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Wie du Sorgen überwinden kannst – Philipperbrief

Sorgen sind nicht harmlos – sie können Gottes Wirken behindern und dir die Lebensfreude rauben. Erfahre in dieser Sendung von Bayless Conley, wie du die Sorgenfalle brichst und dein Herz zur Ruhe kommt. Anhand von Philipper 4 zeigt er dir, wie du ganz auf Gottes treue Zusagen bauen kannst.
Tausche deine Sorgen heute gegen Gottes Frieden!

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  • Hallo, herzlich willkommen zur heutigen Sendung. Ich möchte heute ein paar Gedanken mit dir teilen, von denen ich glaube, dass sie dir guttun werden. Ich kenne viele Menschen – auch in meinem eigenen Umfeld –, die ständig von Sorgen und Ängsten geplagt werden. Vielleicht hast du auch täglich damit zu kämpfen.

    Manche schlafen abends mit Angst und Sorgen ein. Und sobald sie morgens die Augen öffnen, sind Angst und Sorgen sofort wieder da. Sie verfolgen einen den ganzen Tag. Manchmal überrollen sie einen richtig, und selbst wenn nicht, sind sie doch ständig präsent, irgendwo am Rande des Bewusstseins. Jesus möchte dich davon befreien. Er ist gekommen, um uns Leben im Überfluss zu schenken. Er hat gesagt: „Der Dieb kommt, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten.“ Aber zu einem Leben im Überfluss gehört innerer Frieden.

    In Philipper 4,6-7 schreibt Paulus darüber, wie wir Gottes Frieden erleben können. Wenn du umsetzt, was in der Bibel steht, hält Gott sein Versprechen und schenkt dir Frieden. Ich bin überzeugt, dass gerade jemand zuschaut, der das hören muss. Hör zu: Dieser Moment ist kein Zufall. Gott möchte deine Aufmerksamkeit. Er liebt dich und er will dir helfen. In Philipper 4,6-7 steht:

    „Sorgt euch um nichts, sondern betet um alles. Sagt Gott, was ihr braucht, und dankt ihm. Ihr werdet Gottes Frieden erfahren, der größer ist, als unser menschlicher Verstand es je begreifen kann. Sein Friede wird eure Herzen und Gedanken im Glauben an Jesus Christus bewahren.“

    Hier steht also: „Sorgt euch um nichts.“ Um gar nichts. Nicht um deine Kinder, nicht um deine Ehe, nicht um dein Geld, nicht um deinen Körper, nicht darum, wie sicher dein Job ist, nicht um die Wirtschaft, nicht um deine Zukunft. Manche Menschen machen sich um alles Sorgen. Sie kennen nur Sorgen, Sorgen, Sorgen. Nur um Weniges machen sie sich keine Sorgen. Aber in der Bibel steht: „Sorgt euch um nichts.“

    Was kannst du tun, um diese Gewohnheit zu durchbrechen? Nun, hier steht: „Betet. Sorgt euch um nichts, aber betet um alles. Sagt Gott in jeder Situation und in allen Dingen, was ihr braucht.“ Sorgt euch nicht. Betet. Wenn du betest, lege die Situation und alle Ängste, die damit verbunden sind, in Gottes Hand. Vielleicht denkst du: „Aber darf ich mir denn nicht wenigstens ein bisschen Sorgen machen?“ Nein. Nicht einmal ein bisschen. Bring es zu Gott. In 1. Petrus 5,7 steht:

    „Überlasst all eure Sorgen Gott, denn er sorgt sich um alles, was euch betrifft!“

    In Markus 4 erzählt Jesus das geniale und lehrreiche Gleichnis vom Sämann. Er sagt: „Wenn der Prediger das Wort Gottes verkündet, fällt der Same auf unterschiedlichen Boden. Die Vögel kommen sofort und picken ihn auf. Sie nehmen die Samen weg, bevor sie überhaupt die Gelegenheit hatten, in die Erde zu kommen.“ Jesus sagt, hier geht es um den Satan. Er kommt sofort und nimmt Gottes Wort weg. Warum will der Teufel Gottes Wort wegnehmen? Weil es Folgen hat! Psalm 107,20:

    „Er sprach ein Wort, und sie wurden gesund – so rettete er sie an der Schwelle des Todes.“

    Paulus schreibt: „Ich vertraue euch Gott und dem Wort seiner Gnade an, das euch ermutigen und ein Erbe geben kann gemeinsam mit allen Heiligen.“ Wenn der Teufel das Wort wegnehmen kann, dann kann er auch das Erbe wegnehmen. Wenn der Teufel das Wort rauben kann, kann er dir auch deine Gesundheit, deine Heilung und deinen Frieden rauben – das, was Gott in deinem Leben tut. Gott wirkt in unserem Leben durch sein Wort, das in unserem Leben Frucht hervorbringt. Den Teufel interessiert es nicht, ob du attraktiv bist oder schön singen kannst. Ihn interessiert Gottes Wort. Er will nicht, dass es in deinem Herzen Wurzeln schlägt. Denn dann wirst du zur Bedrohung für ihn.

    In dem Gleichnis sagt Jesus: „Die Vögel der Luft kommen und picken den Samen auf. Einiges fällt auf steinigen Boden. Einiges fällt unter die Dornen und die Dornen wachsen auf und ersticken es.“ Dann erklärt er, was das bedeutet. Er sagt: „Die Dornen, die aufwachsen und die Saat ersticken, sind die Sorgen und Ängste dieser Welt.“ Sie gebraucht der Teufel, um Gottes Wort daran zu hindern, im Leben eines Menschen Frucht zu bringen. Sorgen, Ängste und Probleme. Kämpfe also gegen Sorgen und Ängste wie gegen giftige Schlangen. Lass sie nicht in dein Leben hinein. In einer Übertragung wird 1. Petrus 5,7 so formuliert:

    „Lege all deine Sorgen [deine Ängste, deine Befürchtungen und deine Angelegenheiten ein und für allemal] bei ihm ab, denn liebevoll sorgt er für dich und aufmerksam kümmert er sich um dich.“

    Hier geht‘s um die Gedanken und Ängste um deinen Körper, um deine Gesundheit, deine Rechnungen, deine Familie, deine Zukunft und alles, was dir Sorgen bereitet. Lege alles bei ihm ab. Wie? Das erfahren wir in Philipper 4,6: Im Gebet! „Betet um alles. Sagt Gott, was ihr braucht, und dankt ihm.“ Er zeigt uns hier drei Schritte, mit denen wir unsere Sorgen loswerden können. Drei Schritte. Erstens: durch Gebet. Im Griechischen steht hier eine sehr allgemeiner Begriff, der „Gott anbeten und sich ihm zuwenden“ bedeutet.

    Wir kommen also zu Gott, wenden uns ihm zu und beten ihn an. Wir gehen nicht zuerst zu einem Freund oder zu unserem Pastor oder unserem Therapeuten. Wir gehen zuerst zu Gott. Wir treten in Gottes Gegenwart, wenden uns an ihn und beten ihn an. Zuallererst gehen wir durch seine Tore mit Dank und in seine Vorhöfe mit Lob.

    Als Aller-Aller-Allererstes gehe zu Gott, wenn du anfängst, dir Sorgen zu machen. Wende dich ihm zu und bete ihn an. Nach „betet“ steht hier: „Sagt Gott, was ihr braucht.“ Der griechische Begriff hier bedeutet: „eine konkrete, detaillierte Bitte für persönliche Bedürfnisse“. Wir kommen also in Gottes Gegenwart. Und dann bringen wir ihm unsere Bitten. Wir sagen ihm, was wir brauchen und uns wünschen – und das unbedingt konkret und detailliert. Vielleicht denkst du: „Ich habe schon gebetet und Gott gesagt, was ich mir wünsche. Aber es hat nicht funktioniert.“

    Einen Moment. Paulus nennt uns noch einen dritten Schritt. Er sagt: „Sorgt euch um nichts und lasst euch von nichts ängstigen, sondern betet für alles; in jeder Lage, zu jeder Zeit, in jeder Situation.“ Ich komme also in Gottes Gegenwart, bete ihn an und wende mich ihm zu. „Sagt ihm, was ihr braucht.“ Ich nenne ihm konkret und detailliert meine Anliegen. Und dann sagt er: „Dankt ihm.“ Das ist der dritte Schritt. Danke Gott, nachdem du deine Bitte ausgesprochen hast dafür, dass er dich erhört und deine konkrete Bitte erfüllt hat. Du dankst ihm im Glauben – und zwar im Voraus.

    Ich möchte 1. Johannes 5,14-15 vorlesen. Da heißt es:

    „Und wir dürfen zuversichtlich sein, dass er uns erhört, wenn wir ihn um etwas bitten, das seinem Willen entspricht. Und wenn wir wissen, dass er unsere Bitten hört, dann können wir auch sicher sein, dass er uns gibt, worum wir ihn bitten.“

    Er erhört uns, wenn wir ihn um etwas bitten, das seinem Willen entspricht. Vielleicht sagst du: „Aber woher weiß ich, ob etwas Gottes Wille ist?“ Gottes Wort ist sein Wille. Wenn Gott etwas zusagt, ist es sein Wille. Er verspricht nichts, das nicht seinem Willen entspricht. Finde eine Zusage, die zu deiner Situation passt. Du brauchst einfach eine Liebesbeziehung zu deiner Bibel.

    Selbst wenn du heute nichts anderes mitnimmst, ist das der beste Rat, den ich dir geben kann: Habe eine Liebesbeziehung zu Gottes Buch. Wenn du noch nie darin gelesen hast, fang mit dem Neuen Testament an. Am besten mit dem Johannesevangelium. Lies es bis zum Ende. Bete dabei. Lies langsam und immer wieder. Denk darüber nach. Die Zusagen, die du darin findest, gelten auch für dich.

    Wenn Gott etwas zusagt, ist das sein Wille. Wenn wir um etwas bitten, das seinem Willen oder seinen Zusagen entspricht, wissen wir, dass er uns hört. Wenn wir wissen, dass er uns hört, dürfen wir sicher sein, dass er unsere Bitte erfüllt. Und wie wissen wir das? Durch Glauben. „Glaube ist das Vertrauen darauf, dass das, was wir hoffen, sich erfüllen wird, und die Überzeugung, dass das, was man nicht sieht, existiert.“ Wenn ich es sehe, brauche ich keinen Glauben dafür. Ist das Gebet erhört, tritt der Glaube zur Seite. Aber bis dahin ist der Glaube mein Beweis. Der Glaube ist das, woran ich mich festhalte. Denk einmal darüber nach. Jesus sagt in Johannes 15,7:

    „Doch wenn ihr mit mir verbunden bleibt und meine Worte in euch bleiben, könnt ihr bitten, um was ihr wollt, und es wird euch gewährt werden!“

    „Wenn ihr mit mir verbunden bleibt.“ Wenn ich Jesus als meinen Herrn und Retter annehme, wohnt er in mir. So weit, so klar. Dann kommt aber noch ein „und“. Es geht also nicht nur darum, gerettet zu sein und von Gottes Geist erneuert und zu einem Kind Gottes gemacht zu werden. Dafür sind wir Gott ewig dankbar. Aber es gibt viele Kinder Gottes, die – wie es bei Hosea heißt –, „aus Mangel an Erkenntnis sterben“. Oder in Jesaja 5 lesen wir: „Mein Volk gerät in Gefangenschaft, weil es ohne Verstand ist.“

    Es ist wunderbar, dass du gerettet bist und in den Himmel kommen wirst. Aber dir wird dein Erbe entgehen und dir wird so viel von dem genommen, das Gott dir geben möchte und mit dem er dich in diesem Leben ausrüsten möchte, wenn du dir keine Zeit für sein Buch nimmst und herausfindest, was Jesus für dich getan und ermöglicht hat.

    Vielleicht meinen viele, du wärst nichts wert und wirst nie Erfolg haben. Vielleicht würden sie von dir als Letztes erwarten, dass Gott dich für etwas Wichtiges gebraucht. Aber wenn du Gottes Wort in deinem Herzen wohnen lässt, kannst du zu einem Kraftpaket für Jesus und für Gottes Reich werden. Natürlich in aller Demut und zu Gottes Ehre, denn ohne ihn sind wir nichts. Aber wenn Gottes Wort in uns lebendig ist, macht das den entscheidenden Unterschied aus.

    Kenneth Wuest ist Theologe und Kenner der griechischen Sprache. Er übersetzt Johannes 15,7 mit folgenden Worten. Jesus sagt:

    „Wenn meine Worte in euch zu Hause sind, dann beauftrage ich euch, sogleich um etwas zu bitten, wonach euer Herz sich sehnt, und es wird euch gehören.“

    Wenn wir wissen, dass Gott uns hört und wenn wir glauben, dass es geschieht, dann ist Dank angebracht. Gehen wir zurück zu Philipper 4: „Sorgt euch um nichts. Macht euch um nichts Sorgen, sondern betet in allem.“ Ich komme zu Gott. Ich danke ihm. Ich wende mich ihm zu. Ich bete ihn an. „Bittet.“ Ich spreche eine konkrete Bitte aus, die mit seinem Willen und seinen Zusagen übereinstimmt. „Und dankt ihm.“

    Ich erinnere mich an einen Prediger, den wir einmal eingeladen hatten, ein älterer Herr, der im Süden aufgewachsen war. Er erzählte und erzählte von den Buttermilch-Brötchen seiner Mutter. Er kam aus einer großen Familie. Ich glaube, er war der Jüngste von neun Geschwistern.

    Er beschrieb diese Brötchen und den Zuckerrohrsirup dazu, den seine Mutter selbst einkochte. Er sagte: „Er schmeckte himmlisch.“ Als er den Geschmack beschrieb, lief allen in der Gemeinde das Wasser im Mund zusammen und sie dachten: „Bitte mach schnell Schluss, ich muss etwas essen.“ Aber er redete munter weiter und sagte: „Bei neun Kindern war der riesige Berg Brötchen, den meine Mutter machte, immer unglaublich schnell verschwunden, bis nur noch ein einziges auf dem Teller lag.“

    Er sagte: „Ich bekam immer das letzte Brötchen. Denn ich hatte das Geheimnis entdeckt. Meine Geschwister haben sich immer geärgert, dass ich das letzte Brötchen bekam, und haben es nie durchschaut. Ausgerechnet als Jüngster kannte ich den Trick. Wenn am Ende nur noch ein Brötchen übrig war und vielleicht schon jemand danach griff, sagte ich: ‚Daddy?‘ – ‚Ja, mein Sohn?‘ – ‚Danke, dass ich das letzte Brötchen haben darf.‘ Und mein Daddy sagte: ‚Gebt ihm das letzte Brötchen.‘ Meine Geschwister mussten es dann bis zum Tischende weiterreichen, wo ich auf einem Kissen saß, weil ich der Kleinste und Jüngste war.“ Er erzählte: „Ich bekam das letzte Brötchen, weil ich ‚Danke, Daddy‘ sagte.“

    In den Anfangsjahren unserer Gemeinde hatten wir nur wenige Mitarbeiter und ich stand mit allen viel direkter im Kontakt. Damals hatte ich viele Hüte gleichzeitig auf. Gott sei Dank haben wir heute viele kompetente und berufene Leute, die mir vieles abnehmen, so dass ich mich auf anderes konzentrieren kann.

    Damals hatten wir einige Mitarbeiter in Leitungsfunktionen, in pastoralen Aufgaben und im kreativen Musikbereich. Ich trommelte alle zusammen und erklärte ihnen: „Wenn bei euren Kindern etwas Besonderes ansteht, wenn sie in der Schule eine Auszeichnung bekommen oder eine Sportveranstaltung haben oder eine Ballettaufführung oder irgendetwas anderes, dann sagt mir Bescheid und ihr könnt gern früher gehen. Ich möchte, dass ihr bei den Veranstaltungen eurer Kinder dabei seid.“

    Das war mein erklärter Wunsch. Und ich war immerhin der Chef. Ein Mitarbeiter meldete sich an einem Dienstag bei mir und sagte: „Mein Sohn hat am Freitag ein Spiel. Darf ich um elf gehen? Ich würde meinem Sohn gern zusehen und wäre den Rest des Tages nicht da.“ Ich sagte: „Natürlich, viel Spaß euch beiden.“ Und weißt du, was er antwortete? Er sagte: „Danke.“

    Dabei war die Sache noch gar nicht passiert. Aber er sagte: „Danke.“ Er kannte meinen Willen. Ich hatte ihn klar formuliert. Ich hatte versprochen, dass sich alle freinehmen konnten, wenn bei ihren Kindern etwas anstand, egal ob ein Klavierkonzert oder eine schulische Auszeichnung oder was auch immer. An besonderen Ereignissen ihrer Kinder sollten sie teilnehmen können. Er fragte mich, ich sagte: „Klar“ – und er sagte: „Danke.“

    Er tat das in gutem Glauben. Es war noch nicht Freitag. Ich hätte ihn auch nicht gehen lassen können. Ich hätte meine Meinung ändern können. Aber er kannte meinen Willen, ich hatte ihn klar formuliert. Worum er mich bat, entsprach meinem Willen. Er wusste, dass ich es erlauben würde. Also sagte er: „Danke.“ Und nun stell dir vor, er hätte mich am Mittwoch wieder gefragt: „Bayless, bekomme ich am Freitag frei? Mein Kind hat ein Spiel.“ Dann hätte ich gesagt: „Haben wir nicht gestern schon darüber gesprochen?“

    Stell dir vor, er hätte am Mittwochnachmittag auch wieder gefragt: „Bekomme ich am Freitag frei?“ Und am Donnerstagvormittag und Donnerstagnachmittag wieder. Hätte er mich am Donnerstagabend auch noch angerufen, hätte ich gedacht: „Was soll das? Warum fragt er mich immer wieder? Ich habe meinen Willen doch schon erklärt. Das sollte reichen. Ich habe schon Ja gesagt, als er zum ersten Mal gefragt hat.“ Jetzt fragt er mich immer und immer wieder, weil er mir beim ersten Mal nicht geglaubt hat.

    Ich finde, so machen Christen es manchmal mit Gott. Wir bitten ihn immer und immer wieder. Wir beten immer und immer wieder für dasselbe Anliegen, statt einfach Danke zu sagen. Wenn wir seinen Willen kennen, wenn unsere Bitte damit übereinstimmt und wir uns bedankt haben, müssen wir uns nicht mehr darum sorgen. Wir sollen sogar der Versuchung widerstehen, uns je wieder darum Sorgen zu machen. Wenn nötig, lies in 1. Petrus 5,7 nach.

    Wenn die Sorge bei dir anklopft, du dafür aber schon gebetet und Gott gedankt hast, dann sag: „Ich habe meine Last an Gott abgegeben. Ich habe meine Sorgen auf ihn geworfen. Er kümmert sich darum. Liebe Sorge, wenn du mit jemandem darüber reden willst, musst du zu Gott gehen. Denn die Sache liegt jetzt bei ihm und nicht mehr bei mir.“ Gib der Sorge einfach keinen Raum mehr. Denn wenn du anfängst, dir Sorgen zu machen, hast du die Sache zurückgeholt und sie Gott wieder aus der Hand genommen.

    Ich habe einmal von einem Paar gelesen, das eine Gewohnheit hatte. Wenn einer von ihnen ein Problem hatte oder versucht war, sich um etwas Sorgen zu machen, setzten sie sich an den Küchentisch, nahmen ein Blatt Papier und schrieben das Problem auf. Dann legten sie ihre Hände auf das Papier und sprachen Gottes Zusagen darüber aus. Sie beteten und legten es Gott hin. Baten ihn um Weisheit. Baten ihn darum, einzugreifen und sich darum zu kümmern.

    Dann nahmen sie sich Zeit, um Gott dafür zu danken, dass er sie erhört hatte. Anschließend falteten sie den Zettel zusammen. Oben an ihrer Küchentür hatten sie eine Tüte festgeklebt, auf der in großen Buchstaben „Gott“ stand. Sie stiegen auf einen Tritthocker und legten den Zettel in die Tüte.

    Der Mann und die Frau hatten eine gemeinsame Vereinbarung getroffen: „Wenn du oder ich anfangen, uns um etwas Sorgen zu machen, für das wir schon gebetet und das wir Gott abgegeben haben, dann muss der, der sich Sorgen macht, den Zettel wieder aus der Tüte holen. Denn wenn wir wieder anfangen, uns Sorgen zu machen, ist es nicht mehr bei Gott und wir haben es uns zurückgeholt.“

    Manche von uns müssten ehrlicherweise öfter dort hochsteigen und Zettel aus der Tüte fischen. Wenn du Gott ein Anliegen abgibst, dann lass es bei ihm. Gott möchte, dass du sorgenfrei lebst. Sagt Jesus: „Kommt her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch noch mehr Lasten aufladen“? Nein! Sagt er: „Ich will euch weitere Sorgen geben“? Nein! „Weitere Enttäuschungen und Ängste“? Nein! „Ihr sollt unter Sorgen zusammenbrechen“? Nein! Jesus sagt: „Ich will euch Ruhe geben.“

    Er möchte, dass wir in Ruhe leben. Genau darum geht es im nächsten Vers im Philipperbrief. Wenn wir versucht sind, uns Sorgen zu machen, sollen wir stattdessen zu Gott kommen, ihn anbeten und uns ihm zuwenden, wir sollen unsere Bitten konkret und ausführlich in Übereinstimmung mit seinen Zusagen zu ihm bringen und ihm dann im Glauben danken. Wir sagen: „Herr, ich danke dir, dass du mich gehört hast. Ich danke dir, dass dein Wort wahr ist. Ich habe es dir hingelegt und werde mir keine Sorgen mehr darum machen. Ich habe es dir gegeben. Danke, dass du mich erhörst.“ Das tun wir – und dann geht es weiter in Philipper 4,7:

    „Und der Friede Gottes, der alle menschlichen Gedanken weit übersteigt, wird euer Herz und euer Denken in Christus Jesus bewahren.“

    Das können wir nicht selbst bewirken. Es ist größer als unser menschlicher Verstand. Es ist Gottes Frieden. Ein Friede, wie Gott ihn hat. Gott macht sich nie Sorgen, ihr Lieben. Er sitzt nicht oben im Himmel, rauft sich die Haare und sagt: „Was soll ich bloß machen? Diese ganzen Probleme auf der Welt, ein Land erhebt sich gegen das andere … das habe ich nicht kommen sehen. Gabriel, hast du irgendeine Idee? Ihr anderen Engel, habt ihr Ideen?“ Nein, Gott macht sich keine Sorgen. Er ist der Gott des Friedens.

    Und er sagt, dass sein Friede unsere Herzen und unsere Gedanken bewahren wird. Wenn wir Vers 6 tun, werden wir Vers 7 erleben. Wie ein Wachposten wird dieser Friede vor den Toren zu unseren Gedanken und unserem Herzen auf- und abgehen. Er wird nicht zulassen, dass Sorgen und Ängste oder der Teufel hereinkommen. Er hält alles fern. Gott wünscht uns einfach Frieden und kein unruhiges Herz. Das ist sein Wille für dich. Mir gefällt dieser Vers: „Und der Friede Gottes, der alle menschlichen Gedanken weit übersteigt, wird euer Herz und euer Denken in Christus Jesus bewahren.“

    Jesus muss im Mittelpunkt stehen, damit all das funktioniert, was ich gerade gesagt habe. Ich weiß, dass gerade jemand zusieht, der von Sorgen geplagt wird. Vielleicht weißt du gar nicht, warum du mir so lange zugehört hast. Aber jetzt denkst du: „Vielleicht sollte ich das mal ausprobieren.“ Hör zu: Es funktioniert nicht, wenn Jesus nicht im Mittelpunkt deines Lebens steht. All das funktioniert nur, weil wir eine Beziehung zu ihm haben. Er ist der Ursprung und das Zentrum von alldem. Er schenkt uns seinen Frieden in Jesus Christus.

    Wenn du Jesus noch nie dein Herz geöffnet hast, dann möchte ich dich jetzt dazu einladen. Es geht dabei nicht um religiöse Rituale oder leere Zeremonien. Es geht darum, eine lebendige, echte Beziehung zu Jesus zu haben, der am Kreuz für deine Schuld gestorben und von den Toten auferstanden ist, damit deine Beziehung zu Gott in Ordnung kommt.

    Vielleicht hörst du das und denkst: „Warum musste Jesus überhaupt sterben? Warum soll ich glauben, dass Gottes Sohn für mich gestorben und auferstanden ist? Wenn wir wirklich von ihm getrennt waren, warum konnte Gott dann nicht einfach sagen: ‚Ich vergebe euch‘? Er ist schließlich Gott. Warum konnte er nicht einfach Vergebung für die gesamte Menschheit aussprechen, wenn er ein Gott der Liebe ist?“ Das stimmt, er ist ein Gott der Liebe. Aber auch ein gerechter Gott. Und Gerechtigkeit verlangt Strafe für eine Schuld.

    Ich glaube, jeder von uns weiß das tief in seinem Inneren. Wenn jemand ein abscheuliches Verbrechen begeht, kann der Richter nicht einfach sagen: „Schon okay, tu’s halt nie wieder.“ Dann würden wir sagen: „Dieser Richter sorgt nicht für Gerechtigkeit.“ Uns ist bewusst, dass eine Strafe nötig ist. Wenn jemand einen anderen misshandelt und ihm absichtlich schadet, kann er nicht einfach weiterziehen und das immer wieder tun. Der Richter sagt nicht: „Dir ist vergeben. Geh deines Weges. Schon okay.“ Nein. Gott ist Liebe, aber Gott ist auch gerecht.

    Wir alle sind nicht nur Menschen gegenüber schuldig geworden. In der Bibel steht: „Alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren.“ Wir haben uns einem viel größeren Wesen gegenüber schuldig gemacht – dem Schöpfer. Weil Gott gerecht ist, kann er unsere Schuld nicht übergehen. Aber weil er Liebe ist, kann er uns Menschen nicht übergehen. Darum hat er seinen Sohn geschickt, der an unserer Stelle gestorben ist. Gott hat die Strafe für unsere Schuld seinem eigenen Sohn auferlegt. Jesus starb freiwillig unter der Last deiner und meiner Schuld. Nach drei Tagen und Nächten war der Anspruch von Gottes ewiger Gerechtigkeit erfüllt und Jesus wurde auferweckt.

    In der Bibel steht: „Wenn du das glaubst und ihn als deinen Herrn und Retter annimmst und dich ihm anvertraust, dann wird der Heilige Geist in dein Leben kommen und dich verändern. Er wird dich zu Gottes Kind machen.“ Wenn du dich noch nie an Jesus gewandt hast, dann tu es heute. Er liebt dich. Er ist für dich gestorben. Er ist für dich auferstanden. Er will, dass du ihn kennenlernst. Bis bald. Gott segne dich.

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