und in Geburtswehen liegt, während sie auf das Kommen des Herrn und ihre Erlösung wartet. In den Nachrichten begegnen uns Unehrlichkeit, Unruhe, wieder ein Skandal, wieder ein Krieg, wieder eine Naturkatastrophe.

    Ehrlich gesagt denke ich manchmal: „Das ist so anstrengend.“ Aber Petrus würde sagen: „Seid nicht so auf die Schlagzeilen fixiert, dass ihr die Schlagzeile über allen Schlagzeilen verpasst: Ein neuer Himmel und eine neue Erde werden kommen.“ Matthew Henry schreibt dazu: „Die Welt ist für das Feuer bestimmt, aber die Gläubigen für die Herrlichkeit.“ Was für eine Wahrheit. Diese Erde wird gerichtet und vom Feuer verzehrt werden. Aber Christen ist ein ewiges Zuhause versprochen, das von Sünde, Verfall und Zerstörung nicht berührt wird.

    Was bedeuten diese Zusagen für uns? Wie gehen wir damit um, dass Jesus wiederkommt, dass ein Gericht kommt – und ein neuer Himmel und eine neue Erde? Mir gefällt, wie Petrus diese Frage beantwortet: „Wenn aber alles um uns her sich auf diese Weise auflösen wird, wie viel mehr solltet ihr dann ein Leben führen, das heilig ist und Gott ehrt!“ Lasst mich ein paar Antworten nennen, dann schließen wir.

    Erstens: Im Licht dieser Zusagen sollten wir Menschen sein, die mit Gott im Reinen sind. Wenn ihr eure Bibel dabeihabt, lest ihr, wie Petrus in Vers 10 ganz klar schreibt: „Der Tag des Herrn wird so unerwartet kommen wie ein Dieb.“ Anders gesagt: Die Wiederkunft von Jesus erscheint nicht als Kalendererinnerung auf deinem Handy. Du wirst sie nicht kommen sehen. Sie kommt plötzlich und unerwartet, und viele werden völlig überrascht sein.

    Liebe Gemeinde, im Licht dessen möchte ich sagen: Dies ist nicht die Zeit für geistliche Spielchen oder halbherzige Nachfolge. Vergesst nie: Wir sind hier nur auf der Durchreise. Wir haben nur dieses eine Leben. Kaum hat es begonnen, ist es vorbei. Wie ein Windhauch oder Atemzug. Und selbst dieser Atemzug ist uns auf Erden nicht in voller Länge garantiert. Versteht mich nicht falsch: Ich hoffe, lange zu leben und viele Erfahrungen zu sammeln. Aber meine Pläne und Wünsche müssen sich an dieser Wahrheit messen lassen: Jederzeit könnte Jesus den Himmel aufreißen und für sein Volk zurückkommen. Wenn Petrus heute hier wäre und zu uns predigen würde, würde er vielleicht sagen: „Bist du bereit für die Ewigkeit? Hast du dich König Jesus wirklich hingegeben? Oder verlässt du dich nur auf die Erinnerung, dass du vor langer Zeit in einer Gemeinde einmal die Hand gehoben hast?“

    Ich sage euch, ihr Lieben: Manche halten sich für gerettet, weil sie einem Prediger ein paar Worte nachgesprochen haben. Aber in ihrem Leben gibt es keinen Hinweis auf Rettung. Keine Frucht des Geistes. Keine Umkehr, keine Liebe zu Gottes Wort. Keine Veränderung des Lebensstils oder des Herzens. Sie klammern sich mit beiden Händen an diese Welt und denken: „Ich muss nur für Sonntag wieder alles in Ordnung bringen.“ Aber so zu leben und es Rettung zu nennen, ist wie im Juli einen Schneemann zu umarmen. Das ist Unsinn. Es fühlt sich kurz gut an. Aber glaubt mir: Unter der Hitze der Wirklichkeit wird es nicht bestehen.

    Petrus packt uns mit seinen Worten hier an den Schultern. Er schreibt: „Hey, Gemeinde, wacht auf! Bringt euer Herz in Ordnung! Hört auf, euch an Dinge zu klammern, die dahinschmelzen, und haltet euch an den, der ewig bleibt!“
    Unsere zweite Reaktion auf diese Zusage sollte sein, dass wir vorbildliche Menschen sind. In Vers 14 schreibt Petrus:

    „Bemüht euch deshalb darum, liebe Freunde, ein reines und tadelloses Leben im Frieden mit Gott zu führen, während ihr auf dies alles wartet.“

    „Bemüht euch darum, ein reines und tadelloses Leben zu führen.“ Das Wort bemüht bedeutet in der Originalsprache: mit Eifer dabei sein. Es bedeutet: absichtsvoll sein. Davon eingenommen sein. Sich mit Nachdruck auf etwas hin bewegen. Petrus schreibt also: „Worum sollt ihr euch mit Eifer und Absicht bemühen? Darum, rein und tadellos zu sein.“ So ermahnt er uns, vorbildlich zu leben. In Vers 11 schreibt er am Ende: „Führt ein Leben, das heilig ist und Gott ehrt.“

    Anders gesagt: Wenn wir wirklich glauben, dass Jesus für uns zurückkommt, dass diese Welt zu Ende geht und eine neue kommt, dann fragt Petrus: „Warum würdet ihr eure Tage damit verschwenden, so zu leben wie die Welt um euch herum? Warum euch in Klatsch, Kleinlichkeit und Unversöhnlichkeit verstricken? Warum mit Kompromissen und Sünde flirten, wenn der Richter vor der Tür steht?“

    Lasst euch sagen: Heilig zu sein, bedeutet nicht, eine Fassade aufzubauen oder einen obergeistlichen Auftritt hinzulegen, damit wir gut aussehen. Es bedeutet, so zu leben, dass unser Leben wirklich so anders und heilig ist, dass unsere Worte, unsere Haltung und unser Handeln darauf hinweisen, dass ein heiliger König auf dem Thron unseres Lebens sitzt. Wir sind heilig, weil er heilig ist. Paulus greift diesen Gedanken in seinem Brief an die Korinther auf. In 2. Korinther 6,17 schreibt er zur Gemeinde: „Verlasst sie.“ Wer ist „sie“? Die Welt.

    „Deshalb verlasst sie und trennt euch von ihnen (seid abgesondert, seid anders), spricht der Herr.“

    In einer Welt, die moralische Verwirrung feiert, müssen wir anders sein. In einer Welt, die Gier und Maßlosigkeit feiert, müssen wir anders sein. In einer Welt, die Stolz und Selbstinszenierung feiert, müssen wir anders sein. In einer Welt, die Kompromisse feiert und es „Toleranz“ nennt, müssen wir anders sein. Wir müssen heilig sein.

    Ich stelle mir das gern so vor: Wenn du wüsstest, dass dein Haus morgen abgerissen wird, würdest du dann die ganze Nacht die Wände neu streichen und die Vorhänge richten? Nein. Du würdest deine sieben Sachen packen und dich auf den Umzug vorbereiten.

    Ich glaube, genau zu dieser Haltung ruft Petrus uns auf: so sehr in dem Bewusstsein zu leben, dass diese Welt vergeht, dass wir nicht weiter versuchen, es uns in der Sünde bequem zu machen oder Dinge zu übertünchen, zu denen Gott Nein sagt. Heiligkeit bedeutet, zu sagen: „Herr, du hast mein Herz – jeden Bereich, jede Ecke, jeden Winkel. Es gibt keinen Raum, keinen Bereich, der für dich tabu ist. Du darfst alles von mir haben.“

    Gemeinde, darf ich euch etwas bitten? Gebt euch nicht mit billiger Gnade zufrieden. Sie lässt euch innerlich angekettet zurück. Jemand fragt: „Was soll das heißen?“ Billige Gnade ist die verwässerte Vorstellung, man könne ein Gebet sprechen, seinem Leben ein christliches Etikett aufkleben und dann weiter im alten Muster leben – als würde Gott bei dieser Sünde zwinkern, weil er dich liebt.

    Nein, billige Gnade ist eine Halbwahrheit, die sich als das volle Evangelium ausgibt. Sie verspricht Vergebung, verlangt aber keine Umkehr. Sie spricht von Barmherzigkeit, ignoriert aber Veränderung und Hingabe. Dafür ist Jesus nicht gestorben. Billige Gnade fühlt sich vielleicht kurz gut an, aber am Ende bleibst du an dieselben alten Süchte gebunden, an dieselbe Bitterkeit, dieselben dunklen Geheimnisse und dieselbe Scham – an all das, wovon Jesus dich freigekauft hat.

    Stellt euch das so vor: Billige Gnade ist wie ein frischer Anstrich für eine Gefängniszelle, aber man sitzt weiter darin fest. Jesus ist nicht gestorben, um deine Zelle zu verschönern. Er ist gestorben, um dich endgültig daraus zu befreien. Diese Art von Gnade – echte Gnade, die Jesus mit seinem Blut erkauft hat – macht dich sowohl rechtlich wie praktisch frei.

    Diese Gnade sorgt nicht nur für Vergebung deiner Schuld, sondern gibt dir die Kraft, dich davon abzuwenden und heilig zu leben. Gebt euch nicht damit zufrieden, nur halbwegs heilig zu leben, denn Jesus ist gestorben, um euch ganz freizumachen. Er kommt für eine reine, makellose Braut zurück, nicht für eine weltliche Freundin. Darum, liebe Gemeinde: Lasst uns rein leben, lasst uns bereit sein und erkennbar heilig leben, damit die Welt eine Vorschau auf das kommende Reich sieht.

    Ich finde es großartig, wenn junge Menschen über Heiligkeit und ein Leben sprechen, das Gott ehrt. Natürlich können wir so nur durch die Kraft des Heiligen Geistes leben. Ihr Lieben, Paulus betete, dass Gläubige durch den Heiligen Geist am inneren Menschen mit Kraft gestärkt werden. Er wird uns stärken und uns helfen, richtig zu leben. Wir schaffen das nicht allein aus Willenskraft, sondern er steht uns zur Seite und hilft uns. Wir als Christen sollten anders sein als die Welt. Menschen sollten uns anschauen und denken: „Ihr habt nicht dieselben Prioritäten, nicht denselben Lebensstil, nicht dieselben Werte wie die Welt.“ Man sollte uns beobachten und sagen: „An euch ist etwas anders, und ich will haben, was ihr habt.“ Wer das Licht liebt, wird sich zu uns hingezogen fühlen. Wer die Dunkelheit liebt, wird von uns abgestoßen werden. Aber Jesus kommt bald. Er kommt, wie Harrison gesagt hat, für eine makellose Braut, nicht für eine weltliche Freundin. Gib Jesus alles. Du wirst es nie bereuen.

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