4 Lebensweisheiten, die jeder kennen sollte
Jeder kennt Zeiten, in denen alles zu viel wird. Doch was tust du, wenn du dich ausgelaugt fühlst? In dieser Sendung gibt Bayless Conley vier Wahrheiten weiter, die er nicht nur seinen Kindern und Enkeln mitgeben möchte. Er erklärt, warum Vergebung dir eine Last abnimmt und warum Vergnügen zum Leben dazugehört.
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Hallo, schön, dass du dabei bist. Diese Predigt ist zum Vatertag entstanden – und ich kann dir sagen: Als Mann wirst du deine Freude daran haben und als Frau ebenfalls. Da stecken einige richtig praktische Dinge drin. Mach es dir bequem, hol dir Stift und Papier – oder tipp dir etwas in das Gerät, das du nutzt: Schreib dir auf jeden Fall etwas auf. Das hilft dir, deine Gedanken zu ordnen und festzuhalten, was Gott dir sagen will. Lass uns in Gottes Wort eintauchen.
Als Vater und als Großvater gibt es ein paar Punkte, die ich meinen Söhnen, Töchtern und Enkeln unbedingt mitgeben möchte. Und ich möchte sie heute auch mit dir teilen. Ich möchte einfach wie ein Vater zu dir reden – über das, was ich nach vielen Jahren im Leben gelernt habe.
Das Erste ist der Glaube. Jesus verfluchte den Feigenbaum, und innerhalb von 24 Stunden verdorrte er. Als sie das nächste Mal vorbeikamen, rief Petrus aus: „Meister, schau mal – der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist vertrocknet!» Und Jesus antwortete darauf in Markus 11,22:
„Da sagte Jesus zu den Jüngern: ,Habt den Glauben Gottes.‘“
Das ist mein erster Punkt. Das ist das Erste, was ich meinen Kindern, Enkeln und Urenkeln ans Herz legen möchte: Habt Glauben an Gott. In Hebräer 11,5–6 steht:
„Durch den Glauben wurde Henoch in den Himmel aufgenommen, ohne zu sterben, denn niemand sah ihn mehr, weil Gott ihn zu sich nahm. Doch bevor er fortgenommen wurde, wurde ihm verkündet, dass Gott Freude an ihm hatte. Ihr seht also, dass es unmöglich ist, ohne Glauben Gott zu gefallen. Wer zu ihm kommen möchte, muss glauben, dass Gott existiert und dass er die, die ihn aufrichtig suchen, belohnt.“
Mehr steht in der Bibel über Henoch kaum. In 1. Mose 5,24 lesen wir im Grunde nur das:
„Auf einmal war er nicht mehr da, denn Gott hatte ihn zu sich geholt.“
Außerdem erfahren wir, dass er 300 Jahre lang mit Gott lebte. Und das Entscheidende dabei: Er tat es im Glauben. Henoch lebte im Glauben mit Gott. Wenn wir ein paar Verse zurückgehen zu Hebräer 11,1, finden wir dort die biblische Definition von Glaube:
„Glaube aber ist: Grundlage dessen, was man erhofft, ein Zutagetreten von Tatsachen, die man nicht sieht.“
Das bedeutet: Henoch lebte 300 Jahre mit Gott – und er sah Gott genauso wenig wie du. Er spürte Gott nicht mehr, als du ihn spürst, oder als ich ihn spüre.
Aber er redete mit ihm, er betete zu ihm und er betete ihn an. Er lebte so, als ob Gottes Augen immer auf ihn gerichtet wären. Und die Wahrheit ist: Gott sieht, was wir tun. Er hört unsere Worte. Er kennt die tiefsten Absichten unseres Herzens. Andere kennen nur unser öffentliches Image – aber Gott weiß, wie wir wirklich sind. Es sollte keinen Unterschied geben zwischen dem, wer wir in der Öffentlichkeit und wer wir im Verborgenen sind. Für uns hängt der Glaube an Gott ganz eng mit seinem Wort zusammen, der Bibel. In Römer 10,17 heißt es: Glaube kommt
„durch das Hören dieser Botschaft, die Botschaft aber kommt von Christus.“
Wenn wir Gottes Zusagen hören, entsteht Glaube in unserem Herzen. Genau so bleibt er auch lebendig. Als Vater möchte ich dich einfach ermutigen: Führe eine leidenschaftliche Beziehung mit Gottes Buch. Versuch niemals, Glauben zu haben. Füll einfach dein Herz mit seinem Wort, und der Glaube wächst ganz von selbst. Glaube ist die natürliche Folge, wenn sein Wort in dir lebt. Gottes Wort führt zum Glauben so, wie Wasser nass macht. Du gehst ja auch nicht ins Restaurant und sagst: „Ich hätte gerne ein Glas Wasser – und bringen Sie auch die Nässe mit.» Nass ist es automatisch. Glaube kommt aus dem Hören und das Hören aus dem Wort. Und durch Gottes Wort bleibt der Glaube auch erhalten. Paulus hat das in Apostelgeschichte 20,32 wunderschön ausgedrückt:
„Und nun vertraue ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade an – seiner Botschaft, die euch ermutigen und euch ein Erbe geben kann gemeinsam mit allen, die er für sich ausgesondert hat.“
„Ich vertraue euch buchstäblich Gott und seinem Wort an, das euch stärken kann und dich in den vollen Genuss deines Erbes in Christus führen wird.“ Alles, wofür Jesus gestorben ist, wird durch das Wort Gottes zu dir kommen. Als Jesus Petrus und den Jüngern den Feigenbaum erklärte, sagte er: „Habt Glauben an Gott.» Dann zeigte er Petrus verschiedene Wege, wie Glaube konkret wirkt. Aber wir dürfen dabei nie vergessen: Glaube ist kein System, das man bedient. Es ist kein Vertrauen in ein Prinzip. Es ist das Vertrauen in eine Person. Jesus sagt: „Habt Glauben an Gott. Und wenn du dann tust, was Gott in seinem Wort gesagt hat, dann tut Gott das, was du selbst niemals könntest.» Er wird auf der Bildfläche erscheinen und tun, was jenseits deiner menschlichen Möglichkeiten liegt. Jesus sagt also in Vers 22: „Habt Glauben an Gott.» Und in Markus 11,23–24 weiter:
„Ich versichere euch: Wenn ihr zu diesem Berg sagt: ,Hebe dich in die Höhe und wirf dich ins Meer‘, wird es geschehen. Entscheidend ist, dass ihr glaubt und in euren Herzen nicht daran zweifelt. Hört auf meine Worte! Alles, was ihr im Gebet erbittet – glaubt, dass ihr es bekommen habt, und ihr werdet es erhalten.“
Das sind zwei Arten, wie wir laut Jesus unseren Glauben ausdrücken. Jesus sagt nicht: „Beschwer dich bei Gott darüber, wie riesig dein Berg ist.» Er sagt nicht: „Rede mit Gott darüber, wie gewaltig das Problem ist.» Er sagt: „Rede mit dem Berg darüber, wie groß dein Gott ist.» Die meisten reden lieber über ihren Berg als mit ihm. Jesus sagt: „Sprich den Berg an, sprich das Problem an.“ Gott wird tun, was du nicht kannst – er wird ihn aus dem Weg räumen. Hab Glauben an Gott. Handle nach seinem Wort.
Das Zweite, was ich dir als Vater mitgeben möchte, ist Vergebung. Lerne, schnell zu vergeben. Genau das sagt Jesus direkt im Anschluss: „Sprich zu dem Berg. Wenn du betest, glaube daran, dass du es empfängst.» Und dann, im direkt darauffolgenden Vers in Markus 11,25–26, sagt er:
„Doch wenn ihr betet, dann vergebt zuerst allen, gegen die ihr einen Groll hegt, damit euer Vater im Himmel euch eure Sünden auch vergeben kann. Aber wenn ihr nicht vergebt, wird euer Vater, der im Himmel ist, eure Sünden auch nicht vergeben.“
Unversöhnlichkeit blockiert den Glauben. Das ist wie ein Funkloch beim Handy: Du kannst wählen, so viel du willst – du hast keine Verbindung. Wenn du Groll und Bitterkeit mit dir herumschleppst, steckst du in einem Funkloch. Dein Glaube kann nicht wirken. Du hast keinen Empfang bei deinem Anbieter – und das ist Gott, der dir anbietet, deine Last zu tragen.
Ich erinnere mich noch gut: Mit Mitte zwanzig war ich mit meinen Freunden Monty und Don auf Rucksacktour in den Westsierras unterwegs. Als wir noch etwa vier, fünf Tage vor uns hatten, hob Monty einen Stein auf und packte ihn in seinen Rucksack. Ich fragte: „Was machst du da?» Er sagte: „Oh, der gefällt Christy bestimmt.» Christy war seine Freundin – mit der er inzwischen seit 45 Jahren verheiratet ist. Er sagte einfach: „Christy wird ihn mögen.» Ich sagte: „Du willst diesen Stein ernsthaft die nächsten vier Tage in deinem Rucksack durch die Gegend schleppen?» Er nickte: „Klar, sie wird sich darüber freuen.» Don und ich rollten die Augen und dachten: Den hat’s erwischt. Das war’s mit seinem Singledasein. Er ist bis über beide Ohren in diese Frau verknallt.
Weil ich so ein guter Freund bin, bat ich Don, Monty am Feuer ein bisschen abzulenken. Und dann suchte ich mir einen richtig großen Stein, schlich mich zu Montys Rucksack, packte seine Sachen aus und legte den Stein ganz unten rein. Wenn du keine solchen Freunde hast – such dir schleunigst bessere. Einige von euch wissen, was ich meine. Gute Freunde tun so was.
An den folgenden drei Tagen stöhnte Monty: „Oh Mann, der Rucksack ist echt schwer.» Ich meinte nur: „Ja, meiner auch.» Don und ich haben uns kaputtgelacht. Ein paar Tage später entdeckte er ganz unten in seinem Rucksack diesen Brocken. Genau so ist das mit der Unversöhnlichkeit. Je länger du sie mit dir rumschleppst, desto schwerer wird sie.
Lerne, schnell zu vergeben – denn Verletzungen kommen so oder so. Das lässt sich nicht vermeiden. Jesus hatte zwölf Jünger. Einer zweifelte an ihm. Einer verleugnete ihn. Einer verriet ihn sogar. Rein statistisch gesehen, wirst du nicht viel besser wegkommen. Es wird passieren. Menschen werden dich enttäuschen. Du wirst Kummer erleiden. Und du musst schlicht lernen zu vergeben.
In Lukas 17 spricht Jesus mit seinen Jüngern und sagt: „Pass auf – wenn dein Bruder an einem Tag siebenmal gegen dich sündigt und siebenmal zu dir kommt und sagt: ‚Es tut mir leid›, dann vergib ihm.» Weißt du, wie die Jünger darauf reagiert haben? Sie sagten: „Herr, stärke unseren Glauben.» Manchmal musst du im Glauben vergeben.
Ich hatte einen Freund, der mich auf eine Art hintergangen hat, die ich schlicht nicht für möglich gehalten hätte. Hätte mich vorher jemand gefragt: „Was würdest du wetten, dass dieser Mensch das tut?» – ich hätte mit meinem ganzen Besitz dagegen gewettet. Ich hätte gesagt: „Niemals. Ausgeschlossen. So was tut er nicht.» Als es dann doch geschah, hat es mir den Boden unter den Füßen weggerissen. Am Ende hat er sogar Lügen über mich verbreitet, die andere Beziehungen in meinem Leben belastet haben.
Ich habe ihm vergeben. Aber das war ein reiner Glaubensakt. Gefühlt habe ich mich nicht danach. Es fühlte sich auch nicht so an, als hätte ich vergeben, aber das habe ich. Manchmal haben mich anschließend noch völlig aus dem Nichts Wellen von Hass und Groll überrollt. Dann habe ich jedes Mal gesagt: „Nein. Ich habe ihm vergeben. Vater, die Sache liegt in deinen Händen. Der Groll hat keine Macht über mich. Ich habe ihn dir übergeben.»
Ich betete, bis diese Gefühle verschwanden. Aber kurz darauf kehrten sie zurück – Groll und Fassungslosigkeit darüber, was passiert war, wie unfair es war und wie es weiterhin mein Leben negativ beeinflusste. Also fing ich wieder von vorne an: „Nein. Ich habe ihm vergeben. In mir ist keine Bitterkeit. Vater, ich habe ihn in deine Hände gelegt. Ich habe die ganze Sache an dich abgegeben. Ich weigere mich, diesen Groll zuzulassen.» Dann habe ich Gott einfach eine Weile angebetet – und es wurde wieder still in mir. Das ging monatelang so, immer und immer wieder.
Eines Tages rief mich sein Bruder an: „Bayless, hier spricht der-und-der, wir kennen uns.» – Ich sagte: „Ja, ich erinnere mich, wir haben uns einmal getroffen.» Er sagte: „Ich möchte, dass du weißt: Uns als Familie ist klar, was mein Bruder dir angetan hat.» – „Wirklich?» – „Ja. Genauso behandelt er jetzt uns, im Hinblick auf unser Erbe. Ich rufe dich an, weil wir nicht wissen, wie wir damit umgehen sollen. So etwas hätten wir nie erwartet. Wie hast du reagiert? Wie um alles in der Welt hast du das durchgestanden?»
Ich war sehr offen zu ihm. „Das war ein echter Glaubensakt», sagte ich und erzählte, wie ich reagiert hatte, und er bedankte sich. Man könnte meinen, diese Nachricht hätte mich nur in meinem Ärger bestätigt. Nach dem Motto: „Siehst du? Mein Groll ist völlig berechtigt. Der macht das sogar mit seiner eigenen Familie.» Aber nichts davon. Ich legte den Hörer auf – und spürte, dass der gesamte Groll und die Feindseligkeit einfach verschwunden waren. Da war kein einziges negatives Gefühl mehr. Das ist jetzt viele, viele Jahre her und es hat mich nie wieder eingeholt. Nicht ein einziges Mal. Ich war frei. Aus Glaube war Realität geworden.
Würde ich dieser Person noch vertrauen? Auf keinen Fall. Vertrauen muss man sich erarbeiten. Vergebung ist ein Geschenk, das du aus freien Stücken gibst. Vertrauen wäre hier schlicht naiv.
Lass mich das illustrieren. Stell dir eine alte Kirche mit einem hohen Kirchturm mit Glocken vor. Du nimmst dir das Seil und ziehst ein paarmal kräftig daran, immer wieder. Du bringst die Glocke in Schwung, bis der Klöppel gegen die Seiten schlägt und sie anfängt zu läuten. Wenn sie erst einmal schwingt, reicht ein ganz leichtes Ziehen. Das kostet nicht viel Kraft, ganz sanft, immer mal wieder. Und die Glocke läutet und läutet und läutet.
Vergebung ist der Moment, wenn du das Seil loslässt. Dann schwingen die negativen Gefühle noch eine ganze Weile in deiner Seele nach. Der Lärm ist noch da, und die Emotionen überrollen dich immer wieder. Aber wenn du das Seil nicht wieder greifst, wird es langsam ruhiger. In meiner Seele ist es seit vielen Jahren bei dieser Angelegenheit ganz ruhig. Wenn du aber erneut zum Seil greifst und die Glocke schwingen lässt, ist nicht viel Aufwand nötig.
Das Seil in die Hand nehmen meint: Du erzählst Einzelheiten davon jemandem, der weder Teil des Problems noch Teil der Lösung ist. Du schilderst jemandem, wie sehr man dich verletzt hat. Du lässt dich bei anderen darüber aus, was du von dieser Person hältst. Jedes Mal, wenn du das tust, ziehst du wieder am Seil. Manche halten diese Glocke monatelang in Schwung. Manche jahrelang. Manche ein ganzes Leben lang. Das schadet der Gesundheit, verkürzt das Leben und vergiftet die Beziehungen zu Gott und zu anderen Menschen. Und es raubt ihnen den inneren Frieden. Wer vergibt, schenkt jemandem Freiheit – nämlich sich selbst. Vergib schnell.
Der dritte Punkt, den ich dir mitgeben möchte: Sei treu. In Sprüche 28,20 steht:
„Ein treuer Mann wird reich gesegnet.“
Sei beständig. Sei zuverlässig. Sei deinem Ehepartner, deinen Freunden, deiner Gemeinde, deinem Arbeitgeber treu. Sei pünktlich und leiste deine volle Arbeitszeit. Steh zu deinem Wort. Wenn du etwas versprichst, halte es – koste es, was es wolle. Dein Wort ist unverhandelbar. Versprich nie etwas voreilig. Aber wenn du etwas zugesagt hast, dann halte dich daran, egal wie hoch der Preis. Sei ein Mensch, auf dessen Wort man sich verlassen kann. Wenn dein Wort nichts wert ist, bist du es auch nicht. Auf dein Wort ist Verlass.
In Psalm 15,1 wird gefragt: „Herr, wer darf in dein Heiligtum kommen?“ Ein Teil der Antwort findet sich in Vers 4: „Ein Mensch, der seine Versprechen hält, auch wenn es ihm schadet.» Die Message-Bibel drückt es so aus: „Halte dein Wort, auch wenn es dich etwas kostet.» Unser Wort ist heilig. Sei treu – gegenüber deinem Partner, deinen Freunden, deiner Gemeinde, bei der Arbeit und wenn du dein Wort gibst.
Der letzte Punkt, den ich dir als Vater ans Herz legen möchte: Hab Spaß im Leben. In 1. Timotheus 6,17 steht:
„Ermahne die, die nach den Maßstäben dieser Welt reich sind, nicht überheblich zu sein und ihre Hoffnung nicht auf den unsicheren Reichtum zu setzen, sondern auf Gott. – Denn Gott gibt uns alles reichlich, und wir dürfen es genießen.“
Gott gibt uns reichlich und wir dürfen es genießen. Er hat nichts gegen Spaß. Vielleicht hast du dein Leben noch nicht Jesus anvertraut, weil dir jemand eine Lüge aufgetischt hat. Vielleicht denkst du: „Wenn ich Christ werde, verschwindet jeglicher Spaß aus meinem Leben.» Das ist nicht wahr. Gott hat Farben und Formen erfunden und er das Lachen erschaffen. Das größte Abenteuer, das du je erleben wirst, ist, alles auf eine Karte zu setzen und dein Leben Jesus anzuvertrauen. Gott hat nichts dagegen, wenn du Spaß hast. Er gibt uns „reichlich und wir dürfen es genießen“.
Finde heraus, was dir Freude macht – und tu es. Wenn du gerne über Flohmärkte bummelst, dann tu das. Wenn du gern im Garten arbeitest, wanderst, Rad fährst, Briefmarken sammelst, Musik machst, Golf spielst oder angeln gehst – einfach machen. Du wurdest nicht dafür geschaffen, nur zu ackern, ackern, ackern. Du brauchst etwas, das deinen emotionalen Tank wieder auffüllt.
Meine wunderbare Frau spielt zweimal die Woche leidenschaftlich Pickleball mit ihren Freundinnen. Wenn sie davon nach Hause kommt, bekomme ich den kompletten Spielbericht: wie viele Spiele sie gewonnen haben, welche Bälle sie wie geschlagen hat. Sie macht das mit voller Begeisterung. Es füllt ihren Tank.
Ich mache anderes. Vor vielen Jahren war ich eng mit dem Prediger Oral Roberts befreundet. Wir sind unzählige Male zusammen Golf spielen gegangen. Er und seine Frau Evelyn wohnten eine Zeit lang hier in der Gegend. Wir haben oft zusammen gegessen. Regelmäßig rief er an und fragte: „Hey Bayless, hast du Zeit? Lass uns eine Runde Golf spielen.» Manchmal habe ich ihn auch angerufen. Manchmal war Harrison dabei, aber meistens waren wir nur zu zweit, Oral und ich.
Als wir einmal golfen waren, fragte ich ihn, der schon länger im Dienst war als ich auf der Welt: „Oral, was ist der beste Rat, den du mir als jungem Pastor geben kannst? Was ist das Wichtigste? Von allem, was ich von dir lernen könnte und was du erlebt hast – was ist dein wertvollster Ratschlag für einen jungen Mann im geistlichen Dienst?» Er sagte: „Bayless, du hast einen wirklich guten Golfschwung. Mein Rat: Nimm ein paar Trainerstunden, und egal, was es kostet – werde Mitglied in einem Golfclub.» Dann fügte er hinzu: „Golf ist das Einzige, was mich am Leben gehalten hat.» Damit war er still. Ich dachte: „Und weiter?» Aber das war alles. Ehrlich gesagt, ich war richtig enttäuscht. Ich hatte was anderes erwartet.
Zwei Wochen später war ich in Australien als Hauptredner bei einem Verband von Pfingstkirchen in Australien. Die Leute hatten mitbekommen, dass ich gerne golfe, und so schickten sie mich mit einem Mann namens Leo Hart auf den Platz. Leo war einer der Pioniere dieser Bewegung, ihr wichtigster Evangelist in den Anfangstagen. Wir waren bei Bahn 10 oder 11, als Leo anfing, über seinen Verband zu reden.Er sagte: „Bayless, in den Anfangsjahren waren wir extrem gesetzlich.» – „Wirklich?» – „Oh ja. Jungs und Mädchen durften niemals gleichzeitig ins Schwimmbad. Jungs durften keine kurzen Hosen tragen. Sport war streng verboten – das galt als Sünde. Kino war tabu. Die Mädchen durften sich niemals die Haare schneiden, sondern mussten sie lang tragen. Ich war damals der leitende Evangelist, und plötzlich bekam ich ernsthafte gesundheitliche Probleme. Also ging ich zum Arzt. Er machte unzählige Tests, und am Ende sagte der Arzt: ‚Leo, rein körperlich fehlt dir nichts. Du hast keine bestimmte Krankheit. Aber dein Körper macht trotzdem schlapp – und das liegt schlicht am extremen Stress in deinem Dienst. Deshalb frage ich dich: Was ist dein Hobby?'» Leo antwortete: „Ich lese in der Bibel.» Der Arzt sagte: „Das ist wunderbar, Leo. Aber was ist dein Hobby? Wie kriegst du den Kopf frei? Wie baust du Stress ab?» Leo sagte: „Ich lese in der Bibel.» Woraufhin der Arzt antwortete: „Gut, lies weiter. Aber ich sage dir ehrlich: Wenn du dir nicht ein Hobby suchst, wird dich das vorzeitig ins Grab bringen.»
Leo und ich liefen über den Platz, und Leo erzählte mir, wie er dann mit dem Golfen angefangen hatte. „Das war ein echter Skandal. Du glaubst nicht, wie viel Gegenwind ich aus meiner Kirche bekam. Das war unerhört.» Dann blieb er mitten auf dem Rasen stehen. Er drehte sich zu mir um, sah mir tief in die Augen und sagte: „Bayless, Golf ist das Einzige, was mich am Leben gehalten hat.»
Ich dachte sofort: Diesen Satz habe ich doch kürzlich schonmal gehört. Dann erinnerte ich mich an meine Zeit in der Bibelschule. Damals hatten sie einen Missionar aus Borneo eingeladen. 20, 25 Jahre war er am anderen Ende der Welt gewesen. Ich war früh da, sicherte mir einen Platz in der ersten Reihe, lehnte mich gespannt vor und dachte: Komm schon, erzähl mir von deinen Abenteuern.
Und er fing an: „Du wirst es als Missionar niemals schaffen, wenn du kein Hobby hast. Ohne Ausgleich wirst du den vollzeitlichen Dienst nicht überleben. Mein Hobby ist, am Strand Muscheln sammeln am Strand. Auf Borneo gibt es ganz seltene, wertvolle Muscheln, für die Menschen richtig viel Geld bezahlen. Also habe ich daraus ein kleines Business für die Einheimischen gemacht, mit denen ich zusammenarbeite.» Ich junger Bibelschüler saß in der ersten Reihe und dachte: „Ach bitte, können wir mal einen echten Missionar einladen? Was soll das denn? Was für eine Zeitverschwendung.“ Aber nachdem was Oral und Leo und dieser Missionar gesagt hatten, machte es Klick.
Als Vater möchte ich dir einfach sagen: Such dir etwas, das deinen emotionalen Tank wieder auffüllt. Hab Spaß. Dafür bist du geschaffen.
Lass uns noch einmal einen Bogen zum Anfang spannen – zum Glauben. Hab Glauben an Gott. Hätten wir mehr Wissen gebraucht, hätte Gott uns einen Lehrer geschickt. Hätten wir neue Technologien gebraucht, hätte er uns einen Wissenschaftler geschickt. Hätten wir mehr Unterhaltung gebraucht, hätte er uns einen Entertainer geschickt. Aber Gott wusste, dass wir vor allem Rettung von den Folgen unserer Süde brauchen – deshalb hat er uns einen Retter geschickt. Seinen eigenen Sohn. Dein Glaube beginnt, wenn du Jesus mit offenen Armen in dein Leben aufnimmst. „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.»
Es geht darum, Seite an Seite mit Gott durchs Leben zu gehen. Es geht darum, dass der tiefe Abgrund in deinem Herzen gefüllt wird. Denn du wurdest für eine echte Beziehung mit Gott geschaffen – und nichts auf dieser Welt kann diese Leere füllen. Keine neue Freundin, kein neuer Freund. Keine Drogen. Kein Extremsport. Kein Geld. Keine religiösen Rituale. Keine guten Taten. Es ist ein Vakuum in dir, das genau die Form von Gott hat. Du bist dafür gemacht, in einer tiefen Beziehung mit ihm zu leben. Und das passiert nur, wenn du dein ganzes Vertrauen auf seinen Sohn Jesus setzt.
Niemand kann das für dich übernehmen. Vielleicht war dein Vater oder dein Großvater Pastor. Vielleicht bist du in der Gemeinde groß geworden. Das allein macht dich noch nicht zum Christen. Du musst diese Entscheidung ganz persönlich treffen und Jesus in dein Leben aufnehmen. Gott wird dich nicht dazu zwingen. Aber er gibt dir die Möglichkeit dazu. Der auferstandene Retter steht heute mit weit ausgebreiteten Armen vor dir und wünscht sich, dass du kommst.Hör mir noch kurz zu. Schalt bitte den Fernseher oder dein Handy – oder was auch immer – noch nicht aus. Ich möchte dich etwas fragen. Wenn du bis hierhin zugehört hast und dein Herz noch nicht für Jesus geöffnet hast – worauf wartest du noch? Warum schiebst du es auf? Mein Freund, Gott sehnt sich nach deinem Herzen. Er will dein Leben in die Hand nehmen. Jesus ist für dich gestorben. Und wenn du dich von ihm abgewandt hast, wenn du ein verlorener Sohn oder eine verlorene Tochter bist – dann ist jetzt die Zeit, nach Hause zu kommen. Komm nach Hause. Es ist Zeit, umzukehren, deine eigenen Wege zu verlassen und dein Leben wieder dem Herrn anzuvertrauen.
Unsere Zeit hier ist kurz – und die Ewigkeit ist lang. Die Hölle ist heißt und der Himmel ist real. Unser Leben hier auf der Erde ist wie eine Blume, die kurz aufblüht und dann verblüht. Der Wind streicht übers Gras. Es vertrocknet und ist fort. Genau so ist unser irdisches Leben. Wenn du noch nicht Ja zu Jesus gesagt hast – tu es heute. -
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Bring mit uns Hoffnung in die Wohnzimmer der Menschen!
Gerade in unsicheren Zeiten empfinden wir es als große Chance, Menschen durch Gottes Wort neue Zuversicht zu geben.
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