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Gott will nicht, dass du ausbrennst – Philipperbrief

Zu müde für alles? Kämpfst du mit Überlastung oder ständigem Druck? Dann darfst du dich auf Gottes Freundlichkeit und Weisheit stützen. In dieser Sendung zeigt Bayless Conley, wie du zur Ruhe kommen kannst in Gottes Zusage, dass sein Erbarmen jeden Morgen neu ist. Lass dich durch diese Sendung von Gottes neuer Kraft stärken.

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  • Hallo, schön, dass du heute dabei bist. Wenn du eine Bibel hast, dann hol sie dir. Wir werden uns ein paar Verse aus Philipper 2 ansehen. Wir sprechen über zwei Personen, deren Geschichten faszinierend und aufschlussreich sind. Ich glaube fest, das wird dir weiterhelfen. Du darfst wissen: Es gibt einen Gott im Himmel, der deinen Namen kennt. Er liebt dich, und er möchte dir helfen. Gott weiß ganz genau, womit du kämpfst, und er will dir beistehen und er kann dir auch wirklich helfen. Und er weiß es nicht nur, er will dir nicht nur beistehen, er kann dir nicht nur helfen, sondern er sehnt sich sogar danach, dir zu helfen. Es ist sein absoluter Wunsch, dir zu helfen. Gott ist gut.

    Die Bibel sagt: „Seine barmherzige Liebe ruht auf all seinen Werken, und die Erde ist voll von der Güte des Herrn.» Die Bibel sagt: „Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird nicht enttäuscht werden.» Ich bete einfach, dass sich dir das Wort Gottes erschließt und dass du erkennst, dass Gottes Gegenwart jetzt in diesem Moment bei dir ist. Du bist Gott unglaublich wichtig.
    In Philipper 2 sehen wir Paulus. Er hat die Gemeinde in der Stadt Philippi gegründet und schreibt ihr nun diesen Brief. Er möchte wissen, wie es ihnen geht. Deshalb wird er Timotheus zu ihnen schicken. Timotheus war wie ein geistlicher Sohn für ihn. In Philipper 2,19 schreibt Paulus:

    „Ich hoffe aber in Jesus, dem Herrn, Timotheus bald zu euch schicken zu können, damit auch ich ermutigt werde, wenn ich erfahre, wie es um euch steht.“

    Mit anderen Worten: „Ich werde es über Timotheus erfahren.» Er konnte ja nicht einfach zum Hörer greifen und anrufen. Er konnte ihnen keine E-Mail schreiben, um herauszufinden, was bei ihnen los war. Man musste entweder einen Brief schicken und auf Antwort warten, oder jemanden persönlich vorbeischicken. Genau das tut er hier. Ihre Situation wird schon im ersten Kapitel erwähnt wird und sie ist schwierig: Sie werden wegen ihres Glaubens an Jesus heftig verfolgt. Ihre Feinde setzen ihnen schwer zu. Aber Paulus will Einzelheiten erfahren. Er will wissen, ob sie standhaft bleiben und am Wort des Lebens festhalten. Deshalb schickt er Timotheus hin. Im nächsten Vers schreibt er:

    „Denn ich habe keinen Gleichgesinnten, der so aufrichtig um eure Sache besorgt ist.“

    „Timotheus wird vorbeikommen und mir berichten, wie es euch geht und was ihr durchmacht. Aber er wird sich in dieser Situation auch um euch kümmern. Er wird euch dienen.» Paulus schickt ihn also, um Neuigkeiten zu erfahren, gute wie schlechte. Aber er schickt Timotheus auch, um ihnen ganz praktisch zu helfen. In den nächsten Versen, Philipper 2,21–24, schreibt er:

    „Denn alle suchen ihren Vorteil, nicht, was Jesu Christi ist. Ihr wisst ja, wie er sich bewährt hat …“

    Denn Timotheus war schon mal in Philippi gewesen.

    “Ihr wisst ja, wie er sich bewährt hat: Wie ein Kind dem Vater – so hat er mit mir zusammen dem Evangelium gedient. Diesen also hoffe ich schicken zu können, sobald ich meine Lage übersehe. Doch ich habe die Zuversicht im Herrn, dass auch ich bald kommen kann.”

    Interessant, dass Paulus schreibt: „Ich habe die Zuversicht im Herrn, dass auch ich bald kommen kann.» In Vers 19 hatte er geschrieben: „Ich hoffe aber in Jesus, dem Herrn, Timotheus bald zu euch schicken zu können.» Das ist also kein Wunschdenken, sondern das Vertrauen in eine Person. Paulus vertraut darauf, dass er Timotheus bald schicken kann. Und er vertraut darauf, dass Gott ihm selbst eine Tür öffnet, um zu kommen. Er spricht darüber, Timotheus zu schicken, seinen geistlichen Sohn. Dann schreibt er über noch jemand anderen. Die Philipper hatten ihn zu ihm geschickt, als Paulus im Gefängnis saß. Dieser Mann heißt Epaphroditus. In Philipper 2,25 schreibt er:

    „Ich hielt es aber für notwendig, Epaphroditus, meinen Bruder, Mitarbeiter und Mitstreiter, euren Abgesandten und Helfer in meiner Not, zu euch zu schicken.“

    Das Wort „Abgesandter“ ist hier das griechische Wort für „Apostel». Apostel bedeutet einfach „Gesandter». In Kapitel 4, Vers 18, steht, dass die Gemeinde in Philippi Epaphroditus mit Geld zu Paulus geschickt hatte, um ihn in seiner Not zu unterstützen. Er nennt es „einen Wohlgeruch, eine angenehme Opfergabe, die Gott gefällt.» Er schreibt: „Mir fehlt nichts mehr, seit ich eure Gaben erhielt.» Es ist spannend, dass er im selben Atemzug schreibt: „Mein Gott wird euch durch Jesus aus seinem großen Reichtum alles geben, was ihr braucht.»
    Wir können das nicht einfach aus dem Zusammenhang reißen. Dieses Versprechen galt Menschen, die sich finanziell an der Mission beteiligt hatten. Menschen, deren Herz für die gute Nachricht schlug. Menschen, die wirklich Opfer gebracht hatten. Ihnen schreibt Paulus: „Gott wird euch aus seinem großen Reichtum alles geben, was ihr braucht.»

    Wir können das nicht einfach aus diesem Kontext reißen und verallgemeinern. Wenn dein Herz für verlorene Menschen schlägt und du – auch unter Verzicht – Geld in die Arbeit für die gute Nachricht investierst, dann kannst du darauf vertrauen, dass Gott für alles sorgt, was du brauchst. Und zwar nicht je nach Bedarf, sondern aus seinem herrlichen Reichtum heraus. Denn wenn er nur deinem Bedarf nachkommt, ist seine Zuwendung, seine Gnade anschließend vorbei. Aber er versorgt uns nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit. Das meint Überfluss, mehr als wir brauchen, damit wir wiederum anderen geben und Gutes unterstützen können. Er versorgt uns nicht nach menschlichen, sondern nach himmlischen Maßstäben. Sie hatten Epaphroditus mit Unterstützung geschickt. Jetzt schickt Paulus ihn, ihren Mitarbeiter und Mitstreiter, zurück. Er hat Paulus in seiner Not geholfen. Und jetzt hör dir Vers 26 an:

    „Denn er sehnte sich nach euch allen und war beunruhigt, weil ihr hörtet, dass er krank geworden sei.»

    Das ist wichtig: Auch als Apostel ist man nicht vor den Angriffen des Feindes geschützt. Auch als Pastor nicht. Pastoren und alle, die im geistlichen Dienst stehen, stehen vor denselben Kämpfen wie du. Vielleicht wirken deine Pastoren oder Leiter über alles erhaben und du meinst, sie müssten sich nicht mit denselben Fragen rumschlagen wie du. Hey, mach dir nichts vor. Sie kämpfen mit denselben Problemen. Und mitten in ihren Kämpfen ermutigen sie noch andere. Sie müssen selbst Gott vertrauen. Aber gleichzeitig geben sie dir das Wort des Lebens weiter, um dich aus deiner Situation herauszuholen. Sie geben dir das Wort des Herrn weiter, das einfach alles verändern kann. Bete für deinen Pastor. Bete für deine deine Leiter und alle, die die Bibel lehren. Wir brauchen deine Gebete. Epaphroditus ist also beunruhigt, weil seine Gemeinde gehört hat, dass er krank gewesen war. Paulus schreibt darüber in Vers 27:

    „Und er war tatsächlich so krank, dass er dem Tod nahe war. Aber Gott hatte Erbarmen mit ihm, und nicht nur mit ihm, sondern auch mit mir, damit ich nicht vom Kummer überwältigt würde.»

    Darüber möchte ich jetzt ein paar Minuten sprechen. Heilung ist ein Teil von Gottes Barmherzigkeit. Epaphroditus war fast zu Tode erkrankt, aber Gott hatte Erbarmen mit ihm. Paulus schreibt: „Nicht nur mit ihm. Es war auch gnädig mir gegenüber, dass Epaphroditus wieder auf die Beine gekommen ist und geheilt wurde. Sonst wäre ich in tiefer Trauer versunken.» Heilung gehört zu Gottes Barmherzigkeit. In den Evangelien lesen wir immer wieder, wie Jesus von tiefem Mitgefühl ergriffen wurde. Gottes Barmherzigkeit und Mitgefühl haben ihn bewogen, Kranke zu heilen. Das Neue Testament nennt Jesus unseren „barmherzigen und mitfühlenden Hohepriester». Er hat sich nicht verändert. Seine Barmherzigkeit hört niemals auf. In den Klageliedern 3,22–23 steht:

    „Die Gnadenerweise des Herrn sind es, dass wir nicht zu Ende sind, ja, sein Erbarmen hört nicht auf, es ist jeden Morgen neu. Groß ist deine Treue.“

    Die Bibel sagt, dass Gott voller Barmherzigkeit ist. Und Heilung ist ein Weg, wie er uns dieses Erbarmen zeigt. Stell dir vor, der Pazifik oder Atlantik würde direkt über deinem Kopf schweben. Diese unvorstellbaren Wassermassen mit ihrem Gewicht suchen nur nach einem kleinen Spalt, um ihre Fluten über die Welt zu ergießen. Und selbst das kommt nicht an Gottes riesiges, barmherziges Herz heran. Er sucht nach Wegen, um sein Mitgefühl und sein Erbarmen in dein Leben fließen zu lassen.

    Ich denke an den blinden Bartimäus, der bettelnd am Straßenrand saß. Er rief laut: „Jesus, Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!» Jesus blieb stehen, hatte Erbarmen mit ihm und heilte seine Augen. Viele kranke Menschen in den Evangelien haben um Barmherzigkeit gebeten. Nicht um Gerechtigkeit, sondern um Erbarmen. Genau das brauchen wir. Epaphroditus hat Gottes Barmherzigkeit erlebt. Die Frage ist: Warum war Epaphroditus überhaupt krank? Die Bibel verrät uns den Grund. Und das ist wichtig. Er ist beunruhigt, weil die Philipper von seiner Krankheit wissen. Paulus schreibt: „Ja, er war krank, er wäre fast gestorben. Aber Gott hatte Erbarmen mit ihm. Er hat ihn wieder gesund gemacht.“ Dann schreibt Paulus: „Auch mit mir hatte er Erbarmen, denn ich konnte den Kummer nicht gebrauchen.» Philipper 2,28–30:

    „Umso mehr beeile ich mich, ihn zu schicken, damit ihr euch wieder freut, wenn ihr ihn seht, und auch ich weniger Kummer habe. Nehmt ihn also im Herrn mit aller Freude auf und haltet Menschen wie ihn in Ehren, denn wegen des Werkes Christi kam er dem Tod nahe! Er hat sein Leben aufs Spiel gesetzt, um zu vollenden, was an eurem Dienst für mich noch gefehlt hat.»

    „Für den Dienst von Jesus war er dem Tod ganz nah und hat sein Leben aufs Spiel gesetzt.» Darüber möchte ich kurz reden: „Für den Dienst von Jesus hat er sein Leben aufs Spiel gesetzt.» Im Griechischen stammt diese Formulierung aus dem Glücksspiel. Sie bedeutet wörtlich, dass Epaphroditus mit seinem Leben gespielt und leichtsinnig alles riskiert hat. Ihr Lieben, wir können die natürlichen Gesetze unserer Gesundheit nicht missachten, auch nicht mit guten Absichten, wir können uns nicht unnötigen Gefahren aussetzen, ohne einen Preis dafür zu zahlen. Die Bibel sagt: „Weisheit ist das Allerwichtigste.»

    Epaphroditus tut etwas Gutes. Er dient Paulus. Aber dabei hat er seine eigene Gesundheit massiv gefährdet. Er hat bis zur völligen Erschöpfung gearbeitet. Er hat mit seinem Leben gespielt, und einen Preis dafür gezahlt. Gott hatte nicht nur Erbarmen mit seiner Dummheit, sondern Barmherzigkeit und Heilung haben ihn wieder hergestellt. Ich habe festgestellt, dass Gott zulässt, dass ich mich völlig übernehme. Früher habe ich das oft gemacht. Ich konnte zu fast nichts „Nein» sagen, sondern habe zu viel mehr „Ja» gesagt, als mir gutgetan hätte. Auf einer Predigttour habe ich manchmal 18- oder 19-mal in einer einzigen Woche in mehreren Städten gepredigt.

    Ich weiß noch, wie ich einmal von einer Europareise zurückkam. Neun Tage am Stück hatte ich höchstens drei Stunden Schlaf pro Nacht. Ich hatte die Reise jemand anderen planen lassen und wir haben anschließend darüber geredet. Ich weiß noch, dass ich in Frankfurt ins Flugzeug stieg, und noch bevor wir abhoben, war ich eingeschlafen. Ich habe 12 Stunden lang durchgeschlafen. Als ich aufwachte, stand eine Stewardess mit verschränkten Armen neben mir und fragte: „Haben Sie vor dem Abflug Drogen genommen?» Ich sagte: „Nein, auf keinen Fall.» Sie meinte: „Wie um alles in der Welt konnten Sie dann das alles verschlafen?» Ich fragte: „Was denn alles?» Sie sagte: „Ich fliege seit 25 Jahren und das war der schlimmste Flug von allen. Leute haben geschrien. Wir dachten, das Flugzeug bricht auseinander. Das waren die furchtbarsten Turbulenzen, die ich in einem Vierteljahrhundert über den Wolken je mitgemacht habe. Und Sie haben einfach alles verschlafen.» Ich sagte nur: „Ich war einfach müde.» Und so war es. Ich war so unklug gewesen, mich von jemandem bis zur völligen Erschöpfung verplanen zu lassen. Das hätte mich fast umgebracht. Es war einfach dumm gewesen.

    Ich war jung und gesund und fühlte mich unbesiegbar. Genau wie Epaphroditus habe ich leichtsinnig mit meinem Leben gespielt und getan, was ich besser gelassen hätte. Gott hatte Erbarmen mit meiner Dummheit. Ich weiß, dass manche jetzt denken: „Aber ich mache das doch für den Herrn. Lieber ausbrennen als verrosten.» Das klingt schlau. Aber beides ist unnötig. Wenn du dir nicht jede Woche einen Tag Ruhe gönnst, dann fang damit an. Es wird dich sonst einholen. Sogar Gott hat sich am siebten Tag ausgeruht. Und er hatte das gar nicht nötig. Er wollte uns ein Vorbild geben. Sorge für deinen Körper und sei weise. Hör auf, dich so absurd zu verplanen und nimm dir Zeit für Erholung. Ernähre dich gesund. Das Einzige, was aus allen Rohren sprühen darf, ist Gnade. Aber wenn du deine eigene Energie an allen Enden abfackelst, dann brennst du aus. Es wird deine Gesundheit ruinieren und dich emotional kaputt machen. Gott sei Dank hatte er Erbarmen mit Epaphroditus. Ich bin sicher, er wird auch mit dir Erbarmen haben, wenn du ihn darum bittest. Aber kümmer dich auch um dich selbst.

    Wir lesen in der Bibel die Geschichte von Elia, einem unglaublichen Mann Gottes. Er betet, und der Himmel verschließt sich. Dreieinhalb Jahre lang fällt kein einziger Tropfen Regen. Dann liefert er sich einen gewaltigen Showdown mit König Ahab und all den Baalspropheten, oben auf dem Berg Karmel. Elia wandert den ganzen weiten Weg bis zum Gipfel. Dann sagt er zu diesen 400 Propheten: „Okay, jetzt tragen wir das ein für alle Mal aus.» Er predigt dort oben vor ganz Israel. Wenn du meinst, Predigen wäre nicht anstrengend, dann hast du es noch nie gemacht. Er sagt zu der ganzen Menge: „Ihr baut einen Altar. Und ich baue einen Altar. Ihr ruft zu Baal, und ich rufe zu Gott dem Herrn. Und der Gott, der mit Feuer antwortet, dem werden wir dienen.» Alle sagen: „Ja, das klingt fair.» Die Baalspropheten errichten ihren Altar, schlachten ihren Stier und legen ihn darauf. Stundenlang rufen sie, ritzen sich mit ihren Lanzen und Elia macht sich über sie lustig: „Schreit lieber etwas lauter! Vielleicht ist euer Gott ja schwerhörig. Vielleicht ist er auf der Toilette oder er macht gerade Urlaub.» Er verhöhnt sie und sagt dann: „Okay, jetzt bin ich dran.» Im Alleingang schleppt er riesige Steine heran und baut einen Altar. Dann hackt er auch noch selbst das ganze Holz. Er zieht allein einen Graben um den Altar, wuchtet den Stier darauf und lässt den Graben mit Wasser füllen.

    Der Kerl muss erschöpft gewesen sein. Er betet zu Gott, und Gott antwortet mit Feuer. Alle rufen: „Oh, der Herr ist Gott! Der Herr ist Gott!» Und es bricht so etwas wie eine nationale Erweckung aus. Dann ruft Elia: „Packt die 400 Baalspropheten. Wir bringen sie runter an den Bach Kischon.» Sie marschieren den ganzen Weg runter zum Bach und er tötet dort alle 400. Dieser Mann muss restlos erschöpft gewesen sein. Aber er geht wieder zurück und hält ein Gebetstreffen ab. Er fängt an zu beten. Dann sagt er zu seinem Diener: „Sieh zum Horizont.» Er betet, und er betet noch einmal. Diesmal kommt sein Diener zurück und sagt: „Da ist eine kleine Wolke. So groß wie eine Männerhand.» Elia sagt: „Sag dem König, er soll in seinen Sommerpalast nach Jesreel fahren, denn ein Sturm zieht auf.»

    Dann bindet Elia sein Gewand hoch, rennt los und ist noch vor dem Wagen des Königs in Jesreel. Er läuft knapp 50 Kilometer. Dort angekommen, bekommt er eine Nachricht von Isebel, Ahabs Frau: „Ich werde dir den Kopf abschlagen.» Also flieht Elia in die Wüste, mehrere Tagesreisen weit. Seinen Diener lässt er irgendwo zurück. Er wandert einen weiteren Tag tiefer in die Wüste, lässt sich unter einem Ginsterstrauch fallen und betet darum, sterben zu dürfen. Er sagt: „Gott, nimm mein Leben. Ich bin doch der Einzige, der dir hier noch dient.» Er ist suizidgefährdet. Kein Wunder. Er ist emotional, geistlich und körperlich völlig erschöpft.

    Aber hey, genau wie Epaphroditus tut er etwas Gutes. Er arbeitet für den Herrn. Aber er hätte es nicht allein tun müssen. Elia hatte alles selbst in die Hand genommen. Und jetzt fleht er Gott an: „Nimm mein Leben.» Da sagt Gott zu ihm: „Schau mal, mein Lieber. Ich habe noch 7.000 andere, die sich nicht vor Baal verbeugt haben. Du bist nicht der Einzige.» Dann schickt er ihm einen Engel. Elia legt sich schlafen. Der Engel weckt ihn, gibt ihm Wasser und auf heißen Steinen gebackenes Brot. Er versorgt ihn. Elia legt sich wieder schlafen, steht auf, isst noch einmal. Und daraus schöpft er die Kraft 40 Tage weiterzuwandern.

    Für manche klingt das nicht besonders geistlich. Aber für euch ist dieser Gedanke. Elia war geistlich, körperlich und emotional völlig erschöpft. Genau wie manche von euch. Ihr geht todmüde ins Bett und wacht genauso erschöpft wieder auf. Ihr denkt: „Ich bin völlig am Ende.» Gott gab Elia Schlaf und eine gute, warme Mahlzeit. Und anschließend hat er weitergeschlafen. Was manche von euch am dringendsten brauchen, sind ein paar Nächte richtig tiefen Schlaf. Und eine warme Mahlzeit. Ihr braucht nicht noch ein Gebetstreffen – auch wenn Gebet gut ist. Ihr braucht im Moment niemanden, der euch die Hände auflegt und betet. Seid weise und sorgt für euren Körper. Ihr braucht Schlaf und gesundes Essen. „Oh Mann, Bayless, hast du das gerade wirklich gesagt?» Ja, das habe ich. Und ich habe jedes einzelne Wort genau so gemeint.

    Gott ist gnädig und er sorgt sich um unseren Körper. Noch wichtiger ist unser geistlicher Zustand. Vielleicht trifft das auf dich zu und du hast mit deinem Leben gespielt. Dein Körper ist wichtig für Gott. Die Bibel sagt, der Körper ist für Gott bestimmt und Gott sorgt für den Körper. Gott ist für deinen Körper und möchte, dass du gesund bist. Dein Körper ist sein Tempel. Und niemand möchte in ein heruntergekommenes Haus einziehen. Gott will das Beste für deinen Körper. Aber noch wichtiger ist dein geistliches Ergehen. Denn die Wahrheit ist: Ich kann auch mit einem kranken Körper in den Himmel kommen. Aber wenn mein Geist nicht im Reinen mit Gott ist, werde ich es nicht in den Himmel schaffen. Jesus hat gesagt: „Ihr müsst von neuem geboren werden.“ Was vom Geist geboren ist, das ist Geist. Der Heilige Geist schenkt dem menschlichen Geist neues Leben.

    Du bist ein geistliches Wesen. Du wirst die Ewigkeit irgendwo verbringen. Wenn dein Körper stirbt, hörst du nicht einfach auf zu existieren. Du wirst deinen Körper verlassen und woanders sein. Entweder verbringst du die Ewigkeit bei Gott – im Himmel. Oder du kommst an einen Ort, der sich Hölle nennt. Andere Optionen gibt es nicht. Du hast jetzt die Wahl – jetzt, da du noch in diesem Körper aus Fleisch und Blut lebst. Du kannst „Ja» zu Gott sagen. Oder „Nein». Sobald dein Körper gestorben ist, gibt es diese Entscheidung nicht mehr. Dann kannst du nicht sagen: „Weißt du was, Gott, ich hab’s mir anders überlegt.» Es wird zu spät sein. Die Bibel sagt: „Es ist dem Menschen bestimmt, einmal zu sterben. Danach kommt das Gericht.» Entscheide dich heute, da du noch bei klarem Verstand bist, für Jesus. In der Bibel steht: „Allen, die ihn aufnahmen, gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden.»

    Ich kann dir ein Geschenk anbieten. Ich könnte dir diese wunderbare Tasse Tee hier anbieten. Wahrscheinlich ist der Tee inzwischen abgekühlt. [Nimmt einen Schluck.] Lauwarm, aber immer noch guter Tee. Ich könnte ihn dir sogar auf einer Untertasse servieren und sagen: „Bitte sehr. Eine wunderbare Tasse Tee. Duftet himmlisch. Genau so aufgebrüht, wie du Tee am liebsten magst. Ganz britisch, mit einem kleinen Schuss Milch.» Aber wenn du dieses Geschenk nicht annimmst, wenn du nicht zugreifst, dann bringt es dir gar nichts. Rettung gibt es kostenlos. Jesus streckt dir seine Arme entgegen. Er sagt: „Ich habe alles erledigt. Ich bin am Kreuz für deine Sünden gestorben. Ich bin von den Toten auferstanden. Wenn du dein Herz vor mir beugst, mich deinen Herrn nennst und dieses Geschenk annimmst, dann schenke ich dir ewiges Leben.»

    Du kannst Teil seiner Familie werden. Dein Geist wird von neuem geboren. Wenn du „Ja» zu Jesus sagst, wenn du ihn als deinen Herrn anerkennst, dann zieht der Heilige Geist bei dir ein. Er verändert dich auf der Stelle innerlich. Johannes schreibt in seinem Brief: „Wir wissen, dass wir das ewige Leben haben, und zwar durch den Geist, den er uns gegeben hat.» Er wird dich verändern. Danach beginnt die schöne Aufgabe, unser Denken durch Gottes Wort erneuern und die innere Veränderung nach außen sichtbar werden zu lassen. Aber er verändert dich auf der Stelle. Wenn du diese neue Geburt noch nie erlebt hast, warum betest du nicht einfach jetzt mit mir? Glaubst du, dass Jesus für deine Schuld am Kreuz gestorben ist? Dass er von den Toten auferstanden ist? Dann bist du schon fast da.

    Die Bibel sagt, glaube und bekenne, dass Jesus der Herr ist. Dass du bereit bist, dein Herz vor ihm zu beugen. Du gibst dein Recht auf ein Leben ohne ihn auf. Du wendest dich von deinem alten, sündhaften Lebensstil ab und sagst „Ja» zu Jesus. Wenn du das tust, dann nimmt er dich mit offenen Armen in seine Familie auf. Ich will dir dafür Worte geben. Sie bedeuten gar nichts, wenn du sie nicht aus ganzem Herzen sprichst. Aber wenn du aufrichtig überzeugt und zu Gott sprichst, dann wird er dich hören. Sein Geist wird kommen und dich verändern. Sprich ihn einfach direkt an: „Gott.» Sag es laut. Egal, ob du zu Hause bist oder in der Kneipe. Das spielt keine Rolle. Es gibt gerade nichts Wichtigeres als das. Sag einfach:

    „Gott, ich glaube, dass Jesus dein Sohn ist. Ich glaube, dass er am Kreuz gestorben ist, um meine Schuld wegzunehmen. Ich glaube, dass er meine Schulden komplett bezahlt hat. Jesus, ich glaube, dass du von den Toten auferstanden bist. Ich bitte dich jetzt: Komm in mein Leben. Ich nehme dich als meinen Herrn und Retter an. Jesus, ich übergebe dir mein Leben. In deinem Namen bete ich, Amen.»

    Wenn du keine Bibel hast, dann besorg dir unbedingt eine. Und wenn du dieses Gebet gerade mitgebetet hast, dann schreib uns kurz. Wir werden alles tun, um dir zu helfen, eine gute, bibelorientierte Gemeinde in deiner Nähe zu finden. Egal, wo du bist. Sobald wir eine gefunden haben, sagen wir dir Bescheid. Du darfst wissen: Er wird dich niemals verlassen. Du gehörst jetzt zu Gott. Du bist sein geliebtes Kind. Gott segne dich.

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