Wie Kirche wachsen kann 1/2

Bayless Conley hat in der Bibel vier Schlüsselelemente entdeckt, wie eine Kirchengemeinde stetig und gesund wachsen kann. Erfahre, warum sowohl eine fundierte Lehre als auch das Erleben von Wundern dazu beitragen, andere Menschen zu Gott zu führen und wie wichtig Beziehungen sind – untereinander, aber auch zwischen Gemeinden.

Dies ist der erste Teil der Predigt, den zweiten Teil findest du hier …

Predigtmanuskript

Vor einer Weile habe ich die Apostelgeschichte ganz genau studiert. Ich habe mich in jeden einzelnen Vers vertieft. Und während ich das Buch so durcharbeitete, dämmerte mir etwas. Mir fiel auf, dass die Kirche dort immer weiterwuchs - mitgliedermäßig, im Herzen oder an Einfluss. Ich hatte das Gefühl, dass der Heilige Geist mir mehrere Dinge zeigen wollte, durch die die erste Gemeinde gewachsen ist. Und mir wurde klar, dass diese Dinge Gottes Gemeinde in jeder Generation wachsen lassen. Wachstum in Zahlen, im Herzen oder an Einfluss geschieht nicht per Zufall, sondern ganz gezielt. Und deswegen denken wir heute darüber nach, wie Kirche wachsen kann. Schlagen Sie in Ihrer Bibel die Apostelgeschichte auf. Wir werden dort gleich etwas lesen. Unser Thema ist gerade: „Die Kirche, die Gott sich wünscht“. Wir denken also darüber nach, was Gott sich in Seiner Kirche wünscht und was Er durch Seinen Geist mit Seinen Leuten in Seiner Kirchengemeinde bewirkt. Als ich bei der Vorbereitung der heutigen Predigt darüber gebetet habe, hatte ich vom Herrn her den starken Eindruck, dass eines der Dinge, die Er in Seiner Kirche sehen möchte - Seine Vision sozusagen -, Wachstum ist. Er wünscht sich eine wachsende Kirchengemeinde, die von Glauben zu Glauben lebt, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit und von Kraft zu Kraft. Gott wollte nie eine stagnierende oder gleichbleibende Kirche. Er möchte, dass Seine Kirche vorangeht, dass sie wächst, sich entwickelt und sich ausbreitet. Und deswegen möchte ich heute über vier Dinge sprechen, die ich in der Apostelgeschichte entdeckt habe. Es sind vier Dinge, die in Gottes Familie Wachstum bewirkt haben. Aber bevor wir uns diesen vier Dingen zuwenden, würde ich gern einige Wahrheiten ansprechen, die für mich die Grundlagen der heutigen Predigt sind. Die erste ist: Wachstum kann und sollte in verschiedenen Bereichen geschehen. Gott wünscht sich Wachstum im Herzen, an Einfluss, an Gnade und natürlich an Zahlen. Ja, Zahlen sind wichtig, denn sie stehen für Menschen. Und Gott liebt Menschen. Es geht aber nicht nur um zahlenmäßiges Wachstum. Gott möchte auch, dass wir als einzelne Mitglieder Seiner Kirchengemeinde und als Gemeinschaft mehr Einfluss gewinnen, in der Liebe, in guten Werken und in der Erkenntnis wachsen und, ja, dass immer mehr kostbare Menschen zu Seiner Familie hinzukommen. Zweitens: Das Wachstum von Gottes Familie ist Sein Wille. Wachstum ist Sein Wille für unser Leben als Einzelne und für Seine Kirche. Ich glaube, dass wachstumsfeindliche Theologie nicht von Gott kommt. Was nicht wächst, stirbt. Und Gott liebt es, sich nach verlorenen Menschen auszustrecken. Er liebt es, wenn wir als Gläubige uns entwickeln und reifen und wachsen. Das ist also Gottes Plan für Seine Kirche, unabhängig davon, wo diese Kirche und ihre Mitglieder auch sein mögen. Und drittens, und das ist wichtig: Es ist immer falsch, sich mit anderen zu vergleichen. Ich denke, dass wir uns von anderen oder vom Wachstum einer anderen Kirche inspirieren oder anspornen lassen können, aber es ist nicht gut, wenn wir anfangen, uns mit ihnen zu vergleichen. In 2. Korinther 10:12 steht: 2. Korinther 10:12 „Wir würden es natürlich niemals wagen, uns mit gewissen Leuten zu vergleichen, die sich selbst empfehlen, oder uns gar auf eine Stufe mit ihnen zu stellen. Sie messen sich an sich selbst, vergleichen sich mit sich, so dumm sind sie.“ Es ist nicht klug. Und außerdem ist Wachstum relativ. Wenn man eine Dorfkirche mit einer Kirche mitten in einer großen Stadt vergleicht, dann wird das Wachstum unterschiedlich aussehen. Genau so ist es, wenn man eine Kirche in einer Region nimmt, in der das Evangelium schon seit Jahrzehnten oder sogar Hunderten von Jahren gepredigt wird, die von Gebeten umhüllt ist und viele Spenden bekommt und das mit einer Kirche in einer Region vergleicht, wo das Evangelium nicht gepredigt und wo nicht viel gebetet wurde. Bei der einen geht es darum, die Arbeit weiterzuführen, während bei der anderen erst einmal Evangelisation nötig ist. Es ist einfach unklug, das miteinander zu vergleichen. Genauso ist es mit unserem eigenen geistlichen Wachstum. Einige von uns müssen viel mehr falsches Denken überwinden als andere. Einige schleppen aufgrund ihrer Situation und der Ereignisse in ihrem Leben viel mehr emotionale Lasten mit sich herum. Ich denke, dass aus himmlischer Perspektive manchmal gerade die Leute, von denen wir denken, dass sie hinterherhinken, eigentlich nach Gottes Maßstäben viel mehr Fortschritte gemacht haben als diejenigen, denen wir eine Medaille verleihen würden. Man sollte also nicht anhand von Äußerem urteilen. Und es ist nie gut, zu vergleichen. Und noch ein vierter Gedanke: Letztendlich ist Gott derjenige, der Seine Kirche wachsen lässt. Einer meiner Lieblingsverse der ganzen Bibel steht in Psalm 127:1: „Wenn der Herr das Haus nicht baut, arbeiten seine Erbauer vergebens daran.“ Das ist der einzige Vers, der in meinem Büro an der Wand hängt. „Wenn der Herr das Haus nicht baut...“ Das Wort „Haus“ bedeutet wörtlich „Familie“. Wenn Gott nicht die Familie baut, arbeiten die Erbauer umsonst. In Matthäus 16:18 sagt Jesus: „Ich will meine Gemeinde bauen, und alle Mächte der Hölle können ihr nichts anhaben.“ Und in Apostelgeschichte 2:47 steht: „Und jeden Tag fügte der Herr neue Menschen hinzu, die gerettet wurden.“ Und hier noch der fünfte und letzte Gedanke, bevor wir uns die vier Dinge aus der Apostelgeschichte anschauen: Wir sind dazu berufen, zusammen mit Gott an diesem Bau zu arbeiten. Das bedeutet: Wenn wir es erleben wollen, müssen wir mithelfen. Es wird nicht einfach passieren. Es fällt nicht vom Himmel. Hören Sie auf die Worte des Apostels Paulus in 1. Korinther 3 in den Versen 6 und 9: 1. Korinther 3:6 „Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber hat das Wachstum gegeben.“ Gott hat Wachstum gegeben. 1. Korinther 3:9 „Denn Gottes Mitarbeiter sind wir.“ Wollen Sie bei diesem Wachstum ein Mitarbeiter Gottes sein? Macht noch jemand mit außer mir? Also gut. Punkt eins. Schlagen wir zusammen Apostelgeschichte 6 auf. Das Erste, das mir aufgefallen ist, das die Kirche - Gottes Familie - wachsen lässt, ist der Dienst. Im Text wird klar, worum es dabei geht. Dienst. Apostelgeschichte 6, ab Vers 1: Apostelgeschichte 6:1-4 In diesen Tagen aber, als die Jünger sich mehrten, entstand ein Murren der Hellenisten gegen die Hebräer, weil ihre Witwen bei der täglichen Bedienung übersehen wurden. Die Zwölf aber riefen die Menge der Jünger herbei und sprachen: Es ist nicht gut, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen und die Tische bedienen. So seht euch nun um, Brüder, nach sieben Männern unter euch, von gutem Zeugnis, voll Geist und Weisheit, die wir über diese Aufgabe setzen wollen! Wir aber werden im Gebet und im Dienst des Wortes verharren.“ „Wir aber werden im Gebet und im Dienst des Wortes verharren.“ Und was diese Entscheidung zur Folge hatte und was daraufhin geschah, sehen wir in Vers 7: Apostelgeschichte 6:7 „Und das Wort Gottes wuchs, und die Zahl der Jünger in Jerusalem mehrte sich sehr; und eine große Menge der Priester wurde dem Glauben gehorsam.“ Die Apostel ließen sich nicht von organisatorischen Aufgaben vereinnahmen, aber nicht, weil sie die Versorgung der Witwen nicht wichtig fanden. Sie fanden sie sogar sehr wichtig. Aber sie delegierten die Aufgabe und überließen es anderen, das Problem zu lösen. Wir lesen in Vers 5, dass sie der ganzen Kirchengemeinde erklärten, was sie vorhatten. Und dann wandten sie sich wieder ihrer Hauptberufung zu, nämlich dem Gebet und dem Dienst des Wortes. Sie versorgten die Herde mit dem Wort Gottes und beteten dafür, dass Gottes versorgende und leitende Hand auf der Arbeit ruhte. Und die Folge war eine stark wachsende Kirche. Wissen Sie, ich bin recht viel herumgekommen. Ich habe viele Freunde und Bekannte, die als Pastoren arbeiten. Ich habe viele Szenarien in Kirchen gesehen. Und ich habe sehr oft auf meinen Reisen hier in den USA und auf der ganzen Welt gesehen, dass der Pastor oder der Gemeindeleiter die ganze Arbeit macht. Sie kümmern sich um die ganze Seelsorge, um den Besuchsdienst, um alle Hochzeiten, alle Beerdigungen, den ganzen Predigtdienst und um alle Probleme. Und schließlich sind sie ausgebrannt, weil sie nur sehr wenig Zeit für das Gebet und fürs Bibelstudium und das Beschäftigen mit dem Wort Gottes haben. Das hat bei ihnen einfach nicht so viel Priorität. Wie wir sehen, hatten das ständige Gebet und der Dienst am Wort bei den Aposteln oberste Priorität. Manche Leiter in Gottes Familie sind vor allem damit beschäftigt, Feuer zu löschen - wie zum Beispiel diese Sache mit den Witwen. In einer wachsenden Kirchengemeinde gibt es immer Probleme. Das ist normal. In der Bibel heißt es: „Wo keine Rinder sind, da bleibt die Krippe sauber, die Kraft des Ochsen aber verschafft großen Gewinn.“ Das bedeutet: Wenn wir den Gewinn haben wollen, den ein Ochse mit sich bringt, dann müssen wir bereit sein, in den Stall zu gehen und uns um den Mist zu kümmern. Wenn wir im Leben und in der Kirchengemeinde und in unserer Berufung Wachstum erleben wollen, dann werden wir uns mit viel Mist herumschlagen müssen. „Ich möchte aber ein Leben ohne Probleme. Ich möchte keine Prüfungen, ich möchte keinen Ärger, ich möchte keine Probleme.“ Fügen wir hinzu: „… und ich möchte kein Wachstum. Ich möchte nicht wachsen. Ich möchte dort bleiben, wo ich bin; vielleicht eher ein bisschen rückwärtsgehen.“ Nein, Sie müssen sich dem stellen. Es gehört einfach dazu. Aber anstatt zu delegieren und andere die Probleme lösen zu lassen, denken manche, sie müssten sich um alles kümmern. Und dann löschen sie die ganze Zeit nur Feuer. Erst gibt es hier ein Problem, dann ist dort jemand beleidigt, jemand anderes war zu laut, es war zu heiß oder zu kalt im Saal, jemand hat etwas gesagt, das politisch nicht korrekt war, jemand war unsensibel und hat dies getan, jemand findet, er wird soundso behandelt und so weiter. Und dann rennt man herum und kümmert sich um alles. Aber hören Sie gut zu: Wenn Sie das zulassen, bestimmt letztendlich der Teufel Ihren Dienst und nicht der Heilige Geist. Wissen Sie, warum? Wissen Sie, wie? Der Teufel muss nur wieder irgendwo Feuer anzünden. Und dann bestimmt schließlich er die Arbeit anstatt dass es Gott tut. Ich erzähle Ihnen einmal etwas aus meiner Zeit vor Christus. Ich habe ein ziemlich wildes Leben geführt. Einmal wollte ich mit ein paar Freunden in den Joshua Tree National Park fahren. Wir wollten uns morgens dort treffen, alle LSD nehmen und dann in der Wüste herumlaufen. Großartige Idee. Ich wurde aber irgendwie aufgehalten und konnte erst am Nachmittag hinfahren. Also gingen die anderen schon einmal vor und fingen an. Sie schluckten LSD und gingen dann in die Wüste. Dort hatten sie ihren Spaß, bis einer auf die brillante Idee kam, mitten im Sommer bei 46 Grad Lufttemperatur eine Leuchtpistole abzuschießen. Sie dachten alle, das wäre großartig - „Wooow!“ -, bis sie einen Busch mitten im Nationalpark trafen und der Feuer fing. Da riefen sie: „O nein!“ und rannten hin und versuchten, das Feuer zu löschen. Sie warfen Sand und Steine und Staub darauf und versengten sich ihre Fingernägel. Doch dann fing ein anderer Busch Feuer und sie rannten hin und warfen dort Erde drauf. Sie hatten kein Wasser. Dann fing ein anderer Busch an zu brennen. Drei Stunden lang rannten sie von Busch zu Busch und versuchten die Feuer zu löschen, damit der Nationalpark nicht abbrannte. Als ich am Nachmittag dort ankam, dachte ich: „Okay, jetzt bin ich auch da. Jetzt geht die Party los!“ Aber als ich in den kleinen Wohnwagen kam, saßen die drei mit rußgeschwärzten Gesichtern dort. Ihre Haare waren versengt und ihre Zähne waren schwarz vom Ruß. Sie hatten viel Rauch eingeatmet. Ihre Fingernägel waren versengt und ihre Fingerspitzen bluteten. Ich fragte: „Leute, was ist passiert?“ Und sie konnten nicht einmal reden. Sie waren ein Bild der vollkommenen Erschöpfung. Wenn ich daran denke, wie meine drei Freunde da auf der Couch saßen, erinnert mich das an viele Pastoren und Leiter, die ich kennengelernt habe. Sie verbringen ihre ganze Zeit und Energie damit, Feuer zu löschen. Aber der Teufel zündet immer ein neues Feuer an und noch eins und noch eins. Und so löschen sie die ganze Zeit Feuer und haben fast keine Zeit mehr für das Gebet und für den Dienst des Wortes. Freund, das ist so wichtig. Es ist wichtig, wenn die Kirche zahlenmäßig wachsen soll, aber es ist auch wichtig, wenn die Kirche geistlich wachsen soll. Wir müssen Zeit für den Dienst haben. Und dann der zweite Punkt. Der zweite Punkt sind Wunder. Der erste ist der Dienst, der zweite sind Wunder. Gehen wir zu Apostelgeschichte 4. Die Jünger sind bedroht worden. In der Bibel steht, dass sie ernsthaft bedroht wurden. Und anschließend wurde ihnen verboten, zu predigen oder zu lehren oder überhaupt mit jemandem im Namen von Jesus zu sprechen. Daraufhin versammelten sich alle Jünger und fingen an zu beten. Schauen wir uns ihr Gebet ab Vers 29 an. Sie beteten: Apostelgeschichte 4:29-30 „Und nun, Herr, sieh an ihre Drohungen und gib deinen Knechten, dein Wort mit aller Freimütigkeit zu reden; indem du deine Hand ausstreckst zur Heilung, dass Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus.“ Apostelgeschichte 4:31 „Und als sie gebetet hatten, bewegte sich die Stätte, wo sie versammelt waren; und sie wurden alle mit dem Heiligen Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimütigkeit.“ Und wie antwortete Gott auf dieses Gebet? Kapitel 5, Vers 12. Da steht: Apostelgeschichte 5:12 „Aber durch die Hände der Apostel geschahen viele Zeichen und Wunder unter dem Volk; und sie waren alle einmütig in der Säulenhalle Salomos.“ Vers 14: postelgeschichte 5:14 „Aber umso mehr…“ Sagen wir alle: „Umso mehr.“ „… wurden solche, die an den Herrn glaubten, hinzugetan, Scharen von Männern und auch Frauen.“ Sie kamen zusammen und beteten: „Herr, strecke deine Hand zur Heilung im Namen deines Sohnes Jesus Christus aus.“ Und dann lesen wir, dass durch ihre Hände Wunder und Zeichen und Heilungen geschahen. Sie beteten, dass der Herr Seine Hand ausstrecken sollte, aber anschließend lesen wir, dass die Heilung durch ihre Hände geschah. Mein Freund, wir sind Seine Hände. Wir sind Seine Füße. Wir sind in vieler Hinsicht Seine Stimme. Wir sollen den Kranken die Hände auflegen. Wir sollen dem Missionsbefehl gehorchen und jeder Kreatur das Evangelium predigen, Dämonen austreiben und den Kranken die Hände auflegen, wie Jesus uns in Markus 16 sagt. Die Folge dieser Wunder war, dass die Kirche wuchs. Gehen wir zu Apostelgeschichte 8. Philippus ist nach Samaria gegangen. Das ist ein Beispiel von vielen. Apostelgeschichte 8, ab Vers 4: Apostelgeschichte 8:4-8 „Die Zerstreuten nun gingen umher und verkündigten das Wort. Philippus aber ging hinab in eine Stadt Samarias und predigte ihnen den Christus. Die Volksmengen achteten einmütig auf das, was von Philippus geredet wurde, indem sie zuhörten und die Zeichen sahen, die er tat. Denn von vielen, die unreine Geister hatten, fuhren sie aus, mit lauter Stimme schreiend; und viele Gelähmte und Lahme wurden geheilt. Und es war große Freude in jener Stadt.“ Es ging weiter. Menschen wurden im Namen von Jesus getauft. In der Stadt brannte das Feuer der Erweckung. Viele kamen zum Glauben an Jesus. Doch der Auslöser, der all das angekurbelt hatte, waren die Wunder. Apostelgeschichte 9. Lesen wir ab Vers 32: Apostelgeschichte 9:32-35 „Es geschah aber, dass Petrus, indem er überall hindurchzog, auch zu den Heiligen hinabkam, die zu Lydda wohnten. Er fand aber dort einen Menschen mit Namen Äneas, der seit acht Jahren zu Bett lag; er war gelähmt. Und Petrus sprach zu ihm: Äneas! Jesus Christus heilt dich. Steh auf und mach dir selbst dein Bett! Und sogleich stand er auf. Und es sahen ihn alle, die zu Lydda und Scharon wohnten; die bekehrten sich zum Herrn.“ Lydda war eine Stadt, in der vor allem Juden lebten. Aber Scharon war ein ganzes Gebiet, in dem es viele Städte gab. Alle, die in Lydda und Scharon wohnten, sahen die Heilung dieses Mannes und bekehrten sich daraufhin zum Herrn. Die Städte wurden von nur einem Wunder erschüttert. Lesen wir weiter. Eine Frau namens Tabita, auch Dorcas genannt, ist gestorben. Apostelgeschichte 9, ab Vers 40: Apostelgeschichte 9,40-42 „Petrus aber trieb alle hinaus, kniete nieder und betete. Und er wandte sich zu dem Leichnam und sprach: Tabita, steh auf! Sie aber schlug ihre Augen auf, und als sie den Petrus sah, setzte sie sich auf. Er aber gab ihr die Hand und richtete sie auf; er rief aber die Heiligen und die Witwen und stellte sie lebend vor. Es wurde aber durch ganz Joppe hin bekannt, und viele glaubten an den Herrn.“ Das sind nur ein paar Beispiele. Freunde, das Evangelium muss trotzdem gepredigt werden, aber Wunder dienen oft als Auslöser, um viele Menschen zu Christus zu bringen. Als sehr junger Christ - es ist 40 Jahre her - fuhr ich einmal nach Mexiko. Es gibt in Baja California eine Gegend, in der ich vorher oft war, um mich besinnungslos zu betrinken. Und nun fuhr ich in die gleiche Gegend. Früher war ich auf den gleichen Straßen betrunken unterwegs gewesen, auf denen ich jetzt das Evangelium verbreitete. Ich arbeitete bei einer Evangelisation mit. Ich predigte nicht; ich machte nur ein bisschen Musik. Es kamen Tausende von Menschen. Das Ganze fand in einer kleinen Kolonie namens Piedras Negras in Ensenada statt. Und eines Tages bekam ich eine Aufgabe. Ich hatte meinen alten 63er Kleinbus dabei. Am Abend sollte ein Film über die Endzeit gezeigt werden. Er war auf Spanisch synchronisiert. Ich fuhr also mit meinem Bus in die kleinen Dörfer und lud die Leute von meinem Autofenster aus mit einem Megafon ein, sich am Abend den Film anzuschauen. Ich weiß noch, wie ich herumfuhr und rief: „Un ladrón en la noche! Esta película tiene un impacto en su vida!“ So fuhr ich die Straße entlang und die Leute kamen aus ihren Häusern. Da kam eine Frau und blieb vor uns stehen. Sie stand auf der kleinen Naturstraße vor meinem Bus und ließ mich nicht vorbei. Also hielt ich an. In meinem Bus saßen noch ein paar Leute. Sie fragten: „Was ist los?“ Die Frau sagte: „Ihr müsst für mich beten. Jeden Abend, wenn die Sonne untergeht, sperrt mich meine Familie in den Keller, weil ich den Verstand verliere, sobald die Sonne hinter dem Horizont verschwindet. Ich habe schon Messer genommen und versucht, meine Kinder umzubringen. Ich werde erst wieder normal, wenn morgens die Sonne aufgeht.“ Ich fragte: „Woher kommt das?“ Und sie erzählte: „Meine Tante ist eine bruja. Sie ist eine Hexe und hat mich verflucht. Ich bin schon seit Jahren so. Jeden Abend muss man mich im Keller einsperren. Ihr müsst für mich beten.“ Sie war vollkommen verzweifelt. Wir gingen in ihr kleines Haus, legten ihr die Hände auf und ergriffen die Autorität über den Teufel. Jesus gibt allen Christen Autorität über den Teufel. Er sagte: „Ihr werdet in meinem Namen Dämonen austreiben.“ Und das taten wir. Wir ergriffen die Autorität über den Teufel, brachen seine Macht, stiegen wieder in den Kleinbus und fuhren mit dem Megafon weiter. Am folgenden Abend kam die Frau zur Veranstaltung. Sie kam mit allen ihren Kindern und sie war ganz von dem Fluch befreit. Sie hatte ihren Verstand wieder. Dann wurde sie gerettet und ihre Kinder auch. Mitglieder ihrer Familie wurden gerettet, weil sie dieses Wunder erlebt hatten. Am nächsten Abend waren alle Plätze besetzt. Die ganze kleine Kirche und das Gelände drum herum waren voller Menschen. Die Leute drängten und schoben, um zu den Fenstern hineinschauen zu können und versuchten, sich zur Hintertür hineinzudrängen. So kam wegen der Heilung dieser einen Frau damals vor 40 Jahren in Maneadero eine große Zahl von Menschen zu Jesus. Freund, wir müssen uns um das Übernatürliche bemühen. Vielleicht denken Sie: „Warum tut Gott das nicht?“ Das Übernatürliche, die Gaben des Heiligen Geistes, bekommt man nicht durch Reife. Man muss danach streben. Gott schickt sie. Gott setzt sie als Reaktion auf unseren Wunsch in Gang. Lesen Sie einmal
  1. Korinther 12 und 1. Korinther 14, wo es um die Gaben des Geistes geht. Dazu gehören auch die Gabe der Heilung und die Gabe des Wunderwirkens. Da steht: „Strebt nach den Gaben.“ Zweimal heißt es: „Betet um die Gaben.“ Und es heißt: „Bemüht euch eifrig um die Gaben des Geistes.“ Wir müssen uns um sie bemühen und anfangen, so zu beten wie es die Gläubigen in der Apostelgeschichte getan haben. Ich meine damit mutige, laute Gebete wie: „Gott, strecke Deine Hand zur Heilung aus. Wir brauchen das Übernatürliche. Wir brauchen das Wirken Deines Geistes.“Gott hat sich nicht verändert. Gott wird uns begegnen.Wissen Sie, der Heilige Geist hat Macht. Er hat Präsenz, Er hat Macht und Er ist eine Person. Und Er möchte sich der Kirche jeder Generation offenbaren. Wir haben heute über die Kraft des Heiligen Geistes gesprochen, die Wunder wirkt und wie das mit dem Wachstum der Kirche zusammenhängt. Viele Menschen sind Jesus nachgefolgt, weil sie Seine Wunder sahen und davon hörten. Jesus Christus ist gestern, heute und für immer derselbe. Der Heilige Geist kommt als Antwort auf unsere ernsthaften Gebete. Und Seine Kraft wirkt sowohl innerlich als auch äußerlich. Er wirkt innerlich, wenn wir das Evangelium predigen und der Heilige Geist Herzen überzeugt und sie wissen lässt, dass die Botschaft wahr ist, die sie hören. Und Er wirkt auch äußerlich durch Heilungen, Zeichen und Wunder. Jesus sagt, dass wir den Kranken die Hände auflegen sollen, damit sie gesund werden. Jeder Gläubige ist dafür verantwortlich. Ich denke, dass wir in unserer Generation, in unserer Kirchengemeinde und in unserem Umfeld dafür beten sollten, dass der Herr Seine Hand ausstreckt, um zu heilen. Dann werden wir sehen, was der Heilige Geist tut.

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