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Menschen lieben, wie Gott dich liebt

Weihnachten – eine wunderbare Zeit. Jesus kam als ultimativer Ausdruck der Liebe Gottes zu uns Menschen. Und als seine Nachfolger sollen wir diese Liebe einer Welt voller Not weitergeben.

In dieser besonderen Weihnachtsbotschaft zeigt dir Bayless Conley, wie du Bitterkeit abschütteln und selbst die Unverdienten und Unwürdigen so lieben kannst, wie Gott liebt. Das ist das wahre Weihnachten!

  • Hallo Freunde! Ich möchte Ihnen frohe Weihnachten wünschen. Was für eine wunderbare Zeit, in der auf der ganzen Welt an die Geburt unseres wunderbaren Retters gedacht wird! Was ich Ihnen in den nächsten paar Minuten erzählen werde, hat zwar mit Weihnachten zu tun, ist aber keine typische Weihnachtspredigt. Ich möchte Sie einfach im Voraus warnen. Aber es wird Ihnen gut tun und Sie herausfordern. Machen Sie sich bereit!

    Wie gesagt, es ist Weihnachten. Und wir lieben Weihnachten! Hier in meinem Land, in den USA, feiern wir Weihnachten traditionell, indem wir einander beschenken. Das kommt ursprünglich daher, dass wir an das erste Geschenk erinnern, an Gottes Sohn. In Johannes 3,16 heisst es: „Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er gab. Er hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ Damit er für immer leben kann.

    Gott gab seinen Sohn, aber nicht, damit Jesus einfach bei einer Dinnerparty dabei sein kann. Er gab seinen Sohn der Welt. Ich überlege mir das oft. Jesus lebte in der Ewigkeit mit dem Vater in einer perfekten Beziehung, perfekter Liebe, perfektem Glück, perfekter Einheit. Doch dann sündigte der Mensch, der nach Gottes Ebenbild geschaffen war. Die Welt wurde finster. Und Gott entwickelte einen Plan, um die Menschen zu retten.

    Die Sünde musste verurteilt und gesühnt werden. Doch statt seinen Zorn und sein Urteil über die Sünde auf uns kommen zu lassen, sandte Gott einen Stellvertreter. Er sandte seinen eigenen Sohn. Es war ein Geheimnis, so sagt die Bibel. Niemand verstand, was Gott da tat. Die Engel verstanden es nicht. Der Teufel verstand es auf keinen Fall. Hätte er es verstanden, hätte er den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt. Selbst Jesu eigene Jünger verstanden bis zur Auferstehung nicht, warum er gekommen war.

    Stellen Sie es sich vor: Der Vater sitzt im Thronsaal im Himmel. Auf seiner rechten Seite sitzt der Sohn. Und sie flüstern miteinander. Das ist jetzt einfach meine Fantasie. Ich sehe einen langen Gang, der in den Thronsaal führt. In diesem Gang sind an den Wänden lauter Engel postiert. Aber an diesem Tag ist etwas anders. In diesem Moment liegt etwas in der Luft, das sie noch nie gespürt haben.

    Es herrscht ein Ernst, den sie noch nie gespürt haben. Ich sehe den Vater und den Sohn, die miteinander flüstern. Und ich stelle mir vor, wie die Engel entlang des Ganges einander Blicke zuwerfen: „Was ist los? Hast du eine Ahnung, was hier passiert?“ Sie wissen es nicht. Ich sehe vor mir, wie Jesus nickt, langsam aus der Gegenwart des Vaters aufsteht und anfängt, den Gang hinunterzuschreiten. Ich sehe die Engel vor mir, wie sie vor ihm strammstehen und wieder einander zuraunen: „Was ist los? Was passiert hier?“ Ja, was passiert gerade?

    Jesus geht den Gang entlang bis zu seinem Ende. Ich sehe zwei riesige Türflügel. Er streckt die Hand nach einem der Türflügel aus, wirft noch einen Blick zurück, als wolle er den Vater ein letztes Mal anschauen. Und während er zurückblickt, verschwindet er plötzlich. In diesem Moment wird er im Bauch einer Jungfrau namens Maria empfangen. Kurz zuvor ist der Engel Gabriel bei ihr gewesen. Er hat gesagt: „Du wirst den Sohn des Allerhöchsten gebären.“ Und sie hat gesagt: „Es geschehe, wie du gesagt hast.“

    In diesem Moment wird Jesus, der vorher im Himmel war und beim Vater gelebt hat, in ihrem Körper empfangen. Er wird als menschliches Baby geboren. Er ist vollkommen Gott, aber auch vollkommen Mensch. Und er wurde nicht in einem Palast mit Wohlstand und Einfluss geboren, sondern in einem Stall. Manche sagen, es sei eine Höhle gewesen – eine natürliche Höhle oder ein aus Felsen ausgehauener Unterschlupf für Tiere. Und nach seiner Geburt wurde er in eine Futterkrippe gelegt.

    Er wurde von einem armen Zimmermann und seiner Frau im Verborgenen aufgezogen. Schliesslich lebte er in Nazareth. Das war, wie wir sagen würden, hinter dem Mond. Gott gab seinen Sohn, weil er uns so sehr geliebt hat. Denken Sie einmal darüber nach, wem und was er seinen Sohn gegeben hat. Jesus kam als einer von uns in diese kaputte, sündige Welt.

    Dann wurde er von brutalen, bösen und neidischen Händen ergriffen, vor ein Scheingericht gestellt, unbarmherzig geschlagen und gekreuzigt. Dort am Kreuz hing er zwischen Himmel und Erde und Gott legte die Sünde der Welt auf seinen eigenen Sohn. Sein Gericht, sein Zorn über unsere Sünde, kam über Jesus. Und Jesus starb unter dem Gewicht unserer Sünden. Nach drei Tagen waren die Anforderungen der ewigen Gerechtigkeit erfüllt und Gott liess Jesus von den Toten auferstehen.

    Ich denke, dass wir selbst in der Ewigkeit nie vollkommen verstehen werden, was Christus alles durchgemacht hat, um uns zu erlösen. In der Bibel steht in Jesaja 53, dem grossen Kapitel über das Erlösungswerk in der Bibel, dass Gott die Seele von Jesus buchstäblich zu einem Opfer für die Sünde gemacht hat. Seine Seele wurde zu einem Opfer für unsere Sünden.

    Jesus sagte über Jona: „So, wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird auch der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Herzen der Erde sein.“ Wir werden nie ganz erfahren, was dort geschehen ist. Wir werden das Gewicht und die Fülle dessen, was Jesus für uns getan hat, nie ganz verstehen. Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen Sohn gab. Ich möchte etwas aus Römer 5 vorlesen. Denken wir darüber nach. Römer 5,6-8:

    „Christus kam ja zu einer Zeit, als wir der Sünde noch hilflos ausgeliefert waren, und er starb für uns, die wir ohne Gott lebten.

    Selbst für einen guten Menschen würde kaum jemand sterben – am ehesten noch für einen herausragenden Menschen. Gott dagegen beweist uns seine grosse Liebe dadurch, dass er Christus sandte, damit dieser für uns sterben sollte, als wir noch Sünder waren.“

    Vers 10:

    „Wir sind ja durch den Tod seines Sohnes mit Gott versöhnt worden, als wir noch seine Feinde waren. Dann werden wir erst recht jetzt, wo wir seine Freunde geworden sind, durch das Leben von Christus gerettet werden.“

    Überlegen wir uns das einmal. Als wir der Sünde hilflos ausgeliefert waren, starb Jesus für die Gottlosen. Wir waren der Sünde ausgeliefert. Wir waren gottlos. Wir waren nicht wie Gott. Wir konnten nichts gegen die Sünde tun. Wir hatten nicht die Kraft, uns selbst zu erlösen. Wir hatten nicht die Kraft, das Problem zu lösen. Wir hatten nicht die Kraft, uns selbst zu reinigen. Wir konnten nicht wieder so werden wie Gott. Wir waren gottlos geworden. Und während wir gottlos und unfähig waren, uns selbst zu erlösen und alles in Ordnung zu bringen, starb Christus für uns.

    Weiter lesen wir: „Gott beweist uns seine grosse Liebe, als wir noch Sünder waren.“ Wir waren Sünder. Wir waren verloren. Der Lohn der Sünde ist der Tod. Wir waren von Natur aus sündig. In der Bibel steht „von Natur aus Kinder des Zorns“. Doch Christus starb für uns. Gott sandte seinen Sohn, als wir Sünder waren. Dort steht: „Als wir Feinde waren, wurden wir mit Gott versöhnt durch den Tod seines Sohnes.“

    Überlegen wir uns das einmal. Wir waren hilflos. Wir waren gottlos. Wir waren Sünder und Gottes Feinde. Die Sünde ist eine persönliche Beleidigung für Gott. Aber darüber hinaus waren wir auch Feinde Gottes, weil wir Krieg gegen ihn führten und um die Herrschaft über unser Leben kämpften. Wir waren entschlossen, so zu leben, wie wir es wollten. Wir wollten der Herr und Gebieter über unser eigenes Leben sein. Wir sind eigentlich dazu geschaffen, Gott anzubeten, uns Gott unterzuordnen, mit ihm zu leben und ihn zu lieben.

    Doch der Mensch entschied sich dagegen. Das war damals im Garten Eden, als die Schlange Adam und Eva verführte und sagte: „Wenn ihr von diesem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen esst, dann werdet ihr wie Gott sein. Ihr werdet selbst entscheiden, was gut und was böse ist. Ihr werdet selbst entscheiden, was richtig und was falsch ist.“

    Doch allein Gott hat das Recht auf diesen Baum. Er hatte gesagt: „Adam, Eva, dieses Eine dürft ihr nicht verletzen. Das ist das Einzige, auf das ich allein ein Recht habe. Ich gebe euch die ganze Welt. Ich gebe euch alles andere. Herrscht darin. Regiert darüber. Seid fruchtbar, vermehrt euch, geniesst es. Aber ich bin euer Schöpfer. Ich allein bin weise und fähig genug, um Gutes von Bösem zu unterscheiden und Richtig von Falsch. Das beanspruche ich allein für mich.“

    Doch Adam beschloss: „Nein, ich will selbst wie Gott sein. Ich will selbst entscheiden, was richtig und was falsch ist.“ Und das ist seitdem das Problem der Menschen. Sie kämpfen gegen Gott. Sie führen Krieg gegen Gott und sagen: „Nein, ich will mein eigener Herr sein.“

    Aber wenn wir zu Christus kommen, müssen wir in unserem Herzen glauben, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat und ihn mit unserem Mund als Herrn bekennen. „Herr“ bedeutet „Chef“. Es bedeutet „Meister“. Jesus starb für uns, als wir noch Gottes Feinde waren. Das heisst, dass wir kämpften und um die Herrschaft über unser eigenes Leben Krieg gegen Gott führten. Ein interessanter Gedanke. Ich möchte Ihnen noch ein paar andere Verse vorlesen und über ein paar Gedanken und Bilder sprechen. 2. Korinther 5,19 aus der Amplified Bible. Da steht:

    „Es war Gott, der persönlich in Christus anwesend war, der die Welt versöhnte und ihre Gunst bei sich wiederherstellte, indem er den Menschen ihre Übertretungen nicht anrechnete und vorhielt, sondern sie auslöschte.“

    Ich liebe es. „Gott war persönlich anwesend in Christus und versöhnte die Welt mich sich selbst. Er rechnete den Menschen ihre Sünden nicht mehr an, sondern löschte sie aus.“ Denken Sie einmal darüber nach. Behalten Sie diesen Gedanken im Hinterkopf, denn ich möchte damit auf etwas Bestimmtes hinaus.

    Wie gesagt, haben wir gerade Weihnachten. Und da beschenken wir einander. Aber Gott hat uns das grösste Geschenk gemacht. Er hat uns seinen Sohn gegeben. Er hat uns seinen Sohn gegeben, als wir noch Feinde waren. Als wir hilflos waren. Als wir gottlos waren. Als wir Sünder waren. Er löschte unsere Sünde aus. Er rechnet sie uns nicht mehr an. Ich möchte Ihnen Epheser 4,32 vorlesen. Da steht:

    „Seid stattdessen freundlich und mitfühlend zueinander und vergebt euch gegenseitig, wie auch Gott euch durch Christus vergeben hat.“

    Überlegen Sie sich das einmal. Gott hat uns vergeben, als wir gottlos waren. Er hat uns vergeben, als wir Sünder waren. Und hier steht: „Seid freundlich und mitfühlend. Vergebt einander, wie euch vergeben ist.“ Dann kommt Epheser 5. In den Versen 1-2 heisst es:

    „Folgt in allem Gottes Beispiel, denn ihr seid seine geliebten Kinder. Euer Leben soll von Liebe geprägt sein, wie auch Christus uns geliebt hat, denn er hat sich selbst als Gabe und Opfer für unsere Sünden gegeben. Und Gott hatte Gefallen an diesem Opfer, das wie ein wohlriechender Duft zu ihm aufstieg.“

    Hier fängt es an. Da steht: „Folgt Gottes Beispiel als seine geliebten Kinder.“ Kinder ahmen ihre Eltern nach. Gestern haben wir bei uns zu Hause ein Fest gefeiert. Die Kinder waren da. Ein paar der Enkel waren da. Einige konnten nicht kommen, weil sie gerade in einem anderen Staat sind. Aber einer der Enkel war da. Unser kleiner Enkel Liam. Er nennt mich „Papa“. Ich neckte ihn und er sagte alles nach, was ich zu ihm sagte. Er machte seinen Opa nach. Ja, Enkel ahmen ihre Grosseltern nach. Kinder ahmen ihre Eltern nach.

    In der Bibel steht, dass wir freundlich sein und vergeben sollen. Dass wir lieben sollen, wie wir geliebt worden sind. Dass wir Gottes Beispiel folgen und lieben sollen, wie Gott liebt. Ja, das ist viel verlangt. Aber hören wir, was Jesus in Johannes 13,34-35 sagt:

    „So gebe ich euch nun ein neues Gebot: Liebt einander. So wie ich euch geliebt habe, sollt auch ihr einander lieben. Eure Liebe zueinander wird der Welt zeigen, dass ihr meine Jünger seid.“

    Er sagt nicht einfach, dass wir einander lieben sollen. Er sagt: „Liebt, wie ich liebe.“ Auf die gleiche Art. Bringen wir das in Zusammenhang mit dem, was wir vorhin gesagt haben – dass Gott die Welt geliebt hat. Das ist die Weihnachtsgeschichte. Dass er seinen Sohn gegeben und uns vergeben hat. Er hat unsere Schuld ausgelöscht. Und zwar, als wir noch Feinde waren. Als wir es nicht verdient hatten. Als wir hilflos waren. Als wir nicht die Kraft hatten, uns selbst zu ändern. Gott hat uns geliebt, als wir es nicht verdient hatten. Und das sollen wir auch für andere tun. Das ist unser Weihnachtsgedanke.

    Bleiben Sie noch einen Moment dran. Wir sollen also nicht nach Rache streben oder uns heimlich freuen, wenn jemand stürzt, den wir nicht mögen. Wir sollen der Welt zeigen, wie Gott wirklich ist.

    In unserer Kirche gab es vor vielen Jahren einen alten Prediger. Er erzählte einmal diese Geschichte. Wenn ich es richtig verstehe, war das wohl Ende der 1930er Jahre. Er lebte damals in Arizona. Ich weiss nicht, wie es dazu kam, aber er landete schliesslich in einer Apachen-Siedlung. Es war ein abgelegenes Dorf, beinahe ohne Verbindung zur Aussenwelt. Sie hatten dort nicht einmal Strom. Wie er dorthin geraten war, weiss ich nicht. Aber er sagte: „Ich konnte nicht einmal mit dem Auto dorthin fahren. Ich musste das Auto abstellen und dann zu Fuss gehen, bis ich diese Apachen-Siedlung erreichte.“

    Er sagte: „Ich fand sie und ich erzählte ihnen vom Evangelium. Aber keiner von ihnen sprach Englisch. Oder zumindest zeigten sie nicht, dass sie Englisch sprachen.“ Er sagte: „Ich fand schliesslich einen zehnjährigen Jungen. Er war betrunken. Zehn Jahre alt und betrunken. Aber er sprach Englisch. Und dieser Junge wurde mein Dolmetscher. Ich nahm diesen zehnjährigen Jungen zur Hilfe, um den Menschen in einfachen Worten zu erklären, warum ich gekommen war.“ Er sagte: „Ich predigte ihnen das Evangelium. Ich sagte ihnen, dass Gott uns so sehr liebt, dass er seinen Sohn gesandt hat, um unsere Schuld wegzunehmen. Und dass er uns verändert und Liebe in unser Herz pflanzt.“

    Er sagte: „Ich ging immer wieder hin und der Junge übersetzte.“ Ich glaube, er ging ein Jahr lang immer wieder zu ihnen und predigte ihnen das Evangelium. Und er sagte: „Es waren die unhöflichsten Leute, die ich je getroffen habe. Es wirkte, als würden sie sich Mühe geben, um besonders gemein zu mir zu sein.“

    Er sagte: „Aber ich hatte den Eindruck, als würde Gott mich dort haben wollen. Wenn ich die Siedlung verliess und zu meinem Auto kam, fuhr ich zunächst ein Stück und hielt dann an und weinte. Ich sagte: Gott, ich möchte da nicht wieder hingehen. Diese Leute sind gemein. Sie sind böse und schroff. Sie sind grob zu mir. Doch Gott sprach zu meinem Herzen: Schütte dein Herz bei mir aus, mein Sohn, aber sie dürfen dich nie so sehen. Schütte mir dein Herz aus. Ich werde mich darum kümmern und es wieder heilen. Aber du musst zurückgehen und ihnen meine Liebe bringen.“ Und er ging ein Jahr lang immer wieder zu ihnen. Ich glaube, mindestens einmal pro Woche. Er ging zu ihnen und erzählte von der Liebe Jesu. Aber nichts geschah. Er sagte, sie waren einfach gemein und grausam. Vielleicht war es auch weniger als ein Jahr, vielleicht nur neun Monate. Etwas in dieser Art.

    „Und eines Tages“, erzählte er, „sagte der Junge zu mir: Es gibt eine Ratsversammlung. Du bist eingeladen. Ich fragte: Wirklich? Ich ging in etwas hinein, das aussah wie ein altes, ramponiertes Zelt. Es gab keinen Strom, es brannte ein Feuer darin. Sie hatten Holzklötze aufgestellt, auf denen die Leute sassen. Sie gaben mir ein Zeichen, mich auf einen der Klötze zu setzen. Der Anführer, der Häuptling, deutete auf einmal auf mich und fing an, auf Apache zu sprechen.“ Er sagte: „Ich verstand nicht, was er sagte. Aber er fing an zu weinen und fiel auf die Knie. Dann deutete jemand anderes auf mich. Ich verstand nicht, was er sagte. Auch er fiel auf die Knie. Im ganzen Zelt fingen Leute an zu weinen. Und ich fragte den kleinen Dolmetscher: Was ist los?“

    Und der kleine Junge antwortete: „Du hast es nicht gewusst. Ich durfte es dir nicht sagen. Aber als du gekommen bist und ihnen von Jesus erzählt und gesagt hast, dass Gott uns so sehr liebt, dass er seinen Sohn gesandt hat und dass er seine Liebe in unsere Herzen ausgegossen hat und wir deswegen lieben können, sagten sie: Das ist die grösste Lüge, die wir je gehört haben. Und so hat unser ganzes Dorf beschlossen, dich auf die Probe zu stellen. In den vergangenen neun bis zehn Monaten hat sich jeder nach Kräften bemüht, besonders gemein und unverschämt zu dir zu sein, weil sie dachten, es sei nicht möglich, dass jemand so lieben kann, wie du es sagst.“

    Er sagte: „Aber du bist auch nach so vielen Monaten noch freundlich. Du liebst uns, obwohl wir dich so behandelt haben. Der Häuptling sagt, dass deine Botschaft wahr ist. Und er nimmt sie an. Er hat diesem Gott sein Herz geöffnet, über den du sprichst.“ Ich glaube, fast jeder dort gab Jesus sein Leben. Auch der Junge, der übrigens später zu einem Reiseprediger wurde. Was hatte den Durchbruch bewirkt? Die Liebe Christi.

    Lassen Sie dieses Weihnachtsfest zu einer Zeit der Wiederherstellung für zerbrochene Beziehungen werden, so wie Gott die zerbrochene Beziehung zu den Menschen wiederhergestellt hat. Vielleicht gibt es Beziehungen, in denen Sie lieben können, wie Jesus Sie geliebt hat. Dann werden Sie sehen, wie Wiederherstellung geschieht.

    Ich liebe den Philemonbrief. Er hat nur ein Kapitel. Wollen Sie in der Bibel einmal ein kurzes Buch lesen? Das kürzeste Buch im Neuen Testament ist das Buch Philemon. Philemon war ein reicher Christ. In seinem Haus traf sich eine Gemeinde. Und er hatte einen Sklaven namens Onesimus. Der Bibel zufolge muss Onesimus Philemon bestohlen haben. Er bestahl ihn und lief dann weg, um sich in Rom zu verstecken. Er lief weg und ging nach Rom. Doch etwas ging schief. Onesimus wurde verhaftet und ins Gefängnis geworfen. Und wissen Sie, wer sein Zellengenosse war? Der Apostel Paulus.

    Paulus spricht im Philemonbrief darüber. Er nennt Onesimus „meinen Sohn, den ich in meinen Fesseln gezeugt habe“. Paulus führt Onesimus dort im Gefängnis zu Jesus. Er erzählt davon und schreibt: „Er ist wie mein eigenes Herz. Vorher war er dir unnütz, aber jetzt ist er dir nützlich.“ Das ist interessant, denn der Name „Onesimus“ bedeutet „nützlich“. Paulus macht hier eine Anspielung auf den Namen und sagt: „Schau, er war vorher unnütz, aber jetzt wird er tun, was sein Name verspricht.“ Und Paulus sandte Onesimus mit dem Philemonbrief, der in unserer Bibel steht, zurück zu Philemon.

    Er bat Philemon darin, Onesimus so zu lieben, wie Gott ihn geliebt hat. „Philemon, deine Sünden sind vergeben. Gott hat dich geliebt. Ich möchte, dass du diese Liebe an Onesimus weitergibst. Er war früher unnütz, aber wenn du ihn liebst, wird er nützlich sein.“ Philemon vergab ihm und liebte ihn. Und wissen Sie was? Die Geschichte verrät uns, dass Onesimus zum Bischof der Kirche von Ephesus wurde. Durch Liebe wurde Grosses aus ihm. Ja, mit Liebe kann man Grosses aus Menschen machen.

    Ich war ein paar Jahre lang Co-Pastor in einer kleinen Gemeinde. Einmal lud der Pastor einen Mann aus der Rock’n‘Roll-Welt in die Gemeinde ein, der ziemlich berühmt war. Er nahm die Einladung an und wir waren ganz aufgeregt. Wir luden die gesamte Stadt ein, in die Gemeinde zu kommen. Wir druckten Flyer, dass Der-und-Der kommen und seine Geschichte erzählen würde. Wir freuten uns. Wir banden auch noch ein paar andere Gemeinden in die Sache ein.

    Doch am Tag vor der Veranstaltung rief dieser Mann an und fragte: „Wie gross ist die Gemeinde eigentlich?“ Wir sagten: „An einem guten Sonntag haben wir um die 120 Leute.“ Er sagte: „Dann komme ich nicht. Das ist zu klein.“ Und das war’s. Er legte auf. Ein anderer Mann und ich mussten einspringen. Wir hielten zusammen eine Art Stand-Up-Predigt. Und die Leute, die gekommen waren, waren enttäuscht. Wir hatten Flyer in der ganzen Stadt verteilt und es ärgerte mich. Ich war wütend. Ich sagte ein paar sehr gemeine Sachen über diesen Mann. Das hätte ich nicht tun sollen, aber so war es. Doch der Pastor sagte: „Bayless, du musst ihm vergeben. Er ist einfach unreif. Er wird wachsen. Seien wir gnädig mit ihm. Wir wollen ihm vergeben.“ Ich sagte: „Du hast Recht.“ Und ich vergab ihm.

    Und ich lernte etwas daraus. Jahre später sah ich diesen Mann wieder. Er machte übrigens lange so weiter als Rock-n-Roller, der Christ geworden war. Er behielt weiter seine arrogante Haltung. Aber irgendwann verlor er sein ganzes Geld, seine Gesundheit, seine Ehe. Er stürzte ab. Wir hörten davon. Es war traurig. Jahre später, nachdem er all das durchgemacht hatte, war ich einmal bei einer Veranstaltung, bei der es eine besondere Musikeinlage von ihm gab. Und er war wiederhergestellt. Er hatte Busse getan. Sein Herz war verändert worden und er erzählte auf der Bühne ein wenig davon. Er sagte: „Ich bin so und so gewesen.“ Er sagte: „Ich war arrogant. Wenn mich eine kleine Gemeinde einlud, ging ich nicht hin.“ Und so weiter. Er sagte: „Aber ich habe Busse getan und mich vor Gott gebeugt. Heute gehe ich dankbar überall hin, wohin Jesus mich schickt.“

    Das hat mich echt erstaunt. Er war in der Gnade gewachsen und war geistlich reif geworden. Und ich habe das Gefühl, dass die Liebe des Pastors ihm geholfen hatte, als Ebenbild von Christus zu wachsen. Mein Freund, die Liebe Gottes ist in Ihr Herz und mein Herz ausgegossen worden. Wir können lieben, wie wir geliebt worden sind.

    Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, um uns zu erlösen, damit die gleiche Liebe in unsere Herzen ausgegossen werden kann. Machen Sie das zum Kennzeichen dieses Weihnachtsfestes. Lieben Sie Menschen, die nicht liebenswert sind. Lieben Sie Menschen, die es nicht verdienen. Lieben Sie Ihre Feinde. Tun Sie denen Gutes, die Sie verfolgen. Segnen Sie die, die Sie verfluchen.

    Es gibt einen Unterschied zwischen Vertrauen und Vergebung. Vergebung ist unverdient. Sie ist ein Geschenk. Vertrauen muss man sich natürlich verdienen. Das sollten wir nicht verwechseln. Aber Sie können lieben. Lassen sie nicht zu, dass die Bitterkeit Ihr Herz gefangen nimmt. Bitterkeit ist wie eine Säure. Sie fügt dem Gefäss, in dem sie sich befindet, mehr Schaden zu als dem Objekt, über das sie ausgegossen wird. Werden Sie nicht zu einem zynischen Christen. Lieben Sie, wie Gott liebt. Und Jesus liebt Sie, mein Freund. Gott segne Sie.

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