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Neue Kraft tanken in schweren Zeiten (4)

Befindest du dich gerade in einer schwierigen Lebensphase? Vielleicht hast du körperliche Schmerzen, jeden Monat zu wenig Geld auf dem Konto oder eins deiner Kinder macht dir Sorgen. Was auch immer dich beschäftigt: Gott lässt dich nicht im Stich. Und er möchte, dass du diese Zeit nicht einfach nur überstehst, sondern regelrecht neu aufblühst!

  • Danke, dass Sie heute dabei sind. Wir befinden uns gerade in einer Serie, in der es darum geht, wie wir durch schwierige Zeiten gelangen können. Wir alle erleben schwierige Zeiten, eine stürmische See. Vielleicht befinden Sie sich gerade im grössten Sturm Ihres Lebens. Ihr Gefühl sagt: „Wenn nicht ganz schnell etwas passiert, werde ich nie wieder auftauchen.“ Ich glaube, Gott hält heute etwas für Sie bereit. Wir werden in sein Wort schauen und Antworten finden, wie wir inmitten schwerer Zeiten neue Kraft tanken können.

     

    Hallo! Wenn ich Sie zu Hause besuchen könnte, würde ich mich mit Ihnen hinsetzen und eine Tasse Tee trinken (Ich weiss, hier in den USA ist das keine „richtige“ Tasse Tee, sondern ein riesiger Pott. Bei Ihnen gäbe es sicher eine „richtige“ Tasse.) Ich würde mich mit Ihnen an den Küchentisch setzen, mit Ihnen sprechen, zuhören, wie es Ihnen geht, vielleicht mit Ihnen beten und Gott loben. Aber ich will von allen die Geschichte hören. Jeder ist Gott wichtig, und Menschen sind so zum Staunen! Wenn ich könnte, würde ich genau das tun. Aber das hier ist das Nächstbeste.
    Ich glaube, wenn wir Zeit miteinander verbringen und über Gottes Wort sprechen, werden wir durch den Heiligen Geist göttliche Hilfe erfahren. Ich glaube, dass Gott Sie sieht. Er weiss, was Sie durchleben. Er kennt die Schwierigkeiten, von denen Sie umgeben sind. Er hat einen Weg, den Sie gehen können. Er hat Sie nicht verlassen. Er liebt Sie und will Ihnen helfen. Und ich mache hier nicht nur grosse Worte, ich predige nicht einfach nur. Ich glaube das von ganzem Herzen.

    Ich lebe nun schon ungefähr 47 Jahre mit Jesus und habe ihn als durch und durch treu erlebt. Ich habe festgestellt, dass sein Wort wahr ist. 6.000 Jahre Geschichte haben uns gelehrt, dass Gottes Wort wahr ist. Schon in frühester Zeit haben Menschen Gottes Wort als wahr erlebt, ebenso wie Millionen Gläubige unserer Zeit. Himmel und Erde werden vergehen, aber Gottes Wort wird nicht vergehen. „Gott ist kein Mensch, der lügt. Er ist kein Mensch, der etwas bereut.“ Gott ändert seine Meinung nicht. Seinem Wort kann man absolut vertrauen.

    Gott hat den Heiligen Geist geschickt, um in uns zu leben, uns zu trösten, zu führen, zu leiten, zu lehren und Gemeinschaft mit uns zu haben. Paulus schreibt an einer Stelle: „Wir wünschen euch die Gemeinschaft des Heiligen Geistes“, die Freundschaft, die Interaktion mit dem Heiligen Geist. Danken wir Gott für sein lebendiges Wort und für den lebendigen Geist, der in uns lebt, der uns lehrt und der zu Ihnen und zu mir sprechen wird, wenn wir uns jetzt mit Gottes Wort beschäftigen.
    Unser Thema ist, inmitten von schweren Zeiten Kraft zu schöpfen und sicher durch problematische Zeiten hindurchzugelangen. Ich möchte dazu verschiedene Gedanken weitergeben. Ein wichtiger Gedanke ist zum Beispiel: Gott weiss, wie es ist, Mensch zu sein. Gott kann sich mit uns identifizieren. Ich kenne viele Menschen, die Schweres durchmachen und denken: „Gott, das kann dir doch egal sein. Was weisst du schon? Du weisst nicht, wie es ist, ich zu sein. Du weisst nicht, wie es ist, Versuchungen zu erleben. Du weisst nicht, wie es ist, von diesen Dingen überwältigt zu werden.“ Nein. Gott weiss das alles.

    Ich möchte Ihnen einige Verse aus der Bibel vorlesen, die von Jesus sprechen, nämlich Philipper 2,6-7. „Obwohl er Gott war …“ – das ist die Neues-Leben-Übersetzung –

    „Obwohl er Gott war, bestand er nicht auf seinen göttlichen Rechten. Er verzichtete auf alles; er nahm die niedrige Stellung eines Dieners an und wurde als Mensch geboren und als solcher erkannt.“

    Jesus gab etwas auf; er verzichtete auf seine göttlichen Rechte. Haben Sie darüber schon mal nachgedacht? Er verliess die Welt der Herrlichkeit und wurde nicht in einem Königspalast unter den Grossen dieser Welt geboren, nicht einmal mit irdischen Vorrechten. Er wurde in einem Stall geboren und in eine Futterkrippe gelegt. Sein Stiefvater Josef und seine Mutter Maria waren arme Leute. Der Heilige Geist liess Maria schwanger werden, bevor Josef je mit ihr geschlafen hatte.
    Jesus wuchs in einer armen Zimmermannsfamilie in einem unbekannten Dorf auf. Nein, er gehörte nicht zu den Einflussreichen dieser Welt. Er kannte nicht einmal irdische Privilegien. Und er verzichtete auf seine göttlichen Vorrechte! Er gab sie auf und wurde ein Mensch. Die Bibel sagt in Johannes 1,14:

    „Er, der das Wort ist, wurde Mensch und lebte unter uns.“

    Damit ist Jesus gemeint: „Das Wort wurde Mensch und lebte unter uns.“ Jesus versteht uns sehr wohl. Er weiss, wie es ist, zu leiden. Er weiss, wie es ist, müde zu sein. Er weiss persönlich, wie es ist, Verrat, Demütigung, Verlassenwerden und Wut zu erleiden. Er weiss, wie es ist, schlechtgemacht und verleumdet und fälschlich beschuldigt und am Ende grausam umgebracht zu werden. Er kennt Todesangst. Als er im Garten Gethsemane betete, am Anfang seines Leidens, wurde sein Schweiss wie grosse Blutstropfen.
    Er stand unter enormem Stress, denn er begriff, was es mit sich bringen würde, zum Opfer für die ganze Menschheit zu werden und unsere Sünden zu tragen. Der Eine, der keine Sünde kannte, wurde für uns zur Sünde gemacht, damit wir gerecht vor Gott stehen können. Er wurde von der strahlenden Gegenwart des Vaters getrennt und ausgestossen, damit wir in die Familie aufgenommen werden können. Jesus weiss, wie das ist. Er weiss, wie es ist, das durchzumachen, was Sie durchmachen.
    Eine gute Freundin von mir verlor ihren Mann bei einem tragischen Unfall. Die beiden waren frisch verheiratet! Ich weiss noch, wie ich bei der Beerdigung nichts weiter tun konnte als sie zu umarmen und anzuschauen. Ich konnte ihr kein einziges Wort sagen, weil ich ehrlich nicht verstand, was sie durchmachte. Ich sah, wie andere auf sie zukamen und sagten: „Wir wissen, was du jetzt durchmachst. Das tut uns so leid!“ Nein, das wussten sie eben nicht – und die Witwe wusste das ganz genau. Die anderen hatten keine Ahnung, wie es ist, als jung verheiratete Frau den Ehemann bei einem tragischen Unfall zu verlieren.

    Aber Gott weiss, wie das ist, denn Jesus wurde einer von uns. Er versteht Leiden. Er versteht Probleme. Er versteht Schwierigkeiten. Daran besteht kein Zweifel. Hören Sie, was Hebräer 4,15 uns sagt:

    „Dieser Hohe Priester versteht unsere Schwächen, weil ihm dieselben Versuchungen begegnet sind wie uns, doch er wurde nicht schuldig.“

    Er wurde in allen Punkten genauso versucht wie wir, doch ohne zu sündigen. Deshalb kann er mit uns und unseren Schwächen mitfühlen. Er kennt die Ängste, die uns innerlich packen, und die Depressionen, die uns überkommen. Er kennt das. Er fühlt mit Ihnen und Ihren Schwächen mit. Er weiss, was Sie durchleben.
    Liebe Freunde, Gott hat Erbarmen mit Ihnen. Er hat die Gnade, Ihnen in Ihrer Not zu helfen, und wenn Sie gerade Not erleben, dann strecken Sie noch jetzt, während ich rede, Ihr Herz nach Gott aus. Er hat Gnade für Sie. Er hat Erbarmen. Sie können mutig vor den Thron seiner Gnade kommen. Er ist kein unnahbarer, distanzierter, gefühlloser Gott, der gelegentlich mit kalten, emotionslosen Augen einen Blick auf die Welt wirft. Sie sind für ihn nicht eine endlose Nummer auf einer Liste. Sie sind keine gesichtslose Person in einer Menschenmenge. Er weiss aus Erfahrung, was Sie durchmachen. Es ist so gut, das zu wissen. – Aber ich möchte noch zu einem anderen wichtigen Gedanken weitergehen.

    Vergessen Sie nicht: Nur weil Sie eine schwere Zeit erleben, nur weil Sie Not leiden, nur weil unerwartete Stürme über Ihr Leben hereingebrochen sind, heisst das nicht, dass Sie etwas falsch machen oder gegen Gottes Willen verstossen. Gott bestraft Sie nicht. Daniel wurde in die Löwengrube geworfen, weil er zu Gott gebetet hatte. Apostel Paulus und Silas wurden geschlagen und ins Gefängnis geworfen, weil sie einer Vision folgten, die Gott Paulus gegeben hatte.

    Petrus brachte einem Mann Heilung und wurde dafür ins Gefängnis geworfen. Ich möchte Ihnen etwas vorlesen, das Sie vielleicht kennen. Es ist aus 2. Mose. Gott hatte Mose zum Pharao geschickt. Zuvor war die Sache mit dem brennenden Busch passiert und mit dem Stab, der in eine Schlange verwandelt wurde. Mose und Aaron traten also mutig vor den Pharao und sagten: „Gott befiehlt dir: Lass mein Volk ziehen.“ Und der Pharao reagierte folgendermassen, als Mose Gott gehorchte. 2. Mose 5,17-23:
    „Doch der Pharao entgegnete ihnen: ‚Ihr seid einfach nur faul! Deshalb sagt ihr: >Lass uns ziehen, damit wir dem Herrn Opfer bringen können.< Geht und macht euch wieder an die Arbeit! Ihr bekommt kein Stroh, aber ihr müsst trotzdem genauso viele Ziegel herstellen wie früher.‘ Da merkten die israelitischen Vorarbeiter, wie ausweglos ihre Lage war: Sie mussten weiterhin die gleiche Anzahl Ziegel abliefern. Als sie den Palast des Pharaos verliessen, trafen sie Mose und Aaron, die draussen auf sie warteten.“

    Das ist die Delegation der Anführer der Israeliten, die gekommen waren, nachdem Mose dem Pharao seine Ankündigung überbracht hatte. Sie gingen hinaus und trafen auf Aaron und Mose.

    „‚Der Herr soll euch dafür strafen, dass ihr uns beim Pharao und seinem Hofstaat in Verruf gebracht habt‘, beklagten sie sich. ‚Ihr habt ihnen einen Grund geliefert, uns zu töten!‘ Da wandte Mose sich an den Herrn: ‚Warum tust du deinem Volk so etwas an, Herr?‘, fragte er. ‚Warum hast du mich hierher gesandt? Seit ich zum Pharao gegangen bin und ihm deine Botschaft ausgerichtet habe, behandelt er dein Volk noch viel schlechter. Und du unternimmst nichts, um dein Volk zu retten!‘“
    Gott, jetzt ist alles noch schlimmer. Ich habe getan, was du gesagt hast, und alles ist zusammengebrochen. Was ist los? Du hast deine Zusage nicht erfüllt, und der Teufel hat alles nur noch schlimmer für uns gemacht. Alle beklagen sich über uns. Wir haben nicht nur den Pharao und die Ägypter, die uns niedermachen wollen. Auch alle in Israel sind jetzt gegen mich. Es ist noch schlimmer geworden.“ Ja, manchmal wird es noch schlimmer, wenn man Gott gehorcht. Nur weil man eine schwere Zeit durchlebt, heisst das nicht, dass man gegen Gottes Willen verstossen hat. Und natürlich wissen wir, wie Moses Geschichte weiterging
    Gott sagte: „Ich werde dir zeigen, was ich mit dem Pharao machen werde, und ich werde euch mit starker Hand herausbringen.“ Und das tat Gott auch. Die Plagen kamen über Ägypten, und schliesslich gab der Pharao nach und das Volk Israel zog mit Silber und Gold beladen aus. Es heisst, unter ihren Stämmen war nicht eine einzige schwache oder gebrechliche Person. Stellen Sie sich das einmal vor! Mehrere Millionen Menschen, die seit 400 Jahren in Sklaverei gelebt hatten – und jetzt zogen sie aus dem Land, und keiner von ihnen war schwach oder gebrechlich. Ich sage Ihnen, als sie das Passahlamm assen, muss die grösste Massenheilung der Menschheitsgeschichte stattgefunden haben! Gott brachte sie mit Reichtum aus Ägypten, und sie machten sich auf den Weg ins verheissene Land.

    In 2. Timotheus 3,12 lesen wir:

    „Jeder, der an Christus Jesus glaubt und ein Leben zur Ehre Gottes führen will, wird Verfolgung erleben.“

    Es wird garantiert Schwierigkeiten geben. Jesus sagt das auch in Johannes 16,33:
    „Ich habe euch das alles gesagt, damit ihr in mir Frieden habt. Hier auf der Erde werdet ihr viel Schweres erleben. Aber habt Mut, denn ich habe die Welt überwunden.“

    Loben wir Gott, dass es für unsere Probleme einen Sieg gibt! Denken Sie nicht, dass Gott Sie bestraft. Nur weil Sie Probleme erleben, heisst das nicht, dass Sie ausserhalb von Gottes Willen stehen oder etwas falsch gemacht haben. Vielleicht heisst es sogar, dass Sie etwas richtig gemacht haben. In einer Welt, die mit dem Strom schwimmt, schwimmen wir gegen den Strom.

    Als junger Christ besuchte ich einmal einen Hausbibelkreis. Ich lernte die Teilnehmer gerade erst kennen und war wahrscheinlich der jüngste Christ von allen dort.
    Aber ehrlich, es dauerte nur ein paar Minuten und ich konnte es kaum erwarten, wieder zu gehen. Denn diese Leute waren gemein. Sie verbrachten einen grossen Teil der Zeit damit, andere herunterzumachen und sich den Mund über sie zu zerreissen. An dem Tag redeten sie über eine junge alleinerziehende Mutter, die ich kannte. Sie war gerade erst Christ geworden. Die junge Frau hatte finanzielle Schwierigkeiten. Das liess sich denken. Sie war alleinerziehend und wir lebten nicht in der reichsten Gegend.
    Doch anstatt für diese junge Christin Geld zu sammeln, für diese alleinerziehende Mutter, die gerade erst zum Glauben gekommen war … Sie war nicht dort, aber die anderen zogen abfällig über sie her. Ich meine, sie erfanden Sachen und sagten: „Wahrscheinlich macht sie das und das“ und so weiter. Ich war nie wieder in meinem Leben so froh, dass ein Bibelkreis zu Ende war. Sie hätten auf sie zugehen und ihr helfen sollen statt sie zu kritisieren.
    Hören Sie, selbst wenn Sie aufgrund Ihrer eigenen Entscheidungen in Schwierigkeiten geraten sind, wissen wir doch alle, dass so etwas passiert. Wir leben in einer gefallenen Welt. Es läuft nicht alles so, wie Gott es ursprünglich geplant hatte. Eines Tages wird er einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen. Danken wir ihm dafür!

    Wir wissen, dass wir einen Feind haben, den Teufel, der wie ein brüllender Löwe umhergeht und sucht, wen er verschlingen kann. Er ist der Dieb, der nur kommt, um zu stehlen, zu töten und zu zerstören. Wir wissen, dass er der Ursprung von Problemen ist. Manchmal ist der Grund einfach der, dass wir in einer gefallenen Welt leben, in der nicht alles so läuft, wie es sollte. Und manchmal sind die Entscheidungen von anderen sündigen Menschen schuld. Sie wirken sich wie ein Dominoeffekt auf andere aus.
    Es gibt korrupte Politiker, und wir haben genügend davon in unserem eigenen Land. Das wirkt sich auf alle möglichen anderen Menschen aus. Es beeinflusst die Wirtschaft negativ. All das passiert, und auch wir treffen manchmal sündige Entscheidungen, die uns unmittelbar in Schwierigkeiten bringen. Vielleicht beschreibt das ja Ihre momentane Situation.
    Sie sagen: „Okay, Bayless, ich verstehe, was du sagst. Nur weil ich eine schwere Zeit durchlebe, heisst das nicht, dass ich etwas falsch gemacht habe. Aber hör mal, ich habe etwas falsch gemacht. Ich habe betrogen. Ich war untreu. Ich habe immer wieder die gleiche Dummheit gemacht. Ich habe meine Probleme verdient.“
    Vielleicht haben Sie tatsächlich Ihre Probleme selbst verursacht. Nehmen wir einmal an, das ist der Fall. Trotzdem sollen Sie wissen, dass Gott Sie liebt. Und Sie können Busse tun. Busse bedeutet eine innerliche Haltungsänderung, die zu einem äusserlichen Richtungswechsel führt. Kehren Sie einfach um. Sagen Sie: „Gott, es tut mir leid. Ich bin schuldig, und es tut mir leid. Reinige mich von meiner Sünde; ich bekenne sie dir. Zeige mir, was ich tun soll.“ Gott wird Ihnen einen Schritt zeigen, den Sie gehen sollen. Und er wird Ihnen helfen, wenn Sie wirklich von Herzen Busse tun. Auch dann, wenn Sie mit Ihrem Fehler grosses Unheil angerichtet haben. Gott ist reich an Erbarmen für alle, die sich an ihn wenden.

    Ich möchte kurz noch zu einem anderen Gedanken kommen. In schwierigen, mühsamen Zeiten ist es wichtig, dass wir unsere geistlichen Ressourcen auffrischen. Nehmen Sie sich Zeit, sich von Gottes Wort zu ernähren. Nehmen Sie sich Zeit zum Beten; lassen Sie sich von Gottes Geist erfüllen. Wir werden mit Glauben gefüllt, wenn wir Gottes Wort hören. In Römer 10,17 heisst es:

    „Und doch kommt der Glaube durch das Hören dieser Botschaft, die Botschaft aber kommt von Christus.“
    Wir werden vom Heiligen Geist erfüllt, wenn wir beten. Vielleicht sagt jemand: „Ich bin vom Heiligen Geist erfüllt. Das war 1966, da habe ich in Zungen gebetet.“ Okay, und wann ist Ihnen der Heilige Geist ausgegangen? In Apostelgeschichte 2 lesen wir, dass die Jünger alle mit dem Heiligen Geist erfüllt wurden. Später heisst es: „Da wurde Petrus vom Heiligen Geist erfüllt und sprach zu ihnen …“ Sie wurden immer wieder vom Heiligen Geist erfüllt. Man wird nicht einmal erfüllt und muss dann nie wieder „nachfüllen“. Das „Nachfüllen“ geschieht durch Gebet. Die Jünger beteten und wurden vom Heiligen Geist erfüllt. Wenn wir beten, füllt das unseren geistlichen Tank. Wir lesen Gottes Wort und beten, und das hilft uns, frisch und stark zu bleiben, denn häufig geben wir gewissermassen auch etwas an geistlichen Ressourcen aus.
    Ich vertraue Gott. Ich bete für etwas. Ich kümmere mich um jenes Problem und beschäftige mich mit dieser Sache hier. Das kostet geistliche Energie; es kostet Glauben. Es kostet auch körperliche und emotionale Energie. Schon auf körperlicher Ebene kann ich meine Kraft nicht erneuern, wenn ich nichts tue, um wieder aufzutanken, wenn ich mich nicht gut ausruhe, wenn ich mich nicht gut ernähre. Und ich werde meine geistliche Kraft nicht erneuern, wenn ich mich nicht regelmässig von Gottes Wort ernähre.

    Vor Jahren, als unsere Gemeinde noch ziemlich klein war, spielte ich regelmässig Basketball. Wir hatten damals, glaube ich, zwei oder drei Vormittagsgottesdienste. Und nachmittags spielte ich meistens mit einigen Männern aus der Gemeinde Basketball. Ich brachte Sportsachen und Sportschuhe mit, zog mich um und traf mich mit ihnen auf einem Schulhof in der Nähe, wo wir Basketball spielten.
    Einmal hatte ich den ganzen Vormittag gepredigt und war ein bisschen müde – aber das war ich gewöhnt. Wir trafen uns bei der Schule und begannen zu spielen. Ich verausgabte mich ziemlich. Ich bin einigermassen ehrgeizig und kann einfach keine halben Sachen machen. Aber plötzlich, nach etwa 20 Minuten, wurde mir schwindlig und ich sah buchstäblich kleine schwarze Punkte vor meinen Augen. Ich dachte: ‚Mensch, ich muss mich hinsetzen!‘
    Schliesslich nahm ich mich zusammen und überlegte: ‚Was ist da los?‘, und da dämmerte es mir. Vielleicht ist das für Sie schwer zu verstehen, aber ich hatte ganz vergessen, dass ich gefastet hatte. Es war mein dritter Fastentag. Ich hatte seit drei Tagen nichts gegessen. Ehrlich, das war mir völlig weggerutscht. Ich hatte vergessen, dass ich nichts gegessen hatte. Und dann verpulverte ich hier meine ganze körperliche Energie! Ich hatte an dem Vormittag ja schon gepredigt. Und wer meint, Predigen kostet keine Energie, der hat noch nie gepredigt.
    Nach dem Predigen fühle ich mich meistens wie ein ausgewrungener Abwaschlappen. Ich hatte also mit ganzer Energie gepredigt, und dann hatte ich mit ganzer Energie Basketball gespielt, und jetzt brauchte ich etwas zu essen! Ich hatte meine körperlichen Ressourcen aufgebraucht und nicht erneuert, und nun befand ich mich in einem Zustand der Schwäche. Wenn Sie Probleme haben, dann haben Sie es doppelt so nötig, Gottes Wort zu lesen und zu beten. Lassen Sie sich von Gottes Geist erfüllen, und lassen Sie sich von Gottes Wort erfüllen.
    Nur noch ein letzter Gedanke. Erinnern Sie sich in schweren Zeiten daran, dass das nicht die Endstation ist. Die Probleme sind nicht Ihr „Hauptwohnsitz“, sondern eine Durchreisestation. In Psalm 23 heisst es: „Der Herr ist mein Hirte, ich habe alles, was ich brauche.“ Loben wir Gott dafür! „Er lässt mich in grünen Tälern ausruhen, er führt mich zum frischen Wasser. … Auch wenn ich durch das dunkle Tal des Todes gehe, fürchte ich mich nicht, denn du bist an meiner Seite. Dein Stecken und Stab schützen und trösten mich.“ Vielleicht muss ich durch das Tal des Todes gehen, aber ich bleibe nicht auf Dauer dort. Vielleicht durchlebe ich schwere Zeiten, aber ich bleibe nicht dauerhaft dort. In 1. Petrus 1,6 heisst es:

    „Freut euch deshalb von Herzen! Vor euch liegt eine grosse Freude, auch wenn ihr für eine Weile viel erdulden müsst.“

    Man kann auch übersetzen: „auch wenn ihr in dieser Phase, wenn es sein muss, vielfältige, vielschichtige, unterschiedliche Prüfungen und Schwierigkeiten durchlebt“. Eine Phase – alle Phasen enden. Ich habe Freunde im Norden der USA, und die Winterphasen dort können hart sein. Sie erzählen mir, dass sie manchmal das Gefühl haben, der Winter würde niemals enden. „Hier liegt seit drei Monaten Schnee! Wann gibt es endlich mal wieder einen warmen Tag?“ Aber wissen Sie was? Es kommt immer der Frühling und der Winter endet immer. Der Sommer kommt immer wieder, der Herbst kommt immer wieder.
    Ich lebe in einem Landesteil, in dem die Jahreszeiten kaum wechseln. Den Frühling und den Herbst kann man verpassen. Im Winter regnet es nur etwas mehr, und im Sommer wird es ziemlich warm. In der Region, in der ich lebe, gibt es nur minimale Veränderungen. Das ist nicht überall der Fall. Aber Fakt ist, alle Jahreszeiten, alle Phasen enden. Wenn Sie sich gerade in einer sehr schwierigen Phase befinden, habe ich gute Nachrichten für Sie: Diese Phase wird nicht ewig andauern. Sie wird enden, und Gott hat am Ende dieser Prüfungszeit gute Dinge für Sie vorbereitet. Am anderen Ufer wartet der Sieg.
    Kommen wir noch einmal auf den Vers zurück, den wir in dieser Serie schon mehrmals betrachtet haben, 1. Korinther 10,13:

    „Vergesst nicht, dass die Prüfungen, die ihr erlebt, die gleichen sind, vor denen alle Menschen stehen.“

    Alle machen die gleichen Zeiten durch.

    „Doch Gott ist treu. Er wird die Prüfung nicht so stark werden lassen, dass ihr nicht mehr widerstehen könnt. Wenn ihr auf die Probe gestellt werdet, wird er euch eine Möglichkeit zeigen, trotzdem standzuhalten.“

    Oder: „Gott hält für euch einen Ausweg bereit, der euch siegreich daraus hervorgehen lässt.“ Ich möchte Ihnen Mut machen. Machen Sie sich bewusst, dass Sie nicht für immer in diesen Schwierigkeiten stecken werden. Gott hat Pläne für Sie. Vertrauen Sie ihm; er wird Sie führen. Und ich bete, dass Sie im Namen Jesu und durch den Heiligen Geist Kraft für Ihren inneren Menschen erhalten.
    Vater, ich bitte dich, dass du den Menschen, die jetzt zuschauen, Weisheit schenkst. Zeige ihnen den nächsten Schritt, den sie gehen sollen. Bringe die richtigen Menschen und Verbindungen in ihr Leben, damit sie dorthin gelangen können, wo du sie haben möchtest. Und für die Menschen, die wirklich zu dir umkehren müssen, Herr, danke ich dir, dass deine Barmherzigkeit und Gnade und Vergebung ihnen zufliessen werden wie eine Flut, wenn sie von Herzen ihre Sünden bekennen und umkehren.

    Ihnen allen möchte ich sagen, dass wir mit Liebe an Sie denken. Sie hören es vielleicht nicht oft, aber Gott liebt Sie, und wir auch. Danke an alle, die unsere Arbeit unterstützen. Wir senden diese Predigten überall auf der Welt in vielen verschiedenen Sprachen. Das ist durch Menschen wie Sie möglich. Gott segne Sie! Auf Wiedersehen.

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