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Die Ewigkeit ist dein Zuhause – Harrison Conley

Wie wird es im Himmel sein? Werden wir unsere Liebsten wiedererkennen? Harrison Conley gibt Antworten aus der Bibel zu diesen wichtigen Fragen. Fest steht: Wir leben heute in Erwartung einer herrlichen Ewigkeit, in der alles Zerbrochene geheilt, alles Verlorene gefunden und Sünde, Tod und Feind für immer besiegt sein werden. Die Ewigkeit ist dein Zuhause – und du bist schon fast angekommen. Ist das nicht wunderbar?

  • Hallo Freunde. Wir haben heute etwas ganz Besonderes für Sie. Unser Sohn Harrison, der hier in der Cottonwood Church Hauptpastor ist, hat eine grossartige Predigt mit dem Titel „Die Ewigkeit ist dein Zuhause“ gehalten. Ich verspreche Ihnen, dass diese Predigt Sie aufbauen, ermutigen und mit hilfreichen Informationen versorgen wird. Lehnen Sie sich in Ihrem Lieblingssessel zurück und hören wir uns gemeinsam diese brillante Predigt an.

    Öffnen Sie bitte Ihre Bibel in Offenbarung 21. Oh, die Offenbarung! Ich weiss, dass alle ein bisschen nervös werden, wenn ich dieses Wort sage. Und das verstehe ich auch, denn die Offenbarung kann ein bisschen erdrückend sein. Sie kann stellenweise ein bisschen verwirrend sein. Aber darf ich sagen, dass die Offenbarung wirklich der perfekte Schlusspunkt für die Bibel ist? Wir sehen in diesem Buch nämlich ein wunderbares Bild von Christus, seinem endgültigen Sieg und unserem herrlichen zukünftigen Zuhause.

    Darum möchte ich Ihnen in den nächsten Minuten einen kleinen Einblick in unser zukünftiges Zuhause geben. Und ich hoffe, dass die Hoffnung des Himmels unsere Herzen neu erfüllt, wenn wir unseren Blick darauf richten.

    Falls Sie sich Notizen machen: Unser Thema lautet: „Die Ewigkeit ist dein Zuhause.“ Ich möchte vier Wahrheiten über unser zukünftiges Zuhause, den Himmel, ansprechen. Und ich hoffe, dass das Ihren Appetit weckt. Es wird natürlich keine erschöpfende Liste sein, aber es wird hoffentlich ausreichen, dass Sie dazu angeregt werden, hin und wieder einmal über den Himmel nachzudenken. Hier ist also die erste Wahrheit über den Himmel, die wir betrachten wollen: Der Himmel ist ein realer Ort.

    Ich habe übrigens versucht, jedem dieser Punkte einen griffigen Titel zu geben. Ich hoffe, Sie schätzen es! Also Punkt Eins: Der Himmel ist ein realer Ort. Er ist nicht nur ein Gefühls- oder Seinszustand, den man erreichen kann. Er ist nicht nur eine Fantasie oder das Produkt unserer Einbildung. Der Himmel ist kein kosmisches Altenheim. Nein, die Bibel beschreibt den Himmel als einen realen Ort.

    Wir haben unsere Bibel in Offenbarung 21 aufgeschlagen. Lesen wir weiter. Dies alles wurde vom Apostel Johannes im Exil auf der Insel Patmos geschrieben. In der Bibel steht, dass er im Geist war und Gott ihm diese grosse Vision und Offenbarung über Jesus, sein Reich und den Himmel schenkte. Schauen wir, was hier steht. Wir lesen in Offenbarung 21,1-5:

    „Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde, denn der alte Himmel und die alte Erde waren verschwunden. Und auch das Meer war nicht mehr da. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen wie eine schöne Braut, die sich für ihren Bräutigam geschmückt hat. Ich hörte eine laute Stimme vom Thron her rufen: Siehe, die Wohnung Gottes ist nun bei den Menschen! Er wird bei ihnen wohnen und sie werden sein Volk sein und Gott selbst wird bei ihnen sein. Er wird alle ihre Tränen abwischen, und es wird keinen Tod und keine Trauer und kein Weinen und keinen Schmerz mehr geben. Denn die erste Welt mit ihrem ganzen Unheil ist für immer vergangen. Und der, der auf dem Thron sass, sagte: Ja, ich mache alles neu! Und dann sagte er zu mir: Schreib es auf, denn was ich dir sage, ist zuverlässig und wahr!“

    Gehen wir weiter, zu den Versen 10-15. Johannes schreibt:

    „Da nahm er mich im Geist auf einen grossen, hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt, Jerusalem, die von Gott aus dem Himmel herabkam. Sie war ganz von der Herrlichkeit Gottes erfüllt und funkelte wie ein kostbarer Edelstein, kristallklar wie Jaspis. Ihre Mauern waren breit und hoch und hatten zwölf Tore, die von zwölf Engeln bewacht wurden. Und auf den Toren standen die Namen der zwölf Stämme Israels geschrieben. An jeder Seite – im Osten, Norden, Süden und Westen – befanden sich drei Tore. Die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundsteine“ – oder zwölf Schichten – „auf denen die Namen der zwölf Apostel des Lammes geschrieben standen. Der Engel, der mit mir gesprochen hatte, hielt eine goldene Messlatte in der Hand, um die Stadt, ihre Tore und ihre Mauer zu vermessen.“

    Wenn man weiterliest, sieht man, wie Johannes sich alle Mühe gibt, die Schönheit des Ortes mit den menschlichen Worten zu beschreiben, die ihm zur Verfügung stehen. Aber gehen wir weiter zu Vers 22-23. Das müssen Sie sehen. Da schreibt Johannes:

    „Kein Tempel war in der Stadt zu sehen, denn der Herr, Gott, der Allmächtige, und das Lamm sind ihr Tempel. Und die Stadt braucht keine Sonne und keinen Mond, damit es in ihr hell wird, denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet die Stadt, und das Lamm ist ihr Licht.“

    Können Sie sich vorstellen, was er hier beschreibt? Können Sie es sehen? Es ist atemberaubend, nicht wahr? Aber vor allem möchte ich Ihnen eines zeigen: Johannes zufolge ist der Himmel nicht nur eine Theorie oder ein Bewusstseinszustand. Der Himmel ist ein realer Ort. Und er beschreibt ihn als eine Stadt. Eine wunderschöne und riesige Stadt.

    Hier in der Bibel werden auch einige der Masse aufgeführt. Wenn man sie in heute gebräuchliche Masse umrechnet, sieht man, dass diese himmlische Stadt in jede Richtung 2400 Kilometer misst. Und dann ist die Rede von zwölf Grundsteinen oder zwölf Schichten, die 5.7 Millionen Quadratkilometern entsprechen. Es ist eine riesige, gigantische, wunderschöne Stadt.

    Wir sehen also: Der Himmel ist ein realer Ort. Und das sagt nicht nur der Apostel Johannes. Auch Jesus spricht vom Himmel als einen realen Ort. Wenn Sie Ihre Bibel dabeihaben, können Sie Johannes 14 aufschlagen. Wenn nicht, schreiben Sie sich die Stelle auf. Johannes 14,1-3. Jesus spricht zu seinen Jüngern. Er sagt:

    „Habt keine Angst. Ihr vertraut auf Gott, nun vertraut auch auf mich! Es gibt viele Wohnungen im Haus meines Vaters, und ich gehe voraus, um euch einen Platz vorzubereiten.“

    Damit meint er den Himmel.

    „Wenn es nicht so wäre, hätte ich es euch dann so gesagt? Wenn dann alles bereit ist, werde ich kommen und euch holen, damit ihr immer bei mir seid, dort, wo ich bin.“

    Jesus – der übrigens die beste Quelle zu diesem Thema ist – spricht also nicht über den Himmel als einem Bewusstseinszustand. Es ist kein imaginärer Ort, der von religiösen Menschen erfunden wurde, um uns einzuschüchtern, damit wir brav sind. Nein, Jesus zufolge ist der Himmel ein realer Ort.

    Das ist die erste Wahrheit über den Himmel, die Sie festhalten sollten. Es ist eine Wahrheit, die Hoffnung schenkt. Der Himmel ist ein realer Ort. Er ist dort oben. Und er ist nicht so weit weg, dass Gott uns nicht sehen, hören oder eingreifen könnte. Gott ist da. Sein Sohn ist da. Und er bereitet alles vor, damit wir in Ewigkeit dort bei ihm wohnen können.

    Kommen wir zur zweiten Wahrheit über den Himmel, die ich ansprechen möchte. Über diese freue ich mich besonders. Der Himmel ist ein bemerkenswerter Ort. Aussergewöhnlich in Bezug auf mehrere Dinge. Zuerst einmal ist er bemerkenswert, weil er nagelneu sein wird.

    In Offenbarung 21,1 – wir haben es gerade gelesen – sagt Johannes: „Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde, denn der alte Himmel und die alte Erde waren verschwunden.“ Der erste Himmel. Das ist hier zur Unterscheidung wichtig. Der erste Himmel ist das, was gerade existiert. Dort gehen gläubige Menschen im Moment hin, wenn sie sterben. Dort ist Gott. Dort sitzt Jesus auf der rechten Seite des Vaters.

    Unsere Lieben, die an ihn geglaubt haben und gestorben sind, sind gerade im Himmel. Aber das wird nicht ihre letzte Ruhestätte sein. Das wird nicht unser endgültiges Zuhause sein. Gott wird einen neuen Himmel und eine neue Erde machen. In Vers 5 heisst es sogar: „Er, der auf dem Thron sass, sagte: Siehe, ich mache alles neu.“ Das Wort für „neu“, das Johannes hier für diesen neuen Himmel und diese neue Erde gebraucht, um unser endgültiges Zuhause zu beschreiben, erinnert an etwas, das mit dem Alten oder dem Original in Zusammenhang steht, aber in seinem Wesen ganz neu ist.

    Das ist ein Konzept, das uns Menschen schwer vorstellbar erscheint. Denn wenn wir „neu“ hören, denken wir sofort: „Ja, es ist im Moment schön, aber etwas Neues bleibt nicht neu.“ Wir sind daran gewöhnt, dass neue Dinge mit der Zeit schlechter werden. Diese Verschlechterung der neuen Dinge können wir letztendlich auf die Sünde im Garten Eden zurückführen. Das Problem liegt im System. Es begann in dem Moment, in dem Adam sündigte. Als er aus dem Herrschaftsbereich Gottes heraustrat, betrat die Sünde die Welt.

    Von da an begann alles zu zerfallen. Gottes ursprünglicher Plan bestand nicht darin, dass der Mensch stirbt und dass seine Schöpfung verfällt. Aber durch die Sünde kam der Tod hinein. Im Neuen Testament steht: „Durch die Übertretung eines Menschen, Adam, kam die Sünde in die Welt.“ Und der Tod war die Folge der Sünde. Aber im neuen Himmel und der neuen Erde wird Gott der Sünde und dem Tod ein Ende setzen.

    Und wenn er unser endgültiges Zuhause schafft, wird es genauso bleiben, wie es sollte. Es wird nagelneu bleiben, und es wird in alle Ewigkeit so bleiben. Es wird vollkommen sein. Es wird sich nie abnutzen. Es wird für immer in seiner Neuheit bemerkenswert bleiben. Ergibt das Sinn?

    Aber so, wie er in seiner Neuheit bemerkenswert ist, so wird er auch in seiner Vollkommenheit und Schönheit bemerkenswert sein. Wie ich vorhin schon sagte, wurde Offenbarung 21 von Johannes geschrieben, dem „Offenbarer“. Und er gab sich alle Mühe, diesen neuen Himmel und die neue Erde zu beschreiben. Er gebrauchte dafür die besten Worte, die er kannte. Aber weil es nur irdische Wort sind, scheitern sie kläglich und können nicht beschreiben, wie schön und bemerkenswert der Himmel sein wird.

    Wenn Sie eine Bibel haben, gehen Sie zu 1. Korinther 2. Schlagen Sie 1. Korinther 2 auf. Ich möchte den Hintergrund erklären, bevor wir es uns anschauen. Hier schreibt der Apostel Paulus. Sie werden schon von vielen Lehrern, Predigern und Forschern gehört haben, dass sich diese Verse auf den Himmel beziehen. Und das gefällt mir. Ich denke, es stimmt. Ich werde gleich dasselbe sagen. Aber ich glaube, dass es auch wichtig ist, den ganzen Kontext dieser Verse zu verstehen. Denn Paulus spricht hier nicht unbedingt konkret über den Himmel. Vielmehr macht er allgemeine Aussagen, die den Himmel mit einschliessen. Im Grunde sagt Paulus uns hier, dass die Weisheit der Welt Gottes Geheimnisse nicht angemessen beschreiben und enträtseln und entdecken kann. Dass uns im Grunde die tiefsten Geheimnisse Gottes vom Heiligen Geist offenbart werden müssen.

    Er spricht hier genauer über die Dinge, die Gott für jene vorbereitet hat, die ihn lieben. Und wir wissen, dass zu den vielen Dingen, die Gott für seine Kinder vorbereitet hat, der Himmel gehört. Wenn wir diese Verse lesen, müssen wir sie also auf unser Verständnis vom Himmel anwenden. Verstehen Sie, was ich meine? Okay. 1. Korinther 2,9-10. Wir lesen es mit diesem Gedanken im Hinterkopf. Und da heisst es:

    „Aber es ist passiert, wie es in der Schrift heisst: Kein Auge hat je gesehen, kein Ohr je gehört und kein Verstand je erdacht, was Gott für diejenigen bereithält, die ihn lieben. Wir dagegen wissen darum, weil Gott es uns durch seinen Geist offenbart hat. Sein Geist weiss alles und schenkt uns einen Blick selbst in die tiefsten Geheimnisse Gottes.“

    Wie wenden wir das also auf den Himmel an? Indem wir uns auf Vers 9 konzentrieren.

    „Kein Auge hat je gesehen, kein Ohr je gehört und kein Verstand je erdacht, was Gott für diejenigen bereithält, die ihn lieben.“

    Ich möchte versuchen, es so zu erklären. Die meisten von uns denken an den Himmel als einen Ort voll unvorstellbarer Schönheit, der er zweifellos auch sein wird. Aber diesem Vers zufolge übersteigt die Schönheit des Himmels alles, was unsere Augen je gesehen haben oder je erfassen könnten.

    Sie stellen sich den Himmel zum Beispiel als einen wunderschönen tropischen Strand vor, mit einer sanften Brise, weissem Sand und leuchtend blauem herrlichem Wasser. Sie sitzen in der Hängematte und schaukeln in der Brise. Jemand bringt Ihnen tropische Getränke. Sie denken: „Das ist perfekt!“ Und für jemanden, der gerade in den Süden gezogen ist und sich an die Feuchtigkeit und Hitze gewöhnt, klingt das auch ziemlich toll. Vielleicht stellen Sie sich den Himmel so oder ähnlich vor. Dass Sie in einer Hängematte schaukeln und Zeit mit Jesus verbringen. Und das klingt grossartig. Aber so wird es im Himmel nicht sein.

    Wissen Sie, woher ich das weiss? Weil ich tropische Strände mit weissem Sand und Palmen und sanften Brisen gesehen habe. Und Sie auch, ob persönlich oder auf Bildern. Aber die Bibel sagt, dass die Schönheit des Himmels, unser ewiges Zuhause, etwas sein wird, das noch kein Auge gesehen hat.

    Vielleicht haben Sie schon ganz genaue Vorstellungen davon, wie der Himmel aussehen wird, wie die Gebäude und wie die Menschen aussehen werden. Vielleicht sind Ihre Vorstellungen sogar in 4K. Aber der Himmel übersteigt alles, was wir uns je vorstellen könnten. Denn „kein Auge hat je gesehen, kein Ohr je gehört und kein Verstand je erdacht, was Gott für uns bereithält, diejenigen, die ihn lieben“. Ich sage Ihnen: Der Himmel ist ein bemerkenswerter Ort. Bemerkenswert in seiner Neuheit und in seiner Schönheit.

    Wir kommen zu den beiden letzten Wahrheiten über den Himmel. Ich werde mich beeilen. Meine Zeit ist bald um. Hier kommt die dritte: Der Himmel ist ein Ort der Beziehungen.

    Eine Frage, die mir über den Himmel besonders häufig gestellt wird, ist: „Werde ich im Himmel meine Familie und meine Freunde wiedererkennen?“ Das ist eine grossartige Frage. Ich habe mir darüber selbst schon Gedanken gemacht. Und auch hier müssen wir die Bibel aufschlagen, wenn wir eine Antwort finden wollen. Wir müssen herausfinden, was Gott zu dem Thema sagt. Wenn Sie keine Bibel dabeihaben, können Sie sich den Vers aufschreiben. Matthäus 8,11. Wir sehen hier die Worte von Jesus. Und er spricht über den Himmel. Hören Sie zu, was er sagt:

    „Und ich sage euch: Viele Menschen werden aus der ganzen Welt herbeiströmen und mit Abraham, Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen.“

    Haben Sie es bemerkt? Ich sehe, dass Sie verwirrt sind. Jesus spricht hier über den Himmel, über das Reich Gottes. Und er erwähnt dabei Abraham, Isaak und Jakob mit Namen. Denken Sie daran, dass diese Männer – Abraham, Isaak und Jakob – Hunderte von Jahren vor diesem Zeitpunkt gelebt hatten, als Jesus über sie sprach. Sie waren schon lange gestorben, bevor Jesus überhaupt auf diese Erde kam. Aber im Himmel sind diese Männer immer noch namentlich bekannt. Sie haben ihre Identität nicht verloren. Man kennt sie immer noch als Abraham, Isaak und Jakob.

    Denken Sie auch an die wunderbare Szene, die wir im Markusevangelium finden, als Jesus die drei ihm besonders nahestehenden Jünger Petrus, Jakobus und Johannes mitnimmt und mit ihnen auf den Berg der Verklärung steigt. Dort auf diesem Berg trifft sich Jesus mit Mose und Elia, die beide – vergessen wir das nicht – schon mehrere Hundert Jahre tot sind. Die drei Jünger Petrus, Jakobus und Johannes sind dort auf diesem Berg und können alles beobachten. Und sie erkennen Mose und Elia. Sie erkennen sie als Mose und Elia. Obwohl sie schon in die Ewigkeit eingetreten waren, hatten also Mose und Elia ihre Namen und ihre Identität noch nicht verloren.

    In Offenbarung 3 spricht Jesus über uns. Er spricht über die, die überwinden und bis zum Ende aushalten. Und da sagt er Folgendes: „Ich werde ihre Namen nicht aus dem Buch des Lebens auslöschen.“ Das bedeutet, dass wir im Himmel unsere Namen haben und bekannt sein werden, wenn wir bis zum Ende aushalten und unser Vertrauen auf Jesus setzen.

    Noch ein anderer Gedanke aus dem Hebräerbrief: Der Schreiber beschreibt dort alle, die gestorben und uns vorausgegangen sind, als eine grosse Wolke von Zeugen. Und er zeichnet dieses Bild von ihnen, wie sie auf einer Tribüne sitzen, auf uns herabblicken und uns anfeuern, während wir laufen und unser Rennen beenden. Mit anderen Worten: Sie kennen nicht nur einander, sondern auch uns. Und sie feuern uns an.

    Also zurück zur ursprünglichen Frage: Werde ich im Himmel meine Familie und meine Freunde erkennen? Wenn ich mir die Bibel anschaue, muss ich Ja sagen. Ich glaube, dass es ein herrliches und fröhliches Wiedersehen geben wird. Der Himmel ist ein Ort der Beziehungen. Wir werden Beziehungen zu anderen Menschen geniessen. Aber wir werden auch – und in noch grösserem Mass – eine vollkommene Beziehung zu Gott haben. Wir werden Jesus von Angesicht zu Angesicht sehen. Wir werden zum ersten Mal und in voller Lebensgrösse die unvergleichliche und unbeschreibliche Schönheit unseres geliebten Jesus sehen.

    Und ich glaube, dass es uns in diesem Moment, in dem wir ihn sehen, wie er ist, vollkommen überwältigen wird, so dass die ganze Ewigkeit nicht ausreichen wird, um zu sagen: „Danke. Danke für alles, was du getan hast. Danke für deine unendliche Liebe. Danke für deine Treue. Danke für dein Opfer.“

    Und wenn uns klar wird, dass der Himmel ein Ort der Beziehungen sein wird, wo wir unsere Lieben wiedersehen werden und wir eine tiefe, vertraute Gemeinschaft mit unserem Schöpfer haben werden, dann sollte das in uns Hoffnung wecken. Es sollte eine Erwartungshaltung und Vorfreude auf unser endgültiges Zuhause wecken.

    Kommen wir zur letzten Wahrheit, um die es heute gehen soll: Der Himmel ist ein gerechter Ort. Und damit meine ich, dass Gott im Himmel alles in Ordnung bringt. Wenn Sie schon eine Zeitlang in die Cottonwood Church kommen, haben Sie wahrscheinlich schon einmal gehört, wie Pastor Bayless gesagt hat: „Die Ewigkeit ist der grosse Ausgleicher.“

    Ich bin mir sicher, dass hier heute einige sind, die das Gefühl haben, die sprichwörtlichen Karten des Lebens seien für sie schlecht gemischt worden. Sie haben so viel durchmachen und ertragen müssen, so viele Schwieriges und Verletzendes erlebt, dass Sie finden, es sei nicht fair. Und ich bin nicht Gott. Wer bin ich also, dass ich hier stehen und darüber bestimmen könnte, was fair ist und was nicht? Aber ich möchte eines sagen: Als Nachfolger von Jesus ist uns nie versprochen worden, dass das Leben fair sein würde. Ich glaube, dass das eine Wahrheit ist, mit der wir uns in unserem Herzen versöhnen müssen.

    Vielmehr wurde uns das Gegenteil versprochen. Nicht wahr? Dass wir Probleme bekommen werden, wenn wir Jesus nachfolgen. Dass uns Schwierigkeiten von links und rechts attackieren werden. Dass wir verfolgt werden. Dass es Leiden geben wird. Das ist uns versprochen worden. Aber wir haben auch das Versprechen bekommen, dass wir zuversichtlich und mutig sein können, weil er die Welt überwunden hat und mit uns ist. Und wenn er mit uns ist, ist er auch für uns. Und wenn er für uns ist, kann niemand gegen uns sein.

    Solange wir hier auf diesem Planeten sind, werden wir damit zu kämpfen haben. Auf der einen Seite versuchen wir, die Wahrheit von Gottes Zusagen klar zu erkennen und an ihnen festzuhalten. Doch auf der anderen Seite leben wir aufgrund der Sünde in einer gefallenen und zerbrochenen Welt. Und manchmal fällt es uns schwer, zu verstehen, wie diese Dinge miteinander existieren können. Wie die Punkte verbunden werden und wie Gottes Plan in dieser Welt und durch unser Leben umgesetzt werden kann. Aber es wird der Tag kommen, an dem wir in die Ewigkeit eintreten und die Sterblichkeit ablegen und Unsterblichkeit anziehen werden.

    Was in Vergänglichkeit gesät wurde, wird unvergänglich geerntet werden. Wir bekommen einen neuen Körper. Einen Körper wie den von Christus. Einen Körper, der vollkommen und für die Sünde, den Tod, Depressionen und Krankheiten unzugänglich ist. Wir werden so heil sein, wie Gott uns ursprünglich geplant hatte. Aber darüber hinaus ist der Himmel auch die Zusage, dass Gott alles Falsche geraderücken und bei jeder Ungerechtigkeit für Gerechtigkeit sorgen wird. Um die Bibel zu zitieren: „Er wird alle ihre Tränen abwischen.“ Ich lese noch einmal Offenbarung 21,4-5:

    „Er wird alle ihre Tränen abwischen, und es wird keinen Tod und keine Trauer und kein Weinen und keinen Schmerz mehr geben. Denn die erste Welt mit ihrem ganzen Unheil ist für immer vergangen. Und der, der auf dem Thron sass, sagte: Ja, ich mache alles neu!“

    Kein Tod mehr. Keine Trauer mehr. Keine Verwirrung mehr. Keine Traurigkeit mehr. Kein Weinen mehr. Keine Schmerzen mehr. Wenn ich jetzt hier im Saal eine Umfrage starten und fragen würde: „Wer von Ihnen hat im vergangenen Jahr oder den vergangenen zwei Jahren etwas Schwieriges erlebt, geweint und Tränen der Traurigkeit vergossen, einen lieben Menschen verloren, sich von Sorgen, Stress und Ängsten übermannt gefühlt, mit einer körperlichen oder psychischen Krankheit zu kämpfen gehabt oder eine emotionale Blockade erlebt?“, dann würden wir vermutlich alle unsere Hände heben. Denn an irgendeinem Punkt im Leben erlebt jeder von uns Schmerzen, Traurigkeit und Enttäuschung.

    Das ist der Stachel des Lebens. Es ist der Stachel des Todes. Aber wie gesagt: Es wird der Tag kommen, an dem all dies ausgelöscht wird. Es wird nicht mehr da sein. Es wird vorüber sein. Es wird verschwunden sein. Und das Beste ist: Es wird nie wieder zurückkommen können. Keine Krankheit, kein Leiden, keine chronischen Erkrankungen, keine Depressionen, keine Ängste, keine Sorgen, kein Stress und keine Furcht. Keine Kämpfe mehr. Keine Konflikte mehr. Kein Land mehr, das gegen ein anderes wütet. Keine Gier mehr. Keine Ungerechtigkeit mehr. Kein Rassismus mehr. Kein Hass mehr. Ärzte und Krankenschwestern sind nicht mehr nötig. Medikamente und Rezepte sind nicht mehr nötig. Operationen und Krankenhäuser und Intensivstationen sind nicht mehr nötig. Pflegeheime und Hospize und Bestattungsinstitute sind nicht mehr nötig. All das wird verschwunden sein. Alles wird neu sein. Und wir werden für immer mit ihm herrschen.

    Unser zukünftiges Zuhause ist ein Ort der Erneuerung; ein Ort, an dem alles endlich Sinn ergibt und wir mit völliger Klarheit erkennen, wie Gott die ganze Zeit alles gelenkt hat. Der Himmel ist ein gerechter Ort. Dort gehören wir hin. Vergessen Sie nicht, dass diese Erde selbst in ihrem besten Zustand vergänglich ist. In der Bibel steht: „Wir sind Reisende. Wir sind nur für einen kurzen Moment hier.“ Das Leben ist ein Rauch, wie ein Atemzug. Es kommt und ist wieder verschwunden. Wir sind nur Durchreisende. Der grosse Autor und Denker C.S. Lewis sagte es so: „Wenn ich in mir Bedürfnisse entdecke, die durch nichts in dieser Welt gestillt werden können, dann muss ich daraus schliessen, dass ich für eine andere Welt geschaffen bin.“

    Wir sind Fremde in einem fremden Land. Und wir erwarten voller Hoffnung und Vorfreude den Tag, an dem wir zu Hause sein werden. Wir werden in der Stadt leben, die Grundsteine hat, welche Gott erbaut und geschaffen hat. Wir haben heute Morgen das schöne neue Lied gesungen, in dem es heisst: „Das verheissene Land ruft nach uns. Wir sind bald zu Hause. Dann wird keine Träne mehr vergossen. Wir sind bald zu Hause. Bereitet eure Seele auf das Reich vor, das bald kommt. Wir schauen nicht zurück. Wir sind bald zu Hause.“

    Wir sind bald zu Hause. Wissen Sie, ich bin so dankbar dafür, wie Gott uns in diesem Leben versorgt. Er belohnt die, die eifrig nach ihm suchen. Und zweifellos hält Gott viel Lohn und Segen für seine Kinder in diesem Leben bereit. Aber der Löwenanteil von dem, was auf uns wartet und für uns bereitsteht, befindet sich auf der anderen Seite. Wenn Sie liebe Menschen haben, die im Glauben an Christus gestorben sind, dann seien Sie gewiss, dass sie nicht zurückkommen würden, wenn sie es könnten. Sie sind in der Seligkeit! Sie sind im Paradies! Sie haben den Meister von Angesicht zu Angesicht gesehen. Sie haben in diese Augen voller Liebe geblickt. Sie sind in diesem Land der Herrlichkeit, in dem es keine Krankheit, keinen Tod, kein Weinen und keine Schwachheit gibt. O ja, wir sind bald zu Hause.

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