Verlass dich auf Gottes Versorgung – Philipperbrief
Wie viel Geld muss auf deinem Konto liegen, damit du beruhigt leben kannst?
Die Wahrheit ist: Sicherheit findest du nicht bei deiner Bank, sondern nur bei dem, der die unerschöpfliche Quelle ist. In dieser inspirierenden Sendung zeigt Bayless Conley anhand von Philipper 4, welche himmlischen Ressourcen Gott für dich bereithält. Entdecke, wie Gott deine Perspektive auf den Mangel verändert und dich versorgt.
-
Hallo, schön, dass du zuschaust. Ich habe eine Bitte: Gib mir die nächste halbe Stunde deiner Zeit. Du hast vermutlich viel um die Ohren – wie die meisten von uns. Vieles strömt auf uns ein. Aber wenn wir Gottes Wort an die erste Stelle setzen, kommt etwas in Gang …
Wir schauen uns heute einige starke Aussagen aus dem Philipperbrief an. Paulus schreibt diesen Brief aus römischer Gefangenschaft an die Gemeinde in Philippi in Mazedonien. In unserem heutigen Abschnitt finden wir wirklich grundlegende Wahrheiten. Paulus ist in Gefangenschaft, und die Gemeinde aus Philippi schickt Epaphroditus mit einer Spende los, um ihn dort zu unterstützen. Paulus schreibt in Philipper 4,10 dazu:
„Ich freue mich sehr und danke Gott, dass ihr euch wieder um mich sorgt! Ich weiß, dass ihr immer um mich besorgt wart, aber eine Zeit lang hattet ihr keine Gelegenheit, mir zu helfen.”
Sie wollten ihm schon früher etwas schicken, aber er war auf dem Weg nach Rom; es hätte ihn nicht erreicht. Jetzt ist er in Rom angekommen und sie schicken Epaphroditus zu ihm. Paulus schreibt: „Ich freue mich, weil ihr euch so sehr sorgt, dass ihr etwas tut.“ Ich liebe seine Formulierung in einer anderen Übersetzung: „Eure Fürsorge für mich ist wieder aufgeblüht.“ Wörtlich: Sie wurde neu belebt wie ein Baum, der seine Winterruhe hinter sich hat und nun wieder Früchte trägt. Er schreibt: „Mir ist klar, dass ihr auch vorher nicht unwillig wart; euch fehlte nur die Gelegenheit.“ Dann schreibt Paulus: „Ich spreche nicht davon, weil ich Mangel hatte.“ In Vers 11 schreibt er:
„Nicht, dass ich etwas gebraucht hätte! Ich habe gelernt [wo immer ich bin], mit dem zufrieden zu sein, was ich habe!”
Das Wort „zufrieden“ bedeutet, von Umständen unabhängig zu sein. Paulus wusste: Egal in welcher Lage – in römischer Gefangenschaft, unterwegs, verfolgt von dieser oder jener Gruppe –, er konnte von Umständen unabhängig sein, weil er gelernt hatte, Gott zu vertrauen und sich auf ihn zu verlassen. In Philipper 4,12 und 13 schreibt er:
„Ob ich nun wenig oder viel habe …”
Er weiß, wie man mit wenig auskommt. Er weiß auch, wie man bei Überfluss die richtige Herzenshaltung behält. Weiter schreibt er:
„… ich habe gelernt, mit jeder Situation fertig zu werden: Ich kann einen vollen oder einen leeren Magen haben, Überfluss erleben oder Mangel leiden. Denn alles ist mir möglich durch den, der mich mit Kraft erfüllt.”
Liebe Freunde, wir können Jesus vertrauen. Es spielt keine Rolle, wo du gerade bist oder in welcher Sprache du zuhörst. Du kannst Jesus Christus vertrauen, und du kannst seinen Zusagen vertrauen. Du kannst lernen – und ich auch –, von Umständen unabhängig zu sein. Denn der, der die Welt geschaffen hat, kann auch unsere Bedürfnisse stillen. Als er Elia zum Bach Krit schickte, sandte er zweimal am Tag Raben, die ihn versorgten. Als Gottes Volk auf dem Weg von Ägypten ins verheißene Land durch die Wüste zog, gab es keine Geschäfte zum Einkaufen und auch keine Weinberge oder Olivenhaine, um sich Trauben und Oliven zu pflücken. Und was tat Gott? Er gab ihnen Manna in der Wüste und versorgte sie übernatürlich.
Gott hat nichts von seiner Schöpferkraft verloren und nichts von seiner Fähigkeit, Wunder zu tun. Wir müssen das Geheimnis entdecken, wie wir alles schaffen können – sowohl in schwierigen Zeiten, in Zeiten knapper Mittel, als auch in großem Wohlstand. Auch dann wenden wir uns an Gott und verlassen uns nicht auf unsere eigenen Mittel. Ich glaube, für unsere Seele kann Wohlstand sogar gefährlicher sein als Mangel. Denn im Mangel müssen wir auf Gottes Versorgung vertrauen. Im Wohlstand neigt unser altes Wesen dazu, sich darauf zu verlassen.
Aber in der Bibel lesen wir: Setzt eure „Hoffnung nicht auf den unsicheren Reichtum, sondern auf Gott. Denn Gott gibt uns alles reichlich, und wir dürfen es genießen.“ Lasst es mich noch einmal lesen. Paulus schreibt dem jungen Timotheus: Sprich mit den Menschen in deiner Gemeinde, die wohlhabend sind. Sag ihnen Folgendes.“ 1. Timotheus 6,17:
„Sag allen, die in dieser gegenwärtigen Welt reich sind, sie sollen nicht stolz sein.”
Er spricht hier über Christen, nicht über glaubensferne Menschen. An sie lautet unsere Botschaft: „Jesus Christus ist gestorben und auferstanden, damit ihr erlöst und Teil von Gottes Familie werden könnt, wenn ihr umkehrt und Jesus vertraut.“ Aber hier geht es um Menschen in der Gemeinde. 1. Timotheus 6,17 bis 19:
„Ermahne die, die nach den Maßstäben dieser Welt reich sind, nicht überheblich zu sein und ihre Hoffnung nicht auf den unsicheren Reichtum zu setzen, sondern auf Gott. Denn Gott gibt uns alles reichlich, und wir dürfen es genießen. Sie sollen Gutes tun, freigebig sein und bereit, mit anderen zu teilen, also reich in guten Werken sein. So sammeln sie sich eine gute Grundlage für die Zukunft, um das wahre Leben festzuhalten.”
Sag ihnen, sie sollen großzügig sein. Wenn du finanziellen Segen erlebt hast, wenn du gerade zuschaust und an Jesus glaubst, dann ermutige ich dich dazu – so wie Paulus Timotheus aufforderte, die Wohlhabenden seiner Zeit zu ermahnen: Wenn du Jesus nachfolgst, sei großzügig. Gib bereitwillig. Gott hat dich gesegnet, damit du ein Segen sein kannst. Du wirst nichts mitnehmen. Gar nichts. Nicht deinen Besitz, nicht dein Grundstück, nicht dein Geld. Das Einzige, was du mitnimmst, ist deine Persönlichkeit – wer du bist.
In gewisser Weise nimmst du auch die Menschen mit, die durch deine Spenden mit dem Evangelium erreicht wurden, weil du die Arbeit deiner Gemeinde unterstützt hast. Weil du christliche Arbeiten unterstützt hast, die das Evangelium in die Welt tragen. Wenn du reich gesegnet bist, danke Gott dafür. Bleib demütig. Sei nicht überheblich oder stolz, sondern demütig und großzügig. Auch das schaffen wir. Alles ist uns möglich durch den, der uns Kraft gibt. In Philipper 4,14 fährt er fort:
„Aber es war trotzdem richtig von euch, mir in meiner jetzigen schwierigen Lage zu helfen.”
Er wollte nicht den falschen Eindruck erwecken, als wolle er sagen: „Ihr habt mir diese Gabe geschickt, aber eigentlich brauchte ich sie gar nicht. Ich vertraue ja Jesus.“ Er wollte ihr Handeln keineswegs gering schätzen. Er schreibt: „Aber es war trotzdem richtig von euch, mir in meiner schwierigen Lage zu helfen.“ Anders gesagt: „Danke. Was ihr getan habt, war edel, richtig und gut.“ In Philipper 4,15 und 16 schreibt er:
„Ihr wisst selbst, ihr Philipper, dass ich beim Beginn der Verkündigung des Evangeliums, als ich aus Mazedonien aufbrach, mit keiner Gemeinde durch Geben und Nehmen verbunden war außer mit euch und dass ihr mir auch in Thessalonich und auch sonst das eine und andere Mal etwas geschickt habt, um mir zu helfen.”
Er sagte also: „Ihr habt sogar mehrfach Hilfe geschickt, als ich in Thessalonich war.“ Nachdem sie dort Gottes Wort gehört und seine Errettung erlebt hatten, unterstützten sie Paulus großzügig, damit auch andere ewiges Leben finden konnten, so wie sie selbst. Ich glaube, so sollte jeder erlöste Mensch reagieren: „Ich bin gerettet und reingewaschen. Ich komme in den Himmel, habe hier auf Erden ein neues Leben und will großzügig sein, damit andere das erleben, was ich erlebt habe.“ Er schreibt: „Mit keiner anderen Gemeinde war ich durch Geben und Nehmen verbunden.“
Interessanterweise wird beides meist im selben Atemzug genannt. Für sie war es nicht nur ein Geben, sondern auch ein Nehmen. Nach Gottes Plan gehört beides zusammen. Zuerst einmal: Du kannst Gott im Geben nicht übertreffen. Über die Motivation sprechen wir gleich, also denk bitte nicht voreilig, ich wollte nur sagen: “Gib, damit du bekommst.“ Das ist keineswegs der Fall. Bitte hör mir zu. Paulus schreibt an die Christen in Philippi, die aufopferungsvoll gespendet haben: „Wir sind im Geben und Nehmen verbunden.“ Man gibt nicht nur, um zu nehmen. Aber wenn du aus der richtigen Motivation gibst, wirst du auch etwas bekommen. Es kommt zu dir zurück. Lukas 6,38 steht im Zusammenhang von Liebe und Vergebung. Dort lesen wir:
„Gebt, und ihr werdet bekommen. Was ihr verschenkt, wird anständig, ja großzügig bemessen, mit beträchtlicher Zugabe zu euch zurückfließen. Nach dem Maß, mit dem ihr gebt, werdet ihr zurückbekommen.”
In Sprüche 3,9 und 10 heißt es:
„Ehre den Herrn mit dem Besten, mit dem ersten Teil deines Einkommens. Dann werden deine Scheunen reich gefüllt sein, und deine Keltern werden von neuem Wein überfließen.“
Daran ist eine Zusage geknüpft. Wenn wir Gott mit dem Ersten und Besten ehren, wird er uns segnen. Diese Zusagen wurden an Menschen geschrieben, die in einer Agrargesellschaft lebten. Ihr Wohlstand wurde an ihren Schafen und Herden gemessen, an ihren Rindern, Olivenhainen und Weinbergen. Gott sagt ihnen also: „Wenn ihr mich zuerst ehrt, mir den ersten Teil eures Einkommens gebt und es aus der richtigen Motivation tut, dann werde ich dafür sorgen, dass es euch gut geht.“
Lasst mich ein paar genauso grundlegende Verse aus 2. Korinther 9 lesen. In 2. Korinther 8 versucht Paulus die Gemeinde in Korinth dazu zu bewegen, großzügig zu geben. Dabei verweist er auf die Mazedonier, besonders auf die Christen in Philippi, über die wir hier sprechen. Er schreibt: „Sie waren in einer schweren Prüfung und großen Bedrängnis, aber sie gaben sogar über ihre Möglichkeiten hinaus und taten es freiwillig.“ In Kapitel 9 will er sie immer noch zum Geben ermutigen und formuliert es folgendermaßen – 2. Korinther 9,6 bis 8:„Denkt daran: Wer sparsam sät, wird auch sparsam ernten. Aber wer reichlich sät, wird auch reichlich ernten. Jeder gebe so viel, wie er sich im Herzen vorgenommen hat – nicht mit Verdruss oder aus Zwang. Gott liebt fröhliche Geber, und kann euch mit derartig vielen Wohltaten überschütten, dass ihr nicht nur jederzeit genug für euch selbst habt, sondern auch anderen noch reichlich Gutes tun könnt.”
Er spricht hier über das Spenden. Wer wenig sät, wird wenig ernten. Den Christen in Philippi hat er geschrieben: „Keine andere Gemeinde hat sich so auf Geben und Nehmen eingelassen wie ihr.“ Den Korinthern schreibt Paulus: „Wenn ihr wenig gebt, wird auch wenig zurückkommen. Wenn ihr reichlich gebt, wird auch reichlich zurückkommen.“ Sei dir im Klaren darüber: Gott kann dir jede Gnade schenken. Man könnte auch übersetzen: „Er kann irdischen Segen zu euch überfließen lassen, sodass ihr jederzeit in allem genug habt und noch genug, um allen Gutes zu tun.“
Mit anderen Worten: Gott sorgt dafür, dass du genug hast, um deine eigenen Bedürfnisse zu decken, und dass noch etwas übrigbleibt, um anderen zu helfen. Das ist meine Definition von Wohlstand: Gott gibt dir genug, um deine Bedürfnisse zu stillen. Er segnet dich durch die Arbeit deiner Hände, durch kreative Ideen – oder, wenn nötig, öffnet er die Fenster des Himmels. In Maleachi 3 sagt Gott: „Bringt den kompletten zehnten Teil eurer Ernte ins Vorratshaus, damit es in meinem Tempel genügend Nahrung gibt. Stellt mich doch damit auf die Probe, ob ich nicht die Fenster des Himmels für euch öffnen und euch mit unzähligen Segnungen überschütten werde!“
Gott sorgt also für uns – durch unsere Arbeit, durch Weisheit, durch kreative Ideen, wie man etwas besser macht, oder durch ein Produkt, das jemandem hilft und das Leben erleichtert. Dadurch fließen Mittel zu uns zurück. Oder wenn Gott es für nötig hält, öffnet er die Fenster des Himmels und tut etwas völlig Übernatürliches, unerwartet und überwältigend. Wahr ist: Gott hat weder die Kraft noch den Wunsch verloren, so zu handeln. Er will für sein Volk sorgen.
Nun fragt vielleicht jemand: „Willst du damit sagen, wir sollen geben, um etwas zu bekommen?“ Nein. Es gibt eine höhere Motivation zu spenden: Gehorsam gegenüber Gott, weil die Bibel uns dazu auffordert. Wir sollen aus Liebe zu Gott geben. Und aus Liebe zu Menschen, weil wir uns wünschen, dass auch sie bekommen, was wir durch Gottes Wort und Gottes Geist bekommen haben.
Wir wollen Menschen unterstützen, die das Evangelium zu Menschen bringen, die es brauchen. Die Philipper handelten aus Liebe zu Gott, weil sie wollten, dass andere so erreicht wurden, wie Paulus sie erreicht hatte. Sie taten es aus Gehorsam, weil sie wussten: So funktioniert Reich Gottes. Es gehört zu den Prinzipien und zu unseren Aufgaben im Reich Gottes. Aber auch wenn das unsere eigentliche Motivation ist: Gott hat versprochen, sich um unsere Bedürfnisse zu kümmern – und auch darin können wir ihm vertrauen.
Ich sage nicht: „Ich gebe nur, weil ich Gott liebe, und nur, weil ich möchte, dass Menschen erreicht werden.“ Beide sind zwar Motivationen – aber es gibt noch mehr. Denn Gott hat versprochen: Wer gibt, wird auch bekommen. Er hat versprochen, dass er mir das, was ich gebe, um ein Vielfaches zurückgibt. Was ich reichlich gebe, gibt er mir um ein Vielfaches zurück. Der Bauer wäre schön dumm, der sät und keine Ernte erwartet. Ein Teil dieser Ernte ist materieller Natur. Wieder gilt: Kommt mehr zurück, habe ich mehr zu geben. Ich habe mehr, um ein Segen zu sein und in Gottes Reich zu säen. Paulus schreibt in Philipper 4,17 und 18:
„Nicht, dass ich das Geschenk suche, sondern ich suche die Frucht, damit sie euch reichlich angerechnet wird. Ich habe aber alles erhalten und habe Überfluss. Ich habe in Fülle, nachdem ich durch Epaphroditus empfangen habe, was von euch gekommen ist: ein lieblicher Geruch, ein angenehmes Opfer, Gott gefällig.”
Ich möchte hier kurz innehalten. Ich beginne mit dem Ende und gehe dann zurück. Die Philipper gaben aus Liebe zu Paulus, weil er ihnen das Evangelium gebracht hatte. Aus Fürsorge wollten sie ihn während seiner Gefangenschaft unterstützen. Sie wünschten sich, dass andere das Evangelium, die Gute Nachricht hörten, so wie sie selbst. Sie gaben aus Liebe zu Gott. Aber sie gaben auch aus Glauben, weil sie wussten: Gott ist großzügig und wird sie nicht zu kurz kommen lassen.
Vielleicht fragt jemand: „Woher weißt du, dass sie aus Glauben gegeben haben?“ Paulus schreibt – wir haben es gerade gelesen –, dass ihre Gabe ein angenehmes Opfer war, ein lieblicher Duft, der Gott gefällt. Und in 2. Korinther 8 sehen wir: Sie gaben wirklich aufopferungsvoll, weil sie sich für Paulus und seine Arbeit verpflichtet hatten – und weil sie Gott dienten.
Sie gaben also aufopferungsvoll. Sie taten es aus Glauben – aus dem Glauben, dass Menschen erreicht wurden, aber auch aus dem Glauben, dass Gott ihre Bedürfnisse stillen und für sie sorgen würde. Es gibt noch eine zweite Perspektive. In 2. Korinther 9,6-8, das wir uns angeschaut haben, vergleicht Paulus das Geben mit dem Säen von Samen, Hier schreibt er an die Philipper und schreibt in Philipper 4,17:
„Nicht, dass ich das Geschenk suche, sondern ich suche die Frucht, damit sie euch reichlich angerechnet wird.”
Ich bin sicher, Paulus zielt hier auf eine doppelte Bedeutung: Wenn ich säe, bekomme ich es zurück. Und natürlich habe ich dann auch mehr zu geben, und ich tue es aus den richtigen Gründen. Vielleicht reite ich schon zu lange darauf herum, aber manche müssen es immer wieder hören. Paulus hat Menschen für Jesus gewonnen. In der Bibel werden solche Menschen als Frucht im Reich Gottes bezeichnet.
Im ersten Kapitel hat er erwähnt, dass die ganze Prätorianergarde, die Palastwache, gehört hatte, dass er „um Christi willen” gefangen war und dass dadurch das Evangelium vorangekommen war. Etwa 10.000 römische Elitesoldaten hatten also in gewissem Maß das Evangelium von Jesus gehört. Das war Frucht, die Paulus gutgeschrieben wurde.
Die Menschen, die er gewann und deren Leben durch die Verkündigung von Gottes Wort verändert wurde – das war geistliche Frucht, die auch den Philippern gutgeschrieben wurde. Wenn ich eine christliche Arbeit unterstütze, die Menschen für Jesus gewinnt, sie zu Jüngern macht, die Gottes Wort lehrt und Menschen hilft –, dann wird all die Frucht, die daraus wächst, auch mir angerechnet.
Vielleicht war ich nicht derjenige, der gepredigt oder Kranken die Hände aufgelegt hat. Aber wenn ich diese Person unterstützt habe, wird mir die Frucht daraus gutgeschrieben. Ihr Lieben, es gibt nichts Besseres, was wir mit unseren Finanzen tun können. Übrigens gibt es Menschen, die unsere Arbeit hier treu unterstützen. Wenn du dazugehörst, möchte ich einfach mal Danke sagen. Das hilft uns sehr in unserer Arbeit. Ohne euch könnten wir nicht tun, was wir tun.
Im Moment wird unsere Sendung in rund 120 Ländern und in 11 großen Weltsprachen ausgestrahlt. Das würden wir gern noch erweitern. Möglich ist das nur, weil Menschen treu und manchmal sogar aufopferungsvoll geben. Alle Frucht, die durch diese christliche Arbeit wächst, wird in den Büchern des Himmels festgehalten und auch dir gutgeschrieben. Dein Name steht daneben. Deshalb möchte ich einfach Danke sagen. Möge Gott dich segnen. Als nächstes schreibt Paulus in Philipper 4,19 und 20 eine spannende Zusage:
„Und mein Gott wird euch aus seinem großen Reichtum, den wir in Christus Jesus haben, alles geben, was ihr braucht. So soll nun Gott, unser Vater, für immer und ewig geehrt werden. Amen.”
Die Zusage „mein Gott wird euch aus seinem großen Reichtum alles geben, was ihr braucht“ bezieht sich auf die Unterstützung der Missionsarbeit, auf ihre aufopferungsvolle und großzügige Spende. Die Zusage lässt sich davon nicht trennen. Sie hatten gespendet, obwohl sie selbst durch eine schwere Phase gingen, und unterstützten seine Arbeit.
Und nun schreibt er: „Mein Gott wird all eure Bedürfnisse stillen – nicht nur entsprechend eurem Bedarf, sondern nach seinem Reichtum in Herrlichkeit durch Jesus Christus.“ Das ist Fülle und Überfluss. Gott verspricht, dich zu versorgen. Und er versorgt nicht nach irdischem, sondern nach himmlischem Maßstab. In den Versen 21 bis 23 folgt der Schlussgruß:
„Grüßt jeden Heiligen in Christus Jesus! Es grüßen euch die Brüder, die bei mir sind. Es grüßen euch alle Heiligen, besonders die aus dem Haus des Kaisers. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch allen! Amen.”
Stellt euch vor, wie das für sie geklungen haben muss. Sie hatten ihn unterstützt und wohl auch für seine Arbeit gebetet, dafür, dass Gott mächtig durch Paulus wirkt. Paulus hatte ihnen schon im ersten Kapitel geschrieben, dass seine Gefangenschaft zur Ausbreitung des Evangeliums geführt hatte und dass die ganze Palastwache wusste, dass seine Gefangenschaft mit Jesus zu tun hatte. Die Prätorianergarde hatte das gehört.
Jetzt schreibt Paulus: „Alle Gläubigen grüßen euch, besonders die aus dem Haushalt des Kaisers.“ Damit ist gemeint, was wir vielleicht den kaiserlichen Staatsdienst nennen würden: von Palastbeamten über Sekretären bis zu den Hausmeistern Roms. Es meint nicht zwingend Blutsverwandte. Es könnten aber natürlich auch Leute aus dem Haushalt des Kaisers sein, vielleicht Mitglieder der kaiserlichen Familie.
Vielleicht wurden tatsächlich auch Mitglieder der damals mächtigsten Familie der Welt erreicht. Unter den Beamten und Angestellten hatte Gott seine Geschichte gebraucht. Sie war von Mund zu Mund, von Herz zu Herz, von Mensch zu Mensch weitergetragen worden. Und es gibt eine große, mächtige Ernte, weil Paulus seinen Glauben und das Evangelium weitergegeben hatte. Möglich wurde das durch die Großzügigkeit dieser Christen in Philippi.
Auch hier gilt: Es gibt Menschen – vielleicht schauen einige gerade zu –, die im Ruhestand sind und ein festes Einkommen haben. Ihr spendet einen Teil davon eurer Gemeinde oder einem christlichen Projekt und verzichtet dafür auf manches – vielleicht auf Luxus, vielleicht aber auch auf Dinge, die eigentlich notwendig wären. Gott möge euch segnen. Der Himmel sieht das.
Ich glaube, Engel stehen ehrfürchtig da und staunen über Menschen mit einem solchen Herzen. Leider gibt es in der Gemeinde auch reine Konsumenten. Sie kommen und wollen einfach eine gute Predigt hören und die Lobpreiszeit genießen – und geben nichts oder so gut wie nichts. Sie ziehen das nicht mal in Betracht. Jesus hat gesagt: „Wo dein Reichtum ist, da ist auch dein Herz.“
Wenn dein Herz dafür schlägt, eine verlorene Welt für Jesus zu gewinnen, wenn dein Herz im Reich Gottes ist, werden automatisch auch deine Finanzen dort sein. Sei nicht bloß ein Konsument, der in den Gottesdienst kommt, um etwas für sich mitzunehmen: „Ich will eine starke Predigt hören, die mir guttut. Ich möchte den Lobpreis genießen – und danach wieder meiner Wege gehen.“
Nein, sei nicht nur ein Konsument, sondern ein Unterstützer. Gib, bete und sei ein aktiver Teil des Ganzen. Wenn Geben bisher nicht zu deinem Lebensstil gehört, dann ermutige ich dich: Fang damit an. Vertraue Gottes Zusagen. Nimm dir Zeit im Gebet vor Gott und frag ihn: „Herr, was soll ich tun? Ich habe mein monatliches Einkommen und möchte dich mit dem ersten Teil davon ehren, weil du in meinem Leben an erster Stelle stehst.“
Wenn du gerade zuschaust und dein Herz noch nie für den Retter geöffnet hast, dann tu es. Gott schenkt seine Reichtümer großzügig allen, die ihn darum bitten. Jesus sagt: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht zurückweisen.“ Es geht nicht nur um eine Art Feuerversicherung, damit man nicht in die Hölle muss, sondern sich einen Platz im Himmel sichert. Es geht um ein neues, verändertes Leben hier und jetzt. Die Bibel sagt: „Gott lebt mitten unter uns und in uns. Wir sind der Tempel des lebendigen Gottes.“
Ja, ich habe diese Feuerversicherung und komme nicht in die Hölle. Gott sei Dank. Ich stehe nicht unter Gottes Zorn. Jesus hat mich davor gerettet. Dieser Zorn wurde am Kreuz über ihn ausgegossen, als er an meiner Stelle starb. Gott sei Dank komme ich in den Himmel, wenn ich sterbe. Aber ich habe hier und jetzt ein reiches Leben. Ich erlebe seinen Frieden, seine Gegenwart und Gemeinschaft mit seiner Gemeinde. Und du kannst dasselbe haben. Wende dich an den Herrn. Sein Name ist Jesus. Bitte ihn, in dein Leben zu kommen. Bekenne ihn als Herrn und Retter. Du wirst es nie bereuen. Wir würden gern von dir hören. Bis zum nächsten Mal. Gott segne dich.
-
Verpasse keine Sendung
Unser Service für dich: Wir schicken dir jede Woche eine E-Mail mit dem Link zur aktuellen Sendung.
Bring mit uns Hoffnung in die Wohnzimmer der Menschen!
Gerade in unsicheren Zeiten empfinden wir es als große Chance, Menschen durch Gottes Wort neue Zuversicht zu geben.
Hol dir das Skript zur Predigt
Falls du außerdem regelmäßige Impulse von Bayless erhalten möchtest, gib hier bitte deine E-Mailadresse an. Aus technischen Gründen ist die Angabe auch nötig, wenn du nur das Skript möchtest.
Schreiben Sie einen Kommentar